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Neue Möglichkeiten ...

Deutschlands größte Baustelle nimmt deutliche Formen an, und wahrhaftig, die neue Messe Stuttgart hält einiges an Superlativen bereit. So verbauen 1.500 Bauarbeiter zusammen mit 40 Kränen an die 65.000 Tonnen Stahl, 600.000 m³ Beton und 806 Millionen Euro zu einem meisterlich geplanten Gesamtwerk. Sieben Standardmessehallen, ein Kongresszentrum, eine große Mehrzweckhalle und als eines der spektakulärsten Bauwerke Europas, das neue Messeparkhaus. Die beiden \"Parkhausfinger“ mit 440 m Länge bieten Platz für insgesamt 4000 Fahrzeuge, wobei das begrünte Dach gleichzeitig als Messepark und Landbrücke genutzt wird und durch seine Wölbung den Architekten nach \"besonders sensibel auf die leicht gewellte Landschaft der Umgebung“ reagiert. Mit der innovativen Konstruktionsweise wurden die Grenzen des Machbaren neu ausgelotet und übertroffen. Bei einer herkömmlichen Bauweise hätte ein Trag- und Schutzgerüst erstellt werden müssen, was zu nicht tolerablen Behinderungen des Verkehrs geführt hätte. Um dies zu vermeiden, wählten die beteiligten Ingenieure ein bahnbrechendes Verfahren, das in dieser Größenordnung einzigartig ist: Im Taktschiebeverfahren wird die 5 geschoßige und 440 m lange Konstruktion bei laufendem Verkehr über die 6-spurige Autobahn und die neue ICE-Bahntrasse geschoben. Die Wahl des Hoesch Additiv Systems lag dabei von Anfang an auf der Hand- 40 Prozent Material- und Gewichtsersparnis, fertig beschichtete und wartungsfreie Untersichten waren zusammen mit der hohen Wirtschaftlichkeit ausschlaggebende Gründe für deren Einsatz. Die Hoesch Additiv Decke wird kranunabhängig mit freien Stützweiten bis zu 5,50 m verlegt und anschließend ohne Unterstützung betoniert. Im Parkhausbereich ergibt diese Bauweise großzügige, völlig stützenfreie Stellplätze, im Bürohaus oder Geschoßbau ermöglicht die patentierte Innovation statisch unbelastete, frei stellbare Innenwände, geringen Systemhöhen und kürzeste Bauzeiten. Der Feuerwiderstand F90 wird dabei ohne zusätzliche Verkleidung der Sichtdecke erreicht. Zusammen mit der Hoesch Additiv Decke® bietet Hoesch die umfangreichste Produktpalette für Dach-, Wand- und Deckenelemente aus Metall. Das neue Hoesch Bauteil-Programm kann kostenfrei bestellt werden.

Hoesch Bausysteme GmbH, T +43 (0) 61546 40
F +43 (0) 61546 30
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.hoesch.at

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Gastronomisches Highlight für Floridsdorf

Franz, schau oba! Der Franz-Jonas-Platz ist ein öffi-Verkehrsknotenpunkt und architektonisch nicht unbedingt eine Augenweide. Mit dem Bau eines Büro- und Wohnkomplexes am südlichen Rand des Platzes wurde neuer Raum geschaffen. Eben auch für ein neues Lokal. Und das fand wiederum einen speziellen Raum: Der Gastgarten kam in einem nach einer Seite hin offenen Innenhof zu liegen, das erinnert an die Bauhaus- Philosophie, das ergibt ein besonders angenehmes Raumgefühl.
Auch der Innenraum ist ziemlich genial gestaltet. Eigentlich ist er völlig offen, dennoch entstanden vier abgeschlossene Bereiche: Restaurantbereich, Barbereich, Loungebereich und ein Billardraum. Brot und Spiele auf einem Fleck sozusagen. Das Interieuer ist angenehm geradlinig, die Lounge kann man für Firmenessen und -feiern mieten, Geschäftsführerin Alexandra Psichos übernimmt Organisation und Moderation.
Das kulinarische Angebot ist multikulturell, vom Wok über den steirischen Backhendlsalat bis zur Pasta ist also alles auf der Karte. Die Backhendln werden zum Beispiel in Cornflakes rausgebacken, beim Test wählten wir Lammkotellets, also eine sehr heikle Aufgabe, sie wurde mit Bravour bestanden. überhaupt ist alles knackig frisch, locker und leicht. Für heiße Tage etwa ist der Rohkostsalat zu emp-fehlen. Geöffnet ist das Jonas täglich, auch sonn- und feiertags.
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Gamp am Netz

Ende Juni wurde das Wasserkraftwerk Gamp an der Salzach feierlich eröffnet. Die Salzburg AG hat die Anlage bei Hallein im Jahr 2004 von der Papier- und Zellstofffabrik M-real übernommen, großteils abgetragen und nach neuestem Stand der Technik wieder errichtet. Mit einer jährlichen Erzeugung von rund 53 Millionen kWh Strom - das entspricht dem Bedarf von etwa 15.200 Haushalten - leistet das Kraftwerk einen wichtigen Beitrag zur umweltfreundlichen Energieversorgung der Region. Durch umfangreiche Begleitmaßnahmen wurde die ökologische Bilanz der Kraftwerksumgebung erhöht. In das Kraftwerk investierte die Salzburg AG rund 37 Millionen Euro. »Mit dem Kraftwerk Gamp erhöht sich unser Kraftwerkspark auf 26 Wasserkraftwerke«, freut sich Arno Gasteiger, Sprecher des Vorstands der Salzburg AG. »Durch die Revitalisierung konnten wir mit einem vertretbaren Investitionsvolumen die Leistung der Anlage mehr als verdoppeln und das Kraftwerk auf den neuesten Stand der Technik bringen«, sagt Salzburg-AG-Vorstand August Hirschbichler. Die Ausbauleistung des Kraftwerks wurde von 3700 Kilowatt auf 8580 Kilowatt gesteigert.
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Wettbewerbs verzerrung

Perg in Oberösterreich besitzt in Kürze zwei unterschiedliche Energieträgernetze. Es stellt sich die Frage, welches der beiden Netze zu forcieren ist. Das Energieinstitut an der Johannes Kepler Universität Linz hat eine Studie erstellt, um Kosten, volkswirtschaftliche Auswirkungen und ökologische Beurteilung beider Varianten abzuwägen. Ergebnis ist, dass, bei gleicher Förderung für Biogas wie für Fernwärme, Biogas deutlich günstiger angeboten werden könnte. »Aus unserer Sicht muss die momentane Förderungspolitik in Hinblick auf diese beiden Energieträger überdacht werden«, sagt Horst Steinmüller, Chef des Energieinstitutes. Vorteile sehen die Autoren der Studie auch in den Bereichen CO2 Ausstoß, der bei der Verwendung von Biogas mit Null zu bewerten ist. Zudem schneidet Biogas bei den klassischen Luftschadstoffen Stickoxid, Schwefeldioxid und Staub deutlich besser ab als Biomasse-Fernwärme. Auch bei der Energieverteilung sehen sie Gas im Vorteil. Der Energieverlust im Fernwärmenetz wurde für das Beispiel Perg mit 11,8 Prozent berechnet.

Volkswirtschaftlich gesehen kommt die Studie zum Ergebnis, dass durch die Inbetriebnahme eines Fernwärmenetzes in einem erdgasversorgten Gebiet dem Energieversorger Netzgebühren verlorengehen. Geld, das für F & E-Aktivitäten genutzt werden könnte. »Die heimische Wirtschaft verliert somit an zusätzlicher Wertschöpfung«, betont Friedrich Schneider, Wissenschaftlicher Leiter der Abteilung Energiewirtschaft des Energieinstitutes. Sein Resümee: Die Vergabe von Förderungen für die CO2-neutrale Bereitstellung von Wärme muss aus der Sicht des Energieinstitutes neu überdacht werden und auch die Biogaseinspeisung sollte miteinbezogen werden. Die derzeitige Praxis sei wettbewerbsverzerrend.

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Kraft erneuert

Sensationell, die Frau Staatssekretärin spricht mir aus der Seele« - so kommentiert Robert Kanduth, Obmann des Dachverbandes Energie-Klima in der Wirtschaftskammer österreich, die jüngsten Aussagen von Christa Kranzl. Sie präsentierte kürzlich die Bilanz dreier Technologien, die mit »hocherfreulichen Zahlen« aufwarten können. Am auffälligsten ist das Plus bei der Sparte Photovoltaik, die 2006 um 102 Prozent mehr produzierte. Dass 97 Prozent der Gesamterzeugung außerhalb von österreich zum Einsatz kommen, ist zwar gut für die Exportstatistik, macht die Hersteller aber nicht wirklich glücklich. Die Solarthermie legte im selben Zeitraum um 68 Prozent zu. 74 Prozent der gefertigten Kollektoren gehen in den Export, was nicht zuletzt auf die Aktivitäten von Robert Kanduth zurückzuführen ist, der mit GreenOneTec zum Weltmarkführer bei Kollektoren geworden ist.
Die Wärmepumpe legte 2006 um 40 Prozent zu, 32 Prozent der Produktion werden exportiert. »Die Wachstumszahlen bei thermischen Solaranlagen, Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen sind ein Vorbild für die Umsetzung von Forschungserfolgen in Markterfolge«, sagt Kranzl und lobt ausdrücklich die Vorarbeit, die unter den Regierungen seit 1999 im Programm »Nachhaltig Wirtschaften« geleistet wurde. Auch von der Beschäftigungsseite her seien diese Technologien ein Erfolgsfaktor. Insgesamt beschäftigen die drei Sparten knapp 9.000 Menschen. Etwa die Hälfte davon sind im Bereich Solarthermie beschäftigt, allein bei GreenOneTec und im Umfeld davon sind etwa 700 Arbeitsplätze vorhanden. »österreich muss ein Musterland werden in Energiefragen, wir haben eine riesige Chance«, meint Kanduth, der die Politik einmal mehr zum Handeln auffordert: »Ziele zu haben allein ist zu wenig.«
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Nicht ohne mein Handy

Bereits zum achten Mal untersuchte das Markt- und Meinungsforschungsinstitut GfK Austria im Auftrag von mobilkom austria das Verhalten der österreichischen HandynutzerInnen. 1.000 Handy-UserInnen ab 12 Jahren stellten sich dabei Rede und Antwort. Fazit: Auf ihr Handy können die österreicherInnen weniger verzichten als auf das eigene Auto, den Fernseher oder die Uhr. Erreichbarkeit und Sicherheit sind die wichtigsten Gründe für den Handybesitz. Gleichzeitig steigt das Kostenbewusstsein: 43 % der Handy-UserInnen informieren sich regelmäßig über die neuesten Gesprächstarife - fast doppelt so viele wie im Vorjahr.

Wichtig im Alltag
Am wenigsten können die österreicherInnen auf das Internet (2 %), ihr Handy (4 %) und ihre Bankomatkarte (4 %) verzichten. Erst danach folgen Auto, Uhr, Fernseher oder der Terminkalender. 89 % der österreicherInnen haben ihr Handy immer dabei, wenn sie das Haus verlassen - nur die Geldbörse wird noch häufiger mitgenommen (97 %). Fast jeder Zweite kann sich ein Leben ohne Handy überhaupt nicht mehr vorstellen.

Erreichbarkeit und Sicherheit
89 % der Befragten wollen ihre Familie, Partner und Freunde jederzeit erreichen können, 77 % selbst immer erreichbar sein. Ebenso ist für 81 % der österreicherInnen das Handy ein Gegenstand persönlicher Sicherheit. 86 % meinen, dass ältere Personen für Notsituationen ein Handy besitzen sollten, 74 % sprechen sich für Handys für Kinder aus. Als Alter, ab dem Kinder ein Handy erhalten sollten, wird seit 2004 unverändert 11 Jahre angegeben.

Verlässliche Rückrufe und sichtbare Rufnummern
Die Anzahl der Handytelefonate pro Tag sind seit 2004 relativ konstant geblieben: Ingesamt werden heute pro Tag durchschnittlich 11 Handytelefonate geführt. Im Falle eines Anrufes in Abwesenheit ruft jeder Zweite den Gesprächspartner zurück. 38 % rufen zurück, wenn eine Nachricht hinterlassen wurde. Ebenso ist die eigene Rufnummer bei 74 % immer sichtbar. \"Diese Transparenz wird auch eingefordert. Jede/-r dritte Handy-UserIn hebt nicht ab, wenn die Rufnummer nicht sichtbar ist\", so Prof. Dr. Rudolf Bretschneider, Geschäftsführer von GfK Austria.

Immer häufiger lautlos
Pro Tag bleibt das Handy heute 4,5 Stunden lautlos gestellt und 4,2 Stunden abgeschaltet. Häufigste Gründe hierfür sind berufliche Besprechungen, Theater/Kino/Konzertbesuche sowie Arzt- oder Restaurantbesuche. Auf die Einhaltung der Nachtruhe wird weiterhin besonders Wert gelegt: 84 % der Befragten geben an, ihr Handy in der Nacht auszuschalten.

Auch im Urlaub unverzichtbar
84 % der österreicherInnen nehmen ihr Handy in den Urlaub mit, drei Viertel fühlen sich dadurch sicherer. Jede/-r Zweite meldet sich auf Reisen häufiger bei seiner Familie.

Wichtigste Handyfunktionen
Sowohl im Urlaub als auch zuhause sind die wichtigsten Handyfunktionen neben der Sprachtelefonie vor allem Wecker, Uhr und SMS. In österreich erfreut sich SMS nach wie vor ungebrochener Beliebtheit: 79 % der Handy-UserInnen nutzen SMS. Spitzenreiter sind die Jugendlichen: Bei den bis 24-jährigen nutzen 95 % regelmäßig SMS. Bei den über 70-jährigen aber immerhin bereits fast jede/r Zweite.

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Europa unter Druck

Europa hat es wirklich nicht einfach. Da wird seit Jahren verzweifelt versucht, den Abstand im globalen Wettbewerb zu Japan und den USA zu verringern, schon setzen im Windschatten asiatische Schwellenländer zum überholen an. Dass Europa schön langsam ins Hintertreffen gerät, zeigt sich vor allem bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung. \"Wir müssen die Bedrohung unserer globalen Wettbewerbsfähigkeit erkennen. Vor allem Schwellenländer wie China und Indien haben ihre F&E-Aufwendungen in den vergangenen Jahren stark erhöht, um Marktanteile im High-Tech-Bereich zu gewinnen“, sagt Roland Berger, Gründer und Aufsichtsratschef der gleichnamigen Strategieberatung. Bis 2020 würden voraussichtlich fast 40 Prozent aller weltweiten F&E-Investitionen in China erfolgen. Einen Ausweg aus dieser Misere sieht Berger in Verstärkten F&E-Investitionen von Staat und Unternehmen sowie eine klare Prioritätensetzung, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein. \"Nur zunehmende Konzentration auf Innovationen kann die globale Wettbewerbsfähigkeit dieses Kontinents nachhaltig sichern“, rät der Strategieberater, der fünf Formen von unternehmerischer Innovation in den Mittelpunkt rückt.

Produktinnovationen.
Mit der Reife der Technologie steigt der Aufwand für Forschung und Entwicklung. Berger fordert die Unternehmen auf, ihre F&E-Investitionen auf Technologien und Produkte mit hohem Wachsrums- und Leistungspotenzial zu fokussieren. Dies sei vor allem über Kooperationen und Forschungsnetzwerke zu erreichen. Beispiel: Procter & Gamble arbeitet im Rahmen der \"Connect and Development“-Strategie eng mit externen Partnern wie Universitäten und Forschungsinstituten zusammen. Dadurch konnte die F&E-Produktivität seit 2000 um fast 60 Prozent gesteigert werden.

Geschäftsmodellinnovationen.
Der globale Wettbewerb zwingt hoch entwickelte Industrieländer, ihre Unternehmensstrukturen effizienter zu gestalten. Mit neuen Geschäftsmodellen können sich Unternehmen vom Mitbewerb abheben und ein höheres Wachstum generieren. Beispiel: Die Firma Safechem hat ein System zum \"Chemikalien-Leasing entwickelt bei dem der Erzeuger eine gewünschte Substanz zur Verfügung stellt und nach Verwendung zur Aufbereitung zurücknimmt.

Marketinginnovationen.
Reife Technologien nutzen Innovationen vor allem zu Differenzierung. Ein neues Produktdesign, ein innovatives Branding oder kreative Distributionskanäle können laut Berger den entscheidenden Wettbewerbsvorteil schaffen. Beispiel: Paul McCartney vertreibt sein neues Album exklusiv über die Kaffeehauskette Starbucks.

Prozessinnovationen.
Prozessinnovationen sind in einer globalisierten Welt von großer Bedeutung. So führt Berger die Produktivitätssteigerung in den USA gegenüber der EU nach 1996 auf den Einsatz innovativer IT-basierten Arbeitsprozessen zurück. Auch bei Fiat macht man sich Prozessinnovationen zu Nutze: Durch den Einsatz von CAD-basierten Konstruktionsplänen konnte der Bravo sechs Monate früher als geplant auf den Markt gebracht werden.

Strukturinnovationen.
Strukturinnovationen wirken sich nachweislich positiv auf Wirtschafts- und Beschäftigungswachstum aus. So war es vor allem der rasante Wandel hin zur Dienstleistungsgesellschaft, der den USA in den vergangenen Jahren hohe Wachstumsraten beschert hatte.

Fazit.
Damit Europa im globalen Innovationswettlauf nicht ins Hintertreffen gerät, nimmt Berger Staat und Unternehmen gleichermaßen in die Pflicht. Im staatlichen Bereich fordert Berger eine rasche Umsetzung der Lissabonstrategie, eine Fokussierung auf Bildung und die Förderung von Eliten sowie bessere regulatorische Rahmenbedingungen für F&E. Die Unternehmen fordert er auf, eine Innovationskultur zu begründen, die aus Mitarbeitern Unternehmer macht. \"Es müssen klare Innovationsstrategien definiert und ein professionelles Knowledge Management eingeführt werden. Darüber hinaus müssen funktionsübergreifende und externe Wissensquellen systematisch genutzt werden. Innovationsführerschaft kann letztlich nur durch den berühmten 3-S-Prozess - speed, share, scale - erreicht werden\", sagt Berger.

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Doppelt ausgezeichnet

Der Verband der österreichischen Baustoffhändler (VBö) führt jährlich gemeinsam mit dem Market-Institut eine Befragung der Baustoff-Fachhändler durch, in welcher die Baustoffindustrien österreichs bewertet werden. Der Präsident des VBö Leonhard Helbich-Poschacher überreichte den Preis für den zweiten Platz an die Wienerberger Geschäftsführer Ch. Weinhapl und H. Klawatsch. Die Spitze bei der Auszeichnung hat unterdessen Wolfgang Reithofer, Chief Executive Officer der Wienerberger AG, erreicht. Er erhielt die höchste Auszeichnung, die österreichs Baustoffhändler zu vergeben haben: den Silberbecher. Damit dankte der Präsident der VöB Reithofer und seinem Team für die langjährige hervorragende Zusammenarbeit mit dem Baustofffachhandel.
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Spielerisch gesund

Von Rainer Sigl

Klischees und Vorurteile gibt es zuhauf: Es ist schlecht für die Augen und für die Haltung, führt wegen Bewegungsmangel zu übergewicht, lässt sozial vereinsamen und macht womöglich gar aus friedlichen Teenagern mordlustige Amokläufer. Das junge Medium des elektronischen Spiels am Computer oder der Spielkonsole hat seit jeher mit schlechter PR zu kämpfen, und das, obwohl sich Spielen weltweit immer größerer Beliebtheit erfreut und das Business umsatzmäßig inzwischen längst Hollywood überholt hat. Seit einiger Zeit jedoch ist ein Gegentrend bemerkbar: Spiele werden immer öfter als »Trainingsgeräte« eingesetzt, um sowohl den Geist als auch den Körper fit zu machen - ein Ansatz, der besonders bei Jugendlichen, aber auch bei allen anderen Altersklassen auf Gegenliebe stößt.

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Der Weltbürger

Tiefes Aufatmen war Ende Mai in der Münchner Siemens-Zentrale angesagt. In einem überraschungscoup holte Aufsichtsratschef Gerhard Cromme mit Peter Löscher einen Vorstandsvorsitzenden an Bord, auf den nicht die wagemutigsten Hasardeure gewettet hätten. Keiner der vielen klingenden Namen, die in der Gerüchteküche des Top-Managements gehandelt wurden, machte das Rennen, sondern der 49-jährige Pharma-Manager aus Kärnten.Dort, genauer in Villach, ist er zumindest geboren. Inzwischen fand er jedoch bereits in der halben Welt ein Zuhause. Gleich nach dem WU-Abschluss 1985 lockte ihn ein MBA-Stipendium nach Hongkong, worauf er der Heimat gleich für die nächsten 22 Jahre den Rücken kehrte. Zunächst bei der deutschen Kienbaum Consulting Group beschäftigt, wechselte Löscher 1988 zum Pharmakonzern Hoechst. In den folgenden elf Jahren arbeitete er in Deutschland, den USA, Spanien, England und Japan und spricht seither fließend Englisch, Französisch, Spanisch und sogar Japanisch. Als CEO leitete er die Geschicke bei Aventis Pharma, General Electric und zuletzt beim US-Pharmakonzern Merck.
Sein Manko, die schwer gebeutelte Siemens AG nicht von innen zu kennen, ist zugleich sein großer Vorteil. Immerhin wäre da noch die Schmiergeldaffäre aufzuklären - ohne Rücksicht auf Vorgänger und Beteiligte. Daneben sollte Löscher schleunigst die vielfältigen Geschäftsfelder des Elektronikriesen antreiben. Denn die Aktienkurse kletterten nach der Kür Löschers zwar freudig empor, die Geduld der Aktionäre ist aber bekanntlich zeitlich begrenzt. Seine Erfahrung in der Gesundheitsbranche könnte sich in einer Neuorientierung des Konzerns bemerkbar machen. Von diesem Bereich hatte sich auch der scheidende Siemens-Boss Kleinfeld wahre Wunder erhofft. Die hätte das Unternehmen auch bitter nötig.
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