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ORF: Entscheidung vertagt

Für Februar geplant, hat die Programmreform eine Entscheidung weiter verzögert, wie die ORF-Pressestelle mitteilt. Die soll nun im April fallen. In der Zwischenzeit wird am Roland-Rainer-Bau weiter probegebohrt. Eine Fassade des wie alle öffentlichen Gebäude unter Denkmalschutz stehenden Objekts wurde bereits vor einiger Zeit mit Vollwärmeschutz ausgestattet, was zu Protesten einiger Architekten geführt hat, die Rainers Bau unangetastet wissen wollen. Auch das Denkmalamt steht einer Veränderung skeptisch gegenüber. Als neuer Standort für den ORF ist der geplante Hauptbahnhof im Gespräch, am Küniglberg soll es Hochhauspläne geben, geht das Gerücht.
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überflieger des Monats

Heinz Gerstbach, Bezirksvorsteher von Wien-Hietzing, ist ein wichtiger Mann. Damit ihm nicht entgeht, was sich in seinem Reich tut, musste er sich »ein Bild von österreichs größter Baustelle im Gesundheitssektor«, dem Orthopädischen Spital Speising, machen. Um dem Fußvolk, das zur Huldigung Gerstbachs in unüberschaubaren Massen angetreten war, die Gelegenheit zu geben, ihren Bezirkskaiser zu bewundern, ließ sich Gerstbach von einem Kran sechzig Meter in die Höhe heben. Keine Frage: So ein Blick von oben ist atemberaubend. Warum allerdings die Steuerzahler für das Amüsement des Bezirksvorstehers geradestehen müssen, bleibt ein Geheimnis.
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Aufzug der Juristen

Den großen heimischen Aufzugsfirmen droht Ungemach: Die Immofinanz AG fühlt sich durch das vermutete Aufzugskartell massiv geschädigt und will Bares zurück. Zu diesem Zweck wurde bei der Bundeswettbewerbsbehörde ein Kartellantrag eingebracht. Ziel ist es, künftig faire Marktpreise für die Wartung der rund tausend Aufzüge und Rolltreppen im Reich der Immofinanz-Tochter Immoaustria sowie der Wohnbaufirmen Buwog und ESG zu erlangen. Gefordert wird eine Reduktion der Wartungskosten um dreißig Prozent. Geht der Antrag durch, würden sich die jährlichen Betriebskosten für Wohnungsmieter je nach Wohnungsgröße um 40 bis 70 Euro verringern, erklärt der Buwog-Geschäftsführer Daniel Riedl. Allein bei Buwog und ESG sind 649 Aufzüge in Betrieb, deren Wartungskosten auf 12.500 Mieter verteilt werden. Er sieht im Kartellverfahren gegen die Firmen Otis, Kone, Schindler und Thyssen-Krupp den »wahrscheinlich größten in österreich jemals entstandenen Kartellschaden«. Laut Kartellbehörde besteht das Aufzugskartell seit den Achtzigerjahren, so gut wie sämtliche Wartungen, Neubauten und Modernisierungen sollen zu überhöhten Preisen angeboten worden sein. »Bei etwa 70.000 Aufzügen und Rolltreppen und 18 Jahren Kartelldauer könnte der Gesamtschaden 250 Millionen Euro betragen«, meint Raoul Hoffer von der mit dem Fall beauftragten Wirtschaftskanzlei Binder Grösswang.
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Innovationen schützen

Im Jahr 2006 wurden in österreich 3.666 Erfindungen angemeldet, von denen rund 60 Prozent auch tatsächlichen Patentstatus erreichen. Das entspricht einem Plus von 182 Anmeldungen oder fünf Prozent. Patentamtspräsident Friedrich Rödler zeigt sich mit diesem leichten Zuwachs zufrieden. \"Die Anzahl der eingereichten technischen Innovationen bleibt auf konstant hohem Niveau.\" Die meisten Erfindungen stammen aus den traditionellen Branchen Arbeitsverfahren bzw. Transportieren (23 Prozent), täglicher Lebensbedarf (21 Prozent) und Maschinenbau (15 Prozent). Deutlich unterrepräsentiert sind die Zukunftsfelder Luft- und Raumfahrt, Bio- und Nanotechnologie.
Dafür kann der höchste Patentschützer österreichs von einem wahren Boom bei Umweltpatenten berichten. Während im Jahr 2001 nur ein Drittel der Erfindungen zumindest in Teilen umweltrelevante und -schonende Verfahren aufweisen konnten, waren es 2006 knapp die Hälfte aller Anmeldungen. Angesichts der aktuellen Diskussionen rund um den Klimawandel ein durchaus erfreulicher Trend. \"Die österreichische Wirtschaft reagiert auf die Wünsche der Konsumenten nach umweltverträglichen Verfahren und Produkten\", weiß Rödler. Die führende Rolle nehmen die Sparten Wasseraufbereitung, Abwasserentsorgung, Abfallwirtschaft, nachhaltiges Bauen und erneuerbare Energien ein. Mit 5,6 Prozent weist die österreichische ökoindustrie eine doppelt so hohe Forschungsquote wie die restliche Sachgüterindustrie auf. Dass sich diese Investitionen auch wirtschaftlich lohnen, zeigt das Umsatzwachstum der Branche, das mit 7,3 Prozent deutlich über dem Durchschnitt liegt. Die frühe Spezialisierung auf Umwelttechnologie trägt auch im internationalen Vergleich Früchte. Im Bereich der Solarenergie etwa liegt österreich mit Deutschland und Griechenland an der europäischen Spitze.

Die innovativsten Unternehmen
Nach dem dritten Platz im Jahr 2005 hat die steirische AVL List im letzten Jahr kräftig zugelegt und liegt jetzt unangefochten an der Spitze. 94 Patente heimste der Vorzeigebetrieb aus der Automobilzulieferindustrie ein. Mit Respektabstand folgen Siemens und der oberösterreichische Schweißtechnik-Spezialist Fronius. Vorjahressieger Vöest ist weit abgeschlagen, selbst eine fusionierte Vöest-Böhler käme derzeit nur auf Rang sechs.
Nicht nur in österreich, auch international betrachtet war 2006 ein gutes Jahr für Patentschützer. 145.300 Patentanmeldungen verzeichnete die World Intellectual Property Organisation WIPO in Genf. An der Spitze stehen die USA, Japan, Deutschland, Südkorea und Frankreich. Bereits mehr als ein Viertel aller Anmeldungen kommt aus Nordost-Asien. Bei den Unternehmen führt wie im Jahr zuvor Philips vor Matsushita, Siemens, Nokia und Bosch. österreich findet sich in beiden Auflistungen nur unter \"ferner liefen\".
Trotz der bescheidenen 815 heimischen Anträge auf ein internationales Patent sieht Rödler österreich im Bereich Forschung und Entwicklung gut aufgestellt. \"Mehr als die Hälfte der Unternehmen sind im Bereich Innovation aktiv.\" Das ist auch nötig, wenn die Wirtschaft einen kräftigen Wachstumsschub hinlegen soll. Laut einer WIFO-Studie zeigt sich, dass zwei Drittel des Wirtschaftswachstums auf technische Neuerungen zurückgehen. Praktisch ausgedrückt: Ohne Forschung und Entwicklung wäre das Wachstum der vergangenen Jahre zwar konstant gewesen, dafür aber unter einem Prozent gelegen.

Wo die hellen Köpfe sitzen
Im Bundesländerranking liegt Oberösterreich wie schon im Vorjahr an der Spitze. Auf den Plätzen folgen Wien und die Steiermark. Setzt man die Erfindungsanmeldung in Relation zur Einwohnerzahl, zeigen sich interessante änderungen im Ranking. Die kreativsten Köpfe sitzen nach wie vor in Oberösterreich, dann folgt schon die Steiermark und - für viele überraschend - Vorarlberg auf Platz drei. Die Bundeshauptstadt wird in dieser Statistik auf Platz vier durchgereicht. Gänzlich unberührt von der Erhebungsmethode zeigt sich das Burgenland, das in beiden Fällen die rote Laterne trägt.

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Neuausrichtung ATTC

Der Austrian Traffic Telematic Cluster ATTC hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und will sich in Zukunft komplett neu ausrichten. Was als Technologiecluster begonnen hat, ist im Laufe der Jahre zu einem unverbindlichen Frühstückskränzchen geworden. Man hat sich getroffen, hat miteinander geredet, gesprochen wurde aber nur wenig. \"Reden ist Silber, schweigen ist Gold“, war zum inoffiziellen Motto des Clusters geworden. Zu groß war die Angst, dass der unmittelbare Mitbewerber vom eigenen Wissen profitieren könnte. \"Es gibt in allen Clustern Trittbrettfahrer, die vom Wissensstand der anderen Mitglieder profitieren wollen ohne eigenes Wissen einzubringen“, sagt Peter Kudlicza vom ATTC ohne konkrete Namen zu nennen. Und ein Technologiecluster der keinen Technologieinput bekommt, ist in seinen Entfaltungsmöglichkeiten doch sehr stark begrenzt. \"Das vorherrschende Wettbewerbsklima wurde bei der Gründung des Clusters sicher unterschätzt“, weiß Kudlicza. Die mangelnde Offenheit der Unternehmen sei aber zu akzeptieren. Schließlich gebe niemand gerne Betriebsgeheimnisse preis.
Es ist dem ATTC über die Jahre nicht gelungen, eine klare Grenze zu ziehen, wo der präkompetitive Gedankenaustausch endet und wo der Wettbewerb beginnt. Der ursprünglich geplante Mehrwert durch einen Austausch von Ideen wurde so schon im Keim erstickt.
Um diese Problematik in Zukunft zu verhindern will man sich jetzt \"softeren“ Themen zuwenden. Die Technologie soll nicht mehr im Zentrum stehen. Man will sich neu ausrichten, die Projektarbeit fokussieren und die Kommunikation mit Wissenschaftern, politischen Entscheidungsträgern und Meinungsbildern verdichten.Ende August wird man sich mit einem Arbeitskreis über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Mobilität an den Alpbacher Technologiegesprächen beteiligen. Unter dem Titel \"E-Call“ wird der ATTC gemeinsam mit dem öAMTC im Herbst ein Kolloquium über die schnellere und bessere Versorgung von Unfallopfern veranstalten. Die Neustrukturierung überlebt hat der PrixATTC, der zum bereits dritten Mal das Engagement junger Forscher zur Entwicklung intelligenter Verkehrslösungen fördern soll. Weiters soll eine Marktanalyse zur Akzeptanz von Verkehrstelematik-Lösungen bei den Verkehrsteilnehmern durchgeführt wurden. Im nächsten Jahr will der ATTC gemeinsam mit der amerikanischen Botschaft in österreich und AustriaTech im Klagenfurter Technologiepark Lakeside eine Konferenz über \"Intelligente Wetterinformationssysteme für Verkehr und Transport“ durchführen.
Die Cluster-Mitglieder stehen der Neuausrichtung positiv gegenüber. \"Die Konzentration auf weniger technologieorientierte Themen ist grundsätzlich begrüßenswert“, heißt es bei Kapsch. Auch bei Siemens zeigt man sich zufrieden. \"Es geht darum, die Kommunikation bei präkompetitiven Projektthemen zu verstärken, um damit das erarbeitete Know-How besser zugänglich zu machen“, sagt Paul Forstreiter, Regionalleitung I&S Infrastruktur bei Siemens österreich. Die Asfinag steht der Neuausrichtung des ATTC nicht nur \"sehr zuversichtlich gegenüber, sondern ist davon regelrecht überzeugt“. \"Die ursprüngliche Idee des Clusters war es, Visionen im Bereich der Verkehrstelematik gemeinsam mit seinen Mitglieder zu entwickeln und Möglichkeiten für sinnvolle Kooperationen zukunftsfähiger Umsetzungen zu generieren“, sagt Marc Zimmermann. Die Basis und die Plattform dafür müsse jedoch energischer, öffentlichkeitswirksamer und visionärer gestaltet werden. \"Um dies zu erreichen, war eine Neuausrichtung mittels eines mehrjährigen Strategieprogramms sowie einem breit gefächerten Arbeitsprogramms unumgänglich.“
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Größter Distributor

Deutlich mehr Marktanteil als alle anderen Distributoren zusammen genommen konnte Tech Data bereits wenige Monate nach dem Start des Xerox-Vertriebes erreichen. Die Gründe für diesen Erfolg fasst Prokuristin Christina Schwarz der Xerox Pro Solution Vertriebsgesellschaft mbH zusammen: \"Fast von Anbeginn klappte die Zusammenarbeit auf dem Niveau flexibler, professioneller Partnerschaft, dass es eine Freude ist. Die Entscheidungswege sind ebenso kurz wie die Kommunikation knapp und effizient ist. Die Atmosphäre ist kompetent und freundschaftlich. Mit einem Wort, der neue Xerox-Distributor Tech Data macht uns den Alltag leichter, wir sind effizienter.\"

Xerox Pro Solution ist der Größte monobranded Partner von Xerox, eine eigenständige GmbH, die für Xerox den Vertrieb im Großraum Wien betreut. Das betrifft Key Accounts, das sind sowohl Großkunden als auch ausgewählte, so genannte Namenskunden. Xerox Pro Solution vertreibt die komplette Office-Palette vom Tischgerät bis zum Stockwerkskopierer, aber auch Produktionsmaschinen. \"Wir haben eine perfekte Logistik, wir haben kompetente, dedizierte Mitarbeiter eingestellt, mit Walter Pravida einen Kenner der Xerox-Szene im Team und ein Service-Umfeld geschaffen, das den Titel \"Best Practice“ verdient\", unterstreicht Thomas Witting, österreich Chef von Tech Data, seine Entschlossenheit, den Marktanteil durch perfekte Betreuung nicht nur zu behalten, sondern diesen weiter auszubauen.

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Ausrichtung on demand

Nach dem ersten Quartal 2007 kann Martin Bittner, CEO des Weltmarktführers für on demand IT-Servicemanagement-Lösungen, die jüngsten Prognosen der Gartner Group bestätigen. Laut Gartner wird sich das Volumen für Software as a Service (SaaS) in den kommenden fünf Jahren weltweit auf 19,3 Mrd. Dollar verdreifachen. SolveDirect hat von Beginn an auf dieses Geschäftsmodell gesetzt und spielt als SaaS-Pionier nun in der internationalen Liga mit. \"Wir haben die Umsatzziele für das erste Quartal deutlich übertroffen. Während wir früher sehr viel Erklärungsbedarf hatten, finden wir heute bei den Kunden überall offene Türen\", berichtet Bittner von den Ergebnissen seiner Geschäftsreisen, die er in den vergangenen Monaten absolviert hat.

Das Umsatzwachstum geht einher mit Mitarbeiterwachstum, deshalb übersiedelte SolveDirect vor wenigen Wochen in ein neues Headquarter in Wien. Der kreisförmige Grundriss des Büros in einem architekturgeschichtlich interessanten Gebäude hat durchaus Symbol-Charakter. \"Die SolveDirect Plattform ist offen für Servicelieferanten und Servicekunden aus allen Branchen, egal mit welchen Systemen sie arbeiten, wir bringen sie zusammen\", erklärt Marcus Oppitz, CTO von SolveDirect. Jüngstes Beispiel: Zur Service Prozess Optimierung wurde bei Sony DADC innerhalb weniger Wochen von IBM österreich und SolveDirect die on demand Helpdesk Lösung \"ServiceDesk SD²\" implementiert. Pro Monat werden nun mehrere tausend interne und externe Calls in drei verschiedenen Support Organisationen rasch und effizient abgewickelt.

Um die SolveDirect Plattform noch weiter zu verbessern, werden laufend zusätzliche Optimierungen im Bereich der Datenbank- und Application-Server umgesetzt, wie z.B. zusätzliche Serverkapazitäten bei zeitgesteuerten Abfragen, Einsatz von Simulations-Programmen, Datenbank-Optimierung, Erstellung eines Datenbank-Containerkonzeptes (Kunden/Mandanten Datenbanken). Diese Maßnahmen bringen den SolveDirect Anwendern - zusammen mit den neuen Releasefunktionen - bessere Performance und Usability.

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Weltrekord für TGV

Der Weltrekord stellt die Krönung der Zusammenarbeit von Netzbetreiber RFF, Alstom Transport und der französischen Staatsbahn SNCF dar und ist das Resultat eines großen Testprogramms, das bereits im Jänner dieses Jahres begonnen hat. Mehr als 300 Ingenieure und Fachleute waren involviert, mehr als 40 Testfahrten wurden bei Geschwindigkeiten jenseits der 450 km/h-Grenze durchgeführt. Bei Kilometer 191 auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Paris und Strassburg erreichte die Tachonadel 574,8 km/h. Damit wurde der alte TGV-Rekord um fast 60 km/h überboten. \"Dieser Weltrekord bietet Ländern und Betreibern, die den Wunsch haben einen Höchstgeschwindigkeitsverkehr als einen ihrer strategischen Wachstumshebel zu nutzen, einen Beweis seiner Zuverlässigkeit“, sagt Philippe Mellier, Präsident von Alstom Transport.
Neben der technischen Leistung diente das Programm vor allem der Zukunft des Höchstgeschwindigkeitsverkehrs auf der Schiene. Ein Messlabor an Bord ermöglichte die Analyse der Daten, die von 600 Sensoren registriert wurden, mit dem Ziel, das Verhalten der Infrastruktur und der Materialien bei vorher unbekannten Geschwindigkeiten einzuschätzen. Diese Messungen ermöglichten die überprüfung der Gültigkeit von vorläufigen Modellen und die Durchführung von aerodynamischen, akustischen, dynamischen und schwingungsfähigen Gültigkeitsprüfungen.
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Für den Netzwerkfrieden

Auf die Idee kamen die beiden Entwickler, als im Kolping-Schülerheim in Klagenfurt wieder einmal die Netzwerkbandbreite von üblen Hardcoresaugern belegt war. \"In Schülernetzwerken ist die ungleiche Verteilung von Bandbreiten ein wiederkehrendes Problem“, sieht Philipp Berger gemeinsam mit seinem HTL-Schulkollegen Manuel Mitteregger Bedarf an einfach zu bedienenden Administrationslösungen für wenig versierte Nutzer. Das Bandbreitenmanagementtool \"LISA\" (\"Linux Internet Service Administration\") fungiert als Routingsoftware und verteilt Netzwerkbandbreiten nach vorab definierten Regeln. Wert legt Berger, der beruflich als Geschäftsführer des IT-Spezialisten eudex it-solutions mit klassischem EDV-Support für KMU-Belange umtriebig ist, auf offene Schnittstellen in der Linux-Applikation.

LISA ist modular aufgebaut und in der offenen Programmiersprache PHP 5 geschrieben.Wesentliches Lösungsfeature ist die Möglichkeit, den Hauptserver von Netzwerken mit einer Firewall abzuriegeln. Zudem erlaubt die Applikation ausschließlich authentifizierten Benutzern den Zugang zum Internet. \"Das Ziel von LISA ist es, die Verwaltung möglichst einfach und kostengünstig zu halten“, erklärt Projektleiter Mitteregger. \"Systeme unter Linux sind meist als Kommandozeilenprogramme bekannt und daher schwer zu administrieren. Wir haben die Steuerung von LISA im Click-Click-Go-Stil gehalten. Der Windows-ähnliche Stil des webbasierten Administrationstools sichert die einfache Bedienung von LISA“, erläutert Mitteregger.

Der laufende Betrieb im Kolpinghaus Klagenfurt Ost hat den Frieden unter den Netzwerknutzern jedenfalls wieder hergestellt. Nun sucht man nach Wirtschaftspartnern, die eine weitere Entwicklung und den Vertrieb unterstützen. \"LISA ist für kleinere und mittlere Firmen empfehlenswert, in denen die Internetzugänge mit unterschiedlichen Prioritäten oder Berechtigungen erforderlich sind“, führen die beiden Entwickler aus. Die Kapazitäten des Administrationstools gehen weit über die übliche Nutzerzahl in einem Schülerheim hinaus, so Berger.

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Untypischer Switch

Enterasys Networks zeigt auf der Hannover Messe 2007 Mitte April die neuen I-Series Industrial Switches. Als erste industriell gehärtete Ethernet-Switches bieten sie besondere Netzwerksicherheit in Industrieumgebungen, denn die Produktneuheit wurde speziell für den Einsatz in anspruchsvollen Peripherien wie Produktionsanlagen, ölraffinerien und Versorgungseinrichtungen entwickelt. Der Formfaktor der I-Series nutzt Konvektionskühlung, Gleichstrom und industriegenormte Komponenten, die gleichbleibende Betriebszeit garantieren.

Traditionell existieren in Industrieumgebungen zwei voneinander unabhängige Netzwerke: Eines für die IT und eines für die Produktion. Bei einer einfachen Verbindung beider Netze für eine zentrale überwachung, ohne jedoch in zusätzlichen Schutz zu investieren, werden auch die Gefahren für die gesamte Umgebung erhöht. Netzwerksicherheit bedeutet also weit mehr als die reine Absicherung von PCs, Druckern und Voice-Phones oder Industrieanlagen. Für eine Bündelung des Informationsflusses müssen alle Geräte den hohen Anforderungen genügen.

Die I-Series von Enterasys unterstützt die Automationsindustrie nun mit einem ganzheitlich gehärteten Switch, der bewährte Netzwerksicherheit in die Produktionsumgebungen überträgt und für den Einsatz selbst in außergewöhnlichen Gebieten gerüstet ist. So sind beispielsweise auch höhere Temperaturen kein Problem. In diesen eher untypischen Switch-Umgebungen ist der Betrieb durch die ständige Gleichstromversorgung und die Konvektionskühlung möglich. Die I-Series ist einzigartig im Bereich der gehärteten Gehäuse, da viele relevanten Elemente wie das einzigartige Rollback-Verfahren - es erlaubt den Anwendern die Kontrolle des spezifischen Verhaltens des Netzwerks - bereits integriert sind.

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