Menu
A+ A A-
Archiv

Archiv (11315)

Träge Effizienzkiller

Die Potentiale sind nicht der Engpass zur Zielerreichung, meist auch nicht die Wirtschaftlichkeit“, sagt Herbert Lechner, Wissenschaftlicher Leiter der österreichsichen Energieagentur zum Thema Energieeffizienz. Für die Senkung des Heizwärmebedarfs schlägt er vor den Großteil der rund 2,5 Milliarden Euro an jährlicher Wohnbauförderung dem Neubau zu entziehen um das Geld für die energetische Sanierung des Gebäudebestandes zu aktivieren. \"Mit den jetzigen Sanierungsraten kommen wir nicht weiter“, gibt Lechner zu bedenken. Wie zäh dagegen die Realität ist, belegt das Mitte 2005 von Umweltminister Josef Pröll präsentierte klima:aktiv-Programm zur Modernisierung von Wohngebäuden \"wohnmodern“, mit dessen Abwicklung die Energieagentur betraut ist. Der Output nach mehr als einem Jahr sind ein Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit, der bereits wieder ausgelaufene Lehrgang Modernisierungsmanager, diverse Drucksorten, eine Website und etwa 150 Beratungen bei großvolumigen Objekten, 50 davon in Wien. Zudem gab es eine Exkursion nach Bayern und mehrere Informationsveranstaltungen gemeinsam mit dem Wohnfonds Wien. Derzeit findet eine Evaluierung der Beratungen statt. über etwaige tatsächlich stattgefundene Sanierungen könne man derzeit noch nichts sagen, da die ersten Beratungen erst im Herbst des Vorjahres stattfanden und großvolumige Sanierungen ein gewisse Vorlaufzeit hätten, so der für das Programm verantwortliche Walter Hüttler von der Energieagentur.
Read more...

Energiefonds

Im vermutlich letzten Ministerrat der Regierung Schüssel wurde kürzlich der im Wahlkampf angekündigte Ener-giefonds zur Stärkung erneuerbarer Energien beschlossen. Dotiert ist der Fonds mit 500 Millionen Euro, die innerhalb der nächsten vier Jahre verteilt werden sollen. Zahlen werden zu einem Gutteil die konventionellen Energieversorger. 125 Millionen sollen aus den Verbund-Dividenden kommen, mit weiteren 250 Millionen Euro werden öIAG-Dividenden, darunter auch jene der OMV zur Finanzierung herangezogen. Weiter125 Millionen sollen aus dem Bundesbudget kommen.
Ziel der Initiative ist es, die Grundlage für eine Verdoppelung der erneuerbaren Energieträger am Gesamtenergieverbrauch in österreich bis zum Jahr 2020 zu legen.
Read more...

Security im Fokus

Sicherheitsprobleme in Netzwerken sind leider regelmäßig an der Tagesordnung und führen zu Ausfallzeiten, verlorener Produktivität und sinkenden Einnahmen. Sollten Berichte über unsichere Kundendaten an die öffentlichkeit geraten, droht auch ein Vertrauensverlust. Der Report hat sich umgehört und IT-Dienstleister und Hersteller zum Thema IT-Sicherheit befragt.

Rainer Schneemayer, IT-Security Consultant bei Bacher Systems, fokussiert vornehmlich Großunternehmen und den Mittelstand an 250 Bildschirmarbeitsplätzen. Quer durch die Branchen ortet er unterschiedlich brennende Themen: Im Finanzbereich besteht die Gefahr von Phishing und Attacken auf Websites, im öffentlichen Bereich finden dagegen massiv Awarenessschulungen zum Verhalten am Arbeitsplatz im Umgang mit den Daten statt. In der Fertigung sei wieder um die IT-Abteilung gefordert, möglichst ohne Patches und Upgrades die Systeme am Laufen zu halten. Frei nach dem Motto: »Never touch a running system«. ähnlich auch im Krankenhausbereich: Maschinen werden dort nicht angerührt. Die Sicherheit funktioniert dort im Netzwerk. Generell, so Schneemayer, seien den Unternehmen zwar die Kosten für die Wiederherstellung von Daten bei Ausfällen bekannt, nicht aber die Kosten von Downtimes im Geschäft.

Peter Rogy, Leiter der Security Abteilung des Wiener Netzwerkspezialisten Schoeller Network Control, hat Erfahrungen mit KMU ab circa 50 bis 70 Arbeitsplätzen. Bei Schulungen und Konferenzen kommt er aber mit Unternehmern aller Art in Berührung. »Kleine Firmen haben eher Angst, dass sie der Wurm frisst«, weiß Rogy, »Einen Grundschutz durch Antivirensoftware und Firewall braucht jeder.« Er warnt vor offenen Türen in den Systemen, die dann trotz rigoroser Security-Politik Angriffsmöglichkeiten bieten. Bei den Hackern besonders beliebt: Foren, Gästebücher und Webmailzugänge. Für ihn zählt bei der Suche nach dem richtigen Sicherheitskonzept die Beratung durch den kompetenten IT-Dienstleister.

Read more...

Marketing fürs Netzwerk

Kaum eine Firma kommt heute ohne eine gut funktionierende IT aus. Trotzdem ist das Image der IT durch zu hohe IT-Kosten, intransparente Leistungen und unverständliches IT-Fachchinesisch geprägt. Die Leistungen werden nur selten positiv wahrgenommen und entsprechend geschätzt. Zudem werden die IT-Abteilungen ausschließlich als Cost-Center gesehen und wenn es um das Controlling der internen Abläufe geht, betrachten viele Unternehmen ihre IT so, als wäre sie Teil der Infrastruktur, von der alle Abteilungen profitieren - ähnlich der Haustechnik oder dem Reinigungsservice. Hand aufs Herz: Welcher Vorstand, welcher CIO, welcher Controller weiß schon, wie groß der Anteil der IT an den Gesamtkosten jedes einzelnen Geschäftsprozesses ist und wie groß der Anteil am Geschäftserfolg?

Pimp your IT. Es liegt weniger am Management der Firma und den Benutzern, sondern vielmehr an der IT-Abteilung selbst: Der Nutzen von anspruchsvollen Projekten wird kaum kommuniziert und die hohe Systemverfügbarkeit wird nirgends ausgewiesen. Vielmehr wird über Probleme in den Projekten und ausgefallene Systeme gesprochen. IT-Fachleute geraten regelrecht in Ekstase, wenn es darum geht, mit Begriffen wie VPN, WLAN, DUAL-CPU-PC, TCP/IP oder EXP um sich zu werfen, und sie wetteifern um die glanzvollste IT-Lösung à la »pimp your IT«. Für den Anwender jedoch ist letztendlich nur eines wichtig: Die tägliche Arbeit am Computer muss unkompliziert, schnell und reibungslos funktionieren. Zudem soll die Technik auf dem aktuellsten Stand sein und wenn möglich auch noch eine Zeit- und Geldersparnis bringen. Dabei darf nicht entscheidend sein, was auf dem Markt an technischen Möglichkeiten verfügbar ist, sondern was der Geschäftspartner tatsächlich benötigt. Der Kundennutzen muss immer klar im Vordergrund stehen und der Mehrwert muss für den Kunden ersichtlich sein, ganz egal, welche Software gewählt wird.

IT ist erwachsen geworden. Die Zeit, in der sich Vorstände und Geschäftsführer von einer unverständlichen IT-Fachsprache blenden ließen, scheint nun endgültig vorbei. Der Einbruch der New Economy in den Jahren 2000 bis 2003 hat in der IKT-Branche zu mehr Nüchternheit und Pragmatismus geführt. Die IT ist erwachsen geworden. Natürlich bleibt sie eine Quelle von faszinierendem Fortschritt und »richtig genutzt« von kreativer Wertsteigerung für Unternehmen. Aber sie ist nicht länger die Jugendliche unter den Unternehmensfunktionen, die eine Sonderbehandlung für sich beanspruchen kann. Sie erschließt sich den »normalen« Managementprinzipien, wie sie für alle Bereiche wirtschaftlichen Handelns gelten.

Leading IT. Der moderne IT-Fachmann spricht also in der Sprache seiner Auftraggeber und bringt praktische und betriebswirtschaftliche Kenntnisse mit, die über den Tellerrand der Technik hinausreichen. Er versteht sich darin, die IT-Leistungen managementgerecht darzustellen und zu kommunizieren. Seine Produkte und Lösungen preist er nicht als Träger von Funktionen an, sondern er betont stets den Nutzen für den Anwender. Dabei geht es ihm nicht darum, ein starres Konzept zu installieren - sondern ein individuelles, bewegliches System zu schaffen, das er in enger Zusammenarbeit mit dem Anwender verfeinert. Durch transparente Kostenstrukturen schafft er es, die Kostenwahrnehmung der Abnehmer positiv zu beeinflussen und so die Wertschätzung für IT-Leistungen zu erhöhen. Darüber hinaus hat der moderne IT-Experte verstanden, dass es auch immer auf die Einfachheit (auf Neudeutsch: »ease of use«) ankommt, denn ansonsten könnten wieder nur die technisch versierten Anwender die volle Vielfalt an Funktionen ausnutzen. Die beste Technik ist wohl die, die man nicht verstehen muss und trotzdem mit ihr arbeiten kann.

Nikolaus Kimla, 42, ist geschäftsführender Gesellschafter der Uptime Systemlösungen und Mitbegründer der GmbH im Jahr 1994.

Read more...

Softwarepleite

Insolvenz bei Semiramis. Der Grund: Die Proponenten rund um die gleichnamige Unternehmenssoftware Semiramis hatten sich aufgrund von Meinungsverschiedenheiten über die künftige Wachstumsstrategie überworfen. Reinhold Karner, Gründer und Chef von Semiramis, sieht trotzdem gute Chancen, die Enterprise-Ressource-Planning-Lösung am Leben zu erhalten. Sein Unternehmen KTW mit Sitz im Tiroler Kirchbichl ist zu 50 Prozent an der Semiramis Software GmbH beteiligt. Dort heißt es, dass die Rechte an der Software vertraglich glücklicherweise bei den österreichern liegen. Die andere Hälfte der Firma hielten bislang das Beteiligungsunternehmen Risq aus Malta (fünf Prozent) sowie die Koch Stiftung des deutschen Industriellen Franz Koch (45 Prozent). Gefährdert sind nun vor allem die 60 Arbeitsplätze der AG in Hannover.

Das Geschäft in Kirchbichl soll dagegen ungebremst weiterlaufen. »Wir haben auch andere Softwareprodukte in unserem Angebot«, heißt es bei KTW. Semiramis selbst spricht von rund 250 Installationen bei Kunden.Die Meldung über die Insolvenz hat indes die Investoren auf den Plan gerufen. Bei Karner klingelt das Telefon im Minutentakt, heißt es aus seiner näheren Umgebung - die in Branchenkreisen hochgelobte Businesssoftware werde wohl in Kürze mit anderen Partnern weitergetragen. Auf Kundenseite sorgen die Troubles im Semiramisgeschäft angeblich nur begrenzt für Stirnrunzeln. Trotz der Pleite wurde dieser Tage eine Neuinstallation abgeschlossen. Den Kunden ließ die Tagespolitik betont unbeeindruckt.

überdies hat die KTW als größter Vertriebspartner für die Semiramissoftware mit der höchsten Kundenanzahl schon bisher einen maßgeblichen Teil des Know-hows zu dieser Softwareentwicklung beigesteuert sowie die Entwicklung wesentlicher Produktbestandteile vorgenommen. Zudem hat KTW eine eigene Infrastruktur für Semiramis wie zum Beispiel das Schulungszentrum (KTW Academy samt Lern- und Trainingsmitteln), Support-Center, Hotline oder ein Modification-Center aufgebaut und bereitgestellt. Von einem möglichen Schaden will man deshalb in Kirchbichl derzeit noch nicht sprechen. »Das Vertrauen ist nach wie vor da.«

Read more...

Aluminium- Architektur- Preis für FoRum

Die Innsbrucker Architekten Richard Freisinger und Hans Peter Gruber wurden für das Veranstaltungszentrum FoRum in Rum (Tirol) mit dem Aluminium-Architektur-Preis 2006 ausgezeichnet. Die Jury entschied sich für dieses Objekt wegen des integrierten Einsatzes von Aluminium in eine stimmige Architektur und der städtebaulichen Einbindung des Gebäudes in den Ort. Die Landesmusikschule Kufstein vom Architektenteam riccione erhielte eine “Lobende Erwähnung”. Das Aluminium-Fenster-Institut, die Architekturstiftung österreich und die Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten schrieben diesen Preis zum fünften Mal gemeinsam aus, das Preisgeld betrug 10.000 Euro.
Read more...

Das Maß für Qualität

Es gibt auf politischer Ebene niemanden, der sich um Baukultur kümmert!« Der das sagt, muss es wissen: Schließlich lobbyiert Volker Dienst, der Sprecher der Plattform Architekturpolitik und Baukultur, seit Jahren, damit Baukultur als ressortübergreifendes Anliegen wahrgenommen wird. Im Baukulturreport, der von der Bundesregierung beauftragt wurde und von der Plattform gemeinsam mit dem ehemaligen BIG-Geschäftsführer Hartwig Chromy erstellt wird, seien Vorschläge zur Förderung dieser Baukultur in Bund, Ländern und Gemeinden enthalten. Bei der abendlichen Podiumsdiskussion der »Chance Hochbau« mit dem Titel »08/15 die Krise der Bauherren« wies Dienst darauf hin, dass die Planungskosten eines Projekts nur zwei Prozent ausmachen, während 65 Prozent für die Betriebskosten draufgehen. Ein Problem im Wohnbau ortete er bei der Förderung: »Die wird mit der Gießkanne verteilt, Qualitätskriterien gibt es aber keine dafür!« Stephan Jain-öcker, Geschäftsführer des Bauträgers Mischek, hat damit leben gelernt und sieht den Kostendeckel pragmatisch: »Wir müssen versuchen, aus den 1000 bis 1150 Euro pro Quadratmeter das Beste zu machen!« Ein Projekt sei dann rentabel, wenn zwischen Fassadenfläche und Wohnnutzfläche ein Verhältnis von 1:1 eingehalten werde. Worauf Karl Zlabinger vom Dämmstoffhersteller Isover österreich aus dem Publikum einwandte, dass der Preis alleine nicht das Maß für Qualität sein könne. »Gute Architektur kann auch im Kostenrahmen bleiben«, war auch der Wiener SPö-Nationalratsabgeordnete Andreas Schieder überzeugt und verwies auf die Bauträgerwettbewerbe in Wien, mit denen es gelungen sei, die Baukosten zu senken und gleichzeitig die Qualität der Wohnbauten zu steigern.
Read more...

Ebenthaler Aufstand

Die an Klagenfurt grenzende Gemeinde Ebenthal kriegt eine neues Gemeindezentrum - beheizt mit Pellets. Lieferant der Anlage ist die Kelag-Tochter Wärmebetriebe GmbH. Damit setzt die Gemeinde ein Zeichen, das klarer nicht sein könnte. Sie pfeift auf die Fernwärme, die Verbund und Stadtwerke Klagenfurt im naheliegenden Kraftwerk erzeugen. Die Ebenthaler gehen noch einen Schritt weiter und machen ziemlichen Wirbel gegen die Abschaltung der Turbinen und den Neubau eines Gaskraftwerks. Unterstützt werden sie dabei von einer bunten Mischung aus Experten und Populisten. Zuletzt fanden sich zu einer Informationsveranstaltung der Kraftwerksgegner etwa 150 Personen ein. Diverse Argumente, wie die Kühltürme, der Schadstoffausstoß des neuen Kraftwerks waren das Thema.
Read more...

Europas größter Holzofen

Seit Ende Oktober ist das Biomassekraftwerk in Wien-Simmering in Betrieb. »Wien gibt mit Europas Biomassekraftwerk ein klares Bekenntnis zu einer sauberen und sicheren Energieversorgung ab«, betonte Bürgermeister Michael Häupl anlässlich der Eröffnung des 52-Millionen-Euro teuren Kraftwerks. Es sei damit ein Beitrag gelungen, unabhängiger von Stromimporten zu werden, so Häupl. Ab sofort werden pro Jahr 600.000 Schüttraummeter Biomasse in Strom und Wärme umgewandelt. Damit können 48.000 Haushalte mit Strom und 12.000 Haushalte mit Fernwärme versorgt werden. Mit der CO2-neutralen Energiegewinnung lassen sich die Zuwächse beim Verbrauch aber minimal kompensieren. Dafür braucht es andere Kaliber, weshalb die Wien Energie die Leistung und den Wirkungsgrad des Gaskraftwerks Simmering durch eine Modernisierung deutlich hochpuscht. Zusätzlich sichert sich der Versorger durch einen Baukostenzuschuss für das deutsche Kohlekraftwerk Walsum - an dem die EVN beteiligt ist - langfristig den Strombezug aus dem Ruhrgebiet.
Read more...
Subscribe to this RSS feed