Kremsmünster in Poleposition
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Report: Herr Hackl, wie geht es Ihnen nach den ersten Monaten der Tele2UTA-Geschäftsführung?
Robert Hackl: Den größten alternativen Provider zu führen und in österreich agieren zu können, ist eine sehr spannende Aufgabe. Wir sehen uns in einer wichtigen Rolle: österreich braucht diese Alternative zum Incumbent.
Welche Rolle spielen die Aktivitäten hierzulande für die schwedische Unternehmensgruppe? Welche Investitionen wird Tele2UTA in österreich noch tätigen und wie sehr ist Tele2UTA von Entscheidungen in Stockholm abhängig?
Wir haben eine sehr eigenständige Position innerhalb der Gruppe, haben alle Freiheiten und sind im Konzern eine wichtige Tochter, da Tele2UTA fast zehn Prozent des Gesamtumsatzes beiträgt. Derzeit investieren wir jährlich rund 15 Mio. Euro in die Telekommunikationsinfrastruktur und in die IT-Systeme. Heuer werden wir eine Steigerung der Abdeckung der Haushalte mit entbündelten Leitungen - also auf unserer eigenen Infrastruktur - von 55 auf 65 Prozent schaffen. Mit Ende 2006 zählten wir bereits 183 entbündelte Wählämter. Diese Zahl wird heuer um weitere 60 Standorte steigen. Natürlich stimmen wir unsere Investitionen mit der Unternehmensgruppe ab, doch können wir all unsere Produkt- und Servicelinien selbst einführen und verantworten.
In der Wahrnehmung bei den Kunden scheinen mit der Fusion zweier eher gegensätzlich aufgestellter Provider der Fokus und die zentrale Positionierung als B2B-Provider etwas verloren gegangen zu sein. Ist dies aus Ihrer Sicht ein Problem?
Der Tele2-Slogan »Warum mehr bezahlen« kann im Geschäftskundenbereich leicht falsch verstanden werden. In der Businesssparte überzeugen wir mit »Mehr Leistung für weniger Geld«. Dabei verfügt Tele2UTA über eine solch starke eigene Infrastruktur, dass wir unseren Geschäftskunden höchste Ausfallsicherheit bieten können. Wir können als B2B-Provider mit redundanten Netzverbindungen nicht nur eine Wege- und Technologieredundanz anbieten, sondern innerhalb unserer Infrastruktur sogar Providerredundanz simulieren. So haben wir zum Beispiel die Barmherzigen-Brüder-Spitäler in der Steiermark, wo Netzstabilität und Ausfallsicherheit höchste Priorität haben, mehrfach redundant angebunden. Sie sehen also: Tele2UTA bietet bei weitem mehr als nur Datenleitungen.
Ihr Vorgänger Norbert Wieser hat die Fusion Tele2 und UTA verantwortet, ist nun aber überraschend zurückgetreten. Was werden Sie anders als Wieser machen?
Es gibt viele gute Dinge, die das Unternehmen geleistet hat - vor allem ist nach dem Zusammenschluss die Kombination Tele2UTA ja bereits im zweiten Geschäftsjahr profitabel gewesen, während die UTA in den letzten Jahren nie durchgehend positiv bilanziert hatte. Diese erfolgreiche Strategie gilt es, nun fortzusetzen und mitunter an Innovationen anzupassen. Ich werde nichts ändern, was ohnehin sehr gut funktioniert. In Bereichen wie dem Marketing sehe ich aber noch großes Potenzial - ich bin ein Mann des Marketings und werde hier auch neue Akzente setzen. Einen weiteren Schwerpunkt werden wir im Geschäftskundenbereich mit einer Service- und Qualitätsoffensive setzen, die die Wertschöpfungsbreite und -tiefe erhöhen wird. Das letzte Jahr war noch klar vom Zusammenschluss der beiden Unternehmen und dem Ziel der Profitabilität geprägt. In einer Qualitätsoffensive im Kundenservice durchleuchten wir nun, wie wir mit unseren Kunden umgehen und wohin wir uns im Customer Service bewegen wollen.
Customer Service - ein Bereich, der bei Tele2UTA noch ausbaufähig ist?
Man kann sich immer verbessern.
Die Akquisition von eTel durch Telekom Austria zeigt, wie die Marktkonsolidierung in österreich funktioniert: Der Incumbent schluckt die alternative Szene.
De facto wird damit eine heute schon marktbeherrschende Stellung weiter ausgebaut. Entwicklungen wie diese sind mittelfristig vor allem für die Kunden bedauerlich. Die Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes hat in den letzten Jahren den Konsumenten mehrere 100 Mio. Euro eingespart. Letztendlich gilt es nun, die Kunden zu schützen. Denn das Voranschreiten der Remonopolisierung droht auch im kommenden Jahr: 2008 wird die TA den VDSL-Ausbau forcieren und damit die Investitionen der entbündelnden Provider gefährden und abwerten. In Deutschland führt man bereits Diskussionen zum »Cross Talk« Phänomen, das mit dem technischen Ausbau der Breitbandleitungen die Leitungsqualität der alternativen Provider gefährdet.
Symptomatisch für den sinkenden Wettbewerb ist auch die Mitgliederzahl des Verbandes Alternativer Telekomnetzbetreiber. Die Zahl der VAT-Mitglieder ist von einstmals 21 auf heute sieben Unternehmen gesunken. Da UPC/Inode nicht im VAT vertreten ist, gibt es auf Festnetzproviderseite eigentlich nur noch Colt und Tele2UTA.
Welche Strategien wollen Sie in den nächsten zwei, drei Jahren verfolgen. Welche Innovationen können die Kunden erwarten?
Zentrale Aufgabe wird es sein, unser Geschäftsmodell zu transformieren. Zwei Stoßrichtungen sind hier zentral: Zum einen wollen wir den Schritt vom Reseller zum Infrastrukturanbieter schaffen. Das heißt: weg vom Wiederverkauf von TA-Leitungen und Call Preselection, hin zu entbündelter, eigener Infrastruktur. Weiters werden wir in Zukunft nicht nur Netzanbieter sein, sondern auch ergänzende Services auf Basis unserer Infrastruktur anbieten. Application Service Providing in Bereichen wie E-Learning oder Hosted Exchange könnte dann auch mit Partnern unserem Portfolio eine neue Breite verschaffen. Zum Kunden hin werden wir so mit einer größeren Tiefe agieren können. Lediglich Leitungen zu verkaufen, macht nur begrenzt Spaß - hier geht es eigentlich um reinen Preiswettbewerb. Unsere Kunden wünschen aber mehr - sie wollen Managed Services. Auf dem Weg dorthin wird Tele2UTA auch weiter wachsen: So wollen wir die Zahl unserer bereits über 100.000 Breitbandkunden bis Ende des Jahres verdoppeln. Der Launch einer echten Flatrate in den Breitbandprodukten, der im März erfolgt ist, wird dies ermöglichen. Nun können unsere Breitbandkunden erstmals uneingeschränkt so viel surfen, wie sie wollen - ohne Fair-Use-Limits. Auch unseren Bestandskunden steht dieses Angebot offen. Wir haben genug Kapazitäten in unserem Netz.
Der Weg in Richtung konvergenter Netze scheint von den Providern unbestritten in den nächsten Jahren eingeschlagen zu werden. Wann wird es zu echten konvergenten Produkten aus Mobil- und Festnetz bei Tele2UTA kommen?
Im Privatkundenbereich halte ich die Konvergenzdebatte für überbewertet, da dort Produktstarts bislang keine Erfolge erzielen konnten. BTs Konzept »Blue Phone« hat nicht funktioniert und die Deutsche Telekom hat den Verkauf ihres Festnetzhandys »T-One« mangels Kundeninteresses wieder eingestellt. Und gerade in österreich wäre die herrschende geringe Preisdifferenz zwischen Fest- und Mobilnetzen ein Hindernis für solche Konvergenzprodukte. Der Kunde möchte bei solchen Produkten ja vor allem Preisrabatte sehen. Zudem gibt es in den Haushalten meist keinen klaren Entscheidungsträger, der die Telefoniestrategie allein verantwortet. Den klassischen Familienvorstand als Entscheider in Mobilfunk- und Festnetzfragen gibt es in Familien nicht - hier ist die Zugangsweise zu Geräten und Gesprächsmodellen mitunter sehr divergent. So betrachtet wären vor allem Singlehaushalte die beste Zielgruppe für Konvergenzprodukte.
Dennoch sehen Analysten und TelcoStrategen die Konvergenz von Festnetztelefonie, Mobilfunk und Internet als derzeit wohl wahrscheinlichste Entwicklung.
Der Schwenk zur Konvergenz in den Netzen wird dann vollzogen werden, wenn neben der Möglichkeit zur Kostenersparnis auch das dominante Device konvergent ist. Dies könnte beispielsweise der Laptop sein, der im Office der Zukunft die zentrale Schnittstelle für alle Kommunikationsformen sein wird. Im Businessbereich spielen konvergente Modelle aufgrund des Vorteils einheitlicher Rechnungen und Rufnummernpläne aber ohnehin aus unternehmenstaktischen Gründen jetzt schon eine große Rolle. KMU setzen auf Flatrates in der Abrechnung und Kostenkontrolle. Es gibt dort mit dem Geschäftsführer den notwendigen zentralen Entscheider und auch das Bedürfnis nach Kontrolle der Telekommunikationskosten, was mit einheitlichen, zentralen IKT-Lösungen natürlich besser möglich ist. Konvergenz heißt bei Tele2UTA: Privat- wie Businesskunden kaufen bei uns aus einer Hand.
| Die Firma, die Person Robert Hackl ist seit Jänner 2007 Geschäftsführer Tele2UTA. Der gebürtige Salzburger startete seine Laufbahn im Bankenbereich bei SBC Warburg in Zürich, ehe er 1996 zu McKinsey wechselte. Er leitete dort Beratungsprojekte im Telekombereich, ehe er 2006 als Leiter des Bereiches Marketing & Sales ins Management von Tele2UTA wechselte. Der hierzulande größte alternative Telekommunikationsprovider steuerte 2006 über 300 Mio. Euro Umsatz zum Ergebnis der schwedischen Mutter bei. |
Trendwende«, »Aufbruchsstimmung«, »positive Bilanz«, »mehr Fachbesucher«, »Rekord« - mit solchen und ähnlichen Buzzwords wird die CeBIT von der Deutschen Messe AG und dem BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft Telekommunikation und neue Medien) bedacht. Und das seit Jahren. Doch die weltgrößte IT-Messe steckt in der Krise. Sinkt die Gesamtzahl der Besucher, wird der gestiegene Anteil der Fachbesucher hervorgehoben. Sinkt dieser Anteil, so wie in diesem Jahr, freut man sich in Hannover über insgesamt mehr Eintritte. Mit 480.000 sollen 2007 zehn Prozent mehr Besuche gezählt worden sein als im Vorjahr. Diese Nachricht wird zwar nicht allerorts für bare Münze genommen, aber vielleicht trügt der optische Eindruck. Denn die Messehallen sind weniger dicht besetzt gewesen als in den vergangenen Jahren, was weniger Gedränge zur Folge hatte.
Nicht nur die Zahl der Aussteller, sondern auch die vermieteten Ausstellungsflächen sind deutlich gesunken. Insbesondere einige Branchengrößen wie Nokia, Motorola, BenQ, Konica Minolta und Lenovo - die ehemalige IBM-Notebooksparte - blieben fern. Damit es wenigstens bei den Besuchern ein Plus gab, wurden unmittelbar vor der Messe 50.000 Eintrittskarten verschleudert: Kleinere Aussteller konnten 500 Karten zum Preis von 490 Euro erwerben. Das macht pro Karte 98 Cent statt der an der Kassa verrechneten 38 Euro. Größere Aussteller sollen dem Vernehmen nach beliebig viele Tickets zu einem Pauschalpreis bekommen haben. Die Tickets wurden schließlich bei allerlei Gewinnspielen unters Volk gebracht. Messemitarbeiter berichteten auch von einer Aktion in einer Media-Markt-Filiale, wo USB-Speichersticks zum Aktionspreis verkauft und je eine CeBIT-Karte gratis beigelegt wurden.
Trotz des gesunkenen Platzbedarfs brachte es der Veranstalter nicht übers Herz, mehr als die Hallen 16 und 18 zu schließen. Er ließ stattdessen Vorhänge fallen und provisorische Wände aufstellen, um ungenutzte Flächen abzutrennen. Dafür sollte es der Halle 1 an den Kragen gehen. Dieses 27 Jahre alte Gebäude ist die Eizelle der CeBIT, deren Ursprung dort in den 1970er-Jahren als Sonderschau im Rahmen der »Industrieschau Hannover Messe« lag. Die damals »weltgrößte Messehalle« wurde 1984 in ins »Guinness Buch der Rekorde« aufgenommen. In dieser Ur-Halle haben einige große Unternehmen, insbesondere Druckerhersteller wie Brother, Kyocera oder Sharp, fix eingebaute Einrichtungen. Es handelt sich um riesige, mindestens zweigeschoßige »Messestände« mit Büros, Cafés, Brücken, Küchen und teilweise sogar eigenen Aufzügen.
Kurzer Aufruhr. In den Tagen vor Messebeginn waren Mitarbeiter dieser treuesten aller Aussteller vor Ort mit Vorbereitungsarbeiten beschäftigt, als sie darüber informiert wurden, dass dies die letzte Show der Halle 1 werden sollte. Nach Abriss solle sie durch einen Neubau ersetzt werden, der Tagungs- und Konferenzräume bieten werde. Die betroffenen Firmen stiegen auf die Barrikaden und hatten Erfolg: Noch während der CeBIT wurde das Vorhaben offiziell begraben. Nun wird ein Abriss der Halle 18 erwogen, aber noch nicht bestätigt.
Paradigmenwechsel ... ist auch so ein schönes Schlagwort. Diesmal gebraucht von Ernst Raue, Vorstandsmitglied der Deutschen Messe, zur Bezeichnung der Pläne für die CeBIT 2008 (4. bis 9. März). Statt neuer Produkte sollen neue Lösungen und Anwendungen im Mittelpunkt stehen. Die Veranstalter wollen stärker den Interessen der Fachbesucher entgegenkommen. Mehr Business und weniger Rummel, lautet die Devise. Damit entspricht die Messe einer schon lange geäußerten Forderung vieler großer Aussteller. Es gibt zudem eine Verkürzung um einen Tag; zum Verzicht auf das Wochenende konnte man sich in Hannover aber nicht durchringen.
Am Wochenende ist das riesige Geländer stets von den im Messejargon abwertend »Beutelratten« genannten Konsumenten bevölkert, die durch das Einsammeln möglichst vieler Werbegeschenke den Eintrittspreis wettzumachen suchen. Viele Unternehmen hätten daher am liebsten komplett auf Samstag und Sonntag verzichtet. Der Messe wäre damit aber eine Einnahmequelle versiegt.
Trotz des gezeigten Optimismus wird es die größte IT-Messe der Welt nicht leicht haben, gegen die harte Konkurrenz von 3GSM in Barcelona, CES in Las Vegas und IFA in Berlin zu bestehen.
Handeln aus der Zukunft«: Diese Seminarankündigung der Wiener Akademie für Organisationsentwicklung hat uns ziemlich verdutzt. Denn an sich weiß ja nicht einmal die Zukunft, was die Zukunft bringt. Andererseits wiederum beschäftigen sich die meisten Manager fast nur mit der Zukunft - zum Beispiel mithilfe der »Zukunftssoftware« Excel mit künftigen Umsatzrenditen und Kosteneinsparungsplänen. Zudem gibt es Völker auf der Erde, welche die Zeitrechnung tatsächlich verkehrt herum (also in der Reihenfolge Zukunft - Gegenwart - Vergangenheit) sehen. Also lohnt es sich, die Zukunft mal genauer anzuschauen.
In den modernen Industriestaaten hat sich bekanntlich folgende Zeiteinteilung durchgesetzt: Was schon geschehen ist, nennen wir Vergangenheit, unser jetziges Dasein bezeichnen wir als Gegenwart - und was noch kommt, heißt allgemein »Zukunft«. Die umgekehrte Reihenfolge funktioniert natürlich auch, denn die Zeit ist ja bloß eine Erfindung des Menschen, damit kann man anstellen, was immer man will - solange der eine Mitmensch weiß, was der andere meint (wenn nicht, dann gibt’s Konfusion). Also ist es in unseren Breiten besser, wenn wir von der hier üblichen Regelung ausgehen. Insofern verblüfft ein Seminar »Handeln aus der Zukunft« schon einigermaßen. Erfunden hat es Josef Weber, an der Wiener Akademie für Organisationsentwicklung (www.wienerakademie.com) tätiger Coach und Berater. Wir haben natürlich nachgefragt, was er damit meint.
Die Stadtentwicklung hat sich bisher auf das gebaute Umfeld konzentriert. Wird der öffentliche Raum, für den Sie in der MA 19 zuständig waren, ein Schwerpunkt sein?
Die Stadtentwicklung wird sich stärker mit dem Weichbild befassen, die Architekturdeklaration soll auf den öffentlichen Raum ausgedehnt werden. Ich sehe die MA 19 als Qualitätssicherungsstelle bei der Gestaltung öffentlicher Räume und weniger stark für die Bebauungspläne zuständig. Wir werden mehr begleitende Kontrolle im Sinne des Paragrafen 85 der Bauordnung betreiben. Außerdem soll die Nutzerorientierung und das Kostenbewusstsein in der Dienststelle verstärkt werden.
Für Aufregung unter den Wiener Architekten hat die Ankündigung von Planungsstadtrat Schicker gesorgt, mehr Eigenplanungen durch die MA 19 durchführen zu lassen.
über diese Aufregung war ich überrascht. Kleine Umbauten und Sanierungen hat die MA 19 schon seit Jahrzehnten geplant. Im Vergleich zum gesamten Bauvolumen der Stadt Wien ist das aber ein geringer Anteil, das ist vergleichbar mit einem Büro mit fünf bis sieben Mitarbeitern, das ist sicher nicht wettbewerbsverzerrend.
Welche Planungsarbeiten könnte die MA 19 übernehmen?
Das könnten Schulen, Kindergärten oder Stützpunkte der Magistratsabteilungen sein. Nach unseren Möglichkeiten werden wir ab und zu auch einen Neubau planen. Das wird aber nicht in großem Rahmen stattfinden. Größere Projekte sind mit unseren Mitarbeitern, von denen die Hälfte selbst Architekten sind oder Büros geführt haben, nicht möglich.
In Wien steht eine Bauordnungsnovelle an. Welche änderungen wünschen Sie sich?
Beispielweise könnte die Regelung der Feuermauern so geändert werden, dass in der Bauklasse 1 Grundstücke zusammengefasst werden können und größere Einheiten möglich sind.
Wo werden die Schwerpunkte in den Stadtentwicklungsgebieten liegen?
Dort geht, aufgrund der Entwicklung der Bevölkerungszahlen, die Tendenz in Richtung Verdichtung. Die Frage der Dichte ist eher ein allgemeines Thema der Stadtplanung, da werden Leitbilder und Masterpläne entwickelt. Das kann man jetzt nicht so genau festlegen.
Wie sehen Sie, der für die Architektur in Wien zuständig ist, Ihr Verhältnis zu den Architekten?
Ich sehe mich als einen kompromissfähigen und in alle Richtungen gesprächsbereiten Menschen. Mit der Kammer habe ich eine gute Gesprächsbasis, aber auch mit den anderen Architektenvereinigungen. Beim Wettbewerbsleitfaden, den wir aufgrund des Bundesvergabegesetzes 2006 überarbeiten, werden wir die Abläufe einhalten und uns gegenseitig informieren. Da gibt es praktisch keine Differenzen.
Zur Person
Franz Kobermaier (40) studierte Architektur an der Technischen Universität Wien und arbeitet seit 1995 bei der Stadt Wien. Er begann in der MA 19 im Referat »Generelle Grundlagenplanung«, wechselte dann in andere Stadtplanungsabteilungen (MA 18, MA 21 A) und kehrte 2005 in die MA 19 zurück, wo er die Leitung des Dezernates »öffentlicher Raum« übernahm. Seit Jahresbeginn 2006 war er Dienststellenleiter-Stellvertreter. Kobermaier löst Josef Matousek (60) ab, der in den Ruhestand getreten ist. Matousek hatte der MA 19 mehr als drei Jahrzehnte angehört, seit 2001 als deren Leiter.
Die Transaktion wird die führende Position des gemeinsamen Unternehmens im Wachstumsmarkt serviceorientierte Architekturen (SOA) \" Business Process Management (BPM) deutlich stärken. Die regionalen Stärken der Software AG und webMethods ergänzen sich in diesem Bereich und die weltweit mehr als 4.000 Kunden und 100 Partnerunternehmen werden in Zukunft von einem erweiterten Produktportfolio profitieren. Besonders in Nordamerika wird die Software AG die Kundenzahl mehr als verdoppeln. Der Zusammenschluss verbindet außerdem komplementäre Stärken bei bestimmten Kundenindustrien mit minimalen überschneidungen in der Kundenbasis und liefert damit direkten gemeinsamen Zugang zu weiteren Kundensegmenten, vor allem in den Bereichen Finanzdienstleistungen, Produktion und im öffentlichen Sektor. Die Transaktion baut auf der guten Reputation und Marktposition der beiden Unternehmen auf und ist ein bedeutender Schritt zur Erreichung des von der Software AG kürzlich bekannt gegebenen Ziels, den Umsatz auf 1 Mrd. Euro zu verdoppeln.
Die übernahme schafft ein führendes Produktportfolio in den Bereichen SOA und BPM mit unübertroffener Breite und Tiefe. Das Portfolio umfasst Software Lösungen für SOA Governance \" Enablement, BPM, Business Activity Monitoring, Anwendungsintegration und Legacy-Modernisierung. \"Die übernahme positioniert Software AG klar als einen der weltweiten Marktführer bei SOA und BPM. Mit der Kombination unserer Produktportfolios und Vertriebsteams mit denen von webMethods erhalten wir eine noch stärkere Position im wichtigen nordamerikanischen Markt“, erklärte Karl-Heinz Streibich, Vorstandsvorsitzender der Software AG. \"webmethods’ Fabric Produktfamilie in Verbindung mit der Crossvision SOA-Suite der Software AG ermöglicht eine integrierte SOA-Lösung, die es unserer gemeinsamen Kundenbasis erlaubt, ihre Geschäftsprozesse effizienter zu entwerfen, zu steuern und zu überwachen. Gemeinsam werden wir herausragende SOA-Lösungen schaffen. Wir freuen uns darauf, mit dem fähigen Team von webMethods zusammenzuarbeiten.“
Fokus KMU
IMP³rove konzentriert sich ganz auf die rund 23 Millionen KMU in Europa, die annähernd 75 Millionen Arbeitsplätze stellen und 99 Prozent des gesamten Unternehmensbestand bilden. Von einem Erfolg wollen die Initiatoren ab einer Beteiligung von 1500 Unternehmen sprechen. 50 davon sollen aus österreich kommen. Eine Obergrenze gibt es nicht. Sollte der Zuspruch die anvisierten Zahlen deutlich überschreiten, würde man sich zuerst \"riesig freuen und danach die Beraterbasis deutlich erweitern“, sagt Diedrichs.
Neben den KMU sollen auch die involvierten Beratungsunternehmen, politische Entscheider und Finanzinvestoren von IMP³rove profitieren. Beratungsunternehmen erwarten sich Zugang zu neuen Kunden, Best-Practice-Analysen und Methoden, um Lücken im Innovationsmanagement ihrer Kunden zu erkennen und zu schließen. Investoren könnten besonders innovative Unternehmen europaweit identifizieren und die Politik Informationen zu Erfolgsfaktoren und Barrieren erhalten, mit denen sich Unternehmen bei der Entwicklung ihres Innovationsmanagements konfrontiert sehen. Die Europäische Kommission unterstützt IMP³rove in der Testphase mit fünf Millionen Euro, den Rest übernehmen die beteiligten Beratungsunternehmen wie A.T. Kearney und Institutionen wie die Fraunhofer-Gruppe.
Info und Fragebogen: www.improve-innovation.eu