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Brand aus

Die Europäische Harmonisierung und ein daraus folgend gemeinsamer Wirtschaftsraum sind nicht nur bei den technischen Bauvorschriften, sondern auch im Brandschutz nicht mehr aufzuhalten. Das zumindest meinte Peter Kuhn, Referent der Pilkington Austria GmbH, anlässlich der 5. Brandschutz-Fachtagung, die Mitte Februar auf Schloss Schallaburg bei Melk stattfand. Innovative Techniken zur Verbesserung der Brandsicherheit in Gebäuden waren das Thema der vom St.Pöltner Sachverständigenbüro für Brandschutzwesen FSE Ruhrhofer & Schweitzer OEG initiierten Veranstaltung. 290 Teilnehmer aus dem gesamten deutschsprachigen Raum, darunter Fachplaner, Baumeister, Architekten sowie Behördenvertreter und Sachverständige von Feuerwehren und Versicherungen konnten an zwei Tagen 17 Vortragenden zuhören und eine Fachausstellung zum Thema \"Vorbeugender Brandschutz“ besuchen. 52 Firmen und Institutionen stellten dort ihre neuesten Brandschutzprodukte und Dienstleistungen der öffentlichkeit vor.

Kuhn, der sich dem Thema der europäischen Harmonisierung im Brandschutz widmete, mahnte dringend notwendige einheitliche Mechanismen der Baustellenkontrolle und der Baustellenüberwachung ein. Auch die Schaffung einheitlicher Bauordnungen sowie die Angleichung der unterschiedlichen nationalen Sicherheitsniveaus seien noch erforderlich.

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Sicher zum Ziel

Einfaches Zurechtfinden in fremden Städten soll mit der neuen Produkt-Serie \"Chigaco“ zum Kinderspiel werden, vor allem mit der, schon aus den Route 66 Handy-Navigationslösungen bekannte, ”Fuzzy Search”: die Eingabe des gesuchten Ziels erfolgt dabei über lediglich ein Suchfeld. Beispiel: Der Nutzer will zum Flughafen - dafür reicht die Eingabe \"Vie Flug\" und der Route 66 Algorithmus gibt als Ziel die Adresse des Flughafens an. Gleiches gilt für Point of Interests in den verfügbaren Ländern. Sucht man ein italienisches Restaurant in München gibt man einfach ”ita rest munch” ein. Schon findet der User alle Restaurants in München mit Italienischer Küche. Dank des bei den Flaggschiffmodellen integrierten TMC Pro stellen diese Geräte aktuellere, umfangreichere und zeitgenauere Daten mit aktuellen Verkehrsinformationen zur Verfügung, was eine noch bessere Neuroutenberechnung am Stau vorbei ermöglichen soll. Der Traffic Message Channel (TMC) ist ein digitaler Radio-Datendienst, der in RDS ausgestrahlt wird und zur übertragung von Verkehrsstörungen an ein geeignetes Empfangsgerät verwendet wird.

Großes Display und vieles mehr
Mit einer Bilddiagonale von 11 Zentimetern zählt die Chicago-Serie zu den derzeit größten auf dem Markt erhältlichen Navigationssystemen. Permanente Navigation garantieren die Geräte laut Hersteller auch in Bereichen ohne GPS-Empfang wie z.B. Tunnels dank Extrapolation des GPS-Signals. Das System navigiert auch in Bereichen ohne \"Sicht” auf die GPS-Satelliten sicher weiter und gleicht das Fehlen eingebauter Navigationssysteme und deren Korrektur durch Radlaufsensoren nahezu aus.
Die flüssige Darstellung der Navigation durch Interpolation des GPS-Signals (i-GPS) lässt das bei vielen Systemen vorhandene \"Ruckeln\" entfallen.
Die vollständig fingerbedienbare Benutzeroberfläche mit großen Schaltflächen erleichtert die Bedienung. Weitere Features sind die Warnung vor Gefahrstellen wie Blitzern und Radarfallen und ein integrierter MP-3-Player mit Kopfhörer.

Die Route 66 - Produktlinie \"Chicago“ ist im Handel und online unter www.66.com verfügbar. Benutzer haben die Wahl zwischen vier unterschiedlichen Ausführungen:
6000 A/D/CH: 299,95
7000 A/D/CH + TMC: 349,95
8000 Europa: 399,95
9000 Europa + TMC: 449,95Zusätzlich bietet ROUTE 66 Software mit Karten für ganz Europa an, um auch Nutzern von Chicago 6000 und 7000 im Nachhinein die Möglichkeit zu bieten, ihren Autonavigator zu erweitern.

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Wiener Forschungsgruppe ausgezeichnet

Der \"Kiewiet de Jonge Award“ wird jährlich von der European Society for Cataract and Refractive Surgery für die beste europäische wissenschaftliche Arbeit vergeben. Die im Vorjahr im \"Journal of Cataract and Refractive Surgery“ publizierte Studie untersuchte eine so genannte \"akkommodierende“ Intraokularlinse, die es PatientInnen ermöglichen soll, nach der Staroperation (Kataraktoperation) mit einer monofokalen Linse sowohl in der Ferne, als auch in der Nähe wieder scharf zu sehen.

Die Katarakt-Behandlung (oder \"grauer Star“) besteht aus der chirurgischen Entfernung des getrübten Gewebes und der Implantation einer künstlichen Linse. Der Hauptnachteil dieser Implantate ist ihr Unvermögen, sich bei der versuchten Naheinstellung zu verformen und dadurch ein Lesen ohne Brille zu ermöglichen. \"Akkommodierende\" Kunstlinsen sind ein Versuch diesen Nachteil zu beheben. Sie sollten sich bei Ziliarmuskelanspannung im Auge geringfügig verschieben und dadurch Brillenunabhängigkeit ermöglichen.

Das ForscherInnenteam der MedUni Wien konnte zeigen, dass die untersuchte Linse, die von der \"Food and Drug Authority“ (FDA) geprüft und freigegeben worden war, keinesfalls den Erwartungen entspricht. Damit ist klar geworden, dass der von einigen Firmen derzeit eingeschlagene Weg von akkommodierenden Kunstlinsen nicht Ziel führend ist. Nach momentanem Wissensstand ist der Ersatz des Linsengewebes durch ein elastisches Gel erfolgversprechender.

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Retail-Bank der Zukunft

In der nachgebildeten Filiale wird der Besucher beim Betreten per Smart-Card mit RFID-Chip identifiziert. Schalterpersonal, Berater und Kreditentscheider können so schnell und einfach auf seine aktuellen Daten zugreifen und Geschäftsprozesse anstoßen oder weiterführen. Das Service-Angebot endet zudem nicht beim Verlassen der Filiale: über das Webportal der Bank haben Kunden unter anderem Zugang zum Terminkalender ihres Beraters und verabreden sich mit diesem bei Bedarf online. Oder sie verfolgen den Status ihres laufenden Finanzierungsantrags.

SOA erlaubt schnelle Prozessanpassung
Alle Vertriebskanäle und -prozesse der Modellbank nutzen eine zentrale Infrastruktur, die auf einer Service-orientierten Architektur basiert. Damit sollen Veränderungen von Geschäftsprozessen schnell zu modellieren, zu testen und zu implementieren sein. Ein übergreifendes Framework bildet die Klammer für alle Services und soll die Einhaltung von Governance-Richtlinien gewährleisten. HP will seine Mailänder Modellbank auf diese Weise stetig weiterentwickeln. So wird die Installation demnächst um neue Szenarien für Selbstbedienungs-Terminals ergänzt. Zudem können sich Kunden zukünftig in einem Videoraum von zugeschalteten Bankspezialisten beraten lassen. Diese neue HP-Technologie wirkt so realistisch, dass sie nicht als Kommunikationsbarriere empfunden wird.

Als Teil eines weltweiten Netzwerkes profitiert das Mailänder Innovationszentrum von anderen Zentren und Labs von HP, unter anderem in Cupertino, Wien, Bristol und Singapur. Die IT-Experten in Mailand haben dort Zugriff auf neue Technologien sowie auf Technik- oder Branchenspezialisten. Diese leisten beispielsweise bei Workshops Unterstützung, die sich auf individuelle Herausforderungen einer Bank fokussieren.

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Wunschkonzerte

Zweitausendsieben hat deftig begonnen. Kaum war der Rauch der Silvesterraketen verzogen, wurde das Kabinett Gusenbauer angelobt. Trotz der Ressortverteilung hat es die Schwarzen vor Lachen nicht zerrissen. Ein Wirbelwind erfasste stattdessen die Roten, weil sie ihre Wahlversprechen unerledigt zu den Akten gelegt hatten. Dann tosten heftige Stürme über Europa, die Menschenleben forderten, den deutschen Bahnverkehr lahmlegten und gewaltige Gebäudeschäden verursachten. Dazu passend lieferte der ORF overkill-verdächtig den Schwerpunkt Klimawandel. Umfragen belegten, dass wir österreicher bereit sind, Opfer für den Klimaschutz zu bringen. Die guten Vorsätze noch frisch im Kopf folgte der Bericht des UN-Klimarates. Resümee: Wenn die Welt nicht schnell umdenkt, wird sich die Natur mit heftigen Unwettern rächen. »Der Bericht sollte auch die letzten Zweifler überzeugen, dass dringender Handlungsbedarf besteht«, erklärte Umweltminister Josef Pröll pflichtbewusst. Die neue Bundesregierung habe bereits die richtige Basis zur Erreichung der ambitionierten Klimaschutzziele gelegt. Erneuerbare Energieträger sollen forciert werden, die Energieeffizienz gesteigert und der öffentliche Verkehr attraktiver gemacht werden. Nicht heute, nicht morgen, aber doch, bis 2020, wenn es sich ausgeht und die werten Wähler nicht auszucken. Dass sie kurz davor sind, belegt wiederum die helle Aufregung um Tempo 100. Man kann dazu stehen, wie man mag, aber eines ist nicht wegzuleugnen: Der Spritverbrauch ist beim Langsamfahren niedriger, das bedeutet auch weniger CO2. Der Grund, warum die meisten Zeitgenossen dennoch den Kopf schütteln, liegt wohl darin, dass sie nicht glauben, dass ihr kleiner Beitrag zwischen Linz und Enns die Welt retten wird. Freilich kann man argumentieren, dass der Schadstoffausstoß österreichs global betrachtet wurscht ist, solange der große Rest der Welt, insbesonders die USA, China und Indien, nicht bereit sind, ihre Emissionen zu reduzieren. Auch könnten wir Europäer uns zurücklehnen und ins Treffen führen, dass Europa nur 14 Prozent des gesamten CO2-Ausstoßes zu verantworten hat. Nutzen tut uns weder das eine noch das andere.
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Strom-Museum

Die Energie Steiermark hat in Graz ein »Strom-Museum« eingerichtet. »Wir wollen damit Einblick in die technischen Leistungen unseres Unternehmens geben und gleichzeitig das Verständnis für Elektrizität stärken«, so die Vorstände der Energie Steiermark, Karl-Franz Maier und Franz Kailbauer. Zu sehen gibt es Leistungsschalter aus der Zwischenkriegszeit, aber auch Messgeräte aus den Anfängen des vorigen Jahrhunderts. Gezeigt werden Isolatoren, Anschlusskästen, Wandler, Schalter, Sicherungseinrichtungen für Niederspannung bis zur Hochspannung sowie Zählereinrichtungen, Messgeräte und verschiedene Motoren von »anno dazumal«. Verantwortlich für das Projekt ist der Leiter der Lehrlingsausbildung der Energie Steiermark, Peter Jerepp (Bild oben). Er hat gemeinsam mit den mehr als sechzig Lehrlingen des Unternehmens in mühevoller Kleinarbeit mehr als tausend Exponate gesammelt.
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Schwachstrom

\"österreichs Energiepolitik ist irrrational“, sagt Reinhard Haas, Professor am Institut für Elektrische Anlagen und Energiewirtschaft der TU Wien. Dies sei gleich in mehrfacher Hinsicht der Fall, so der Experte. So steht in der neuen Regierungserklärung als Ziel, dass bis 2010 80 Prozent der Stromerzeugung aus erneuerbarer Energiequellen stammen sollen. Dies sei völlig unrealistisch, meint Haas. Das offizielle östererich beschummle sich nämlich selbst. So wird allgemein davon ausgegangen, dasss der regenerativ gewonnene Stromanteil 2006 bei 75 Prozent lag. Das stimmt jedoch nicht, da sich diese Berechnung auf das Jahr 1997 bezieht. Seither ist der Stromverbrauch geradezu explodiert. Real beträgt der Anteil der Erneuerbaren an der Stromproduktion daher bloß 63 Prozent. Nachdem die großzügige Förderung für Wind & Co Vergangenheit sind sei eine Steigerung sehr unwahrscheinlich, so Haas. Und selbst wenn der Ausbau der Erneuerbaren mit voller Kraft (150 % Windkraft, 300 % Biomasse und 300% Photovoltaik) betrieben würde, wird der Anteil 2010 maximal 61,5 Prozent betragen weil der Verbrauch bis dahin weiterhin steigt. Im Regierungsreferenzjahr 1997 betrug der Stromverbrauch 56.100 Gigawattstunden, für 2010 rechnen die Experten mit 74.000 Gwh. Pro Jahr weist österreich einen Mehrverbrauch aus der der Erzeugung eines großes Donaukraftwerkes entspricht.

Eine zweite politische Irrrationalität sei es nach Ansicht von Haas die Energieerzeugung im Nachbarland Tschechien zu geisseln und zugleich von dort erhebliche Mengen an Strom zu importieren. Im Jahr 2000 war österreich nich Exporteuer, heute stammen etwa zehn Prozent des verbrauchten Stroms aus dem Ausland, vornehmlich aus Deutschland und Tschechien.

Ebenfalls unlogisch sei der Umgang mit den Verpflichtungen aus dem Kyoto-Protokoll, die österreich bekanntlich weit verfehlt. \"Es wird jetzt schon Geld gespart um später die Zertifikate zu erwerben“, ätzt Haas, der in diesem Zusammenhang künftig mit Kosten von 250 Millionen Euro pro Jahr rechnet. Demgegenüber relativiert sich die Dotierung des vielgepriesenen Energiefonds mit 500 Millionen Euro. Sinnvoller wäre es nach Ansicht des TU-Experten aktiv in die Vermeidung von Emissionen zu investieren.

Auch beim Netzausbau ortet Haas Unlogisches: \"Die Netzinvestitionen sind drastsich zurückgegangen, die Netze verfallen kontiunierlich“, erklärt er. Der technologische Fortschritt werde nicht nachvollzogen und es werden keine Reserven für die Einspeisung zusätzlicher Erneuerbarer geschaffen. Schon derzeit müssten die Windkraftwerke im Burgenland zeitweise vom Netz genommen werden, da es sonst zu einer überlastung käme, ergänzt der ebenfalls an der TU lehrende Günther Brauner. \"Wir werden eine Krise bekommen“, sagt er voraus. Ab 2008 oder 2009 sei mit einem Stromengpass zu rechnen, da auch die Kraftwerks-und Netzkapazitäten in und aus den umliegenden Ländern nich reichen werden unseren hohen Verbrauch zu kompensieren. \"Wir schaffen es nicht mit Mehrerzeugung allein den Verbrauchszuwachs in den Griff zu kriegen“, glaubt er und empfihelt der Politik eine rasche Diskussion darüber welche Strategien das Land gedenkt zu wählen. Ein möglicher Ausweg wäre das Sparen von Strom. Dies sei viel effizienter als der Neubau von Kraftwerken und sei die einzige Möglichkeit den Anteil der Erneuerbaren zu pushen. Wollte man den Anteil der Erneuerbaren auf das erzielbare Maximum erhöhen wären Investitionen in der Höhe von 5 Milliardne Euro nötig, so Brauner. Dagegen seien Effizienzsteigerungen wesentlich wirkungsvoller und kostengünstiger. Nach Berechnungen der EU werden derzeit etwa 20 Prozent der elektrischen Energie verschwendet. Um das abzustellen bedüfe es eines großen Wurfs und auch finanzieller Anreize, so die beiden Professoren. \"Strom ist heute real billiger als 1965“, kann sich Haas eine neue Stromsteuer vorstellen, deren Erlöse zweckgebunden der Forschung und Entwicklung zugute kommen sollen. Zum Beispiel könnten Systeme entwickelt werden, die den Stromverbrauch automatisch senken in dem sie nicht in Betrieb befindliche Geräte automatisch abschalten. Erheblichen Handlungsbedarf sieht Haas auch beim Segment Pumpen. Etwa eine Million Heizungsumwälzpumpen seien landesweit in Betrieb, der Großteil davon verbraucht deutlich mehr Strom als nötig ist. Ein konzertierter Umtausch dieser Verbraucher wäre relativ rasch machbar, so Haas. Er kann sich des Weiteren eine Belohnung für jene Haushalte vorstellen, die nachweislich wenig Energie verbrauchen. Freilich sei auch die Industrie gefordert intensiv über Verbrauchsreduktionen nachzudenken. Auch bei neuen Erzeugungsanlagen sieht Brauner Handlungsbedarf. Biomasseanlagen seinen nur in Verbindung mit Nahwärmenetzen sinnvoll. Bei Windkraftwerken gelte es die Flächenwidmungspläne zu überarbeiten. Die heute in Niederösterreich geltenden Abstandsbestimmungen zu Siedlungsgebieten seien dann zu überdenken, wenn anstatt kleiner größere Windkraftanlagen zum Einsatz kommen. Diese laufen langsamer und leiser und liefern deutlich mehr Strom ins Netz. Nicht irrrational seien die Gaskraftwerkspläne heimischer EVU. \"Je mehr Windenergie wir haben, desto mehr Gaskraftwerke brauchen wir“, betont Brauner und fügt hinzu: \"Wenn wir sparen, sparen wir uns den exzerssiven Ausbau der Gaskraftwerke“. Das klingt beruhigend, denn zur angeprangerten Kyoto-Problematik leisten Gaskraftwerke bekanntlich auch einen Beitrag - wenn auch nicht in dem Ausmaß wie die bereits stillgelegten Kohlekraftwerke. Die auf EU-Ebene vorgeschlagene eigentumsrechtlichen Trennung von Netzbetrieb und Erzeugung lehnen die Experten als \"vollkommen unbrauchbar“ ab. Das einzige sinnvolle Unbundling sei eine \"klare legale Entflechtung mit einer rigorosen verschärften Missbrachsaufsicht entsprechend dem Insiderhandel an den Börsen“.

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Wüste Staubwolken

Der Tod kommt aus der Pelletsheizung«, wusste die Tiroler Tageszeitung kürzlich zu berichten. Die Quelle der bedrohlichen Botschaft ist rasch ausgeforscht: Das Institut für wirtschaftliche ölheizung (IWO) macht effiziente Pressearbeit. »Mehr Holzheizungen bedeuten mehr Feinstaub - im Extremfall fünfzig zusätzliche Todesfälle jährlich allein in Tirol«, so die schlechte Nachricht der öllobby in der jüngsten Aussendung. Das IWO beruft sich auf die Initiative »ärzte für eine gesunde Umwelt«, die sich der Schadstoffbelastung durch Hausbrand in Inntal gewidmet hat. Des Weiteren untersuchten die Experten des Institutes für industrielle ökologie und des Institutes für Umwelthygiene der Medizinischen Universität Wien verschiedene Szenarien für die Emissionsentwicklung bis 2015. »Das Ergebnis: Die höchste Feinstaubbelastung entsteht, wenn die Zahl der Holzheizungen weiter ansteigt«, so das IWO-Papier. Wie der Output in der Tiroler Zeitung belegt, ist dem IWO-Geschäftsführer Martin Reichard ein linker Haken gegen die Holzlobby gelungen.

Dass der Präsentator der Studie, Heinz Fuchsig, Umweltreferent der Tiroler ärztekammer, die Schlussfolgerungen der Studie nur wenige Tage später öffentlich relativierte, ändert daran wenig. »Die Studie hat insofern ein recht unrealistisches Szenario als Annahme, dass man alle Heizungen, so wie sie jetzt sind, ohne Reduktion des Wärmebedarfs heranzog. Ebenfalls nicht ausreichend berücksichtigt wurde, dass die Maßnahmen, die jetzt gesetzt wurden, zu einer wesentlich saubereren Holzverbrennung führen werden«, erklärte er dem ORF. Man sei nicht von der neuesten Technologie ausgegangen. Fuchsig und Freunde hatten sich ordentlich in die Nesseln gesetzt und weiters betont, dass die »53 befürchteten Todesfälle mit Sicherheit nicht eintreten werden«. Das Verheizen von Holz sei keine Bedrohung, wenn dies sauber - etwa mittels Brennwerttechnik - passiert, so die Schlussfolgerung von Fuchsig. Abzulehnen seien hingegen Zusatzöfen, mit denen sich die Wohlstandsgesellschaft den lauschigen Abend zu Hause versüßt.

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