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Neue Möglichkeiten erschließen

Auf Dachflächen, Schallschutzmauern oder Parkscheinautomaten sind sie zu finden: Solarzellen, die das Sonnenlicht einfangen und in elektrische Energie umwandeln. Die Wachstumsraten der Photovoltaikunternehmen betragen jährlich 30 Prozent. Nicht nur die wirtschaftlichen und ökologischen Chancen sind enorm, sondern auch die Herausforderungen für Unternehmer und Ingenieure.

Die klassische Solarzelle aus Silizium wird in vielen einzelnen Produktionsschritten gefertigt: Das in Blöcken hergestellte Silizium wird zunächst in quadratische Scheiben geschnitten. Anschließend lassen sich diese Wafer strukturieren, dotieren, beschichten und mit elektrischen Kontakten versehen. »Nano-Oberflächentechnologien und speziell Plasma gestützte Verfahren bieten eine große Palette von Möglichkeiten zur Texturierung und Beschichtung von Solarwafern im Nanometer-Bereich, die bisher noch nicht erschlossen sind«, erklärt Eckhard Beyer, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik IWS in Dresden. »Mit der Plasmatechnologie können wir mehrere Prozessschritte kombinieren und den Herstellungsprozess effizienter gestalten.« Die Forscher am IWS entwickeln Plasmaquellen, die bei Atmosphärendruck arbeiten und sich damit besonders zur Fertigung von Solarzellen eignen. Herkömmliche Beschichtungsquellen werden im Vakuum eingesetzt, was eine vergleichsweise teure Anlagentechnik erfordert.

Unter dem Dach des Innovationsclusters »nano for production«, erarbeiten die Forscher gemeinsam mit Unternehmern Konzepte für Ressourcen sparende Produktionsanlagen zur Herstellung von Hochleistungs-Solarzellen. »Mittelfristiges Ziel ist es, mit Hilfe der Nanotechnologie materialsparende dünnere und größerere Solarwafer herzustellen, die schnell in großen Stückzahlen gefertigt werden können. In einer Anlage können wir mehrere plasmachemische ätzschritte in Kombination mit Beschichtungsschritten durchführen«, beschreibt Beyer die Vorteile des Herstellungsverfahrens. »Diese neuen Fertigungsschritte lassen sich auch in bestehende Produktionslinien nachträglich integrieren.«

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Neustart in Baden - Württemberg

In weiten Teilen Baden-Württembergs herrscht Verstimmung. Verstimmung darüber, dass die Bewährungs- und Gerichtshilfe erstmals von einem privaten Träger übernommen wird und dieser Verein noch nicht einmal ein deutscher, sondern ein österreichischer ist. Die aus dem ehemaligen Verein für Bewährungshilfe hervorgegangen Organisation Neustart wird ab 1.1.2007 für die nächsten zehn Jahren die Bewährungs- und Gerichtshilfe in Baden-Württemberg übernehmen.
Für Verwunderung sorgt in Deutschland auch die Tatsache, dass mit Ulrich Goll gerade ein Justizminister die Privatisierung antreibt, galten doch Sicherheit und Justiz bislang als Hort der Beamtenschaft. Da Goll aber nicht nur Justizminister ist, sondern auch FDP-Politiker ist er für Slogans wie \"Weniger Staat, mehr privat\" durchaus empfänglich. Von der Auslagerung der Gerichts- und Bewährungshilfe erhofft sich Goll das, was sich alle Unternehmen und Institutionen von Outsourcing-Projekten erhoffen: Eine Steigerung der Qualität bei gleichzeitiger Reduktion der Kosten. \"Bei derzeit 100 Probanden und mehr je Sozialarbeiter kann ein Bewährungshelfer den Probanden nur noch verwalten, aber nicht mehr qualifiziert betreuen\", sagt Goll und beschwichtigt die Kritiker, dass \"die Bewährungs- und Gerichtshilfe keine zwingend hoheitliche Tätigkeit, sondern in erster Linie Sozialarbeit von Mensch zu Mensch ist\".

Erfolgreiches Pilotprojekt
Die Entscheidung für Neustart ist nicht zuletzt dank einem erfolgreichen, zweijährigen Pilotprojekt in Stuttgart und Tübingen gefallen. Während dieser Pilotphase ist eine Führungsstruktur etabliert worden, die eine einheitliche Umsetzung der vorgegebenen fachlichen Standards sicherstellen soll. Sämtliche Mitarbeiter seien bedarfsgerecht geschult und mit der nötigen technischen Ausrüstung versorgt worden, heißt es aus dem Justizministerium Baden-Württemberg. Zudem soll ein von Neustart entwickeltes Programm die systematische und transparente Dokumentation der Betreuungsarbeit ermöglichen. Durch die Verknüpfung der Arbeitsbereiche von Bewährungs- und Gerichtshilfe hofft das Justizministerium auf einen flexiblen Personaleinsatz zwischen den beiden Bereichen.
Um die geplanten Kosteneinsparungen von zehn Prozent zu bewerkstelligen, setzt Goll auch auf den Einbau von ehrenamtlichen Helfern. Schon während der Pilotphase konnten mehr als 80 ehrenamtliche Bewährungshelfer gewonnen, bestellt und geschult werden. \"über dieses private Engagement freue ich mich besonders. Denn trotz strenger Aufnahmekriterien sind den ehrenamtlichen Bewährungshelfern mittlerweile bereits über 100 Probanden anvertraut\", so Goll. Die Einbindung von Ehrenamtlichen sei für den Reformprozess von wesentlicher Bedeutung, erklärt der Minister. Denn viele Probanden würden in erster Linie zeitliche Zuwendung und praktische Lebenshilfe, weniger aber spezifische fachsozialpädagogische Betreuung benötigen. Nach Auslaufen des Vertrages mit Neustart hofft Goll, dass 20 Prozent der Probanden von ehrenamtlichen Mitarbeitern betreut werden.

Richtungsweisendes Projekt
Das Gesamtvolumen der deutsch-österreichischen Zusammenarbeit beträgt rund 60 Millionen Euro als fixes Entgelt für 10 Jahre und umfasst neben der Betreuung auch die Umgestaltung der Organisation sowie den technologischen Hintergrund. Für die Erbringung der Dienstleistung fallen rund 370 Beamte unter die Zuständigkeit von Neustart, wobei rund 150 davon während der Vertragslaufzeit fix von Neustart übernommen werden. Da sich das Entgelt jedes Mal bei Ausscheiden eines Beamten erhöht, ist im Endausbau, nach übernahme aller Beamten in ein Anstellungsverhältnis mit Neustart, von einem Jahresentgelt von rund 23 Millionen Euro auszugehen Einen Startschuss für einen weiteren Dienstleistungsexport ins benachbarte Ausland sieht Neustart-Geschäftsführer Wolfgang Hermann in der Kooperation mit Baden-Württemberg nicht. \"Nach der erfolgreichen Pilotphase werden wir uns jetzt voll und ganz auf dieses Projekt konzentrieren\", sagt Hermann. \"Im Vordergrund steht eine erfolgreiche Implementierung und nicht weitere Expansionspläne.\" Die Integration von 370 neuen Beamten, noch dazu außerhalb der Grenzen österreichs, zu den bestehenden 620 Mitarbeitern in österreich sei ohnehin eine große Herausforderung. Mit weiteren Expansionsplänen würde man an die eigenen Kapazitätsgrenzen stoßen, so Hermann.
Neben der Bewährungs- und Gerichtshilfe kümmert sich Neustart in Baden-Württemberg auch um den Täter-Opfer-Augleich, in österreich als außergerichtlicher Tatausgleich bekannt. Weitere Angebote aus dem Neustart-Portfolio sind nicht vorgesehen. \"Und das wird auch so bleiben\", sagt Hermann, der von Seiten der Baden-Württembergischen Justiz keine Anzeichen erkennen kann, weitere Dienstleistungen aus österreich zu importieren.

Unterstützung von ganz oben
Im österreichischen Justizministerium begrüßt man die Aktivitäten von Neustart außerhalb der Republikgrenzen. \"Der Export von Know-how, Ideen und Visionen ist auch eine Anerkennung für die Leistungen des Vereins Neustart in österreich\", sagt Christoph Pöchinger, Sprecher von Justizministerin Karin Gastinger, und verweist auf die intensive Zusammenarbeit zwischen Neustart und dem Justizministerium in den letzten Jahren. über die Skepsis der deutschen Kollegen ist Pöchinger verwundert, schließlich plane man in Baden-Württemberg sogar die teilweise Privatisierung von Gefängnissen. Dieser Schritt sei in österreich noch nicht einmal angedacht. Mit der Privatisierung der Bewährungshilfe hingegen hat man in österreich gute Erfahrungen gemacht. Und ein Modell, das sich in österreich über 50 Jahre lang bewährt hat, sollte auch in Deutschland funktionieren.

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Auszeichnung für Leopold

Eine außergewöhnliche Auszeichnung wurde Helmut Leopold, Leiter Plattform- und Technologiemanagement Telekom Austria, am 12. November, in London verliehen: Die Redaktion von \"Cable and Satellite Europe\" wählte ihn unter die 50 einflussreichsten europäischen Manager in diesem Bereich der vergangenen 12 bis 18 Monate.

\"Diese Auszeichnung ist eine schöne Bestätigung der Breitband-Strategie von Telekom Austria\", freut sich Leopold. \"Sie zeigt, dass unsere Innovationsaktivitäten auch deutlich über den österreichischen Markt hinaus Beachtung finden.\"

Die Jury würdigte mit ihrer Entscheidung unter anderem den Umstand, dass Telekom Austria als einer der ersten Anbieter Breitband-Internet auf ADSL-Basis einer breiten öffentlichkeit zur Verfügung stellen konnte. Der von Leopold verantwortete Forschungs- und Entwicklungsbereich entwickelte Innovationen wie aonDigital TV, europaweit eines der ersten kommerziellen IPTV/Triple Play Services. Weitere Pilotprojekte wie das weltweit beachtete Bürgerfernsehen in Engerwitzdorf oder das interaktive, individuell personalisierte St. Anna Fernsehen für Kinder und Jugendliche in Spitalsbehandlung zeigen das enorme Potenzial von Medienplattformen, bei denen die Nutzer selbst auch Inhalte bereitstellen (\"user-generated content\").

National und international in führender Funktion tätig. Helmut Leopold ist Gründungsmitglied und Vizepräsident des Forschungszentrums Telekommunikation Wien, einer neuartigen Kooperationsform von Industrie und universitärer Forschung. Die österreichische IPv6 Task Force zur raschen Einführung der nächsten Generation des Internets geht ebenfalls auf eine Initiative von Telekom Austria und Helmut Leopold zurück, der in seiner Funktion als Präsident der Task Force auch die Position österreichs innerhalb der weltweiten IPv6 Aktivitäten vertritt. Helmut Leopold wurde 2006 weiters zum Chairman des internationalen Broadband Services Forum gewählt. Aufgabe dieser Vereinigung ist es, die Konvergenz der Telekommunikations-, Content- und Medienanbieter zu unterstützen.

Der 43-jährige Familienvater (verheiratet, vier Kinder im Alter zwischen 9 und 17 Jahren) zählt in seiner Freizeit Bergsport, Rad- und Schifahren sowie Kultur zu seinen Interessen. Nach Abschluss des Informatikstudiums 1989 war Helmut Leopold bis 1994 Forschungsingenieur für Breitband- und Multimediakommunikation im Alcatel-Elin Forschungszentrum, anschließend Leiter der Gruppe Breitbandtechnologie und Strategie bei Alcatel. Seit seinem Wechsel zu Telekom Austria im Jahr 1999 koordiniert er unter anderem die Konzeption und Umsetzung des festnetzbasierten Produktportfolios sowie des Forschungs- und Entwicklungsprogramms und ist als Leiter Plattform- und Technologiemanagement für die gesamte Informations- und Kommunikationsinfrastruktur des Festnetzbereichs verantwortlich.

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Verantwortung für VoIP

Eine aktuelle Kundenbefragung von CommuniGate Systems bei CIOs und CTOs hat gezeigt, dass 80 Prozent der befragten internationalen Unternehmen noch keine eigene Abteilung oder eigenen IT-Administrator für VoIP hat. \"Das Ergebnis überrascht nicht. VoIP ist noch eine junge Technologie, aber genauso wie E-Mail zum Kommunikationsstandard in der Geschäftswelt geworden ist, wird es auch VoIP in einigen Jahren. Die meisten Unternehmen haben noch nicht erkannt, dass sie weg müssen vom traditionellen Telefon-Administrator und einen IP Communications Director brauchen“, sagt Thomas Fleissner, Managing Director EMEA CommuniGate Systems.

Auch \"VoIP und Sicherheit“ ist noch nicht geklärt. Rund 80 Prozent der befragten Unternehmen wissen nicht, wer für die Sicherheit von VoIP zuständig ist. Da es keine eindeutige Abgrenzung der Zuständigkeiten von Daten- und Voice-Service gibt, wird das Thema Sicherheit meist nur am Rande behandelt. Satte 90 Prozent sind der Ansicht, dass sie aufgrund dieser unklaren Situation früher oder später die Unternehmensstruktur überdenken müssen und die Abteilungen Netzwerk, IT-Sicherheit und Telekommunikation im Zuge der Konvergenz von Daten-und Sprachnetzwerken enger zusammen arbeiten müssen.

Das Telefonmodell verändert sich genauso wie E-Mail unsere Geschäftskorrespondenz verändert hat. VoIP löst traditionelle und lokale Telefonkonzepte ab. Genauso wie Daten und Sprache zusammenwachsen, müssen auch die bisher getrennten arbeitenden Bereiche IT und Telefonie kooperieren. \"Unternehmen sollten am besten jemanden einstellen, der als Messaging Admin gearbeitet hat und Erfahrung von einem Internet Service Provider oder einer großen Universität mitbringt“, so Fleissner.

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Gezählte Tage

Der heurige November strotzte gerade so von Energieevents. Reihenweise gehen Biomassetage, Veranstaltungen zum »Energie-szenario Europas«, zum »Brennpunkt: Effizienz« und zu »Renewable Energy in Central & Eastern Europe« über die Bühne. All das geballte Wissen konnte trotzdem mit einem Event nicht mithalten. Und der ging am 4.11. abends bei starkem Wind über die Bühne - zuerst lokal mit der Abschaltung einer Hochspannungsleitung im Netzgebiet des Stromriesen E.ON, der zu einem heftigen Kracher im Hochleistungsgebälk Europas führte. Teile der Weltstadt Paris wurden finster, Hochgeschwindigkeitszüge blieben stehen, tausende Aufzüge stecken. In Summe waren mehr als zehn Millionen Menschen vom Blackout betroffen. österreich blieb durch effizientes Krisenmanagement relativ verschont. Drei Kraftwerke der Wien Energie mit einer Leistung von 1200 MW wurden vom Netz genommen, im Westen liefen sofort Speicherkraftwerke an, um wieder Stabilität ins Netz zu bringen. Unterspannung im Westen, überspannung im Osten, lautete die Diagnose.

Die politischen Reaktionen blieben nicht aus: Gefordert wurde eine genaue Untersuchung des Vorfalls, mehr Kontrolle und vor allem mehr Geld für den Netzausbau. Heinz Kaupa, im Verbund für die Netzangelegenheiten zuständig, schätzt den europaweiten Sanierungsaufwand auf sechs bis sieben Milliarden Euro.

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Vertagte Klärung

Günter Roßbacher vom österreichischen Forschungsinstitut für Chemie und Technik hat ein zweijähriges Forschungsprojekt abgeschlossen, um festzustellen, warum es an Kläranlagen der letzten fünf bis sieben Jahre eine signifikante Zunahme an Betonschäden gab. Eine Ereknntnis ist, dass vor allem chemische Angriffe für die Schäden verantwortlich sind. »Der lösende Angriff des Betons kann sowohl den Zementstein (Kalziumhydroxid) als auch kalk- oder domolithaltige (karbonatische) Gesteinskörnungen betreffen und geht immer von der Oberfläche aus«, schreibt Roßbacher im Endbericht.
Um zu eruieren, welche Betonsorten den Belastungen in Kläranlagen am ehesten standhalten, wurden 14 Prüfkörper mit unterschiedlicher Betonrezeptur in sechs Kläranlagen eingehängt. Bei einem wurde das Bindemittel Slagstar verwendet. Roßbachers Zeugnis für den Beton der Wopfinger Baustoffindustrie ist ziemlich gut: »Die vergleichenden Untersuchungen von Betonrezepturen mit unterschiedlichen Bindemitteln haben gezeigt, dass mit dem Bindemittel Slagstar hinsichtlich des lösenden Angriffs vergleichs-weise sehr gute Ergebnisse erzielt wurden«, berichtet Roßbacher. »Auffällig«, war aus seiner Sicht, »dass bei den Referenzbetonre-zepturen ein vergleichsweise starker lösender Angriff vorlag«. Des Weiteren hält Roßbacher fest, dass sich diese Untersuchungsergebnisse mit der Tatsache decken, »dass es bei Kläranlagenneubauten in den letzten Jahren bereits nach kurzer Nutzung vermehrt zu Schädigungen des Betons infolge lösenden Angriffs kommt«.
Kurzum: Der für Klärbecken verwendete Hochleistungsbeton bzw. dessen Verarbeitung entsprechen nicht so recht. Starker Tobak für die heimische Zement- und Betonindustrie, die von Problemen an Kläranlagen zwar weiß, bislang jedoch noch kein verlässliches Rezept zur Vermei-dung der Schäden gefunden hat. Eine Zeit lang warnte die Vereinigung für Beton- und Bautechnik (öVBB) auf ihrer Homepage vor der ursprünglich empfohlenen Betonzusammensetzung. Davon ist man nun wieder abgerückt. »Es ist alles im Fluss, alle Kräfte sind mobilisiert«, erklärt Michael Pauser, Geschäftsführer der öVBB. Was auch gut ist, denn seit den ersten Hinweisen, dass enorme Betonschäden auftreten, sind immerhin mehr als vier Jahre vergangen.
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Alternde Zeitzeugen

Wenn Hermann Fuchsberger, Salzburger Denkmalpfleger, sagt, »Bauen im Denkmalschutz ist ganz einfach!«, dann meint er das durchaus ernst. Auch wenn das Projekt, das er gerade leitet, alles andere als einfach ist: Sieben Häuser in der Altstadt von Hallein werden revitalisiert und zu einem Schülerheim umgebaut. Errichter ist der gemeinnützige Bauträger Heimat österreich aus Salzburg, der bereits seit mehr als sieben Jahren an dem Projekt arbeitet. Auflagen des Bundesdenkmalamts haben aber einen Baubeginn immer wieder verzögert, erst Ende Oktober konnte offiziell mit dem Projekt begonnen werden. Denn die Ursprünge der Häuser gehen teilweise bis in das 13. Jahrhundert zurück. Im Erdreich sei man sogar auf Funde aus der Keltenzeit gestoßen, so Fuchsberger. Dass der Restaurator, der ursprünglich nur mit den Voruntersuchungen beauftragt war, zum Projektmanager avanciert ist, lässt darauf schließen, dass sich beim Bauträger niemand gefunden hat, der mit einer solch komplexen Bauaufgabe zurecht gekommen wäre, wie Fuchsberger andeutet.
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Der große Bruder

Die Kombiversion will den sportlichen Auftritt des Altea beibehalten, richtet sich aber in erster Linie an familien, die vor allem einen geräumigen Innenraum und viel Ladekapazitäten suchen.
Am Design ändert sich wenig, was jedoch auffällt sind die geteilten Heckleuchten, die weit in die Heckklappe gezogen sind und eine neue Dachreling. Der Innenraum will mit komfortablen Details überzeugen: Zwei ausklappbare Tischchen an den Rückenlehnen der Vordersitze erinnern an Bahn und Flugzeug. Dazu gibts eine 12-Volt Steckdose im Gepäckraum und eine zwischen den beiden Vordersitzen, einen doppelten Ladeboden sowie eine Gepäckraumabdeckung. Als Ausstattungslinie kann zwischen der Basisversion \"Reference“ und dem Upgrade \"Stylance“ gewählt werden. Schon die Basisversion bietet unter anderem Klimaanlage, MP3-Radio, 16-Zoll Stahlräder, Tempomat und Bordcomputer.Zur Markteinführung startet der Altea XL mit drei Benzin- und drei Diesel-Aggregaten mit einer Leistung zwischen 85 PS in der Einstiegsversion und ordentlichen 170 PS in der Top-Motorisierung. Alle Dieselmodelle werden serienmäßig mit Partikelfilter angeboten.
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Evolution im Kleinformat

Marketingabteilungen großer Automobilhersteller stehen unter enormen Druck, schließlich gilt es für beinahe jedes Fahrzeugmodell ein eigenes Segment zu finden, wo man Klassenprimus sein kann. In München war man in dieser Hinsicht sehr erfolgreich, der Mini Cooper wird als der meistverkaufte Kleinwagen im Premium-Segment angepriesen.
Jetzt rollt der britische Klassiker unter deutscher Regie in zweiter Generation auf die Straße. Auf den ersten Blick hat sich nicht viel verändert. Die Karosserie hat sich lediglich einem leichten Face-Lifting unterzogen, ist eine evolutionäre Weiterentwicklung von Altbekanntem. Zwar blieb kein einziges Karosseriebauteil von der Neugestaltung unberührt, dennoch ist der kompakte Zweitürer auch in seiner neuen Ausführung aus jedem Blickwinkel sofort als Mini zu erkennen. Deutlich revolutionärer zeigen sich das Interieur sowie die Motorisierung. Im Innenraum wurde das optische Gesamtbild auf wenige klare Formen konzentriert, die den neuen, markanteren Charakter betonen. Mit weniger Instrumenten wurden mehr Funktionalitäten realisiert.
Motorisch kommt der neue Mini mit einem 120 PS starken Saugmotor mit maximal 160 Newtonmeter Drehmoment. Damit soll der Wagen in 9,1 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen und eine Höchstgeschwindigkeit von 203 km/h erreichen. Bei einem Verbrauch von gerade einmal 5,8 Litern. Die Top-Motorisierung im Cooper S leistet 175 PS. Damit dauert der 100 km/h-Sprint nur 7,1 Sekunden, die Tachonadel bleibt erst bei 225 km/h stehen. Dafür verbraucht der Cooper S aber 6,9 Litern.
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Viel Technologie in praktischem SUV

Beim Styling gibt sich man sich betont sportlich. Eine imposante Front in verbindung mit einem kräftigen Heck und einer coupéhaft zulaufende Seitenfenster erfreuen all jene, die sich nicht so richtig für eine Fahrzeuggattung entscheiden können.
Auf technologischer Seite hat Honda im Vergleich zum Vorgänger ordentlich eins drauf gepackt: \"Adaptive Cruise Control\" und \"Collision Migration Brake System“ sind in dieser Klasse nichts alltägliches. Hinter diesen Begriffen verbergen sich ein radargesteuerter Tempomat, der den gewünschten Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug einhält, und ein präventives Fahrassistenzsystem, das den Fahrer bei geringer werdendem Abstand durch verschiedene Alarmvorrichtungen warnt, bevor eine starke Bremsung eingeleitet und die vorderen Gurte angezogen werden, falls eine Kollision unvermeidlich ist. Zudem verfügt der neue CR-V über eine \"Trailer Stability Assist\"-Vorrichtung (TSA), die in Verbindung mit dem Stabilisierungsprogramm \"Vehicle Stability Assist\" (VSA) die Stabilität eines Anhängers kontinuierlich überwachten und wenn nötig korrigieren soll.
Angetrieben wir der neue CR-V wahlweise von einem neu entwickelten 2.0 l-Benzinmotor oder Hondas 2.2 l-Dieselmotor. Der Verkauf in österreich startet im Jänner 2007.
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