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Archiv (11315)

Kärntner Volkszorn

Anfang Juni präsentierte die Verbundgesellschaft ihren Nachhaltigkeitsbericht 2005. \"Unser Bericht zeigt, daß sich umweltschonendes und sozial verantwortliches Handeln auszahlt“ kommentiert Verbund-Chef Hans Haider. Worte, die in der Gemeinde Ebenthal bei Klagenfurt derzeit nicht gehört werden. Dort möchte der Verbund gemeinsam mit den Klagenfurter Stadtwerken ein Gas-Dampf-Kraftwerk errichten. Die Anlage soll das bestehende Fernheizkraftwerk ersetzen. Das Problem: Ebentahls Bürgermeister Franz Felsberger will den prognostizierten Mehrausstoß an Emissionen nicht hinnehmen. Er engagierte unterstützt von sechs Bürgerinitiativen renommierte Gutachter, die der Anlage kein gutes Zeugnis ausstellen. \"Das Kraftwerk würde beim Stickstoffdioxid-Ausstoß massiv gegen neue gesetzliche Grenzwerte verstoßen“, sagte der Umwelthygieniker Gerd Oberfeld zur \"Kronen-Zeitung“. Auch die Metereologin Helga Kromp-Kolb spricht sich gegen die Verbund-Pläne aus. Der von der Gemeinde konsultierte Umweltjurist Wolfgang List geht davon aus, dass der Bauantrag aufgrund der vorgelegten Gutachten vom Umweltsenat des Landes abzulehnen sei. Der Verbund hat insgesamt 22 Gutachten eingereicht und hofft dennoch die Genehmigung für das Maga-Kraftwerk zu erlangen.
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übernahme am Storage-Markt

Der kalifornische Speichernetzwerkspezialist Network Appliance holt sich den Datensicherheitsspezialisten Decru an Bord. Den Ausbau seines Portfolios an Datensicherheits-Lösungen will sich das Unternehmen 272 Mio. Dollar in bar und in Aktien kosten lassen. Die übernahme soll im Oktober 2005 abgeschlossen sein, teilte Network Appliance mit.

\"In einer Zeit, in der die Sicherheit der Daten im Vordergrund steht, wird die Verschlüsselung zu einem entscheidenden Faktor der Dateninfrastruktur\", sagte Dan Warmenhoven, CEO Network Appliance. \"Die kürzlich öffentlich bekannt gewordenen Sicherheitslücken verdeutlichen, dass Unternehmen und öffentliche Einrichtungen sensible Geschäfts-, Mitarbeiter- und Kundendaten effektiver schützen müssen\", so Warmenhoven. Decru ist branchenweit für sein Know-how im Verschlüsselungsbereich bekannt.

Network Appliance arbeitet nach eigenen Angaben bereits seit Januar 2004 mit Decru zusammen. Das nicht börsennotierte Datensicherheitsunternehmen Decru wurde im Jahr 2001 gegründet und beschäftigt 73 Mitarbeiter. Insgesamt konnte sich die Firma seit ihrem Bestehen nach eigenen Angaben mehr als 45 Mio. Dollar an Risikokapital angeln.

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Viele Fragezeichen

Nach herben Niederlagen zu schweigen ist in der Wirtschaft gar nicht angebracht. Das Management der OMV weiß das und geht nach dem Flop um die Verbund-übernahme sogleich in die Offensive. Deutlich gemerkt haben das alle Leser der Wochenendausgaben von »Kurier«, »Standard« und »Presse«, deren Coverseite die OMV mit vielen Fragezeichen versehen hat. Sie galten nicht der Verantwortung für die kolossale Geldvernichtung, die im Zuge der »Fusion« mit dem Verbund passiert ist, sondern der Kampagne »Move & Help«, mit der der öl- und Gasriese internationale Bildungsprojekte unterstützt. Das ist löblich, analphabetischen Kindern nutzt es aber nix, wenn die OMV ihr Engagement um viel Werbegeld in die Welt hinauspaukt. Und trotzdem hat die OMV keine andere Wahl, als in die Imagepflege zu investieren. Und in Erneuerbare, was andere global tätige ölkonzerne, wie etwa BP, längst tun. So gesehen hinkt die OMV nach. Wenn OMV-Chef Ruttensdorfer jetzt von der zunehmenden Bedeutung der Erneuerbaren spricht und den Umbau des Konzerns ankündigt, könnte jemand auf die Idee kommen, zu fragen, ob die Megainvestitionen in Petrom und Petrol Ofisi nicht Investments in die Vergangenheit waren. Andererseits ließe sich auch über die Bedeutung der nun locker gemachten hundert Millionen sinnieren. Und was man damit etwa im Segment Wasserstoff bewegen will - oder in der Geothermie. Viel Hightech kann um diese Summe jedenfalls nicht sprudeln, woraus sich schließen lässt, dass das nun vorgestellte Projekt zwar nett klingt, in der Weiterentwicklung der Erneuerbaren aber bestenfalls eine Fußnote darstellen kann. Andere ölriesen haben da einen gewaltigen Vorsprung, die OMV jetzt einmal den guten Willen. Ob der reicht oder ob die wirkliche Strategie nicht weiterhin Verbundgesellschaft heißt, wird sich nach den Herbstwahlen zeigen. (art).
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Gestörte Signale

Zu den etwa 800 in Wien verteilten UPC Telekabel-Mitarbeitern kamen etwa 300 des Breitband-Internetanbieters Inode. Ein Teil davon sitzt im Millennium-Tower. Die Chefs sitzen in der Wolfganggasse, die Technikzentrale ist in der Erlachgasse im 10. Bezirk. Was liegt da näher, als über eine neue Firmenzentrale nachzudenken. Aus Sicht von UPC gilt die Technikzentrale aber als »nicht aussiedelbar«, so Unternehmenssprecher Gustav Soucek. Er dementiert Planungen für eine neue Zentrale und liegt damit ziemlich daneben: »Wir sind mitten in der Startphase«, erklärt Karl-Heinz Strauss, Geschäftsführer des Projektentwicklers Strauss & Partner. Die Planung von Heinz Neumann für die Erlachgasse sei akzeptiert, noch heuer werde es eine Entscheidung geben, erklärt er. Alternativ dazu werde auch ein Konzept für einen anderen Standort ausgearbeitet. »Unsere Kooperation mit Kapsch macht vieles möglich«, glaubt Strauss. Das glaubte auch der Eigentümer der Liegenschaft Erlachgasse, die Dittes KG. Damals planten die Wiener Architekten Silja Tillner und Helmut Richter dem Vernehmen nach eine Erweiterung, mit der UPC nicht recht konnte. Das Projekt ist baugenehmigt, landete trotzdem später bei Strauss, der Neumann mit der Neuplanung beauftragte.
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Mehr Sicherheit in der Luft

Seilbahnen, Handymasten und Hochspannungsleitungen sind nur einige Hindernisse, mit denen Piloten in Bodennähe immer wieder konfrontiert sind. Studenten der Fachhochschule Wiener Neustadt, Studienrichtung Geoinformationstechnologie, präsentierten kürzlich am Fliegerhorst Brumowski in Langenlebarn (Bezirk Tulln) vor kurzem die erste \"Luftfahrthindernisdatenbank\". Sie machten in ganz österreich über 8.000 Flug-Hindernisse ausfindig. Realisiert wurde dieses Projekt von der Fachhochschule Wiener Neustadt in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Bundesheer und der Flugrettung des öAMTC.

Das Team um Projektleiter Friedrich Teichmann hatten es sich zum Ziel gesetzt, erstmals alle bekannten Flug-Fallen im österreichischen Luftraum auf einer Datenbank zu erfassen. Bislang waren diese Informationen nicht zentral erfasst. In Interviews mit Bundesheerpiloten und öAMTC-Flugrettern wurde ausfindig gemacht, welche Informationen ein Pilot über Luft-Hindernisse braucht und welche wünschenswert wären. Anschließend recherchierten die Fachhochschul-Studenten bei der Austro Control Group und in den Bundesländern, wo in österreich tatsächlich gefährliche Hindernisse auf die Piloten lauern. In einer viermonatigen Projektarbeit fügten sie alle Daten zusammen. Damit die Fülle an Informationen auch ein anschauliches Bild ergibt, visualisierten sie das Ganze mit einem Geoinformationssystem.

Für das Bundesheer und die Flugrettung des öAMTC wurden die Daten so aufbereitet, dass sie in die Flugplanungssysteme, Führungsinformationssysteme und Navigationsgeräte der mit GPS ausgestatteten Flugzeuge und Hubschrauber integriert werden konnten. Die Hindernisdatenbank soll künftig auch Sport- und Freizeitfliegern zur Verfügung stehen.

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Auslandskarriere für Frauen

Bereits zum dritten Mal trafen sich rund 140Business-Frauen in der Raiffeisen Zentralbank (RZB), um überdas Thema \"Auslandskarriere - Traum oder Alptraum\" zu diskutieren. Prominente Talkgäste wären dabei Jörg Pribil (CEO Nokia österreich/Schweiz), Gudrun Hager (Wirtschaftskammer österreich, Leiterin Außenhandelsstelle Chicago/USA), Olimpia Panfil (Internationale Konsulentin für Strategisches Marketing), Susan C. Brunner (Communications Director & Business Development North America) und Diana Zack, RZB Marketing.

International erfolgreiche Business-Frauen aus österreich, so ergab eine bei der Veranstaltung vorgestellte Studie, haben im Rahmen Ihrer Karriere durchschnittlich vier Auslandsstationen absolviert. Rund 70 Prozent der Auslandsaufenthalte entfallen dabei auf europäische Länder, jeweils rund 13 Prozent auf USA und Asien, während Afrika und Australien kaum eine Rollespielen. In österreich sind weibliche Top-Managerinnen demnachunterrepräsentiert: Während in österreich lediglich eine Frau unter den Top-25-Managern des Landes sind, seien es in den USA immerhin sechs.

In der Podiumsdiskussion warnte Jörg Pribil davor, eine Auslandskarriere ohne Absprache mit dem Partner zu planen: Dies könne zur erheblichen Schwierigkeiten bis hin zum Bruch der Beziehung führen. Für die Karriereplanung wies Pribil auf die Bedeutung branchenspezifischer Seminare hin, die häufig mehr brächten als ein MBA-Programm. Grudrun Hager wies aufdie positiven Seiten von Auslandsaufenthalten hin, von denen gerade Kinder stark profitieren könnten: Ihre Tochter, so Hager, habe durch zahlreiche Auslandsaufenthalte perfekt Mandarin, Polnisch, Englisch und Französisch gelernt. Diana Zack stellte die Globalisierung als große Chance vor allem für Frauen heraus: Fachlich fundierte Managerinnen seien überall gefragt, so Zack. Außerdem würden ihrer Erfahrung nach österreicherInnen wegen ihrer Mentalität und Ausbildung auf internationalen Märkten besonders geschätzt.

Wie schon bei den vergangenen Veranstaltungen waren auch diesmal wieder zahlreiche engagierte österreichische und internationale Frauennetzwerke beteiligt, unter anderem Business Professional Women, Women`s Career Network, ZontaInternational, Club Alpha und das Frauennetzwerk Medien.

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Präziser überblick

Das 2005 gegründete Unternehmen bietet mit luftgestützter, dreidimensionaler Erfassung von Objekten, Landschaft und Vegetation Lösungen für viele Bereiche der Wirtschaft. Aber auch Kommunen und Länder sollten von der Effizienz dieser Innovation profitieren - das Kostensenkungspotenzial aus der neuen Technologie soll bis zu neunzig Prozent betragen. »Wir glauben, dass dieser Markt enorme Entwicklungschancen über die Landesgrenzen hinaus birgt«, sind sich Hans Lukits und Josef Münzenrieder, Vorstände des Mutterunternehmens Bewag, einig. Das Werkzeug steht vielen Nutzern offen: Infrastrukturbetreibern im Straßenbau, Eisenbahnlinienbetreibern oder Betreibern von Pipelines kann die Technologie zur Optimierung von Trassenverläufen und der exakten Ermittlung des Geländeniveaus sowie der Erstellung von Dokumentationen und Simulationen dienen.
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Endstation Ausverkauf

SEG raus, CEE rein. Die SEG Immo AG lädt am 20. Juni zur Hauptversammlung (HV), das Kürzel SEG soll dabei durch CEE, ist gleich Ostfantasie, ersetzt werden. Das bewegte Management um die Vorstandsvorsitzende Silvia Wustinger-Renzeder versucht, mit dieser SEG-Tilgung in der AG den gleichnamigen Bauträger SEG aus dem Ungemach der AG herauszuhalten. Zugleich dient die Umbenennung der Zukunft, die aller Voraussicht nach von anderen Akteuren bestimmt wird. Bekanntlich hat die Eco Business Immobilien AG mittlerweile ihren Willen erklärt, die SEG AG um vier Euro pro Aktie zu übernehmen.
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Neuer Netzwerker

Mit Februar 2005 übernahm Roman Grabner, 31, die Funktion des Key Account Managers für den Bereich Network Analysis bei schoeller network control.

Roman Grabner war bei BMC Software und Computer Associates als Account Manager tätig und war verantwortlich für den Ausbau des Partnergeschäfts, die Betreuung von Key Accounts sowie die Neukundenakquise.

Nach der Matura am TGM für Nachrichtentechnik im Jahr 1993 studierte Roman Grabner an der TU Wien Informatik und Wirtschaftsinformatik. Bereits während des Studiums arbeitete er für Firmen wie Siemens, Alcatel und IBM. 1996 startete er seine Karriere bei Ericsson Austria und war dort unter anderem für die Applikationsentwicklung \"Interactive Call Assistants\

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Beton versus Glas

Alfred Bankhamer

Transparenz, lichtdurchflutete Räume und leichtfüßig wirkende Ganzglasfassaden haben unbestritten ihren Reiz, dem auch Architekten und Bauherren nicht widerstehen können. »In Wien schossen Glasfassaden wie die Pilze aus dem Boden«, meint Vladimir Zalesak, Konsulent für Fassadentechnik bei Alcan Austria, »leider müssen die Nutzer aus Kostengründen oft viele Abstriche hinnehmen.« Dann etwa, wenn die Sonne bei der Computerarbeit blendet oder das Büro klimatisch in die Tropenzone versetzt wird. Selbst komplexe Beschattungssysteme helfen bei Planungsfehlern wie etwa bei den Twin Towers am Wienerberg meist nicht mehr. Hier wurde offensichtlich die erwärmende Wirkung eines Glashauses unterschätzt. Selbst die bis zum Glühen laufenden Klimaanlagen konnten der Kraft der Sonne nicht Herr werden. Schwitzende Büroangestellte und Mieter stiegen deshalb auf die Barrikaden. Mit Erfolg: Eine zweite Glashaut soll nun das Problem lösen. Bausünden wie diese haben die Glasarchitektur etwas in Verruf gebracht. Dass manche gläserne Bürobauten wahre Energievernichter sind, hat sich in der Branche schon herumgesprochen. Und der Energieausweis wird laut Experten noch weitere kräftige Korrekturen bei der Bewertung von Gebäuden bringen.

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