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Mobile Immobilien

Amerikaner sind ein pragmatisches Volk. Auf ein solides Fundament für ihre Häuser wird gerne verzichtet. Das ist zwar unangenehm bei Tornados und Hurrikanes, bietet aber enorme Vorteile beim Umzug. Das gesamte Haus samt Mobiliar kommt auf den Tieflader und ab geht’s in die neue Heimat. Ein Trend, der laut Eike Wenzel, Trend- und Zukunftsforscher des Zukunftsinstituts Kelkheim, bald auch auf Europa überschwappen wird.

Moderne Nomaden
\"Die Idee, Häuser in Fabriken vorzufertigen“, hat sich längst durchgesetzt“, sagt Eike Wenzel. \"Aktuelle Architekturtrends sorgen dafür, dass Fertighäuser immer individueller werden.“ Passend zu den Megatrends Individualität und Mobilität (Megatrends sind in der Welt der Zukunftsforscher Blockbuster der Veränderung und des Wandels mit globalen Charakter) präsentiert sich auch das Haus der Zukunft. Es passt sich jeder Lebenssituation an und verfügt bei reduzierter Wohnfläche über ein hohes Maß an Flexibilität. \"Für den mobilen Single wurde das \"Nomad Home“ entwickelt“, erklärt Wenzel, denn der moderne Arbeitsnomade nehme sein Zuhause einfach mit. Derselben Auffassung ist wenig überraschend auch Gerold Peham, Salzburger Innenarchitekt und Schöpfer des \"Nomad Home“. \"Sesshaftigkeit verliert an Bedeutung. Die einzige Konstante unserer Zeit ist die Veränderung. Flexibilität lautet das Lebenskonzept des 21. Jahrhunderts“, ist Peham überzeugt, der selbst in einem \"Nomad Home“ residiert und so die Alltagstauglichkeit des Konzepts Tag für Tag unter Beweis stellt. Das \"Nomad Home“ ist modular aufgebaut. Basis ist die \"Nomad Base“, ein Grundmodul mit 44 Quadratmeter Wohnfläche für Bad, WC, Kochnische und Schlafraum. Diese Basis kann beliebig erweitert werden. Einzelmodule mit elf Quadratmeter können als Wohn-, Gäste- oder Kinderzimmer ebenso angedockt werden wie ein Car Port oder eine Terrasse.
Elektrik, Haustechnik, Heiz- und Klimaanlage sind aufgrund von Stecksystemen und der verwendeten Rohrsystembauweise modular mit erweiterbar. Die Außenhaut ist ebenfalls durch ein einfaches Stecksystem austauschbar und in verschiedensten Varianten erhältlich: Alu, Kupfer, Wellblech, Lärchenholz oder PVC-Folien in allen Farben.
Wie der Name verrät, spielt das \"Nomad Home“ seine größte Stärke beim Umzug aus. \"Ein moderner Nomade muss nicht auf seine eigenen vier Wände verzichten, auch nicht bei einem Umzug. Auf den Lastwagen gepackt, können die einzelnen Module einfach transportiert werden“, sagt Wenzel. Nicht einmal der Kleiderschrank muss für den Umzug ausgeräumt werden.

Zurück in die Stadt
Einen weiteren - urbanen -Wohntrend sieht Wenzel in der Neuauflage des historischen Bürgerhauses. Die Townhouses - schmale, mehrgeschossige, gereihteWohngebäude auf kleinen, eigenen Parzellen - sollen den Bewohnern nicht nur kurze Wege zur Arbeit bieten, sondern auch selbst zum Arbeitsplatz werden. \"Der Lebensmittelpunkt wird wieder in die Stadt verlagert“, ist Wenzel überzeugt. Die Gegentendenz zur Landflucht sei bereits jetzt spürbar. Die Konsumenten suchen verstärkt nach passgenauen Angeboten für ihre aktuelle Lebenssituation und auch die Immobilienbranche stellt sich auf die Mobilität und das Lebensabschnittsdenken ihrer Klientel ein.

Info: www.zukunftsinstitut.at

\"Nomad Home“
Das erste \"Nomad Home“, bewohnt vom Erfinder Gerold Peham, steht seit Herbst 2005 in Seekirchen. Die Kosten für ein Basiswohnmodul inklusive Haustechnik liegen bei 90.000 Euro. Möglich sind auch Shop- und Officelösungen. Eine \"Nomad Home“-Officelösung mit 22 Quadratmetern kam im Mozartjahr als Info Lounge in Salzburg zum Einsatz. Großes Interesse am \"Nomad Home“ kommt aus den USA und dem Nahen Osten. Aber auch im europäischen Raum wächst die Nachfrage.

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Abseits der Piste

Ein Raunen ging durch den prall gefüllten Schladminger Zielraum als der Drittplatzierte nach dem ersten Durchgang, der Schwede Jens Byggmark, trotz immer schlechter werdender Streckenverhältnisse eine Fabelzeit auf die Piste knallte. 1,55 Sekunden Vorsprung auf den im zweiten Durchgang lange führenden Schweizer Marc Berthod ließen bei einigen Zusehern Zweifel an der korrekten Zeitmessung aufkommen. Doch schon der nächste Läufer, Benni Raich, zeigte, was auf der Strecke für Ausnahmekönner noch möglich ist. Mit 38 Hundertstel Vorsprung sorgte er für einen rot-weiß-roten Sieg auf der Planai und zerstreute die hinter vorgehaltener Hand geäußerten Zweifel an der Richtigkeit der Zeitmessung. Dafür, dass bei der Zeitnehmung alles mit rechten Dingen zugeht und der auf der Strecke schnellste Läufer auch tatsächlich zum Sieger gekürt wird, sorgt Siemens in Zusammenarbeit mit dem Sportzeitmessungsspezialisten Alge Timing.

Ein holpriger Start
Noch bis 2009 ist Siemens für das Datenmanagement bei FIS-Rennen in österreich - mit Ausnahme von Kitzbühel - und Kanada verantwortlich, dann wechselt die Verantwortung zu Longines. Sehr zum Leidwesen von Projektleiter Andreas Philipp, der den Weltcupzirkus gerne noch länger begleitet hätte, schließlich \"wurde das System extra für den Weltcup entwickelt“. Das Siemens-System ist für sämtliche relevanten Daten eines Rennens verantwortlich. Fünf Techniker und 600 Kilogramm Equipment sollen für einen reibungslosen Rennverlauf sorgen. Pannen wie im Jahr 2004 sollen unbedingt vermieden werden. Damals haben Siemens und Alge eben erst die Verantwortung für Zeitnehmung und Datenmanagement von Swatch übernommen. Schon beim Debüt in Sölden kam es kleineren Problemen, wurden die Zeiten verzögert übermittelt. Zum GAU kam es beim \"Chaos-Slalom“ von Schladming. Eine zu früh ausgelöste Zeitnehmung führte zu einer nachträglichen Zeitkorrektur und Rückreihung von Läufern. Der Italiener Giorgio Rocca, selbst von der Zwangsversetzung in die hinteren Ergebnisregionen betroffen, sprach daraufhin von einer \"österreichischen Skimafia“. Kein besonders gelungener Start für Siemens und Alge. Dem verpatzten Start folgte eine furiose Aufholjagd. Mittlerweile sind Siemens und Alge geschätzte Partner von FIS und öSV. Drei voneinander unabhängige Systeme messen Start-, Zwischen- und Endzeit. Fünf Notebooks, vier Drucker, rund sechs Kilometer Kabel sowie WLAN-Router und Antennen sorgen für Visualisierung der elektronischen Impulse. Die visualisierten Daten werden in die von Siemens entwickelte Datenbanklösung eingespeist und via WLAN in Echtzeit an TV-Kommentatoren, übertragungswagen und den Live-Ticker der FIS-Homepage gesendet. Die TV-Kommentatoren erhalten auf ihren Notebooks das aktuelle Ranking, die Teilabschnittszeiten, die weitere Startliste und die Ergebnisse der letzten Rennen. Kommentator-Urgestein Robert Seeger war von dem System wenig angetan. Von ihm ist der Sager überliefert, dass damit \"jeder Idiot ein Rennen kommentieren kann“.

Der gläserne Athlet
Einen besonderen Mehrwert bietet Siemens den Trainern des öSV-Teams. Mittels Outdoor-Tablet-PCs werden sie mit allen relevanten Daten zu Rennzeiten, Läuferdaten und Weltcup-Plätzen versorgt. Was bislang mühsam per Hand festgehalten und mittels Setzkästchen weitergegeben wurde, funktioniert jetzt vollelektronisch. Während eines Rennens erhalten die Trainer in Echtzeit die jeweiligen Teilabschnittszeiten, können so die Stärken und Schwächen ihrer Schützlinge analysieren und anhand der gemessenen Zeiten nachkommende Läufer vor besonders heimtückischen Streckenabschnitten warnen.

Kleine Probleme, rasche Lösung
Ganz vor Problemen war man aber auch beim Nachtslalom 2007 in Schladming nicht gefeit. \"Die HDTV-übertragung des ORF machte uns schaffen, \" sagt Philipp, \"die senden mit einer enorm starken Leistung, das beeinträchtigt unser WLAN-Netz.“ Ein Problem, das relativ leicht zu lösen war. Anstelle des WLAN-Netzes setzten die Siemens-Techniker wieder auf das gute alte Kabel. Einem Fest in rot-weiß-rot stand nichts mehr im Wege.

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Flughafen für Alltouristen

Um den Touristen diese alternative Urlaubsplanung schmackhaft zu machen wirbt der schwedische Weltraumflughafen mit Sehenswürdigkeiten, wie den im Winter auftretenden Polarlichtern, dem weltberühmten Eishotel oder der Mitternachtssonne. Die Ausbildung für die Kurzzeitastronauten beträgt laut Betreiber Virgin Galactic lediglich drei Tage. Die Phase der Schwerelosigkeit soll 15 bis 20 Minuten dauern. Als umweltbewusster Reiseveranstalter setzt man auf ein Shuttle mit speziell entwickeltem Hybridantrieb, der den CO2-Ausstoß minimieren soll.
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Präzise Geländemodelle

Alleine das Jahrhunderthochwasser im Jahr 2002 sorgte für Schäden in der Höhe von 2,9 Milliarden Euro. Selbst im vergleichsweise harmlosen Jahr 2005 schlugen die Schäden mit 600 Millionen Euro zu Buche. Relativ schwer einzuschätzen sind die volkswirtschaftlichen Auswirkungen. Durch die begleitenden ökoschäden und die Ressourcenbindung bei der Wiederherstellung der Infrastruktur übersteigen sie die reinen Sachschäden aber deutlich. Das Wifo kommt zu dem Schluss, dass die negativen wirtschaftlichen Folgen dieser Naturereignisse nur durch ein effizientes Risikomanagement minimiert werden können. Wichtiger Teil dieses Risikomanagements sind zuverlässige Hochwasservorhersagen. Grundvoraussetzung dafür sind präzise Geländemodelle, die zeigen, wie ein Gebiet überschwemmt wird und wohin das Wasser fließt. An der TU Wien kommt jetzt ein neues Laserscanning-Verfahren zum Einsatz, das das Gelände mit einer Genauigkeit von plus/minus zehn Zentimetern beschreibt. Kärnten und Tirol wollen diese Informationen für verbesserte Hochwasservorhersagen nutzen.

Höhere Präzision
Ein mit Laser ausgestattetes Flugzeug fliegt in 1000 Meter Höhe über das zu beschreibende Gebiet und scannt das Gelände streifenweise. Die ausgesandten Lichtpunkte werden vom Gelände reflektiert und erlauben so Rückschlüsse über die Geländebeschaffenheit. \"Damit kann jeder x-beliebige Punkt im Gelände errechnet werden und das Höhenmodell wird deutlich genauer“, erklärt Norbert Pfeifer, Professor für Photogrammetrie an der TU Wien. Während man vor einigen Jahren mit Luftbildern nur alle zehn Meter eine exakte Höhenangabe machen konnte, liegt der Punkteabstand heute bei einem Meter, zudem ist die Präzision mit plus/minus zehn Zentimetern deutlich besser geworden.
Neben der Hochwassersimulation können Laserscans auch Kontrollfunktionen ausüben. Stadtmodelle und Bauvorhaben können genauso erkundet werden wie die Einhaltung von Bauvorschriften oder Deponiefüllung kontrolliert werden. Am Ground Zero in New York wurden täglich Laserscanningflüge durchgeführt um zu sehen, wie viel Schutt bereits abtransportiert worden ist. In einem neuen Projekt von Norbert Pfeifer möchte er Daten der NASA weiterverarbeiten. Die Weltraumbehörde misst derzeit per Laserstrahlen das Abschmelzen der Polarkappen von einem Satelliten aus.

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Neue Zimmernummern

Mitte Oktober ging 2006 in Wien-Donaustadt die Dachgleiche des 4-Sterne-Superior-Hotels Kaiserwasser in der Wagramer Straße über die Bühne. Die Raiffeisen evolution project development GmbH errichtet für das österreichische Hotelunternehmen Arcotel das Hotel mit 17.200 Quadratmetern Gesamtnutzfläche. Geplant haben das Bauvorhaben mit rund dreißig Millionen Euro Investitionsvolumen die Architekten Egyed und Vorderegger. Geplanter Eröffnungstermin ist Juli 2007. In wenigen Monaten hat Wien also 282 hochwertige Zimmer mehr zur Verfügung. In der gesamthaften Betrachtung der Stadt ist das ein Projekt von vielen. Beflügelt von den aktuellen Zahlen, die für Wien im Vorjahr 9.356.044 Nächtigungen und somit ein Plus von 6,7 Prozent ausweisen, entsteht eine ganze Reihe von Projekten. Nahezu sechs Millionen aller Gäste steigen in der Kategorie vier und fünf Sterne ab. Diese Kategorie weist laut Statistik Austria mit fünfzig Prozent auch die höchsten Auslastungsraten auf. 3-Stern-Hotels bringen es hingegen nur auf etwa 35 Prozent.
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Neuer Spaß an der Nostalgie

Telemarken, die Kunst des nostalgischen Skilaufs kommt wieder in Mode. Ein völlig anderes Skigefühl. Welche andere alpine Sportart bietet sonst die Möglichkeit, sich in flachem, hügeligem und steilem Gelände zu bewegen?

Früher galt das Telemarken, das gegen Anfang des 19. Jahrhunderts vom Norweger Sondre Norheim eingeführt wurde, als uncool. Mittlerweile hat sich dieser etwas ungewöhnlich anmutende Fahrstil mehr und mehr etabliert - bei Jung und Alt. Meisterschaften, spezielle Events und eigene Kurse geben den Fans des »Skilaufs mit freier Ferse« Möglichkeiten, ihren Sport sowohl passiv als auch aktiv zu erleben. Der österreichische Film »Obsession« von YDream soll das Gefühl beim Telemarken besonders gut wiedergeben.

Die Technik ähnelt dem Langlaufstil, nur feiner und eleganter. Bei jeder Kurve sieht es aus, als wolle der Fahrer einen Knicks machen. Mit dem einen Bein wird ein Ausfallschritt nach vorne gemacht, beim anderen das Knie in Richtung Ski gedrückt. Dieser Gleichschrittwechsel passt sich besser an die natürliche Gehbewegung an. Auch die Wirbelsäule soll durch die synchrone Ganzkörperrotation weitgehend unbeschadet bleiben.

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Courage - eine zu erarbeitende Fähigkeit!

Für den Impact Manager ist Courage (Mut, Beherztheit) eine zu erarbeitende Fähigkeit, die ihn in ruhigen und stürmischen Zeiten von anderen Managern differenzieren kann. In ruhigen Zeiten weist er entgegen der vorherrschenden Meinungen darauf hin, dass es Zeit wird, sich mit Themen wie Strategieerneuerung, Kostensenkungen und überdenken der Strukturen zu beschäftigen. Damit stört er das Selbstverständnis der Gruppe und unterliegt daher der Gefahr, ausgeschlossen oder schwer beschädigt zu werden. In stürmischen Zeiten zögert er nicht, die Verantwortung für einschneidende Maßnahmen zu übernehmen.Wenn wir den Abstieg von Unternehmen betrachten, dann ist meist zu erkennen, dass es in diesen an couragierten Managern und Mitarbeitern gefehlt hat und daher die Kräfte der Erstarrung und des Verlustes an Orientierung progressiv stärker wirken konnten. Es ist in diesen einst florierenden Unternehmen immer stiller geworden. Dieses Stillwerden in Unternehmen kann als Indikator für den Mangel an couragierten Managern und Mitarbeitern angesehen werden.
Interne Kontrollsysteme (IKS), Prüfungen (z.B. Jahresabschlussprüfungen) und Regelungen (z.B. Gesetze und Kodizes) sind in Grenzen notwendig. Von größerer Bedeutung ist aber die zu entwickelnde Courage, als Fähigkeit von Managern und Mitarbeitern. Eine erfolgreiche Entwicklung dieser reduziert die Notwendigkeit von Außeneingriffen und die Wertvernichtung in Unternehmen. Der Aufbau von Courage bedarf großer Konsequenz und realisiert sich erst in längeren Zeiträumen.
Couragierte Personen sind keine Helden, aber auch keine Querulanten. Querulanten sind Nörgler, die sich grundsätzlich benachteiligt fühlen und andere Argumente nicht zur Kenntnis nehmen wollen bzw. können. Dessen ungeachtet werden von Realitätsverweigerern nicht selten couragierte Personen als Querulanten bezeichnet, um deren Gedanken öffentlich zu disqualifizieren und von ihnen nicht gewünschte Veränderungen hintanhalten zu können. Dies wissend, sollten couragierte Personen und Unternehmen sich bewusst anstrengen und überlegen, wie sie sich gegen solche Realitätsverweigerer schützen können.

Reardon hat sich dieses Themas angenommen und eine Methode der Couragekalkulation entwickelt. Mithilfe dieser kann die Erfolgswahrscheinlichkeit von couragierten Handlungen erhöht und jene von unfreundlichen Gegenmaßnahmen sowie von unproduktiven und irrationalen Handlungen vermindert werden. Die sechs dazu notwendigen Schritte sind:
>> Setzung von primären und sekundären Zielen
>> Bestimmung der Bedeutung dieser Ziele
>> Ansprechen der Machtbalance
>> Abwägung des Risikos und des Nutzens
>> Auswahl des richtigen Zeitpunkts zum Handeln
>> Entwicklung eines Notfallplans.

Die konsequente und systematische Durchwanderung dieser Schritte wird von Reardon sehr einprägsam und nachvollziehbar entwickelt. Der Autor dieser Glosse hätte sich viel ärger in seinem Leben erspart, wenn er schon früher auf so einen Beitrag gestoßen wäre. Nochmals: Couragierte Personen streben konsequent persönliche, unternehmensbezogene und gesellschaftliche Ziele an. Wenn Sie Ihre Handlungen bewusst zielorientiert ausrichten und vor dem Handeln eine, wenn auch noch so einfache, Couragekalkulation anstellen, dann werden Sie einen verbesserten Effekt und damit eine weitere Verbreitung des couragierten Handelns für sich und für Ihr Unternehmen realisieren können. Spontane Handlungen sind nicht immer bessere Handlungen.

Die Glosse im März beschäftigt sich mit dem Thema »Positive Abweichungen suchen«.

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Alles nur Show

Von Rainer Sigl

Respekt, ihr Kollegen von der Drehbuchabteilung, die neue Staffel von »Insel der Seligen« hat endlich wieder an Fahrt aufgenommen. Klar, der Knaller Anfang Oktober am Ende der letzten Saison - knapper Sieg für den gebeutelten Underdog, gefrierendes Lächeln und technisches KO beim Verlierer, ich sag nur: »Rocky IV«! - war ein Cliffhanger, damit hatte der Zuschauer nicht gerechnet, aber danach … naja, drei Monate Stillstand, nur um die neuen Charaktere einzuführen, also bitte, das verärgert selbst den eingefleischten Fan. Klar, einige liebgewonnene Figuren verschwinden von der Bildfläche - den Karl-Heinzi sehen wir eh wie gehabt in den »Seitenblicken« und sicher bald als »Dancing Star«, wetten? -, aber die Publikumsumfragen haben’s ja gezeigt, dass die Serie dringend neue Gesichter brauchte. Irgendwie war’s schon ein bisschen fad, zu viel Rosamunde Pilcher, Wallfahrten nach St. Mary’s Cell, Garteln mit Willi und Wolfi vor dem Herrenhof, »Wann die Musi spielt« mit der Strickliesl an der Querflöte … Da war die Luft raus, vor allem, seit der Jörg seine eigene Sitcom hat (»Kärnten is’ a Wahnsinn«) und nur mehr zu Gastauftritten kommt. Obwohl, Respekt, liebe Kollegen von der Konzeption, die Idee, einfach für ihn zwei Bösewichter einzuführen - genial! Sehr dramatisch, das alles, zuerst diese verbalen Shootouts noch in der letzten Staffel, dann Anklänge an die »Sopranos« bei den Nachtszenen im »Stadl«, auf der anderen Seite später die plötzlich aufgetauchten kompromittierenden Fotos aus der Jugendzeit - großes Kino! Ich seh schon, da tun sich noch endlose dramaturgische Möglichkeiten auf, zuerst erbitterte Feindschaft, dann irgendwann eine große, emotionale Versöhnung zum überraschendsten Zeitpunkt, ich sag nur »Die rechte und die linke Hand des Teufels« oder »Zwei glorreiche Halunken«, na, ich bin ja gespannt, was die Autoren auf diesem Gebiet noch Unfassbares ausbrüten.
Zu den neuen Hauptdarstellern: An den neuen »Kanzler aus Leidenschaft« mit dieser epischen Vorgeschichte bis in den Sandkasten muss sich das Publikum noch gewöhnen. Aber dafür dieser Handlungsstrang mit der Abfangjägerverschwörung und dem knautschigen Agenten Pilz! Das erinnert immer mehr an die großen Vorbilder: »French Connection«, »Die Akte« oder »Der stählerne Doppeladler« - was fehlt, ist nur mehr eine knackige Auflösung, ein Showdown mit der EADS-Mafia, Trenchcoats im Morgennebel in der Lobau … Und übrigens, die plötzliche Wendung, dem Sozialminister plötzlich ratzfatz einen neuen Look zu verpassen, war eine tolle Entscheidung vom Art-Director - ohne Bart hat er ja direkt was von einem proletarischen, aber grundguten Kinderarzt in »Emergency Room«, klar, dass da ein Konflikt mit dem eiskalten Pharma-Grafen vorprogrammiert ist. Also grundsätzlich ein interessanter Relaunch, auch wenn der Willi ja von der letzten Staffel noch dageblieben ist, um fürs ältere Stammpublikum eine gewisse Kontinuität zu signalisieren - »Der Alte«, quasi -, und ich wette, dass ihr genialen Storyboard-Strategen auch Darth Wolfgang noch einen großen Auftritt zukommen lassen werdet - so was in der Art von »Gio - Ich bin dein Vater!« oder so.
Naja, liebe Dramaturgen, jetzt habt ihr ja noch dreieinhalb Jahre Zeit, um die Sache für uns Zuschauer weiter spannend zu machen - ab dann dauert ja jede Staffel sogar fünf Jahre. Es muss mal gesagt werden: Danke - für unglaubliche Action, etwa in den Episoden »Auf der Flucht über den Dächern von Nizza« und »160km/h - Ein Schnauzbart gibt Vollgas«. Danke - für hochspannende Wirtschaftsthriller (»Die letzten Tage des öGB«, »Licht am Ende des Koralmtunnels«). Und nochmals danke - für packende Familiendramen (»Diese Prölls!«, »Familientreffen in Knittelfeld«) und, nicht zu vergessen, für romantische Liebeskomödien wie »Herz aus Kristall - Eine Hose auf Capri«. Weiter so! Man darf zu Recht gespannt sein, was sich die kreativen Tausendsassas aus der Drehbuchabteilung noch an Unglaublichkeiten einfallen lassen.

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Auf Pump kaufen

Von Angela Heissenberger

Bei Leasing denken die meisten Menschen an Autos. Dass mittels Leasing, insbesondere für Klein- und Mittelbetriebe, noch viel mehr möglich ist, dringt erst langsam in das Bewusstsein der österreicher.
In Belgien, Finnland, Irland und Spanien ist Leasing als Finanzierungsmethode für Anlagegegenstände längst etabliert. In Deutschland ist die Leasingbranche mit rund fünfzig Milliarden Euro der größte Inves­tor. Der Anteil der über Leasing finanzierten Investitionen an den gesamtwirtschaftlichen Investitionen beträgt fast zwanzig Prozent. Hans-Michael Heitmüller, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leasing, sieht ein ähnliches Potenzial wie in den USA, wo Leasing früher eingeführt wurde und ebenfalls einen enormen Wachstumsmarkt begründet hat: »Dort bewegt sich die Leasingquote stabil in einer Größenordnung von mehr als dreißig Prozent. Dies sollte auch in der deutschen Leasingwirtschaft mittelfristig machbar sein.«
In österreich ist Leasing laut einer Studie der KMU Forschung Austria die einzige »neue« Finanzierungsform »mit hoher Akzeptanz und Verbreitung«. Das Potenzial - auch in den drei Hauptsparten Kfz, Mobilien und Immobilien - ist aber noch lange nicht ausgeschöpft. Rund die Hälfte der österreichischen Unternehmen nimmt bereits Leasing in Anspruch. 2006 verzeichnete der Verband österreichischer Leasing-Gesellschaften durchwegs Zuwächse beim Neugeschäft, lediglich der Mobilienbereich war in der ersten Jahreshälfte leicht rückläufig. Beim Kfz-Leasing stieg die Zahl der Neuverträge in zweistelliger Höhe, um 13,3 Prozent im Vergleich zum Traumjahr davor, das die Branche bereits über den boomenden Markt jubeln ließ.

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Re/Max maximale

Das Immobilien-Franchiseunternehmen Re/Max ist beinahe flächendeckend am gesamten Kontinent vertreten. In nur einem Jahr wurden in 6 europäischen Ländern neue Büros eröffnet. Um diesem Expansionskurs gerecht zu werden, wurden mit H. Charles Lemire und Frank J. Polzler zwei neue Vorstände für Europa installiert. Lemire, der in den Vereinigten Staaten als Regional Direktor von New England tätig war, will die Expansion in Europa fortsetzen und Marktanteile gewinnen. Vor allem die Märkte in Osteuropa seien für die Immobilienbranche sehr attraktiv. In österreich hält Re/Max einen Marktanteil von 10 Prozent. Im vergangenen Jahr wurde ein Transaktionsvolumen von 560 Millionen Euro abgewickelt, ein Plus von 36 Prozent. Re/Max Offices sind selbstständige Franchiseunternehmen, die von eigenständigen Unternehmern geführt werden. Auf Expansionskurs: Alois Reikersdorfer (Re/Max Austria), H. Charles Lemire, Frank J. Polzler (v.l.n.r.)
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