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Salz statt Grund und Boden

Die Salinen Austria AG wird in den nächsten fünf Jahren 95 Millionen in den Ausbau ihres Kerngeschäftes investieren. Im Gegenzug plant die im Haupteigentum von Hannes Androsch und Raiffeisen Landesbank Oö stehende Company alle nicht betriebsnotwendigen Immobilien abzustoßen. \"Wir haben den Datenraum noch vor uns, bis zum Frühling erwarten wir die Abgabe verbindlicher Angebote“, bestätigt der Generalsekretär der Salinen AG Christoph Preimesberger die Verkaufsabsicht. Er beziffert den Gesamtbestand der Liegenschaften mit 900.000 Quadratmetern. Ein Großteil davon werde nicht zum Verkauf kommen, weil sie betriebsnotwendig sind. Nicht bestätigen mag Preimesberger, dass nur mehr vier Bieter im Rennen sind. \"Das Verfahren läuft und wird sehr transparent abgewickelt“, betont er. Damit alles seine Richtigkeit hat wurde Price Waterhouse Coopers als Verkaufsberater engagiert. Die Landesbank tritt eigenen Angaben zufolge nicht als Käufer auf. Wie der REPORT in Erfahrung bringen konnte enthält das zum Verkauf stehende Immobilien-Paket rund 300.000 m² Grund und etwa 150 Gebäude. Darunter befinden sich Altgebäude in besten Lagen von Bad Ischl, Ebensee und Bad Aussee mit hohem Entwicklungspotential ebenso wie dutzende Dienstwohnungen mit extrem geringen Erträgen. Geplant sei bis Ende März die Zahl der Bieter auf zwei zu reduzieren, danach soll der Verkauf noch im ersten Halbjahr finalisiert werden. Die Salinen AG präsentiert ihre Immobilienfirma auf der Webpage als dynamisches Unternehmen mit diversen Projektentwicklungen, darunter ein modernes Jugendhotel und Eigentumswohnungen am Seeufer, präsentiert. Kenner der Situation vor Ort berichten jedoch, dass es in der Vergangenheit verabsäumt wurde, den Bestand zu optimieren. Tausende Quadratmeter Altbaufläche würden in Bad Ischl, Ebensee und Bad Aussee vor sich hin schlummern ohne marktgerechte Erträge zu liefern. Nicht ganz einig sind sich Androsch und Scharinger dem Vernehmen nach was den Verkauf von Objekten in Bad Aussee betrifft. Im Sommerfrischeort des Ex-Finanzministers hätten auch Freunde Androschs im Bestand der Salinien Quartier bezogen weshalb er manche Bauten halten möchte. Die Mieter könnten nach einem Eigentümerwechsel sehr zum Missfallen des Industriellen mit ganz anderen Mietforderungen konfrontiert werden vermuten Insider.
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Neue Krankheitsbilder

Vor einiger Zeit, es muss drei, vier Jahre her sein, erzählte mir E. eine fast unglaubliche Geschichte: in Manchester, jener britischen Stadt, die mit Birmingham um den Rang der zweitwichtigsten Stadt Englands - \"England`s Second City\
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Schöne neue Welt

Von Horst Hopitzan

Aus technischer Sicht stellen nahezu unbegrenzte Bandbreiten keine wirkliche Herausforderung mehr dar. IP/Ethernet wird die neue Technologie sein, da sie praktisch unbegrenzt skaliert und das Verpacken, Mappen oder eine sonstige Manipulation am Transportweg nicht mehr notwendig ist. Also Ethernet-end-to-end. Das Charmante an IP/Ethernet-Lösungen ist darüber hinaus, dass Bandbreite im Betrieb aufgerüstet werden kann und die Netzbetreiber mühelos die Pipe vergrößern und adaptiv auf die Bedürfnisse anpassen können. Es ergibt sich mit dieser Technik auch die faszinierende Möglichkeit für Privat- wie auch Geschäftskunden, den Bandbreitenbedarf selbst - on demand - konfigurieren zu können. Darüber hinaus kann das Leistungspaket auch automatisch in das Verrechnungsmodell einfließen.

Infrastruktur. Wenn wir die Technik für die \"schöne neue Welt“ in die grüne Wiese stellen könnten, wäre wohl alles wesentlich einfacher. Glasfaser bis in die Wohnung oder ins Haus ist hier kein Thema. Die vorhandene Kupferinfrastruktur und die im Geschäftsmodell signifikantesten Kostenfaktoren der \"civil works“ (bei uns in Wien \"Stich, Hub, Wurf“) für das Verlegen der Glasfasern, ergeben ein Spannungsfeld, dessen Entzerrung die Zeitachse determiniert, bis FTTH flächendeckend zur Verfügung stehen wird. Realistischer Weise wird hier wohl noch eine ganze Dekade vergehen, bis die alte Layer 1-Struktur deutlich in den Hintergrund gedrängt sein wird; überraschungen nicht ausgeschlossen. Denn wer hätte gedacht, dass die alten schwarzen Kennzeichentafeln so rasch verschwinden? Und vielleicht gelingt es auch jemandem, die Killerapplikation zu finden, wie sie seinerzeit der SMS-Dienst bei GSM war.

Gesellschaft. Wir sind auf dem Weg zu den \"bidirectional fat pipe homes“ aus technischer Sicht und zu den \"seven day weekenders“ aus gesellschaftlicher Sicht. Unsere \"personal communication interfaces“ werden uns an beliebigen örtlichkeiten (warum nicht auch am Pool oder im Baumhaus und im Schlafzimmer?) ermöglichen, unseren Geschäften und dem privaten Entertainment nachzugehen. Nachdem die \"fat pipes“ fett genug sein werden, um auch ordentliches Video zu streamen, können wir uns nicht nur hören, sondern auch sehen und das Video von Omas 90iger broadcasten. Vielleicht zahlt ja sogar einer dafür, Oma kann nämlich noch steppen. Vorbei die Zeiten der Videokonferenzen mit comichaften Verzögerungseffekten und auch die 8-MB-großen Powerpoint-Attachments werden uns nicht mehr die E-Mail-Accounts verstopfen. Außer vielleicht, dass man gerade auf einer griechischen Insel sitzt, auf der sie nur eine \"slim pipe“ haben. Auch in der schönsten neuen Welt wird man nicht lückenlos alles haben können. Entscheidend wird letztendlich sein, ob die Konsumenten bereit sind, On-demand-Dienste auch nach einem On-Demand-Verrechnungsmodell zu bezahlen. Sind doch vor allem die Amerikaner, aber leider nur wenige Europäer daran gewöhnt, das zu tun. Das Internet hat bei uns den Stempel \"kostet nichts“, da mit der Grundgebühr ja ohnehin alles bezahlt ist, da sie ja als \"flat rate“ erstanden wurde.

Dienste. \"Triple play\", was ist das eigentlich? Erfreulicher- oder doch bedauerlicherweise sind die Mehrzahl der Konsumenten keine Techniker. Fragen Sie in Ihrem Bekanntenkreis, ob man Triple play haben möchte, nachdem Sie erklärt haben, was das überhaupt ist. Es ist eben nicht mehr, als die Möglichkeit zum Telefonieren, Fernsehen und Internetsurfen. Wetten werden angenommen, dass Sie vor allem in Wien die Frage mit einem \"Das haben wir ja eh schon“ beantwortet erhalten. Nehmen wir die rosarote Technikerbrille ab und gestehen uns doch ein, dass Triple play nicht wirklich etwas Neues ist und nur mehr oder weniger als technischer Marketinggag durchgeht!

Es geht um die berühmten Mehrwertdienste und die, wie Eldorado gesuchten, Killerapplikationen. Es gibt zwar viele neue Ideen - wie zum Beispiel unterschiedlichste Peer-to-peer-Applikationen (ein schüchterner Versuch ist das Oma-Geburtstagsvideo) - aber eben noch keine Killerapplikation, die abzusehen ist.

Bessere Mausefallen bringen eben keine \"fat revenues“. Da sind Preiskampf und sinkende Margen vorprogrammiert. Abschließend und vielleicht ein bisschen diabolisch noch zwei Tipps für wirkliche Killerapplikationen: Bevor wir in die Disco, Theater, Konzert, Bar oder sonst wohin gehen, können wir mit \"Stern/9“ noch bei der Verwandtschaft vorbeischauen und uns davon überzeugen, dass sie den rauschenden 90iger von Oma schon überwunden haben. Vielleicht haben wir aber auch eine virtuelle Eintrittskarte erstanden und streamen uns im Winter (bei frostigen -15 Grad Celsius) live den Jimmy Buffett auf dem 50-Zoll-Plasma, wenn er in Florida, bei lauem Abend von den \"boats und planes\" und der \"barometer soup\" singt; Dolby 7.1 versteht sich da von selbst. Schöne neue Welt eben.

Horst Hopitzan ist Geschäftsführer des 1969 gegründeten IT-Dienstleisters und Netzwerkintegrators Datentechnik.

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Wegen großen Erfolges vorzeitig beendet

Die Pharmaindustrie jubelt, die medizinische Fachwelt staunt und die involvierten Wissenschafter schütteln einander freudig erregt die Hände. Wieder einmal konnte eine randomisierte klinische Studie vorzeitig beendet werden, weil die Validität eines neuen Medikaments lange vor dem geplanten Ende einwandfrei und wissenschaftlich korrekt nachgewiesen werden konnte.
Dass dieser Jubel in vielen Fällen verfrüht ist, haben Wissenschafter im \"Journal of the American Medical Association“ jetzt aufgezeigt. Insgesamt fanden die Wissenschafter 143 Studien, die wegen \"klarer überlegenheit der untersuchten Therapieintervention“ vorzeitig beendet wurden. Die meisten dieser Studien wurden in international renommierten Fachzeitschriften publiziert. Interessant ist die Tatsache, dass sich nur in den wenigsten Fällen eruieren lässt, wer die vorzeitige Beendigung veranlasst hat und aus welchen Gründen. Ein Schwachpunkt, der einerseits allen möglichen Verschwörungstheorien Tür und Tor öffnet und andererseits die Validität der betroffenen Studien in einem gänzlich neuen Licht erscheinen lässt.
Durchaus einleuchtend, dass die Wissenschafter nun eine höhere Transparenz fordern. Alle größere klinischen Studien müssten von unabhängigen Expertengremien begutachtet werden, zudem müsse es klare Vorgaben geben, wann eine Studie frühzeitig beendet werden darf. Bis es so weit, ist ein gebührendes Maß an Skepsis angebracht, wenn Wissenschafter in Jubelstürme ausbrechen und ihre Untersuchungen vorzeitig beenden.
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Gewichtiges Argument

Hatte die Telekom- und Rundfunkregulierungsbehörde RTR im März 2005 ein Gleitpfadmodell zur stufenweise Nivellierung der Mobilterminierungsentgelte bis Ende 2011 vorgestellt (der Report berichtete), wurde dieser Zeitraum nun auf Ende 2008 verkürzt. Die neu gefällte Entscheidung der TKK sieht eine verpflichtende Absenkung der Entgelte bis Ende 2006 vor - zu diesem Zeitpunkt wird es eine neuerliche Marktevaluierung geben, die dann auch die angesprebte Fusion T-Mobile/tele.ring berücksichtigen wird. Das Entgeltmodell in den beiden Jahren danach werde derzeit lediglich \"projeziert\", so RTR-Geschäftsführer Georg Serentschy. \"Dies soll den Betreibern trotz allem eine gewisse Planungssicherheit geben\", so Serentschy.

Spätestens zum 31. Dezember 2008 wird dann ein einheitliches Entgelt für die Mobilfunkbetreiber erreicht werden. Der Zielwert von 6,79 Cent pro Minute bei durchgeleiteten Gesprächen aus Fremdnetzen soll einen endgültigen Einheitspreis für die Gesprächsterminierung bilden. Allfällige Vor- und Nachteile einzelner Markteilnehmer sollten dann Geschichte sein.

Warum der Zeitpunkt trotz gründlicher Bedachtnahme von Marktverhältnissen und Netzkosten bei den Mobilfunkern plötzlich um drei Jahre vorverlegt werden konnte, erklärt Serentschy:\" Wir wollten mit einer längeren übergangsfrist genügend Vertrauens- und Investitionschutz gewähren. Die EU-Komission dagegen sieht in erster Linie das Wettbewerbsproblem der hohen Entgelte und brachte dies gegenüber der RTR in einer Stellungsnahme zur Sprache.\" Dies sei Serentschy zufolge zwar \"kein Veto, aber ein gewichtiges Argument\" gewesen.

mobilkom-Chef Boris Nemsic \"gespannt\".
Die mobilkom rechnet trotz des gestrafften Zeitplans allein für das Jahr 2006 mit Erlöseinbußen aus dem Netzzustellungsgeschäft von rund 42 Mio. Euro. \"Das wird nicht folgenlos an unserer Investitionskraft, egal ob im In- oder Ausland, vorübergehen. Der Regulator trägt hierfür die volle Verantwortung\", wettert mobilkom-Chef Boris Nemsic. Es sei \"besonders pikant\", dass die relativen Abstände der von den Mobilfunkbetreibern einander gezahlten Tarife immer größer werden: Der Tarifabstand zwischen T-Mobile und mobilkom austria wachse von heute 21 Prozent (Eurocent 13,18 zu 10,86) auf 28 Prozent an, der Abstand von One zu mobilkom austria vergrößere sich auf 35 Prozent und jener von Hutchison auf 91 Prozent (jeweils auf Basis Entgelte Juli 2007). Man werde daher auch im nächsten Jahr die eigenen Mitbewerber durch Nettoauszahlungen aus dem wechselseitigen Netzzustellungsgeschäft stützen müssen - mit \"stattlichen 36 Mio. Euro\", spricht Nemsic von einer \"offensiven Förderpolitik\" zugunsten von Hutchison. Hutchison werde durch die vorliegende Regulierungsentscheidung auch bis auf weiteres erlaubt, bei der mobilkom als nationales Roaming eingekaufte Netzleistungen mit 300 Prozent Preisaufschlag als Terminierungsleistung an rufende Endkunden wiederzuverkaufen.

\"Angesichts all dessen schenken wir der in Aussicht gestellten Vereinheitlichung der Mobilfunkterminierungsentgelte ab Anfang 2009 keinen Glauben\", so Nemsic. \"Ich bin gespannt, was die RTR hier noch auf den Gaben-Tisch legen wird. Schon diesmal hat uns die Regulierungsbehörde durch einen vorgegebenen Kniefall vor der EU-Kommission die abgeschlossenen Geschäftspläne für die kommenden Jahre rückwirkend zerzaust.\"

Hutchison-Boss Berthold Thoma kommentiert.
Als \"Entgleisung“ kommentiert Berthold Thoma Nemsics Vorwurf einer Förderpolitik zugunsten Hutchison 3G. Die Aussagen von Nemsic seien angesichts von übergewinnen der mobilkom, welche sich durch die Missstände in der Terminierungsentgeltpolitik ergebenden, in der Höhe von 79 Mio. Euro für 2005 und 52 Mio. für 2006 \"völlig unverständlich\". \"Die mobilkom bereichert sich allein in diesen beiden Jahren auf Kosten der österreichischen Konsumenten um über 130 Millionen Euro. Der Geschröpfte ist der Konsument und nicht die mobilkom\", behauptet Thoma.

One-Chef Jørgen Bang-Jensen \"erzürnt\".
\"Die jetzt veröffentlichten Zusammenschaltungsentgelte lassen die neue Realität im österreichischen Mobilfunkmarkt völlig außer Acht\", kritisiert wiederum One-Chef Jørgen Bang-Jensen die RTR-Entscheidung. \"Wir haben es bei den Marktführern mobilkom und T-Mobile/tele.ring mit zwei Unternehmen zu tun, die gemeinsam 80 Prozent des Marktes kontrollieren. Die neue Regelung zementiert diese Vormachtstellung\", zeigt sich Bang-Jensen erzürnt. Die von der EU-Kommission in Brüssel behauptete Wettbewerbsverzerrung werde durch die jetzige Regelung noch verstärkt. Der neue Gleitpfad, also der Zeitraum, in dem die Absenkung der Zusammenschaltungsentgelte stattfinden soll, sei definitiv zu kurz. Darüber hinaus wäre auch das angepeilte Entgelt von 6,79 Cent pro Minute eines der niedrigsten in Europa. \"Wir sind angetreten, um österreich mit qualitativ hochwertiger und günstiger Mobiltelefonie zu versorgen. Unter diesen Umständen wird uns das sehr schwer gemacht\", so Bang-Jensen.

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Vorteile für alle

Eine IDC-Studie im Auftrag des Branchenverbandes Business Software Alliance (BSA) zeigt auf, welchen wirtschaftlichen Nutzen die Europäische Union aus der Bekämpfung von Software-Piraterie ziehen kann. Demnach könnten bis 2009 über 155.000 neue Arbeitsplätze entstehen, wenn es gelingen würde, den Anteil illegaler Software von derzeit europaweit 35 auf 25 Prozent zu senken. Zudem würden durch diese Eindämmung der Software-Piraterie den EU-Haushalten Steuereinnahmen in Höhe von 20 Mrd. Euro zu Gute kommen - die europäische IT-Branche würde dabei um 38 Prozent wachsen. Die IT-Wirtschaft ist laut der IDC allerdings auch bei stagnierenden Pirateriezahlen ein Wachstumsmotor. Weltweit sind elf Millionen Menschen in den IT Branchen beschäftigt.

Die Studie, welche im Auftrag der BSA von der IDC durchgeführt wurde, analysiert die IT-Industrie in 70 Ländern, projiziert ihr Wachstum bis zum Jahr 2009 und stellt diesem Ergebnis das zusätzliche Potential gegenüber, dass durch eine Reduzierung der Piraterierate um 10 Prozentpunkte zu erreichen ist. Weltweit könnte so in den nächsten 4 Jahren ein Wachstum der globalen IT-Branche von über 400 Mrd. auf 1,45 Billionen USD Umsatz erreicht und Steuereinnahmen von 1,17 Billionen USD erwirtschaftet werden. Statt auf 14 Mio. Arbeitsplätze anzuwachsen, würden die IT-Branche 16,5 Mio. Menschen Beschäftigung bieten. Ihr Wachstum würde 45 statt 33 Prozent betragen.

Die Europäische Union hat mit einem Anteil unlizenzierter Software von derzeit 35 Prozent ein großes Potential für wirtschaftliche Effekte der Eindämmung von Raubkopien. Die IDC prognostiziert ein Wachstum der IT Branche um 38 Prozent durch eine Senkung der Piraterierate. 155.000 zusätzliche Arbeitsplätze würden dadurch entstehen, 20 Mrd. Euro an Steuermehreinnahmen (kumulativ) kämen den Staaten der Gemeinschaft zu Gute.

Die Staaten mit den niedrigsten Piraterieraten sind gleichzeitig diejenigen, in denen die IT-Branche den größten Anteil der Gesamtwirtschaft ausmacht. Schweden, Luxemburg, Großbritannien und Dänemark sind unter den fünf Ländern mit dem niedrigsten Anteil unlizenzierter Software, und gleichzeitig in der Top-Fünf der Länder beim Anteil der IT Branche an der Gesamtwirtschaft.

Im Vergleich der Regionen konnten die europäischen Nicht-EU-Staaten in der Vergangenheit ein besonders starkes IT-Wachstum verzeichnen. In den Jahren zwischen 2005 und 2009 könnte sich die Branche in diesen Ländern sogar um 104 Prozent vergrößern. Voraussetzung dafür ist allerdings die Reduzierung der Piraterierate von derzeit 44 Prozent. Fast 220.000 Arbeitsplätze könnten so entstehen.

Allgemein lässt sich beobachten, dass die Länder mit der höchsten Piraterierate gleichzeitig diejenigen sind, die den größten Nutzen aus ihrer Reduzierung schlagen könnten. So könnte etwa China (90 Prozent unlizenzierter Software) das Wachstum seiner IT-Branche durch eine Reduzierung der Piraterierate mehr als verdoppeln.

Die Studie macht deutlich, dass alle von einer Reduzierung der weltweiten Piraterie profitieren könnten: Arbeitnehmer stehen mehr gut bezahlte IT-Jobs zur Verfügung, Unternehmer in der IT-Branche und nachgelagerten Industrien wie Werbung, Marketing, Verpackung und Handel können ihre Umsätze steigern. Den Regierungen stehen die Steuermehreinnahmen zur Verfügung, und dem Verbraucher kommt das Wachstum des IT-Sektors durch größere Auswahl und bessere Preise als Folge des verstärken Wettbewerbes zu Gute. Nicht zuletzt profitieren die kreativen Köpfe in der IT-Industrie dadurch, dass ihre Arbeit besser geschützt und fair entlohnt wird.

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Große Hilfe für Kleine

Bereits mehr als 10.000 kleine Unternehmen in österreich vertrauen der ERP-Einstiegslösung PC-Kaufmann des Herstellers Sage. Was vor 15 Jahren mit einer simplen elektronischen Auftragsbearbeitung begann, hat sich im Laufe der Jahre zu einer zielgruppengerecht angebotenen, um Buchhaltung sowie Warenwirtschaft erweiterten mächtigen, aber stets effizienten All-in-One-Software entwickelt.

Durch Outsourcing von Spezialisten kommt es immer öfter zur Gründung kleiner und kleinster Unternehmen, die Leistungen abrechnen, Zahlungen überwachen, Einnahmen und Ausgaben aufzeichnen und Meldungen an das Finanzamt erstellen müssen. \"Diese Menschen müssen sich auf das Wesentliche konzentrieren\", bringt Johannes Schwaiger, Geschäftsführer des österreichischen Sage-Lizenznehmers Business Software, die Bedürfnisse der immer wichtiger werdenden Kundengruppe auf den Punkt, \"da ist intuitive Bedienung ein Muss.\" Der PC-Kaufmann Freiberufler 2006 bietet dazu mit seinen übersichtlichen Erfassungsdialogen und Plausibilitätsprüfungen den notwendigen Komfort, der außer dem quasi auf Knopfdruck zu erstellenden Jahresabschluss als Einnahmen-/überschussrechnung auch durch genaue Auswertungen zu Profit, Gewinn und Liquidität Zeit und Geld sparen helfen soll.

Die Verbesserungen beim PC-Kaufmann 2006 führen vor allem zu Erleichterungen bei täglichen Routineaufgaben. So sind nun erstmals auch Buchungsstapel für importierte Buchungen möglich:Ausgestellte Rechnungen können dank einer automatisch erstellten Verknüpfung vor dem übertrag in die Geschäftsbuchhaltung eingesehen und geprüft werden. Arbeitssparende Neuerungen auch im Stammdaten-Bereich:Bilder können, so wie bisher schon im Artikelstamm möglich, nun auch bei Personen-Stammdaten hinterlegt werden, und Liefersperren können so gesetzt werden, dass sie beim Erreichen einer bestimmten Mahnstufe automatisch die Erstellung eines Lieferscheins verweigern. Passend dazu der verbesserte, nun mit einer Vorschau-Funktion bei PDF-Druck ausgestattete Reportdesigner, ein Formulargestalter: Als Dokument vorliegende Texte, etwa Artikelbeschreibungen oder Geschäftsbedingungen, können gleich auf Anbote, Rechnungen oder Mahnungen mitgedruckt werden. Darüber hinaus sind alle Versionen nun auch für Rumpf-Geschäftsjahre geeignet, was sie für Firmen-Neugründungen prädestiniert.

Individuelle Konfiguration. Die Verbesserungen bei der Version Fibu Pro, die auch allen Nutzern des PC-Kaufmann Komplettpaktes Pro zur Verfügung stehen, liegen in frei definierten Geschäftsvorfällen, die sich ohne buchhalterische Plausibilitätsprüfung anlegen, exportieren und importieren lassen, und in der 14. Buchperiode für Steuerberater. Diese macht es möglich, dessen Korrekturbuchungen separat zu erfassen - und mit der Datev-Schnittstelle die Online-Dienste der Steuerberater zu nutzen. Die neue Offene-Posten-Umbuchung bringt eine gegenseitige Verrechnungsmöglichkeit zwischen Offenen Posten und Mahnungen, wenn ein Kunde gleichzeitig auch Lieferant ist. Die Belegarchivierung steht im Komplettpaket Pro neben der Finanzbuchhaltung nun auch im Modul Auftragsbearbeitung zur Verfügung. Das bringt den Vorteil, dass elektronische oder eingescannte Belege nicht in einem eigenen Ordner gesammelt und später gesucht werden müssen, sondern immer gleich zur Hand sind.

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Flüssiges Netzgeld

Die Ursache für schwerwiegende Stromausfälle in Nordrhein-Westfalen steht für den deutschen Stromriesen RWE und den Verband der Netzbetreiber fest: das extreme Wetter. Dennoch kündigt die Stromwirtschaft Deutschlands gewaltige Investitionen in die Infrastruktur an. In den nächsten 15 Jahren sollen demnach rund vierzig Milliarden Euro in die Modernisierung des Netzes gepumpt werden. Bei den jüngsten Stromausfällen waren zeitweise 250.000 Menschen in ihren Häusern über Stunden ohne Strom. Bislang galt Deutschland bei der Versorgungssicherheit als Musterschüler. 2004 kam es pro Stromkunden zu einer Versorgungsunterbrechung durch Störungen von durchschnittlich knapp 23 Minuten. Frankreich liegt mit 59 Minuten deutlich höher und Stromkunden in Großbritannien (78 Min.) und Italien (91 Min.) werden von ihren Versorgern wenig verwöhnt. Noch übler ist die Situation in den USA, dort liegen die Ausfallszeiten Schätzungen zufolge bei mindestens 200 Minuten.
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Gipfel der Interpretationen

Unser Planet ist der klare Sieger«, wurde nach dem UN-Klimagipfel in Montreal verkündet. Was ist passiert? Die Staaten des Kioto-Protokolls haben vereinbart, zügig über die Senkung der Treibhausgase nach dem Jahr 2012 zu verhandeln. Und die USA haben sprichwörtlich in letzter Minute eingelenkt und ihre Bereitschaft zu einem Dialog über die künftige Klimapolitik erklärt, was man hierzulande als »Schlappe für die USA« (Presse) interpretiert.
Dass damit das Klima und die Welt zu retten sind, bleibt zu bezweifeln. Die USA lehnen nach wie vor das Kioto-Protokoll und andere Verpflichtungen zur Reduktion des Kohlendioxidausstoßes ab. Erreicht wurde nur, dass alle der UN-Klimakonvention beigetretenen Staaten (darunter auch die USA) einen Dialog über forcierten Klimaschutz starten. Glaubt man den Prognosen der Klimaforscher, ist für langes Reden aber gar nicht mehr die Zeit. So gesehen hat auch das übereinkommen der Kioto-Staaten über die Phase nach der jetzigen Kioto-Periode einen Haken. Wenn die vereinbarten Ziele nicht erreicht werden, sind sämtliche Protokolle nur das Papier wert, auf das sie gedruckt sind. Gerade österreich sollte hier vorsichtig sein, voreilig den Sieg des Planeten auszurufen. Das Kiotoziel wird klar verfehlt, der Energieverbrauch steigt permanent und beim Verkehr steht eine als Minister getarnte Alpenausgabe Burt Reynolds’ fest auf dem Gaspedal. In anderen Ländern der rund 10.000 Delegierten des Klimagipfels sieht es nicht viel anders aus. Sieger sehen anders aus.
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Großer Holzheizkessel

Die LINZ AG nimmt mit dem Fernheizkraftwerk das erste Biomasseheizkraftwerk in einer Landeshauptstadt in Betrieb. Die Anlage ist in das FHKW Linz-Mitte integriert und wird ganzjährig zur Erzeugung der Fernwärmegrundlast genutzt. Durch gleichzeitige Erzeugung von Strom und Fernwärme legt die LINZ AG mit einem Brennstoffnutzungsgrad von über 85 Prozent einen Spitzenwert für Biomasseanlagen vor. Die Biomasseanlage liefert laut Unternehmen einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion der CO2-Emissionen. Der Ausstoß an CO2 wird damit um rund 50.000 Tonnen pro Jahr, das sind mehr als zehn Prozent der bisherigen Emissionen, verringert. Die Anlage produziert jährlich rund 60.000 MWh Strom aus Biomasse. Dies entspricht dem elektrischen Energiebedarf für rund 20.000 Linzer Haushalte. Zusätzlich werden rund 150.000 MWh Wärme in das Linzer Fernwärmenetz eingespeist. Mit dieser Energiemenge können rund 12.000 Haushalte mit Wärme versorgt werden. Ab Dezember 2005 werden somit rund 17 Prozent des Fernwärmeabsatzes der LINZ AG aus Biomasse erzeugt.
Als Brennstoff wird nur unbehandeltes Holz eingesetzt. Pro Stunde werden etwa 16 Tonnen Holz verfeuert. Das Sortiment umfasst Rinde, Industrie- und Waldhackgut, Sägespäne sowie unbehandeltes Restholz oder Strauchschnitt.
92 Prozent des Holzes stammen aus österreich. Langfristige Liefervereinbarungen mit der örtlichen Landwirtschaft für den laufenden Brennstoffbedarf sichern somit zusätzlich die Wertschöpfung der heimischen Region in Land- und Forstwirtschaft. Die für den Betrieb eingesetzten Brennstoffe stammen aus einem Umkreis von bis zu achtzig Kilometern. Die Anlieferung des Holzes und aller Nebenprodukte der Forstwirtschaft und Holzindustrie erfolgt entweder per LKW, Bahn oder Schiff auf dem Wasserweg - direkt zum Kraftwerk.
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