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Aufstieg bei Avaya

Der IKT-Integrator Avaya gab bekannt, dass Morag Lucey seit 1. Oktober für die EMEA-Region als Vice President Marketing verantwortlich zeichnet. Lucey steuert damit die Marketing-Aktivitäten in sämtlichen Geschäftsbereichen, Vertriebskanälen und Lösungen in der gesamten EMEA-Region.

Ihre berufliche Laufbahn bei Avaya startete sie 2001 als Global Director of Application Marketing. 2002 war Lucey für den Bereich Multi-Channel-Marketing in USA, Kanada sowie Mittel- und Lateinamerika verantwortlich. Die letzten drei Jahre hat Morag Lucey die globalen Marketing-Aktivitäten rund um die Mittelstands-Lösungen von Avaya geleitet. Vor ihrer Tätigkeit bei Avaya war Lucey sowohl bei Microsoft als auch bei Nortel Networks in leitenden Positionen tätig.

“Als Vice President Marketing für EMEA wird Morag Lucey auf ihrer umfassenden Expertise sowohl im SMB wie auch im Großkunden-Geschäft, kombiniert mit der vielfältigen Erfahrung im indirekten Vertrieb, aufbauen können”, erklärt Jocelyne Attal, Chief Marketing Officer, Avaya. “Die umfangreiche installierte Basis von Avaya-Produkten in der Region EMEA, beginnend bei IP Office über Integral 5 und Integral 55 bis zu den Multivantage Lösungen, bietet Morag Lucey beste Voraussetzungen für einen Erfolg in allen Bereichen.“

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Hart im Nehmen

In Großbritannien ist der Belinea 101717 bereits sehr erfolgreich etabliert. Haupteinsatzbereiche sind Schulen und Universitäten. Der Oberflächenschutz durch das Sicherheitsglas soll das Panel unempfindlich gegen Berührungen und Kratzer machen. Anwender können zudem den Flachbildschirm in der Höhe verstellen (Lift-Funktion), um 90 Grad drehen (Pivot-Funktion) und zur Seite schwenken (Swivel-Funktion). Das 17-Zoll-Display ist aber nicht nur für den Einsatz in Bildungsstätten, oder an Beraterarbeitsplatzen geeignet. Auch Multimedia-Anwendungen sind für den Flachbildschirm kein Problem: Er verfügt über ein TN-Panel, eine Reaktionszeit von 8 Millisekunden und integrierte Lautsprecher.

Technische Daten:
- 17 Zoll (43,18 cm)
- TN-Panel
- Oberflächenschutz durch Sicherheitsglas
- 8 ms Reaktionszeit
- 270 cd/m2 Helligkeit
- Kontrastverhältnis: 500:1
- Anschluss analog (D-Sub)
- 140°/130° (CR > 10:1) Betrachtungswinkel h/v
- Integrierte Lautsprecher
- Lift-, Swivel- und Pivot-Funktion
- Preis: 369 Euro

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Das Killerumfeld

Jedes Jahr an einem andern Ort trifft sich die Breitbandindustrie und präsentiert auf dem World Forum die neuesten Trends. Heuer gaben sich Alcatel, Ericsson, Siemens & Co in Paris ein Stelldichein und präsentierten durchwegs gute Nachrichten. Die Auftragsbücher füllen sich und die Telcos dieser Welt investieren wieder in Datenautobahnen - und sind dabei gnadenlos pragmatisch geworden. Vorbei die Zeiten, da über Technologie gestritten wurde, jetzt kann alles mit allem, wenn’s nur dem Nutzer was bringt. Es gibt keine künstliche Trennung mehr, weder entlang der Anbindungstechnologien noch entlang der Grenzen zwischen mobil und drahtgebunden. Da passte perfekt, dass der Inbegriff des Mobilfunkanbieters, Vodafone, ankündigte, künftig auch ins Festnetz einzusteigen. Die Religionskriege haben aufgehört, die Welten wachsen endgültig zusammen und die Anbieter haben aufgehört, nach Heilbringendem zu suchen. Hyam Bolande von Alcatel bringt es auf den Punkt: »Wer nur auf eine Welt setzt , wird auf der Strecke bleiben.«

Und Johann Bergendahl vom schwedischen Anbieter Ericsson setzt nach: »Wir sind technologie-agnostisch.« Eine starke Ansage, die ausgerechnet von einem Konzern kommt, der sich als Erfinder von Standards einen Namen gemacht hat.

All-in-one. Was funktioniert, dem Zweck dient und dem Endnutzer hilft, wird kombiniert - egal, ob das WiMAX, UMTS, 4G, Glasfaser oder DSL heißt. Den Endkunden interessiert’s ohnedies nicht - er will, dass die Dienste, die er braucht, funktionieren. Deshalb müssen alte und neue Teile eines Netzes miteinander können. Das IP-Protokoll sorgt dafür und bringt über Multimedia Geschwindigkeit auf die Systeme. Die neue Offenheit hat ein Kürzel: IMS = IP Multimedia Subsys­tem. Damit werden Barrieren endgültig abgebaut und bisherige Grenzen zwischen System gehören der Vergangenheit an. »IMS passt das Netz dem Nutzer an«, meint Alcatel-Mann Hyam Boland, und Johann Bergendahl bringt es auf den Punkt: »Wir haben aufgehört, nach einer Killerapplikation zu suchen, jetzt entsteht das Killerumfeld.«

»Was bisher die breite Erschließung des Massenmarktes verhindert hat«, meint Michel Rahier, Präsident der Alcatel-Festnetzsparte, »ist, dass wir den Nutzer überfordert haben.« Ein Wust an unterschiedlichen Technologien, verpackt in unendlich viele Engeräte, auf denen Dienste laufen, die enge Grenzen innerhalb des eigenen Systems haben - das vergällt das Anwenderdasein. Komplexe Netze einfach nutzbar machen, ist jetzt das Thema. Darüber hat die ­Branche schon bisher viel geredet, jetzt ist sie mittendrin im Umbauen. Das ist die gute Nachricht aus Paris.

wortwörtlich

»Die Branche konsolidiert sich. Bisher gab’s fünf bis sechs Spieler, nach dem Alcatel/Lucent-Zusammenschluss und der Nokia/Siemens-Kooperation gibt’s noch drei - das macht vieles einfacher. Aber diese Industrie will kein Microsoft-Syndrom.« Johann Bergendahl, Ericsson.

»Wer Video übers Internet liefern will, braucht verlässliche Bandbreiten - im Gegensatz zu heute. Denn wer nur auf Webseiten browst, erkennt kaum den Unterschied zwischen zwei Megabit und 512 Kilobit. Wenn aber das Videobild zu ruckeln beginnt, ist der Ofen aus.« Phil Tilley, Alcatel.

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Wenn der Laptop zum Desktop wird

Eine Docking Station erspart dem User das oft mühsame An- bzw. Abstecken von Monitor, Tastatur und anderen Peripheriegeräten an das Notebook. Die Leistungsfähigkeit des Laptops wird dabei nicht beeinträchtigt.
Die neue Notebook Expansion Dock VGA von Kensington verbindet über eine einzige USB-Schnittstelle fast alle Desktop-Peripheriegeräte sowie 17- oder 19-Zoll-Monitore mit sehr hoher Auflösung mit dem tragbaren Rechner. Mit der patentierten Clear-View-Technologie können Geräte auf 24-Bit-Colour-Standard betrieben werden. Darüber hinaus unterstützt sie das Abspielen von Videos auf externen Monitoren, wie auch auf externen Flat-Panels, bei Display-Auflösungen von 1280 x 1024 Pixel. Dank der Plug-and-Play-Technologie wählt die Docking Station automatisch die besten Monitor-Einstellungen.
Durch das keilförmige Design kann das Notebook auf eine optimale Höhe gebracht werden, wodurch sich die Notebook-Kühlung verbessert.

Features:
- Monitor/Video Port (VGA)
- Ethernet 10/100
- 4 USB 2.0 Ports
- Stereo Audio-out (für Lautsprecher/Kopfhörer)
- Audio-in (Mikrofon)

Die Notebook Expansion Dock VGA ist ab sofort zu einem Preis von 179,90 Euro für Windows 2000, XP Home and XP Pro im Handel erhältlich.

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Keine Streichung

\"Zu Ihrer Kurzmeldung Preiserhöhung bei Inode in der September-Ausgabe des Telekommunikations & IT Report ist es bei dem Gespräch mit Herrn Helfert offenbar zu einem Missverständnis gekommen, das wir hiermit gerne berichtigen möchten: Telenode von Inode ist nie ein wiederverkaufter e-Tel Dienst gewesen, sondern ist seit der Einführung im Jahr 2003 (Inode war, wie sie wissen der erste Anbieter in österreich, der VoIP Services auf den Markt gebracht hat) ein eigenständiges Inode Service. etel fungierte bis zur übernahme durch UPC lediglich als Interconnection-Provider für Inode.

Weiters wurde auch nie geplant, dass die kostenlosen Verbindungen zwischen Inode-Anschlüssen gestrichen werden. Vielmehr wurde die netzinterne Zone von Inode Telenode nun mittlerweile auch auf UPC Digital Phone Kunden ausgeweitet - d.h. von Telenode telefoniert man nun gratis zu UPC Digital Phone und umgekehrt. Wir wären Ihnen sehr verbunden, wenn Sie dies in der kommenden Ausgabe des TK & IT Report richtig stellen könnten.\"

Mit besten Grüßen
Mag. Doris Lenhardt
Pressesprecherin UPC/Inode

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Auf der Suche nach dem Schwarzen Gold

Das Erdöl kann auf eine bewegte Geschichte zurück blicken. Vor rund 12.000 Jahren erstmals von den Bewohnern Mesopotamiens entdeckt wurde es in Verbindung mit Sand und Schilf zur Abdichtung von Schiffsplanken genutzt. Die Babylonier verwendeten Erdöl zur Beleuchtung und im Frühmittelalter sorgte Erdöl als \"griechisches Feuer“ für Angst und Schrecken.
Seinen globalen Siegeszug startete das \"schwarze Gold“ aber deutlich später, durch den Einsatz als Treibstoff und in der chemischen Industrie. In der Mitte des 19. Jahrhunderts begann am Kaukasus, in Europa und den USA etwa zeitgleich und weitgehend unabhängig voneinander das \"Erdölzeitalter“. Zu internationaler Berühmtheit brachte es der Amerikaner Edwin Drake, dem die erste ölbohrung im Jahr 1859 zugeschrieben wird. In einer Tiefe von 21 Meter stieß er in der Nähe von Titusville auf eine große öllagerstätte. über Nacht wurde aus dem verschlafenen Nest in Pennsylvania ein El Dorado für Glücksritter. Bohrtürme und Baracken wurden errichtet und der \"ölrausch“ nahm seinen Lauf. Seither wurden weltweit rund 900 Milliarden Barrel Erdöl gefördert. Ein Großteil der Reserven wurde in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts entdeckt. Seit den achtziger Jahren liegt die jährliche Förderung über der Kapazität der neu entdeckten Reserven. Wann das ölfördermaximum erreicht wird, ist unter Experten umstritten. Immer mehr Stimmen werden laut, dass der Peak Oil bereits überschritten ist, optimistischere Prognosen nennen den Zeitraum von 2010 bis 2020.
Tatsache ist, dass das Auffinden der noch vorhandenen, unentdeckten Erdöl- und Erdgasvorkommen immer schwieriger und aufwendiger wird. Die Zeiten als texanische Erdölbarone wahllos Löcher in die Erde bohrten und das öl sprudelte sind längst vorbei. Ohne den Einsatz modernster Technologien und neuester wissenschaftlicher Erkenntnis, schlummern die Energiereserven ungenutzt im Erdinneren vor sich hin. Die Suche nach Erdgas- und Erdöllagerstätten ist mit hohen Kosten und wirtschaftlichen Risiken verbunden. öl und Gas werden - noch - nicht knapp, aber die Förderung wird immer teurer. So lag etwa die Erfolgswahrscheinlichkeit für die in diesem Jahr von der OMV in Strasshof und Ebenthal durchgeführten Bohrungen bei lediglich zwölf Prozent. Alleine die Bohrungen in Ebenthal schlagen mit rund sieben Millionen Euro zu Buche. \"Wenn nichts gefunden wird, ist dieses Geld verpulvert“, sagt Reinhart Samhaber, Geschäftsführer der zuständigen OMV Exploration & Production GmbH. Kein Wunder, dass man bei der OMV über die aktuellen öl- und Gaspreise hoch erfreut ist.

Aufstöbern von Fallen
Um das Risiko erfolgloser Probebohrungen so gering als möglich zu halten, müssen die Gebiete, in denen gute Erfolgschancen für die Aufsuchung von Lagerstätten bestehen, eingegrenzt werden. Diese Eingrenzung ist Aufgabe der Geologen. Mit zwei- und dreidimensionaler Seismik wird das Erdinnere untersucht und auf versteckte Fallen, in denen sich öl und Gas befinden könnten, untersucht.
Bei der 2D-Seismik werden Schallquellen und Geophone in einer Linie angeordnet. Die Geophone registrieren die reflektierten Schallquellen und liefern so ein zweidimensionales vertikales Schnittbild der Erdschichten unterhalb dieser Linie. Zwischen diesen Punkten bleibt aber eine Vielzahl an weißen Flecken, teure Probebohrung sind oft die einzige Alternative.
Deutlich aussagekräftiger ist die 3D-Seismik. Dabei werden mehrere Linien von Schallquellen und Geophonen netzförmig angeordnet und ergeben so ein dreidimensionales Ultraschallbild. Jeder Streifen zeigt eine andere Schicht im Erdinneren, die Farbe liefert den Geologen Informationen über die Qualität der Schichten. \"Mit Hilfe der 3D-Seismik können wir etwa unterirdische, ehemalige Flussläufe erkennen. Das bedeutet Sand, was wiederum auf Reservoirs schließen lässt, die potenzielle Kandidaten für Fallen sind“, sagt Philipp Strauss, Geologe bei der OMV. Letzte Sicherheit darüber, was er tatsächlich gefunden hat, gibt es für den Geologen nicht. Erstellt wird eine Indizienkette, der eine Berechnung von Wahrscheinlichkeiten folgt. Diese Wahrscheinlichkeiten gilt es, der Führungsriege schmackhaft zu machen. \"Ein Explorationist muss auch immer auch ein Optimist sein“, sagt Erwin Herndler von der OMV Exploration & Production GmbH. Schließlich ist eine Fundwahrscheinlichkeit von zwölf Prozent nicht allzu viel versprechend. In diesem Fall hat sich das Millionen-Risiko gelohnt. In Ebenthal sollen rund 1,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas lagern, in Strasshof sogar vier Milliarden Kubikmeter. Damit decken diese beiden neuen Erdgasfelder drei Viertel des jährlichen österreichischen Gasverbrauchs.

Moderne Technologien
Ist das Erdöl- oder Erdgaslager erst einmal entdeckt, wird gebohrt. Die Anlage in Ebenthal betreibt das internationale Bohrunternehmen KCA Deutag. Wo sich noch vor kurzem Fuchs und Hase gute Nacht sagten, steht jetzt ein knapp 60 Meter hoher Bohrturm.
Durch die Richtbohr- und Horizontalbohrtechnik können mit einer einzigen Bohrung mehrere weit voneinander entfernte Lagerstätten erfasst werden. So kann auch unter dicht besiedeltem Gebiet gefördert werden. Zudem erhöht die horizontale Erschließung der Lagerstätten die Förderrate um ein Vielfaches. Während im Normalfall bis zu zwei Drittel der in einem Feld vorhandenen Reserven im Boden bleiben, erreicht die OMV eigenen Angaben zufolge in österreichs wichtigsten Lagerstätten einen Entölungsgrad von 66 Prozent. Kein Wunder, dass Langanger damit auch gleich relativ unbescheiden die Technologieführerschaft bei On-Shore-Aktivitäten für sich in Anspruch nimmt.

Hohe Ziele
Derzeit werden in österreich pro Tag 39.000 Barrel öläquivalent gefördert. Bis 2010 sollen es 50.000 Barrel sein. Laut Langanger eine realistische Einschätzung: \"Auf Basis der heutigen Reserven ist die öl- und Gasförderung in österreich für einen Zeitraum von mindestens weiteren 20 Jahren möglich.“ Die Funde in Strasshof und Ebenthal erlauben einen optimistischen Blick in die Zukunft. \"Im Wiener Becken gibt es substanzielle Mengen von öl und Gas“, ist Langanger überzeugt, auch wenn es schwierig ist, an sie heranzukommen.

3D-Seismik
Die dreidimensionale Seismik folgt dem Prinzip der Ultraschalluntersuchung beim Menschen. Auf Spezialfahrzeuge montierte Vibratoren erzeugen Schwingungen, die sich im Boden ausbreiten und an Gesteinsschichten im Untergrund reflektiert werden. An der Erdoberfläche befinden sich in regelmäßigen Abständen hoch empfindliche Schwingungsaufnehmer, so genannte Geophone, die die reflektierten Schwingungen empfangen. Die vorgesehene Messstrecke wird mit vier Vibratoren, die in einem Abstand von rund vier Metern angeordnet sind, im Stop-and-Go-Prinzip abgefahren. Bei jedem Halt werden die Vibratoren abgesetzt, die Hinterachsen angehoben und sinusförmige Schwingungen an den Boden abgegeben.
Die Informationen aus den Geophonen werden in Messboxen digitalisiert und auf Magnetband aufgezeichnet. Am Computer wird der geologische Aufbau des Untergrunds rekonstruiert und auf eine mögliche Erdöl- und Erdgasführung hin interpretiert. Auswertung und Interpretation der Daten dauern in der Regel drei bis sechs Monate.
Die betroffenen Grundeigentümer sind nach dem Mineralrohstoffgesetz verpflichtet, die Untersuchungen auf ihrem Grund und Boden zu gestatten. Nach Abschluss der Messungen werden die Flurschäden erhoben, Grund und Boden rekultiviert oder der Eigentümer entschädigt.

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Flash im Blitzlicht

Auch nach der vorjährigen übernahme von Macromedia durch Adobe hält der Multimediastandard »Flash« Einzug in Endgeräte aller Art. Nach der Eroberung und grafischen Bereicherung des Web nimmt sich Adobe nun den Mobiltelefoniemarkt vor. Kürzlich wurde mit Samsung eine eigene Benutzeroberfläche für die Endgeräte aus Fernost vorgestellt. Die gemeinsam entwickelte Lösung ist bereits im SGH-D900 enthalten und unterstützt den Nutzer sogar bei Anwendungen zu Terminerinnerungen, Nachrichten und Anruferinformationen. Derzeit entsteht ein regelrechter Markt rund um Flash. Musicplayer von iRiver etwa - vollständig in Flash programmiert.

Im regen Umlauf. Der Flash-Player als Client zur Wiedergabe von Flash-Inhalten ist Michael Mörtl zufolge bereits auf 98 Prozent aller mit dem Internet verbundenen PCs verfügbar. »Eine genaue Angabe zu den Geräten lässt sich nicht machen, wir gehen aber davon aus, dass es mittlerweile weit über 65 Millionen Geräte sind, mit stark steigender Tendenz«, sagt der Adobe Business-Development-Manager. Mörtl, für die Bereiche Video, Audio und Web zuständig, ist sich des Siegeszuges des Grafikstandards aufgrund seiner vielfältigen Vorteile sicher. Die Vision für die nächsten Jahre: Im Web werden Rich-Internet-Applikationen (RIA) zunehmend auf den Flash-Player als Client zurückgreifen. »Das liegt an der hohen Verbreitung des Players und an seiner sehr guten Erreichbarkeit. Flash-Inhalte lassen sich auch in Kombination mit den meisten Firewalls nutzen, sodass eine sichere Infrastruktur kein Hindernis darstellt«, erklärt Mörtl. »Zum anderen stellen wir mit Flex eine Technologie zur Programmierung von Rich-Internet-Applikationen bereit, die besonders komfortabel und flexibel nutzbar ist.« über die Entwicklerplattform lassen sich die dynamischen Flash-Inhalte leicht bereitstellen.

Darüber hinaus soll die Schmalspurversion Flash-Lite künftig auf mehr Geräten mit geeigneten Displays Verbreitung finden: MP3-Player, Mobiltelefone, aber auch Fernseher, Digitalkameras und andere mit einem Bildschirm ausgestatte Devices. Flash-Inhalte sind bei scharfer und exzellenter Darstellung beliebig skalierbar, daher können sie auf Bildschirmen mit unterschiedlichen Größen eingesetzt werden. Darüber hinaus lassen sich Flash-Inhalte wesentlich komfortabler programmieren als herkömmliche Benutzerschnittstellen. So hat beispielsweise Kodak bereits eine erste Digitalkamera mit einer Benutzeroberfläche auf Flash-Basis in den Markt gebracht.

Lob von allen Seiten. »Die Entwicklungszeit für Benutzeroberflächen reduziert sich mit Flash um ein Vielfaches, daher merken wir hier auch eine steigende Nachfrage seitens der Hersteller«, merkt der Multimediaexperte. Komplexe Anwendungen lassen sich mit den Technologien Flex und Flash in wesentlich kürzerer Zeit entwickeln als mit alternativen Technologien. Adobe adressiert mit seinen Produkten und Technologien ein vollständiges Lösungsportfolio für die Erstellung, Verbreitung und Programmierung von Flash-Inhalten.

Also alles eitel Wonne? Einen richtigen »Fehler« in dem Sinne gab es bei der bisherigen Strategie Macromedias nicht, schätzt Michael Mörtl. Alleine die Entwicklungsgeschwindigkeit der Multimediatechnologie hat an der Wahrnehmung vieler User sprichwörtlich vorbeigeschossen. Was zuerst war: Flash trat seinen Siegeszug mit interaktiven und animierten Grafiken im Internet an. »Die ›Skip Intro‹-Buttons sind vielen nach wie vor bekannt, daher wird Flash noch immer als Animationstechnologie wahrgenommen«, so der Experte. Dass aber die Technologie mittlerweile komplex programmierbar ist und eine optimale Infrastruktur für Rich-Internet-Applikationen bietet, sei im Schatten der alten Sichtweise noch nicht bei allen Usern angekommen. Den meisten Webentwicklern dagegen sind die mächtigen Fähigkeiten von Flash durchaus bewusst. Die nächste Generation scharrt schon in den Startlöchern: Nun soll das derzeit vielzitierte Web 2.0, also Onlineapplikationen, die sich wie eine normale Desktopanwendung verhalten, in einem hohen Maß von Flash profitieren.

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Themen die bewegen

Wenn die Branche im letzten Jahrzehnt eines gelernt haben sollte, dann ist es, dass Erfolg nicht planbar ist. Ob sich die milliardenschweren Akquisitionen von aufstrebenden Portalen wie MySpace oder YouTube durch Murdoch, Google und all die anderen rechnet, wird die Zeit weisen. Bis dahin darf man gespannt beobachten, ob die Nutzer auch nach solchen Megaübernahmen den erfolgreichen Konzepten die Stange halten.

Keine Diskussion gab es indes über den ebiz egovernment award 2006 des Report. Nach der Erstausgabe im Vorjahr, die immerhin die Spannung unentdeckten Neulandes für uns bereithielt, galt es heuer, das hohe Niveau an Einreichungen und Nominierungen möglichst wieder zu erreichen. Und es ist abermals gelungen: österreichweit wurden die besten E-Business- und E-Government-Projekte in allen Bundesländern aus insgesamt mehr als 130 Projekten gekürt. Die Bundessieger sind im aktuellen Report (+) PLUS porträtiert, alle Siegerprojekte der Landesausscheidungen finden Sie in diesem Heft. Nicht nur uns hat wieder die Vielfalt und Innovationskraft der Projekte überwältigt. Auch die Kontakte eines in Wien ansässigen Verlages mit der lokalen Szene in den Bundesländern sind unbeschreiblich motivierend. Die Bekanntschaften, die wir mit den Unternehmen schließen konnten, sollen nicht nur auf diesen Award beschränkt gewesen sein. Sie werden in diesem Medium künftig mehr aus den Bundesländern erfahren.

Immer in Diskussion ist eine IT-Lösung, die allen Vorteilen und Aussichten zum Trotz nicht abhebt, geschwiege denn überhaupt vom Markt angenommen wird: die digitale Signatur. Nicht einmal eine Förderaktion des Finanzministeriums für die Anschaffung einer einfachen Signaturlösung konnte das Interesse ankurbeln: Bis Jahresende 2005 nutzten weniger als 20.000 Anwender diese Förderung. Eines der Hauptprobleme ist laut dem Vorarlberger Digisign-Geschäftsführer Manfred Kasper die Tatsache, dass sich die Marketingstrategien bislang fälschlicherweise auf die Konsumenten und nicht die Unternehmen bezogen haben. Dabei könnten die Unternehmen weit mehr Nutzen aus der digitalen Signatur ziehen.

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Manager für Handys

Genervte Kundenanrufe wegen falscher Gerätesettings treiben die Kosten der Hotlines in die Höhe - Abhilfe schaffen dabei Unternehmen wie Synchronica. Nomen est omen, pusht Syncronica nicht nur E-Mails, Termine und Adressen auf die synchronisationsfähigen Handys sondern ermöglicht auch das Bestücken mit neuen Anwendungen und Updates over-the-Air.

Synchronica-Gründer Carsten Brinschulte kämpft dabei gegen Windmühlen: an die 100 Mio. Endgeräte wandern jährlich in die Hände ihrer Nutzer - und damit außer Reichweite der Hersteller und Netzbetreiber. Für Unternehmen wurde vor wenigen Monaten mit dem \"MobileManager“ eine Web-Oberfläche gestartet, mit der auch mehrere tausend Smartphones aus nur einer einzigen Konsole heraus in weniger als 30 Minuten in Betrieb genommen werden können. über Funk verteilt der Administrator neue Anwendungen, Konfigurationen oder Parameter. Damit entfällt das Einschicken der Geräte an die Serviceabteilung. Das erhöht die Verfügbarkeit der mobilen Endgeräte und senkt die Wartungskosten drastisch.

Windows Mobile hat bis jetzt nur zögerlich die Businesswelt erobert. Grund für die Zurückhaltung der Unternehmen, die Smartphones im größeren Rahmen einzusetzen, sind die hohen Installations- und Administrationskosten und vor allem das drohende Sicherheitsrisiko bei Geräteverlust. Mit dem MobileManager 1.0 von Synchronica erübrigen sich diese Bedenken. Verliert ein Mitarbeiter sein Handy, schützt der Administrator die vertraulichen Betriebsdaten vor Missbrauch über die wipe-and-lock Funktion. Die gespeicherten Daten werden über Funk gelöscht und das Smartphone gesperrt.

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Netzwerk im Biolager

\"Die Sorgen haben wir hinter uns“, erklärt Martin Schoppelt, Geschäftsführer telefon \" co. Nach acht Jahren IKT-Markt, gut 2000 Unternehmenskunden, geschätzten 80.000 Endkundeneinsätzen und unzähligen Partnerschaften mit IT-Service-Firmen und Telcos lehnt sich Schoppelt nun erschöpft aber zufrieden zurück. Die harten Jahre der Umsatzeinbrüche und Insolvenzen so mancher viel versprechender Partner sind Geschichte. Jetzt hofft man wieder auf Gegenbewegungen zu verstärktem Outsourcing von Netzwerkaufträgen der Großen. Der Geschäftsführer entstammt wie so mancher Branchenkollege der Innovationsschmiede Nixdorf und hat sich mit telefon \" co unter anderem als Subcontracter bei Masseninstallationen gewährt. \"In unserer Geschäftführung kommen alle vom Schrauben“, ist man sich der technischen Bodenhaftung bewusst und spielt den reichen Erfahrungsschatz gerne aus.

Zuletzt wurde der Schaffelhof Ochsner in Pama im Burgenland als größtes Bio-Getreidelager österreichs umfangreich vernetzt. telefon \" co. erbrachte für den Schaffelhof umfangreiche Dienstleistungen wie etwa die Ausrüstung des Getreidelagers mit Cat.7-Kabeln und Funkinternet, die Entfernung sämtlicher Oberleitungen sowie die Installation eines hausinternen Netzes für die Verwaltung. Ebenso erfolgte die Einbindung der Verwiegung in ein Netz von 55 Lagerstellen: nach der Qualitätsüberprüfung, Lagerzuordnung und buchhalterischen Erfassung sind die Daten in Echtzeit zentral an einem Ort in österreich, Raabs an der Thaya, verfügbar. \"Unser Vorteil ist, dass wir auch innerhalb einer Woche liefern können. Andere wie NextiraOne oder Kapsch brauchen bei Bestellungen wesentlich länger“, sieht Schoppelt.

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