Menu
A+ A A-

Die A1 Verrechnungs AG

Vodafone in England und MobilCom in Deutschland hatten laut darüber geredet, aber jetzt ist doch A1 welterster Mobilfunker mit Bankkonzession. Hintergrund: 43.000 Transaktionen im Wert von einer Million Euro - der Durchsatz 2001 - sind Nemsic und Ametsreiter nicht genug, sie wollen den Umsatz von und mit M-Commerce steil nach oben puschen.

Wie die beiden A1-Chefs und ihre aus Erste und HVB besorgten A1-Bank-AG-Vorstände durchblicken ließen, war der Punkt erreicht, wo das Kartenkaufen per Handyrechnung in ein solides Geschäftemachen mit Garantien sowohl dem Käufer als auch dem Händler gegenüber weiterentwickelt werden musste. Gleichzeitig möchte man das Prestige und die in der Volksmeinung verankerte Bonität des Begriffs Bank nutzen.

Mit der Etablierung der A1 Bank - sie wird zunächst lediglich Verrechnungskonten führen, hat aber bereits jetzt diverse Berechtigungen bis hin zum Factoring - beendet mobilkom die bisherige Beschränkung etwa des öBB-Ticketkaufs auf A1-Kunden. Wer lieber anderswo telefoniert, kann bei A1 trotzdem einkaufen und kriegt lediglich eine Rechnung für die M-Payments. Prepaidkunden können die Bank nur prepaid nutzen. Händler gesucht.

Read more...

Statistik der Woche

- Die Marktforscher von Marketagent.com wollen herausgefunden haben, dass 56 Prozent der deutschen Internetuser bereits Musik aus dem Internet geladen haben. Die bevorzugten Musikmedien sind allerdings nach wie vor CDs (86,6 Prozent) und Radio (80,9 Prozent). An dritter Stelle folgen MP3s mit 42 Prozent. Audiostreams bevorzugen 21,4 Prozent. Bei den 14- bis 19-Jährigen haben MP3-Files jedoch bereits die gleiche Bedeutung wie das Radio.

- Der europäische Markt für Sicherheitstechnologie im Bereich der drahtlosen Kommunikation steht laut Frost & Sullivan vor einem gewaltigen Boom. Das Marktvolumen soll sich von 99,6 Millionen Dollar im vergangenen Jahr auf 793,9 Millionen im Jahr 2005 verachtfachen.

- Die neuen Berufe scheinen doch nicht so geschlechtsneutral zu sein, wie gerne behauptet wird: Frauen sind in deutschen IT-Berufen nur zu 14 Prozent und unter Informatik Studierenden nur zu 17 Prozent vertreten.

- Die TA will die Zahl der ADSL-Kunden bis Ende 2002 auf 200.000 verdoppeln.

- Der weltweite Halbleiterabsatz ist im vergangenen Jahr um mehr als ein Drittel geschrumpft. Geht es nach dem Branchenverband Semiconductor Industry Association (SIA) in Kalifornien, dann sanken die Umsätze um 32 Prozent auf 139 Milliarden Dollar. Aber inzwischen geben die aktuellen Zahlen wieder Grund zur Hoffnung: Mit 30,5 Milliarden Dollar sind die Verkäufe erstmals wieder stabil geblieben. Außerdem bemerkt der Verband nach Eigenaussagen eine verstärkte Nachfrage nach Chips für Handys und PCs.

Read more...

Neuer Server, neuer Manager

Der neue Manager für Systems Sales - das betrifft die eServer sowie Speicher- und Druckerprodukte von IBM - heißt Jürgen Million, der bereits seit 17 Jahren Big Blue die Stange hält.

Und er schwärmt - wie könnte es anders sein - von einheitlichen Applikationen für die gesamte Server-Linie, die mit dem neuen x360 erstmals einen Vertreter bekommen hat, der Intels XEON-Prozessoren einsetzt. "Die IBM-Welt ist eine Open Platform, die technisch Bewährtes wie Prozessoren, Speicher und I/O-Produkte zu Mainstream-Preisen verfügbar macht." Dass es dabei zu "einem signifikanten Anstieg bei den ausgelieferten LINUX-Servern" kommt, sei nicht verwunderlich - gerade im Mainframe-Bereich würde der Siegeszug des Pinguin-Betriebssystems rasant vonstatten gehen.

Der neue x360 besticht vor allem durch Dioden-Diagnostik, wie sie etwa auch bei Kopierern eingesetzt wird, und so die Servicierung zum Kinderspiel macht.

Und ASP? Thin Clients? "Märkte muss man machen. Es gibt nichts Schlimmeres, als zu früh den Rahm abschöpfen zu wollen."

Read more...

Am Weg zur Open Source Telefonie

Open Source-Gedanken in der Welt der Telefon-Anlagen? "Sind voll im Gang", sagt Karl Weilguny, Vorstand der Kapsch BusinessCom, im Report-Gespräch, "entsprechend den Kundengegebenheiten erfolgt eine langsame Migration zur Offenheit der verwendeten Software." Langsam, denn: Neue Gesamtsysteme on the green field sind selten. Jedenfalls gilt: "Voice im Network kann nicht proprietär sein." Für die Kommunikation zwischen verschiedenen Telefonanlagen hat die VoIP-Schnittstelle ihren Vorgängern längst den Rang abgelaufen.

Nach der Mehrheits-übernahme der Schrack BusinessCom will die Kapsch-Tochter in der Zukunft allumfassender "Problemlöser für Kommunikationsangelegenheiten" sein. Ein vormaliger Hardware-Seller also, der bereits heute mehr als 50 Prozent mit Software und Services einspielt. "Lösungen gehört die Zukunft. Das sieht in der Praxis dann etwa so aus, dass wir Ericsson-Hardware mit Call-Center-Software von Nortel bestücken, aber selbst Consulting und Integration beim Kunden durchführen." 2004 soll der Software-Anteil am Umsatz bereits zwei Drittel erreichen.

Der Lifecycle im Telefonie-Business beträgt durchschnittlich nicht mehr länger als drei bis vier Jahre. "Eine laufende Beschäftigung mit Lieferanten ohne Exklusivität kann hier nur die Antwort sein."

Die vormaligen Proporz-Lieferanten haben allerdings unterschiedlich auf neue Marktgegebenheiten reagiert: Während Ericsson in österreich nach einem Management-Buyout eben in Kapsch aufgegangen ist und zusammen massiv den Export in Richtung Zentral- und Mitteleuropa forcieren will, hat Alcatel etwa die Reorganisation auf internationaler Ebene durchgeführt; Siemens setzt ebenso auf internationale Konzern-Stärke.

Die Vorbilder. Weilguny kann sich durchaus anfreunden mit Vorbildern wie IBM auf der einen, Microsoft auf der anderen Seite: "Sehr breites Business-Portfolio mit Hersteller-Unabhängigkeit à la IBM? Fein. Schaffung von De-facto-Standards à la Microsoft? Noch besser. Mit Smart-user-Komponenten oder dem Projekt Internet for rooms sind wir auch am besten Weg dorthin." Bei letzterem handelt es sich um eine Web-Access-Lösung, die speziell auf die heimische Hotellerie zugeschnitten ist und dort vorhandene Fernseher mit Set-Top-Boxen integriert. - Der allumfassende Problemlöser hat also unter den Begriff Kommunikationsangelegenheiten neben der Telefonie und E-Business auch bereits Multimedia-Services eingereiht.

Die Kritik. An der aktuell schick gewordenen Jammerei betreffend die Wirtschaftslage will Weilguny nicht teilnehmen: "Provider-Investments steigen bereits heuer wieder. Jedoch: Viel wichtiger ist, endlich zu erkennen, dass in österreich eine massive Unterbewertung der Telekommunikation in der Forschung vorherrscht."

Und dass nicht zuletzt die Drehscheibe Wien sich gar viel langsamer drehe als allgemein behauptet: "Insgesamt sind die wirtschaftliche als auch die politische Präsenz in den Oststaaten höchst mangelhaft bis kaum vorhanden. Hier haben wir die eigentlichen Versäumnisse begangen."

Read more...

Mobilfunk: Orange spielt, O2 spart

Wenn es um Kundenbindung geht, dann setzt O2 auf den Kostenfaktor: Neukunden, die bereits ein Handy besitzen, zahlen zwölf Monate lang keine Grundgebühr, wenn sie auf ein subventioniertes Neugerät verzichten. Weiters müssen die Neukunden den Anschlusspreis von 24,95 Euro nicht bezahlen. Die Aktion läuft bis zum 13. November 2002.

Orange wiederum setzt auf "Mobile-Gaming". Dazu wurde eine eigene Task Force gebildet, die sich auf die Vermarktung und die Entwicklung von exklusiven Franchises konzentrieren. Unterstützt wird die Kampagne durch einen verstärkten Portal-Auftritt.

Vodafone hingegen führt im September ein Bonusprogramm ein ("Vodafone-Stars"), bei dem Kunden Lufthansa-Bonusmeilen sammeln können. Bei allen Tarifen gibt es eine Lufthansa-Meile pro Euro Netto-Umsatz. Außerdem werden im Miles&More-Prämienshop Handys und Zubehör angeboten.

Read more...

87 Staaten ratifizierten Kiotoprotokoll

Bis dato haben 87 Staaten aus aller Welt das Kiotoprotokoll ratifiziert. Das teilte die Generalsekretärin des Weltgipfels für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg (WSSD), Joke Waller-Hunter, mit. Waller-Hunter sagte, die 87 Staaten repräsentierten 37,1 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen. Eine der Voraussetzungen für das Inkrafttreten des Protokolls, dass mindestens 55 Staaten dieses ratifizieren müssen, ist damit erfüllt. Noch nicht erfüllt ist die zweite Voraussetzung. Sie besagt, dass die Staaten, die das Protokoll ratifiziert haben, 55 Prozent der von dieser Ländergruppe ausgehenden Treibhausgasemissionen repräsentieren müssen. In diesem Zusammenhang hat Japan Russland aufgefordert, das Kiotoprotokoll zu ratifizieren. Die russischen Widerstände gelten als eine der wichtigsten Hürden auf dem Weg zur Umsetzung des Protokolls.
Read more...

Gewisse Mängel

Die eingestürzte Decke im Gasometer B wird durch eine Stahlkonstruktion ersetzt. "Die Ausführung in Beton wäre sowohl technisch als auch terminlich nicht mehr zu schaffen gewesen", ist aus der Stahlbauabteilung der Wibeba zu hören. Das Wiener Bauunternehmen wurde vom Bauherrn der Gasometerrevitalisierung, der Gasometer Mall Betriebs- und Errichtungsgesellschaft (GME), beauftragt, eine Decke aus radialen Stahlträgern zu konstruieren, die mit Steinwolle gedämmt und mit Gipskarton verkleidet werden. Sie ersetzt die 1500 m2 große, elliptisch geschwungene und freitragende Stahlbetondecke über der Veranstaltungshalle, die im Februar eingestürzt war.

"Es war nicht der Beton!" Zu diesem Schluss kommt der renommierte Wiener Bauingenieur Alfred Pauser, der im Auftrag des Gerichts den Einsturz untersucht hatte. Es liege, so Pauser, einerseits an der horizontalen Bewehrung, die bei der starken Krümmung im übergang von der flachen Schalendecke zur Wand unterbemessenen gewesen sei. Andererseits sei die Ursache für den Einsturz bei "gewissen baulichen Mängeln" zu suchen. "Es gab bereichsweise mangelnde Verbundeigenschaften zwischen Beton und Stahl infolge der Abschalung", so Pauser.

Anders ausgedrückt: Die statische Berechnung der Decke war ungenau, die Schalung wurde zu früh entfernt. Sowohl Statik als auch Bauaufsicht liegen beim Wiener Ingenieurbüro Fritsch, Chiari und Partner.

Read more...

Planspiele

Georg Stonawski hat sich viel vorgenommen: "Unser Ziel ist es, bautechnische Daten so miteinander zu verknüpfen, dass das Aufstellen eines Krans mitsamt der dafür notwendigen Logistik nicht nur dreidimensional, sondern auch im zeitlichen Ablauf darstellbar wird." Stonawski ist Leiter des Zentrums für Virtual Reality VRVis, das sich seit Mitte vergangenen Jahres mit der Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet von Virtual Reality und den Möglichkeiten der Visualisierungstechnik beschäftigt. Nun hat sich das Kompetenzzentrum mit der 3D-Grafikschmiede Imagination und der Mischek Ziviltechniker GmbH zusammengetan, um alle für ein Bauvorhaben relevanten Informationen zu sammeln und den Bauprozess vom Entwurf bis zum Betrieb grafisch nachvollziehbar machen zu können.

"Es gibt ja viele CAD-Systeme", so Stonawski. "Wir wollen aber alle Ablaufdetails einer Baustelle in einem 3D-Modell digital simulieren, um darzustellen, wie die Planung ineinander greifen muss." Das Forschungsprojekt für dieses Controlling Tool befindet sich noch ein der Spezifikationsphase, mit ersten Ergebnissen rechnet Stonawski in einem halben Jahr.

Kompetenzzentren sind der letzte Schrei. In diesen Pools arbeiten Forschung und Wirtschaft zum beiderseitigen Gewinn zusammen. Und das beste daran ist, dass sie von Bund und Ländern gefördert werden. VRVis wird zu 60 Prozent gefördert, der Rest kommt aus der Wirtschaft. In einigen Wochen will man sich auch entsprechend präsentieren: mit einem Standort im neu eröffneten Tech Gate Vienna in der Donaucity.

Read more...

Unterschriftslos

Die Porr AG hat Probleme mit ihren Bürohausprojekten. Der Florido Plaza im Wien-Floridsdorf, von der Porr-Tochter UBM entwickelt, soll Ende September übergeben werden, noch gibt es aber keinen einzigen unterschriebenen Mietvertrag für die 36.000 m2 Bürofläche. Dass es mit der Verwertung Probleme gibt, zeigt der Umstand, dass die deutsche Real IS, deren Bayernfonds den Florido mit der UBM vermarktet, nicht nur die Wiener Mannschaft, sondern auch das Raum- und Verwertungskonzept des Towers total umgekrempelt hat.

Für Real-Geschäftsführer Jürgen Schmid war das Konzept Shopping-Entertainment, wie es gerade in der Millennium City am Handelskai durchgezogen wird, abschreckendes Beispiel: "Diese Mischform hat keine Zukunft. Wir sind mit der Verwertung mit Absicht nicht frühzeitig auf den Markt gegangen, weil wir uns die Mieter aussuchen wollen", behauptet Schmid.

Auch die Porr selbst hat ihre lieben Sorgen. Der "Office Provider", direkt neben der Konzernzentrale am Laaerberg gelegen, wird Ende das Jahres fertig. Auch dort kann man sich über keine fixen Mieter für 16. 000 m2 freuen. "Es könnte schneller gehen", gibt man in der Verwertungsabteilung zu.

Dass es für das Bürohaus auf der überplattung der Südost-Tangente lediglich unterschriftsreife Verträge gibt, sieht der Wiener Immobiliensachverständige Alfons Metzger nicht dramatisch: "Es gibt so genannte Ankermieter, die warten, bis ein oder zwei unterschrieben haben und ziehen dann nach. Außerdem geht heute der Trend dahin, dass Developer dem Käufer Mietgarantien geben. Gekauft wird nur, wenn das Haus zu 80 Prozent ausgemietet ist."

Read more...

Transparenz in Wien

Transparenz in Architekturfragen: Ein Muss für die Wiener Stadträte Bernhard Görg (öVP) und Werner Faymann (SPö). Zumindest erklärten das beide vor der Gemeinderatswahl. Die Vorgänge rund um den Wiener Kaipalast, der von der Baupolizei vor wenigen Wochen zum Abbruch freigegeben wurde, zeichnen jedoch ein differenzierteres Bild. Um das 1911 vom Wiener Architekten Ignaz Reiser geplante Geschäftshaus, eines der ersten Stahlbetonbauwerke Wiens, ranken sich Spekulationen um nicht veröffentlichte Gutachten und Unmut über den mutwilligen Abbruch eines aus architekturhistorischer Sicht wertvollen Gebäudes.

Die Zürich Kosmos Versicherung, seit 1930 Eigentümer, hatte 1997 laut eigenen Angaben sechs Millionen Schilling in eine Sanierung des Hauses investiert, diese Arbeiten aber eingestellt, nachdem schwere Schäden an der Tragkonstruktion infolge eines Brandes zutage getreten waren. Der Statiker Peter Kramer wurde mit der Erstellung eines Gutachtens beauftragt, das der vom Bundesdenkmalamt beigestellte Gutachter Alfred Pauser bestätigte: Sanierungsmaßnahmen an den Decken würden keinen im heutigen Sinn konsensfähigen Bauzustand sicherstellen, so die Schlussfolgerung. Als Konsequenz entschloss sich die Versicherung 1999, den Abbruch zu beantragen und einen Architektenwettbewerb für den Neubau eines Büro- und Geschäftshauses auszuschreiben, den das österreichische Architektenduo Marta Schreieck und Dieter Henke gewann.

Read more...
Subscribe to this RSS feed