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Archiv (11315)

Flach, leicht und doch alles an Bord

Hewlett-Packard (HP) wurde am 1. Januar 1939 von William (Bill) Hewlett und David Packard als Hersteller wissenschaftlicher Instrumente in einer Garage in Palo Alto gegründet. Diese Garage gilt heute als Geburtsort des Silicon Valley. Seither ist HP bekannt für eine große Anzahl verschiedener Produkte, u. a. Drucker, Digitalkameras, aber auch Computer und Notebooks, wie die neuen Modelle der Pavilion dv5000-Serie.

Rechenleistung kann man überall brauchen: im Zug, bei Freunden, in einem Café oder zu Hause. Und die neue HP Pavilion dv5000 Notebook PC Serie hat mit den Mobile AMD Sempron und AMD Turion 64 Mobile Prozessoren richtig viel davon. Darüber hinaus sollen die neuen Modelle aber noch einiges mehr bieten: über das 15,4-Zoll-Display mit integrierter HP BrightView Technologie (modellabhängig) lassen sich zum Beispiel DVD-Filme im Breitbildformat abspielen. Dank der optionalen Fernbedienung kann das Entertainment-Programm auch vom Sofa aus per Knopfdruck gestartet werden. Für den entsprechenden Sound sorgen die integrierten Altec Lansing-Lautsprecher sowie eine 3D Sound Blaster Audio-Lösung.

Alles eingepackt für unterwegs
Neben Wireless-LAN, bis zu vier USB-Schnittstellen und S-Video-Anschluss verfügen die Geräte je nach Modell auch über einen 6-in-1-Speicherkartenleser für alle gängigen Speicherkarten. Auch das \"Eintauchen in virtuelle Spielwelten\" ist laut HP dank einer leistungsstarken Grafikkarte problemlos möglich. Auf Festplatten mit einer Speicherkapazität von bis zu 100 GB oder dem integrierten Double-Layer-DVD-Brenner lassen sich ausreichend Daten ablegen beziehungsweise archivieren.

Die neue HP Pavilion dv5000 Notebook PC Serie gliedert sich nahtlos in das Notebook-Portfolio von HP ein und ist ab sofort zu einem Preis ab 849 Euro erhältlich. HP gewährt eine Herstellergarantie von zwei Jahren. Durch ein HP Carepack kann die Garantie auf drei Jahre erweitert werden.

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Verhaltener Trend

\"Unsere Zahlen stimmen wirklich, meinte Andres Ridder, Geschäftsführer des Gewerbeimmobilienconsulters CB Richard Ellis (CBRE) in österreich, zu den divergierenden Angaben diverser Berichte über den Wiener Büromarkt. Die Versicherung scheint angesichts seiner Analyse, dass noch nie so viele Büroflächen vermietet wurden wie im vergangenen Jahr, angebracht. 390.000 Quadratmeter waren es laut Ridder - im Jahr 2000, dem letzten Boomjahr, wurden 320.000 Quadratmeter vermietet. Diese Zahlen trügen allerdings: Denn sie beinhalten alle abgeschlossenen Mietverträge und damit auch jene Umzüge von Unternehmen, die dafür andere Flächen abgeben, was ein Nullsummenspiel für den Büromarkt bedeutet. Relevanter ist der \"Absorptionsgrad“, also die um diese Umzüge bereinigte Nachfragemenge. Sie lag laut Ridder auch im vergangenen Jahr mit 150.000 Quadratmeter um 50.000 unter dem Level des Jahres 2000 und entspreche einem verhaltenen Aufwärtstrend, so Ridder. Diese Zahl wiederum ist relevant für den Leerstandsfaktor: Je mehr Flächen tatsächlich absorbiert werden, desto niedriger der Leerstand, so Ridder. Diese Leerstandsrate sei im Jahr 2005 von 7 auf 6,5 Prozent gesunken und werde heuer gegen 6 Prozent gehen, glaubt der Immobilienspezialist. Rund ein Drittel der Neuvermietungen entfällt nach wie vor auf den Dienstleistungsbereich, während die öffentliche Verwaltung deutlich weniger anmietet - von 40 Prozent sei der Anteil auf 19 Prozent gefallen. Investiert in den Büroimmobilienmarkt wurden im vergangenen Jahr 1,9 Milliarden Euro, um eine halbe Milliarde mehr als im Jahr 2000. Wobei österreichische Investoren zulegen: Wurden 2004 nur 37 Prozent aller Deals von österreichern getätigt, waren es im letzten Jahr bereits 72% Prozent. Als größte Fertigstellungen erwartet sich CBRE für heuer das Projekt TownTown, die von der Raiffeisen Evolution entwickelte E-Zone sowie die Sanierung des erst vor wenigen Jahren fertig gestellten Rennweg Centers, aus dem die BA/CA auszieht. Begonnen werden sollen heuer laut Ridder der zweite Abschnitt des Office Campus Gasometer sowie die Erweiterung des Office Parks am Flughafen, der zur neuen Zentrale der Austrian Airlines wird. Eine Immobilienblase erwartet sich Andres Ridder aufgrund der in den vergangenen Jahren vorsichtig gewordenen Projektentwickler frühestens im Jahr 2008, wenn wieder verstärkt Büroflächen auf den Markt kommen.
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DSA übernimmt Heyde

Der heimische ERP-Anbieter Data Systems Austria verstärkt seine Schweizer Software-Aktivitäten. Die positive Geschäftsentwicklung, die man eigenen Angaben zufolge bisher mit der Schweizer Tochterfirma Jet Informatik erzielen konnte, waren Anlass für einen massiven Ausbau der lokalen Ressourcen durch die kürzlich erfolgte übernahme der Firma Heyde AG, einem ERP-Implementierungprofi in Zürich.

\"Der Schweizer Markt ist für DSA von großem Interesse. Obwohl es einen beachtlichen lokalen Mitbewerb gibt, sind uns dort viele ERP-Erfolge gelungen. Die Nachfrage ist wesentlich größer, der Markt ist viel stärker in Bewegung als in österreich. Aus unserer Sicht liegen die Gründe für diese unterschiedlichen Marktgegebenheiten darin, dass die Schweizer keine Euro-Umstellung durchziehen mussten und daher ein viel natürlicherer Software-Lifecycle gegeben ist“, meint DSA-Vorstand Ulrich Gilhofer \"Dadurch finden wir in der Schweiz noch eine Vielzahl an technologisch überholten Installationen, davon viele Individuallösungen.“

Die Geschäftsaktivitäten der bisherigen Schweizer Tochterfirma Jet Informatik und der Heyde AG werden zusammengelegt.Gilhofer: \"Heyde haben wir bei gemeinsam durchgeführten Projekten kennen- und schätzen gelernt. Uns verbinden ähnliche Partnerschaften und unserer Teams werden sich optimal ergänzen.“

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Computer lässt die Muskeln spielen

Verschleiß im Alter, Nerven- und Muskelkrankheiten oder Lähmungen nach Unfällen können der Grund dafür sein, dass Skelettmuskeln nicht mehr richtig funktionieren. Um der Vision des künstlichen Muskelersatzes näher zu kommen, gilt es einige Hürden aus dem Weg zu räumen. Zuallererst ist es wichtig, die normale Funktion eines Muskels zu verstehen, um zu wissen, welche Kraft ein künstlicher Muskel haben müsste, um einen natürlichen Bewegungsablauf zu ermöglichen. Um zu erforschen, wo wann welche Reize eingehen haben Maschinenbauer der Ruhr Universität Bochum ein virtuelles Muskelmodell entwickelt, das das natürliche Verhalten eines Skelettmuskels unter verschiedenen Bedingungen darstellen kann.
Entscheidend für die Leistungsfähigkeit der Muskulatur ist das Zusammenspiel von physiologischen, neurologischen und morphologischen Aspekten. Die Dicke der Muskelzellen, die Häufigkeit der elektrischen Reize die Anzahl der zur Kontraktion angeregten Muskelfaserbündel bestimmen über die Kraft, die ein Skelettmuskel maximal ausüben kann. Zudem gilt es bei der Modellierung die passive Kraft eines Muskels, die aus der Steifigkeit des biologischen Gewebes resultiert, zu berücksichtigen.

Für ihre Modellierung machten sich die Ingenieure unter anderem das Wissen zunutze, das sie über die Materialeigenschaften von Gummi besaßen. Es verhält sich in gewissem Maße ähnlich wie biologisches Gewebe. Durch einen Kunstgriff gelang es außerdem, aus den eindimensionalen Daten aus Physiologie und Biologie ein dreidimensionales Muskelmodell zu erzeugen, das mit wesentlich geringerem Aufwand das gesamte Verhalten eines Muskels zuverlässig abbildet.

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Spitzenklang in Stereo - ganz ohne Kabel

Nach einer ganzen Reihe von Musiktelefonen bringt Sony Ericsson auch ein neues kabelloses Headset auf den Markt, das von entsprechend ausgerüsteten Handys Stereo-Sound entgegennimmt und ein größeres Feature-Set aufweist als gängige Headsets oder Kopfhörersysteme. Das HBH-DS970 ist ein drahtloses Headset, dass per Bluetooth Kontakt mit kompatiblen Handys aufnimmt und dank In-Ear-Kopfhörern mit weichen und flexiblen Gummirändern sicher und fest im Gehörgang steckt.

Neben den üblichen Headset-Funktionen wie Gesprächsannahme und Sprachwahl kann man mit dem HBH-DS970 auch den Medienplayer des Handys steuern. Die Multipoint-Funktion ermöglicht es, Musikdateien vom Computer, PDA oder anderen Bluetooth-Geräten abzuspielen und gleichzeitig mit dem Mobiltelefon verbunden zu bleiben, da jedes eingehende Gespräch angezeigt wird. Wird das leichte, intuitive Display um den Hals getragen, kann der Benutzer telefonieren, Musiktitel auswählen oder die Lautstärke regeln, ohne das Handy auch nur aus der Tasche nehmen zu müssen.

Das HBH-DS970 wird zeitgleich mit dem Highend-Walkmanphone W950i im zweiten Quartal für 119 Euro im Handel erscheinen.

Hauptmerkmale:
• Gewicht: 27 Gramm
• Farbe: Schwarz mit grauen, silbernen und orangefarbenen Details
• Sprechzeit: bis zu 6 Stunden
• Standby-Zeit: bis zu 300 Stunden
• Musik: bis zu 6 Stunden

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Alles wird besser

Gut getan hat der Eco Business Immobilien AG offenbar ihr Börsegang im Frühjahr 2005 sowie zwei Kapitalerhöhungen. Dadurch stieg das Eigenkapital der auf Büro- und Retailimmobilien spezialisierten Gesellschaft von 34,5 Millionen Euro Ende 2004 auf knapp über 137 Millionen Ende 2005. Das Immobilienportfolio wurde von 28 auf 56 Objekte gesteigert. \"Wir wollen aber nicht an der Zahl unserer Immobilien gemessen werden“, meint dazu Eco-Vorstand Friedrich Scheck. Wichtiger sei die Fläche: Die stieg von knapp 93.000 m2 auf über 266.000, das Immobilienvermögen damit von 122 Millionen auf 331 Millionen. In den ersten Wochen des heurigen Jahres kamen nochmals 88 Millionen dazu, so Wolfgang Lösch, neben Scheck im Vorstand für die Immobilienbewirtschaftung zuständig.
\"Highlights“ des Objektgeschäfts waren im Vorjahr der Kauf des zweiten Bauteils des Campus 21 in Brunn am Gebirge um 61,4 Millionen sowie ein Bürogebäude in Wien, in dem zurzeit noch die Bundesimmobiliengesellschaft sitzt. Mittelfristig wollen die beiden Vorstände der Eco, an der die auf Wohnimmobilien spezialisierte Conwert zu 11 Prozent beteiligt ist, ein Immobilienportfolio aufbauen, das je zur Hälfte aus Büro- und Retailimmobilien besteht. Verkauft wurde deshalb um 24,9 Millionen das Hotel Europa in der Kärntnerstraße, das langfristig an das Verkehrsbüro vermietet ist und daher zu niedrige Renditen abgeworfen habe, so Scheck, der vor der Gründung der Eco als Steuerberater für Conwert tätig war. Bei der Akquisition wolle man sich auf österreich, Deutschland und die neuen EU-Länder konzentrieren. Eine neuerliche Kapitalerhöhung sei auch für 2006 in Vorbereitung, damit soll der Streubesitz ausgeweitet werden.
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Wann wird es endlich grün?

Nach erfolgreichem Einsatz in Wien und Wels wird das System jetzt auch nach Deutschland exportiert. In Hamburg soll untersucht werden, ob das System Auswirkungen auf das Verhalten der Fußgänger hat. Denn de facto ändert sich ja nichts, die Wartezeiten werden nicht kürzer. Aber zumindest der Wissensdurst ist gestillt und allzu ungeduldige Passanten könnten sich vielleicht dazu hinreißen lassen, die verbleibenden drei, vier Sekunden zu warten anstatt bei rot die Straße zu überqueren
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Sportlicher Luxus

sportlich. Die Marke Mercedes steht gemeinhin für Luxus. Eine Verbindung dieser beiden Komponenten könnte also eine durchaus interessante Kombination ergeben. Das dachte man sich auch im Stuttgarter Stammhaus von Mercedes Benz und gab bei den hauseigenen Ingenieuren einen Luxus-SUV in Auftrag. Das Ergebnis ist die neue GL-Klasse und die kann sich im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen. Kraft und Exklusivität sind die Attribute, die die eigenständige Formensprache dem siebensitzigen Mercedes GL verleiht. Ruhige Karosserieflächen, kraftvolle, keilförmige Elemente und markante Details lassen selbst im Stand eine gewisse Vorwärtsdynamik erkennen. Je nach Ausführung zwischen 224 und 388 PS bringen den Luxusschlitten auf Touren.
Neben Leistung und Fahrdynamik legen die Stuttgarter traditionsgemäß auch auf das Thema Sicherheit großen Wert: Ein hohes Maß an passiver Sicherheit soll sich aus der Kombination einer selbst tragenden Karosserie und intelligentem Leichtbau ergeben. Zudem soll die hoch stabile Fahrgastzelle gemeinsam mit den vorderen und hinteren Verformungszonen ein effizientes Fundament für die Insassenschutzsysteme bilden. Weniger abstrakt liest sich der Sicherheitskatalog der GL-Klasse wie folgt: adaptive, zweistufige Airbags für Fahrer und Beifahrer, Sidebags vorn und auf Wunsch in der mittleren Sitzreihe, Windowbags über allen drei Sitzreihen, crashaktive Kopfstützen, 3-Punkt-Sicherheitsgurte und adaptive Gurtkraftbegrenzer. Innovativ zeigt sich Mercedes auch mit dem vorausschauenden Insassenschutzsystem PRE-SAFE, das weltweit erstmals in diesem Marktsegment realisiert wird. Der Clou des Systems: Systeme der passiven und aktiven Sicherheit werden miteinander vernetzt. Die Sensorik fahrdynamischer Regelsysteme wie ABS, Brems-Assistent BAS oder ESP werden genutzt und sollen bei unfallträchtigen Fahrsituationen die Schutzfunktion der passiven Sicherheitselemente erhöhen.
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Vier mal vier ist sechzehn

Im vierten Quartal 2005 verbuchte Fiat Auto einen operativen Gewinn von 21 Millionen Euro - zuvor hatte Fiat in 17 aufeinander folgenden Quartalen Verluste eingefahren. Es kommt wenig überraschend, dass man diesen Trend beim italienischen Vorzeigeunternehmen prolongiert sehen möchte. Gelingen soll dies neben der unvermeidlichen Kostenreduktion vor allem durch eine neue Modelloffensive. Bestes Beispiel: Der Fiat Sedici. Die ins Deutsche übersetzt relativ langweilig klingende Typenbezeichnung \"Sechzehn\" ist das Rechenergebnis aus 4x4. Damit ist auch das Geheimnis um seinen Charakter gelüftet: Der Sedici ist ein Offroader und soll in bestem Marketing-Sprech das Fahrvergnügen und Handling eines Kompaktwagens mit der Geländetauglichkeit eines SUV vereinen. Besonders stolz ist man auch auf das in Fiat-Augen unkonventionelle Design. Abseits vom Einheitslook aktueller Geländefahrzeuge soll er einen eigenen Stil kreieren, der im Gedächtnis haften bleibt. Für den Laien sieht er dennoch aus wie ein klassisches SUV. Einzig die eigenwillig gestylten Scheinwerfer und eine in die Seite umgreifende Heckscheibe im Breitbildformat verleihen dem Sedici einen Schuss Individualität. Ein interessantes Detail ist das \"On Demand\"-Allradsystem. mit Zentraldifferential und drei Funktionsmodi, das die Synthese aus Allrad- und Frontantrieb bilden und ihre Vorzüge vereinen soll. Dieses System verhält sich unter Normalbedingungen wie ein Zweiradantrieb, was einen sparsameren Kraftstoffverbrauch und niedrige Emissionswerte begünstigt. Wenn sich die Straßenbedingungen und damit der Grip verschlechtern, arbeitet das System wie ein Allradantrieb und reguliert automatisch die Antriebskraftverteilung zwischen der Vorder- und Hinterachse, wodurch die Fahrsicherheit erhöht wird.
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Zwischen Gag und Gold

Hartwig Tauber, Professorfür E-Business Managementan der IMC FachhochschuleKrems undamtierender Präsident des GlasfaserlobbyistenFTTH Council Europe, erinnertan eine bahnbrechende Technologieneuerungvor hundert Jahren. »Damalsfragten sich die Menschen, ob mantatsächlich Autos brauche. Man hättedoch ohnehin Kutschen«, zieht er Parallelenzu einer Diskussion, die heute dieBranche beschäftigt: »Nun wird der Nutzeneines leistungsfähigen Glasfasernetzeshinterfragt.«

FTTH ist in den letzten drei Jahrenzum Lieblingswort der Analysten undNetzwerkhersteller geworden. FTTHsteht für Fiber-to-the-Home und bezeichnetGlasfaserleitungen, die ohnetechnologischen Adapter direkt vomBackbone in die Haushalte gezogenwerden. Dies bedeutet im Regelfall, dassein Provider eine Menge Geld in dieHand nehmen muss, um die gegenüberKupferkabel relativ teuren Leitungen zuverlegen. In den Neunzigern, als derPreis für Glasfaser noch nicht ins Bodenlosegesunken war und zwar ein überangebotan euphorischen Prognosenzur Bandbreitenentwicklung, nicht aberein überangebot an Hochgeschwindigkeitsleitungenvorhanden war, wurdenentlang so mancher Strecke übertriebeneLeitungskapazitäten vergraben. DerEinbruch am Markt folgte prompt: BlühendeBetriebe wurden auf Rumpfmannschaftenreduziert, so mancherVorstand musste seinen Hut nehmen.

Heute, wo Glasfaser enorm billig undmit dem Komponentengeschäft eineMenge Geld zu verdienen ist, gibt sichdie Branche vorsichtiger. Man hat ausden Fehlern der Vergangenheit gelerntund dehnt nun die Prognosen zur goldenenBreitbandzukunft ein wenig aus.Nicht morgen werden Bürger undUnternehmen dank E-Government, EHealth,E-Learning und Teleworking Bedarfan potenten Dateninfrastrukturenhaben. Aber übermorgen.

Zweifel. Wo jene Applikationen sind,die solchen Aussichten zugrunde liegen,fragen sich wiederum Unternehmen,die bereits massiv in ihre bestehendenNetze gebuttert haben. Nachdem dieTelcos bereits auf Tonnen von Glasfasersitzen (allein durch Wien könnten Datendurch ein gutes Dutzend Glasfaserringegeschickt werden), sehen sie nur bedingtHandlungsbedarf. TelekomAustria und der Kabelnetzbetreiber UPCetwa erkennen derzeit wenig Nutzen inGlasfaserleitungen bis zum PC oder zurSettopbox. Nichtsdestotrotz habenauch sie FTTx im Programm. »Glasfaserja«, sagt Telekom-Technologiechef HelmutLeopold, »doch nur bis zum Node.«Die Nomenklatur: Fiber-to-the-Node,FTTN. Dies sind Glasfaserleitungen, dieüber die Wählämter hinausgehend unterder Straße oder an Gebäuden enden.Der Rest der zwanzig, fünfzig oder hundertMeter bis zum Equipment der Breitbandfanssei locker mit Kupferleitungenbespielbar - auch mit weitaus größerenBandbreiten. Dagegen: Fiber Optics, diedirekt in den PC geleitet werden, treffenderzeit oft auf Hardwarehürden. 30, 50oder 100 Mbit/s übertragungsgeschwindigkeitfänden spätestensim PC selbst ihren »Bottleneck«. Als Flaschenhals gestaltensich dann Festplatten undCache, die der unaufhörlichübertragenen Datenflut nichtmehr folgen können. Und überhaupt!Wo ist denn bitteschönim PC selbst Glasfaser zu finden?Da könne man doch gleich beimKupfer bleiben, sagen die Zweifler.

Politik. Den technischen Gegebenheitenzum Trotz sind die Glasfaserleitungenzu einem beliebten Marketingbegriffgeworden. Daten, die als Lichtstrahlübertragen werden, scheinen privilegiert.Produkte, die sich Licht undLaser umhängen, gelten als zukunftsreich,ausbaufähig und kurbeln den Verkaufan. Auf dieses Image setzt auch dieBranche, Herwig Tauber ruft Trendsetteraus den Siebzigerjahren in Erinnerung:»Captain Kirks Communicatorwar damals pureScience-Fiction.« Heute hättejeder ein Mobiltelefon. Dass esan Anwendungen für FTTHmangele, lässt der Kremser Professornicht gelten. Viele Serviceswären rein aufgrund desFehlens der Glasfasernetzenicht am Markt. Er zitiert USStudien,die besagen, 800 MilliardenDollar in den Gesundheitssystemeneinsparen zu können, wenn lediglichdie Breitbandnetzwerke ausgebautwerden.

»Glasfaser wird am Ende desTages die einzig richtige Lösung sein«,besagt auch die bislang unveröffentlichteStandortstudie, die von der StadtWien anlässlich ihrer Glasfaserbestrebungen(blizznet) in Auftrag gegebenworden war. Neben FTTH könnte esdann auch FTTD (Fiber-to-the-desk,gut für den Wirtschaftsstandort) odersogar FTTB (Fiber-to-the-bed, gut fürsPrivatvergnügen) geben.

Und wenn schon nicht Bedarf in deneigenen vier Wänden gesehen wird - derNachbar interessiert sich allemal dafür.Schätzungen zufolge wird Europa imJahr 2008 weniger Haushalte im Einzugsgebietvon FTTH-Netzwerken haben, alsheute Japan bereits FTTH-Kunden hat.Das sitzt. Auch die Amerikaner sind aufdem besten Weg, die Alte Welt hinter sichzu lassen. Dort werden allein dem ProviderVerizon bis Ende 2006 eine MillionFTTH-Haushalte prognostiziert. In Europafinden Initiativen maximal auf Citynetzebene(Amsterdam, Paris, Wien)statt. Und Datenübertragungen in Gigabitgeschwindigkeitwerden auf kurzenStrecken - vom Node zum Haushalt -demnächst auch mit Kupferleitungenstandardisiert machbar sein.

Fortsetzung folgt…

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