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Redaktion_Report

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Strabag kauft Deutsche Asphalt

Die Strabag AG hat die Strassenbausparte der Holzmann-Tochter Deutsche Asphalt erworben. Dies gab Strabag-CEO Hans Peter Haselsteiner am 26. September im Klub der Wirtschaftspublizisten bekannt. Rund 2000 Mitarbeiter und ein Umsatz von 150 Millionen Euro wandern damit ins Strabag-Reich. Zum Kaufpreis war Haselsteiner nur ein "natürlich ist Cash geflossen" zu entlocken. "Die Asphalt war bislang einer der großen Mitbewerber in Deutschland und einer von drei Anbietern, die in Deutschland flächendeckend tätig sind", erklärte Haselsteiner die Bedeutung des Deals.

Im Bereich Strabag-Strassenbau sind nun insgesamt rund 6.000 Mitarbeiter tätig, womit die Strabag seine Marktführerschaft auf fünf bis sechs Prozent des Gesamtvolumens deutlich ausbaut. In österreich liegt der Anteil der Strabag laut Haselsteiner bei 18 bis 20 Prozent, in Ungarn bei 30 Prozent. Die Differenz erklärt der Strabag-Chef mit der unterschiedlichen Struktur in der Bauwirtschaft. Er ist der Ansicht, dass Deutschland die hierzulande weit gehend abgeschlossenen Konsolidierung noch vor sich hat. Er schätzt, dass in Deutschland in den kommenden zwei Jahren bis zu 1.500 Unternehmen in Konkurs gehen werden. Dies sei keine spektakuläre Pleitenwelle sondern ein kontinuierlicher Vorgang dem eben so viele Neugründungen gegenüberstehen. Einer firmeninternen Untersuchung zufolge rangiert die Strabag AG im europäischen Ranking nach Bauleistung an 6. Stelle. Ohne die Umsätze, die potente Mitbewerber in den USA und Australien erzielen will er seinen Konzern an dritter oder vierter Stelle gereiht wissen.

Was den Markt insgesamt betrifft beklagt Haselsteiner die schwierige Situation in österreich und Deutschland: "Wir haben im Verhältnis zu unserem Risiko zu geringe Margen", meint der Manager. Sein Unternehmen habe bereits reagiert und die Bautätigkeit um 20 bis 25 Prozent zurückgefahren. Nun seien die potenten Mitbewerber "MAU" (Mayreder-Alpine-Universale) und die Porr AG gefordert den Blick auf Ergebnisse und nicht auf Umsätze zu fokussieren. Als "das Skurillste überhaupt" bezeichnete Haselsteiner die Kurssprünge der Aktien von Baufirmen nach dem Hochwasser. Wenig begeistert zeigt sich der Bau-Tycoon vom eben erst verabschiedeten Reverse Charge System, das den Umsatzsteuerbetrug eindämmen soll. "Die getroffene Lösung ist halbherzig, sinnvoll wäre es gewesen die Mehrwertsteuer nur mehr beim Endverbraucher einzuheben", meint Haselsteiner. Was die viel gepriesenen Publich-Private-Partnership-Modelle betriftt ist der Strabag-Boss skeptisch. "Eine Grundvoraussetzung ist, dass PPP nicht ein politisches Schlagwort bleibt, sondern auch im Beamtenapparat durchgesetzt wird. Die logische Konsequenz aus seiner Sicht: "Ganze Landesbaudirektionen müssten entvölkert werden".

T im Doppelpack

Vor allem der automatisierten Fabriksteuerung (Machine-to-machine communication) und der Außendienstler-Bewirtschaftung räumen die T-Gesellschaften hohes Potential ein. "Wichtig ist, dass wir nicht bei der Email-Integration steckenbleiben, sondern echt live verbunden sind", erklärt T-Systems-Bereichsleiter Wolfgang Rohringer. "Dass ich unterwegs Emails lesen kann, vielleicht soll und irgendwann einmal sogar muss, halte ich persönlich für ein Horrorszenario. Ich möchte aber uneingeschränkt auf die EDV meiner Firma zugreifen können."

Die entsprechenden Werkzeuge für den Benutzer versucht T-Mobile-Trendscout Harald Stadlbauer auf den Markt zu bringen. "Wir sehen die Zurverfügungstellung geeigneter eigenentwickelter Hardware durchaus aus wesentliches Element in unserer Wertschöpfungskette", sagt er mit Bezug auf den seit wenigen Tagen lieferfähigen PocketPC "MDA", der bei gewohnter Größe und Gewicht ein vollwertiges GSM-GPRS-Telefon bereits inkludiert hat (bei Markenprodukten verdoppeln sich Dicke und Gewicht durch ansteckbare GPRS-Rucksäcke). Mit der sicheren Datenlösung "IP-VPN" sei das Fundament gelegt, auf dem zum Beispiel im Industriebau mehrere Gewerke oder Subunternehmer vor Ort Daten austauschen und ihren Systemen mitteilen, wer wem warum was verrechnen werde.

Als prominentes M2M-Exempel lässt sich das Kühlwagen-Tracking der DB Cargo erwähnen.

Gasmarkt: AGCS rechnet im Osten ab

Erwartungsgemäß hat die Austria Gas Clearing and Settlement GmbH (AGCS) die Konzession für die Abrechnung der Ausgleichsenergie in der Regelzone Ost des österreichischen Gasmarkts erhalten. Sie hatte sich als einziger Bewerber um diese Aufgabe bemüht. Die AGCS ist eine Schwesterfirma der APCS (Austrian Power Clearing and Settlement GmbH), die auf dem österreichischen Strommarkt für die Abrechnung der Differenz zwischen angemeldetem und tatsächlichem Verbrauch (Ausgleichsenergie) in der Regelzone Ostösterreich zuständig ist. Analog zum Strommarkt umfasst die Regelzone Ostösterreich auch im Gasbereich die Bundesländer Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Kärnten, Steiermark und Burgenland. Nach Angaben der AGCS entfallen rund 92 Prozent des österreichischen Gasaufkommens auf die Regelzone Ostösterreich.
Wie die "Wiener Zeitung" schon am 25. September exklusiv berichtet hatte, ist in der Regelzone Westösterreich (Tirol und Vorarlberg) die A"B (Ausgleichsenergie " Bilanzgruppen-Management AG) für die Abrechnung der Ausgleichsenergie im Gasbereich zuständig. Die APCS ist mit zehn Prozent an dieser Gesellschaft beteiligt, im Gegenzug hält die A"B an der APCS ebenfalls zehn Prozent.

mobilkom Austria nimmt UMTS-Betrieb auf

Damit hat das Unternehmen bereits die erste Auflage der Regulatoren, eine Abdeckung von 25 Prozent der Bevölkerung bis Ende 2003, erreicht. Bis Jahresende soll mit rund 1.000 Basisstationen eine Abdeckung von bis zu 40 Prozent erreicht werden.

Boris Nemsic sieht den übergang zu UMTS als einen evolutionären Schritt für sein Unternehmen. Die mobilkom hat das UMTS-Netz auf ihrer bestehenden Infrastruktur aufgebaut. Allerdings soll der Testbetrieb mit rund 1.000 "friendly User" erst dann aufgenommen werden, wenn genügend Endgeräte zur Verfügung stehen. Das Netz ist für kommerzielle UMTS-Handys bereit, die allerdings erst in den kommenden drei bis sechs Monaten in ausreichenden Stückzahlen auf den Markt kommen werden. "Wir laden die Handyhersteller ein, ihre Geräte in unserem Netz zu testen", so Nemsic. Der kommerzielle Betrieb soll in der ersten Jahreshälfte 2003 starten.

Die mobilkom verfolgt bei der Errichtung ihres Netzes eine Zwei-Hersteller-Strategie. Als Netzwerklieferanten treten Nortel Networks und Ericsson auf, die jeweils ein selbständiges Teilnetz errichtet haben. Die Kapazität des UMTS-Netzes der mobilkom beträgt bei Datenübertragung 384 kbps, bei Video-Calls 664 kbps. Das System ist von Beginn an in der Lage, Bewegbilder zu übertragen, wie Nemsic sogleich bei der Pressekonferenz mit einem Video-Call an die steirische Frau Landeshauptmann Waltraud Klasnic demonstrierte.

Nemsic sieht die Zukunft für UMTS durchaus optimistisch. Die mobilkom kann, nachdem die Kosten für die Lizenzen im europäischen Vergleich relativ gering waren, den Netzaufbau aus dem Cashflow finanzieren. Bisher wurden 72 Mio Euro in den Aufbau der UMTS-Infrastruktur investiert. Bis 2010 soll diese Summe voraussichtlich auf 600 bis 700 Mio Euro steigen.

Der Mobilfunkanbieter startet mit einem eigenen Content-Angebot bestehend unter anderem aus News-Flashes der ORF-Nachrichten und Reuters Business-News, sowie Bundesliga-Informationen oder Verkehrskameras in das UMTS-Zeitalter. Eine Killerapplikation für UMTS sieht Marketing-Chef Hannes Ametsreiter derzeit nicht. Er setzt vielmehr auf ein ganzes Paket aus Informations- und Entertainment-Diensten, die noch entwickelt werden müssen. Die zukünftigen Verrechnungsmodelle für die UMTS-Nutzung stehen jedenfalls noch nicht fest. "Wir müssen hier einen eigenen Weg finden."

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