Die Quereinsteigerin

Höhenflug mit Frauenpower. Sabine Herlitschka setzt das Werk von Monika Kircher als Vorstandsvorsitzende von Infineon Österreich fort. Höhenflug mit Frauenpower. Sabine Herlitschka setzt das Werk von Monika Kircher als Vorstandsvorsitzende von Infineon Österreich fort.

Die künftige Infineon-Chefin Sabine Herlitschka will trotz wirtschaftlicher Herausforderungen die Frauenförderung im Unternehmen weiter forcieren.

Infineon Österreich bleibt in Frauenhand. Vorstandsvorsitzende Monika Kircher gibt Ende März 2014 nach 13 Jahren die Unternehmensführung ab. Ihre Nachfolgerin hat sie vor drei Jahren als Vorstand für Forschung und Entwicklung selbst angeworben. Die Biotechnologin Sabine Herlitschka weilte gerade für einen Universitätsaufenthalt in Washington. Sie hatte sich für das Rektorat der TU Graz beworben und war im Dreiervorschlag gereiht. Das Rennen machte ein Mann, Herlitschka entschied sich für Infineon – und fand sich als Quereinsteigerin wieder: »Ich bin zwar Technikerin, komme aber nicht aus der Halbleiterbranche. Die ersten Monate waren sehr spannend.«

Geboren in Deutschland, aufgewachsen in Salzburg, pendelt die 47-jährige Patchworkerin regelmäßig zwischen München, Villach und Wien. Ihre Karriere begann Herlitschka bei der Immuno AG. Von 2003 bis 2006 war sie Vizerektorin der MedUni Graz, danach Bereichsleiterin der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG. Forschungstätigkeiten zogen sie immer wieder in die USA.

Die Erfolgsgeschichte des Technologiekonzerns soll sich unter Herlitschkas Führung weiter fortsetzen. Den Standort Österreich durch Innovationen abzusichern sieht sie als tägliche Herausforderung: Der Halbleitermarkt ist hart umkämpft, der Preisverfall enorm. Die passionierte Segelfliegerin will Infineon aber auch intern zu Höhenflügen verhelfen und den Frauenanteil deutlich anheben: »Bis 2015 wollen wir zehn Prozent Frauen in Führungspositionen.«

Last modified onMittwoch, 18 Dezember 2013 12:16
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