über den eigenen Tellerrand hinaus
- Published in Archiv
- Written by Redaktion_Report
- Be the first to comment!
Eingedenk dieser rundum Perspektiven ist wenig verwunderlich, dass Maximilian Kolmbauer, Leiter des Gesundheitsclusters Oberösterreich, heimischen Unternehmen den Einstieg in die boomende Branche schmackhaft machen möchte. überraschender ist vielmehr die Tatsache, dass sich sein Liebeswerben nicht nur auf Unternehmen aus dem Gesundheitswesen beschränkt. Er fordert einen Blick über den eigenen Tellerrand hinaus. \"Der Einstieg lohnt sich nicht nur für Unternehmen aus der Gesundheitsbranche. Die Medizintechnik ist auch für Unternehmen aus der Automobil-, der Kunststoff- und der Mechatronikindustrie durchaus interessant“, zitiert Kolmbauer internationale Wirtschaftsexperten.
Kunststoff und Medizin
Am Beispiel der Kunststoffindustrie lässt sich diese auf den ersten Blick nicht zwingend nachvollziehbare These auch mit einschlägigem Zahlenmaterial belegen: 45 Prozent aller weltweit hergestellten Medizinprodukten bestehen mittlerweile aus einem großen Spektrum an Kunststoffen. Alleine für das Jahr 2005 wurde in der Gesundheitsbranche ein weltweiter Kunststoffverbrauch von 3,3 Millionen Tonnen prognostiziert.
Auch die Anforderungen der Medizintechnik an die \"artfremden“ Unternehmen sind zu bewältigen. \"Die in der Medizintechnik geforderten Technologien sind auch bei den Unternehmen der Automobil-, Kunststoff- und Mechatronikindustrie vorhanden“, ist Kolmbauer überzeugt. Ein Einstieg sei daher relativ einfach und ohne großen Aufwand möglich. Auch die hohen Anforderungen im Bereich der Qualitäts- und Sicherheitsstandard der Produkte sollten für die Unternehmen bekannt sein und so keine allzu große Herausforderung darstellen. \"Unternehmen, die jetzt einsteigen, können eigentlich nur gewinnen“, sagt Kolmbauer.
Internationale Vorbilder
Dass sich der Mehrwert eines branchenübergreifenden Engagements auch international langsam durchsetzt und nicht nur in Oberösterreich auf fruchtbaren Boden fällt, zeigt das Beispiel Nordrhein-Westfalen. Auch das Kunststoffinstitut Lüdescheid bietet Unternehmen der Kunststoffindustrie den Einstieg in die Medizintechnik an. Ein Firmengemeinschaftsprojekt soll Unternehmen, die bislang wenig bis gar nichts mit der Medizintechnik zu tun hatten, über Anforderung, Besonderheiten und Chancen der Medizintechnik informieren. Berührungsängste sollen abgebaut und Kontakte geknüpft werden. In eine ähnliche Kerbe schlägt die Medizintechnik-Offensive von Cluster-Chef Kolmbauer. Im Rahmen einer Fachtagung in Wels (siehe Kasten) erfahren Unternehmen alles Wissenswerte zum Thema \"Einstieg in die Medizintechnik“. Bei dieser Tagung wird sich alles um den perfekten Einsteg drehen. Experten berichten über ihre Erfahrungen, stehen für Fragen zur Verfügung, geben Tipps, was man beachten sollte und - besonders wichtig - sollen ein realistisches Bild des Marktes vermitteln. Denn eine \"eierlegende Wollmilchsau“ ist auch die Medizintechnik nicht. Vordergründiges Ziel ist es, den Unternehmen die Möglichkeit eines zweiten, sicheren Standbeins zu eröffnen. \"Wer einsteigen oder sein Engagement ausbauen möchte, dem helfen wir natürlich auch bei den nächsten Schritten gerne weiter“, so Kolmbauer abschließend.
| Veranstaltungstipp \"Einstieg in die Medizintechnik“ - Fachtagung des oberösterreichischen Gesundheitsclusters Mittwoch 31. Mai 2006, 13:00 bis 18:00 Uhr Vorreiter
\"Es würde österreich als EU-Ratspräsident gut anstehen, das Energieausweisvorlagegesetz rasch zu beschließen“, stellt Thomas Malloth, Obmann des Fachverbands der Immobilientreuhänder in der Wirtschaftskammer, dem Parlament die Rute der von österreich so gerne gepflegten Vorreiterrolle in Sachen ökologie ins Fenster. Denn obwohl das Gesetz, mit dem die EU-Gebäuderichtlinie in nationales Recht umgesetzt werden soll, eigentlich seit Anfang Jänner 2006 gelten müsste, hat der Widerstand der Bundesländer Salzburg und Niederösterreich eine Beschlussfassung bisher verhindert. Dessen ungeachtet rechnet Malloth mit einem Beschluss bis April. Dass österreich in der EU mit der Verzögerung nicht alleine ist, mag ein Trost sein: Die Mehrzahl der EU-Staaten ist mit der Umsetzung der Richtlinie säumig. Froh ist Malloth, dass der vorliegende österreichische Entwurf in einigen Punkten abgemildert wurde, etwa in Fragen der Gewährleistung, die der Verkäufer einer Liegenschaft für die Richtigkeit des Energieausweises übernimmt.
Read more...
Auf anderem Gebiet sei österreich tatsächlich Vorreiter, so Malloth: Gemeinsam mit dem österreichischen Normungsinstitut wurde der Fachverband mit der Ausarbeitung einer EU-Norm für Immobiliendienstleistungen beauftragt, die 2007 beschlossen werden soll. Auch auf dem gesellschaftlichen Parkett hat der frisch gebackene Verbandsobmann einige Ambitionen: Neben dem Anfang Februar in der Hofburg stattfindenden ersten Ball der Immobilienwirtschaft und der Verbesserung des eher schlechten Images der Immobilienmakler hat er sich zum Ziel gesetzt, das Berufsbild des Immobilientreuhänders in Richtung Konsulent für alle Fragen des Lebens, das sich laut Malloth zu 98,5 Prozent in geschlossenen Räumen abspielt, zu erweitern. Für die Konsumenten plant er auch einiges: Ein Grundlagenkatalog soll ihnen den Umgang mit Maklern und Hausverwaltern erleichtern, Ende Februar soll außerdem eine Internetbibliothek für immobilienwissenschaftliche Themen online gehen. Innovative Direktbanken
Von Heinz Stiastny
Read more...
Trends kommen und gehen. Manche jedoch bleiben - und schaffen es, sich als Standard zu etablieren. Das sind jene, die clevere Strategien verfolgen und erkennen, was wirklich gebraucht wird. Und die Bedürfnisse der Kunden in Hinblick auf modernes Bankgeschäft lassen sich leicht erläutern - Einfachheit statt überkomplizierter Produkte, Transparenz statt undurchsichtiger Gebührendschungel und Flexibilität ohne zeitliche oder örtliche Einschränkungen. Hierbei sind die Direktbanken mit ihrem innovativen Businessmodell den herkömmlichen Banken einen ordentlichen Schritt voraus. Durch die Konzentration auf das Wesentliche haben Direktbanken keine Filialen, sind schlank organisiert und verzeichnen nur rund ein Fünftel der Kosten traditioneller Institute. Von den betriebswirtschaftlichen Vorteilen profitieren die Kunden - in österreich bei der ING-DiBa Direktbank Austria mittlerweile weit über 100.000. Schutz vor teuren SMS
\"Im vergangenen Jahr sind wir in unserer Endkunden-Schlichtungsstelle verstärkt mit der Thematik der Mehrwert-SMS konfrontiert worden, die für den Endkunden oft zu überraschend hohen Handyrechnungen führten. Mit der Möglichkeit der SMS-Mehrwertdienst-Sperre, die Endkunden auf unsere Initiative hin ab sofort bei allen österreichischen Mobilfunkbetreibern einrichten lassen können, ist uns ein weiterer wichtiger Schritt zur Stärkung des Rechtsschutzes der Nutzer gelungen\", zeigt sich Georg Serentschy, Geschäftsführer der RTR-GmbH für den Fachbereich Telekom, erfreut.
Read more...
\"In vielen Fällen fanden die einzelnen Konsumenten Rechnungsposten für SMS-Mehrwertdienste vor, die sie gar nicht bestellt hatten. Für viele Nutzer war es oftmals auch schwierig, einmal bestellte SMS-Dienste, wie kostenintensive ABO-Dienste, wieder loszuwerden\", beschreibt Serentschy die Problematik, \"die SMS-Mehrwertdienst-Sperre schiebt diesen Missbrauchsfällen einen Riegel vor.\" \"Jeder Handynutzer hat nun die Möglichkeit, bei seinem Mobilfunkbetreiber einmal pro Jahr kostenlos seinen Mobilfunkanschluss sowohl für abgehende als auch für einlangende SMS-Mehrwertdienste vorab sperren zu lassen und kann sich nun wirkungsvoll vor unerwünschten und kostspieligen Mehrwert-SMS schützen\", erläutert Serentschy diese Schutzmaßnahme. \"Diese Sperrverpflichtung, die gesetzlich vorgesehen ist, erlangt auch insofern Bedeutung, als zunehmend SMS-Dienste angeboten werden, bei denen die empfangenen SMS dem Nutzer verrechnet werden\", so Serentschy weiter. \"Vor allem Eltern haben jetzt eine einfache Handhabe, wenn sie den Konsum von teuren Mehrwertdiensten durch ihre Kinder von vornherein einschränken wollen.\" Die SMS-Mehrwertdienst-Sperre ergänzt die schon länger realisierte Sperrmöglichkeit von normalen Mehrwertdienst-Sprachverbindungen, beispielsweise zu den Rufnummernbereichen 0900 und 0930. Für beide Sperrmöglichkeiten - Sprache und SMS - gilt: Einmal pro Jahr hat ein Betreiber auf Wunsch des Kunden beide Sperren kostenlos einzurichten. Allerdings sollte man dem Betreiber gegenüber klar zum Ausdruck bringen, ob Sprach- und SMS-Mehrwertdienste gesperrt werden sollen oder nur eine der beiden Diensteformen. Keinen Schutz bietet die neue Sperrmöglichkeit vor der Belästigung durch kostenlose SPAM-SMS, auch wenn Mehrwertnummern beworben werden. Der Betreiber kann nämlich nicht unterscheiden, ob es sich um eine für den Nutzer erwünschte oder unerwünschte Nachricht handelt. Keine MA 2412
Manchmal muss man die Kirche im Dorf lassen. Zwar hat sich die Einführung des elektronischen Krankenscheines verzögert und das Gerede um die Ausschreibung trübt die Optik noch nachträglich. Aber immerhin: Während in Deutschland noch diskutiert wird, ist die E-Card in der Alpenrepublik bereits im Einsatz. überhaupt weht ein erstaunlich frischer Wind durch die heimischen Amtsstuben. Als gelernter österreicher - und damit als Bürokratieskeptiker und begnadeter Raunzer - mag man es kaum glauben: Die Erfinder der Stempelmarke und des Sektionschefs positionieren sich innerhalb Europas auch an der Technologiefront im Spitzenfeld. Ein Grund für den Report, das Thema E-Government mit allen seinen Facetten in einer Verlagsserie näher zu beleuchten. Die Historie der österreichischen E-Government-Bemühungen ist lang und wechselhaft. Auf Europaebene fiel der Startschuss für konzertierte Aktionen in diesem Bereich mit der - mittlerweile ziemlich verblassten - Lissabonstrategie. Bürger, Unternehmen und Behörden: Sie alle sollten ans Netz und so gemeinsam den »dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum« entwickeln, wie die EU-Vorderen mit ihrem untrüglichen Gespür für Wortungetüme verkündeten. Zu diesem Zeitpunkt ließ österreich bereits aufhorchen. Das Wirtschaftskammerportal zählt seit Internet-Urzeiten zu den Pioniertaten, ebenso die Webseite der Stadt Wien. Aber auch kleine Gemeinden zeigten sich bereits innovativ. Kremsmünster, um nur einen der Klassiker herauszugreifen, ist beispielsweise seit 1996 mit seinen Services online. Bei den Rechtsnormen - Stichwort E-Commerce-Gesetz oder Signaturrichtlinie - überholte Wien zeitweilig sogar Brüssel. Während die Gesetze dort teilweise noch der Verabschiedung harrten, traten sie zum Erstaunen der Eurokraten hierzulande schon in Kraft. Der europaweit registrierte überraschungscoup gelang, weil sich Bundeskanzleramt, Wirtschaftskammer, Bund und Länder und die Opposition in einem Kraftakt zusammenrauften. Da stutzte schon auch einmal der französische Le Figaro und fragte sich, wie die österreicher das nur machen. Bei den ersten Europa-Benchmarks zum Thema E-Government landete die Alpenrepublik auch im Spitzenfeld, um dann eine Künstlerpause auf den hinteren Rängen einzulegen. Das Auf und Ab der heimischen Performance beruhigte sich aber erfreulicherweise wieder, die Bilanz ist seit dem Frühjahr 2005 wieder schneeweiß. Für Staatssekretär Franz Morak und Bundeskanzleramtsbeauftragten Christian Rupp geriet die Pressekonferenz zum vorläufig letzten E-Government-EU-Ranking zur Feierstunde. österreich platzierte sich haarscharf hinter Schweden auf Platz zwei.
Read more...
Seither werden wieder vermehrt Delegationen am Ballhausplatz gesichtet, die sich über laufende Entwicklungen informieren wollen. Indirekt profitiert natürlich auch der heimische IT-Sektor von den Erfolgen. Die Linzer Fabasoft reüssiert mit ihrer Software in Deutschland. Siemens machte Notariatslösungen, die ihre Feuertaufe in österreich bestanden hatten, zum Exportschlager. Ein Ruhekissen für die Ewigkeit ist die aktuell gute Positionierung freilich auch nicht. »Wir dürfen uns keine Verschnaufpause gönnen«, sagt Christian Rupp, als Exekutivsekretär der Mister E-Government des Bundeskanzleramtes. Auf der To-do-Liste Rupps steht vor allem ein ganzheitlicher Ansatz für die zahlreichen, aber oft zersplitterten Aktivitäten. »Wir müssen dringend alle Initiativen von E-Business, E-Learning bis hin zu Breitband aufeinander abstimmen«, sagt Rupp. Sieht man von der Bundesebene ab, ist österreich nicht zuletzt wegen seiner föderalen Struktur ein Fleckerlteppich, der oft genug von Einzelkämpfern beackert wird. Da gibt es dann Vorzeigegemeinden, wo von der Gewerbeanmeldung bis hin zu Bestattungsagenden alles online flutscht. Aber zehn Meter hinter der Ortstafel breitet sich bereits das Internet-ödland aus. Für ein Konkurrenzunternehmen im Nachbardorf ist der Amtsweg via Mausklick vielleicht schon nur mehr schöne Fiktion. Ganzheitlich managen
Von Reinhold Fleischhacker
Read more...
Sechzigtausend Beraterinnen und Berater werden allein in Deutschland gezählt. Also kann man für österreich so an die 6000 Stück veranschlagen. Weil es zur Mode geworden ist in den Chefetagen, dass jährlich Kosten bei gleichzeitiger Effizienzsteigerung eingespart werden müssen, weht auch den Beratern (es sind auch immer die Beraterinnen gemeint, wir bleiben für den Rest der Geschichte geschlechtsneutral) zunehmend eisiger Wind ins Gesicht. Den großen Kuchen räumen üblicherweise die Großen ab, das ist kein branchenspezifisches Phänomen. Aldi drängt in die Schweiz Torschluss
In Brüssel wird neuerdings nicht mehr in Zielen, sondern in Prioritäten gedacht. Was nach sinnentleertem EU-Sprech klingt, hat für die Mitgliedsstaaten und die Unternehmen jedoch handfeste Konsequenzen. Die Katastrophengipfel des letzten Jahres und das unwürdige Gefeilsche der Staatskanzleien um Promillepünktchen hinter dem Komma versalzen nicht nur den Finanzministern die Planungssuppe. Auch was das sogenannte »Förderregime« betrifft, hat Teamkapitän Tony Blair das Briten-Solo kräftig vergeigt. Neben der Haushaltsplanung hängen die zukünftigen Förderprogramme ebenfalls in der Luft. Wirklich sicher ist nur: Die aktuellen Programme werden gegen Jahresende auslaufen. »Wie es am 1.1.2007 im Detail aussehen wird, weiß noch niemand«, sagt Brigitte Jandl, Abteilungsleiterin für Investitionsfinanzierungen bei der Raiffeisen Zentralbank (RZB). Zumindest den großen Bogen hat die Kommission in ihrem Entwurf bereits vorgezeichnet. Die »Regionalkulisse« wird sich in Richtung Osten verschieben (siehe Kasten). Auch wenn die - bald der Vergangenheit angehörenden - Ziel-1-Gebiete mit einer langfristigen übergangsregelung rechnen können: Der Löwenanteil der Förderung wird zukünftig in Regionen landen, deren Bruttoinlandsprodukt pro Kopf unter dem 75-Prozent-Durchschnitt der erweiterten Gemeinschaft liegt. Dass die genaue Zielrichtung der Geldspritzen trotz einem definierten Ablaufdatum noch nicht fest steht, ist für »Brüssel-Veteranen« nicht ganz neu. Um den Jahrtausendwechsel hat es zu Beginn der aktuellen Haushaltsperiode auch schon seine liebe Zeit gedauert, bis der finale Verteilerschlüssel von allen politischen Ebenen abgesegnet war. Unterschiedliche Einschätzungen gibt es, was die Neuregelung für die Unternehmen unter dem Strich bedeuten wird. Im Burgenland sind in der laufenden Programmperiode zwar noch bis zu fünfzig Prozent von Investitionen förderbar, doch Experten relativieren den zu erwartenden Einschnitt. »Das österreichische Regionalfördergebiet wird in der Periode 2007 bis 2013 nach den aktuellen 27,5 Prozent immerhin noch 22,5 Prozent der Bundesbevölkerung umfassen«, sagt BA-CA-Pressemann Christian Kontny. Kontny verweist weiters darauf, dass der maximale Förderunterschied zwischen den neuen Mitgliedsländern und den daran angrenzenden österreichischen Gebieten höchstens zwanzig Prozent betragen darf. Schon etwas bedrohlicher klingt die Einschätzung der RZB. Förderspezialistin Jandl rechnet immerhin damit, dass sich die Gesamtsumme der Förderungen um rund ein Drittel reduzieren wird. Unterschiedliche Nachrichten gibt es auch von der Kundenseite. Solange die neue Förderkulisse noch nicht endgültig fixiert ist, rechnet die BA-CA nicht mit einem besonderen Andrang der Unternehmen auf die EU-Strukturfonds. Zumindest eine »kleine Rallye zum Jahresende« hält Kontny jedoch für möglich. Bei der RZB stehen die »Kunden jedoch Schlange«, wie Jandl berichtet. Was möglicherweise auch daran liegen mag, dass für die RZB und den Raiffeisensektor alleine in österreich gleich 600 Förderberater den Markt abgrasen - die Anzahl der Spezialisten in den Netzwerkbanken und im Brüsseler Büro noch gar nicht eingerechnet.
Read more...
Neuer Geschäftsführer
eBay österreich erhält einen neuen Geschäftsführer: Alberto Sanz, zuletzt als Marketing Director bei eBay tätig, hat am per 1. Februar die Leitung der österreichischen Teams des weltweiten Online-Marktplatzes übernommen. Der österreicher studierte Wirtschaft in Zürich und hatte danach ein MBA-Programm bei INSEAD absolviert.
Read more...
Seine berufliche Laufbahn startete Sanz als Brand Manager bei Procter & Gamble in österreich und der Schweiz. Danach war er als Berater bei McKinsey & Company und als Vice President Marketing beim Mobile Payment Provider Mobipay in Spanien tätig. Seit 2003 arbeitet Alberto Sanz für eBay. Bevor er Mitte 2005 zum Marketing Director von eBay österreich bestellt wurde, nahm Sanz diese Funktion bei eBay Spanien erfolgreich wahr. Sanz übernimmt die Position als eBay österreich-Geschäftsführer von Anton von Rüden, der in den letzten beiden Jahren sowohl eBay österreich als auch eBay Schweiz leitete. Von Rüden wird nach diesem erfolgreichen Engagement eine internationale Funktion in eBays Europazentrale in Bern, Schweiz, übernehmen. Tradition und Gemütlichkeit
Planer des in Holzbauweise errichteten Hauses ist das Radstädter Architekturbüro LP Architekten, das den Auftrag dafür Mitte Oktober erhalten hatte. Mit einer Nutzfläche von 300 m2 wird es ein Infocenter, die Gastronomie, das ORF-Studio und den VIP-Bereich beherbergen. Aufgrund der kurzen Vorbereitungszeit und der temporären Nutzung haben sich Tourismusverband Bischofshofen und öOC für den Holzbau entschieden, der laut Architekt Tom Lechner »österreichische Tradition und Gemütlichkeit mit moderner Form verbinden« soll.
Read more...
Ausbau um jeden Preis
über die volkswirtschaftlich günstigste Kilowattstunde, jene, die nicht verbraucht wird, machen sich die Stromerzeuger kaum Gedanken. Das wäre Aufgabe der Politik - und die versagt kläglich.
Read more...
Die heimische Stromwirtschaft will bis 2015 rund elf Milliarden Euro in neue Kraftwerke und ihre Netze investieren. Das sei notwendig, um die Versorgungssicherheit aufrechtzuerhalten. Zwei Dinge, so die Geschäftsführerin des Verbandes der E-Wirtschaft (VEö), Ulrike Baumgartner-Gabitzer, hätten den Ausschlag gegeben, dass man diese Botschaft den Bürgern genau jetzt überbringt. Die Unsicherheit in der Gasversorgung zum Jahreswechsel und die anlaufende Kampagne des Verbandes der heimischen Stromerzeuger VEö. Das erste Argument hat seine Tücken: Das von den Investitionen her größte Zukunftsprojekt ist ein 400-Millionen-Gaskraftwerk. Weitere 492 Millionen sollen in Erdgasturbinen in Linz, Klagenfurt und Timelkam investiert werden. Da stellen sich zwei Fragen: Investiert die heimische E-Wirtschaft fast 900 Millionen Euro in Kraftwerke, deren Versorgung mit Erdgas langfristig nicht gesichert ist - oder wird mit den Gashahnspielen des russischen Präsidenten Schindluder getrieben? »Timelkams Versorgung ist mehr als zehn Jahre abgesichert«, betont der VEö-Präsident und Generaldirektor der oberösterreichischen Energie AG Leo Windtner. Er legt ganz nebenbei Pläne offen, im Donauhafen Enns ein Kohlekraftwerk mit 800 Megawatt Leistung zu errichten. Die notwendigen 18 Hektar Grund hat die Energie AG um einen hohen einstelligen Millionenbetrag bereits gekauft. Jetzt gehe es darum, den Wunschpartner Voest, der ja Kohlegroßimporteur und Stromgroßverbraucher ist, zu gewinnen, um den auf 300 Millionen veranschlagten Kohlebrennofen zu realisieren. Damit sind aus Windtners Sicht die Schienen gelegt, um die Versorgung österreichs langfristig abzusichern. Denn die jetzt veröffentlichte Liste der E-Wirtschaft kann das bis 2020 zu erwartende Versorgungsloch von rund 30.000 Gigawattstunden nur zu zwei Dritteln abdecken. Ein Drittel, also rund 10.000 GWh, entfallen allein auf die vier oben genannten Gaskraftwerke. »Wirre Aussagen«, dass man den erhöhten Strombedarf mit ökostrom aus Wind- und Biomassekraftwerken abdecken könnte, lässt Herbert Schröfelbauer, Vorstandsvorsitzender der Austrian Hydro Power, nicht gelten. Nachdem die gegenwärtig installierten Windräder gerade einmal reichen, um den hierzulande mit Wäschetrocknern vergeudeten Strom zu produzieren, ist wenig dagegen zu sagen. Selbstverständlich stehe man im VEö zur ökoenergie. Schröfelbauer warnt aber davor, Kohle und Gas zu verteufeln. Zugleich hadert die E-Wirtschaft mit den Kosten für CO2-Zertifikate. Man sei in der ersten Allokationsperiode (2005 - 2007) zu kurz gekommen. Allein 2005 mussten die Versorger CO2-Zertifikate um rund 33 Millionen Euro zukaufen. Die Voest bleibe hingegen aufgrund der großzügigen Zuteilung auf einem »Riesenpolster« sitzen, wie Windtner kritisiert. Für die zweite Zuteilungsperiode wünscht sich die E-Wirtschaft keine Benachteiligung gegenüber deutschen Mitbewerbern und eine Berücksichtigung von Zukunftsprojekten. Aus diesem Blickwinkel macht natürlich auch das ungelegte Ei eines Kohlekraftwerkes der Energie AG Sinn. Eine weitere Forderung der E-Wirtschaft richtet sich an die Politik. Trotz des Generalsegens, den Bundeskanzler Wolfgang Schüssel erst im Herbst 2005 der Branche und ihren Ausbauplänen erteilt hat, fühlen sich die Versorger durch lange Genehmigungsverfahren gepiesackt. Zudem droht eine strenge Auslegung der EU-Wasserrahmenrichtlinie, die aus den für die Versorgung so wichtigen Speicherkraftwerken im Extremfall Laufkraftwerke machen könnte, wie Schröfelbauer ausführt. Wäre die Situation tatsächlich so bedrohlich wie dargestellt, wären die Tiwag und ihr wortgewaltiger Chef Bruno Wallnöfer, der im VEö als Spartensprecher Netz fungiert, ziemlich arm dran. Zum heftigen Widerstand beim Neubau in den verbliebenen Tälern kämen noch erhebliche Einbußen im Bestand. Schwer vorstellbar, dass ein öVP-Umweltminister im heiligen Tirol mittels Wasserrahmenrichtlinie den Fluch auf sich ziehen will. Es wird also das kommen, was die E-Wirtschaft sich wünscht - eine Umsetzung mit Augenmaß. Die Alternative zu einem radikalen Ausbau der heimischen Erzeugungskapazitäten sehen die Versorger im verstärkten Import von Strom. Damit würde man erstens eine Erhöhung des Atomstromanteils in Kauf nehmen und zweitens wäre man bei den Preisen »völlig abhängig«, wie Windtner betont. Dass die heimischen Stromkunden schon jetzt mit dem Argument des gestiegenen Marktpreises konfrontiert sind, sei nur nebenbei erwähnt. Das Sparen hat für die Versorger im Vergleich zu ihren Ausbauenergien verständlicherweise einen geringen Stellenwert. Man belässt es bei Stehsätzen: »Die österreichische E-Wirtschaft spricht sich für einen sorgsamen Umgang mit dem wertvollen Gut Strom aus«, betont Schröfelbauer. Er ist überzeugt, dass beim Verbrauch gespart werden kann, eine Trendumkehr sei davon aber keineswegs zu erwarten. Das vom TU-Professor Günther Brauner errechnete Szenario ist und bleibt für die Stromwirtschaft eine Art Naturgesetz. Darin festgehalten ist, dass, wie oben erwähnt, bis 2020 von einem Mehrverbrauch von 29.000 Gigawattstunden auszugehen ist. Es wäre auch unfair, den Versorgern hier den Schwarzen Peter zuzuschieben. Sie verkaufen eine Ware um gutes Geld und machen damit erhebliche Gewinne. Nachdem die Länder und der Bund erheblich davon profitieren, fällt auch die Politik als Initiator einer wirklichen Energiespar-Offensive aus. Wenn niemand steuert und lotst, bleibt dem Volk bloß die Eigeninitiative - und die versumpert zu oft vor dem Plasmafernseher und erhöht damit das Problem. More...
Kraftvolle Werke Die heimische Stromwirtschaft will bis 2015 rund elf Milliarden Euro in neue Kraftwerke und ihre Netze investieren. Das sei notwendig, um die Versorgungssicherheit aufrechtzuerhalten, betont der Präsident des Verbandes der E-Wirtschaft und Chef der Energie AG Leo Windtner. Das von den Investitionen her größte Projekt ist ein 400-Millionen-Gaskraftwerk im steirischen Mellach. Der Großteil der Kapazitäten entfällt aber auf bauintensive Wasserkraftwerke. Neben dem Megakraftwerk Kops II der Vorarlberger Illwerke AG, das bereits in Bau ist und 360 Millionen Euro verschlingt, startet in Tirol soeben das Genehmigungsverfahren für ein Grenzkraftwerk am Inn. Verbund, Tiwag und die Engadiner Kraftwerke AG wollen dort 270 Millionen Euro verbauen.
Read more...
Wiener Wohnen will Werte Wiener Wohnen, die Eigentümerin von mehr als 2000 Gemeindebauten der Stadt Wien, führt das Immobilien-Controlling ein. Damit will die Wien-Tochter, deren Immobilien einen Buchwert von rund acht Milliarden Euro darstellen, den Schritt zu einer marktwirtschaftlich und wertorientierten Instandhaltung beschreiten, wie Sylvia Kessler, Controlling-Verantwortliche bei Wiener Wohnen, erklärt. Im Rahmen der 2004 gestarteten Einführung einer SAP-basierten Kostenrechnung soll es damit möglich werden, erstmals das Portfolio zu analysieren, die Substanz nachhaltig zu bewirtschaften und eine Kostenoptimierung mit daraus resultierender fiktiver Marktwertsteigerung zu erreichen, so Kessler. Darüber hinaus werde es möglich, Problemfälle, die häufige Reparaturen notwendig machen, herauszufiltern und im Extremfall zu verkaufen. \"Die große Verkaufswelle gibt es aber nicht“, beruhigt Kessler in Anspielung auf die in den letzten Jahren von der Stadt Wien als untypisch für Gemeindebauten abgestoßenen Objekte. Auch dass sich die Mieter in Plattenbausiedlungen aus den sechziger Jahren plötzlich mit neuen Eigentümern wieder finden könnten, schließt Kessler zumindest \"mittelfristig“, also für die laufende Legislaturperiode, aus. Das \"Roll-Out“ des Controllingsystems beginnt laut Kessler am 1. Juli, aussagekräftige Analysen werde es mit Beginn des nächsten Jahres geben. Mit der softwaremäßigen Umsetzung des Projekts ist die Immobilien- und Facilitymanagement-Unternehmensberatung Reality Consult von Peter Prischl betraut.
Read more...
FM-Aspekte Am fleißigsten waren die Tiroler: Studenten der Fachhochschule Kufstein waren, wie schon in den vergangenen Jahren, auch beim heurigen 5. Ausbildungspreis der Facility Management Austria (FMA) am stärksten unter den Einreichern vertreten. Dafür konnte die Interessensvertretung der FM-Branche erstmals Arbeiten aus dem Ausland in ihre Bewertung einbeziehen, wie Harald Steinberger, Obmannstellvertreter der FMA, bei der Preisverleihung erzählte. Sieger in der Kategorie \"Wissenschaftliche Arbeiten“ wurde eine an der FH Kufstein verfasste Diplomarbeit zum Thema ISO-Zertifizierung im Facilitymanagement, Gewinner des ersten Preises in der Kategorie Projektarbeiten ist eine Abschlussarbeit am BFI Wien, die sich mit den FM-Aspekten bei der Anmietung eines neuen Bürostandortes aus Sicht des Mieters befasste.
Read more...
Gastgeber der Veranstaltung war die im Wiener Rathaus beheimatete Magistratsabteilung 34 - Bauen und Gebäudemanagement, das jüngste Mitglied der FMA. Deren Chef Josef Neumayer stellte die vor drei Jahren aus der Fusion der Magistratsabteilungen 23, 24 und 32 geschaffene neue Dienststelle in seiner Eröffnungsrede vor und kündigte für heuer die ISO 9001-Zertifzierung für die MA 34 an. Die Einreichfrist für den nächsten Ausbildungspreis der FMA endet am 31. Oktober 2006. \"Microsoft hat erkannt“ \"Microsoft hat erkannt, dass PDF zu einem weltweiten Standard geworden ist“, sagt Adobe-Manager Franz Fröhlich nicht ohne Genugtuung. Fröhlich, österreichisches IT- und IBM-Urgestein, ist nun für Adobe seit gut einem Jahr auf Kundenfang und blickt der kommenden Office-Version aus Redmond entspannt entgegen. \"Office 12“, so der Codename der neuen Office-Generation, wird das Portable Document Format (PDF) integriert unterstützen. Adobe ist sich des Werts dieser Implementierung bewusst. \"Jedes Mal wenn Microsoft das Wort PDF in den Mund nimmt, ist dies gut für uns“, bekennt Fröhlich. In österreich möchte Adobe mit lokaler Kleinstmannschaft, aber mit potenter Unterstützung aus Deutschland, das Dokumentenformat besonders im Bereich E-Government untergebracht wissen. Seit Mai des Vorjahres ist die Archivfunktionalität des PDF nach ISO zertifiziert, damit wird etwa die Langzeitarchivierung von ausgefüllten PDF-Formularen legitim. Auch das Lifecycle-Management von Dokumenten soll damit für die ämter machbar werden. Größtes Hindernis für jegliche Projekte mit der Verwaltung sind hingegen die strengen Signaturvorschriften der österreicher. Sie setzen auf Lösungen, deren Signaturkörper eigenständig außerhalb des Dokuments angebracht sind. Adobe hingegen würde ein \"einfacheres System“ bevorzugen. Die Idee: Die Signatur wird im Schriftstück selbst verankert und angezeigt - ganz so wie in der realen Welt. Partner wie die deutsche Openlimit bieten dazu Plug-ins für den Acrobate Reader, die auf Basis des Security-Standards Common Criteria für die eindeutige Identifizierungen der Autoren von PDF-Schriftstücken sorgen. Bislang ist Fröhlich mit seinen frommen Wünschen bei den IT-Verantwortlichen des Bundes abgeblitzt. Dennoch glaubt er, dass dies die Killerapplikation für das PDF sein wird.
Read more...
Neben dem Behördenbereich will Adobe heuer auch den privatwirtschaftlichen Teil der Insel der Seligen \"an den Weltmarkt heranführen“. Schließlich hat sich hier sein präferiertes Format als Mittel zum Dokumentenaustausch bereits durchgesetzt, bis hin zur Druckvorstufe im grafischen Gewerbe. Nun soll den Unternehmen noch mehr rund um PDF geboten werden, man redet schon von \"formularbasiertem Workflow“. Auch hier verfolgt Adobe sein striktes Geschäftsmodell, Endkunden kostenlos in den Genuss der PDF-Freuden zu gewähren, Geschäftskunden hingegen für den Service bezahlen zu lassen. Man hat aus der Vergangenheit gelernt: War der Adobe Reader bei seinem Marktstart noch kostenpflichtig, hat erst die kostenfreie Weitergabe der Software die Verbreitung im heutigen Ausmaß ermöglicht. In der Praxis sieht dies dann so aus: Unternehmen wählen aus einem Repertoire an Serverlösungen Tools für die Dokumentenverwaltung oder Collaboration. Ihre Endkunden greifen dann lizenzfrei auf die angepassten Frontends der Applikationen zu. \"Wir verzeichnen beim Acrobate Reader bis zu 250.000 Downloads täglich“, berichtet Fröhlich. Schätzungen zufolge ist das PDF-Lesewerkzeug bislang eine Milliarde Mal installiert worden. \"Wenn nur ein kleiner Teil dieser Milliarde die Serverlösungen nutzen würde, ist das ein Riesenumsatz.“ Lediglich Adobes Partnerlandschaft könnte der hehren Standardisierungszukunft einen Strich durch die Rechnung machen. 200 Anbieter liefern derzeit Softwarelösungen rund um Adobes Format, nur ein Bruchteil schafft es qualitativ an die Standardanforderungen des Originals heranzukommen. Dadurch entstünden zunehmend Versionen, die als PDF-Klone mit Schnittstellenproblemen zu kämpfen hätten, so Fröhlich. Dem Konzernerfolg tut dies keinen Abbruch. Adobe wächst seit geraumer Zeit um gute 20 Prozent jährlich. |