Menu
A+ A A-
Redaktion_Report

Redaktion_Report

Website URL:

Insolvenzen: "Situation nicht rosig"

Demnach ist zwar die Zahl der Gesamtinsolvenzen in den vergangenen neun Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht von 3.881 auf 4.039 gestiegen. Aber sowohl bei den geschätzten Insolvenzverbindlichkeiten als auch bei der Zahl der betroffenen Dienstnehmer wurden die Vorjahresmarken nicht erreicht.

So sind die Gesamtverbindlichkeiten der Pleite gegangenen Unternehmen in den vergangenen drei Quartalen um 3,6 Prozent auf 2,6 Mrd. Euro zurückgegangen, die Zahl der von den Firmenzusammenbrüchen betroffenen Dienstnehmer sank um neun Prozent auf 19.100. Würde man die Libro-Pleite herausrechnen, die schon in der Insolvenzstatistik 2001 aufgeschienen ist, so lägen die Passiva 2002 gar 15 Prozent und die Zahl der Dienstnehmer sogar um 20 Prozent unter den Vorjahreszahlen, schreibt der KSV.

Neben Libro wurden von Q1 bis Q3 an Großinsolvenzen die Pleiten der Grazer AE Energietechnik, der Cybertron Telekom, des Wiener Immobilienentwicklers Alaa Abouelenin, der KPNQWest Austria Gruppe sowie der Speditionsfirma Incontrans verzeichnet. Für die Zukunft erwartet der KSV eher positive Effekte aus der Hochwasserkatastrophe, durch die ca. vier Mrd. Euro Soforthilfe ausgeschüttet worden sind, was einen - wenn auch kleinen - Impuls für die österreichische Wirtschaft darstelle.

Die Kaufzurückhaltung der Konsumenten nach der Euroeinführung sollte sich nach Ansicht der Kreditschützer ebenfalls wieder legen. Allerdings sei dies noch kein Grund für Euphorie, schreibt der KSV: "Erfahrungsgemäß sind es die Monate Oktober und November, die immer reiche Ernte unter den österreichischen Unternehmen halten." Daher müsse österreich erst über die Runden kommen, um ein abschließendes Urteil zum Insolvenzverlauf 2002 geben zu können.

Deutsche Börse schafft Neuen Markt ab

Die Deutsche Börse hat ein neues Konzept für die Segmentierung des Aktienmarktes an der Frankfurter Wertpapierbörse vorgestellt, das im Kern eine Zweiteilung des Gesamtmarktes in zwei Segmente mit unterschiedlichen Transparenzstandards sowie ein neues sektorales Indexkonzept vorsieht.

Als Börsenzulassungssegmente will die Deutsche Börse künftig "Domestic Standard" mit gesetzlichen Mindesttransparenzanforderungen von "Prime Standard" mit zusätzlichen, international üblichen Transparenzanforderungen unterscheiden. Die Zusatzanforderungen für das Premium-Segment seien Quartalsberichte, internationale Rechnungslegungsstandards (IAS oder US-GAAP), Vorlage eines Unternehmenskalenders, mindestens eine Analystenkonferenz pro Jahr sowie Ad-hoc-Mitteilungen und laufende Berichterstattung in englischer Sprache.

Damit ersetzt Prime Standard aus regulatorischer Sicht auch die bestehenden Handelssegmente Neuer Markt und SMAX, die spätestens Ende 2003 vollständig eingestellt werden sollen. Zielgruppe für Domestic Standard sind Emittenten mit eher nationaler Ausrichtung, während Prime Standard den Emittenten den Zugang zum internationalen Kapitalmarkt öffnen soll, so die Deutsche Börse weiter. Die größten Unternehmen dieses Segments sollen wie bisher im DAX zusammengefasst werden. Small Caps und Mid Caps werden nach Branchen zu zwei Gruppen zusammengefasst: Zum einen die eher klassischen Branchen, die derzeit in MDAX und SDAX gelistet sind, zum anderen die Technologiebranchen wie etwa im NEMAX. "Wir wollen unsere Märkte zukünftig konsequent nach den Bedürfnissen der Investoren organisieren", so Volker Potthoff, für den Kassamarkt verantwortlicher Vorstand der Deutschen Börse.

Die Deutsche Börse hatte den Neuen Markt im April 1997 als Segment für Wachstums- und Technologiewerte ins Leben gerufen. In der Boomphase der New Economy zählte das Segment über 350 Unternehmen. Seit gut zwei Jahren macht der Neue Markt jedoch vor allem Schlagzeilen wegen der dramatischen Kurseinbrüche sowie Bilanz- und Kursmanipulationen bei einzelnen Gesellschaften. Versuche der Deutschen Börse, das Vertrauen der Anleger durch schärfere Auflagen wie die Verpflichtung zur Veröffentlichung von Quartalsberichten und den Ausschluss so genannter Pennystocks zurück zu gewinnen, brachten keine greifbaren Ergebnisse.

Nokia hat UMTS-Handy

Nokia will noch Q4 sein Handy verschiedenen Netzbetreibern für Kompatibilitätstests überlassen. Die Markteinführung des Geräts ist für das erste Halbjahr 2003 geplant. Das Mobiltelefon wurde zum Start der UMTS-Services des finnischen Mobilfunkanbieters Sonera präsentiert.

Das technische Design des neuen Nokia 6650 basiert auf einer Lösung, die GSM- und WCDMA-Technologie in einem Schaltkreis vereinigt. Damit sollen lange Sprechzeiten (bis zu 2 Stunden und 20 Minuten bei WCDMA und bis zu 2 Stunden und 40 Minuten bei GSM) sowie eine Stand-by-Zeit von bis zu 14 Tagen ermöglicht werden. über UMTS- oder WCDMA-Technologie (Wideband Code Division Multiple Access) kann das Handy mehrere Verbindungen gleichzeitig aufbauen und verschiedene Funktionen gleichzeitig nutzen.

Nokia hat das 6650 mit einem großen Farbdisplay ausgestattet. Zusätzlich verfügt das Gerät über eine integrierte Kamera und Bluetooth. Neben Fotos kann man Videoclips in einer Länge von bis zu 20 Sekunden und in 4.096 Farben aufnehmen. Diese können auf dem Nokia 6650 betrachtet und gespeichert oder als MMS-Nachricht an andere kompatible Geräte oder Mail-Adressen versendet werden. Die Kamera wird durch öffnen der Linsenabdeckung aktiviert.

Nokia liefert mit dem 6550 seine Software Nokia PC Suite. Damit lassen sich Multimedia-Inhalte vom Mobiltelefon auf den PC übertragen und bearbeiten. Persönliche Daten, wie beispielsweise Kalender- und Kontakteinträge, können ebenfalls zwischen Mobiltelefon und PC synchronisiert werden. Das Nokia 6650 unterstützt WAP 1.2.1, GPRS und MIDP Java 1.0 für das Herunterladen von zusätzlichen Applikationen. Darüber hinaus verfügt das Nokia 6650 über polyphone Klingeltöne, eine elektronische Brieftasche zur Durchführung mobiler Transaktionen und ermöglicht den Datenaustausch via USB, Bluetooth und Infrarot. Das Nokia 6650 wiegt 141 Gramm und verfügt über einen Speicher von 7 MB.

mobilkom-Gag statt Kundennutzen

Wir sind die ersten, die mit UMTS starten" - die Behauptung ist nicht neu und wurde schon von vielen Mobilfunkern geäußert (Stichwort: Isle of Men). Nun hat mobilkom-Boss Boris Nemsic ebenfalls einen Platz in der überfüllten ersten Reihe beansprucht.

Mit einer kleinen Zahl von Friendly Usern soll zum Herbstbeginn der UMTS-Betrieb in allen Landeshauptstädten aufgenommen werden - und das, obwohl das FMK immer behauptet, mit den Salzburger Grenzwerten sei gar kein UMTS möglich und der Stadt ein 3G-Boykott drohe (was für den Start auch gilt, für die Zukunft will Boris Nemsic die Salzburger aber nicht ausschließen).

Geht es nach den Mitbewerbern, dann hat mobilkom aber ohnehin ganz andere Sorgen: kaum vorhandene Endgeräte. Wobei sich die kleine mobilkom in bester Gesellschaft befindet, denn selbst "Mobilfunk-Gigant" Vodafone hat seine liebe Not mit den 3G-Handys, was kürzlich erst zu einer deftigen Verstimmung zwischen Chris Gent und den Endgeräteherstellern führte. Nokia hat jedenfalls für den 26. September die ersten UMTS-Endgeräte angekündigt, während Ericsson gerade neue Handys vorstellte, von denen aber keines 3G-tauglich ist.

Dass aufgrund des Handymangels nur ein paar Freindly User ausgestattet werden können, hat laut tele.ring-Sprecher Walter Sattlberger aber auch seine Vorteile für A1: "Das Netz ist praktisch leer, dadurch können auch höhere übertragungsraten realisiert werden, als das im Echtbetrieb der Fall wäre."

Subscribe to this RSS feed