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Eine Idee macht noch keine Innovation

Von Georg Wagner

Erst durch die marktorientierteUmsetzung einer Idee wird esmöglich, neue Geschäftsfelderzu gewinnen und sich dort dauerhaftenWettbewerbsvorsprung zu sichern.Damit der Innovationsprozessbeginnend von der Produktidee bis zurMarkteinführung erfolgreich abläuft,müssen die drei Faktoren Strategie, Produktund Marke von Anfang an aufeinanderabgestimmt werden, was besondereAnforderungen an das Managementstellt.

Managementfaktoren
Innovationmuss als Thema in der Strategie einesUnternehmens verankert sein und bedarfentsprechender Strukturen, Personalressourcensowie Budgetmittel. Amwichtigsten aber ist die Bekenntnis desTop-Managements zu Innovation undder Rückhalt für kreative Mitarbeiter.Ideen müssen positiv aufgenommenund besprochen werden, Fehler müssenerlaubt sein. Unternehmen können erstdann von kreativen Geistern profitieren,wenn sie ihnen Freiraum zur Ideenentwicklunggeben. Sobald es aber um diepraktische Umsetzung geht, müssensolche Mitarbeiter ans Werk, deren Stärkeim strukturierten und geordneten Arbeitenliegt. In dieser zweiten Phasekommt auch dem professionellen Projekt-Management des Innovationsprozesseseine wichtige Funktion zu. Wesentlichist dabei die Bildung bereichsübergreifenderTeams, um Technik undMarktsicht zu verbinden.

Marktbezogene Erfolgsfaktoren
Ist ein neues Produkt einmal entwickelt,kann trotzdem noch nicht voneiner erfolgreichen Innovationgesprochen werden. Denn nurein Angebot, das auf Nachfrage trifft,kann wirtschaftlichen Erfolg bringen.Deshalb ist bei Produktinnovationendas Design ein so wichtiger Faktor, da esdie Verbindung zwischen Technik undMarketing herstellt. Darüber hinaus istdie richtige Vermarktung erfolgsentscheidend,wobei sie oft wesentlichmehr Budgetmittel erfordert als die Entwicklung.Daher sind bereits im Businessplangenügend Finanzmittel fürDesign, Vertrieb und Marketing vorzusehen.

Um ein Produkt oder eine Dienstleistungerfolgreich zu vermarkten, mussdas Unternehmen mindestens drei Dingesehr genau kennen: seine Zielgruppe,das Angebot des Mitbewerbes und seineeigene Positionierung. So selbstverständlichdas klingt, so oft wird es dennochnicht genügend beachtet. Laut einerStudie des Instituts für Unternehmensführungan der WirtschaftsuniversitätWien ist mangelnde Marktkenntnismit 27,5 % die häufigste Ursache für dasScheitern von Innovationen. Was dieDefinition der eigenen Marktpositionierungbetrifft: Nur wer seine Positionierungkennt, kann sich klar vom Mitbewerbdifferenzieren. Die Kenntnis desMitbewerbes schließlich ist eine Voraussetzung,um nicht Plagiate zu schaffen,sondern durch echte Innovationenneue Geschäftsfelder zu erschließen.

Zur Person
Mag.Georg Wagner ist ManagingPartner beim Wiener Unternehmen SpiritDesign / Innovation and Branding.Erbietet gemeinsam mit Mag.WolfgangRabl,Geschäftsführer bei next level consulting,einen Lehrgang für das erfolgreicheManagement von Innovationsprozessenan. Read more...

Warten auf Godot

Die Geschichte um den »Wildschweintunnel«, wie der Volksmund das Bauvorhaben Lainzer Tunnel getauft hat, zieht sich wie ein Strudelteig. Irgendwie wird man den Eindruck nicht los, dass es sich bei dem umstrittenen Milliardenprojekt um eine heiße Kartoffel handelt, die niemand so recht angreifen möchte. Lange Zeit zeigte sich die Ministerialbürokratie im Nichtstun erfinderisch. Der ehemalige Sektionschef Arnold Schiefer verschob die Aktenberge so lange von Zimmer zu Zimmer und von Sachbearbeiter zu Sachbearbeiter, bis Verkehrsminister Hubert Gorbach - eher ungewöhnlich - den Baubescheid schließlich selbst unterzeichnen musste. Was ihm prompt eine Strafanzeige einbrachte, die von der Staatsanwaltschaft jedoch schnell zu den Akten gelegt wurde. Schiefer hat zwischenzeitlich seinen Ministerialjob an den Nagel gehängt und ist zur öBB gewechselt. Seine jetzige Position bezeichnen Insider als »Parkplatz«. Der BZö-nahe ehemalige Spitzenbeamte wird bahnintern bereits als potenzieller Vorstand der Infrastruktur Betriebs AG gehandelt, wo er Alfred Zimmermann nachfolgen soll. Um klare Entscheidungen zum Wildschweintunnel drückt sich auch der Verwaltungsgerichtshof (VwGH), wo gleich mehrere Beschwerden gegen das umstrittene Bauprojekt anhängig sind. Die älteste ist schon so etwas wie ein Methusalem und datiert noch vom August 2002. Dass die diversen Beschwerden keine aufschiebende Wirkung auf den Baufortschritt haben, bringt Franz Schodl in Rage: »Das ist eine Aushöhlung des Rechtsstaates. In der Zwischenzeit werden die Fakten in Beton gegossen«, so der Sprecher der lokalen Bürgerinitiative, die sich beharrlich gegen den Wildschweintunnel stemmt. Grünes Licht kommt von VwGH-Sprecher Heinz Kail, der kurz vor Redaktionsschluss bestätigt, dass mit einer Entscheidung definitiv noch diesen Frühling zu rechnen ist. Das eher gemächliche Vorgehen der Höchstrichter begründet Kail mit überlastung. Gesagt muss freilich auch werden, dass es sich beim Lainzer Tunnel um kein Alltagsverfahren handelt, das zwischen Tür und Angel erledigt werden kann. Alleine zum Transport der Akten ist bald ein Güterzug notwendig und die komplexen Verästelungen des monsterhaften Projektes durchblicken nur mehr Insider.Auffallend ruhig verhält sich auch Rechnungshofpräsident Josef Moser, der erst kürzlich die Tunnelprojekte Koralm und Semmering in einem RH-Bericht zerpflückt hat. österreichs oberster Kontrollor war als ehemaliger HL-AG-Boss eine Zeit lang für das Projekt Wildschweintunnel verantwortlich. Dass ein pikanter Interessenskonflikt bestehen könnte, weist RH-Sprecherin Irene Spreizer jedoch entschieden zurück. »Wir üben keine begleitende Kontrolle aus. Solange Verfahren offen sind, sind dem Rechnungshof schon rein formal die Hände gebunden«, so Spreizer. Bürgersprecher Schodl mag das nicht ganz glauben und verweist darauf, dass Moser-Vorgänger Franz Fiedler »über fast ein Jahrzehnt lang immer wieder eine Variantenüberprüfung eingefordert hat«. Tatsächlich findet sich aus dem Jahr 2000 noch ein Nachtrag zu einem Tätigkeitsbericht, der an Klarheit wenig zu wünschen übrig lässt. Fiedler geißelte damals beispielsweise, dass das BMVIT auf eine lückenlose Aktendokumentation verzichtet habe, weil die Nachvollziehbarkeit durch den »politischen Hintergrund« als ausreichend angesehen wurde. Ebenso vermisste Fiedler damals eine qualifizierte Verkehrsprognose, die inhaltliche Begründungen eines angeblichen öffentlichen Interesses oder ein damit zusammenhängendes Gesamtverkehrskonzept für den Großraum Wien. Allesamt ökonomische Begründungen, die teilweise bis heute fehlen. Ein Detail am Rande: Der VwGH erklärte die Verweigerung einer aufschiebenden Wirkung mit einem Bescheid aus dem Jahre 2003 mit einem begründeten öffentlichen Interesse. Genau dieses vermisste RH-Altpräsident Fiedler in seinen Berichten.
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Wien-Mitte wahrhaftig weiter

Anfang 2007 soll es wirklich und wahrhaftig so weit sein: Der Bahnhof Wien-Mitte, seit Jahren verschobenes und umstrittenes Projekt, sei endlich auf Schiene, die letzten Verhandlungen mit den Mietern abgeschlossen, berichtet Thomas Jakoubek, Geschäftsführer des Projektentwicklers BAI. Auch die in der öffentlichkeit stets offen gelassene Frage, wer nun für die Planung zuständig sei, ist laut Jakoubek eindeutig: Das Architektenteam Neumann-Ortner-Lintl, von dem schon der erste, wieder verworfene Entwurf stammt, wird weiter für die Einreich- und Ausführungsplanung zuständig sein. Das Projekt der Architekten Henke-Schreieck, das in einem von der Stadt Wien ausgeschriebenen Wettbewerb als Sieger gekürt wurde, dient lediglich als Grundlage für den Masterplan. Dass der Wiener Großarchitekt Heinz Neumann weiter am Ball bleibt, dafür hat er beizeiten selbst gesorgt: Mit dem Planungsauftrag hat er sich schon zu Beginn des Projekts sein Baurecht auf dem Grundstück ablösen lassen.
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Weniger Steuer am Bau

Die österreichische Bauwirtschaft wünscht sich mehr Unterstützung von der Bundesregierung. Die in der Wirtschaftskammer angesiedelte Geschäftsstelle Bau verlangt, dass österreich bis Ende März bei der EU-Kommission die Option auf die Anwendung der reduzierten Mehrwertsteuer für Bauleistungen anmeldet. Hintergrund ist der Vorschlag des Europäischen Finanzministerrats vom Jänner, nach dem alle EU-Mitgliedstaaten das Recht erhalten, rückwirkend zum 1. Jänner 2006 bis zum 31. Dezember 2010 einen ermäßigten Mehrwertsteuersatz für Bauleistungen anzuwenden.
Voraussetzung dafür ist, dass der jeweilige Mitgliedstaat bis Ende März den Antrag stellt. Vorbild ist das Beispiel Frankreichs, wo die Mehrwertsteuer von 19,6 auf 5,5 Prozent reduziert wurde, um damit die Schwarzarbeit einzudämmen. Der französische Arbeitsminister hat bereits angekündigt, die reduzierte Steuer für Bausanierungen auch im Alleingang niedrig zu halten. \"Wir haben den Finanzminister noch nicht davon überzeugen können, dass er bei der reduzierten Mehrwertsteuer in Summe nichts verliert“, so Manfred Katzenschlager, Geschäftsführer der Geschäftsstelle Bau.
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Zwischen Müller und Maier

Im Oktober 2005 ist Lothar Pauly dem unerwartet verstorbenen Konrad Reiss an die Spitze von T-Systems gefolgt. Seitdem habe er mehr als 70 Großkunden besucht, berichtete der groß gewachsene Manager anlässlich eines Pressekolloquiums des deutschen Incumbent im Februar in Berlin. Pauly, der vor seiner Berufung in die Deutsche Telekom die krisengeschüttelte Communications-Sparte bei Siemens auf Vordermann brachte, gibt sich auch in seinem neuen Unternehmen betont aufrührerisch. Zwei Dinge will Pauly in den nächsten Monaten erreichen: Zum einen sollen die Umsätze der T-Systems-Auslandstöchter in den kommenden fünf Jahren verdoppelt werden. Der Heimmarkt Deutschland knebelt mit 85 Prozent Anteil am Gesamtumsatz noch immer die internationalen Strategien. Zum anderen sieht Pauly auch bei T-Systems jene \"bürokratische Verwaltung\", wie sie in Großkonzernen so gerne herrscht. \"Das Unternehmertum sollte wieder gebündelt werden\", heißt ein diesbezüglicher Vorsatz.

Dass konvergente Netzwerke nicht nur bei Providern sondern auch bei Firmenkunden groß (besser: größer) angesagt sind, ist indes für den Experten keine Neuigkeit. \"Herr Müller entscheidet über die Telekommunikation, Herr Maier über die IT\", gäbe es in den Unternehmen längst nicht mehr. Einmal mehr bescheinigt sich T-Systems in Sachen IKT-Know-how jene Unique-Selling-Proposition zu haben, die man beim Mitbewerb vermisse. Mit der jüngst erfolgten Akquisition der Volkwagen-IT-Tochter Gedas sei man nun am richtigen Weg, so Pauly: \"Die Gedas erwirtschaftet 75 Prozent ihres Umsatzes außerhalb Deutschlands und hilft uns bei der Gründung einer eigenen Industrielinie für den Automotivebereich\". Mit der neuen Wertschöpfungskette wolle man nun die Nummer eins am Outsourcingmarkt im Automobilbereich, EDS, angreifen.

Während Branchengrößen wie etwa IBM Global Services auch noch in einigen Jahren an Top-Positionen zu finden sein werden, sieht der T-Systems-Vorstand eine anstehende Marktbereinigung unter den europäischen IT-Dienstleistern. Player wie Atos Origin, Fujitsu Siemens (in Großbritannien ein signifikanter Branchenplayer) - aber auch T-Systems selbst - sie würden geradezu nach Konsolidierung schreien, fühlt Pauly. \"In Frankreich, Spanien, Italien, österreich, der Schweiz und den Benelux-Ländern wollen wir jeweils mindestens auf den dritten Rang der führenden Dienstleister für Informations- und Kommunikationstechnik vorstoßen, in Großbritannien bis auf Rang fünf.\" Um sich die Vorteile großer internationaler Dienstleister zu sichern, schließt Pauly weitere übernahmen nach der wirtschaftlichen \"Verdauung\" der Gedas nicht aus.

Kaum Auswirkungen. In österreich findet sich T-Systems ebenso wie im paneuropäischen Vergleich auf Platz drei der IT-Services-Konzerne. Nach der Abgabe des Hardwaregeschäfts Ende 2005 an S&T ist T-Systems-Geschäftsführer Rudolf Kemler ob des \"absolut sauberen Portfolios froh, aus den Hardwareservices draußen zu sein\". Während in Deutschland die Bereiche des Business-Process-Outsourcing laufend erweitert werden, wartet man in österreich immer noch auf den ersten BPO-Kunden. Kemler kann dazu auf Verständnis aus der Konzernzentrale zählen. Selbst Pauly sieht die \"Schwierigkeit, außerhalb Deutschlands an BPO-Projekte zu kommen\".

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Izmir verstärkt

Die marcus izmir informationsmanagement ag verstärkt sich personell: Johannes Breitfuß übernimmt ab sofort den Marketing Bereich des Wiener IT-Dienstleistungsunternehmens. Christina Bäck wechselt in den Bereich Business Development, der von Bernd Schneider geleitet wird.

“Auf Grund des kontinuierlichen Wachstums unseres Unternehmens ist es wichtig, auch personell immer optimal aufgestellt zu sein. Wir haben daher unseren Marketing Bereich, als auch das Business Development verstärkt. Damit sind wir nun sehr gut für die nächsten Wachstumsschritte vorbereitet“, erklärt Marcus Izmir, CEO marcus izmir informationsmanagement ag.

Johannes Breitfuß, 25, bringt für die Leitung des Marketings von mii trotz seines jungen Alters bereits weit reichende Erfahrungen mit. Der gebürtige Tiroler (Pettnau) beschäftigte sich bereits zu Schulzeiten (AHS) mit den Bereichen Marketing & New Media Design und war hier neben seiner Ausbildung freiberuflich tätig. 2001 wechselte Breitfuß als Junior Researcher an das Digital Enterprise Research Institute (DERI) der Universität Innsbruck. Dieses höchst innovative Institut beschäftigt sich mit dem Semantic Web - einer neuen Art des Internet. Ab 2003 übernahm Johannes Breitfuß hier die Position des Kreativchefs, welche er bis zu seinem Wechsel zu mii ausübte. Die Kreativität lässt Johannes Breitfuß auch in seiner Freizeit nicht los: Zu den Hobbies des Tirolers zählen Design, Physik und Musik.

Christina Bäck, 24, wechselt ab sofort in den Bereich Business Development (Partnerbetreuung & Strategie Entwicklung) bei mii und leitet weiterhin die mii Unternehmenskommunikation. Die gebürtige Steyrerin (Oö) absolvierte nach dem Bundesrealgymnasium Steyr den Studiengang Medientechnik & Design an der Fachhochschule Hagenberg. Seit 2002 ist Bäck bei mii, wo sie seit 2004 die Bereiche Marketing und Unternehmenskommunikation innehatte. Neben dem Beruf widmet sich Christina Bäck vor allem dem Sport (Fitness, Surfen, Snowboarden) und dem Tanzen und ist zudem eine passionierte Graphikdesignerin.

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EUnet verstärkt Mannschaft

Als Key-Account-Manager verstärkt Günther Frank, 38, ab sofort den Großkundenvertrieb des Businessproviders EUnet. Frank ist ein ausgewiesener IT-Experte und sammelte seine Berufserfahrungen in verantwortlichen Vertriebsfunktionen bisher u.a. bei Bacher-Systems, IT-Design und Novell. Der Vater eines zweijährigen Sohnes wird bei EUnet sein Verkaufs- und Organisationstalent einbringen, um komplexe Telekommunikations- und IT-Projekte in den Bereichen Server-, Storage- und Securitylösungen sowie Betriebsführung abzuwickeln. “EUnet verfügt über beste Voraussetzungen, um den hochkarätigen Kundenstamm im Business-Sektor auszubauen. Ich freue mich darauf, das Unternehmen auf diesem Weg zu begleiten“, so Günther Frank zu seinem neuen Aufgabengebiet.

Zur Unterstützung des Security-Teams wurde vor kurzem Wolfgang Millner, 30, als Security-Consultant an Bord geholt. Der Absolvent der FH Wiener Neustadt war zuletzt beim ORF im Bereich Netzwerktechnik beschäftigt und verfügt über mehr als fünf Jahre Berufserfahrung im Bereich IT-Security. Der begeisterte Snowboarder ist bei EUnet für Projektmanagement und Implementierung von umfassenden Security-Lösungen verantwortlich. Wolfgang Millner setzt sein Hauptaugenmerk auf das Entwickeln von maßgeschneiderten exakt auf die Kundenbedürfnisse ausgerichteten Sicherheitskonzepten.

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Oberösterreich zuerst

Während die Welt gebannt auf das neu entflammte Energie-Mononoploy blickt, sorgten hierzulande die letzten Jahre eitle Manager und von Landesfürsten gesteuerte Topp-Führungskräfte für Fadesse. Dem Chef der oberösterreichischen Enenergie AG Leo Windtner ging das Feilschen um die österreichische Stromlösung (öSL), also einer Verflechtung der Energie Allianz mit dem Verbund, zuletzt schon gehörig auf die Nerven. Nicht nur einmal äußerte sich Windtner kritisch zu den festgefahrenen Verhandlungen und deren exorbitanten Kosten. Er selbst ging - obwohl Allainz-Partner - so weit die Wiener Termine zu schwänzen. Das erlaubte sich der Verbund-Chef Hans Haider nicht, er blockierte eine Einigung aber mit der starren Haltung, dass die Fusion der Vertriebsgesellschaften nicht im Sinne des Wettbewerbs seien - was schwer von der Hand zu weisen ist. Windtner hat jetzt die Zeichen der Zeit und die Doppelmühle der Verbundgesellschaft erkannt und plant eine Verflechtung mit dem Verbund - was aus der Sicht der Energie AG absolut Sinn macht. Die Verbundgesellschaft hat durch den hohen Anteil an Wasserkraft einen Joker im Talon, der mit jeder Erhöhung der Großhandelspreise auf europäischer Ebene besser sticht. Der Verbund wirbt um Endkunden genauso wie um Industriekunden. Kein Landersversorger kann dieses Match gewinnen wenn der Strom durch höhere Gaspreise und CO2-Zertifikate teurer wird. Man kann noch so bemüht sein um seine Kunden, letztlich entscheidet die Stromrechnung. Zwar ist die Wechselrate noch mickrig, je höher der Unterschied zwischen den Anbietern ist, desto höher auch die Bereitschaft zum Versorgerwechsel. Die Energie AG kann die Preise moderat halten in dem sie mit dem Diskontstromerzeuger Verbund kooperiert. Wird ein Spiel aussichtslos ist es besser den Gegner als sympathischen Partner, als Freund zu betrachten. Genau das bringt das Land Oberösterreich als Mehrheitseigentümer nun zum Ausdruck. Geplant ist, dass die Verbundgesellschaft jene 25 Prozent der Energie AG, die derzeit noch in der Allianz geparkt sind, um kolportierte 470 Millionen übernimmt. Der oberösterreichische Landeshauptmann Josef Pühringer hat mit dieser Absicht seine Strompolitik deutlich revidiert. Es ist noch nicht so lange her, dass Pühringer gemeinsam mit den Landeshauptleuten Erwin Pröll, Michael Häupl und Hans Niessl die Umsetzung der öSL gefordert hat. Es gibt entsprechende Landtagsbeschlüsse. Pühringer musste wohl einsehen, dass dieser Deal mit dem Gewinn-Schwergewicht Verbund nicht zu machen ist. Er ist nicht der einzige Politiker, der der Ohnmacht der Stromwirtschaft ausgesetzt ist. Auch Wirtschaftsminister Martin Bartenstein hatte außer Absichtserklärungen nichts in der Hand die Verbundgesellschaft in die von der Politik erdachte Zweckehe öSL zu zwängen. Was sollte er einem Management vorschreiben das Dividenden in Rekordhöhe abliefert? Man darf nun gespannt sein was die Energie-Allianz-Partner EVN, Wienstrom und Bewag sich ausdenken um den völligen Zerfall zu verhindern. Leicht wird das nicht, hat der Verbund-Chef doch angekündigt heuer drei große Kooperationen einzugehen. Bei allem Nebel der die kommenden Wochen und Monate die Sicht verstellt ist eines klar: die Wettbewerbsbehörden dürfen sich auf Arbeit gefasst machen.
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Neu im Management

Brigitte Naylor-Aumayer, wurde zur neuen Leiterin der Abteilung \"Marketing \" Kommunikation“ von SAS Austria bestellt. Sie übernimmt damit die Verantwortung für sämtliche Marketingagenden sowie die externe und interne Kommunikation des Branchenleaders für Business-Intelligence-Lösungen. Zugleich wurde Naylor-Aumayer als erstes weibliches Mitglied in das Management-Team von SAS Austria berufen.

Naylor-Aumayer stammt aus Mattighofen in Oberösterreich. Nach dem Studium der Publizistik und Romanistik an der Universität Salzburg war sie 15 Jahre lang als Wirtschaftsjournalistin tätig, davon von 1997 bis 2000 beim Wirtschaftsmagazin Trend in Wien. Nach einem Auslandsaufenthalt in London, wo sie internationale Event- und PR-Projekte betreute, kehrte sie 2002 nach Wien zurück und übernahm den Bereich Public Relations bei SAS Austria. 2004 wurde Naylor-Aumayer in dem Unternehmen zum Corporate Communications Manager ernannt. Mit Jänner 2006 erfolgten der Aufstieg zur Leiterin \"Marketing \" Kommunikation“ sowie die Berufung ins Management-Team.

\"Marketing \" Kommunikation bedeuten für mich in erster Linie ehrlich zu bleiben. Bei SAS Austria stimmen Produkt- und Dienstleistungsqualität und daher ist es für mich eine wunderbare Aufgabe, diese Verantwortung zu übernehmen“, so Naylor-Aumayer über ihre neue Position.

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Telefonieren über WiMAX

Der Internet-Service-Provider WiMAX Telecom bietet nun die eigenen Angeben zufolge \"weltweit erste Telefonanbindung über WiMAX-Technologie\". \"WiMAX FON\" bietet die Sprachqualität eines Festnetzanschlusses und funktioniert mit handelsüblichen Telefonapparaten. Dank der Nummerportabilität kann der Kunde die bestehende Telefonnummer beim Wechsel auf WiMAX FON ganz einfach mitnehmen.

WiMAX (802.16d) ist ein neuer breitbandiger Mobilfunkstandard mit Reichweiten von bis zu 15 km. Das Telefonieprodukt wird im gesamten Sendegebiet von WiMAX Telecom erhältlich sein. Werner Kasztler, Gründer und Mitglied des Aufsichtsrates der WiMAX Telecom: \"Wir bieten den Kunden die aktuellste Kommunikationslösung und schaffen so eine echte Alternative zum Festnetzanschluss.\" Das einfache Ausfüllen eines Portierungsformulars garantiert, dass die Rufnummer gleich bleibt. Für die Portierung wird eine Gebühr von 35 Euro verrechnet.

Allerdings ist das Ausbaugebiet von WiMAX Telecom derzeit noch einigermaßen klein. Services sind derzeit für Privat- und Businesskunden im Raum Burgenland und im Wiener Becken verfügbar.

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