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Ziegel für Sieglanger

Hohe Architekturqualität, Innovationspotenziale ausloten und Total-Quality-Kriterien erfüllen: So lautete die Vorgabe für einen zweistufigen Wettbewerb, zu dem Tiroler Architekten für den Innsbrucker Bauplatz »Sieglanger« eingeladen wurden. Von den 25 Einreichungen wurden sieben Teams dazu ermuntert, ihre Projekte für die rund siebzig Wohnungen zu überarbeiten. Als Sieger übriggeblieben sind schließlich die Architekten Andreas Scharmer und Peter Wurnig. Ihr Projekt erfüllt nach Ansicht der Jury die Anforderungen menschengerechten Planens und Bauens: »Die gegliederten und zugleich verbundenen Baukörper korrelieren mit ihren Abmessungen und Dimensionen ideal mit der Ziegelbauweise und schaffen inmitten der Stadt ein lebenswertes und kommunikationsfreundliches Umfeld mit Innenhöfen für die Bewohner. Zusätzlich erlaubt die Planung, die einzelnen Baukörper in auch optisch unterschiedlichen Ziegelvarianten mit Teilsichtflächen zu realisieren.«
Das Projekt »Sieglanger« ist das bisher fünfte Ziegel-TQ-Demonstrationsbauvorhaben. »Für einen solchen Qualitätspass sind verschiedenste Aspekte wie Minimierung der Umweltbelastungen, Ressourcenschonung, effizienter Energieverbrauch, Nutzerkomfort, Planungsqualität, Wertbeständigkeit, Dauerhaftigkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit ausschlaggebend«, sagt Norbert Prommer, österreich-Geschäftsführer des VöZ.
Total-Quality-Zertifizierungen könnten - so der Wunsch Prommers - zu einem Marketinginstrument der Wohnbauträger, aber auch zum Kriterium der Wohnbauförderung werden. »Es ist möglich, moderne Architektur und zeitgemäße Anforderungen an den Wohnbau mit Ziegel in Einklang zu bringen. Die Eigenschaften des Ziegels können auch im städtischen Bereich voll genützt werden«, betont Christian Weinhapl, Geschäftsführer der Wienerberger Ziegelindustrie. Der Architektenwettbewerb Sieglanger wurde auf Initiative des Verbandes österreichischer Ziegelwerke in Kooperation mit der Tiroler Architekturplattform AUT, dem Bauträger WE - Wohnungseigentum Tirol und der Stadt Innsbruck durchgeführt.
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Lang mit Bestand

Dementsprechend gefeiert wurde kürzlich bei der Firma Ing. Hans Lang GmbH mit Hauptsitz in Vomperbach (Tirol). Der Geschäftsführer des Familienunternehmens Hannes Kronthaler lud die 425 Mitarbeiter zur Feier ins Innsbrucker »Congress«. »Seit der Gründung muss hier sehr vieles sehr richtig gemacht worden sein«, betonte der Tiroler Landeshauptmann Herwig van Staa. Dabei ist der Leitgedanke des 1931 gegründeten Unternehmens recht schlicht: »Das Beste für jeden Bau«, lautet er. »Universell zu sein ist immer noch ein deutlicher Wettbewerbsvorteil«, betont der Sohn von Othmar Kronthaler und widerspricht damit jenen Consultern, die meinen, dass nur die Spezialisierung zum Erfolg führen kann. Lang will auch künftig die Kompetenzen in den Bereichen Hoch- und Tiefbau, Fertigteilbau sowie Baustoffhandel und Baumärkte erhalten und festigen, so Kronthaler. »Der Erfolg gibt uns Recht«, sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung Baurat h. c. Othmar Kronthaler. Er rechnet für 2006 mit einem Umsatzzuwachs von 13 Prozent auf mehr als sechzig Millionen Euro. »Mit dieser positiven Entwicklung blicken wir optimistisch auf die nächsten 75 Jahre Lang.«
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Airest hebt ab

Somit kann man nun auch auf Billigflügen gut essen. Ab März wird das »Buy on Board«-Angebot auf allen Linienflügen, die von SkyEurope-Stützpunkten abfliegen, eingesetzt. »Es ist eine große Herausforderung und eine große Chance, weiterzuwachsen«, freut sich Geschäftsführer Eric Seiser.Aber auch über den Gratis-Snack-Service kann sich Airest freuen. »Der neue Vertrag mit Austrian Airlines bedeutet für uns zusätzliche 4,5 Millionen Mahlzeiten pro Jahr«, erklärt Bernhard Kotlan, zweiter Geschäftsführer von Airest.

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Schwerelose Entspannung

Das Floatarium - eine spezielle Muschel - bietet ein Verwöhnprogramm der ganz besonderen Art. Bei einem Salzgehalt von 26 Prozent, ähnlich dem im Toten Meer, schwebt man abseits von Licht- und Geräuscheinflüssen sanft an der Wasseroberfläche und erlebt dabei schwerelose Entspannung.

Im Tank gibt es für das Gehirn keine Außenreize mehr, d.h. man kann nichts sehen, nichts hören, nichts riechen, nichts schmecken und nichts fühlen. Das Gespür für die Schwerkraft der Erde wird neutralisiert, da das eigene Gewicht durch das schwerelose Schweben im Salzwasser aufgehoben wird.

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Türöffner für die Wirtschaft

(+) plus: Frau Staatssekretärin, gemäß Ihrer Keynote auf der Branchenmesse ITnT Ende Jänner wollen Sie das One-Stop-Shop-Prinzip - um Anträge und den Erhalt von Auskünften zu erleichtern - auf so viele Bereiche wie möglich erweitert wissen. Welche Bereiche sprechen Sie hier an?
Heidrun Silhavy: Bürgerservice und E-Government sind wesentliche Schwerpunkte im Regierungsprogramm. Die Plattform Digitales österreich im Bundeskanzleramt ist für die Strategie und Umsetzung verantwortlich und wird sich in Zusammenwirken mit den Bundesstellen, Ländern, Städten und Gemeinden dieser Thematik annehmen. Die Gemeinden sind dabei ein ganz besonders wichtiger Partner, da sie den Kundinnen und Kunden der Verwaltung am nächsten stehen. Grundsätzlich sollen alle Bürgerinnen und Bürger bei jeder Gemeinde Zugang zu den vielfältigen elektronischen Services von Bund, Land und Gemeinde haben.

(+) plus: Welche Inhalte befinden sich auf Ihrer persönlichen E-Government-Roadmap für 2007?
Silhavy: Bei aller Technologie steht der Mensch noch immer im Mittelpunkt. Darum ist es mir ein ganz besonderes Anliegen, dass alle Menschen Zugang zu unseren Leistungen haben, egal, wo sie sich befinden oder wann sie diese in Anspruch nehmen möchten. Wir brauchen daher ein flächendeckendes Angebot, durchgängige elektronische Verfahren und sichere elektronische Anlaufstellen. Für die Umsetzung von E-Government ist es wichtig, dass die elektronische Zustellung forciert wird. Sie kann den Behörden und damit den Steuerzahlern enorme Einsparungen und den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Unternehmen große Erleichterungen und gesteigerten Komfort bringen. Dazu ist es essenziell, dass möglichst alle Behörden auch die elektronische Zustellung einsetzen und andererseits die Bürgerinnen und Bürger sowie die Unternehmen dieses Angebot verstärkt nutzen.

(+) plus: Ist das Engagement in der elektronischen Verwaltung auf Länder- und Gemeindeebene aus Ihrer Sicht verbesserungswürdig beziehungsweise noch mit großem Potenzial behaftet? Welche Maßnahmen sind notwendig, um die stark heterogene Verwaltungslandschaft in österreich auf einen Nenner zu bringen?
Silhavy: Effizienz, Kundenorientierung und hohes Tempo bei Wahrung der Rechtssicherheit sind die wichtigsten Kriterien einer modernen Verwaltung. Verwaltungsvereinfachung ist dabei ein immerwährender Prozess, da moderne Technologien unser Leben und Arbeiten unentwegt verändern. Jede Behörde hat Standards für Erledigungen festzulegen, wobei die Raschheit und Reduktion der Verfahrensdauer sowie die Qualität der Leistungserbringung prioritär sind.

(+) plus: Für den Erfolg und die Nutzung von elektronischen Verwaltungsservices scheint ein Zusammenschluss zwischen Behörden und Wirtschaft unumgänglich. Wie sehen Sie die bisher geleis­teten Aufbauarbeiten?
Silhavy: Die Wirtschaft ist ebenfalls ein wichtiger Partner in der Plattform Digitales österreich. Nur in einer gemeinsamen Vorgehensweise werden wir einen Mehrwert für jeden Einzelnen erzielen. Darüber hinaus spielt der IKT-Sektor für unseren Wirtschaftsstandort eine beträchtliche Rolle und im E-Government belegt österreich im europäischen Ranking derzeit den ersten Platz. Dadurch ergeben sich Chancen für den Technologie- und Know-How-Transfer.

(+) plus: Zum Export von elektronischen Verwaltungslösungen ins Ausland: Welche Maßnahmen werden hier gesetzt, um österreichische Softwarehäuser oder Lösungsanbieter im Ausland zu unterstützen?
Silhavy: Die österreichische Verwaltung genießt international ein hohes Ansehen und wir haben viele E-Government Best Practices, die wir nun in einem deutschen/englischen Katalog zusammengefasst haben. Wir sind damit ein Türöffner für die heimische Wirtschaft und transportieren das auch bei internationalen Kongressen und Delegationsbesuchen. Darüber hinaus haben wir mit der Wirtschaftskammer österreich vereinbart, ein »Austria Export« zum Thema E-Government aufzulegen.

(+) plus: Welche Kosteneinsparungen sind durch eine effizientere Verwaltung, wie sie im E-Government dargestellt wird, möglich? Welche Erfahrungen hat man dazu in öster­reich?
Silhavy: Der elektronische Akt ermöglicht allein im Bundeskanzleramt eine Papiereinsparung von über dreißig Prozent und eine Reduktion der Durchlaufzeit von durchschnittlich 15 Prozent. Die elektronische Zustellung bedeutet einige Millionen weniger Postgebühren und einen durchgängigen elektronischen Prozess, der auch einen Zeitgewinn für den Kunden darstellt.

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Winter ade?

Von Angela Heissenberger

Fast schien es, als hätte Frau Holle den Winterbeginn verschlafen. Im Dezember verschoben die großen Fremdenverkehrsorte erst reihenweise ihre Schi-Openings, den traditionellen Auftakt zur neuen Saison, Woche für Woche. Einige wenige kalte Tage ermöglichten wenigstens die künstliche Beschneiung und ersparten den Hoteliers verärgerte Gäste in den Weihnachtsferien. Mit den ersten Schneeflocken, für Ende Jänner reichlich spät, und den zeitgleich gelieferten Tourismusdaten kam dann das große Aufatmen: 5,5 Prozent plus gegenüber dem Vorjahr allein in den Monaten November und Dezember, auch die Buchungslage für die Semesterferien im Februar war gut.
Doch was weder Wirtschaftsminister Martin Bartenstein noch Tourismusmanager aussprachen, ist die Tatsache, dass viele Urlauber bereits 2005/06, in einem der schneereichsten Winter des letzten Jahrzehnts, für heuer gebucht hatten - in der Hoffnung und vielleicht auch der Annahme, er werde so traumhaft wie der vorige. Wenn also die Touristen ihrem kollektiven Gedächtnis in ähnlicher Weise folgen, können sich die Wintersportorte nächstes Jahr auf ein bitteres Ergebnis gefasst machen. Und: Nur 18 Prozent des Geschäfts entfallen laut Statistik Austria auf die ersten beiden Wintermonate. Richtig los geht’s erst nach Weihnachten.
Mit 200.000 Beschäftigten ist der Tourismus, vor allem in Westösterreich, der wichtigste Wirtschaftsfaktor. 35 Prozent der Winterumsätze der Hoteliers entfallen allein auf den Februar. Als Faustregel gilt: Fällt vor den Semesterferien kein Schnee, kann die gesamte Saison abgehakt werden. Auch den Sportartikelhändlern stehen die Schweißperlen auf der Stirn: Abverkauf aller Schisportartikel schon Anfang Jänner zu Schleuderpreisen - und dennoch blieben die Kunden aus.

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Im globalen Kontext regional fördern

Die Welt hat seit Mitte der Achtzigerjahre dramatische und sich in den letzten Jahren weiter beschleunigte Veränderungen erlebt. Produktionsverlagerungen in nahezu allen Produkt- und Technologiebereichen von Europa und USA nach Asien mit Schwerpunkt China machten den Anfang. Es folgten Dienstleistungsverlagerungen in Richtung Indien. Auch erhebliche Teile der Spitzenforschung widerstanden der Anziehungskraft dieser enorm wachsenden Märkte nicht.
Kostengründe, aber auch die erhebliche Kaufkraftsteigerung sowie die Erschließung neuer und stark wachsender Märkte haben zu einer schrittweisen Verschiebung weg von den gesättigten europäischen Märkten geführt. Experten erwarten China bereits im Jahr 2050 als weltgrößte Volkswirtschaft. Seit 2000 stieg das chinesische BIP pro Jahr um durchschnittlich 9 %, in EU-25 nur um 2 % und in den USA um 2,8 %. Im Forschungsbereich ist China 2006 mit Ausgaben von 136 Mrd. Dollar hinter den USA zum größten F&E-Investor aufgestiegen. 1995 lagen Chinas Forschungsausgaben gemessen am BIP noch bei 0,6 %. Bis 2020 soll die Forschungsquote von derzeit 1,2 % auf 2,5 % wachsen.

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Erhöhte Schlagzahl

Das zeigt die Statistik der Vereinigung österreichischer Investmentgesellschaften (VöIG): Danach konnten die vier österreichischen Immobilieninvestmentfondsgesellschaften per Ende 2006 das Fondsvolumen um 41,4 Prozent oder 447,3 Millionen Euro auf 1,53 Milliarden steigern. Die durchschnittliche Einjahresperformance der vier Gesellschaften BA-CA Real Invest, Raiffeisen Immofonds, Volksbank Immofonds und Constantia Real Estate betrug 4,78 Prozent.
Dabei sind in dieser Statistik noch gar nicht die jüngsten Börsenereignisse auf dem Immobiliensektor beinhaltet. So konnte die Warimpex Finanz- und Beteiligungs AG, österreichischer Immobilienentwickler mit Schwerpunkt Hotelbau in Zentral- und Osteuropa, Ende Jänner ihren Gang an die Wiener und Warschauer Börse erfolgreich abschließen. Das Angebot im Ausmaß von zehn Millionen Aktien war deutlich überzeichnet. Mit einem Nettoerlös von 58,5 Millionen Euro kam der von Franz Jurkowitsch und Georg Folian gegründete Developer knapp an die erwarteten sechzig Millionen heran, die Marktkapitalisierung beträgt rund 396 Millionen. Im Rahmen eines öffentlichen Angebots waren bis Ende Jänner bis zu sechs Millionen Stammaktien sowie zusätzlich drei Millionen Aktien aus dem Besitz der beiden Gründer und Mehrheitsaktionäre angeboten worden. Starke Nachfrage bestand sowohl von privaten als auch von institutionellen Investoren in österreich und Polen. Rund ein Drittel wurde in Polen platziert. Der Aktienpreis, der von der begleitenden BA-CA zu Beginn des Börsegangs zwischen 8,50 und 13 Euro angesetzt war, wurde mit elf Euro festgelegt, lag aber mit Ende Jänner bereits über 14 Euro. Für die vor 25 Jahren als Export-, Import- und Transithandelswarengesellschaft gegründete Warimpex wird sich nach dem Börsengang vor allem die Schlagzahl ändern: Die bisher gefahrene Strategie, pro Jahr drei Projekte zu entwickeln und eines zu verkaufen, werde sich auf ein Verhältnis 8 zu 2 erhöhen, so Jurkowitsch. Der gesamte Immobilienbestand der Warimpex beläuft sich laut einer Bewertung von CB Richard Ellis derzeit auf 382 Millionen Euro. Bewertet werden die Liegenschaften einmal jährlich, in der Bilanz scheinen die Immobilien mit ihren Herstellungskosten auf.
Gut platzieren konnte ihre Aktien auch Meinl European Land (MEL). Der Immobilienfonds mit einem Portfolio von rund 4,5 Milliarden Euro hat die bisher größte Kapitalerhöhung in seiner Geschichte am 9. Februar erfolgreich abgeschlossen und konnte 1,48 Milliarden Euro über die Börse lukrieren. 300 Millionen junger Aktien sind ab Mitte Februar an der Wiener Börse. Die Erlöse werden laut MEL-Sprecher Francis Lustig zur Finanzierung kürzlich fixierter Projekte im Ausmaß von rund 900 Millionen Euro verwendet, wie ein 80.000 Quadratmeter großes Einkaufszentrum in Sofia oder eines in Odessa mit 60.000 Quadratmetern. Weitere Projekte im Umfang von einer Milliarde sollen noch in diesem Quartal realisiert werden.
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Wieder am Ball

österreichische Manager sind am deutschen Fernsehmarkt traditionell dick im Geschäft. Helmuth Thoma, Gerhard Zeiler, Josef Andorfer, Herbert Kloiber - sie alle haben deutliche Spuren hinterlassen. ähnliches gilt für Premiere-Chef Georg Kofler. Dieser ist zwar gebürtiger Südtiroler, sein Handwerk hat er aber nach einem Studium in Wien beim ORF erlernt.
In jüngster Vergangenheit hatte Kofler mit heftigem Gegenwind zu kämpfen. Nach der Niederlage im Bieterrennen um die Pay-TV-Rechte der deutschen Bundesliga gegen das Kabelkonsortium arena im Dezember 2005 erlebte die Premiere-Aktie einen ordentlichen Sturzflug. Erst die überraschende Einigung mit arena über die gemeinsame Verbreitung der Fußball-Bundesliga im Netz von Kabel Deutschland letzten Sommer sorgte für eine Trendwende an der Börse. Der größte Coup gelang Kofler aber Anfang Februar 2007. Ein neuer Vermarktungsvertrag lässt den Ball wieder ganz bei Premiere rollen. Das Kofler-Imperium kann den Bundesligasender arena ab sofort in ganz Deutschland über Satellit verbreiten und vermarkten. Damit steigt das Vermarktungspotenzial auf über dreißig Millionen Haushalte. Im Gegenzug erhält die arena Premiere-Aktien im Wert von rund 300 Millionen Euro. Die Börse frohlockte: Die Premiere-Aktie legte um zwanzig Prozent zu. Auch die Kunden waren zufrieden. Alleine am ers­ten Wochenende nach Bekanntgabe der neuen Allianz verkaufte Premiere 33.000 neue Abos, zugleich haben mehrere Tausend Abonnenten ihre Kündigung zurückgenommen. Kofler sprach zu Recht von einem Traumstart, hatte für die Anleger aber noch eine weitere überraschung parat. Seine Ankündigung, die von ihm gehaltenen Premiere-Anteile zu veräußern, sorgte für Aufsehen. Die Aktie geriet kräftig ins Trudeln, hielt sich aber immer noch deutlich über dem Niveau vor der Einigung mit arena. Der Erlös aus der Platzierung des 11,6-prozentigen Aktienpakets von rund 190 Millionen Euro steht zum größten Teil den Banken zu. Rund zwanzig Millionen will Kofler wieder in Premiere-Anteile investieren. Das entspricht in etwa der Summe, die Kofler durch den Verkauf seines Pakets nach dem arena-Deal extra lukrierte.
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Der Herdentrieb führt selten zum Erfolg

Wer seine Kapitalveranlagung auf ein einziges Wertpapier konzentriert, ist dem Schicksal dieses Papiers vollständig ausgeliefert. Da hilft auch nicht die Vorstellung einer »sicheren« Veranlagung. Denn schließlich bergen z. B. auch Anleihen ein Kursrisiko. Und erst recht Investmentfonds.
Jeder Geldanleger ist daher gut beraten, seine Veranlagungen zu streuen und in mehrere verschiedene Wertpapiere und womöglich auch Wertpapiergattungen zu investieren - sein Portfolio also zu diversifizieren.
Dabei sollte sich der Anleger aber nicht am Herdentrieb orientieren, nicht das machen, was gerade die Masse macht. Wie verheerend sich das auswirken kann, hat man beim Platzen der Biotech- oder auch der »New Economy«-Blase gesehen, als viele Anleger kollektiv nach dem Börsencrash 2000-2003 ihre Ersparnisse verloren.
Besonders riskant werden Investments, wenn man Anlageentscheidungen spontan aufgrund von Presseartikeln oder dringenden Empfehlungen von Bekannten trifft. Die Folge: Anleger laufen den Trends hinterher und investieren gerade dann, wenn die Kursrallye größtenteils bereits vorbei ist. Ein weiterer Nachteil dieser rein zufälligen Anlageauswahl: Die Depotzusammensetzung passt weder zum Risikoprofil des Anlegers noch entspricht sie seiner aktuellen Lebenssituation.

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