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Archiv (11315)

Stillbarer Energiehunger

Der gewaltige Energiehunger der Welt ist stillbar, betont Alternativ-Nobelpreisträger Amory Lovins. Auch wenn es kein Erdöl mehr gibt, sei die Lage nicht hoffnungslos. Dieses Resümee zogen internationale Energieexperten kürzlich im Rahmen des internationalen Solarsymposiums talkEnergy in Wels zum Thema »In der Sonne liegt die Zukunft«. Der Umstieg von Erdöl auf Erneuerbare wie Solar, Biomasse, Wasserstoff etc. ist keine Utopie mehr, sondern voll im Gang, so die Botschaft.Lovins, der große Energievordenker der westlichen Welt, rechnete dem verblüfften Publikum vor: Würde die USA ihren gesamten ölverbrauch durch erneuerbare Energieträger ersetzen, kostet das weniger, als dieses öl zu kaufen. Bis zum Jahr 2025 würde diese Umschichtung der US-Wirtschaft pro Jahr brutto 130 Mrd. US-Dollar bringen. Ganz ohne Revolution, man müsste nur die aktuellen Trends beschleunigen und verfestigen. »Der Druck geht wie immer von der Wirtschaft aus und wird die Politik zwingen, in diese Richtung zu gehen«, verkündete Lovins optimistisch. Von Unternehmerseite berichteten die großen Solarkonzerne wie Schott AG, Conergy AG, Fronius International und andere über einen boomenden Markt und Umsätze in Milliardenhöhe. Würde man ein Prozent der weltweiten Wüstenflächen zur solaren Energieproduktion nützen, könnte man daraus den Weltenergiebedarf abdecken.
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Gipshaube für Heraklith

Das bedeutet für RHI einen Buchgewinn von sechzig Millionen Euro. Knauf bekommt dafür ein Unternehmen, das nach längerer Durststrecke zuletzt die Kurve gekratzt hat. Heraklith erzielte 2004 mit zehn Werken und knapp 1700 Mitarbeitern einen Umsatz von 181,4 Millionen Euro, was ein Plus von nahezu neun Prozent und einen Betriebsgewinn vor Steuern in der Höhe von zehn Millionen bedeutet. Nachdem ein Verkauf der Dämmstoffsparte zu Beginn des Jahrtausends gescheitert war, wurde Heraklith weiterentwickelt. Zuletzt wurde 2004 in eine Aufstockung in Slowenien investiert. Im Frühling 2005 war der Glaube an einen Verkauf selbst im Heraklith-Management so ziemlich verloren gegangen. Knauf betreibt 130 Produktionsstandorte in 35 Ländern, die aus mehreren Unternehmen bestehende Gruppe beschäftigt 18.500 Mitarbeiter und setzt im Jahr 3,5 Milliarden Euro um. Die Knauf-Dämmstoffsparte ist eigenen Angaben zufolge der größte Styropor-Verarbeiter der Welt mit Werken in fast allen europäischen Ländern. Heraklith zählt zu den drei bedeutendsten Erzeugern von Dämmstoffen aus Steinwolle, die auch im Akustikbereich zum Einsatz kommen. Will Knauf, das in Russland bereits mit zwölf Standorten vertreten ist, den Heraklith-Horizont erweitern, müssen eine der Größe des Marktes entsprechende Produktion etabliert und zumindest zwanzig Millionen Euro investiert werden.
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Ein Mäuslein ward geboren

Etwas mehr als zwei Jahre hat österreich ein Immobilien-Investmentfondsgesetz. Ende des letzten Jahres konnten die vier heimischen Fondsanbieter BA/CA, Volksbanken, Raiffeisen und CPB erstmals ein investiertes Volumen jenseits der Milliardengrenze melden. Klingt recht imposant. Nüchterner schaut es bei den Erträgen aus, die die Anleger für ihr Geld bekommen: Real Invest, der offene Immobilienfonds der Bank Austria/Creditanstalt, das sich aus langfristig vermieteten Objekten, vorzugsweise aus dem öffentlichen Sektor speist, hat das vergangene Jahr mit einer Rendite von 4,2 Prozent abgeschlossen. Real Invest-Geschäftsführer Karl Derfler zeigt sich mit dieser Performance durchaus zufrieden: \"2005 hat keiner der Fonds 5 Prozent Rendite gemacht!“, meint er zur bewusst konservativen Ausrichtung des Portfolios, und sich aus Wohnbauten, Büro- und Gewerbebauten, Infrastruktur und Nahversorgern zusammensetzt.
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Schicke Träger

Vor allem junge Laptop-Nutzer, die ein ausgefallenes Design und einen hohen Tragekomfort schätzen, sollen mit den neuen Laptop-Taschen von Belkin gut beraten sein. Die neue NE Gen III-Taschen-Serie ist aufgeteilt in NE-MS Messenger-Taschen und die NE-LB Laptop-Taschen für Frauen.

Die NE-MS Messenger-Taschen sind mit integrierten und herausnehmbaren Schaumstoff-Taschen ausgestattet, um den Laptop vor Stößen zu schützen und gleichzeitig viel Platz für private Sachen zu lassen. Ein abnehmbarer Beutel mit Karabinerhaken für den MP3-Player ist ebenfalls mit dabei. Die NE-MS Messenger-Cases von Belkin bestehen aus Mikrofaser oder Segeltuch und sind für 15,4 Zoll, sowie für 12 Zoll-Laptops erhältlich.
Die 12 Zoll-Taschen sind ab sofort ab 45,99 Euro im Fachhandel erhältlich. Die 15,4 Zoll-Cases gibt es ab 49,99 Euro.

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Energiequelle von morgen

Im Rahmen eines von der Europäischen Union geförderten Projekts mit dem Namen AMONCO wurde der Einsatz von Biogas als Brennstoffkomponente sowie dessen Auswirkungen untersucht. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf der Wirkung von speziellen Bestandteilen der Biogase auf die langfristige Integrität von Brennstoffzellen. Wichtig für die Nutzung von Biogas für Brennstoffzellen ist die Entfernung von Spurengasen, die die Zellen beschädigen könnten. Am Instituto de Catalisis y Petroleoquímica in Madrid ist es nun gelungen, die Auswirkungen dieser Gase zu bestimmen. Zudem will man in der Lage sein, ein stabiles System zur Studie verschiedener die Brennstoffzellen-Funktion beeinträchtigenden Spurengase anzubieten. Ein wichtiger Schritt und eine gute Möglichkeit für Energieunternehmen, die das Potenzial alternativer Energiequellen untersuchen möchten.
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Nippon Connection

Eine zwölfköpfige Wirtschaftsdelegation aus Japan besucht diese Woche steirische und österreichische Weltmarktführer im Bioenergie- und Forsttechnikbereich. Das Hochtechnologieland Japan verfügt in diesem Bereich kaum über Know-how und Technologie. Ziel ist es aber, die Strom- und Wärmeerzeugung aus Biomasse in Japan zu entwickeln. \"Seit dem starken Anstieg der öl- und Gaspreise vor einem Jahr ist das Interesse Japans an Biomasse als Energiequelle sprunghaft gestiegen\", betont Koichiro Koike, Leiter der japanischen Delegation, die österreichische Unternehmen aus dem Bioenergie- und Forsttechnikbereich einen Besuch abstattete. Die Erzeugung von Wärme und Strom aus erneuerbaren Quellen sei in Japan stark im Kommen. Deshalb habe man höchstes Interesse, Biomasseheizanlagen aus österreich nach Japan zu importieren.

Laut Koike soll die Präfektur Provinz Shimane 800 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Tokio zur Vorzeige-Region in der Bioenergienutzung werden. Shimane hat 750.000 Einwohner, also etwas weniger als die Steiermark, und ist ungefähr halb so groß wie die Grüne Mark.

Erste Kontakte
\"Darin liegen große Export-Chancen für heimische Unternehmen, die Weltmarktführer bei Bioenergietechnologien sind. Höchstes Kaufinteresse besteht für Maschinen zur Hackschnitzelerzeugung, für Holzerntemaschinen, Hackschnitzelheizungen für Einfamilienhäuser und Fernwärmeanlagen sowie für Pelletsheizungen. Besonders gefragt sind auch Holzverstromungsanlagen sowie Holzerntemaschinen, aber auch Planungs-Know-how für Heizungs- und Stromerzeugungsanlagen\", betont der Präsident des Europäischen Biomasseverbandes, Heinz Kopetz. Die japanische Wirtschafts-Delegation habe bereits viel versprechende Geschäfts-Kontakte mit den entsprechenden Firmen geknüpft. Details sind noch keine bekannt.

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Mehr Sicherheit im Strafvollzug

Das Jahr 2005 war geprägt von einigen spektakulären und für die heimische Justiz zum Teil äußerst peinlichen Fluchten aus österreichischen Gefängnissen. Ganz oben auf der Liste der Peinlichkeiten steht der Fall des mutmaßlichen Geldfälschers Ivan Ivanov, der nach einem Gespräch mit seinem vermeintlichen Verfahrenshelfer, der ihn mit Straßenkleidung versorgte, seelenruhig und unerkannt aus dem so genannten Halbgesperre des Landesgerichtlichen Gefangenenhauses ins Freie wandern konnte. Das mediale Echo war enorm und das Justizministerium sah sich zum Handeln gezwungen. Die biometrische Gesichtserkennung sollte heimische Strafvollzugsanstalten deutlich sicherer machen. Eine Ansicht, die auch von der EU-Kommission geteilt wird.

Jetzt wurde das vom Wiener Unternehmen x-pin.com entwickelte System im Gefangenenhaus des Wiener Landesgerichts eingehend getestet und vorgestellt. Jede Person, die das System passieren möchte, wird nach erfolgter Ausweiskontrolle von einem Justizwachebeamten biometrisch erfasst. Mit der zugeordneten RFID-Zutrittskarte identifiziert sich der Besucher an der Schleuse. Stimmen Gesicht der eintrittswilligen Person mit den gespeicherten \"Gesichtsdaten\" überein, wird der Eintritt gewährt und die Tür geöffnet. Ab diesem Zeitpunkt wird der Besucher als autorisierte Person im sicheren Bereich definiert und im System aufgeführt. Sobald diese Person den abgesicherten Bereich wieder verlassen möchte, muss sie über die Ausgangsschleuse das Procedere wiederholen. Die Fehlerquote liegt laut x-pin.com bei Null. Im Gegensatz zu Fingerabdrücken oder Iris-Scan gäbe es bei der biometrischen Gesichtserkennung keine Möglichkeit zur Fälschung. Auch die vermeintlich einfachste Methode, das System zu überlisten, funktioniert nicht. Hält man das Foto einer befugten Person vor den auf Infrarotlicht basierenden Scanner, erkennt das System, dass es sich nicht um einen Menschen sondern um ein Foto handelt und verweigert den Zutritt - im Falle von Strafanstalten eher den Austritt. Auch mit Masken, Schminke und ähnlichen ist dem System nicht beizukommen.
Justizministerin Karin Gastinger zeigte sich bei der Präsentation des neuen Systems im Wiener Landesgericht auf jeden Fall angetan und hofft, dass weitere Strafanstalten mit biometrischen Gesichtserkennungssystemen ausgestattet werden können. Selbiges hofft x-pin.com.

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Vereinte Wasserspender

Trinkwasser ist ein wertvolles Gut. Weil viel kostbares Wasser den Kanal runter geht, hat sich nun eine Allianz gebildet, die es sich zum Ziel gesetzt hat hierzulande die Regenwassernutzung zu forcieren. Friedlich vereint unter dem Kürzel IGRW, das für Interessengemeinschaft Regenwassernutung steht, werben die Hersteller von Kunststoff- und Betontanks für das Auffangen des flüchtigen Elements. Um die Nutzung und Etablierung ihrer Systeme voranzutreiben haben die Initiatoren der IG eine Website eingerichtet. Dort lassen sich die Einsatzbereiche, Technologien und Förderrichtlinien für gesammeltes Regenwasser online abrufen. Organisatorisch angesiedelt ist die IG beim Geschäftsführer des Verbandes österreichischer Beton- und Fertigteilwerke Gernot Brandweiner.
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Fusionierter Aufschwung

Es scheint vorprogrammiert. In den letzten zwei,drei Jahren wurde geschrieben, dass die Branche wieder miteinem Aufschwung rechnet. Heute darf gesagt werden: Esherrscht eine positive Grundstimmung, die auch berechtigt ist.Der Markt wächst zwar weiter nur bescheiden, aber mit stetenWachstumsraten. Aus folgendem Grund: In den letzten Jahrenwurden viele Investments zurückgehalten, die nun Nachholbedarfgenerieren. Die Unternehmen nehmen spätestens jetzt wiederGeld in die Hand. Die schmerzhaften Restrukturierungen sindabgeschlossen und entlassen den Patienten kerngesund in denWettbewerb.

Gute und schlechte Zeiten. Finden heute Akquisitionenrespektive Fusionen statt, dann zwischen gesunden Unternehmen.Die Zeiten sind vorbei, als marode Firmen übernommenwurden, um sich lediglich deren Assets einzuverleiben. Sollte sichdie Branche also auf die weitere Konsolidierung freuen, die fraglosstattfinden wird? Ja und nein. Freilich ist gerade bei der IT,einem Wirtschaftszweig, der sich heute über Services zur Kostensenkung für den Kunden definiert, die eigene Effizienzsteigerung vorprogrammiert. (Ergo müssen die Dienstleister in immer größerenEinheiten rechnen, um geringere Preise bei größerenGewinnspannen realisieren zu können. Allen voran die großeneuropäischen IT-Dienstleister, die zwangsläufig in Fusionen getriebenwerden. Es gibt derzeit einfach zu viele Köche, die sich denMarkt ruinieren.) Andererseits geht mit jeder übernahme undGeschäftsvergrößerung auch Kundennähe verloren. Frei nach demMotto: Entweder billig oder in Freundschaft - beides zugleichist Utopie.

Ballsaison. Am österreichparkett wird zum Trend dergroßen Einheiten vornehmlich im Providerbereich getanzt. Großeschlucken Mittelständische, Mittelständische schlucken Kleine. Fürviele Provider gestaltet sich die übernahme als willkommenerSchritt in neue geografische Dimensionen. Die Kunden goutierendies oft weniger euphorisch und fürchten um Service und Support.Denn billig hätte man es früher auch bei anderen habenkönnen. Nun werden sich die Aussagen in den Hotlines häufen,hier nichts mehr machen zu können - »das ist das System.

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Antarctica2005 dot com

Am einen Ende war ein Iridium-Satellitentelefon, am anderen ein Sony Ericsson mit integriertem MP3-Player. Die Expedition Wolfgang Melchiors zum Südpol kam - abgesehen von ein wenig IKT - ohne technische Hilfmittel aus und erreichte den südlichen \"Endpunkt“ in sogar nur 33 Tagen. 30.000 Unique User und 300.000 Hits innerhalb von zwei Monaten verdeutlichen das Mitfiebern der Internetcommunity bei dem Rekordprojekt.

\"Das dazu eingerichtete Weblog war ein innovativer Weg, der es jedem ermöglichte aktiv oder passiv an diesem Unternehmen teilhaben zu können“, sagt Abenteurer Melchior. Eine Flash-animierte Karte der Route und Berichte, die Melchior täglich per Telefon an die Web-Projektleitung, die Hochegger-Tochter Martrix, durchgab, bildeten eine Informationsplattform für Professionelle (Journalisten) sowie Konsumenten (Webuser). Die Philosophie der Onlineplattform: Transparenz. Negative Userkommentare wurden nicht entfernt, die Webseitenbesucher kommunizierten miteinander. Für den Sponsor BA-CA gestaltete sich das Projekt erfolgreich. Die Vorgabe, als offenes, höchstleistendes Unternehmen aufzutreten, wurde erreicht.

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