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Projekte in Licht geschwindigkeit

Glasfaser ist derzeit ein Begriff, der in der Wahrnehmung der öffentlichkeit ähnlich zu verglühen droht, wie es schon einigen Termini zu Dot-com-Zeiten ergangen ist. Datenleitungen über superschnelle Glasfasern sind überall dort gern gesehen, wo Kunden und Investoren das Blaue vom Himmel versprochen wird. Freilich nicht in böser Absicht, denn eines ist gewiss: das Bandbreitenpotenzial einer Fiber-Optics-Leitung geht fast schon ins Mystische. Beschränkungen gibt es lediglich im Multiplexing-Verfahren, um aus einer einzigen Wellenlänge, die zur Datenübertragung nötig ist, Hunderte zu machen. Zwar fahren einige wenige Vorreiter unter den Internetprovidern bereits erste Erfolge mit bescheidenen Nutzerzahlen ein (Analysten schätzen die Gesamtkundenzahl von Fiber-to-the-Home (FTTH)-Kunden in österreich auf derzeit 15.000 - zusammengesetzt aus Kunden der Telekom Austria in Arnoldstein, Infotech in Ried im Innkreis sowie Wienstrom in der Hauptstadt). Doch zehnmal mehr Infrastrukturunternehmen wollen diese Avancen heute noch als Marketinggag abtun. \"Ich kenne keine Technologie, die derzeit Gigabit- oder auch nur 100-Megabit-Leitungen benötigen würde“, kommt Thomas Mann, Geschäftsführer Cybertown, das Kopfschütteln, wenn es um Glasfaserlösungen im Residential-Bereich geht. Dass die Stadt Wien nun als Infrastrukturprovider mit einem eigenen FTTH-Projekt auftritt, ist für Mann noch einigermaßen verständlich. \"Wir brauchen diese Vorreiter“, weiß er. Zudem könne man davon ausgehen, dass sich allgemein der Bandbreitenbedarf in den nächsten fünf bis zehn Jahren gehörig verändern wird. Doch eine Tatsache ist für den IKT-Experten nicht erklärbar: \"Jedes Kupferkabel könnte heute Gigabit-Kapazitäten bis in die Wohnung ermöglichen. Warum setzt man auf teure, umständliche Glasfasern?“

Träume und Visionen. In den Ballungsgebieten ist \"Fiber bis zur Wohnung“ zwar im Kommen, bemerkt auch Robert Grischany, Reichle & De-Massari-Manager und Proponent der Branchenvereinigung \"Verein Intelligentes Wohnen“, doch sei die Installation solcher Netze nicht wirtschaftlich und werde daher vom Endanwender nicht akzeptiert. \"Der Schwenk auf Lichtwellenleitungen wird zwar von Herstellern wie uns herbeigesehnt, wir sehen aber im \"Homewiring\" oder Residential-Bereich künftig eher neue Fasern, die viel robuster sind“, gibt Grischany unumwunden zu. \"Polymer Optical Fiber“ (POF) etwa sei wesentlich leichter zu installieren und \"besser konfektionierbar als Kupfer und LWL zusammen“. Für den Netzwerkexperten bleibt die Vision von \"Fiber-to-the-home“, \"-to-the-desk“ oder gar \"-to-the-bed“ weiter Traum eines Nischenmarktes. Zwar würden bei optimal geplanten Bauprojekten die Leitungsdistanzen zwischen den Netzknoten (Serverräume, Splitter) bekannt sein und vorkonfektionierte Kabel auf der Baustelle nur mehr eingezogen und angesteckt werden müssen, doch Status quo ist diese Situation nicht. \"Bislang musste aus Zeitgründen oft noch werden der Bauzeit vor Endreinigung mit dem Spleißen begonnen werden.“ Das Problem: Spleißgeräte reagieren unangenehm auf Staub und Kälte. Meist ist dann mehrmalige Spleißung zur Erzielung optimaler Ergebnisse nötig. Freilich gibt es heute bereits Werkzeuge, die hier ansetzen: Der Hersteller Dätwyler etwa bietet mit einem Kabelaufteiler samt Schnellverschluss nun die Möglichkeit zu Glasfaserinstallationen ohne Spezialwerkzeug.

Verpackungsproblem. Nicht überall, wo Glas draufsteht, ist auch Glas drinnen. So macht es derzeit kaum Sinn, Glasfaser direkt ins Wohn- oder Arbeitszimmer in Wohnungen respektive bis auf die Schreibtische in den Büros zu ziehen. Ohne entsprechender Netzwerkkarte mit FO-Eingang am PC oder glasfaserkompatiblem Telefon werden die letzten Meter zum Endkunden weiterhin Kupferdomäne bleiben. Auch am Leberberg, Wienstroms erste Spielwiese für das richtungsweisende Breitbandprojekt \"blizznet“, wurden zwar Single-Mode-Fasern zum Kunden gelegt, die in ihrer Kapazität jedem Carrier-Backbone genügen würden. Für die übergabe in den Haushalt war dann aber wieder die Umwandlung in die Kupferwelt nötig. \"Cat5- oder Cat6-Kupferkabel wären ebenso tauglich, künftig Bandbreiten bis in Gigabit-Bereiche zu ermöglichen“, plädiert Thomas Mann für vernünftigere Kostenrechnungen bei Neuverkabelungen. Zumal eine Kupferleitung heute jeder Hauselektriker verlegen könne. \"Das Verlegen eines FO-Kabels ist dagegen Feinmechanik. Diese Werkzeuge bekommt man nicht im Baumarkt.“

Durchaus Sinn machen Glasfaserleitungen aber bei Unternehmen im Enterprisebereich. In der Backboneverbindung einzelner Stockwerke eines Hochhauses etwa. Dort können die Lichtwellenleiter aus Performancegründen und wegen ihrer potenziell besseren Stör- und Abhörsicherheit punkten. Cybertown installierte in mehreren Großprojekten wie der Wienerberg City oder der wohnbaulichen überplattung der Wiener Südosttangente \"Monte Laa“ für mehrere tausend Wohneinheiten Kupferverbindungen, die auf Gebäudeebene in ein Glasfasernetz münden. Ebenso berichtet Mann von einem Spezialprojekt, bei dem unbedingt LWL verlegt werden muss: Im \"Wienerwaldtunnel“, einem Eisenbahntunnel, der für Wildschweine und öBB-Züge den Stadtrand von Wien direkt mit dem Tullnerfeld verbinden wird, sind die Tunnelbohrmaschinen mittels Glasfasertechnologie vernetzt. \"Tief im Berg hängt dann ein IP-Telefon an der Leitung“, erzählt Mann. Nur Glasfaser sei derart gegen elektromagnetische Einflüsse gefeit.

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Ich bin ausgebrochen

...und habe keinen Fernseher mehr. Das gute Stück hat vor geraumer Zeit das Zeitliche gesegnet, Nachfolger gab es bis heute nicht. Die vielen Stunden Sitcoms und Werbung werden seitdem in Sinnvolleres investiert. Ins Surfen im Internet etwa. Das Kartoffeldasein ist also der sportlichen Betätigung gewichen, der krumme Rücken wächst jetzt nicht mehr vor der Mattscheibe, sondern vorm Blechtrottel. Dieser hat das Stand-alone-Fernsehgerät in Sachen Coolness längst abgelöst, sagen die Auguren. Auch die Werbewirtschaft hat schon erkannt, dass das abzuschießende Zielpublikum nicht mehr im Wohn- sondern Arbeitszimmer abzuholen ist. Die gleitende Migration der Arbeitswelt ins traute Heim schlägt sich auch im Konsumverhalten nieder. Im Vierjahresrythmus stellt mich diese Ansicht aber vor ein Dilemma: als bekennender Chauvinist - ich bin World-Cup-Fan, nicht Fußballfan - kämpfe ich nun mit den Alterativen, Ronaldinho am grünen Rasen zu sehen. Möglichkeit eins: mein Handy von \"Drei\" - fähig ORF zu streamen. Fällt aber weg: Bildschirm zu klein, Aussetzer in der übertragung. Möglichkeit zwei: CCTV im Internet, ein chinesicher Sender, der allen Rechtebestimmungen zum Trotz die Spiele ebenfalls streamt. Auch eine Katastrophe: grottenschlechte Bilder, ebenfalls Aussetzer. Ich leide - ein Fernseher muss her.
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Von New York nach Tokio in sechs Stunden

Die Kooperation zwischen Frankreich und Japan in Hinblick auf einen Concorde-Nachfolger ist bereits über das Planungsstadium hinaus getreten. Bei der derzeit in Paris stattfindenden Airshow wurden die ersten Verträge unterzeichnet, so der japanische Handelsminister Shoichi Nakagawa. Das Flugzeug soll 300 Passagieren Platz bieten (dreimal soviel wie die Concorde) und die Flugzeit von New York nach Tokio auf sechs Stunden reduzieren.

\"Eine wirklich signifikante industrielle Zusammenarbeit\", so bezeichnete der Handelsminister den Deal. Nakagawa erwähnte bei den Gesprächen, dass Japan bereits ein Flugzeug-Triebwerk entwickelt hat, dass die fünffache Schallgeschwindigkeit erlauben würde. Im Vergleich dazu war die Concorde mit doppelter Schallgeschwindigkeit ein langsames Verkehrsmittel. Experten kritisierten bei der Concorde, dass trotz der 34-jährigen Einsatzzeit des überschallflugzeuges die Entwicklungskosten nicht einmal annähernd abgedeckt wurden. Die Wirtschaftlichkeit eines überschallflugzeuges bleibt trotz verbesserter Technik auch heute noch fragwürdig.

Frankreich hat als ehemaliger Mitkonstrukteur und als Betreiber der Concorde sicherlich Erfahrung, die es in das gemeinsame Projekt mit einbringen kann. Luftfahrtexperten sehen in dem neuen Vertrag aber auch eine anderen Aspekt: Bisher hat Japan ausschließlich mit US-Flugzeugherstellern kooperiert. \"Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Luftfahrt mit europäischen Partnern ist etwas Neues\", erklärte Yoshio Watanabe von der Society of Japanese Aerospace Companies.

Die Airshow in Paris ist indessen zur offenen Schlacht zwischen Airbus und Boeing geworden. Zahlreiche interne Personalrochaden in den beiden Unternehmen spielen dabei ebenso mit wie der Kampf um Kundschaft für die neue Generation von zivilen Flugzeugen. Der A380 steht als größtes Passagierflugzeug konkurrenzlos an der Spitze. Im Segment um die 300-Sitzer ist der Krieg aber voll entbrannt. Dabei existieren beide Modelle, die Boeing 787 Dreamliner und der A350, erst auf dem Reißbrett.

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Airbags, die mitdenken

Britische Forscher vom Cranfield Impact Research Centre (CIRC)haben einen Fingerscanner entwickelt, der das Verletzungsrisiko im Falle eines Autounfalls um 20 Prozent senken kann. Der Scanner analysiert die Knochendichte des Fahrers und führt ein Fine-Tuning des Bordcomputers durch. Der Ultrasound-Scanner berechnet die individuelle Verletzungsschwelle und adjustiert entsprechend die Stärke des Sitzgurts und den Auslösezeitpunkt des Airbags.

\"Durch den Fingerscanner könnten tausende Unfälle pro Jahr viel glimpflicher ausgehen\", erklärte Studienleiter Roger Hardy. Der Scanner wurde in Zusammenarbeit mit dem Nissan Technical Centre Europe entwickelt.

Derzeit gibt es bereits Smartbelts, die sich bei großem Druck lösen, um den Passagier vor Rippenbrüchen oder Brustbeinverletzungen zu schützen. Denn nicht jeder Passagier hält bei einem Aufprall demselben Druck stand. Vor allem ältere Menschen und Kinder werden bei Unfällen auf diese Weise oft zusätzlich verletzt.

Der Ultrasound-Sensor versucht zu bestimmen, wie viel Druck eine Person aushält, indem beim Auflegen des Fingers leichte Impulse die körpereigene Resonanz testen. \"Ein Justieren des Bordsystems würde vor jeder Fahrt erfolgen. Die Daten werden eingespeist und erst dann kann der Wagen gestartet werden\", erklärte Hardy. Die Forscher haben bereits Crash-Tests durchgeführt, um auch praktisch zu ermitteln wie gut das System funktioniert. Dabei konnten sie feststellen, dass das Verletzungsrisiko bei älteren Menschen um 20 Prozent sinkt.

\"Der nächste Schritt ist der Einbau eines Prototypen in ein Auto. Das System könnte entweder in das Armaturenbrett, die Fahrertür oder in Miniaturform in den Schaltknüppel eingebaut werden\", so Hardy.

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Im Test HP Digitalprojektor XP7030

Mit der neuen Digitalprojektor XP7030 bietet HP einen besonders leistungsstarken Projektoren für höchste Bildqualität. Bei einer Helligkeit von 3.500 ANSI-Lumen, einer echten XGA-Auflösung von 1.024 x 768 Bildpunkten und einem Bildkontrast von 2.500:1 gelingen klare, gut erkennbare Präsentationen auch in großen Konferenzräumen und Hörsälen.

Flexibel einsetzbar
Dank zahlreicher Eingänge wie S-Video und Video-Composite-Schnittstellen, VGA-Buchsen, DVI-Anschluss, RS232- und 12 VDC-Schnittstelle, USB- oder serieller Anschluss lässt sich das Gerät bequem an eine Vielzahl von Bildquellen wie Notebook, DVD-Player oder sogar interaktive Whiteboards anschließen. Je nach Bedarf oder räumlichen Gegebenheiten lässt sich der Beamer an Decke, Tisch oder auf ein Stativ montieren.

Einfache Handhabung
Aufstellen, anschließen und schon kann es losgehen. Zur automatischen Bildoptimierung kann man zwischen Präsentationsmodus für Daten und Grafiken, und Videomodus wählen. Zweiteres ist wesentlich dunkler und somit stromsparender.
Für die Menü-Einstellungen verfügt der Projektor über ein bedienerfreundliches, mehrsprachiges On-Screen-Display. Hier können unter anderen Kontrast, Schärfe, Helligkeit oder Horizontale bzw. Vertikale Verschiebung, Projektorposition, Weißintensität oder die Bildquelle eingestellt werden. Da das Gerät auch über interne Mono-Lautsprecher verfügt, kann die Lautstärke ebenfalls über das Menü eingestellt werden. Neben der Projektor-Steuerungstasten und Kontrollleuchten an der Oberseite steht auch eine kabellose Fernbedienung mit USB-Mausfunktion bereit. So hat man es entweder auf der Couch gemütlich, oder man kann sich bei Präsentationen frei im Raum bewegen.

überzeugendes Bild
Mit 16,7 Millionen Farben, einer Helligkeit von 3.500 ANSI-Lumen, einem Kontrast von 2.500:1 und einer XGA-Auflösung, welche von VGA bis SXGA mit 1.280 x 1.024 Bildpunkten skalierbar ist, lässt sich mit dem HP Digitalprojektor XP7030 hervorragende Bilder an die Leinwand werfen - egal ob in großen oder kleinen Räumen. Die Projektionsgröße kann von 0,76 bis zu 7,6 Meter eingestellt werden.

DLP-Technologie
Für eine hohe Bildqualität sorgt dabei die bewährte DLP-Technologie (Digital-Light-Processing). Basierend auf vielen winzigen Spiegeln, die auf einem DMP-Chip platziert sind, kann ein DLP-Projektor das Licht effizienter in schärfere Bilder umsetzen. Die DLP-Projektoren können das Licht im Gegensatz zur LCD Technologie besser absorbieren, so dass Schwarztöne deutlich kontrastreicher sind und die Details in Video- und Grafikdarstellungen besser herausgearbeitet werden können.

Technische Daten
- Helligkeit (Max.) 3.500 ANSI-Lumen
- Bildschirmauflösung 1024 x 768 Pixel
- Lebensdauer der Lampe: 2.000 Stunden (4.000 Stunden im Lampensparmodus)
- Bildkontrast 2.500:1
- 16,7 Millionen Farben
- Wurfdistanz: ca. 1,2 bis 10 Meter
- Projektionsgröße Einstellbar von 0,76 bis 7,6 Meter
- Montagefunktionen: Decken-, Stativ- oder Tischmontage
- Gewicht: 3,2 Kilogramm
- Maße: 309 x 229 x 102 Millimeter
- Geräuschpegel: 35 dB(A), 32 dB(A) im Lampensparmodus
- Bedienerfreundliches mehrsprachiges On-Screen-Display
- Anpassbare Funktionen Seitenverhältnis, Helligkeit, Farbtemperatur, Kontrast, Horizontale Verschiebung, Trapezkorrektur, Projektorposition, Farbsättigung, Schärfe, Quelle, Farbton, Vertikale Verschiebung, Lautstärke, Weißintensität

Fazit:
Der XP7030-Serie ist eher für ein größeres Publikum konzipiert, da die Projektionsgröße auf 7,6 Meter eingestellt werden kann. Dafür liegt der Preis von 2.299 Euro im guten Mittelfeld. Für den privaten Heimgebrauch gibt es allerdings günstigere Geräte mit der selben Auflösung. Die Helligkeit beträgt 3.500 ANSI-Lumen, die Auflösung 1.024 x 768 Bildpunkte und der Bildkontrast 2500:1 - für ein hervorragendes Bildergebnis, auch bei Tageslicht. Bei der DLP-Projektion wird Licht gezielt gesteuert, um in jeder Auflösung und bei allen Lichtverhältnissen zuverlässig helle, scharfe und voll digitale Bilder zu erzeugen.

Plus/Minus:
+ Zahlreiche Eingänge
+ Hohe Bildqualität
+ Preis/Leistungsverhältnis
- Design

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Einmal Weltall und zurück

von Judith Högerl

Der Technologietransfer Weltraum-Erde findet statt und die Nutznießer sind in den meisten Fällen die Automobilindustrie und das Gesundheitswesen.

Die Austrian Aerospace GmbH rüstet weltweit Satelliten mit Elektronik beziehungsweise Mechanik und Thermoisolationen aus. In den Produktionshallen im niederösterreichischen Berndorf werden jährlich rund 100.000 m² Thermoisolation verarbeitet. Bei der Verarbeitung derartiger Mengen gewinnt das zur Weltraumtechnik Saab Ericsson Space zählende Unternehmen Erkenntnisse, von denen auch wir auf der Erde profitieren. \"Vor allem auf dem Gebiet der Tieftemperaturanwendungen in den Bereichen Medizintechnik und Automobiltechnik werden Isolationen benötigt, die ähnliche Anforderungen wie in der Weltraumtechnik zu erfüllen haben\", erläutert Dr. Max Kowatsch, Geschäftsführer der Austrian Aerospace und weiter: \"Während in der Medizintechnik supraleitende Magnete in Magnetresonanz-Diagnosegeräten thermisch isoliert werden, gibt es in der Automobiltechnik vielversprechende Anwendungen bei Autos, die tiefgekühlten, flüssigen Wasserstoff als Treibstoff verwenden.\"

Satelliten sind auf ihrer Reise durch den Weltraum extremen Temperaturschwankungen von mehreren 100 ° C ausgesetzt. Die sensiblen Systeme an Bord benötigen allerdings einen wesentlich kleineren Temperaturbereich von einigen 10 ° C, um einwandfrei zu funktionieren. Die Satelliten werden deshalb mit einer aus bis zu dreißig Lagen metallbedampfter Kunststofffolie aufgebauten maßgeschneiderten Isoliermatte umhüllt.

Antrieb mit Flüssigwasserstoff
Temperaturen von -253 ° C müssen auch die von Magna Steyr Fahrzeugtechnik AG & Co KG entwickelten Wasserstofftanks aushalten. Die Abteilung Raumfahrt besteht seit 1989 und entwickelte sich in der Zwischenzeit zu einem etablierten Mitglied der Europäischen Raumfahrtindustrie. In Graz werden Subsysteme unterschiedlicher Projekte der ESA (European Space Agency) sowohl designt als auch hergestellt. Ein Produkt, auf das Managing Direktor Dr. Werner Gryksa besonders stolz ist, ist der erwähnte Cryogenic Tank für Automobile, die mit Flüssigwasserstoff betrieben werden. Magna machte sich hier den Technologietransfer aus der Raumfahrt zu Nutze. \"Der Tank entstand mit Hilfe des Wissens, das Magna bei der Entwicklung und Produktion der Cryogenic Versorgunsgleitungen für das Ariane 5 Programm erlangte, wie beispielsweise die hohe Materialbeanspruchung oder die Handhabung von Flüssigwasserstoff\", sagt Gryksa.

Einen Technologietransfer im großen Stil forciert seit Jahren die ESA mit dem \"Technology-Transfer-Program\". Das Programm besteht aus zwei Komponenten, erklärt Fritz Gampe, Senior Technology Transfer Program Officer der ESA: \"Wir betreiben einerseits den Technologie-Transfer im ursprünglichen Sinn und bieten andererseits Jungunternehmern, die eine bestimmte Raumfahrttechnologie selbst zur Marktreife führen wollen, Hilfestellungen - sowohl finanzielle als auch planerische.\"

Kostspieliger Transfer
Das Programm wurde 1991 ins Leben gerufen und gibt das Ziel vor, dass jährlich etwa zwanzig erfolgreiche Transfers abgewickelt werden. So ein Transfer ist aber kein Schnäppchen. \"Die ‚empfangende Seite‘ muss zum Transfer mindestens 40.000 Euro an Eigenmittel beisteuern. Im zweiten Halbjahr 2004 waren das aber immerhin acht Millionen Euro aus allen möglichen Geldquellen plus drei Millionen Euro rein privates Kapital für cirka zehn Transfers\", so Fritz Gampe über die Projektdimensionen.

Technologien und Materialien aus der Raumfahrt werden die irdischen Lebensräume der Menschen revolutionieren, ist Gampe überzeugt und \"Was im Weltraum funktioniert, das funktioniert auch auf der Erde\" lautet sein Credo. Der Weltraum bietet aber nicht nur der Automobil- und Medizintechnik eine Perspektive, sondern auch dem Wohnungsbau - seien es hoch effiziente flexible Solarzellen oder feuerfeste Materialien zum Schutz des Hauses. Ein Projekt des Technology-Transfer-Program rückt dabei in den Vordergrund: das Space House. Es ist kugelförmig, eine der stabilsten Formen die es gibt, und steht auf Stelzen. Die Stelzen isolieren das Space House nicht nur von Erdbeben bis zur Stufe 7, sondern auch vor überschwemmungen von drei Metern Höhe. Die Bewohner im Inneren sind komplett von der Außenwelt abgeschottet, das allerdings nicht wie erwartet mittels meterdicker Stahl- und Betonwände, nein, zum Einsatz sollen ultraleichte Plastikverbundstoffe mit Kohlefasern kommen. Dieses Material schützt auch Satelliten im Weltall vor äußeren Einflüssen.

Die ESA und Fritz Gampe wollen uns das Leben im Space House schmackhaft machen und stimmen die Bauweise der Häuser auf ländertypische Anforderungen ab. Für den Einsatz in österreich betont Gampe die Vorzüge wie die temporäre Installation eines solchen Hauses: \"Das Space House könnte als kleinere Einheit in ökologisch empfindlichen aber minimal-touristisch erschlossenen Gegenden aufgebaut werden. Die Häuser könnten dabei ausschließlich nachhaltige Technologien wie Photovoltaik oder Wasserrecycling verwenden.\" Der Visionär spricht auch davon, Massen-Touristischen Rückbau auf ein ökologisch verträgliches Maß zu ermöglichen, ohne dabei die Einkommen der direkt Betroffenen zu schmälern.

Für Spanien beispielsweise empfiehlt Gampe eine Solar-Vision, da es in Spanien kaum Solararchitektur gebe: \"Mit den Space-House-Solarzellen garantieren wir eine völlig autonome Energieversorgung des jeweiligen Hauses.\" An das Aussehen der Zukunfts-Häuser werden wir uns erst noch gewöhnen müssen. Ebenso an den Preis: eine erste Preisindiktion deutet auf die Machbarkeit eines Verkaufspreises von 3.000 Euro je Quadratmeter hin, allerdings \"mit zumindest einer autonomen Energieversorgung mittels Solarenergie und Erdwärmespeicher in neunzig Metern Tiefe”, wie Gampe betont und weiter: \"In Deutschland soll es in nächster Zeit mit dem Haus wirklich losgehen.\"

Gefragt sind neben Industrie und Medizin auch Kleidungsdesigner, Textilhersteller und Bekleidungsanbieter, die Technologien aus der Raum- und Luftfahrt auf terrestrische Anwendungen übertragen könnten. Hochentwickelte technische Textilien, die unter anderem im Auto- und Flugzeugbau in Verwendung sind, werden zum Beispiel zu Schutz-, Sport- und Freizeitbekleidung verarbeitet. Schwer entflammbar, hitzebeständig, schnittfest, wasserabweisend, antibakteriell oder elektronisch leitfähig, das sind die Eigenschaften der High-Tech-Gewebe. Feuerfeste Materialien sind aber auch im Wohnungsbau gefragt. Weltraumlabore und Forschungsstationen müssen feuerfeste Vorgaben erfüllen und bestehen daher aus feuerfesten Materialien, die auf Phenolsäure basieren. Diese Baustoffe können genauso Häuser auf der Erde schützen.

Die Profiteure
Die Weltraumforschung entwickelt innovative Materialkombinationen und neuartige Verfahren und findet in Zuge dessen auch Wege, diese neuen Techniken für zunächst nicht vorhergesehene Anwendungen im täglichen Leben umzusetzen oder zu adaptieren. Als Spin-Off-Beispiel der Kölner MST Aerospace GmbH kann hier ein Haltungsmonitor genannt werden, der mittels Ultraschalldistanzmessung die Körperhaltung und Bewegung der Wirbelsäule kontinuierlich erfasst. Ausgangspunkt für diese Entwicklung war die Tatsache, dass, obwohl die Wirbelsäue gerade in der Schwerelosigkeit am geringsten belastet wird, zwei Drittel aller Astronauten über Rückenprobleme klagen, so die MST Aerospace.

Die mit Hilfe des Ultraschallmessgerätes gewonnenen Daten seien wichtig, um typische Bewegungsmuster und Haltungen zu erkennen und langfristigen Schäden vorzubeugen. Laut MST Aerospace reicht das Anwendungsspektrum des Gerätes von Sport, Orthopädie und Physiotherapie bis zur ergonomischen Arbeitsplatz- und Sitzplatzgestaltung. Beispielsweise können sich Auto und Autositz so dem Körper des Menschen anpassen, dass es zu keiner erhöhten Belastung der Wirbelsäule und Haltemuskulatur kommt.

Die Technologietransfers führen zu verbesserten Diagnose- und Behandlungsmethoden und bringen Komfort im Alltag. Den beteiligten Industriepartnern erschließen sich durch die Transfers nicht unerhebliche Umsatz- und Kosteneinsparpotenziale.

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Später Anpfiff

Die Austrian Energy Agency, Speerspitze der Energieforschung und Energieberatung beweist soeben, wie wichtig es ist in WM-Zeiten wie diesen, den richtigen Kick zu haben. Kurz vor dem Ende der Vorrunde der Fußball WM weisen die weisen Experten der Energieagentur darauf hin, dass es nicht optimal ist einen Fernseher zu kaufen, der viel Strom verbraucht. Wählt man ein effizientes Gerät lassen sich je nach Größe und Typ des Guckers zwischen 49 und 80 Prozent Strom sparen, so die Energieagentur. All jenen, die sich bereits vor Beginn der WM einen Fernseher gekauft haben nutzt der Hinweis freilich nix. Ihnen zum Trost sei darauf hingewiesen, dass die Energy Agency rechtzeitig vor der WM 280 aktuelle Fernseher getestet hat und es nur etwa ein Drittel davon geschafft hat in die Liste von www.topprodukte.at aufgenommen zu werden. Dort sind jene Fabrikate gelistet, die man hätte kaufen sollen. \"Das spürt man richtig die Effektivität der Abseitsfalle, die dazu führt, dass Fehler passieren, die nicht passieren dürfen“, würde Herbert Prohaska vermutlich kommentieren.
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Mobile E-Mail-Welle

\"Mit der Kombination aus dem Nokia 9300 Smartphone und den vielfältigen Blackberry-Funktionalitäten bringt mobilkom austria in Zusammenarbeit mit Nokia und RIM jetzt ein echtes Business-Allroundgerät auf den Markt\", zeigt sich Hannes Ametsreiter, mobilkom-Vorstand Marketing, Vertrieb und Customer Service zufrieden. Das Gesamtpotential für Blackberry-fähige Devices sei enorm, da sich durch deren Einsatz die Effektivität in Unternehmensabläufen erheblich steigern ließe. \"Die Aufnahme des Nokia 9300, das zur Zeit eines der beliebtesten Business-Endgeräte ist, in das Blackberry-Portfolio der mobilkom ist ein wichtiger Milestone zur Ausschöpfung dieses Potenzials.\"

Die wohl wichtigste integrierte Blackberr®-Funktion des neuen Nokia 9300 Smartphone ist Push-E-Mail: Alle E-Mails, die in der Inbox im Büro landen, werden gleichzeitig auch am Handy angezeigt und können dort gleich bearbeitet werden. Alle Veränderungen oder Bearbeitungen, die dabei mit dem Handy vorgenommen werden, werden automatisch auf dem normalen E-Mail-Account \"gespiegelt\": Löscht man also beispielsweise ein E-Mail aus der Inbox des Handys, wird der gleiche Vorgang auch am Mail-Account im Büro durchgeführt. überfüllte Mail-Accounts nach Dienstreisen oder unbeantwortete Kundenanfragen gehören damit endgültig der Vergangenheit an.

Außerdem gibt es einen integrierten Kalender mit Erinnerungsfunktion, der gleichzeitig auch ein Terminmanager ist: Vom Kalender aus gelangt man direkt in die Aufgabenliste mit Platz für kurze Notizen. Dank drahtloser Synchronisation via Bluetooth oder Infrarot können sämtliche Kalenderdaten einfach und schnell mit dem Laptop oder PC abgeglichen werden.

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Erwin Ziegelmeister

\"Unser Ziel war es, ein schlichtes Haus mit einem maximalen Anteil anm ökologischen Bauteilen zu einem vernünftigen Preis zu errichten“, erklärt der Bauherr Erwin K. Er wurde mit seinem Haus kürzlich zum Quartalssieger des Ziegelhaus-Fotowettbewerbs gekürt. Beim Bau den Eigenheims kam jede Menge gebrannter Ton zu Einsatz: Die Wände und das Dach sind aus Ziegel. Zusätzlich hat Herr Erwin einen Gewölbekeller aus Ziegel gemacht und in der Küche eine sogenannte Toskanadecke installiert, die aus Holzbalken und Ziegel besteht. Das Haus ist mit einer kontrollierten Wohnraumlüftung ausgestattet und entspricht dem Niedrigenergiehausstandard. Bei den Baukosten läuft das Gebäude in der Kategorie bis 200.000 Euro, was angesichts der Größe und Ausstattung wohl nicht ohne einen erheblichen Anteil an Eigenleistung machbar erscheint. Geplant hat das Haus Baumeister Humer aus Peuerbach.Für die nächste Runde des Wettbewerbs wartet der Verband gespannt auf neue Einreichungen, die auch von Architekten und Baumeistern kommen können.
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