Bayrische Sonnenkraft
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\"Atoms for Peace“
Parallel zur immer noch dominanten militärischen Forschung wurde Anfang der fünfziger Jahre auch der zivilen Verwendung der Kernenergie Aufmerksamkeit geschenkt. Der Tod der beiden Hardliner Stalin und Truman ermöglichte erste Kurskorrekturen.
Der US-Präsident Dwight D. Eisenhower forderte in seiner Aufsehen erregenden Rede vor der UN-Vollversammlung den Einsatz der Atomtechnik für friedliche Zwecke und die Gründung einer internationalen Atombehörde unter der Leitung der UNO. Zudem sollten die Atommächte ihr spaltbares Material und Know-how abtreten. Die Rede zeigte die gewünschte Wirkung. Unter tatkräftiger Mithilfe von amerikanischen PR-Beratern brach eine regelrechte Atom-Euphorie aus. Wissenschafter träumten vom Einsatz in der Energietechnik, der Medizin und der Landwirtschaft. Philosophen wie der deutsche Marxist schwadronierten von einer Zukunft, in der mit einigen Pfund Uran oder Thorium die Wüsten Sahara und Gobi zum Verschwinden gebracht, und Sibirien, Grönland und die Antarktis zur Riviera verwandelt werden würden. Und populärwissenschaftliche Zeitschriften beschrieben Weltraumfahrzeuge, die durch eine Kette von rasch nach einander gezündeten Atombomben zum Saturn und auch wieder zurück fliegen könnten.
Die zentrale Vision blieb aber die Bereitstellung von billiger Elektrizität. Trotz anfänglicher Skepsis hinsichtlich der Rentabilität, wurde im Jahr 1955 das erste kommerziell genutzte Atomkraftwerk in Calder Hall im Nordwesten Englands in Betrieb genommen. In den sechziger Jahren wurden weltweit weitere Kernkraftwerke errichtet, ein echter Boom war in den Siebzigern zu verzwichnen. Dank jährlicher Zuwachsraten von 30 Prozent und in Folge des Erdölschocks 1973 wurden ehrgeizige Ausbaupläne erarbeitet.
Nun regte sich erstmals Widerstand. Die 68er Bewegung hatte eine kritische öffentlichkeit entstehen lassen, die den euphorischen Prognosen der Politiker misstraute. Zahlreiche Störfälle und die ungelöste Frage der Endlagerung des radioaktiven Mülls beschleunigten das Erstarken von Bürgerinitiativen und Umweltbewegungen. Spätestens nach den schwerwiegenden Unfällen in Harrisburg (1979) und vor allem Tschernobyl (1986) hatte die Kernenergie mit einem veritablen Imageproblem zu kämpfen. Speziell in Europa nahm die Kritik an der Nutzung der Kernenergie deutlich zu. Nicht immer war der Protest friedlich. Besonders heftig gerieten die Auseinandersetzungen um die Wiederaufbereitungsanlage im bayrischen Wackersdorf und das Endlager in Gorleben, Niedersachsen. In Frankreich eskalierte die Auseinandersetzung um den schnellen Brüter \"Super Phenix“ in Malville. Der Einsatz der paramilitärischen Polizeieinheit CRS forderte zahlreiche Schwerverletzte und einen toten Demonstranten.
Zwei Szenarien
In Folge der atomaren Störfälle beschlossen immer mehr Länder den Ausstieg aus der Atomenergie, darunter Belgien, Schweden und Deutschland. Anders die Situation in den USA, wo die Laufzeit bestehender Kernkraftwerke verlängert wird und ähnlich wie in Indien, Russland, China oder Japan neue Kraftwerke gebaut werden sollen. Eine Entwicklung, die auch in Europa zum Teil auf Zustimmung trifft. Walter Hohlefelder, Präsident des Deutschen Atomforums und Vorstandsmitglied der E.ON Energie AG, spricht von der Einsparung von 2,8 Milliarden Tonnen CO2 im letzten Jahr durch den Einsatz von Kernenergie und appelliert an die Atomkraftgegner, den \"künftigen Generationen alle Optionen für die Energieversorgung offen zu halten. Auch die Option der Kernenergie“.
Für das deutsche Institut für angewandte ökologie ist diese Entwicklung nicht nachvollziehbar. \"Keines der Ziele, die von den Protagonisten einer Laufzeitverlängerung formuliert werden, hat in der Realität Bestand“, sagt Bettina Brohmann, Energieexpertin am öko-Institut in Darmstadt. \"Weder sinken die Strompreise, noch können Kohlenstoffdioxid-Emissionen vermieden werden.“ Denn durch den CO2-Zertifikatehandel könnten Stromunternehmen, die Atomkraftwerke betreiben, die ihnen zugewiesenen Emissionszertifikate einfach an andere Anlagenbetreiber verkaufen. Zudem fürchtet Brohmann, dass durch eine Verlängerung der Laufzeiten die fortschreitende Entwicklung der Erneuerbaren Energien behindern werden könnte.
Tschernobyl, Ukraine
Am 26. April 1986 kommt zur bekanntesten und folgenreichsten nuklearen Havarie. Der Atomunfall im ukrainischen Tschernobyl ist der erste mit staatenübergreifenden Folgen. Ausgelöst wird die Katastrophe während eines Experiments zur überprüfung der Notkühlung bei einem Stromausfall. Um 1:24 Uhr nachts kommt es zu zwei Explosionen in Reaktorblock 4. Während des darauf folgenden Reaktorbrands wird Radioaktivität von der 40fachen Intensität der Hiroshimabombe freigesetzt. Die radioaktive Wolke wird weit über die Grenzen der Sowjetunion hinaus getragen. Zur Eindämmung der Katastrophe werden zahlreiche Soldaten, Studenten und \"Freiwillige“ - so genannte Liquidatoren eingesetzt, die das Kraftwerk dekontaminierten und schließlich den \"Sarkophag“, eine Betonhülle um Reaktorblock 4, bauten. An den Folgen des Unglücks sterben innerhalb von nur drei Monaten 28 Menschen, mehr als 200 müssen wegen akuter Strahlenkrankheit in Krankenhäuser behandelt werden. Die Langzeitfolgen sind nicht absehbar und auch heute noch umstritten. Die Zahlen schwanken zwischen 10.000 und 250.000 Tschernobylopfer.
Damit ist ein Kernpunkt von Innovation angesprochen: Die Anwendung von Wissen zur Erzielung von Markterfolgen. Ein weiteres Kennzeichen von Innovation ist die Tatsache, dass es sich häufig um die erfolgreiche Anwendung von bereits vorhandenem Wissen handelt, allerdings auf (Markt)Gebiete, wo es bisher nicht angewendet wurde. Und dieses Wissen gibt es in zwei grundlegenden Formen: Einerseits das relativ leicht zugängliche kodifizierte, publizierte Wissen, andererseits das oft mit \"Erfahrung\" umschriebene, in Personen und Organisationen vorhandene \"stille\" Wissen, charakteristisch für große stabile Organisationen. Auf diese zwei Wissensspeicher konzentriert sich auch das Innovationsmanagement bei Philips: Wir verstehen darunter die systematische Suche nach neuen, wirtschaftlich interessanten Anwendungen des im Konzern vorhandenen Wissens.
Es gibt nichts Gutes, außer man tut es - die aber Wohl größte Herausforderung im Innovationsmanagement besteht in der Aufgabe, aus einer Vielzahl möglicher Innovationsideen die erfolgsträchtigen herauszufiltern und rasch zu realisieren.Hier ist es besonders wichtig, die richtigen Mitspieler zu finden und zu mobilisieren.
Damit Verknüpft sich für mich Innovations- und Personalmanagement auf ganz natürliche Weise - es geht darum, im richtigen Moment Kompetenzen zu entdecken, zu entwickeln und geschäftswirksam einzusetzen!
Die Bedeutung von Innovationsmanagement wird durch die Tatsache unterstrichen, dass es in relativ kurzer Zeit einen wesentlicher Beitrag zum angestrebten organischen Wachstum des Unternehmens leisten kann. Die Idee an sich ist nicht neu, die Umsetzung scheitert aber häufig daran, dass sich diese neuen Anwendungen häufig im \"Niemandsland\" zwischen den etablierten Geschäftsbereichen befinden.
Philips hat - spezifisch in der Region österreich-Deutschland-Schweiz - die folgende Vorgangsweise zur Stimulierung von Innovationen implementiert:
• Bottom up: Die Aufarbeitung der \"Angebotsseite\" für die Geschäftsbereiche, durch Gründung einer grenzüberschreitenden Innovationsplattform. In ihr erarbeiten Vertreter aller Geschäftsbereiche neue, realisierbare Technologie-, Produkt- und Marktkombinationen auf Basis vorhandener und verfügbarer Kompetenzen.
• Top down: Das Top Management formuliert konkrete und verbindliche Geschäftsziele im erwähnten \"Niemandsland\" zwischen den Geschäftsbereichen und schafft dafür entsprechende organisatorische und geschäftliche Rahmenbedingungen (Beispiele: regionales Cross Business Line Projektmanagement, Prozesse und Ablauforganisation für die Bewertung und Umsetzung von innovativen Geschäftsideen).
Die strategische Aufgabe des Innovationsmanagements ist, das Thema Innovation und die Routine des Unternehmens zu trennen und wieder zu verknüpfen. Die Herausforderung ist, innovatives Denken und Handeln von den Zwängen eines Unternehmens zu befreien und gleichzeitig mit den Bedürfnissen des Marktes und den Zielen des Unternehmens zu koppeln. Dass man sich dabei nicht nur auf Wissen und Wissende im eigenen Unternehmen beschränken soll, erhöht die Chancen auf erfolgreiche Innovationen. Um es mit Schumpeter zu sagen: Die Kooperationen mit Forschungsinstituten, Lieferanten und anderen Partnern steigert das Wissen; die enge Zusammenarbeit mit Kunden multipliziert die Chance, daraus echte Innovationen und damit Geld zu machen!
Markus Posch ist Vorstand Innovation & Personal bei Philips österreich-Deutschland-Schweiz
Was die Neuformierung des ökobaucluster betrifft, haben namhafte Vertreter aus der Baustoffecke einen wichtigen Wunsch: Der ökobau soll weiterhin produktneutral betrachtet werden. Allein der Umstand, dass innerhalb der Ecoplus ein interner Diskussionsprozess über die Ausrichtung ihrer Cluster geführt wird, lässt zumindest bei manchen die Befürchtung aufkommen, dass ökobau und Holzcluster zusammengeführt werden könnten. »Eine ärgerliche Unwahrheit ohne Substanz« sieht darin Peter Sattler, Chef des Holzcluster. Er habe mit Holz genug zu tun, erklärt er. Trotzdem kursiert das Gerücht, dass bei einzelnen Vertretern des Clusters vorgefühlt worden wäre, ob eine Fusion der Cluster ein Problem wäre. Entwarnung gibt unterdessen Klausjürgen Kiessler, Cluster-Beiratsmitglied und Funktionär der Bauinnung Niederösterreichs: »Landesrat Gabmann hat mir gegenüber inzwischen ein klares Bekenntnis zum ökobaucluster abgelegt«, erklärt er. Gabmann selbst lässt ausrichten, dass er demnächst den persönlichen Kontakt zu den Beiratsmitgliedern suchen wird, bei dem auch die Weichen für eine kompetente Nachbesetzung von Seidl gestellt werden sollen. Aus seiner Sicht besteht naturgemäß kein Grund zur Beunruhigung .
Doch mittlerweile ist das Kriegsbeil zwischen den Hochschulen und Bildungsministerin Elisabeth Gehrer offenbar begraben, Skalicky bedankte sich anlässlich der Vorstellung des Generalsanierungspakets artig bei Gehrer - erhält doch seine eigene Uni, die TU Wien, mit knapp 119 Millionen den mit Abstand größten Brocken. Damit werden die Laborgebäude der TU auf den neuesten Stand gebracht, achtzig Millionen gehen in einen Ersatzbau der Technischen Chemie am Getreidemarkt, der Ende 2010 fertig werden soll. Zu diesen nicht sanierbaren Neubauten unter dem Titel Generalsanierung gehört auch die zahnmedizinische Klinik in Wien-Alsergrund, mit der die BIG laut Geschäftsführer Christoph Stadlhuber kurz vor Unterzeichnung des Mietvertrags steht. 56,5 Millionen Euro soll das vom Architekturbüro Nehrer, Medek und Partner geplante Gebäude inklusive der medizintechnischen Einrichtungen kosten, die Fertigstellung ist für 2010 geplant (siehe Bild).
»Das ist eines der größten Sanierungsvorhaben der letzten Jahrzehnte«, meinte Stadlhuber zu dem Sanierungsprogramm, das bis 2011 abgeschlossen sein soll und bei dem die BIG achtzig Millionen aus Mietrücklagen beisteuern kann. Die Sanierungspläne für TU und WU Wien ändern nichts an den Standortüberlegungen dieser beiden Universitäten, so Skalicky, der trotz des 120-Millionen-Pakets für die TU Wien eine übersiedlung nicht ausschließen will. »Da sprechen wir aber über einen Zeitraum von 15 bis zwanzig Jahren«, meint er. Die jetzigen Standorte würden aber auch in diesem Fall nicht aufgegeben, wie Stadlhuber ergänzte.
In der Auflistung der Neubauprojekte scheinen aber weder WU noch TU auf. Dort sind derzeit 111 Millionen für Neubauten und Erweiterungen verplant. Dazu gehören der Neubau plus Adaptierung des Mozarteums Salzburg, ein Zentrum für molekulare Biotechnologie der Uni Graz sowie Neu- und Zubauten für die beiden Musikuniversitäten Graz und Wien. Rund 270 Millionen sind für drei noch nicht konkretisierte Neubauprojekte eingeplant: Mit 165 Millionen der größte Brocken ist dabei für den Bau eines Campus sowie eines Institutsneubaus für die Medizinuni Graz vorgesehen. Die Wiener Bodenkultur soll in der Muthgasse ein neues Biotechzentrum erhalten, die Innsbrucker Uni eine neue Bibliothek.
Nicht nur in Rumänien wähnt sich Trimmel auf sicheren Boden. In den letzten drei Jahren steigerte die TA das gesamte Verkehrsvolumen nach Osteuropa um rund 48 Prozent und lässt damit die meisten anderen westlichen Provider hinter sich. \"Die Mentalität der österreicher kommt uns in vielen Ländern entgegen. Wir sind kontaktfreudiger als viele andere und sind aufgrund unserer Vorgeschichte idealer Partner im TK-Geschäft. Das sollten wir nutzen“, so Trimmel.. Nach der mittlerweile gut ausgebauten Versorgung mit IKT-Dienstleistungen der umliegenden Nachbarländer österreichs festige sich das Geschäft nun in den etwas weiter entfernten Ländern wie Rumänien oder Bulgarien.
Freuen darf sich der smarte ölmann unterdessen über das Einlenken der Vorarlberger Landesregierung. Die hat mit Anfang 2006 in ihren Wohnbauförderrichtlinien das Kriterium »Reduktion lokaler Luftschadstoffe« aufgenommen. Für ölfeuerungen mit Brennwerttechnik erhält man beim Verfeuern von schwefelarmem Heizöl leicht ab sofort drei ökopunkte. Das ist nicht viel im Vergleich zu den 22 Punkten, die Vorarlberg für eine Pelletsheizung gibt, aber dennoch ein Zeichen, dass die komplexe Welt von Luftschadstoffen nicht eindimensional ist.
Wolfgang Freisleben liefert mit der Titelgeschichte seinen Einstieg und er wird in der Folge den »Geld«-Teil dieses Magazins redaktionell betreuen und damit einen Beitrag dazu leisten, dass die Diskussion rund ums »Spekulieren« facettenreicher wird. Schließlich steckt in vielen Finanzprodukten beachtliche Kreativität, von der Anleger profitieren, wenn sie nur einen Blick fürs Detail entwickeln. Wolfgang Freisleben wird dazu beitragen, diesen Blick zu schärfen - zum Vorteil unserer Leser.