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Archiv (11315)

Trau keinem über 50?

Von Angela Heissenberger

Mick Jagger rockt noch mit 64 über die Bühne. Pablo Picasso stand bis zuletzt täglich vor der Staffelei. Und so mancher Konzernchef mit grauem Haar und tiefen Falten, aber regem Geist würde keinen Gedanken daran verschwenden, das Ruder endlich abzugeben. Ihren Angestellten trauen Unternehmer schon weit weniger Elan zu. Denn fit wie ein Turnschuh fühlt sich auch so mancher Arbeitnehmer jenseits der fünfzig - dennoch ist diese Altersgruppe weit häufiger von Kündigungen betroffen als jüngere Erwerbstätige. Die Begründungen sind nur auf kurze Sicht schlüssig: Junge Mitarbeiter seien angeblich innovativer, flexibler, leistungsfähiger, seltener krank und vor allem billiger. In dieser Milchmädchenrechnung werden jedoch die langjährige Erfahrung der älteren Angestellten, ihr umfangreiches Know-how und die gefestigten Beziehungen zu Kunden und Lieferanten nicht berücksichtigt. Dieses Wissen und unsichtbare Wirken kann kaum innerhalb weniger Wochen oder Monate ersetzt werden. Oftmals zeigt sich der stille Wert dieser verdienstvollen Mitarbeiter erst, wenn sie längst wegrationalisiert wurden.

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Wärme statt Emissionen

Selbstverständlich ist Fernwärme in den großen Ballungsräumen auszubauen«, betonte Günter Liebel, Sektionschef des Bundesministeriums für Land-, Forstwirtschaft und Umwelt im Rahmen der Fernwärmetage des Fachverbands Gas Wärme. Franz Schindelar, technischer Direktor der Fernwärme Wien, geht noch einen Schritt weiter. Er fordert eine konsequente Nutzung jener Abwärme, die ansonsten verlorengeht. Als Beispiele nannte Schindelar die Abwärme aus der Industrie, aus Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen und die Müllverbrennung. »Solange solche Wärmepotenziale vorhanden sind, dürfen keine weiteren Ressourcen für die reine Erzeugung von Wärme zum Heizen verschwendet werden«, fordert Schindelar. Derzeit werden österreichweit rund 600.000 Wohnungen mit Fernwärme geheizt.
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Energie- Meldepflicht

Kritik an der geplanten Wiener Bauordnungsnovelle übt der grüne Gemeinderat und Energiesprecher Christoph Chorherr. Die übernahme des Energieausweises in die Bauordnung wäre eine Chance, den gesamten Energiebedarf von Hochhäusern zu normieren, meint Chorherr. Dass allerdings lediglich der Heizwärmebedarf und nicht der Gesamtenergieverbrauch berücksichtigt wird, sei ein Versagen, das er dem neuen Wiener Wohnbaustadtrat Michael Ludwig ankreidet. Der enorme Kühlbedarf bei den modernen Bürohochhäusern mit Glasfassade müsse von einer modernen Bauordnung begrenzt werden, fordern die Grünen.
Als zweite Forderung steht eine dreijährige behördliche Meldepflicht des Energieverbrauchs auf dem grünen Tablett. Dass diese, ebenso wie das gesamte Energieausweisgesetz, ohne Androhung von Sanktionen auskommt, sei nicht der Punkt, so Chorherr: Für Investoren und Bauträger müsste der Gesamtenergieverbrauch den Wert einer Immobilie bestimmen und so zu einem Marketinginstrument werden.
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Digitale Archivwelt

Am 14. April ist der Startschuss für das elektronische Urkundenarchiv der Ziviltechniker gefallen. Ab Anfang 2008 müssen alle von Ziviltechnikern erstellte Unterlagen, wie Bebauungspläne, Grenzvermessungen, Kaufverträge oder Gutachten, gespeichert werden. »Damit wird die Rechtsunsicherheit in der digitalen Planung behoben«, meint der Vermessungsingenieur Hans Polly, der den Ausschuss Urkundenarchiv in der Bundeskammer leitet. Bisher habe es für digitale Unterlagen, die in Geoportalen zu finden sind, keine Verbindlichkeit gegeben. Zukünftig könnten über das elektronische Urkundenarchiv auch Bauverfahren abgewickelt werden, da Ziviltechniker ja Behördenstatus genießen. Die Urkunden müssen dreißig Jahre lang digital aufbewahrt werden, die Lesbarkeit der Daten soll auch dann noch garantiert sein. Die Gebühren werden für kleine Urkunden im Umfang von zehn bis zwölf Seiten bei rund zwanzig Euro liegen, für größere Datensätze bis 100 MB, Pläne etwa, sollen 130 bis 140 Euro berechnet werden, so Polly. Ein zweistufiges Vergabeverfahren zur Umsetzung hat das Wiener Softwareunternehmen onlaw internet technologie, eine hundertprozentige Tochter des Manz’schen Buchverlags, gewonnen.
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Absatzchancen

Der Relaunch war vor gut eineinhalb Jahren - dennoch hat die Website bis heute nichts an Exzellenz verloren. \"Bad Kleinkirchheim zählt zu jenen Kunden, die verstanden haben, dass das Internet ein immer wichtigerer Vertriebsweg für touristische Angebote ist“, heißt es bei der Web-Agentur Ncm. Die Salzburger kleideten die Website der Region Bad Kleinkirchheim in neue Kleider. Seit dem Relaunch sprechen die gestiegenen Nutzerzahlen ihre eigene Sprache: dreimal so viele Verweise von Suchmaschinen seien dabei \"nur ein Sensationsergebnis, das ncm.at für Bad Kleinkirchheim erreichen konnte.“

Im Hintergrund der Website wurden die neuesten Internetmarketing-Erkenntnisse verpackt. Erweiterte Themenbereiche sprechen nicht nur die Website-User an, sondern bieten auch Suchmaschinen eine größere Angriffsfläche. Zudem wurden alle Analyseergebnisse des Programms www.checkeffect.at umgesetzt. Ein optimiertes Anfrageformular, benutzergerechte Oberflächen sowie die zielgruppengerechte Aufbereitung von Informationen zeichnen die Website aus. \"Call to Action“-Elemente fordern den Gast auf, selbst aktiv zu werden: eine Anfrage zu stellen, Informationen anzufordern oder mehr Auskünfte über Hotels und das Wellnessangebot einzuholen. Die Ziele des überarbeiteten Internetportals wurde erreicht, so Stefan Heinisch, Geschäftsführer der Bad Kleinkirchheimer Tourismus Marketing GmbH - die da wären: mehr Besucher, mehr Anfragen, mehr Nutzen als Ganzjahresdestination.

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Nettes CMS

Integrationsdebatte in Kärnten einmal anders: der Villacher Daniel Seebacher bietet nicht-professionellen Nutzern eine neue Sichtweise auf die Erstellung und Wartung von Webseiten. Integration heißt hier, eine ganze Bandbreite an Internetaktivitäten über ein, einziges System aufbauen zu können. \"Unsere Lösungen ermöglichen einfach und flexibel Web Content Management zur Pflege einer Website, Webshop-Funktionalitäten bis hin zur Personalisierung der Webseite über Benutzerdatenbanken\", spricht Seebacher nun alle jene an, die weder über das Know-how noch über Riesenbudgets verfügen, um ihre Visitenkarte im Netz mit entsprechenden Features vergolden zu können.

Kern des modularen Konzepts ist mit dem Web-Content-Management-System \"niceCMS\" ein Werkzeug, mit dem Web-Inhalte auch ohne Programmierkenntnisse erstellt und gewartet werden können. HTML- oder XML-Kenntnisse sind nicht vonnöten, ganz ohne Installationsprozeduren und große Schulung können Nutzer aller Art dank WYSIWYG-Prinzip (\"What you see is what you get\") sofort Texte und Bilder auf seiner Website anlegen, pflegen undaktualisieren. Das gleiche gilt für das Managen der Produktinformationen im Shop und anderen Inhalten in Datenbankverzeichnissen.

niceCMS basiert auf PHP und MySQL und kommt ohne Java-Integration aus. \"Selbst in großen Organisationen mit hohen Sicherheitsanforderung und Firewall-Beschränkungen läuft niceCMS einwandfrei und lässt sich sofort anwenden\", werkt Seebacher nun an einem Vetriebskonzept für die Eroberung des österreichweiten Marktes. In Kürze soll auch ein Webportal zur Bereitstellung zusätzlicher Oberflächendesigns - so genannte Templates - online gehen, um den Benutzern eine größere Auswahl zum Look and Feel der Contentmanagementlösung bieten zu können.

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Zweit-Monitor gefällig?

Bei vielen Arbeitsabläufen im Businessalltag hat sich der Einsatz von Zweit- und Drittmonitoren bewährt. So kann man auf jedem Monitor andere Dokumente im Blickfeld haben, ohne von einem Fenster zum anderen klicken zu müssen. Entfällt das mühsame Hin- und Herschalten, kann die Arbeitsproduktivität um bis zu 40 Prozent gesteigert werden, da durch die Komfortsteigerung und die leichtere Informationsfindung eine um 18 Prozent geringere Fehlerquote erwirkt wird. Bisherige Mehrscreenlösungen waren jedoch mit Mehrkosten und einem komplizierten Installationsaufwand verbunden, da entweder zwei Grafikkarten beziehungsweise spezielle Grafikkarten mit zwei Ausgängen nötig waren. Mit dem SyncMaster 940UX von Samsung wird das Multiple-Monitor-Computing jetzt einfach wie nie zuvor. Nach Anschluss des Gerätes, der Installation der Treiber ist keine zusätzliche Software mehr notwendig. Mit der mitgelieferten UbiSync-Software können bis zu sechs Monitore über einen Rechner angesteuert werden. Natürlich ist es möglich, auch im laufenden Betrieb das USB Kabel an oder abzustecken, um eventuell noch weitere Displays hinzuzufügen.

Dank seiner AutoPivot Funktion, seiner leichten Höhenverstellbarkeit sowie seiner flexiblen Kipp- und Drehwinkel wird auch das Arbeiten ergonomischer und angenehmer.Der UbiSync-Monitor SyncMaster 940UX wird mit Ende Mai in österreich erhältlich sein, der Preis steht noch nicht fest, wird aber laut Herstellerangaben um die 300 Euro betragen.

Technische Daten:
- 19 Zoll LCD (48,3 Zentimeter)
- Auflösung: 1280 x 1024 Pixel mit 16,7 Millionen Farben
- Helligkeit: 300 cd/m²
- Kontrast: 1000:1
- Reaktionszeit: 5 ms
- Betrachtungswinkel: 160° horizontal/160° vertikal

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Von der Unfreundlichkeit des Klickbaren

Der Tunnelblick ist nicht nur eine wesentliche Nebenwirkung in der Bildschirmarbeit - er ist zu Beginn des 21. Jahrhunderts unbedingt nötig, um durch die wachsenden Informationsfluten in den Verzeichnissen steuern zu können. \"Die Menschheit hat in den letzten 3000 Jahren seit Erfindung des Index kaum etwas dazu gelernt“, sind für Ron Stockinger die Dateimanager sämtlicher Betriebssysteme - wie etwa der Windows Explorer - die moderne Variante \"dummer“ Indizes: hierarchisch, monoperspektivisch und schlichtweg dem menschlichen Nutzer gegenüber unpassend aufgestellt. Die Suche nach bestimmten Schlagworten oder Themen gestalte sich dadurch gerade auf Webseiten meist zu einer ausufernden, mühseligen Angelegenheit. Statt auf Logik in der Abbildung der realen Welt auf elektronische Ebene zu setzen, würden einbahnartige Darstellungen die Benutzersuche unnötig verlängern, verkomplizieren. Ron Stockinger will nun die Lösung gefunden haben, die eindimensionalen Verzweigungen in den Informationssystemen zu einem komplexeren Ganzen zu verbinden: dem assoziativen Informationsraum respektive \"Environment“, wie er es nennt.

Index Goes Oracle. In Anlehnung an die derzeit grassierende netzbasierte Bewegung des Semantic Web sieht auch Stockinger in Webseiten und Intranetinhalten weit mehr als nur simple Information. Mittelpunkt des Informationsgehalts ist vielmehr die Beziehungen zu anderen Informationsfetzen in einer indexikalen Landschaft - ähnlich der Aufbaulogik im menschlichen Gehirn. Auch dort hält die Contentorganisation mittels vernetzter Synapsen von Hierarchien recht wenig. Gerade aus diesem Grund gelingt es aber, schneller Entscheidungen zu treffen und effizienter das Gedächtnis zu nutzen. Die Zeit- und Energieersparnis wird gewonnen, da sich der Nutzer nicht mühsam durch Strukturen ackern muss, sondern quer über die Contentlandschaft fliegend zu seinem Ziel gelangt.

Stockinger möchte nun das Konzept des quervernetzten Informationspools als \"kollektives Gedächtnis“ Unternehmen und Institutionen näher bringen. Der Auslandsösterreicher, der in Rumänien mit seiner IT-Firma IMP Nonlinear Technologies ein Environment mit dem kosmischen Namen \"ThoughtSpace“ geschaffen hat, ist auf Partnersuche, um den weiteren Ausbau und Kundenprojekte zu ermöglichen. Die Showcases sind bereits gebastelt und bieten einen teils eindrucksvollen Einblick in eine neue Welt des Contentmanagements. Dennoch stößt der Wahlrumäne vielerorts auf Ablehnung: Zwar reduziert das grafische Userinterface des ThoughtSpace gegenüber die klassisch mühevollen Klickpfad-Navigation nachweislich den Suchaufwand für den Nutzer. Heißt: Inhalte werden bis zu fünfmal schneller gefunden. In den Suchfeldern kann direkt zum gewünschten Punkt - egal ob HTML-Page, Dokument oder Videofile - gesprungen werden. Doch ist das Look-and-Feel gewöhnungsbedürftig und nicht jedes Unternehmen von Stockingers Modell begeistert. Zu sehr ist unsere Contentwelt hierarchisch organisierten Verzeichnissen ausgeliefert. \"Wir können heute nicht einmal mehr in den Papierkorb klicken, ohne auf einen Index zu treffen“, formuliert dies Stockinger, der - lernt man ihn besser kennen - mehr Visionär denn Techniker ist. Aus diesem Umstand heraus will er auch verstehen können, was den meisten Unternehmen heute dramatisch abgeht: innovative Werkzeuge fürs Wissensmanagement. Tools, die ein kollektives Gedächtnis zum Mehrwert für die Organisationen selbst, als auch in der Präsentation nach außen, ermöglichen.

Internationalen Studien zufolge ist die große Herausforderung in Unternehmen, zu wissen, welche Aufgaben andere Firmenteile überhaupt haben. \"Die rechte Hand weiß oft nicht, was die linke tut. So viele Unternehmen reden von Transparenz, leben sie aber nicht“, ortet man bei IMP auch einen gewissen Hang zur Innovationsunlust in österreich. Gerade mit der zunehmenden Relevanz von Unternehmenswebsites als Schaukasten für die öffentliche Präsentation von Mannschaften und Aktivitäten sei ein Umdenken aber geschäftskritisch geworden. \"In der Regel haben 75 Prozent der gefundenen Informationen auf Webseiten null Wert für den Suchenden. Wir wollen die einzelnen Welten komplett, logisch vernetzt und hochgradig ergonomisch verfügbar machen.“

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Ausschreibung gewonnen

Die ARGE Raiffeisen Informatik Consulting GmbH, Raiffeisen Informatik GmbH und Systema Human Information Systems GmbH konnte die Ausschreibung der SAP-Implementierung in den Nö Landeskliniken für sich entscheiden. Die Nö Landeskliniken Holding umfasst 27 Krankenhäuser an 24 Standorten in ganz Niederösterreich. Insgesamt verfügen die Häuser über rund 7.000 Betten. Mehr als 14.000 Mitarbeiter sind beschäftigt. Willi Salomon, CEO Systema: \"Dieser Auftrag ist der größte Einzelauftrag in unserer Firmengeschichte. Und es ist eine Bestätigung unserer Kompetenz: Wir haben bisher bereits rund 80 SAP-Implementierungen in Gesundheitseinrichtungen erfolgreich durchgeführt.“

Der Auftrag umfasst das Einrichten der SAP-Lösung für alle betriebswirtschaftlichen Aufgaben (Finanzbuchhaltung, Kostenrechnung, Controlling), für den Einkauf und die Logistik sowie für das Patientendatenmanagement und die Patientenabrechnung. Dazu kommt die Integration mit bestehenden medizinischen IT-Systemen. Der Zehn-Jahres-Vertrag umfasst auch die vollständige übernahme des Betriebes des IT-Systems im Systema-Rechenzentrum St. Pölten.

Die Nö Landeskliniken werden dadurch in naher Zukunft über landesweit einheitliche Implementierungsmodelle und durchgehende Stammdaten verfügen. Dadurch wird die betriebsführende Mannschaft entlastet. Das Betriebswesen wird durchgängig und die Steuerungsmöglichkeiten sowohl seitens der Häuser als auch des Landes werden optimiert. Diese Straffung in der Verwaltung kommt vor allem auch den Patienten zugute, deren Daten nach einheitlichen Standards bearbeitet werden können.

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