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Archiv (11315)

Pumpinnovation

Nachdem der Wärmepumpenerzeuger Ochsner eine neue Generation von Heizungswärmepumpen mit einer Vorlauftemperatur bis 65°C auf den Markt gebracht hat, erweitert er auch im Bereich Brauchwasser-Wärmepumpen sein Programm. Durch die neuen Rollkolbenkompressoren wird im Betrieb eine Warmwassertemperatur von bis zu 65°C erreicht, wobei entweder die Wärmequellen Luft/Abluft oder Erdwärme genutzt werden können. Durch die mögliche Temperatur von 65°C werden Legionellen im Wärmepumpenbetrieb abgetötet, ein zusätzlicher E-Heizstab ist nicht mehr notwendig. Aus Energiespargründen wird aber weiterhin eine Warmwassertemperatur von ca. 55°C oder darunter empfohlen.
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Grüner Zinnober

Wer sich \"bester Architekt des Jahres“ nennen lassen will, muss dafür schon bereit sein, ordentlich in die (eigene) Tasche zu greifen - denkt sich zumindest eine in Deutschland ansässige Kommunikationsagentur mit dem tiefsinnigen Namen \"zinnobergruen“. 1400 Euro - in altem Geld rund 20.000 Schilling - muss es den Gewinnern des Wettbewerbs \"best architects 07“ wert sein, mit ihrem Siegerprojekt in der geplanten Publikation vorgestellt zu werden. Der Verdacht, damit die - übrigens von einem großen Beleuchtungskonzern gesponserte - Broschüre, die der Agentur Eigenwerbung bringt, zu finanzieren, wird den Architekten durch das Versprechen, für diesen stattlichen Betrag fünf \"Freiexemplare“ zu bekommen, sicher genommen. Die Teilnahme am Wettbewerb ist für Planer aus Deutschland, österreich und der Schweiz gratis. Dass Ideen umsonst abgeliefert werden müssen, daran haben sich die Architekten ja mittlerweile gewöhnt. Dass sie aber im Fall eines Gewinns das Preisgeld selber zahlen müssen, ist neu und eröffnet ganz neue Perspektiven für das öffentliche Vergabewesen. Die Agentur hat sich dafür jedenfalls -ganz im Sinne ihres Namens - den \"Zinnober des Monats“ verdient.
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Lederfetischist

Pierre Waldon gibt es seit 35 Jahren aufdem Markt, genug Zeit, um sich einensoliden Markennamen aufzubauen.InUmsatzzahlen schlug sich das Imageallerdings nicht zu Buche. Erst als der LeibnitzerHorst Pillinger vor drei Jahren die Markekaufte,zogen auch die Verkaufszahlen stark an.Rund 200.000 Stück setzt er derzeit in österreichpro Jahr an Lederkoffern, Schreibwarenund Geldtaschen ab.
Am Telefon klingt er erstaunlich ähnlichwie Thomas Muster, sein Schaffensdrang istnicht gar so viel kleiner.Mit gut eingeführtenMarken wie Bassotto,Studio Escari,Pierre Cardinund Gianfranco Ferre hat er sich fest etabliert.Jetzt haben Horst Pillinger und seineFrau Sabine mit Pierre Waldon auch Japan undKuwait als neuen Markt im Visier. Allerdingsunter verändertem Namen. »Pierre WaldonVienna.Man glaubt es gar nicht,aber vor allemin Japan haben österreich,Mozart und Wieneinen irrsinnigen Stellenwert.«
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Bilanz-Gold

Die kakanische Seele ist auch im Freud-Jahr schwer auszuloten. Auf der einen Seite sehen sich die österreicher gerne als weltoffenen Prototyp des Mitteleuropäers. Befeuert werden die Landsleute durch k&k-Nostalgie, die im intellektuellen TV-Leitmedium ORF gerade wieder fröhliche Urständ gefeiert hat.Die Niederungen der tatsächlichen Befindlichkeiten drücken sichjedoch anders aus.In Kärnten wird wegen ein paar Ortstafeln ein verbaler Südwall errichtet, auch Brüssel bekommt sein Fett ab. »Die schlechte Stimmung hat sich stabilisiert«,sagtClaus Sörensen,Chefkommunikator der EUKommission.Freilich nicht in österreich,das auch bei der jüngsten Eurobarometer-Umfrage mit lediglich 31 Prozent EU-Zustimmungden Negativrekord hält. Einer der maßgeblichen Gründe für die Verstimmung der österreicher ist die Erweiterung.Dabei istgerade diese - zumindest in wirtschaftlicher Hinsicht - segensreich gewesen. Etwa zeitgleich zum Eurobarometer erschien die jüngste Wifo-Studie, die österreich wiedereinmal und nicht unerwartet als Hauptprofiteur der Osterweiterung ortet. Gleich in sieben Ländern wie Slowenien oder Kroatientritt die Alpenrepublik als größter Auslandsinvestor auf, der Handelsbilanzüberschuss stieg um dreißig bis fünfzig Prozent jährlich und liegt derzeit bei rund zwei Milliarden Euro.Zu den Gewinnern gehören der Lebensmittelhandel, die Industrie, der Tourismus und selbst der Agrarsektor.Eine Entwicklungdie sich auch an der Wiener Börse widerspiegelt.Die gelisteten Konzerne liefern ein Bilanzfeuerwerk ab.Die Gewinne,die zu einem guten Teil aus dem Ostgeschäft stammen, explodieren heuer auf über sieben Milliarden Euro.Den Vogel schießen dabei die Banken ab, die sich mit Rekordmeldungen gegenseitig überbieten. Vor allem der Geldsektor schürft sein Bilanzgold im Osten. »Das war ein einmaliges historisches Zeitfenster«, sagt ein Banker. Eines, das auch meisterlich genutztwurde. Inkludiert man die BA-CA, dann halten die österreicher gemessen an der Bilanzsumme rund ein Drittel des zentralundosteuropäischen Bankenmarktes und überflügeln damit Schwergewichte wie Frankreich, Deutschland oder die USA umein Vielfaches.
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Strategie bringt Erfolg

Während der längsten Börsenbaisse seit der Weltwirtschafts-und Börsenkrise 1929, die bis April 2003 immerhin drei Jahre anhielt, hat sich gezeigt, dass auch Aktienfonds dramatische Wertverluste erleiden, diese aber auch wieder aufholen können. Die Aktienfonds haben daher - ebenso wie die Aktienmärkte generell - großteils wieder einmal ihre Feuertaufe bestanden.Auch wenn dahinter eine Menge Wenns und Abers stehen.
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ATX: Zertifikat oder Fonds

Trotzdem ist ein Ende des Börsenhöhenflugs nicht abzusehen,weil einige Fakten für etliche österreichische Aktien noch einen weiteren Bewertungsaufschlag rechtfertigen.Denn österreichischeKonzerne sind weiterhin auf Akquisitionstour in Osteuropa und vermitteln schon deshalb Kursfantasien, weil die osteuropäischen Märkte in fast jeder Hinsicht noch unterentwikkelt sind.Hinzu kommen zunehmend Investitionen der österreichischen Industrie in Asien, um bei dem globalisierten Wettlauf um die billigen Arbeitsplätze mit dabei zu sein und Produktionskosten zu senken. Außerdem wurde der österreichische Körperschaftssteuersatzab 2005 von 34 auf 25 Prozent gesenkt. Gleichzeitig ermöglicht die Gruppenbesteuerung die Verrechnung von (Anlauf-)Verlusten ausländischer Töchter mit den Ergebnissen der Muttergesellschaft in österreich. Und schließlich sorgt die staatlich geförderte private Zukunftsvorsorge bei Investmentfonds und fondsgebundenen Lebensversicherungen für steten Kapitalzufluss an die Börse.Wernicht die Zeit hat, sich mit Einzelaktien zu beschäftigen, der hat über Index-Zertifikate und Investmentfonds eine bequeme Alternative, um an den Kurssteigerungen an der Wiener Börse teilzunehmen.
Dabei erweist sich der Kauf von ATX-Index-Zertifikaten alskostengünstige Variante, zumal ohnedies kaum ein Fondsmanagerimstande ist, den Index zu schlagen.
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Verluste wettgemacht

Doch bis dahin hatte derweltweite Dow Jones World StockIndex gerade wieder im intaktenAufwärtstrend jenes Niveau erreicht,von dem aus er sich im April2000 nach unten verabschiedethatte und jene große Börsenbaissemarkierte, die unzählige Aktienweltweit abstürzen ließ und erst abMärz 2003 zu Ende gegangen war.Auch der Dow Jones Industrial Indexder dreißig führenden US-Aktienlandete am ursprünglichenAusgangsniveau von damals; dochder technologielastige US-IndexNasdaq 100 liegt noch immer etwafünfzig Prozent unter den Wertenvom April 2000.In Europa ist die Entwicklung anden großen Börsen noch differenzierter:Der europaweite Dow JonesStoxx 50 liegt noch etwa 25Prozentpunkte unter dem Ausgangsniveauvom März 2000, demDow Jones EuroStoxx 50 der Euro-Zone fehlen noch etwa zwanzigProzentpunkte. Die mittleren undkleineren europäischen Aktiengesellschaftendes Dow Jones Euro-Stoxx Small Index konnten dagegenauch die NASDAQ-Aktien deutlichin den Schatten stellen undden Index gegenüber 2000 bereitsauf ein um 55 Prozent höheres Niveauanheben, wobei der Indexvom tiefsten Stand am 12. März2003 weg sogar um mehr als 180Prozent zulegte.Abseits der großen europäischenIndizes spielte aber die erfreulichsteBörsenmusik, an der ausgerechnetWien wesentlich den Ton angibt.Denn der Börsenindex ATX liegt umsage und schreibe mehr als 270 Prozentüber dem Niveau vom Beginnder Börsenkrise und zeigt einendeutlichen Bezug zu den Nebenmärktenin Osteuropa (siehe auchnebenstehenden Artikel).
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Die Stunde der Zocker

Was sich seit Herbst letztenJahres an den Rohstoffmärktenabspielt,isteine der besten Gelegenheitenfür Spekulanten(lat. speculare = vorausschauen),schnelles Geld zu machen.Denn seitder Goldpreis nach dem Durchbruch der Barriereum 440 Dollar je Unze im Herbst 2005zum finalen Höhenflug ansetzte, fiel der gesamteEdel- und Industriemetallmarkt in einenHöhenrausch.Gold erreichte in der erstenMaiwoche 2006 nach einer eindrucksvollenPreisrallye (+ 60 % seit Mitte September) nachdem überwinden der 700-Dollar-Marke denhöchsten Stand seit 25 Jahren.Kupfer kostet bereits etwa fünfmal so vielwie vor fünf Jahren, denn der Weltmarktwurde mehrmals durch Streiks und Produktionsunterbrechungenin KupferbergwerkenIndonesiens und Mexikos sowie Unruhen inChile,dem weltgrößten Kupferproduzenten,strapaziert. Die von der London Metal Exchange(LME) kontrollierten Lagerbeständeschrumpften dramatisch. Gleichzeitig stiegdie Nachfrage aus China und anderen asiatischenLändern unaufhaltsam weiter an, zusätzlichangetrieben durch die Konjunkturbelebungin den Industriestaaten.Aluminium erreichte nach einem Plusvon mehr als 50 % das höchste Preisniveau seit 18 Jahren.Und auch die anderen IndustriemetalleZink, Zinn, Blei und Nickel verteuertensich ebenso sprunghaft wie dieEdelmetalle Palladium (+ 79%) und Platin(+ 30%). Der Silberpreis liegt nach exorbitantenPreissprüngen ab November inzwischendoppelt so hoch als noch vor Jahresfrist.Uran, der wichtigste Rohstoff in derKernenergie, verteuerte sich in den letztenzwölfMonaten um über 80 %. Und der Rohölpreisist überhaupt zu einem Dauerbrennergeworden, seit er mit dem Jahr 2004 das vom OPEC-ölkartell vorgesehene Preisbandbis 30 Dollar je Barrel öl endgültignach oben verließ. Seither zeigt der Korridorder Preisschwankungen steil nach oben undmarkierte Spitzenpreise über 70 Dollar jeBarrel (zu je 159 Liter). Natürlich muss anden Börsen nach derartigen Kursexplosionenimmer mit einer Konsolidierungsphasebei starken Preisschwankungen gerechnetwerden. Doch wann die tendenzielle Rohstoff-Hausse tatsächlich endet, ist noch nichtabsehbar und hängt letztlich auch von derWeltkonjunktur ab.Die Lagerbestände sindstark geschrumpft und der Aufbau neuerFörderkapazitäten der ohnedies erschöpflichenBodenschätze wurde in den Zeitenniedriger Preise vernachlässigt. Die Nachfragespeziell durch das hohe Wirtschaftswachstumin China,Indien und den anderenSchwellenländern steigt jedenfalls stetig,während das Angebot begrenzt ist. Für Goldwerden zum Beispiel bereits 1000 Dollar jeUnze für möglich gehalten, was noch vor einemJahr als Fantasie belächelt wurde.Undbei Rohöl spricht die Branche angesichts derInstabilität im ölreservoir des Nahen Ostensbereits von über 100 Dollar je Barrel.
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Payback spitzt auf österreich

Ganze vier Jahre nach der Gründungwurde »Payback« bereits inden Wortschatz des Duden aufgenommenund rangiert mittlerweileunter den zehn bekanntestenMarken. Auch die österreicherdürften bald wissen, wasPayback ist.Wie in Insiderkreisenkolportiert wird, evaluiert dasMünchener Unternehmen LoyaltyParter - das Gesellschafterkonsortiumhinter dem MarkennamenPayback - den Einstieg inösterreich.Erste Verhandlungenmit einem großen heimischenLebensmitteleinzelhändler undeiner bekannten Sportartikelgruppesollen bereits laufen.Offiziellgeben sich die Münchenernoch bedeckt. »Gerüchte kommentierenwir nicht. Wir beobachtenauch andere Märkte«,sagt Loyalty-Kommunikations-Dame Nina Purtscher.Man betreibtlaut Purtscher jedoch einGeschäftsmodell, das »man auchin anderen Ländern rasch umsetzenkann«. Das Geschäftsmodellvon Loyalty ist bestechend einfach.Die Payback-Karte ist eineBonuskarte, die im Gegensatz zuherkömmlichen Kundenbindungsprogrammenanbieterunabhängigfunktioniert.Wer damitbei einem Payback-Partnereinkauft,sammelt Bonuspunkte,die auch bei einem beliebigen anderenPartner eingelöst werdenkönnen.Den Kunden steht es dabeifrei, Prämien etwa in Formvon Werteschecks einzulösen,Flugmeilen zu sammeln oder sichden Geldwert der Punkte einfachüberweisen zu lassen. Selbst einekaritative Spende an UNICEF istmöglich. Ein Einstieg in österreicherscheint aus mehrerenGründen nahe liegend.
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Ringen um öGB Neu

Politisch, wirtschaftlich und moralisch führt er ein defensives Rückzugsgefecht. Zu defensiv, wie immer mehr Gewerkschafterbefinden. Der Druck der Basis steigt. Der gewerkschaftlicheLinksblock murrt schon länger. Jetzt fordert - deutlichöffentlichkeitswirksamer - auch eine parteiübergreifendePlattform auf der Webseite www.zeichensetzen.at tief greifendeReformen ein. Ein Ansinnen, dem auch der kämpferische Eisenbahngewerkschafter Willi Haberzettl einiges abgewinnenkann: »Der Druck ist gut. Unsere alten Herren haben ja nichtsgemacht.« Deutlich wird Haberzettl, zuletzt aus Frust rechtwortkarg, auch gegenüber der neuen öGB-Führung. »Jetztkoffern wir schon seit zwei Monaten herum und haben immernoch kein Reformpapier«, sagt der Eisenbahner. Immerhinwird Ende Mai eine erste Reformgruppe zusammentreffen.Von einer endgültigen Konstituierung oder gar Beschlussfassungist freilich noch nichts zu sehen. »Wir zeichnen da nichtnur ein paar neue Organigramme auf ein Papierl. Es müssengrundlegende Reformen angesagt sein«, so Haberzettl undfordert ein strenges Zeitmanagement ein. Bis zum Sommermüsse klar sein, wie es beim öGB weitergehe. Das braucheneue Kräfte. »Sonst spielen wir lediglich wieder ein Familiendrama«, befürchtet Haberzettl.
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