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Aufzugsunfall

österreichweit sind noch 15.000 Aufzüge mit türlosen Fahrkörben in Betrieb, etwa die Hälfte davon in Wien. Schwere Unfälle seien damit vorprogrammiert, meint der TüV österreich und appelliert an alle Interessensvertreter, für einheitliche Regelungen zur Erhöhung des Sicherheitsniveaus zu sorgen.

Mit einem Crash der anderen Art beschäftigt sich unterdessen die Bundeswettbewerbsbehörde. Sie brachte Ende Jänner beim Kartellgericht Strafgeldanträge gegen führende Unternehmen der österreichischen Aufzugs- und Fahrtreppenindustrie wegen mutmaßlicher Beteiligung an Kartellabsprachen ein. »Bei den mutmaßlichen wettbewerbsbeschränkenden Praktiken handelte es sich vor allem um Absprachen über eine Marktaufteilung, Preisabsprachen sowie den Austausch von sonstigen vertraulichen Marktinformationen im Hinblick auf die Neuerrichtung, Wartung und Modernisierung von Aufzügen und Fahrtreppen betreffend das gesamte Bundesgebiet«, so die BWB. Die vorliegenden Informationen deuten darauf hin, »dass die Kartellabsprachen seit Ende der Achtzigerjahre bis zumindest Mitte 2004 stattfanden«.

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Bier schäumt vor Optimismus

Mit einer Bauleistung von 185,7 Millionen Euro erzielte die UBM Realitätenentwicklung AG im Vorjahr das beste Ergebnis ihrer 134-jährigen Unternehmensgeschichte. Und wie Vorstandsvorsitzender Karl Bier stolz verkündete, erwartet er sich auch für heuer eine Umsatzsteigerung um weitere 25 Prozent. Grund für den überschäumenden Optimismus des Projektentwicklers, an dem die Porr mit 41,27 Prozent und die CA Immo International mit 25 Prozent beteiligt sind, ist der Anstieg der Kaufpreise für Immobilien in den meisten CEE-Ländern. In Städten wie Prag oder Warschau hätten sich die Renditen dadurch auf einem westlichen Niveau zwischen 5,5 und 6 Prozent eingependelt, so Bier.
Das Vorsteuerergebnis der UBM lag 2006 bei 11,2 Millionen Euro, das Eigenkapital des börsenotierten Unternehmens liegt bei 102 Millionen Euro. Zum Bilanzstichtag verfügte die UBM über ein Immobilienportfolio von 1,8 Millionen Quadratmeter. Mehrere Immobilien wurden im vergangenen Jahr verkauft, darunter das Hotel Angelo in Prag, ein Einkaufzentrum in Brünn und ein Haus am Prager Wenzelsplatz. In Polen sei die Nachfrage nach Wohnungen trotz Preissteigerungen - dort seien Quadratmeterpreise von 5000 bis 8000 Euro erzielbar - so groß, dass sich die UBM entschlossen habe, ein Projekt nicht selbst zu bauen, sondern nach der Entwicklung an einen lokalen Developer zu verkaufen.
Die weiteren Standbeine der UBM sind die Logistik mit Projekten in der Schweiz, Rumänien, Bulgarien, Kroatien und Tschechien und der Hotelbereich. Heuer eröffnet die UBM Hotels in Krakau, Linz und Pilsen, in München seien Projekte im Ausmaß von 300 Millionen Euro in der Pipeline, die ab 2008 realisiert werden. Den Markteinstieg in Russland mit einem Hotel in St.Petersburg bezeichnet Bier als riskant, aber aufgrund der Erfahrung der UBM mit ehemaligen Ostblockländern als überschaubar. Zusammenarbeit mit lokalen Partnern und rechtliche und technische Due Diligence der Projekte sei notwendig, dafür liege die Renditenerwartung bei 10 bis 15 Prozent, so Bier.
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Flotte im Web

Der Rosenbauer-Konzern mit Sitz in Leonding ist zweitgrößter Hersteller von Feuerwehrfahrzeugen weltweit. Aufgrund der Zunahme von Elektronikkomponenten in den Fahrzeugen und Funkdiensten wie GPRS ergeben sich für die Automatisierung der Wartungsprozesse völlig neue Möglichkeiten, die Rosenbauer als erstes Unternehmen mit Oracles Serviceplattform service4fire für seine Kunden weltweit erschließt. Nach einer Startphase geht man bei Rosenbauer davon aus, dass jährlich eine dreistellige Anzahl Fahrzeuge über service4fire serviciert werden. Bei einer übertragung im Sekundentakt fallen etwa 100 Megabyte Rohdaten pro Jahr und Fahrzeug an. »Nachdem wir die Eckdaten des zu erwartenden Datenvolumens sowie die Verfügbarkeitsanforderungen für service4fire kannten, kam für die Umsetzung aus unserer Erfahrung nur noch Oracle als Datenbankserver in Frage«, sagt Jan Decker, Teamleiter Oracle Development bei HC Solutions. Reparaturen an den Fahrzeugen können nun durch die proaktive Wartung vermieden werden.
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Infoticker

Troubleshooting Service mit Erfolgsgarantie. schoeller network control bietet als erstes österreichisches Unternehmen eine Network-Troubleshooting-Erfolgsgarantie. Dieses Erfolgsgarantiekonzept wird erfolgreich mit den am Markt anerkannten schoeller-Experten sowie einem ausgesprochen umfangreichen Messgerätepark umgesetzt.

Application Acceleration. In Unternehmen mit verteilter IT-Umgebung stellt sich das WAN in seinen physikalisch gegebenen Eigenschaften als eine echte Performancebremse dar. Abhilfe schaffen Application-Acceleratoren, die in bestimmten Umgebungen eine Beschleunigung verteilter Anwendungen um das Drei- bis Hundertfache ermöglichen - und dies ohne Bandbreitenerhöhung.

schoeller university. schoeller ist seit kurzem zertifiziertes Trainingscenter des EC-Council in Bereichen wie Ethical Hacking und Forensik Analysis. Dieses ist eine internationale, unabhängige Organisation, die hohe professionelle Standards für Trainings und Zertifizierungen im IT-Umfeld vorgibt. Diese Vorgaben haben die Standards des ISO Commitee on Confirmity Assessment (CASCO) als Grundlage und sind damit international anerkannt. Die Trainer wurden nach den strengen Standards des EC-Council zertifiziert. Teilnehmer erhalten damit eine Ausbildung, die sowohl innerhalb österreichs, aber auch im Ausland einen sehr hohen Anerkennungswert hat.

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Call Center expandiert

Um seine Entschlossenheit zu demonstrieren, wird Thomas Kloibhofer mit 150 Callcenter-Arbeitsplätzen in einem 1200 m² großen Office in der Officemeile von Bukarest durchstarten. Near­shoring ist für den Unternehmer kein Thema. »Wir folgen unseren Kunden und betreuen unsere Auftraggeber regional. Die internationalen Konzerne sind mit der Outsourcing-Thematik vertraut. Für diese Unternehmen ist ein hochprofessionelles Callcenter im Customerservice und im Verkauf von herausragender Bedeutung. Sie streben danach, den wettbewerbsentscheidenden Faktor der Callcenter-Dienstleistung international auf das gleiche hohe Niveau zu bringen.« Eine gute Ausgangssituation für CCC, das bereits in vier Ländern mit fünf Standorten erfolgreich agiert. Die florierende Wirtschaftslage und das kräftige Wirtschaftswachstum machen Bukarest zu einem attraktiven Standort für ausländische Investoren. Diese positiven Signale werden auch von globalen Unternehmen goutiert. So hat beispielsweise Microsoft erst kürzlich das europaweite Customer Care Center in der rumänischen Hauptstadt eröffnet.

»Es herrscht noch enormes Outsourcingpotenzial«, bestätigt auch Carita Vallinkoski, CCC Callcenter- und Expansionsmanagerin. »Rumänien hat beeindruckende Inhouse-Callcenter. Was noch fehlt, sind professionelle und international erfahrene Outsourcingdienstleister. Viele Branchen wie Tourismus, Telekommunikation, Versicherungs- und Finanzdienstleistung oder Energieversorger stehen jetzt vor ihrem großen Aufschwung. Ein idealer Zeitpunkt für den Markt­eintritt von CCC, da eine gute Konjunktur, Liberalisierungen und Wettbewerb als Treiber des Callcenter-Business gelten. Wir sind bereit, vor Ort diesen Aufschwung mitzuerleben und mitzugestalten. Ich freue mich sehr auf diese herausfordernden Zeiten. Es ist ein großer Wunsch und ein großes Anliegen von CCC, in dieser spannenden Zeit in Rumänien dabei zu sein.«

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Lotusphere Nachlese

Die Lotusphere in Orlando (USA) ist die größte und wichtigste Veranstaltung der Notes Community. über 7000 Teilnehmer zog es im Jänner ins sonnige Florida, um sich über die neuesten Entwicklungen im Lotus-Umfeld zu informieren. Um der heimischen Notes-Community die Möglichkeit zu bieten, sich auch in Wien und Salzburg über die Schwerpunkte und Neuerungen der Lotusphere Orlando 2007 zu informieren, organisierte die bat-groupware GmbH eine eigene Lotusphere-Nachlese in Wien und Salzburg. Fünf Professionals des Unternehmens schlüpften in die Rolle der Vortragenden und berichteten praxisnah aus Orlando.Ihre Aufgabe war es, aus über 400 Parallelsessions in vier Tagen den richtigen Mix aus Administration, Development und strategischen Neuheiten auszufiltern und dem österreichischen Publikum näherzubringen. Sie legten täglich über 15 km Fußmarsch zurück, um die Distanzen zwischen den vielen Vortragsälen zu bewältigen.Die Mühen hatten sich gelohnt, über achtzig Teilnehmer lauschten gespannt den Vortragenden der drei Parallelsessions zu den Themen System-Administration, Development und Strategie. Als einziger Anbieter in österreich hielt bat-groupware eine derartige Veranstaltung und den damit einhergehenden Besuch der Lotusphere mit Professionals aus den eigenen Reihen ab.
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Bayrische Modelloffensive

Auffälligste Neuerung beim 3er Cabrio ist das versenkbare Hardtop, das sich in weniger als einer halben Minute öffnen und schließen lässt und dem schnittigen Cabrio ein höheres Maß an Komfort und Solidität verleihen soll. Unter der Haube kommen neu entwickelte Sechs- und Vierzylinder-Antriebe mit Benzindirekteinspritzung zum Einsatz.
Der X5 ist kein SUV, sondern ein SAV - das bedeutet Activity statt Utility. Darauf legt man Wert bei BMW. Zur Geltung sollen die \"Aktivität“ des bulligen Bayern der weiter entwickelte permanente Allradantrieb xDrive und das neu konstruierte Fahrwerk bringen. Die Motorenpalette reicht vom Common-Rail-Diesel mit 235 PS bis zum V8 Aggregat mit 355 PS. Die 5er-Reihe bleibt gediegen wie immer. Unterschiede zum Vorgänger finden sich in den neu gestalteten Scheinwerfern und dem adaptierten Innenraum. Dazu gibt’s neun zum Teil neue, zum Teil weiter entwickelte Motoren.
Der Kleinste im Bunde ist der 1er BMW, der dank seinem Heckantrieb im an und für sich dicht besiedelten Kompaktsegment immer noch einsam seine Runden zieht. Das Exterieurdesign wurde leicht überarbeitet, im Interieur will BMW mit hochwertigen Materialien die Kundschaft anlocken. Zur Abrundung kommt der 1er mit einer neuen, verbrauchsschonenden Automatik-Abstimmung.
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Cyber-Anarchie vs. Rechtsstaat

Von Michael Ghezzo

Ist alles was man als Web 2.0 bezeichnet rechtliches Brachland?
Rainer Knyrim: Leider glauben nach wie vor noch immer viele Anbieter und User im Internet, dass dort rechtliche Anarchie herrscht. Dies gilt umso mehr bei neuen Entwicklungen wie Web 2.0. Das Erstaunen ist dann groß, wenn sie beim illegalen Download, Abschreiben ganzer Textpassagen, Kopieren von Bildern, Stehlen ganzer Webauftritte oder Geschäftskonzepte, verbotenen Veröffentlichen von Daten oder beim Spammen erwischt werden. Heulen und Zähneknirschen folgt dann, wenn plötzlich ein Brief von einem Rechtsanwalt kommt, der nicht nur sofortige Unterlassung fordert, sondern auch Gewinnentgang oder Schadenersatz und mit einstweiliger Verfügung, Klage, Urteilsveröffentlichung etc. droht. Dann erkennen sie - leider zu spät - dass Rechtsverletzungen im Internet mittlerweile beinhart verfolgt werden. Die Deutlichkeit der Aufklärungsfilme der Urheberrechtsverwertungsgesellschaften gegen illegale Downloads zeigen zum Beispiel, dass diese nicht mehr als Kavaliersdelikte hingenommen werden.

Welchen Schutz haben Anwender im neuen Web? Welche Normen sind anwendbar? Welche Probleme gibt es?
Grundsätzlich sind alle Normen auch in Web 2.0 gültig. Der Anwender kann sich dort genauso auf Wettbewerbsrecht, das Urheberrechtsgesetz, Datenschutzgesetz, Telekommunikationsgesetz, E-Commerce-Gesetz usw. berufen wie in der Offline-Welt. Als Rechtsanwalt muss ich aber leider immer wieder feststellen, dass zwar die notwendigen Normen meist vorhanden sind, deren Durchsetzung aber nicht immer einfach ist. Richter müssen neue Technologien erst verstehen und neue Gesetze zur Online-Welt anwenden lernen. Behörden erhalten nicht genug Schulungen und Personal, um sich mit den neuen Problemen des Internet zu beschäftigten und dass die Sanktionierung so abstrakter Materien wie etwa des E-Commerce- oder des Datenschutzgesetzes teilweise durch Sachbearbeiter in Bezirksverwaltungsbehörden erfolgen muss, könnte überdacht werden. Problematisch ist aber vor allem die Globalität des Webs: Gegen Spammer, die heute aus den USA und morgen aus Russland spammen oder Domaingrabber, die österreichische Domains über Briefkastenfirmen auf so ausgefallenen Inselstaaten wie Tuvalu oder Vanuatu registrieren, ist nur mit großem Aufwand und höchst schwierig etwas zu erreichen.

Welche Rechtsfragen werden Ihrer Ansicht nach in Zukunft in diesem Zusammenhang Richter und Anwälte befassen?
Die Entwicklung des Web wird die Juristen immer wieder vor neue Anforderungen stellen. Ein Beispiel: Auf Second Life investieren derzeit hunderttausende Unternehmen und User Millionen realer Dollar für ein zweites Leben in einer vollkommen fiktiven Welt. Die Nutzungsbedingungen von Second Life bestimmen, dass deren Betreiber Linden Labs \"jederzeit jeglichen Inhalt von Second Life teilweise oder vollständig aus jeglichem Grund oder auch grundlos ohne Vorankündigung löschen kann\" und dafür auf keine erdenkliche Weise haftet. Wird ein Richter einen derartigen Haftungsausschluss gelten lassen? Ist Second Life einfach nur ein Computerspiel, das man nach belieben abdrehen kann? Oder doch eher eine neuartige Business-Plattform, deren Betreiber virtuelle Grundstücke verkauft, die er dann nicht nachher grundlos löschen darf?
Werden neue technische Entwicklungen unlösbare Rechtsprobleme bringen?
Juristen sind immer bemüht, neue technische Entwicklungen rechtlich zu erfassen. Neben dem oben geschilderten derzeitigen ernsten Problem der Rechtsverfolgung in einer völlig globalisierten Online-Welt könnte noch die Verschmelzung der realen mit der virtuellen Welt hinzukommen, die den \"old economy - Rechtsstaat\" vor ernsthafte Probleme stellt. Stellen Sie sich vor, Google kauft etwa Second Life und verknüpft es mit Google Earth und YouTube und schließt Kooperationen mit eBay und iTunes ab. Es könnte dadurch nicht nur zu einer totalen Vernetzung und Globalisierung kommen, sondern auch noch zu einer Vermischung von realer und virtueller Welt und es wären dann noch nie dagewesene Sachverhalte zu lösen, etwa: Ein Second Life - Avatar, der dort auf \"German Island\" lebt, in Google Earth aber in Burundi lokalisiert werden kann, behauptet in einem You Tube - Video, dass ein bestimmter ebay-User, dessen reales Haus er auf Google Earth in Kasachstan lokalisiert haben will, mit einem gehackten Avatar eines Minderjährigen auf ebay.fr einen virtuellen iPod durch Versteigerungsmanipulation billig ergaunert habe, mit dem er dann von einem Studenten aus Kolumbien über eine ftp-Plattform einer amerikanischen Universität illegal gekaufte Lieder von iTunes.com in der Bar eines virtuellen Nachtlokals namens \"Paris Hilton\", das im virtuellen Wien angesiedelt ist, abspielt. Könnte der bloßgestellte User auf Verleumdung klagen? Wo? Dürfte der Avatar zum Wahrheitsbereis die Herausgabe aller notwendigen Userdaten von Google verlangen? Könnte Paris Hilton auf Verletzung ihrer Namensrechte klagen? Wen? Wo? Wäre das Abspielen der Lieder in einer virtuellen Welt eine öffentliche Aufführung, für die Urheberrechtsabgaben zu zahlen sind? Wo muss das virtuelle Nachtlokal seine Eintrittsgelder versteuern? Usw. usw. Viele spannende Fragen, zu denen Juristen beweisen werden müssen, dass es keine unlösbaren Rechtsprobleme gibt.

Rainer Knyrim ist Referent auf dem CONEX Forum \"Web 2.0 goes Business“ auf dem Top-Manager führender Web 2.0 Unternehmen - wie JaJah, Wikipedia oder Drei über die aktuellen Trends sprechen.

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Hoch-Plus-Zwei

Im neuen Büroviertel zwischen dem Prater und der Messe Wien wird die OMV ab 2009 die beiden Bürogebäude »Hoch Zwei« und »Plus Zwei« als größter Mieter beziehen. Durch die Zusammenlegung der vier Wiener Standorte Otto-Wagner-Platz (Holding), Lassallestraße (Raffinerien und Marketing, Solutions), Gerasdorferstraße (Exploration und Produktion) sowie Floridotower (Gas) entstehen für die OMV Synergien bei ihren Konzerntätigkeiten. Rund 1800 MitarbeiterInnen werden im Frühjahr 2009 in die neue Zentrale übersiedeln. Geplant wurden die Bauten mit einer Gesamtfläche von ca. 48.000 m² von Henke und Schreieck (»Hoch Zwei«) und Martin Kohlbauer (»Plus Zwei«). Projektentwickler der beiden Bürogebäude ist die IC Projektentwicklung GmbH. Bauen wird den Komplex die Alpine Mayreder GmbH.
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Business Intelligence - gestern und heute

Vor zwanzig Jahren war Business Intelligence noch unter dem Begriff »Decision Support Systems« bekannt und auf große Unternehmen sowie eine begrenzte Gruppe hochqualifizierter Anwender beschränkt. Die angebotenen Lösungen bestanden entweder aus teuren und komplexen Produktpaketen für statistische Analysen oder standardisierte Reports (auf grün-weißem Tabellenpapier mit 132 Spalten). Die Verwendung von Spread­sheets wie Lotus 1-2-3 wurde immer populärer, allerdings waren diese noch nicht mit den Unternehmensdaten verknüpft. Um die Daten schließlich analysieren zu können, musste der Anwender diese aus den gedruckten Reports manuell in die elektronischen Spread­sheets übertragen - ein sehr zeitaufwendiger und fehleranfälliger Prozess.

Seit jener Zeit, als »Cut and Paste« noch als innovativer Prozess galt, hat es große Fortschritte beim Business Intelligence gegeben. Das sollte man sich immer dann vor Augen führen, wenn die langsame Umsetzung von technologischen Neuerungen bemängelt wird.

Neue Tools und Technologien. Der Durchschnittsanwender von heute besitzt mehr BI-Kenntnisse als je zuvor. Die Tools und Technologien sind einfacher zu handhaben und bieten mehr Funktionen, eine leichtere Integration sowie eine höhere Skalierbarkeit. Die Standardisierung von Webschnittstellen und Datenmanipulationssprachen (Data Manipulation Languages, kurz DML) haben die Implementierung und Anwendung zusätzlich vereinfacht.

Data Warehouses. Vor zwanzig Jahren gab es noch keine Data Warehouses. Diese sind heute weit verbreitet und werden bereits in mehr als der Hälfte aller großen Unternehmen eingesetzt. Allerdings ist seit damals das Volumen der zu analysierenden Daten von einigen Hundert Megabytes auf mehrere Terabytes angewachsen. Qualifizierte Ressourcen sind auf dem Arbeitsmarkt oder über Systemintegratoren leicht zu finden. Außerdem haben die Unternehmensspitzen mittlerweile den Wert und das Potenzial zeitnaher, relevanter und unternehmenskritischer Informationen erkannt. Kurz gesagt, Business Intelligence und Performance Management sind heutzutage gängige Begriffe. Die meisten modernen Manager sind mit Themen wie Balanced Scorecards, Dashboards oder OLAP bes­tens vertraut - vor zwanzig Jahren wäre dies noch unvorstellbar gewesen.

Information Democracy. Wir nähern uns allmählich der Vision der »Informationsdemokratie«. Das bedeutet, dass alle Anwendergruppen Zugang zu aktuellen und relevanten Informationen haben, die ihnen beim Management ihrer Performance und der gezielteren Ausrichtung auf die Unternehmensziele helfen. Trotzdem haben bislang nur vergleichsweise wenige Anwender Zugang zu entsprechenden Systemen. Selbst in fortschrittlichen Märkten wie Nordamerika und Westeuropa nutzen weniger als ein Viertel aller Anwender automatisierte BI-Lösungen (einschließlich Business Performance Management). Woran liegt das und wie lässt sich dies ändern? Die Ursachen sind unter anderem zu komplexe Systeme, mangelndes Know-how und sehr hohe Kosten. Der Hauptgrund jedoch liegt in dem fehlenden Bewusstsein dafür, von welchem Wert solche Lösungen für Unternehmen sein können.

Fehlendes Bewusstsein. Es kommt also vor allem darauf an, diesen hohen Business Value hervorzuheben und zu betonen, um so das langfristige Wachstum von Business Intelligence zu fördern. Unternehmen können mit BI-Lösungen große Erfolge erzielen, wenn sie über eine klare Business-Intelligence- und Business-Performance-Management-Vision verfügen. In den meisten Fällen haben diese Unternehmen zusätzlich ein BI-Kompetenzzentrum zur Unterstützung dieser Vision eingerichtet (außerhalb des IT-Bereichs). Leider scheuen aber noch viele die damit verbundenen Investitionen und den Aufwand. Häufig wird BI nur in einzelnen Abteilungen oder nach mehr oder weniger taktischen Kriterien umgesetzt. Obwohl sich heute alles um Ad-hoc-Abfragen und -Reports dreht, wird der zukünftige Fokus auf BI in anderen Bereichen als der IT zu finden sein. Immer mehr Unternehmen sehen BI und BPM als eine vom Business getriebene Initiative, mit der Ursache und Wirkung in den Beziehungen zwischen langfristigen Unternehmenszielen und kurzfristigen Zielvorgaben verstanden werden.

Howard Dresner ist Chief Strategy Officer Hyperion Solutions.

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