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Ambitionierter Fahrplan

Das Software- und Systemhaus Data Systems Austria wartet mit einigen Veränderungen auf: Vorstand Markus Berndt hat sich für eine Multi-Vendor-Strategie entschieden und erweitert gemeinsam mit der Netzwerktochter Madras das Hardwareportfolio um EMC- und Fujitsu-Siemens-Computers-Lösungen. Bislang fokussierte DSA vornehmlich auf die Partner HP und IBM. Der Hintergedanke: Mit dem breiteren Zugang könne Data Systems als Generalunternehmer auftreten, meint der Manager im Gespräch mit dem Report.

Neben einem Wechsel im Vorstandsbereich und einer Fokussierung auf die .Net-Fähigkeit der Enterprise-Ressource-Planning-Lösung JET OPEN wird mit Schritten in der Schweiz und der Slowakei weiterhin auch auf Expansion im Ausland gesetzt. Zwei Branchen scheinen dabei vielversprechend: Gemeinsam mit dem Bundeskanzleramt will man den Export von E-Government-Lösungen nach Zentral- und Osteuropa forcieren, und eine eigene, erfolgreiche Ticketinglösung soll als Türöffner für die Softwarepalette eingesetzt werden. Die Bestrebungen dazu gehen bis nach Moskau, ein entsprechendes Angebot wurde etwa dem Bolschoi-Theater vorgelegt.

Den heimischen Markt wiederum will DSA nun mit einer eigenen Business-Intelligence-Lösung umkrempeln. Das Thema ist aktuell, man wähnt sich auf der sicheren Seite. »Bislang waren BI-Lösungen ausschließlich für Großunternehmen praktikabel zu bekommen. Wir wollen allen unseren Kunden diese neue Welt erschließen«, spricht man in dem Systemhaus von potenziellen 600 bestehenden ERP-Kunden, die sich auch für eine Konsolidierung ihrer Unternehmensdaten in einem BI-Modell interessieren würden. »JET Business Intelligence« heißt das neue Produkt, das mit dem schwedischen BI-Hersteller QlikTech entwickelt wurde. JET BI unterscheidet sich von herkömmlichen Reports um einen Quantensprung, meint auch Softwaredirektor Christian Eckler: »Auch Nicht-Experten können mit diesem einfachen Werkzeug unternehmerisch agieren.« So ist beispielsweise auf einen Blick erkennbar, welche Liquiditätsauswirkungen ein besseres Zahlungsverhalten etwa der A-Kunden eines Unternehmens hätte. Die Daten stehen entkoppelt von der JET Software-Datenbank und in einem kompakten Format zur Verfügung. Dadurch können komplexe Analysen auch offline auf einem Notebook durchgeführt werden.

Ansätze für rasche Analysen hätte es zwar bereits schon in den herkömmlichen, DSA-eigenen Lösungen gegeben, so Berndt, »die QlikTech-Lösung bildet aber ein vollständiges Add-on für unsere Produkte.« Auch bei DSA müsse man nicht alles selbst erfinden.

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60 Jahre Glas gesponnen

60 Jahre sind ein Grund zum Feiern: Isover Austria, der Hersteller von Glaswolle-Dämmstoffen, beging sein Jubiläum mit einem rauschenden Fest am Produktionsstandort Stockerau. Geschäftsführer Daniel Domini bedankte sich bei Kunden für die Treue und bei den Mitarbeitern für die Aufbauarbeit, die Isover zum Marktführer im Dämmstoffbereich gemacht hat. Im persönlichen Gespräch verhehlte er nicht den Druck, dem ein Marktführer ausgesetzt ist: »Es ist leicht, Nummer eins zu werden, aber schwerer, die Nummer eins zu bleiben!« Beehrt wurde die Jubiläumsfeier auch von der Pariser Zentrale: Neben Dominis Vorgänger Werner Hansmann war Claude-Alain Tardy, weltweit verantwortlich für die Dämmstoffsparte, gekommen, um die von Stockerau in die ganze Welt gehenden Innovationen zu würdigen. 1947 von Franz Haider als »Linzer Glasspinnerei« gegründet, wuchs das Unternehmen kontinuierlich, 1956 wurde ein Lizenzvertrag mit Saint Gobain geschlossen, fortan wurden unter dem Markennamen Tel Mineralwolle Dämmstoffmatten und Rollen in einem neuen Produktionsverfahren hergestellt. Im Jahr darauf übersiedelte die Firma von Linz nach Stockerau, die Tel Mineralwolle AG wurde von Saint Gobain übernommen. Im Jahr 2000 wurde die internationale Marke Isover - aus dem französischen Isolation und Verre (Glas) - am österreichischen Markt eingeführt.
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Rückgang und Wachstum

Der Trend im Festnetz setzte sich auch im Jahr 2007 fort. Bedingt durch die Abwanderung zu Mobilkommunikationsanbietern sank die Zahl der Festnetzanschlüsse beim Incumbent Telekom Austria von 2,6 Mio. Ende 2006 auf 2,4 Mio. Anschlüsse. Trotzdem konnten im Festnetz die Anzahl der xDSL-Anschlüsse gestiegert werden: Nach Rückgängen in den Quartalen zuvor konnten im vierten Quartal wieder 28.600 DSL-Nettozugängeverzeichnet werden. Am 31. Dezember 2007 betrug die Anzahl der DSL-Anschlüsse 750.700, verglichen mit 693.600 Ende 2006.

Im Bereich der DSL-Wholesale-Anschlüsse geht das Geschäft insgesamt zurück: In nur einem Jahr brach der Bereich des DSL-Wiederverkaufs an andere Provider von 122.300 auf 85.500 Anschlüsse ein. Rund zwei Drittel des Rückgangs sind allerdings auf den Kauf des alternativen Providers eTel durch die TA zurückzuführen. Rund 25.000 Wholesalekunden wanderten so auf einen Schlag in den Direktkundenbereich, die Sparte Retail. Das restliche Drittel sei auf die verschärften Marktgegebenheiten zurückzuführen, kritisieren andere Provider in österreich. \"Der ADSL-Wiederverkauf lohnt sich nicht mehr\", so ein Marktbeobachter.

Die jüngste Steigerung im Breitbandbereich zu verdanken hatte der Festnetzbereich seiner Mobilfunkschwester mobilkom. Aufgrund des Erfolgs des heftig kritisierten Kombipakets, in dem die Mitbewerber eine Wettbewerbsverzerrung sehen, lief das Geschäft so gut, dass der Telekom zeitweise sogar die ADSL-Modems ausgingen.

mobilkom noch immer die \"Diva\". Die Anzahl der Mobilkunden stieg im Jahr 2007 aufgrund des Beitrags der MDC in Weißrussland und der positiven Entwicklung in allen Ländern um 44,6 Prozent auf 14,8 Mio. Kunden. Ohne die MDC ist die Anzahl der Kunden um 14,7 Prozent auf 11,7 Mio. Kunden gestiegen.

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Ogottogott

Das hat man als leichtgläubig den verworrenen Idealen der Aufklärung folgender Westeuropäer nun davon: Kaum vernachlässigt man ein paar Jahrzehnte den Kirchgang, lässt das Tischgebet aus naivem Vertrauen in die Kochkünste der Gattin unter den Tisch fallen, liebäugelt gar mit dem heidnischen Weihnachtsmann, und schon ist’s passiert: Benachbarte Gottheiten fassen diese Nachlässigkeiten als neue Expansionschancen auf und schwupps, schon stehen die Minarette auf den schönsten Alpengipfeln, verstören Meditationscenter unschuldige Christen und, schlimmer noch, breiten sich okkulte Praktiken wie etwa Firmenaufstellungen oder Veganismus aus, die man vor wenigen Jahrhunderten noch unbekümmert durch heilsame Exorzismen und warmherzige Verbrennungen in den Griff bekommen hätte. Das hat man nun davon, wenn man den Katechismus voreilig aus den Kindergartenlehr­plänen entfernt, die Pflichtbeichte bis zum 30. Lebensjahr leichtfertig abschafft und den heidnischen Sarazenen achtlos erlaubt, sich frech in unterbezahlten Jobs, Hinterhofgebetshäusern und Kebabständen breitzumachen, das kommt heraus, wenn man gottlose Esoterik-Ketzer schrankenlos Energiekristalle und NLP-Seminare feilbieten lässt, so weit kommt es, wenn man Gott nicht nur nicht in die Verfassung schreibt, sondern IHN auch sonst so schlecht behandelt, dass ER eigentlich schon längst den Hut draufhauen müsste - wenn, ja, wenn ER nicht doch in letzter Zeit tatkräftige Unterstützung bekommen würde.

Das hat man - zum Glück - davon, wenn man einige Jahrhunderte zuvor alle religiösen Eiferer, Sektierer und andere Erleuchtete in Boote packt und in die unterentwickelten Kolonien in übersee schickt, damit sie dort keinen Schaden anrichten: Barmherzig, wie fromme Menschen nun mal sind, kehren sie Jahrhunderte später wieder zurück, um uns zu helfen. Ja, gottlob sind neue Kreuzzüge und christliche Remissionierungen im Gange - und zum Glück für uns Restgläubige sind wir nicht so weit vom Weg abgekommen wie andere Nationen!
Jaja, auch dank unserer Freunde, die ihr unendliches Gottvertrauen sogar auf ihrer Währung kundtun, und dank ihrer rechtschaffen rabiaten Missionierungsversuche in anderen Teilen der Welt kehrt endlich der Glaube in unsere Gesellschaft zurück. Und nicht zu spät, bei Gott, denn die weltlichen, falschen Götzen, an die man sich hierzulande in gottlosem falschem Vertrauen klammerte - ich sage nur: Pensionssystem! -, krachen an allen Ecken und Enden. Doch nicht nur der Papst, der gebenedeite Popstar und oberste PR-Beauftragte des Chefs, ist auf Tournee: Auch junge Missionare unserer amerikanischen Glaubensbrüder verkünden im Rahmen der »Campus Crusade for Christ« die Frohbotschaft an den europäischen Universitäten, und wer meint, auch das wäre Satire, möge das profane Orakel Google befragen. Vergelt´s Gott!
Ja, hätte man sich in unserer säkularen, oberflächlichen Konsumwelt nicht so sklavisch an die satanischen Einflüsterungen der seelenlosen Wissenschaften geklammert, wäre alles nicht so weit gekommen. Nun, da wieder Hoffnung besteht, kann auch der brave Wiener Erzbischof und Kardinal frohen Mutes die Irrlehren der teuflischen Evolutionstheorie wieder rechtschaffen anprangern und auf die einleuchtenden Antworten des »Intelligent Design« verweisen, wie es Gott gefällt.
Und übrigens, psst: Unbestätigten Gerüchten zufolge wird seine Eminenz auch bald einen weiteren Dorn im Auge frommer Christen als naturwissenschaftliche Ketzerei und Verirrung unserer sogenannten Wissenschaft geißeln: Die gottlose Gravitationstheorie - man beachte dabei das Wort »Theorie«, immerhin sind das ja alles nur gottlose Gedankengebäude, Tand, Tand, ist alles Denken von Menschenhand! - wird, so ist es würdig und recht, schon bald der überlegenen Argumentation und der göttlichen Weisheit der »Intelligent Falling«-Doktrin weichen müssen, die endlich wieder unser gottloses Weltbild zum Besseren wenden wird. Mit vier Fäusten für ein Halleluja, im Notfall.Kurzum: Es ist an der Zeit, unser altmodisch-humanistisches Schmollwinkerl wieder zum Herrgottswinkerl umzudekorieren. Gott ist tot? Von wegen. Wir wissen ja, was Nietzsche von seinem rotzfrechen Gequäke hatte. Denn, Halleluja, ER kehrt zurück. Und, bei Gott, ER ist stinksauer. Gottseidank.

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Cross Sport

Vor Toyotas Crossover-Versuch waren es lediglich einige Vertreter der oberen bzw. obersten Preisklasse wie der Range Rover, die im Stadtverkehr nicht völlig deplaziert wirkten. Der RAV4 hat den Geländewagen salonfähig gemacht. Heute sind die teils mehr teils weniger geglückten Kombinationen aus PKW und Offroader aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Heute geht der Trend vermehrt in Richtung Kompakt-SUVs wie dem VW Tiguan. Toyota kontert mit einer schnittigen Sprtversion des RAV4.
Augenscheinlichstes Merkmal des Cross Sport ist das fehlende Reserverad. Damit wollen die Japaner das sportliche Design des Sondermodells betonen. Sportliche Dynamik sollen auch die abgedunkelten Scheiben im hinteren Fahrzeugbereich, der Frontgrill mit Chromapplikationen, der Unterfahrschutz sowie 17-Zoll-Leichtmetallfelgen im Sechs-Speichen-Design vermitteln. Für im Stadtverkehr unbeholfene Off-Road-Fetischisten stellt der RAV4 Cross Sport Einparksensoren im hinteren Fahrzeugbereich mit akustischer Signalfunktion zu Verfügung. Ebenfalls serienmäßig installiert ist die Bluetooth-Freisprecheinrichtung mit Bedienung über das Lenkrad.
Als Antriebsquellen für den RAV4 Cross Sport stehen der 2,0-Liter-VVT-i Benzinmotor mit 112 kW/152 PS Leistung und der 100 kW/136 PS starke Dieselmotor mit 2,2 Litern Hubraum zur Verfügung. Der Einstiegspreis beginnt bei 30.636 Euro.
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Neuer Vorstand bei der Murexin AG.

Mit Anfang September wurde Mag. Andreas Wolf vom Aufsichtsrat mit den Vorstandsagenden beauftragt und zeichnet sich ab nun für den Vertrieb In- und Ausland sowie für das Marketing verantwortlich. Die in Wiener Neustadt ansässige Murexin AG gehört mittlerweile zu den heimischen Spitzenunternehmen in den Bereichen Bau-, Fliesenverlege- und Klebetechnik sowie bei Durlin Farben und Lacken.
Im Bereich der Internationalisierung hat Andreas Wolf Großes vor. Mit Augenmerk auf Osteuropa soll die bereits begonnene Expansion des Unternehmens vorangetrieben werden. So ist zum Beispiel die Errichtung weiterer Produktionsstätten jenseits der Landesgrenzen erklärtes Ziel. In österreich selbst soll die Marktführerschaft in einzelnen Geschäftsfeldern weiter ausgebaut, durch intensivere Zusammenarbeit mit den Konzernschwestern Austrotherm und Baumit zusätzliche Synergien erreicht werden. Die Nutzung gemeinsamer Einkaufs- und Vertriebskanäle, intelligenter Know-how-Transfer zwischen den Unternehmen, gemeinsame Forschung und Entwicklung bis hin zum Schulungsbereich sollen die Performance in österreich und insbesondere im Ausland steigern.
Robert Schmid, Geschäftsführer der Konzernmutter, der Wopfinger Baustoffindustrie ist vom neuen Vorstand voll überzeugt: \"Mit Mag. Andreas Wolf haben wir in doppelter Hinsicht die ideale Wahl getroffen. Durch seine langjährige Tätigkeit im Konzern verfügt er über das erforderliche Know-how, um die österreichische Marktposition auszubauen und die Zusammenarbeit mit den Schwesterunternehmen zu verstärken, mit seiner großen Erfahrung im Bereich Vertrieb wird er die bereits begonnene Internationalisierung des Unternehmens, insbesondere in den Ostmärkten fortsetzen. Vorstandsdirektor Mag. Bernhard Mucherl wird natürlich weiterhin die Arbeitsbereiche Finanz-Rechnungswesen und Verwaltung, sowie Technik und Logistik verantworten.
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Flexibler ins neue Jahr

Der europäische Businessprovider Colt gab bekannt, sich in der Endphase der Lieferantenauswahl für sein Next Generation Network (NGN) zu befinden. Im Laufe des kommenden Jahres sollen die ersten Kunden über die neue Plattform versorgt werden. Mit dem groß angelegten Netzentwicklungsprogramm will Colt den Markt noch früher mit Kommunikationslösungen der nächsten Generation versorgen und seinen Geschäftskunden schnellere und effizientere Dienstleistungen gewähren können.

Colt migriert auf ein einheitliches “drei Ebenen umfassendes“, auf neuesten IP- und Ethernet-Technologien basierendes NGN. Damit können Colts Dienstleistungen als leicht zu installierende Anwendungen angeboten werden. Kunden profitieren von größerer Flexibilität und schnellerer Bereitstellung: sie können über ein Online-Services-Portal selbständig ihre Dienste ergänzen und modifizieren, Nutzer hinzufügen und die Bandbreite erweitern.

Durch die neue Plattform will Colt Serviceänderungen und den Start neuer Lösungen schneller als mit heutigen Netzwerken realisieren, da die neue Plattform leichter zu verwalten sei und auf einer Open Standard-Technologie basiert. Colt plant die Entwicklung eines Fundaments von neuen Lösungen für seine Kunden, bestehend aus Unified Communications, Mobilitäts- und Teamarbeitswerkzeugen.

“In den nächsten zwei Jahren werden wir unsere Investitionen in Netze und Rechenzentren erhöhen, damit unsere Kunden von den bestmöglichen Kommunikationslösungen für ihre Geschäfte profitieren und wir eine größtmögliche Kundenzufriedenheit garantieren können“, sagt Rakesh Bhasin, CEO von COLT.

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Information nach dem Turnaround

Eine Börsenweisheit besagt: »Der Markt hat immer Recht!« Gemeint ist damit, dass Kursbewegungen einer Aktie Aufschluss darüber geben, ob gewichtige Marktteilnehmer mit Insiderwissen kaufen, halten oder verkaufen. Schließlich kann jeder beobachten, dass einzelne Aktien oft schon positive oder negative Kursbewegungen verzeichnen - und zwar über mehrere Wochen, wenn nicht sogar Monate -, obwohl entsprechende Nachrichten (noch) nicht auf dem offenen Markt zu haben sind. Das heißt, dass in vielen Fällen alleine schon die Kursbewegung einer Aktie die Vermutung nährt, dass manche Marktteilnehmer bereits über Insider-Informationen verfügen, die noch nicht öffentlich zugänglich sind. Verdächtig sind in diesem Zusammenhang beispielsweise abrupte Trendbrüche oder der Ausbruch aus Seitwärtsbewegungen nach oben oder auch nach unten. Oder ein klassischer Turnaround.
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Friedenspfeiferl und Kriegsbeil

Je mehr die SPö das Thema hochspielt, desto mehr laufen die Grünen unter Rudi Anschober Gefahr, den Rest an Glaubwürdigkeit zu verspielen. Auch das Land selbst hat nichts zu lachen.

Der Verbund erhöht seine Strompreise für Private und nähert sich damit jenen Preisen an, die auch von den Landesversorgern in Rechnung gestellt werden. Wie es der Zufall will, verlässt Eveline Steinberger, Geschäftsführerin der Verbund-Tochter Austrian Power Sales (APS), das Unternehmen. Sie wird künftig gemeinsam mit Ingmar Höbarth den Klima- und Energiefonds der Bundesregierung leiten. Steinberger hat mit ihren beiden Kollegen dazu beigetragen, dass der Verbund-Tochter innerhalb relativ kurzer Zeit mehr als 100.000 Privatkunden ins Netz gegangen sind. Bekanntlich sehr zum Missfallen der Landes-EVU, was letztlich auch in Gerichtsstreitereien nachvollziehbar ist. Den eigentlichen Klimawandel zwischen dem Verbund und den Landesversorgern Wien Energie und EVN AG hat der Abgang von Verbund-Chef Hans Haider gebracht. Sein Nachfolger Michael Pistauer hat mehrmals betont, dass er rasch die Friedenspfeife mit Partnern aus den Bundesländern rauchen will, um tragfähige Kooperationen herbeizuführen. Tabak kostet aber, weshalb die Verbund-Kunden vielleicht nun ein bisschen mehr für die Energie zahlen müssen. Begründet werden die Preiserhöhungen mit der Entwicklung der Marktpreise. Die sind tatsächlich gestiegen, was freilich auch die Ergebniserwartungen des Verbund für 2007 erhöht, da ein Gutteil der verkauften Energie in abgeschriebenen Wasserkraftwerken erzeugt wird. Bessere Ergebnisse werden von Analysten prompt in Investmentempfehlungen umgewandelt, die Verbund-Aktie wird zum Kauf empfohlen.

So weit, so gut. Halbwegs zumindest, da ja neben privaten und institutionellen Anlegern, die Verbund-Aktien halten, auch die Republik prächtig an den Gewinnen des Verbund gewinnt. Steigt der Strompreis, steigen die Gewinne und die fließen zum Teil auch ins Budget und tragen damit dazu bei, dass der Bund Dinge finanziert, die Sinn machen. Ob man Abfangjäger, Fußballstadien und Eisenbahntunnels zweckmäßiger findet als neue Polizeiautos, Nachhilfelehrer oder einen Energie- und Klimafonds, ist letztlich Geschmackssache. Unterm Strich ist vermutlich für jeden Bürger etwas dabei, weshalb sich am Börsedasein des Verbund auch kaum jemand stößt.

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Neue Stromintelligenz

digitalSTROM® ist der neue Standard für elektrische Intelligenz. Strom und Information über die existierende Stromleitung. Besser als Powerline oder Funk! Energie, Komfort und Sicherheit. Funktioniert einfach. plug&play.« Die Werbebotschaft klingt verlockend, dabei ist digitalSTROM.org eigentlich eine Non-Profit-Organisation, die Anfang Juli an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich gegründet wurde. Erklärtes Ziel ist, digitalSTROM® zu einem weltweiten Standard zu entwickeln. Eine Allianz von Firmen, Organisationen und Forschungseinrichtungen arbeitet zusammen, um elektrische Geräte im Sinne von Energieeffizienz, Nutzerkomfort und Sicherheit über die vorhandenen Stromleitungen zu vernetzen. Ziel der vom Architektur- und CAAD-Professor Ludger Hoverstadt ausgehenden Initiative ist es, jeden Haushalt mit intelligenten elektrischen Geräten auszustatten. Was bislang unter der Bezeichnung »smart home« ein hochpreisiges Luxusprodukt war, soll künftig in jedem Haushalt möglich sein. Die Vorteile der Technologie liegen, so die Promotoren, in der minimalen Einbaugröße, im günstigen Preis, in hoher Flexibilität und Zuverlässigkeit und der guten Verträglichkeit mit existierenden Infrastrukturen und Systemen. Zudem wird mehr Komfort durch einfache Bedienung der Geräte versprochen. Typische Anwendungen wären Beleuchtungssteuerungen, Zentralverriegelung beim Verlassen des Hauses, Motorsteuerungen für Jalousien und Markisen. Folgt die Geräteindustrie dem Ruf der Techniker sollten später Fernseher, Radio, Heizung-, Lüftungs- und Klimageräte sowie Kühlschränke und alle anderen Haushaltsgeräte auch intelligent werden. Jede Gerätegruppe sollte einfach einer Farbe zugeordnet werden. Weil einfache Dinge sich nicht einfach in den Markt bringen lassen, plant die Allianz, die nächsten 18 Monaten dafür zu nutzen, Energieversorger, führende Gerätehersteller und große Projektentwicklungsgesellschaften für eine flächendeckende Installation der digitalSTROM® Technik in größeren Stadtentwicklungen zu gewinnen. Später soll die Allianz auch für kleinere Firmen, Fachplaner, Installateure und Privatpersonen geöffnet werden.
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