Wechsel in den Vorstand
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Der Kaufpreis, den die Deutschen für die Speckjäger locker machten: 1,6 Mrd. Dollar - inflations- und kursbereinigt immer noch gut das hundertmillionenfache des Kaufpreises von 2001. Was war in diesem Zeitraum passiert? Die Marketing- und Produktmanager legten einen Erfolgslauf nach dem anderen hin. Im Hintergrund aber wurde die IT bereinigt, jede nur mögliche Synergie und Konsolidierung durchgeführt. Tele.ring hatte zum Zeitpunkt des Verkaufs die effizienteste IT-Aufstellung unter den österreichischen Mobilfunkern, erinnert sich Gerald Haidl, damals IT-Director bei tele.ring. Ian Beckett, der heute in Irland lebt, blickt ähnlich verklärt zurück. \"Wir konnten damals in der gesamten Gruppe die Kosten dramatisch hinunter bringen, schrieben aber eine extrem erfolgreiche Geschichte mit den österreichern\". Beckett lässt immer noch keine Gelegenheit aus, um Wien einen Besuch abzustatten - und zieht noch immer mit einer tele.ring-Nummer auf seiner Business Card durch die Welt.
Gute, nicht perfekte Anbindung
Positiv sind mehrere Features: Mit einer Dicke von 1,7 Zentimetern ist das Phone relativ flach konzipiert. Dann verzichtet SonyEricsson nicht auf die Unterstützung des schnellen Mobilfunks UMTS. Maximalgeschwindigkeiten sind mit dem Fehlen des HSDPA-Datenturbos aber außer Reichweite. Die User werden es verschmerzen - angesichts des Megaerfolgs der mobilen Breitbandkarten, die heute bereits fix zum Notebookzubehör gezählt werden. Das smarte Phone wird trotzdem seinem Hightech-Anspruch gerecht, da es drahtlose Anbindungen per Infrarot, WLAN und Bluetooth unterstützt. Kabelgebunden setzt der kleine Riese auf USB.
Riesenstrauß an Anwendungen
Das P1i ist vornehmlich für den Einsatz als Arbeitsgerät gedacht, lumpt aber nicht bei der Bandbreite der Unterhaltungsfeatures seiner Musikhandy-Kollegen. Der automatische Radiosuchlauf, eine integrierte Digitalkamera, Games und zahlreiche Musikfunktionen runden das Handy im Fun-Bereich ab. So hat der Hersteller eine 3,2 Megapixel starke Kamera mit Dreifachzoom dazu gepackt, die Bilder in großer Auflösung und guter Qualität liefert.
Basis für die zahlreichen Features bietet das offene Betriebssystem Symbian, das heute als Standard für Mobiltelefonplattformen gilt. Das wichtigste bei diesem System: Symbian ermöglicht Entwicklern nicht nur relativ leicht, Anwendungen für das Handy zu schreiben, sondern erlaubt auch den selbstständigen Download und Installation durch den Nutzer. So unterstützt das P1i etwa die kostenlose Software iSkoot, mit der der populäre Internettelefonie-Client Skype für das Mobiltelefon verfügbar wird. Die Software darf auf SonyEricssons P1i-Website herunter geladen werden. Für Symbian gibt es weltweit mittlerweile über 8.000 Anwendungen von zahlreichen unabhängigen Softwareentwicklern.
Das P1i auf der Website des Herstellers: Link
Handschrifterkennung, Stift empfohlen
Das Smartphone ist mit einem Touchscreen ausgestattet, für die Texteingabe und das Drücken der Buttons am Screen sollte aber der mitgelieferte Stift verwendet werden. Wer sich auf seine Finger verlässt, wird schnell frustriert sein. Zu wenig präzise ist die Eingabe mit dicken Fingerspitzen. ähnlich gut wie der Stylus-Stift ist auch das Drehrad an der Seite des Handys. Mit dem \"JogDial“ genannten Rädchen kann relativ präzise und schnell durch die Menüs gescrollt werden. Wer den Stift verwendet, kann sich seine literarischen Ergüsse auch gleich in digitalen Code umwandeln lassen. Das Phone rechnet die Zeichen per Schrifterkennung um und liefert damit ein essenzielles Organizer-Feature.
Wie schon beim Modell \"M600“ verwendet SonyEricsson auch im Nachfolger eine Tastatur, bei der jede Taste mit zwei Buchstaben belegt ist. Ein Wippschalter links gedrückt, schreibt beispielsweise ein D auf den Schirm, ein Druck auf die rechte Seite produziert ein F. Da es sehr eng zugeht auf der Tastatur, bedarf es Geschick und übung, um Nachrichten und E-Mails auf Anhieb fehlerfrei schreiben zu können.
RSS-Feeds und Videotelefonie
Bei Internetanbindung und entsprechenden Interesse kann der Nutzer auch RSS-Feeds mit Nachrichten und anderen Inhalt von ausgewählten Websites und Blogs abholen. Einfach abonnieren, und die Feeds sind unterwegs. Ein praktisches Werkzeug für unterwegs, wenn mal zwischendurch Zeit für etwas Lesestoff ist. Videoanrufe unterstützt das Handy ebenso: Während eines Videogesprächs sieht der Nutzer seinen Gesprächspartner am Screen. Dieser bietet mit 240 x 320 Pixel eine relativ gute Auflösung und zeigt Bilder in bis zu 262.000 Farben.
Fazit
Das P1i bietet eine solide Performance hinsichtlich Sprach- und Videotelefonie und ist eine gute Mischung aus dem Walkmanhandy W950i und dem Smartphone M600i. Mit der Fülle an Anwendungen, die das Smartphone unterstützt, bietet SonyEricsson eines der derzeit ausgereiftesten Symbian-Handys am Markt. Negativ sind die schrecklichen Wipptasten zur Eingabe, positiv der sonst einwandfrei funktionierende Touchscreen (solange Stift und nicht Finger benutzt werden). Die Funktionsvielfalt hat aber auch ihren Preis: in Sachen Schnelligkeit könnte das Handy ab und dann einen Tritt in die Hinterseite vertragen. So kann der Start einer Anwendung schon mal mehrere Sekunden dauern.
Plus/Minus
+ Flexibilität bei den Eingabemöglichkeiten
+ Großer Speicher dank Grundausstattung mit 512-MB-Karte
+ Ausgereifte Schrifterkennung
+ Gute Kamera, guter Display
+ Preis/Leistungsverhältnis
- Langsamer Aufbau von Applikationen
- Druckpunke der Wipptasten
Kräftige Bilder. Eine grandiose Lichtstärke von 2.500 Lumen und das für Projektoren relativ gute Kontrastverhältnis von 500:1 sorgen dafür, dass die übertragenen Daten detailgetreu an der weißen Zimmerwand oder der Leinwand dargestellt werden. Besonders bei ungünstigen Raumlichtverhältnissen kommt diese Qualität zu tragen. Gestestet wurde der XU86 auch in sehr hellen Räumen mit Tageslichtverhältnissen. Das Ergebnis: Kaum ein Beamer schafft es, in einer derartig hellen Umgebung noch einwandfreie Bilder zu liefern. Für das Sanyo-Modell waren die Darstellungen ein Kinderspiel - unabhängig davon, ob es sich um bewegte Bilder oder um statische Grafiken in Präsentationen handelte. Zur Bildqualität trägt auch die XGA-Auflösung bei: 1024 x 768 Bildpunkte produzieren detailreiche Bilder.
Technik top. Völlig überarbeitet und optimiert wurde das verwendete Objektiv. Mit einem Projektionsverhältnis von 1.23 bis 1.93:1 findet der Projektor in fast jedem Konferenzraum und Heimkino seinen Platz. Ungemein praktisch: Nach der Vorführung kann der Projektor sofort ausgeschaltet und abgebaut werden. Dank des eingebauten Kondensators arbeitet der Lüfter einfach solange weiter, bis die Lampe abgekühlt ist. Sorge um überhitzte Platinen muss der Anwender keine haben.
Fazit. Mit einem Gewicht von knapp über zweieinhalb Kilogramm und A4-Blatt-Größe ist Sanyos XU86 ein handlicher, zuverlässiger Beamer. Die Menüs sind selbsterklärend, die Kalibrierung passiert völlig automatisiert. Der Anwender braucht von Projektortechnik keine Ahnung zu haben - das Gerät übernimmt die wichtigsten Einrichtungen von selbst. Der XU86 ist jedem kinofreudigen Haushalt und professionellem Unternehmen zu empfehlen.
Report: Was kann sich der Laie unter diesemneuen Technologiefeld vorstellen?
Schröter: Nanoident ist im Bereich der gedrucktenHalbleitertechnologie tätig. Wir arbeitenmit flüssigen Kunststoffen, die über ähnlicheEigenschaften verfügen wie Silizium. Allerdingsmit dem großen Vorteil, dass man mit dieserTechnologie die Halbleiter wie Farben druckenkann. Wir beschäftigen uns ausschließlich mitder optoelektronischen Sensorik. Dabei handeltes sich um Bauelemente, die Licht in elektrischeSignale umwandeln. Einfachstes Beispielsind Lichtschranken, wie sie etwa bei Aufzügenzum Einsatz kommen, um zu verhindern, dassjemand eingeklemmt wird. Was wir machen, ist,diese lichtempfindlichen Bauteile auf Folien oderGlas zu drucken.
Report: Welche Vorteile bietet diese Technologieim Vergleich zur herkömmlichen Methode?
Schröter: Der größte Vorteil ist die Flexibilität.Wir können sehr großflächig drucken beisehr geringem Gewicht. Zudem lässt sich dieSpektralempfindlichkeit der Detektoren für jedeAnwendung über die Materialien einstellen, dasheißt, wir brauchen keine optischen Filter.
Report: In welchen Bereichen istder Kunde mit Nanoident-Technologie konfrontiert?
Schröter: Wir haben in den letzten vierJahren daran gearbeitet, die Technologieproduktionsreif zu machen. Wir sind auchdie Ersten, die das geschafft haben. Wir habenin Linz eine Fabrik aufgebaut, die seitMärz 2007 in Betrieb ist. Dort können wiroptoelektronische Sensoren auf Kunststoffoder Glas drucken.
Report: Welche Anwendungsbeispielegibt es für diese Technologie?
Schröter: Ein klassisches Anwendungsbeispiel,mit dem wir auch demnächst inden Markt gehen werden, ist das »Lab-ona-chip«. Dabei handelt es sich um ein vollausgerüstetes Labor in Scheckkartengröße,das für Wassertests oder medizinischeTests eingesetzt werden kann. Das »Labon-a-chip« ist ein Wegwerfteil, das nurwenige Euro kostet. Damit adressieren wirein Segment im Diagnostikmarkt, das ausKostengründe bislang kaum bedient werdenkonnte - den »Point-of-care«-Markt.So muss etwa der Hausarzt Blutprobennicht mehr ins Labor schicken, sondernerhält das Ergebnis vor Ort innerhalb vonwenigen Minuten. Für diese Entwicklunghaben wir von Frost & Sullivan auch den»Enabling Technology of the Year«-Awarderhalten.
Report: Wie viel wurde in die Entwicklungdes »Lab-on-a-chip« investiert?
Schröter: Sie werden sicher verstehen,dass ich nicht ins Detail gehen kann, aber eshandelt sich um einen zweistelligen Millionenbetrag.
Report: Welche anderen Anwendungsgebietegibt es für die Nanoident-Technologie?
Schröter: Neben dem »Lab-on-a-chip«setzen wir vor allem auf biometrische Erkennungssysteme.Mit unserer Technologiekönnen wir Fingerabdrücke oder Gewebeeigenschaften,die unter der Haut liegen,detektieren. Unser Hauptaugenmerk liegtdabei eindeutig am Handy- und Smart-Card-Markt.
Report: Wann werden Sie mit der Auslieferungdieser Systeme beginnen?
Schröter: Die ersten biometrischen Systemesollen in zwei bis drei Jahren auf denMarkt kommen. Man darf nicht vergessen,dass unsere Sensortechnik kein Standardproduktist, sondern auf Kundenwünschezugeschnitten wird. Es gibt bei Nanoidentnur kundenspezifische Entwicklungen.
Report: Reichen die derzeitigen Kapazitätenvon Nanoident, um diese schnellwachsenden Märkte zu bedienen?
Schröter: Wir werden noch in diesem Jahrenorm aufstocken. Bislang hat sich die Anzahlder Mitarbeiter jedes Jahr verdreifacht.Dieses Wachstum wird auch heuer fortgesetzt.Nicht nur am Standort Linz. Ich gehedavon aus, dass wir Ende des Jahres weitüber 100 Mitarbeiter haben werden.
Report: Sie unterhalten Tochterunternehmenin den USA, in Frankreich und inDeutschland. Ist eine Expansion in weitereLänder geplant?
Schröter: Wir werden im Laufe des Jahressicher in Asien aktiv werden, vor allemim Bereich Marketing und Vertrieb. Das istabsolut notwendig, weil viele potenziellePartner wie Handy- oder PC-Hersteller inAsien sitzen.
Report: Sie sind Weltmarktführer imBereich optoelektronischer Sensoren. Wasmacht Nanoident besser als der Mitbewerb?
Schröter: Wir waren die Ersten, die imMarkt der Halbleiterelektronik den BereichSensorik durchleuchtet haben. Wir habenAnwendungen entwickelt, an die bislangschlicht und einfach keiner gedacht hat. Niemandhätte geglaubt, dass man gedruckteSensoren für »Lab-on-a-chip«-Systeme verwendenkann. Damit haben wir uns an dieSpitze gesetzt. Und weil wir eine Vielzahl anPatenten angemeldet haben, sollte das aucheine Weile so bleiben.
Report: Lassen Sie uns ein paar Jahrezurückgehen. Wie ist es eigentlich zur Gründungvon Nanoident gekommen?
Schröter: Ich hatte im Jahr 2003 die Idee,einen Fingerprintsensor für Chipkarten zuentwickeln. Auf der Suche nach einer kostengünstigenund flexiblen Halbleitertechnologiebin ich durch Zufall in Linz gelandet.Professor Sariciftci hat mir Herrn Padingervorgestellt, der damals noch Technologievorstandbei einem Spin-off-Unternehmender Linzer Uni war.Wir haben dann relativ rasch beschlossen,ein neues Unternehmen zu gründen undAnfang 2004 war es so weit. Die ursprünglicheProduktidee wurde weiterverfolgt, essind aber bald neue Ideen dazugekommen.Die Grundidee zum »Lab-on-a-chip« istzufällig bei einem Cocktailempfang entstanden.
Report: Zufälle scheinen bei Nanoidenteine große Rolle zu spielen?
Padinger: Es geht einfach darum, zur richtigenZeit am richtigen Ort zu sein.
Schröter: Auf jeden Fall bin ich bei dieserParty auf die Technologie der Biochips aufmerksamgemacht worden. Ich habe erfahren,dass man zum Auslesen dieser Biochips riesige Messgeräte braucht, die biszu 500.000 Dollar kosten. Deshalbsind diese Geräte auch hauptsächlichbei großen Pharmafirmen imEinsatz. Bei uns ist die Idee gereift,ein Molekulardiagnostikverfahrenzu entwickeln, das auch fürden »Point-of-care«-Markt geeignetist.
Report: Nanoident ist derzeitnoch nicht am Markt präsent. Woherkommt das Geld für Ihre Entwicklungsarbeit?
Schröter: Wir sind ausschließlichüber private Geldgeber finanziert,das heißt Privatpersonen undprivate Beteiligungsgesellschaften.Auch die Raiffeisen Landesbankist ein wichtiger Partner für uns.Gerade haben wir eine Finanzierungsrundemit einer substantiellenKapitalerhöhung abgeschlossen.Das war vermutlich auch dieletzte Finanzierungsrunde vordem Börsegang.
Report: Steht der Termin fürden Börsegang schon fest?
Schröter: Nein, wir haben keinenfixen Termin. Theoretisch könntenwir nächstes Jahr an die Börse gehen.Die Frage ist, ob es Sinn macht.Wir werden einen Zeitpunkt wählen,von dem wir glauben, dass derMarkt aufnahmefähig ist. Die Frageist auch, wo das Unternehmenzu dem Zeitpunkt eines möglichenBörsegangs steht. Einen Börsegangauf Biegen und Brechen wird es sichernicht geben. Wir sind in derkomfortablen Position, dass wirdie Börse zur Finanzierung nichtbrauchen. Wir können den bestenZeitpunkt abwarten.
Report: Die Unternehmensfinanzierungist in österreich einheikles Thema, vor allem durchdas fehlende Risikokapital. Wiesehen die Erfahrungen von Nanoidentaus?
Schröter: Wir können uns eigentlich nichtbeklagen, denn mit Ausnahme der gerade abgeschlossenenFinanzierung sind alle anderen Finanzierungenbislang ausschließlich über österreichischePartner gelaufen.
Padinger: Außerdem investieren auch internationaleInvestoren gerne in österreich. Bei dergerade abgeschlossenen Finanzierungsrundewar erstmals ein Geldgeber dabei, der nicht ausösterreich kommt.
Report: Welche Rolle spielt die österreichischeForschungsförderung für ein Start-up-Unternehmen wie Nanoident?
Padinger: Vor allem in der Startphase war dieForschungsförderungsgesellschaft FFG sehr hilfreich.Mit zunehmenden Wachstum ist es aberimmer schwieriger geworden. Wir haben Projekteeingereicht, die uns internationale Auszeichnungeneinbrachten, der FFG aber nichtinnovativ genug waren. Das ist demotivierend,vor allem, wenn in die Förderanträge viel Zeitund Arbeit fließt.
Report: Ein Top-Thema der vergangenenWochen ist der Facharbeitermangel in österreich.Ein Thema, das auch Nanoident betrifft?
Padinger: Das ist stark von der jeweiligenBranche abhängig. Im Bereich der Halbleiterphysikoder der organischen Halbleitermaterialiensind wir mit der Linzer Uni sehr gut ausgestattet.Dann gibt es aber auch Problemfelder,etwa in der Elektronik. Da gibt es genau nichts.Wir haben zwei Jahre lang Stellen ausgeschriebenund nicht einmal Bewerbungen bekommen.
Report: Was macht man in so einer Situation?
Padinger: Es bleibt nichts anderes übrig, als insAusland abzuwandern. Wir sind mit unseremChip-Design-Center nach Grenoble gegangen,weil dort das Personal verfügbar ist.
Report: Das heißt im Umkehrschluss, Siewären mit Ihrem Chip-Design-Center in Linzgeblieben, wenn Sie genügend Mitarbeiter gefundenhätten?
Padinger: Völlig richtig, wir wären sicher inLinz geblieben. Nachdem es aber nicht möglichwar, auch nur einen qualifizierten Mitarbeiter zufinden, geschweige denn Dutzende, mussten wirdorthin gehen, wo das Know-how ist.
Report: Wie reagiert die Politik auf dieseAbwanderung?
Padinger: Wir sind mit der Politik in engemKontakt, vor allem auf Landesebene. Die Landespolitik kann hier aber nur wenigmachen. Man versucht zwar mittlerweile,verstärkt auf die Bedürfnisse der Industrieeinzugehen, aber das braucht seine Zeit.Kurzfristig ist dieses Problem nicht zu lösen.Wir haben aber den Vorteil, dass wir inFachkreisen auch international einen hohenBekanntheitsgrad haben und deshalb einerelativ hohe Anzahl an internationalen Initiativbewerbungenbekommen.
Report: Stichwort internationale Bewerbungen:Viele Unternehmen beklagendas restriktive Fremdenrecht in österreich,das die Beschäftigung internationaler Fachkräftedeutlich erschwert.
Padinger: Alles, was nicht EU ist, ist tatsächlichganz schwierig. Wir haben vielegute Leute nicht bekommen, weil es bis zueinem halben Jahr dauert, bis die bürokratischenHürden genommen sind. Und wennder Bewerber in einem anderen Land früherzum Zug kommt, dann geht er eben dorthinund nicht nach österreich.
Report: Werfen wir einen kurzen Blickin die Kristallkugel. Wo sehen Sie Nanoidentin fünf Jahren?
Schröter: Ich gehe davon aus, dass wirnicht nur im Bereich der gedruckten Sensorikfederführend sein werden, sondern auchneue Anwendungsgebiete erschließen undverschiedene Technologien kombinierenwerden, etwa im Bereich des Mobilfunks.Ein Handy besteht aus einem Display, Sensoren,Batterien und Transistoren. DieseKomponenten lassen sich alle bereits heuteauch drucken. Es wird in Zukunft möglichsein, die gesamte Hardware für ein Handyzu Hause auf einer Folie auszudrucken. DieFolie wird in ein passendes Gehäuse gestecktund schon hat man ein neues iPhone.
Report: Damit würden Sie die gesamteWertschöpfungskette ordentlich beuteln.
Schröter: Das ist richtig. Aus unserer Sichtwird sich die Wertschöpfungskette in derElektronikindustrie radikal ändern. Undzwar aus dem Grund, weil man fast alles, wasman braucht, auf Folien drucken kann.
Report: Das klingt doch etwas nach Science-Fiction?
Schröter: Das mag sein, aber das ist allesheute schon machbar.
Padinger: Vergleichen Sie nur die klassischenBiochips mit unserem »Lab-on-a-chip«. Wir sind in der Messung um den Faktor500 genauer. Das hätte auch keiner geglaubt.Unser Vorteil ist die deutlich höhereEmpfindlichkeit durch eine viel kürzere Distanz.Wir brauchen keine Kamera und wirhaben kein Streulicht. Wir messen direkt ander Probe. Unsere OEM-Partner sind auchimmer sehr skeptisch, bis wir ihnen unsereTechnologie vorführen. Dann sind sie beeindruckt.Soviel zum Thema Science-Fiction.
Report: Sie verändern die Wertschöpfungskette,Sie haben auf dem Gebiet derMesstechnik eine deutlich höhere Genauigkeit.Das dürfte vielen Unternehmen nichtgefallen. Wie viele Feinde schaffen Sie sichjeden Tag aufs Neue?
Schröter: Bis heute haben das anscheinendnur wenige begriffen. Es ist aber auchnicht zwangsläufig so, dass wir etablierteUnternehmen aus dem Markt drängen,sondern wir schaffen vielmehr einen neuenMarkt. Mit unserem »Lab-on-a-chip«können wir ein »Point-of-care«-Marktsegmenterschließen, das es bislang noch nichtgegeben hat.
Report: Aber wenn jeder Arzt sein eigenesChiplabor hat, bekommen die großenLabore Probleme. Da wird es sehr wohl zueinem Verdrängungswettbewerb kommen.
Schröter: Natürlich wird es diesen Wettbewerbgeben. Wie intensiv er ist, hängt auchstark von der Einführungsstrategie ab. Wirwollen zu Beginn nur Chips für eine spezielleMessaufgabe anbieten. Da ist die Verdrängungnicht sehr stark. Am Anfang gehtes vielmehr darum, neue Messungen zu ermöglichenund neue Märkte zu erschließen.Das kann sich im Laufe der Zeit natürlichändern.
IP-Telefonie ist im Grunde ganz einfach und kostensparend umzusetzen, sie bedeutet aber dennoch eine beträchtliche Umstellung für jedes Unternehmen, das diesen Schritt in die Zukunft setzt. Denn mit dem Umstieg verlagert sich die Steuerung der bisher separat auf Fest- und Mobilnetzen geführten Telekommunikation in die Datennetze des Unternehmens.
Die Entscheidung für IP-Telefonie fällt häufig im Zusammenhang mit übersiedlungen, Renovierungen und Change-Projekten größeren Ausmaßes. Eine durchgängige Umsetzung von intelligenten IP-Telefonielösungen erfordert es zunächst, alle unternehmerischen Prozesse und Abläufe zu analysieren, zu hinterfragen und zu dokumentieren. Das macht sich letztlich durch gesteigerte Qualität und gesenkte Kosten bezahlt. IP-Telefonie ermöglicht nicht nur die vollständige Konvergenz von Internet, E-Mail und Telefonie, sondern auch die Umsetzung neuer IT- und Unternehmensstrategien mit der dafür geeigneten Software, etwa CRM- und ERP-Programme.
Viele österreichische Unternehmen sind bereits heute IP-fit und haben auch schon den Schritt zu professionellen IP-Telefonielösungen geschafft, wie die Vielzahl von erfolgreich umgesetzten Projekten der Telekom Austria beweist. Die Basis dafür sind stets die immer leistungsfähiger werdenden Breitbandverbindungen sowie WAN- und LAN-Infrastrukturen, die mit den Bedürfnissen des Kunden mitwachsen. Ganz wesentlich sind jedoch auch Expertise und Beratungskompetenz, um gemeinsam mit dem Kunden unternehmensspezifische Optimierungspotenziale und neue Möglichkeiten herauszuarbeiten, die dann von den Mitarbeitern auch umgesetzt werden können.
Der Erfahrungsschatz mit professionellen IP-Telefonielösungen reicht mittlerweile vom öffentlichen Dienstleister mit zigtausenden Telefonanschlüssen über Filialnetze bis zum Kleinunternehmen. überall dort, wo die Mitarbeiter entsprechend informiert und eingebunden wurden, ist die Begeisterung groß, und es funktioniert hervorragend. Dabei ändert sich für den Einzelnen an seinem Arbeitsplatz nicht viel - ein userfreundliches Display, neue praktische Funktionstasten, noch mehr Kommunikation über den PC, Laptop oder das mobile Endgerät. Richtig eingesetzte und in all ihrer Mannigfaltigkeit genutzte IP-Telefonie stärkt die Kundenbindung, wobei eine Vielzahl von Prozessschritten automatisiert abläuft und Kosten gesenkt werden können. Der Einsatz von Collaboration-Tools, die Sprache, Video, Documentsharing in einem Workflow vereinen, hilft Mitarbeitern und ganzen Teams, schneller und kompetenter auf die komplexer werdenden Anforderungen des Wirtschaftslebens zu reagieren. Die Verknüpfung mit ERP-Systemen und CRM-Programmen ermöglicht es, die Kunden, deren Wünsche und Kaufverhalten besser denn je kennen zu lernen. Die Möglichkeiten sind erstaunlich vielfältig und \"nach oben offen\": Unternehmensstandorte lassen sich einfach und kostengünstig verbinden, externe Arbeitsplätze können problemlos und sicher eingebunden werden. Neue Callcenter-Applikationen stellen sicher, dass Kunden rasch zu den gewünschten Auskunftspersonen kommen und nicht mehrmals verbunden werden oder endlos in der Warteschleife hängen. Dazu kommt die Möglichkeit, IP-Telefonie als Managed Service einzusetzen und damit den gesamten Aufwand auszulagern. Das ist eine zunehmend interessante Lösung auch für kleine und mittlere Unternehmen, die sich damit eine zukunftsfähige Lösung sichern, um sich ganz auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren.
Aber vergessen Sie eines nicht: die Begeisterung. Erst wenn Sie bei Ihren Mitarbeitern die Begeisterung für das Neue wecken, erst wenn Ihre Mitarbeiter \"mitspielen\", wird das Konzept zum Erfolg.
| Die Managerin Claudia Winkler ist Leiterin Marketing Retail, Telekom Austria TA AG. In dieser Funktion ist Winkler für die gesamte Bandbreite der Produkte und Lösungen für Privat- und Businesskunden verantwortlich, von Privathaushalten über Einzelunternehmen und KMUs bis hin zu den führenden Unternehmen österreichs. Zuvor war Claudia Winkler in leitenden Funktionen bei UTA und Mobilkom, wo sie u.a. das Marketing der kroatischen Mobilfunk-Tochter Vipnet führte. |
4-in-1 All-In-One
Das Multifunktionsgerät druckt mit Geschwindigkeiten von bis zu 28 Schwarzweiß- und 24 Farbseiten pro Minute. Mit dem integrierten Duplexdruck sparen Anwender sowohl Zeit und Kosten als auch Papier und leisten gleichzeitig ihren Beitrag zum Umweltschutz. Studien zufolge können mit dem automatischen Bedrucken der Rückseiten von Dokumenten im Vergleich gut 40 Prozent CO2-Ausstoß gespart werden. Praktisch: Die Duplex-Funktion lässt sich sowohl per Treiber als auch am Gerät aktivieren. Der Drucker ist mit einer bis zu 100 Blatt fassenden Papierzuführung ausgestattet.
Scanner und WLAN
Außerdem ermöglicht der integrierte Flachbett-Scanner mit einer Auflösung von 600 x 1.200 dpi das einfache Einscannen von Dokumenten als Bilddatei, PDF oder in eine Datei zur Weiterbearbeitung - drahtlos, im Netzwerk oder über den USB-Anschluss. Die Anwender können direkt von Kamera-Speicherkarten, USB-Speichermedien oder mit PictBridge-kompatiblen Kameras Fotos drucken - auch ohne PC.
Der Lexmark X6575 ist als Teil einer jüngst lancierten Professional-Serie um rund 250 Euro im Handel erhältlich.
(+) plus: Outsourcing und Konzentration auf das Kerngeschäft sind prägende Schlagworte der Gegenwart. Profitieren davon jene Dienstleister, die sich um den Betrieb von Immobilien kümmern?
Schenk: Zunächst einmal ist zu hoffen, dass der Kunde davon profitiert. Darüber hinaus geben Outsourcing-Projekte der Branche sicher wichtige Wachstumsimpulse. Nimmt man das Wort »profitieren« allerdings ernst, so ist immer die kritische Frage nach der Vereinbarkeit der konträren Interessen zwischen dem Kunden und dem FM-Unternehmen zu stellen. Denn der eine will Kosten sparen - der andere will und muss Gewinne machen. Eine schwierige Aufgabenstellung, die ein professionelles FM-Unternehmen aber mit guter Vorbereitung durchaus lösen kann.
(+) plus: Facility Management wurde lange Zeit unter dem Motto »je billiger, desto besser« verkauft. Die Folgen sind bekannt: Unzufriedene Kunden tauschen ihre Dienstleister häufig aus und kehren manchmal sogar zur Eigenbewirtschaftung zurück. Hat Ihre Branche Fehler begangen?
Schenk: Ja, natürlich. Insbesondere unterschätzen nach wie vor viele »Newcomer« die Herausforderung der Aufgabenstellung. Und das ist jetzt keine protektionistische Ansage für die etablierten Dienstleister mit entsprechenden Referenzen. Und hier tritt meiner Einschätzung nach sehr schön nachvollziehbar ein allgemein gültiges Marktphänomen hervor: Die neuen, oft auch kleinen Unternehmen argumentieren aus ihrer Sicht zu Recht damit, dass sie sich einmal eine Referenz »vom Markt holen müssen«, weil sie ja sonst nie in die Lage kommen könnten, zu einem etablierten FM-Unternehmen aufzusteigen. Diese Ansicht mag für das Produktgeschäft richtig sein - im meist langjährigen Dienstleistungsgeschäft geht diese Position aber fast immer zum Nachteil der Kunden aus. Denn die Qualität eines Produktes erkennen Sie in kürzester Zeit - Fehler im FM haben aber oft Langzeitcharakter!
(+) plus: Welche Leistungen können externe FM-Anbieter erbringen, die nicht von einer unternehmenseigen Abteilung auch erfüllt werden können?
Schenk: Grundsätzlich kann jedes Unternehmen alle FM-Leistungen auch in eigener Wertschöpfung erbringen. Es stellt sich in der Regel nur rasch die Frage nach der Wirtschaftlichkeit dieses Vorhabens. Und auch der mentale Zugang zur Aufgabenstellung ist wichtig: Es ist für die Performance und die Qualität des Dienstleisters in der Regel nicht gleichgültig, ob er Unternehmer oder Kostenstelle ist. Wo die Eigenleistung oft rasch in die Defensive kommt, ist in den Bereichen der Kapazität (Puffer für Urlaub und Krankenstand), Skills und deren Weiterentwicklung, sowie im Bereich der Prozesse und der Tools. Aber keine Frage: Ich habe schon eine Reihe sehr professioneller Eigenleister kennen gelernt, von denen mancher FM-Unternehmer eine Menge lernen könnte.
(+) plus: Die steigenden Energiekosten bringen zunehmend den Begriff der Nachhaltigkeit in die Immobilienbranche. Sehen Sie einen Trend zu effizienteren Immobilien?
Schenk: Leider nur sehr selten, obwohl dieses Verhalten den Grundprinzipien der Logik widerspricht. Gerade langfristige Investoren müssten ein großes Interesse daran haben, lifecycle-cost-orientierte Immobilien im Portfolio zu haben, weil nur diese letztlich wettbewerbsfähig sein werden. Und wenn man Begriffe wie »mündelsicher« verwendet, dann sollte man sich nach diesen Kriterien richten. Aber scheinbar haben die Kapitalmärkte und ihre Player manchmal andere Spielregeln
(+) plus: Immobilien-Aktiengesellschaften denken vielfach in Quartalen - Nachhaltigkeit hat für die Akteure kaum Relevanz. Wie steht es Ihrer Ansicht nach um Immobilieneigner, die Gebäude mit öffentlichem Geld errichten und betreiben?
Schenk: Eine heikle Frage, weil der Umgang mit Steuergeldern immer nach größter Sorgfalt verlangt. Aber auch hier eine ehrliche Antwort: Da könnte noch einiges nachgeholt werden, wobei das jetzt keine Schuldzuweisung an die im öffentlichen Bereich agierenden Unternehmen sein soll. Denn schließlich hat man ihnen oft auch aus Personaleinsparungsgründen das nötige Fachpersonal entzogen und damit die Möglichkeit genommen, die Dinge fachlich beurteilen zu können. Ein Effekt, der übrigens auch in der Privatwirtschaft immer häufiger auftritt: das Fehlen von Fachkompetenz! Dieses bewirkt aber langfristig das Versagen des Marktmechanismus, da die Selbstregulierungskräfte des Marktes - schlechtes Angebot wird eliminiert - nicht mehr funktionieren. Und der Dumme ist danach wieder der Kunde.
(+) plus: Bei Großprojekten werden üblicherweise extrem penible Leistungsverzeichnisse erstellt. Lassen sich mit solchen Ausschreibungen wirklich alle Eventualitäten des Gebäudemanagements erfassen und Streitpunkte ausklammern?
Schenk: Leider nein.Es gibt eine Reihe sehr ambitionierter Versuche dieser Herausforderung beizukommen - allerdings mit unterschiedlichen Ergebnissen. Einerseits führt ein zu hoher Detailierungsgrad dazu, dass jeder Position ein Preis gewidmet wird, den sie de facto gar nicht mehr hat. Wie soll z.B. der Blick auf einen Zählerstand bewertet werden? Viele FM-Prozesse sind eben eine Gesamtheit, die nicht geteilt bewertet werden kann. Und zu viele Positionen führen zwangsläufig in der Summierung zu einem tendenziell höheren Preis. Andererseits führen zu wenige Positionen in der Regel zu großen Spielräumen die interpretierbar sind und letztlich im Fall einer juristischen Auseinandersetzung in Gutachterorgien ausarten. Der Idealfall wäre, dass der angestrebte Service-Level in einer Fachdiskussion mit dem Kunden vor der Ausschreibung festgelegt wird. Durch diese Beratung - die ja auch mit mehreren Bewerbern stattfinden kann - wird letztlich relativ objektiv geklärt, was der Kunde wirklich will und vor allem braucht!
(+) plus: Der Architekt plant, der Facility Manager optimiert. Schon lange Zeit wird über das Zusammenwachsen von Planung und Facility Management philosophiert. Gibt es schon Ansätze, die zeigen, dass eine Kooperation zwischen Architekten und Facility Managern tatsächlich Nutzen bringt?
Schenk: Das erste Statement sehe ich nicht ganz so - oder wie wollen Sie eine an der richtigen Stelle fehlende Türe optimieren? Ich kann Ihnen aus meiner persönlichen Erfahrung in drei ansatzweise nach dem Lifecycle-cost-Prinzip abgewickelten Projekten bestätigen, dass hier wirklich viel Geld geholt werden kann. Denn vergessen Sie nicht den Zeitfaktor als Multiplikator! Und den sollten Sie zumindest größer acht ansetzen!Ein Beispiel: Der Planer schreibt in seiner GU-Ausschreibung Fernwärme aus, weil ein Fernheizwerk in unmittelbarer Nähe steht und sich diese Lösung daher förmlich aufdrängt. Das weiß aber auch der Fernwärmeerzeuger! Der Facility Manager holt in Folge seiner Funktion entsprechend vor Publikation der Ausschreibung das Angebot des FW-Versorgers ein und vergleicht dieses mit der alternativen Eigenproduktion mit dem Ergebnis eines 30%-Preisabstandes, den die Mieter über die Betriebskosten zu tragen gehabt hätten und der möglicherweise für manche Mieter ein Grund gewesen wäre, nicht anzumieten. Auch hier hätte es keine spätere »Optimierung« durch den FM mehr geben können. Wer wirklich lifecycle-cost-optimiert bauen will, sollte die Planung und die Ausschreibungen vor Publikation durch den FM prüfen lassen und die nachfolgende Ausführung durch den FM mit Sitz und Stimme begleiten lassen.
Zählt man sich zu den Nutzern des IP-Schnurlostelefons, darf man sich über kostenlose zusätzliche Services aus dem Hause Siemens freuen. Nutzern stehen eine Wetterdienst oder auch das Onlinetelefonbuch von Herold zur Verfügung. Ein besonders nettes Feature - ebenso gratis - ist das Webportal Gigaset.net. über diese Voice-over-IP-Community können Besitzer von Gigaset-Telefonen miteinander kostenlos telefonieren.
Für guten Klang soll die Technologie HDSP (High Definition Sound Performance) sorgen. Gespräche werden dabei breitbandig über das Internet übertragen. Der Frequenzbereich soll dabei dem der menschlichen Stimme sehr nahe kommen. Das bereits mit einem if-Design-Award ausgezeichnete Gigaset ist um 140 Euro erhältlich.
Für optimale Sicht sorgt das 10,2-Zoll-Display. Es ist schwenkbar und kann um 180 Grad gedreht und wie eine Tafel zurückgeklappt werden. So praktisch dies erscheint, sollte dennoch an das Streitpotential dieses Features gedacht werden: Drehbarer Bildschirm und drei Kinder auf der Rückbank.
Wiedergegeben werden können das klassische Fernsehprogramm, alle gängigen DVD-Formate sowie (S)VCD, DivX- und MPEG4-Filme. Mit der Technologie \"Zero Bright Dot“ sollten helle Pixelfehler ausgeschlossen sein. Die Wiedergabe von Musik- oder Bilddateien ist mit dem PET1035 ebenso möglich.
Die USB- und SD-Kartensteckplätze ermöglichen eine unkomplizierte und schnelle übertragung von Fotos, Videos und MP3-Musikdateien. Der PET1035 eignet sich für Autofahren bis zu vier Stunden. Dies entspricht der maximalen Wiedergabezeit, falls das Gerät mit den integrierten Akkus betrieben wird. Das wirklich Tolle am PET1035 ist jedoch: Er ist auch für große Kinder geeignet.
Aktien können auch fallen!« - Diese Wahrheit haben alle, die im abgelaufenen Jahr ihr Geld in Immobilien-Anteilsscheinen angelegt haben, bitter zur Kenntnis nehmen müssen. Zu leicht hat man in den vergangenen Jahren darauf vergessen, dass die Börsenotierungen von Immobiliengesellschaften nicht nur nach oben gehen. Volatil, das waren die anderen - die Investition in eine Immobilienaktie sei eine sichere Bank, ohne große Sprünge nach oben, aber auch ohne das Risiko eines Kurssturzes, so wurde dem traditionell risikoscheuen österreichischen Publikum der Kauf der Immobilien-Anteilsscheine schmackhaft gemacht.
Das galt längstens bis zum Sommer des vergangenen Jahres. Spätestens da wurde auch der breiteren öffentlichkeit bewusst, dass es einen Unterschied gibt zwischen einer Aktie und einem Sparbuch. Ausgelöst durch ein Ereignis, das eigentlich geografisch und thematisch ziemlich fern liegt - der Einbruch des US-Eigenheimmarkts und die darauf folgende Bankenkrise, ausgelöst durch faul gewordene Subprime-Immobiliendarlehen, die über diverse Refinanzierungs- und Anlagemodelle in die Portfolios von Dachfonds gelangt waren und dort für Liquiditätsnöte sorgten -, sank das Vertrauen der Anleger in Immobilien. Die Kurse der an der Wiener Börse notierten Immoaktien rasselten dramatisch in den Keller, während die realen Geschäftszahlen der heimischen Unternehmen ständig Zuwächse verzeichneten (siehe Tabelle).