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Fusion unter Spezialisten

Klotzen, nicht kleckern heißt es, wenn das weltgrößte Softwareunternehmen auf Partnersuche ist. Bei Microsoft bleibt der höchste Partnerstatus normalerweise großen Unternehmen vorbehalten. Nicht so, wenn es um eingefleischte Spezialisten geht: Der zwanzig Mitarbeiter starke österreichische IT-Dienstleister SiteXs ist seit gut zwei Jahren Goldpartner der Redmonder. SiteXs-Geschäftsführer Stefan Panholzer setzt seit jeher einen Schwerpunkt auf die Mitarbeiterentwicklung, um sich auf bestimmte Sparten konzentrieren zu können. Und auch heuer weht dem Unternehmer, der sich für die KMU-Kundschaft auf die Kerngebiete Netzwerk und Security spezialisiert hat, freundlicher Wind entgegen. Die Branchenmesse ITnT war ein großer Erfolg und mit supportEDV klopft nun ein Branchenkollege für weiteres Wachstum an die Tür. Der Neo-Partner bringt Großkunden mit an Bord, für OMV wird seit Jahren die Serverhardware unternehmensweit serviciert.

Anfang April ziehen die beiden Spezialisten an einem Standort in Wien zusammen, in weiterer Folge soll es dann zur Fusion kommen. »Da wir keine Berührungspunkte bei den Kunden haben, ergänzen wir uns perfekt«, ist sich Stefan Panholzer sicher. Mit der Zusammenarbeit wollen die beiden Unternehmen in neue Kundensphären dringen und eine weitere Stufe Richtung Großprojekte erklimmen. Denn die fusionsbedingte Verdoppelung von Umsatz und Mannschaft ermöglicht die Vorfinanzierung gewichtiger Projekte, die mitunter ein Jahr und mehr umschließen. Angst vor dem Zusammenprall unterschiedlicher Firmenphilosophien hat Panholzer keine: »Die Mitarbeiter sehen die Entwicklung als Riesenchance.«

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Entflechtungen

Der Reifegrad eines Marktes lässt sich stets an seinem Bewegungsmoment messen. Demnach hat sich die Branche des Business-Process-Outsourcing bereits auf der Laufbahn versammelt und wärmt sich auf. Einige Läufer sind bereits losgestartet und haben mit Mergers & Akquisitions auf sich aufmerksam gemacht. Die großen IT-Dienstleister runden ihre Expertisen ab, um die Kunden zielgenau Runde um Runde in eine bessere Servicewelt führen zu können. Die Unternehmen sollen sich nun gefälligst auf das Kerngeschäft konzentrieren - sei es Telefoniegespräche routen, Versicherungen verkaufen oder Akten schlichten. überflüssiges, wie Dokumentendruck, Rechnungsversand oder Personalmanagement, übernimmt die neue, gierige Partnerlandschaft. Diese zeichnet sich durch einfache Rezepte aus: »pay per use«, »on demand«, »unit pricing«, »pay what you use«. Für den Kunden läuft - etwa im Falle von Outsourcing des Dokumentenoutputs - alles auf eines hinaus: er muss sich nicht mehr um Papierpreise und Portokosten kümmern. Zumindest nicht direkt, denn am Ende des Quartals gibt es einen einzigen Verrechnungsposten - nicht Hunderte. Natürlich sind diese Services mehr als nur die gleichen Handgriffe von einem Partner machen zu lassen. BPO heißt: Mehr Effizienz und vor allem mehr Intelligenz in den Prozess zu bringen.

»Wir reden hier vom Managen, nicht vom Exekutieren«, sagt ein anderer Experte. Am Rande eines Vortrags zur schwierigen Zukunft der Telcos (siehe Analyse) rät er, der »Telekommunikations und IT Report« soll sich in »Business Enabler Report« umbenennen. Für ihn ist die Telekommunikation ein Terminus eines untergehenden Wirtschaftsimperiums. Nun kommen die kleinen, flexiblen Unternehmen hoch, die auf den Steinen der alten Welt neue Gewinn bringende Dienste bauen. Damit aus den Fest- und Mobilnetzen keine starren Infrastrukturkomplexe werden (sie sind es ja ohnehin schon), sollten nun Purzelbaum und Kopfstand in den Etagen der Telco-Vorstände Einzug halten. Heißt: Das alte Minutengeschäft drehen, zerstückeln und in etwas Intelligenteres verwandeln. Die Festnetze sind fast schon überreif, der Mobilfunk beginnt langsam zu erahnen, dass auch ihn die Applikationswelt überrollen wird. Unterm Strich spielt die eigentliche Nachrichtenübertragung ja heute schon in der Wertschöpfungskette des Contentgeschäfts eine untergeordnete Rolle.

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Mit Ohren und Augen telefonieren

2006 wurden mehr als 80 Millionen Notebooks ausgeliefert: eine Steigerung von über 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Analystenfirma IDC prognostiziert, dass im Jahr 2007 zum ersten Mal mehr als 100 Millionen Notebooks weltweit verkauft werden. Die Zahl der Anwender steigt und mit ihr die Nachfrage nach Notebook-Zubehör.
Mit der neuen QuickCam Deluxe for Notebooks und der QuickCam for Notebooks sollen Video-Chats zu einem realitätsnahen Gesprächserlebnis werden. Die RightSound Technologie von Logitech liefert den perfekten Sound, indem sie Echo- und Rückkopplungs-Effekten beseitigen und störende Hintergrundgeräusche reduzieren, und die RightLight Technologie bietet selbst bei schwacher Beleuchtung kontrastreiche Bilder.

Für Einsteiger
Die QuickCam for Notebooks ist vor allem für Webcam-Neulinge geeignet. Die Videokommunikation funktioniert dank eingebautem Mikrofon und RightSound Technologie ohne Headset. Ein Auslöser zur Aufnahme von Fotos und ein Fokussierungsring, mit dem eine optimale Bildqualität erreicht werden kann, fördern den Spaß am Chatten.
Preis: 39,99 Euro

Für Profis
Video-Chatter führen mit der QuickCam Deluxe Unterhaltungen mit Live-Charakter: Logitechs neue kompakte Webkamera soll dank hochwertigem Glasobjektiv mit einem 1,3 Megapixel-Sensor eine optimale Bildschärfe und Farbwiedergabe bieten. Auch das Aufnehmen von Fotos via Webcam ist einfach: Der Auslöser befindet sich oben auf der Kamera. Mit dem verstellbaren Federclip findet die QuickCam Deluxe auch auf Bildschirmen bis zu einer Tiefe von 20 Millimetern Platz. Da die Webkamera für das Betriebssystem Windows Vista zertifiziert ist, muss die QuickCam Deluxe nur noch angeschlossen werden und ist sofort startklar.
Preis: 59,99 Euro

Hoher Spaßfaktor
Die neuen Logitech Fun-Filter sind bereits in beiden Webcams integriert. Die Software erzeugt einen Umriss um jedes Objekt, das im Bild sichtbar ist. Ein Mausklick genügt und der Anwender kann aus 12 angebotenen Fun-Filtern einen Effekt über das Bild legen: Gesicht und Hintergrund werden im Fischaugen-, Neonlicht- oder Kreidetafel-Effekt sichtbar. Ab April stehen die zahlreichen Fun-Filter zum kostenlosen Download unter www.logitech.com bereit.

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Wert & Schöpfung

(+) plus: Herr Buchinger, Sie sind seit 11. Jänner Sozialminister, waren davor in der Landespolitik tätig. Wie glatt ist das Wiener Parkett?
Erwin Buchinger: Ich sehe eigentlich keinen großen Unterschied zur Arbeit in Ober­österreich und Salzburg. Prinzipiell gelten dieselben Spielregeln, wenngleich diese in Wien etwas schneller, härter und technisch feiner ausgelegt werden.

(+) plus: Man hatte in den letzten Wochen das Gefühl, dass die kontroversiellen Themen der Bundespolitik stets mit Ihrem Namen verknüpft sind: Mobilitätsprämie, Pflegedebatte, Mindestsicherung.
Buchinger: Dies ist Zufall. Bundesminis­ter Martin Bartenstein und ich stehen bei den Themen Pflegesicherung, Mindestsicherung oder bei der Debatte über ausländische Fachkräfte unter Zeitdruck. Wir diskutieren, haben aber bislang stets einen Kompromiss finden können. In den nächsten Monaten werden andere in der Regierung ihre Diskussionen führen.

(+) plus: Ein Thema, das etwas in den Diskussionen abgeht, ist die Wertschöpfungsabgabe, unter Alfred Dallinger auch als Maschinensteuer verschrien.
Buchinger: Das Thema Wertschöpfungsabgabe ist tatsächlich in Bearbeitung und hat auch im Vorfeld der Regierungsverhandlungen bereits eine Rolle gespielt. Es ist bisher zwar, von kleinen Ausnahmen abgesehen, öffentlich nicht thematisiert worden, diskutiert wurde aber bereits die Einbeziehung von Erlösen aus Vermietung und Verpachtung in die Beitragspflicht für die Sozialversicherung. Ich schließe nicht aus, dass im Laufe der Legislaturperiode in dieser Richtung auch Fortschritte erzielt werden - immer gekoppelt mit einer Gegenbewegung: Wenn auf der einen Seite die Wertschöpfungsabgabe verbreitert wird, hat man die Chance, auf der anderen Seite den Faktor Arbeit zu entlasten.

(+) plus: Wie ist der Stand der Debatte zum Thema Mindestsicherung?
Buchinger: Wir sind in der konkreten Diskussion mit den Ländern, wie die Mindestsicherung gestaltet werden könnte. Zudem evaluieren wir, welche Regeln dazu in Bezug auf Vermögensverwertung anzuwenden sind und wie die Integration des Arbeitsmarktes im Bereich der Mindestsicherung als One-Stop-Shop beim Arbeitsmarktservice funktionieren wird. Der große Charme der Mindestsicherung ist zwar die pauschalierte Leis­tung, aber auch die Verknüpfung dieser Leistung als Sprungbrett zurück in den Arbeitsmarkt. Die Betreuung der Mindestsicherungsbezieher wird dann logischerweise über das AMS erfolgen. Es hat das Know-how und wird auch die passenden Werkzeuge dazu bekommen.

(+) plus: Wie wollen Sie langfristig ­Pensionen sichern?
Buchinger: Hier hat die vergangene Bundesregierung mit der Einführung des Pensionskontos bereits einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Die Idee des Pensionskontos ist ja die transparente Nachvollziehbarkeit für den Bürger, wie hoch seine zu erwartende Pension unter bestimmten Annahmen sein wird. Ein Arbeitnehmer oder Selbstständiger sollte damit jederzeit von seiner Pensionsversicherung simpel Auskunft darüber bekommen können. Das war bislang nicht realisierbar.

(+) plus: Pensionsreformen leiden immer unter dem Umstand, dass eine geringe Zahl an Beschäftigten einer zunehmend größeren Zahl an Pensionisten gegenübersteht, die sie im Umlagesystem finanzieren müssen.
Buchinger: Das Umlageverfahren, das in österreich den Pensionsbereich trägt, ist eines der besten Systeme weltweit. Es ist wesentlich krisenfester, als es in der öffentlichen Wahrnehmung gesehen wird. Kapitaldeckungsverfahren unterliegen dagegen den laufenden Schwankungen am Kapitalmarkt. Ein solcher Finanzierungsweg ist nur dann angebracht, wenn überflüssiges Kapital angelegt wird. Wenn jemand aber im Alter zwingend davon leben muss, kann dies sehr unangenehm werden. Wir haben mit den Instituten IHS und WIFO durchgerechnet, dass bis zum Jahr 2050 der Anteil der Pensionszahlungen am Bruttoinlandsprodukt sogar leicht sinkt. Das Pensionssystem ist also nach den derzeitigen Parametern bis 2050 gesichert und finanzierbar, da die Zahl der Beschäftigten weiter steigen wird. Die heute Zwanzigjährigen können also mit Fug und Recht Vertrauen in unser Pensionssys­tem haben. Es gibt ja auch bereits jetzt einen beträchtlichen Anteil privater Vorsorge in österreich: die Erlebens- und Ablebensversicherungen. Ich selbst habe zwei Lebensversicherungen bereits vor Jahrzehnten abgeschlossen, die mit 55 und 65 Jahren ausbezahlt werden.

(+) plus: Sie planen offensichtlich ­langfristig?
Buchinger: Wissen Sie, mein privates Sicherungsbedürfnis wäre relativ gering, da ich im Zivilberuf Beamter bin und meine Beamtenpension wirklich ausreichend wäre. Ich habe aber einen behinderten Sohn und möchte für diesen, falls mir etwas passiert, vorgesorgt haben.

(+) plus: Bei der Pflegesicherung läuft die Ausnahmeregelung für die Legalisierung ausländischer Arbeitskräfte Ende Juni aus. Wie wird die künftige Finanzierung der Pflege zu Hause aussehen?
Buchinger: Wir arbeiten bereits in Arbeitsgruppen mit den Ländern sehr intensiv an dem Nachfolgemodell für eine häusliche 24-Stunden-Betreuung. Ein umfassend arbeitsrechtlich abgesichertes Modell wird bei Kos­ten von monatlich 1500 Euro bis 3000 Euro, die sich ja keiner leisten kann, gefördert werden müssen. Die genauen Finanzierungsschlüssel werden nun in den nächsten Monaten mit Bund, Ländern und Gemeinden verhandelt. Wenn wir gemeinsam das Problem der Finanzierung der häuslichen Betreuung lösen wollen, dann müssen alle etwas dazu beitragen. Ich bin überzeugt davon, dass ein moderner Sozialstaat auch jenen Personen, die abseits der Pflegeheime zu Hause betreut werden wollen, ein Angebot machen muss. Die Bedürfnisse der Menschen sind heute so unterschiedlich und individualisiert, dass man nicht mehr nur ein einziges Angebot allen überstülpen darf. Dies wurde in der Sozialdemokratie lange Zeit kritisch als Privilegienthema gesehen, ich denke darüber aber differenzierter. Warum sollte jemand, der sich sein Eigenheim oder kleines Häuschen hart selbst erarbeitet hat, dann gefördert in ein Seniorenpflegeheim gezwungen werden? Wir werden alle mit ihren Bedürfnissen und Interessen ernst nehmen - dies hat sich auch in der Sozialdemokratie weitgehend nun durchgesetzt. In der Bundesregierung kooperieren die Minister fachlich eng und stimmen ihre Initiativen miteinander ab. Im Bereich Arbeit sind dies Minister Bartenstein und ich, im Bereich Soziales stimme ich meine Initiativen mit Ministerin Andrea Kdolsky ab. Dass dies ganz gut funktioniert, hat man anhand der Fachkräftediskussion bereits sehen können. Mit April dürfen nun 800 dringend benötigte Facharbeiter aus den neuen EU-Staaten in österreich - akkordiert mit dem AMS - arbeiten.

(+) plus: Bei all der Gemeinsamkeit ­fehlen nur noch die gemeinsamen Marathonläufe mit Martin Bartenstein.
Buchinger: (lacht) Nein, da ist Kollege Bartenstein sicher um Hausecken besser. Ich selbst bin erst zweimal einen Halbmarathon zu einer Zeit von knapp über zwei Stunden gelaufen. Ich glaube, Minister Bartenstein läuft den Marathon deutlich unter vier Stunden - er ist also ein ganz anderes Kaliber.

(+) plus: Wir haben uns auch Ihr ­Weblog angesehen. Es ist bemerkenswert, dass Sie ­dafür auch noch Zeit finden.
Buchinger: Sie glauben wenigstens, dass ich das selbst schreibe - die meisten Menschen meinen, ich beschäftige einen Ghostwriter, der diese Texte für mich verfasst. Aber ich schreibe selber, meistens 15 bis zwanzig Minuten täglich, wenn ich zwischen 22 und 24 Uhr nach Hause komme. Für mich gibt es drei Gründe, mich damit zu beschäftigen: Zum einen möchte ich als moderner Politiker auch über ein modernes Medium verfügbar sein und meine Arbeit verfolgbar machen. Dann habe ich schon früher Tagebuch geführt, um meine einzelnen Lebensabschnitte zu dokumentieren.
Drittens ist das Niederschreiben der Erlebnisse eines Tages ein reinigender Prozess. Damit schließe ich den Tag wirklich ab und nehme keine Probleme in die Nachtruhe mit. Einschlafprobleme hatte ich deswegen schon lange nicht mehr, ich schlafe sehr, sehr gut.

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Rasche Realisierung der Signatur

Die elektronischen Medien werden für unser Geschäfts- und auch Privatleben immer wichtiger. Dabei nimmt der Datenaustausch über Netzwerke inzwischen eine dominante Stellung ein. Eine eindeutige Identifizierung des Gegenübers ist ohne die Technik, die allgemein elektronische (oder digitale) Signatur genannt wird, nicht möglich. Nicht einmal der Weg, den eine Nachricht im Internet genommen hat, ist ohne weiteres feststellbar. Eine Reihe von Computern wird passiert und überall besteht die Möglichkeit, dass Unbefugte die Daten verfremden oder sich als jemand anderer ausgeben. Im Prinzip ist es jederzeit möglich, Willenserklärungen vorzuspiegeln oder mit Verweis auf die Fälschungsmöglichkeiten wahrheitswidrig zu leugnen.Auf die zwei wichtigen Fragen nach der Identität des Gegenübers und der Integrität der Inhalte bietet die Technik der elektronischen Signatur nun befriedigende Antworten an. Sie ermöglicht, zweifelsfrei festzustellen, wer der tatsächliche Absender einer elektronischen Nachricht ist und ob die übermittelten Daten unversehrt angekommen sind oder unterwegs verändert wurden. Die Technik der elektronischen Signatur macht somit ein elektronisches Handeln mit voller Rechtskraft möglich: Der Absender einer Nachricht ist rechtskräftig feststellbar und der Inhalt der Nachricht kann (im Streitfall) eindeutig bewiesen werden.
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»IT muss zu einem Grundrecht werden«

(+) plus: Wie ist das Geschäftsjahr 2006 aus Sicht der Raiffeisen Informatik gelaufen? Was wurde nach dem in der Auftragslage »ruhigeren« Jahr 2005 im vergangenen Jahr erreicht?
Wilfried Pruschak: Die Zahlen für 2006 werden erst veröffentlicht, wir können aber bereits sagen: Es war ein hervorragendes Jahr, in dem wir gut zulegen konnten. Raiffeisen Informatik ist deutlich über zehn Prozent und damit schneller als der Markt gewachsen.

(+) plus: Sie haben Anfang 2006 von einem bevorstehenden Großprojekt gesprochen: die Großrechnerübernahme für die Mannheimer Versicherung.
Pruschak: Großprojekte wie dieses haben das abgelaufene Geschäftsjahr wesentlich mitbestimmt. Die übernahme des Rechenzentrums der Mannheimer Versicherung könnte als eines der ersten großen Outsourcingprojekte von Deutschland nach österreich auch neue Werte mitbestimmen: die Kompetenz des heimischen Standortes im internationalen Dienstleistungsgeschäft. Damit drehen wir die traditionell industrielle Abhängigkeit österreichs von seinem großen Nachbarn mit dem IT-Geschäft erstmals um: Unterschiedliche Hard- und Softfacts, wie etwa unser beweglicheres Arbeitsrecht, ermöglichen im Vergleich bessere Konditionen bei Projekten und Auslagerungen. Dennoch muss sich in österreich ein Selbstbewusstsein über die Grenzen hinaus entwickeln.

(+) plus: Sie sprechen davon, Raiffeisen Informatik zur heimischen Nummer eins bei IT-Service-Marktanteilen machen zu wollen.
Pruschak: Es sind mehrere Aspekte, die den Markt in österreich entscheidend mitbestimmen. So werden wir sehen, wie die Ankündigungen der neuen Regierung - etwa jene, österreich unter die Top-drei-Technologieländer innerhalb der EU zu bringen - umgesetzt werden. Generell bewegt sich der IT-Services-Markt in österreich aber nicht mehr viel, die Branche ist in einem Konzentrationsprozess. Das Ziel, mittelfristig Nummer eins zu werden, besteht aber weiterhin. Schon 2005 haben sich die Umsätze in IT-Services bei Raiffeisen Informatik und dem Branchenleader Siemens um lediglich dreißig Millionen Euro unterschieden. Wir haben einfach ein natürliches Bestreben, an die Spitze zu kommen. Von Marktwachstum sprechend, sind aber auch andere Player nicht zu unterschätzen: S&T etwa hat in den letzten Jahren beständig durch Akquisitionen zugelegt, ist freilich aber weiterhin in sehr speziellen Dienstleis­tungssparten unterwegs.

(+) plus: Was tut sich in der Sparte Druckoutputservices bei Raiffeisen Informatik?
Pruschak: Entgegen der Annahme, dass der Trend in Richtung papierloses Büro geht, steigt der Papierverbrauch unaufhörlich. Wir haben mit jährlich 300 Millionen Seiten das größte Outputcenter im personalisierten Bereich und jüngst den Großkunden EVN dazugewinnen können. Freilich sind bei uns Outputservices nicht auf den Papierdruck beschränkt: Ein duales Zustellkonzept, das etwa mit digitalen Rechnungen den Papieroutput teilweise wieder zu reduzieren vermag, verspricht große Kosteneinsparungen für die Unternehmen. So werden Portokosten eingespart und die Zustellzeiten verkürzt und letztlich wird so auch die Liquidität der Unternehmen verbessert. Auch im Zusammenhang mit der elektronischen Signatur sehen wir ein enormes wirtschaftliches Potenzial. Man kann sich vorstellen, was sich die Wirtschaft bei über einer Milliarde Briefsendungen und zig Millionen Rechnungen, die jährlich in österreich verschickt werden, einsparen kann. Schätzungen von PricewaterhouseCoopers gehen von unmittelbaren Einsparungen von 600 Millionen Euro durch den Einsatz von elektronischen Rechnungen aus. Alleine in österreich sind jährlich 700 Millionen Rechnungen im Umlauf - die müssten nicht alle auf Papier gedruckt werden. Doch brauchen neue Technologieansätze auch Zeit. Im Durchschnitt muss mit sieben mageren Jahren der Aufbauarbeit gerechnet werden, bis eine Technologie wirklich zum breiten Einsatz kommt. Bei Sig­natur und E-Rechnung sind wir bereits am Ende dieser Phase. Mittlerweile unterstützen nahezu auch alle Softwareanbieter - von SAP bis Mesonic, Sage bis Data Systems - die entsprechenden Standards. Im Vordergrund wird weiterhin immer das Dokument, also beispielsweise die Rechnung, stehen. Dahinter kann dann aber bei jedem Adressaten entschieden werden, ob der Output elektronisch oder auf Papier erfolgt.

(+) plus: Welche weiteren Entwicklungen werden das Outsourcinggeschäft vo­rantreiben?
Pruschak: Eine Fülle an Möglichkeiten eröffnet sich im Gesundheitssektor. Wir haben E-Health vor zwei Jahren in unsere mittelfris­tige Strategie einbezogen - als Bereich, der ähnlich dem Bankensektor bei einer Bündelung der Kräfte und Ressourcen ein enormes Automatisierungs- und Rationalisierungspotenzial entfesseln kann. Derzeit findet dort ein Konzentrationsprozess auf Landesebene statt, wo Services wie IT-Betrieb oder Einkauf der einzelnen Kliniken zentral durch eine Landesklinikenholding durchgeführt werden. Die Erkenntnis dieses Potenzials hinsichtlich Einsparungen und Qualitätsverbesserungen findet auch auf europäischer Ebene statt. In österreich­ konnten wir vor kurzem einen Auftrag der Nieder­österreichischen Landeskliniken Holding gewinnen, der innerhalb der nächs­ten drei Jahre die Vereinheitlichung einer SAP-Lösung für alle betriebswirtschaftlichen Aufgaben, für den Einkauf und die Logistik sowie für das Patientendatenmanagement und die Patientenabrechnung umfasst. Dazu kommt die Integration mit bestehenden medizinischen IT-Systemen - ein unglaublich großes Potenzial, wenn man die elektronische Befundung, Röntgenbilder oder die langjährige Archivierung von Patientendaten einbezieht. Meiner persönlichen Einschätzung zufolge sind allein im Verwaltungsbereich hier locker zwanzig bis 25 Prozent Einsparungen bei IT-Kosten möglich. Die Zentralisierung der IT der Krankenhäuser ist aber nicht nur aufgrund des Kos­tenfaktors nötig: Würden die Systeme an den unterschiedlichen Standorten weiter eigenständig bleiben, würde sich aufgrund der Eigendynamik der Prozesse und IT-Entwicklungen eine Vereinheitlichung von Jahr zu Jahr schwieriger gestalten. Zudem braucht es durchgängige IT-Systeme, um die zunehmend komplexen medizinischen Leistungen effizient zum Patienten zu bringen und - unter voller Berücksichtigung des Datenschutzes - zu verwalten. Auch in die neue Gesundheitsministerin, Andrea Kdolsky, setzen wir große Hoffnungen. Sie kommt ebenfalls aus der Nö Landeskliniken Holding.

(+) plus: Sehen Sie abseits des Gesundheitswesens noch weitere Wachstumsmärk­te?
Pruschak: Ein weiterer wesentlicher Wachstumsfaktor sind Mautsysteme, die mittlerweile das Potenzial zum Exportschlager haben. Derzeit läuft in Ungarn eine zweistufige Ausschreibung dazu, für das Stockholmer Stadtmautsystem hat Raiffeisen Informatik zuletzt das Systemdesign geliefert. Die Mautsysteme sind generell aber in einem sehr frühen Stadium, in dem jeder noch seine eigene Suppe kocht. Optimal wäre hingegen, einen länderübergreifenden Standard zu schaffen, um auch eine künftige europäische Vereinheitlichung und die übergabe von Mautdaten zwischen den landesspezifischen Systemen gewährleisten zu können. Investitionen, die jetzt getätigt werden, sollten bereits diesen Trend, der sicherlich kommen wird, berücksichtigen. Auch der Mobilfunk hat ähnliche Phasen durchgemacht. Heute wird dessen Netzverkehr per Roaming grenzübergreifend abgewickelt. Im Straßenverkehr sind die Entwicklungen und Probleme heute weder für den Individual- noch für den Schwerverkehr allein regional lösbar. Schon aus Umweltschutzgründen ist ein europaweiter Konsens notwendig. Auch zur verkehrspolitischen Steuerung ist ein überregionales Vorgehen sinnvoll: etwa wenn es um die Sinnhaftigkeit geht, Lebensmittel zum Verpacken quer durch Europa zu transportieren.

Insgesamt gesehen muss die IT auch endgültig zu einem Grundrecht für alle werden. Zahlreiche lobenswerte Initiativen - wenn auch leider nur auf Länderebene - tragen dieser Entwicklung bereits Rechnung. Es ist nun mal nur schwer finanzierbar, Breitband auch in entferntere Regionen zu bringen, doch ist dies ein enorm wichtiger Standortfaktor. Der Ausbau sollte machbar sein: In dem alpinen Land österreich herrschen ja ähnliche Voraussetzungen wie in den technologisch so erfolgreichen Ländern in Skandinavien.

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»Getting Things Done«

Sie verlassen das Büro mit dem Vorhaben, fünf kleine Dinge zu erledigen - ein Rezept beim Apotheker abzuholen, etwas Essen für den Abend einkaufen und, auf dem Weg hinaus, bei Ihrem Kollegen im Erdgeschoß vorbeizuschauen, um zu fragen, was mit der Verabredung nächste Woche ist. So weit alles okay, aber … Auf dem Weg zur Apotheke klingelt das Handy. Ihr Vertriebsmitarbeiter sagt, dass es morgen doch nichts mit dem Termin beim Kunden wird - Termin verschoben auf nächs­ten Mittwoch. Klar, kein Problem. Eigentlich wollen Sie auflegen, aber der Mitarbeiter erzählt noch, wie gut der heutige Termin gelaufen ist. Währenddessen denken Sie nach - was wollte ich noch auf den Weg einkaufen?
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Fast alles ist möglich

Von Angela Heissenberger

Fuhrpark mit externem Management oder Betriebsgebäude inklusive Objektsuche, Bauaufsicht und Hausverwaltung. Ohne Dienstleistungen und Service geht gar nichts mehr. Zugegeben: Weiße Tiger oder Zirkuselefanten, selbst ganz normale Pferde zählen nicht zum üblichen Tagesgeschäft der Leasinggesellschaften. Doch sie zeigen, was durch diese Finanzierungsvariante alles möglich ist - abseits der Hauptsparten Kfz und Immobilien. In der Luftfahrtbranche ist beispielsweise Sale-and-lease-back von Flugzeugen längst die gängige Finanzierungsform. Und wer hätte gedacht, dass auch einige Frachtschiffe der DDSG geleast sind?
Dennoch assoziiert die Mehrzahl der österreicherInnen den Begriff Leasing mit dem Auto. Noch mehr: Autokauf ohne Leasing ist heute schon fast undenkbar. Jedes dritte Neufahrzeug in österreich ist geleast. Seit 1963 ist die Finanzierung des Familien- oder Firmenfahrzeugs auf Raten bereits auf dem Markt und entsprechend etabliert. »Es ist durchaus üblich, dass man seinem Nachbarn sagt: Ich hab mein Auto geleast«, meint Rudolf Fric, Geschäftsführer der Bawag P.S.K. Leasing. »Das ist nichts Anrüchiges, sondern geschickt und klug. Und es ist argumentierbar, warum es klug ist.«
Neben der niedrigeren monatlichen Belastung sind es vor allem zwei Vorteile: Der Leasingnehmer bekommt einen Neuwagen und hat zumindest für die ersten Jahre die volle Gewährleistung bei Reparaturen. Und es geht schnell: Autokauf und Leasingantrag werden gleich beim Händler erledigt, in einer halben Stunde ist alles unter Dach und Fach. Beim klassischen Bankkredit dauert dagegen schon die Bonitätsprüfung mitunter mehrere Tage, auch wenn die aufgenommene Summe so gering ist, dass sich ohnehin nur ein Gebrauchtwagen ausgeht.

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Keine Angst vor dem Kursrutsch

Nach scharfen Kurseinbrüchen wie Ende Februar schlägt die Anlegerstimmung meist rasch von Hoffnung in Ungewissheit um. Doch wer es versteht, sich mit Hebelprodukten wie Put-Optionsscheinen, Turbo-Futures (short), Mini-Futures (short) oder ähnlichen Instrumenten gegen Kursverluste abzusichern und auf sinkende Kurse zu spekulieren, wird auch in derartigen Börsenphasen ruhig schlafen.

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Kfz-Leasing wird den Fuhrparkkauf ablösen

(+) plus: 2006 war kein einfaches Jahr für die Bawag. Dennoch schnitt die Bawag P.S.K. Leasing sehr erfolgreich ab. Worauf führen Sie das zurück?
Rudolf Fric: Wir haben eine außerordentlich gute Zusammenarbeit mit unseren Vertriebspartnern. Die wussten, dass keine einzige Person in unserem Haus mit den Problemen unserer Konzernmutter etwas zu tun hatte. Als Teilkonzern mit eigenem Vertriebspotenzial konnten wir uns hier gut abgrenzen. Zudem ist in unserer Mannschaft eine Art Jetzt-erst-recht-Stimmung aufgekommen. Wir haben auch entgegen vielen Empfehlungen unsere Werbe- und PR-Aktivitäten nicht eingeschränkt, sondern sind auf dem Kurs geblieben, den wir uns für 2006 vorgenommen hatten.

(+) plus: In der Immobiliensparte konnte der Umsatz sogar verdoppelt werden.
Fric: Wir hatten ein sogenanntes Spot-Geschäft - einen großvolumigen Immobilienleasingfall in Wien. Zusätzlich konnten wir eine Zunahme von kleineren Projekten im KMU-Bereich, in der Größenordnung von jeweils unter zehn Millionen Euro, verzeichnen. Hier sehen wir eine steigende Nachfrage.

(+) plus: Sie sind auch Präsident des Verbands österreichischer Leasinggesellschaften. Wie sehen Sie generell den Trend in der Immobilienleasingbranche - wird das nach der Kfz-Branche der nächste boomende Markt?
Fric: Nein. Der österreichische Markt ist von der Anzahl der möglichen Immobilienprojekte her so klein, dass es immer wieder sehr starke Schwankungen geben wird. Solche Spitzenergebnisse im Wachstum sind oft von Einzelprojekten geprägt, dadurch gibt es auch Marktanteilsverschiebungen unter den Mitbewerbern.

(+) plus: Beim Kfz-Leasing ist das Niveau bereits sehr hoch, trotzdem sind offenbar noch immer Zuwächse möglich. Oder ist der Plafond schon erreicht?
Fric: Der Markt wird weiter wachsen, primär vom Firmenkundenbereich und von der öffentlichen Hand getrieben. Wir gehen davon aus, dass im Firmenkundenbereich mittelfristig Leasing den Kauf ablöst - verbunden mit zusätzlichen Leistungen wie Fuhrparkmanagement. Seit einigen Jahren bedient sich auch die öffentliche Hand der Leasingmöglichkeiten und des externen Fuhrparkmanagements. Dieses Potenzial ist enorm und sicher noch nicht völlig ausgeschöpft.

(+) plus: Ist Kfz-Leasing ohne Fuhrparkmanagement überhaupt noch wettbewerbsfähig?
Fric: Ich gebe Ihnen Recht, dass es strategisch in diese Richtung geht. Das sieht man auch an der starken Betonung der Fuhrparkmanagementkomponente in der Softwareentwicklung. Derzeit gibt es noch einen enor­men Nachholbedarf. Der Markt ist bei weitem nicht ausgeschöpft. Wir gehen davon aus, dass erst etwa zwanzig Prozent extern gemanagt sind - und entsprechend groß ist das Einsparungspotenzial.

(+) plus: Welche Bedeutung haben Skurrilitäten wie etwa geleaste Pferde oder Löwen? Geht das über den Publicity-Faktor hinaus?
Fric: In wirtschaftlicher Hinsicht sind diese schillernden Beispiele unbedeutend. Sie zeigen aber die unglaubliche Vielfalt von Investitionsanliegen und sollen dazu anregen, auch bei Investitionen abseits des Autos nach Leasing zu fragen.

(+) plus: In Hinblick auf Basel II ist Leasing auch für Jungunternehmer eine zunehmend interessante Option.
Fric: Wir schauen uns - egal ob als Bank oder Leasinggesellschaft - an, welchen Cash-flow das Unternehmen erwirtschaften wird. Das gilt auch für Jungunternehmer und kleine Betriebe. Die Leistbarkeit ist beim Leasing eher gegeben als beim Kredit, insofern ist Leasing gerade bei Jungunternehmern ein Thema. Aber wir brauchen schon einen Businessplan, um abzusehen, wie sich das Unternehmen voraussichtlich entwickeln wird. Es gibt keine Leasingfinanzierung ohne Bonitätsprüfung. Das ist auch zum Schutz des Kunden.

(+) plus: Was ist dann der Vorteil gegenüber einer herkömmlichen Kreditfinanzierung?Fric: Leasing ist bilanzneutral und schont die für das Bank-Rating so wichtigen Kennzahlen. Und die laufenden Leasingentgelte sind wegen des Restwertansatzes spürbar niedriger als die Raten eines entsprechenden Abstattungskredits. Auch die Abwicklung ist, wie das Beispiel Kfz-Leasing zeigt, wesentlich schneller. Das liegt am Zeitdruck: Der Autohändler hat den Kunden endlich überzeugt, eine Autobestellung zu unterschreiben. Wird nun bei der Finanzierungsfrage Zeit verloren, steht der Kunde auf und sagt, er kommt morgen wieder. Der kommt aber nicht wieder. Und deswegen muss der Ablauf so schnell und einfach wie möglich sein: Der Verkäufer nimmt die Kundendaten, prüft für uns die Identität und die Echtheit der Unterschrift, faxt uns die Unterlagen und innerhalb einer halben Stunde sollte im Normalfall der Vertrag genehmigt und abgewickelt sein. Bei Flottenkunden ist der Zeitdruck nicht ganz so groß, weil das keine Spontankäufe sind. Aber innerhalb von zwei Tagen ist das auch da kein Problem.

(+) plus: Es heißt, in schwachen Wirtschaftsjahren fungiere Leasing als Investitionsmotor. Ist der starke Boom im Leasinggeschäft in den letzten Jahren tatsächlich nur auf die schlechte Konjunktur zurückzuführen?
Fric: Der starke Zuwachs in den Vorjahren hat sicher damit zu tun, dass die Bundesregierung mit der Investitionszuwachsprämie zum Investieren angeregt hat. Und daran konnte Leasing in großem Ausmaß partizipieren. Das war ein Konjunkturtreiber. Es hat dadurch sicher Vorzieheffekte gegeben, die auch heuer noch spürbar sein werden.

(+) plus: Wird das Auslandsgeschäft noch stärker an Bedeutung gewinnen?
Fric: österreich war immer ein absoluter Vorreiter in der Etablierung von Leasinggesellschaften im traditionellen CEE-Raum. Aber die regionale Perspektive geht heute noch wesentlich weiter - nach Russland und noch weiter nach Osten. Unsere internationalen Kunden erwarten, dass wir auch in den Ländern präsent sind, wo sie ihre Perspektiven sehen.

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