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Verstärkung für Südosteuropa

\"Die größte Kapitalerhöhung Kontinentaleuropas“ soll es werden: Bis zu drei Milliarden Euro möchte die Immoeast AG mit der Ausgabe von knapp 278 Millionen junger Aktien in ihre Kassen spülen, wie Immoeast-Vorstandsvorsitzender Karl Petrikovics ankündigte. Mit diesem frischen Kapital soll ein Investitionsprogramm von fast 6 Milliarden Euro finanziert werden. 43 Prozent entfallen dabei auf Südosteuropa (SEE), wo die Immoeast ihre derzeitige Präsenz von 1,4 Milliarden kräftig verstärken will. Ein Drittel ist für Zentral- und Osteuropa disponiert, wo die Immoeast mit 3,6 Milliarden investiert ist. Knapp ein Viertel der Investitionen sind in Russland und der Ukraine geplant, wo das derzeitige Investitionsvolumen 1 Milliarde beträgt, knapp 95 Prozent davon in Russland. Dieser Anteil soll zugunsten der Ukraine auf 50 Prozent zurückgefahren werden, wobei im Einkauf eine Risikoprämie in Form einer zwei- bis dreiprozentigen zusätzlichen Rendite einkalkuliert werden müsse, so Petrikovics.
Das öffentliche Angebot zur Aktienzeichnung läuft bis zum 12. Mai und richtet sich an private und institutionelle Investoren in österreich, Deutschland, Tschechien, der Slowakei und Polen. Dort, an der Warschauer Börse, soll außerdem Ende Mai ein zweites Listing stattfinden. Damit trage man der steigenden Zahl von Aktionären aus Zentral- und Osteuropa Rechnung, so Petrikovics. Die Immofinanz, mit 50,46 Prozent Mehrheitseigentümer der Immoeast, wird bei der Kapitalerhöhung mitziehen.
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ECO mit Rekord

Bei sämtlichen Umsatz- und Ertragskennzahlen konnten neueRekordwerte erzielt werden. So wurde das Betriebsergebnis (EBIT) um 257 % auf 11,79 Mio.Euro erhöht. Das Immobilienvermögen belief sich zum Berichtsstichtag auf rund 698 Millionen Euro. Die aktuelle Akquisitionspipeline im Wert von mehr als 800Millionen Euro ermögliche die Fortsetzung des Wachstumskurses, so das Management.Der Markt für Business-Immobilien biete ECO unverändert große Chancen, die das Unternehmen sowohl in den Kernmärkten österreich und Deutschland als auch in den CEE-Staaten nutzen will. \"Wir werden das Immobilienportfolio um weitere hochwertigeBusiness-Immobilien bereichern und insbesondere auch im CEE-Raum eine bedeutende Position aufbauen. Dabei werden wir wie bisher äußerst selektiv nur in Immobilien investieren, die entweder den Gesamtertrag des Unternehmens nachhaltig steigern oder im Rahmen des Trading-Portfolios mit Gewinn weiterverkauft werden können“, kommentiert CEO Friedrich Scheck die nächstenWachstumsschritte.
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Alles gefälscht

Wer im Urlaub auf einem türkischen Basar oder via Internet eine Rolex um 150 Euro ersteht, macht sich strafbar - und wird zudem eingestehen müssen, schon anhand des Preises die Fälschung erkannt zu haben. Wer aber in einer Nobelboutique eine ansehnliche Summe für ein Designerkleid hinblättert, erwartet vermutlich, auch tatsächlich die Luxusmarke zu erwerben. Sicher ist das jedoch keineswegs.
Nach Schätzungen der Internationalen Handelskammer (ICC) werden bereits sieben Prozent des gesamten Welthandelsvolumens durch Export und Import von Fälschungen erzielt. Der daraus entstehende Schaden beläuft sich auf 600 Milliarden US-Dollar jährlich. Gefälscht werden nicht nur teure Uhren und Designermode, sondern von Medikamenten und Sportartikeln über Möbel bis zu Autoersatzteilen inzwischen Produkte quer durch beinahe alle Branchen.
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Verwaltung im Höhenflug

Das Bundeskanzleramt und die TU Graz gehen mit CampusOnline einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung bürgernahe Verwaltung und E-Government für Lehrende und Studierende an österreichischen Universitäten«, betonte die für Verwaltungsreform zuständige Staatssekretärin Heidrun Silhavy bei der Präsentation des neuen Verwaltungsprogramms Mitte Mai. »CampusOnline« ist das an der TU Graz entwickelte Management-Infosystem für Universitäten. Die Grazer besitzen mit dem laut Rektor Hans Sünkel »enorm leistungsfähigen Werkzeug« bereits jetzt einen hohen Grad an Automatisierungsmöglichkeiten - von der Studienverwaltung bis hin zur Funkchip-unterstützten Bibliothek. CampusOnline wurde aktuell um weitere E-Government-Module ergänzt. Nun ist die Identifizierung mit der Bürgerkarte und elektronischen Signatur für Studierende und Universitätsangehörige möglich. Studienerfolgsnachweise, Prüfungsprotokolle, Zeugnisse und andere Verwaltungsdokumente können so mit der elektronischen Amtssignatur angefordert werden. Mit den durchgängig elektronischen Prozessen wollen die Betreiber die Papierflut sowohl in der Verwaltung als auch für den Nutzer reduzieren können. »Eine moderne Verwaltung und deren Leistungen sind ein Standortfaktor«, ist der Staatssekretärin bewusst. Auch in den Universitäten bedeutet E-Government schlichtweg den Einsatz von Informationstechnologie, um die Qualität und Effizienz der öffentlichen Verwaltung zu verbessern sowie die Kommunikation für die Menschen und Unternehmen zu erleichtern.
»Wir schreiben hier eine Erfolgsstory«, erzählt Rektor Sünkel vom Werdegang des nunmehr seit zehn Jahren in Graz verwendeten Informationssys­tems. Mittlerweile sind es 14 österreichische Universitäten und ebenso viele Hochschulen, die auf die Lösung setzen. Die Brutstätte für innovative Marschrichtungen wie diese - das TU-Institut für Angewandte Informationsverarbeitung und Kommunikationstechnologie - hat zudem einen international anerkannten Schwerpunkt in IT-Sicherheit. In der Grazer Rechbauerstraße orientiert man sich an mehreren anwendungsnahen Teilgebieten des Fachbereichs, wie etwa Computersicherheit, Informationssicherheit und E-Government. Ein eigenes »E-Government Innovationszentrum« (EGIZ) an der TU Graz baut gemeinsam mit dem Bundeskanzleramt darauf und geht inhaltlich deutlich darüber hinaus. Das EGIZ ist zur Drehscheibe für neue Anwendungen und Technologien geworden, die im Rahmen der baulichen Tätigkeiten in der Verwaltungslandschaft bei Bund, Ländern, Städten und Gemeinden zur Diskussion stehen. Hier erarbeitete Elemente stehen der Wirtschaft auch zum weiteren Einsatz kostenfrei zur Verfügung. »Im Bereich E-Government betreten wir an vielen Stellen Neuland, vieles muss erstmals in die Realität umgesetzt werden«, spricht Sünkel von der hohen Aufgabe, »den Menschen E-Government-Aktivitäten zugänglich zu machen«. Schon hätten auch Universitäten in Deutschland und der Slowakei Interesse bekundet, CampusOnline einzusetzen. Die Wissensinstitute allerorts haben das gleiche Ziel: sich unverwechselbare Profile anzueignen. »Mit diesem Werkzeug ist dies einfach möglich.«
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Die Fitness als Handicap beim Handicap

Golfen lernt man beim Golfen« lautet eine einfache Formel. »Dem ist grundsätzlich nicht zu widersprechen«, meint Uwe Seebacher, ein umtriebiger Unternehmer, Berater und Trainer. Doch wer einmal von der Spiellust infiziert ist - das passiert so gut wie jedem, der das Spiel auch nur probiert -, will sein Handicap immer wieder verbessern. »Und dafür reicht reines Techniktraining eben nicht aus«, sagte sich Seebacher und gründete mit Partnern die Firma »my-G«, was für »maximize your golf« steht. Und er setzt bei zwei Hebeln an: bei der körperlichen und bei der mentalen Fitness. Beides natürlich golfspezifisch.
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CAT-Women

Seit Mai 2007 gibt es eine neue, rein weibliche Geschäftsführung beim City Airport Train (CAT): Neben Doris Pulker-Rohrhofer übernimmt Elisabeth Landrichter, 39, die Position der vom Flughafen bestellten Geschäftsführerin und folgt damit Friedrich Lehr nach.

\"Ein Flughafen Expresszug wie der CAT ist eine enorme Aufwertung des Service-Angebots - für den Airport selber wie für die Stadt Wien als Tourismusdestination. Mein Ziel ist es, unser Qualitätsprodukt bei Touristen und Geschäftsreisenden aus dem In- und Ausland als DIE bequemste und schnellste Verbindung zu etablieren. Zufriedene Passagiere werden unseren Marktanteil kontinuierlich steigern\", freut sich Landrichter auf die neuen Herausforderungen. In der CAT-Geschäftsführung sind Controlling, Strategieentwicklung und Marketing ihre Tätigkeitsfelder.

Parallel zu ihrer neuen Tätigkeit als CAT-Geschäftsführerin leitet Landrichter auch weiterhin bei der Flughafen Wien AG das operative und strategische Controlling für den Geschäftsbereich Abfertigungsdienste.

Ihre ersten Kontakte zum Flughafen Wien knüpfte Landrichter bereits 1989 im Rahmen einer Ferialpraxis. Anschließend war die studierte Wirtschaftswissenschaftlerin bei der Vienna Aircraft Service GmbH als Assistentin der Geschäftsführung tätig. 1997 kehrte sie zur Flughafen Wien AG zurück und leitete den Aufbau des Controllings für einen neuen Geschäftsbereich samt der Vorbereitung auf die Liberalisierung. Im Lauf der Jahre zeichnete sie für die Ausdifferenzierung der Controlling Instrumente verantwortlich und begleitete den Bereich Sales, der sämtliche Vertragsverhandlungen mit den Airlines sowie deren laufende Betreuung umfasst. Zusätzlich absolvierte die Teamplayerin die Ausbildung zum zertifizierten Coach (WIFI Wien).

Elisabeth Landrichter ist verheiratet und Mutter einer siebenjährigen Tochter. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten mit sportlichen Aktivitäten gemeinsam mit ihrer Familie.\"Das Leben in all seiner Vielfalt genießen\" - ist Landrichter Lebensmotto, das sie auch täglich im Job umzusetzen versucht.

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Drei Arten von Antworten

Diese Glosse will Manager, die Impact Manager werden oder bleiben wollen, anregen, tiefer greifende überlegungen über den Zusammenhang zwischen den Arten der zu lösenden Herausforderungen und den jeweils dazu erforderlichen Typus von Antworten anzustellen. Die Wahl eines dieser Antworttypen hat wesentliche Konsequenzen, wie dieser durch vorauseilende gestalterische Maßnahmen zu entsprechen ist.Der Autor stützt sich dabei überwiegend auf die Arbeit von Cross/Liedtka/Weiss. Diese unterscheiden drei Arten von Herausforderungen:

>> Lösung von bekannten Herausforderungen mit bekannten Antworten (Routine),
>> Lösung komplexer Herausforderungen, bei welchen die einzelnen Komponenten (Module) der He­rausforderung bekannt sind, jedoch deren Verknüpfungen und Verwendungen nicht, und
>>Lösungen von diffusen Herausforderungen, welche sowohl bei den Teilen als auch den Verknüpfungen innovativer Lösungen (maßgeschneiderter Antworten) bedürfen.

Der Wert der Antworten bestimmt sich bei der

>> Routineantwort aus der effizienten und konsistenten Lösung von bekannten Problemstellungen, bei der
>> modularen Antwort aus der Herstellung und Lieferung einer entsprechenden Gruppierung oder Folge von vorhandenen Expertisen und bei der
>> maßgeschneiderten Antwort aus dem raschen Erfassen, Eingrenzen und der innovativen Lösung.

Diese unterschiedlichen Wege zur Wertschaffung erfordern vom Impact Manager unterschiedliche gestalterische Maßnahmen betreffend z.B.

>> die Zusammenarbeit,
>> das Vertrauen,
>> die Durchlässigkeit von Strukturen und
>> das Management der Durchführung.

Die Zusammenarbeit soll sich bei der Routineantwort auf die Prozesse, bei der modularen auf die Rollen und bei der maßgeschneiderten Antwort auf enge und redundante Beziehungen fokussieren. Die Einbindung von Externen ist bei den maßgeschneiderten Antworten am stärksten ausgeprägt vorhanden. Das Vertrauen sollte bei der Routineantwort auf die Prozessarbeit, bei der modularen auf die Rollenerfüllung und bei der maßgeschneiderten Antwort auf die Expertise der anderen fokussiert werden.
Die Durchlässigkeit der Struktur sollte bei der Routineantwort kaum, bei der modularen stärker und bei der maßgeschneiderten Antwort sehr stark ausgeprägt sein. Bei der maßgeschneiderten Antwort wird dies auch extern notwendig sein. Das Management der Durchführung sollte sich bei der Routineantwort auf die Effizienz und Liefertreue, bei der modularen auf die Integration vor der Auslieferung und bei der maßgeschneiderten Antwort auf das Ergebnis fokussieren. Diese notwendigen Differenzierungen bedürfen, wird das überlegene Leistungsangebot, verbunden mit einer überlegenen Erfüllung angestrebt, einer an den strategischen Notwendigkeiten ausgerichteten, aufmerksamen und dynamischen Architektur der gestalterischen Maßnahmen. So gesehen, ist jeder Impact Manager der Architekt seines Erfolgs.

Die Glosse im Juni wird sich mit dem Thema »Negative Dienstleistungen - ein interessanter Wachstumsmarkt« befassen.

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Richtig gepolt

»Manche Unternehmen haben mittlerweile erkannt, dass es Handlungsbedarf gibt«, sieht Marcus Duschek, Service Manager Pidas, das Thema Kundenservice im Aufwind. Als lästige Angelegenheit wurde der Kontakt zum Kunden bislang meist betrachtet, entsprechend mühselig lief die Kommunikation an den Beschwerdehotlines der Firmen ab. »Diese oft einmalige Möglichkeit zum Kundenkontakt muss strategisch betrachtet werden«, rät Duschek. Experten fordern eine entsprechende Verankerung des Kundenservices im Wertschöpfungsprozess von Unternehmen und passende Managementstrategien dazu. Die Kunden wollen oft nicht bloß ein Produkt, sondern eine Komplettlösung erwerben. Als Beispiel wird gerne die Tourismusindustrie genannt: Dort ist die Kultur des freundlich gehaltenen Kundenkontaktes wesentlich verankert, die Branche zieht aus guten Beziehungen unmittelbaren Vorteil.

Die Prioritätensetzung in der Wertschöpfungskette läuft in anderen Branchen heute freilich noch anders. Dort werden in Bereichen wie dem Vertrieb die Mitarbeiter umfassend geschult und Wert auf Soft Skills und emotionale Intelligenz gelegt. »Das Gleiche sollte auch für den Servicemitarbeiter gelten«, empfiehlt Pidas-Geschäftsführer Gerhard Wanek.

Noch immer wird das Thema Kundenservice zu sehr rein analytisch gesehen: Definieren Unternehmen heute Qualitätslevels, dann liegen diese in technischen Bereichen wie Erreichbarkeit, Reaktionszeiten oder Quoten in der Antwortgebung. Richtlinien für Freundlichkeit und Beziehungsmanagement fehlen meist. Und auch wenn die Notwendigkeit zur Integration des Kundenservice in den Unternehmensprozessen erkannt worden ist, läuft diese mitunter falsch. Als Kardinalfehler macht Marcus Duschek die unzureichende Differenzierung zwischen Incident- und Problemmanagement aus. »Das Unternehmen sollte zuerst dafür sorgen, dass der Kunde trotz seines Problems mit einem Produkt oder Service weiterarbeiten kann. Erst nachdem dies unmittelbar gesichert ist, kann die länger dauernde, komplexere Ursachenforschung gestartet werden.« Was im Hintergrund, beim Anbieter selbst, passiert, sei dem Endkunden schließlich egal. »Der möchte sein persönliches Problem gelöst bekommen - nicht arbeiten oder ein Gerät nicht benutzen zu können.«

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Metallocryl: Fassaden für die Stadt der Zukunft

Die Stadt der Zukunft wird bunter. Vielerorts sind bereits jetzt schon lebhafte Farben in die Stadtbilder eingezogen und haben kräftige Akzente gesetzt. Neue Materialien ermöglichen zudem eine beträchtliche Erweiterung des kreativen Spielraumes. Der Gestaltungsvielfalt sind damit beinahe keine Grenzen mehr gesetzt. Eine dieser völlig neuen Fassadenbeschichtungen heißt \"Metallocryl“. Sie kommt von Synthesa aus Perg/Oö. Ihr metallisches Schimmern weckt tiefgründige Emotionen und verleiht zeitlose Eleganz.

Die Beschichtung wurde von Synthesa ursprünglich für die Allianz-Arena in München entwickelt. In der Zwischenzeit ist daraus eine ganze Metallocryl-Kollektion geworden. Mit bis zu 20 Metall-Effektfarbtönen in Silber, Gold, Kupfer, Bronze und Eisen und 60 Trendfarbtönen. Metallocryl gibt es als Putz (Capatect Metallocryl Reibputz) sowie als Farbbeschichtung für außen oder innen. Sowohl Metallocryl-INTERIOR als auch Metallocryl-EXTERIOR empfehlen sich besonders für den Einsatz auf strukturierten Untergründen. Hier entstehen durch das Licht- und Schattenspiel metallische Wirkungen besonderer Intensität.

Mit ihrer modernen Anmutung ist die Metallic-Beschichtung für repräsentative Bauten im öffentlichen Raum geradezu prädestiniert. Das beste Beispiel, wie so ein Amtsgebäude der Zukunft aussehen kann, findet sich in Laakirchen(Oö). Das über eine gläserne Brücke mit dem Altbau verbundene \"Neue Rathaus“ der Traun-Gemeinde ist ganz in Metallocryl und Glas gehalten. Die kupferfarbene Metallic-Beschichtung - hier in Capatect Metallocryl Reibputz ausgeführt - bildet den idealen Rahmen für die großzügig den Himmel und die Wolken widerspiegelnde Glasfassade und setzt einen markanten Kontrapunkt zur dörflichen Vergangenheit.

Das vom Linzer Architekten DI Josef Ullmann geplante und unter der Bauleitung der Wohnungsgenossenschaft \"Familie“ um 3,9 Mio. Euro errichtete Neue Rathaus ist jedoch nicht nur hinsichtlich der Fassade sondern auch wegen seiner topmodernen Haustechnik interessant. Mittels Fernwärme wird der Fußboden geheizt bzw. im Sommer mit Brunnenwasser aus dem eigens geschlagenen Brunnen gekühlt. Auf eine Klimaanlage wird verzichtet. Das zentral gesteuerte Lüftungs- und Beschattungskonzept hält die Räume im Sommer kühl und nützt im Winter jeden Solargewinn zur Einsparung von Energie. Das Warmwasser wird durch Wärmerückgewinnung aus der Abluft vorgewärmt und sogar der Strom wird zum Teil selbst erzeugt. Bis zu 3.000 kWh/Jahr kommen aus der Photovoltaikanlage am Dach.

Die Sonnenstadt an der Traun wurde übrigens am 7. Juni 2007 zur Stadt erhoben. Im Rahmen der Stadterhebungsfeier erfolgte auch die offizielle Eröffnung des Neuen Rathauses. Mehr über Laakirchen auf www.laakirchen.at.
Information über die Metall-Effektbeschichtung \"Metallocryl“ unter:

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»Knappes Gut«

Report: Herr Orisich, die Regierungspläne für den Ausbau der Infrastruktur klingen weiterhin vielversprechend. Denken Sie, dass die Umsetzung dieser Pläne realistisch ist und mit den vorhandenen Kapazitäten der Baustoffindustrie im Inland erledigt werden kann?
Peter Orisich: Wir hoffen sehr, dass die Infrastrukturpläne der Regierung in der jetzigen Form tatsächlich umgesetzt werden, wobei die üblichen Fragezeichen bei Finanzierung, Planung- und Genehmigungsverfahren bzw. auch rechtssichere Vergabeverfahren natürlich bleiben. Volkswirtschaftlich betrachtet, ist die Umsetzung, insbesondere der Verkehrsinvestitionen in Ostösterreich, natürlich ein absolutes Muss. Zur Kapazitätsfrage ist zu sagen, dass Zement mittlerweile zum knappen Gut wird; die Industrie beginnt hier sicher, an ihre Grenzen zu stoßen. Gerade deshalb ist es auch wichtig, die nötigen Rahmenbedingungen - Stichwort Emissionshandel - für weiteres Wachstum sicherzustellen.

Soeben sind die Würfel für eine deutliche Erhöhung der LKW-Maut gefallen. Zugleich werden heimische Frächter steuerlich entlastet. Werden Zement und Beton teurer?
Logischerweise müssen wir Kostenerhöhungen an unsere Kunden weitergeben, zumal die Transportkosten bei Zement einen wesentlichen Bestandteil der Produktkosten ausmachen. Gleichzeitig wäre es jedoch nicht richtig, hier ausschließlich eine monokausale Betrachtungsweise anzuwenden: Wir haben uns in den vergangenen Jahren mit einer Reihe massiver Kostenerhöhungen konfrontiert gesehen, insbesondere auf dem Energiesektor - dieser Trend wird sich wohl auch fortsetzen. Inwieweit alle diese Effekte aufzufangen sind, bestimmt allerdings letztlich der Wettbewerb.

Künftig gibt es weniger Mittel für Autobahnen und mehr Geld für die Bahn. Hat Ihre Branche damit ein Problem?
Vorrangig ist, dass in Infrastruktur als Voraussetzung für weiteres wirtschaftliches Wachstum investiert wird, da spielt es keine Rolle - von Umweltaspekten einmal abgesehen -, ob dies auf der Schiene oder auf der Straße geschieht. Darüber hinaus ist festzuhalten, dass die großen in Frage stehenden Bahnprojekte - Stichwort Koralmtunnel - auch »zementintensiv« sind.

Verkehrsminister Werner Faymann findet die Kosten im Straßenbau zu hoch und möchte beim Bau von Autobahnen zehn Prozent einsparen. Welchen Beitrag kann die Zement- und Betonindustrie dazu leisten?
Aus meiner Sicht ist es wesentlich, die Kosten des hochrangigen Straßennetzes über den gesamten Lebenszyklus zu optimieren. Hier haben Zement und Beton bereits in der Vergangenheit einen gewaltigen Beitrag geleistet. Dass sich der Einsatz von Beton als Fahrbahnbelag »rechnet«, lässt sich wohl am einfachsten über das Projekt Nordautobahn A5 beweisen: Ein PPP-Projekt dieser Art muss nach Wirtschaftlichkeitskriterien für Errichter und Betreiber optimiert sein - und hier hat man sich für Beton entschieden.

Ein in der Zementindustrie stets präsentes und brisantes Thema stellen der CO2-Ausstoß und dessen Kosten für den Industriezweig dar. Lohnt sich ein Ausbau von Produktionen angesichts der kommenden Rahmenbedingungen im Inland noch oder wird es mittel- und langfristig zu einer Verlagerung der Investitionen kommen?
Angesichts der drohenden Kostenbelastung für die Zementindustrie für die zweite Handelsperiode 2008 bis 2012 von rund 100 Millionen Euro ist diese Frage berechtigt. Der springende Punkt dabei ist jedoch, dass durch Produktionsverlagerungen ins Ausland am Ende nichts für das Klima gewonnen wird, eher im Gegenteil, einerseits durch längere Transportwege und andererseits durch möglicherweise weniger energieeffiziente Produktion. Die österreichische Industrie, auch die Zementindustrie, hat aus unserer Sicht ihre Hausaufgaben gemacht und den CO2-Ausstoß so weit wie möglich vom Wachstum abgekoppelt. Es ist nicht akzeptabel, dass wir für klimapolitische Versäumnisse in anderen Bereichen die Zeche zahlen müssen.

Sie haben Ende 2006 angekündigt, gegen die Ihrer Ansicht nach ungenügende Zuteilung von CO2-Zertifikaten notfalls den Verfassungsgerichtshof anzurufen. Ist dieses Vorhaben noch aktuell oder findet man sich mit der Zuteilung nun doch ab?
Das Thema bleibt natürlich aktuell. Wir werden zum gegebenen Zeitpunkt darüber entscheiden, ob wir versuchen, unsere Position notfalls auch rechtlich durchzusetzen.

Die Vereinigung der Zementindustrie, deren Präsident Sie sind, hat sich eben ein neues Erscheinungsbild verpasst. Die Entwicklung innovativer Technologien wird in den Vordergrund gerückt. Sind Ihre Kunden, die Bauindustrie und Baufirmen, innovationsfreundlich genug, um die im Labor entwickelten Spezialprodukte tatsächlich so einzubauen, dass am Ende eine Win-win-Situation herauskommt?
Unsere Forschungs- und Entwicklungsarbeit ist an den Bedürfnissen des Marktes ausgerichtet und anwendungsorientiert. Dadurch wird aus unserer Sicht von vornherein sichergestellt, dass wir nicht am Markt vorbei Innovation betreiben. Die von der Vereinigung der österreichischen Zementindustrie sehr erfolgreich veranstalteten Expertenforen geben Zeugnis davon. Als Beispiel sei hier die Veranstaltung zum Thema selbstverdichtender Beton erwähnt.

Die Zementindustrie hat einige goldene Jahre hinter sich. Hat sich das auch bei den Beschäftigten ausgewirkt oder wurde die Erhöhung des Ausstoßes durch höhere Produktivität bewältigt?
Im Vergleich zu 2002 ist unsere Mitarbeiteranzahl bis 2006 um rund vier Prozent auf 1.283 gestiegen. Das heißt, sowohl Beschäftigtenstand als auch Produktivität haben zugenommen. Erfreulich ist auch, dass wir im Jahr 2006 in unseren Werken über 100 Lehrlinge ausgebildet haben.

Lafarge hat 2006 zwei Transportbetonwerke gekauft. Sie verfügen damit über erhebliche Kapazitäten im Osten österreichs. Schmerzt es Sie sehr, dass den Beton für die Nordautobahn ein Unterkärntner Betonerzeuger liefern wird?
Das ist ein anderes Marktsegment - mobile Mischanlagen -, in dem wir nicht aktiv sind. Daher haben wir uns auch gar nicht an der Ausschreibung beteiligt.

Lässt sich aufgrund des milden Winters heute schon eine Prognose für 2007 abgeben? Wenn ja, gibt es Zuwächse im Vergleich zu 2006?
Es wird sicher einen Zuwachs im Jahr 2007 geben. Das wäre aus unserer Sicht allerdings auch ohne den milden Winter der Fall. Wir sind zuversichtlich, dass es ein gutes Jahr wird, aber abgerechnet wird zum Schluss.

Zur Person
Peter Orisich
Der 1959 in Wien geborene Manager war viele Jahre bei Unilever und kam 1998 zu Lafarge-Perlmooser. Seit 2002 ist der WU-Absolvent dort Generaldirektor. Als solcher initiierte er diverse Programme zur Sicherheit am Arbeitsplatz und zur Umweltverträglichkeit und erhöhte die Lehrlingszahlen deutlich. Zudem wurde dem grauen Produkt Zement durch ein neues Markenkonzept Farbe eingehaucht.
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