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Kleider machen Leute

Was haben Badehosen, Joggingkleidung oder eine Halskette in Landesfarben gemeinsam? Sie alle stellen ein Bild dar, welches Rückschlüsse auf die Personen zulassen. Wie aus Untersuchungen bekannt ist, trägt das gesprochene Wort nur zu einem ganz geringen Teil zur Vermittlung einer Botschaft bei. Die Wirkung und das Wahrnehmen derselben werden mehrheitlich über die optische Vermittlung transportiert. Diese Tatsache versuchen wir mit kopfgesteuerten Aussagen immer wieder zu verdrängen. Die Aufnahme der Information erfolgt aber durch das Unterbewusste oder einfach gesagt über den Bauch.

Große Aufregung gab es um ein Verbot des Tragens von Jogginghosen im Unterricht. Sogar Ö3 widmete dieser Tatsache kostbare Sendezeit. Klar, hier fischt man natürlich beim Zielpublikum um Aufmerksamkeit. Ist das wirklich ein so bedeutendes Thema? Was steckt dahinter? Auch wenn diese Kleidungsform bequem sein mag, so spiegelt sie doch die persönliche Einstellung in diesem Fall zur Schule wieder. Es zeigt, dass die Trägerin oder der Träger dieses Kleidungsstückes keinen Respekt gegenüber seinen Mitmenschen und der Institution Schule hat. Die Position der Schule als erster Schritt in den Ernst des Lebens wird auf ein Niveau reduziert, welches man als bedeutungslos fast gleichgültig bezeichnen kann.

Seriöse Stilberatung zeigt die Wirkung des Erscheinungsbildes von Menschen auf und stellt auch klar, dass modische Elemente nicht unbedingt die beabsichtigte Wirkung erzeugen. Bilder von Trendsettern dienen vor allem kommerziellen Ergebnissen und haben nicht die Absicht den Menschen in seiner Realität wiederzugeben. Aufmerksamkeit erregen bedeutet auch nicht automatisch eine positive Reaktion zu erreichen.

Das Thema Kleidung darf nicht auf die Jugend beschränkt werden sondern sollte auch von Erwachsenen stärker berücksichtigt werden. Es gibt eine Anzahl von Untersuchungen, welche die Wahrnehmung des Erscheinungsbildes der Menschen sehr kritisch aufzeigen. Scheinbare Lockerheit, Kreativität im Stil und modische Kombinationen gehen am beabsichtigten Ziel deutlich vorbei. Eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter an der Kasse mit unpassendem Erscheinungsbild transportiert eine Botschaft, welche nicht zu einem positiven Wiedererkennungswert sowohl persönlich als auch für das Unternehmen beiträgt. Ein Politiker, der sich in der Badehose in der Öffentlichkeit zeigt oder jedem modischen Trend folgt um seine Anpassungsfähigkeit zu zeigen, lässt an der Ernsthaftigkeit seiner politischen Ziele zweifeln.

Was immer auch die Modeindustrie vorgibt, eines ändert sich kaum, das ist unsere Wahrnehmung aus dem Unterbewussten heraus. Hier werden Bilder gefestigt, welche oft nicht der Realität entsprechen. Diese Bilder sind aber da und können nur schwer richtig gestellt werden. Deshalb bitte aufpassen wie man sich „kleidet“, denn unser Erscheinungsbild hat nachhaltige Wirkung.

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