Menu
A+ A A-
Archiv

Archiv (11315)

Sub Terra - Unter der Erde

In Gunung Kidul, einer rund 1400 Quadratkilometer großen Karstlandschaft auf der Insel Java, versickert jeglicher Niederschlag blitzschnell in den Höhlen des dortigen Gesteins. Das Wasser dieser unterirdischen Flüsse tritt erst wieder in Quellen an der Küste zutage. Während der Trockenzeit herrscht daher akuter Wassermangel, weniger als 10 Liter Wasser stehen den Betroffenen täglich zur Verfügung.
Dieser Trockenheit wollen Wissenschafter der Universität Karlsruhe jetzt mit Hilfe eines unterirdischen Stauwerks zu Leibe rücken. Die Idee: Der unterirdische Stausee soll das natürliche Gefälle der Höhle ausnutzen und die Energie zum Betrieb von Pumpsystemen liefern, die das Wasser nach oben befördern. Nach dem positiven Ergebnis einer Machbarkeitsstudie soll nun die Höhle \"Gua Bribin\" zur Labor- und Demonstrationshöhle ausgebaut werden. Berücksichtigt werden drei unterschiedliche Ausführungsvarianten. Der partieller Einstau des Fließgewässersystems durch ein Stahlbetonbauwerk mit integrierter Kleinwasserkraftanlage, der Bau einer Wehranlage zur Wasserförderung über Druckrohrleitung sowie die Energiegewinnung zur Wasserförderung über eine Kaskade von Wehranlagen mit Freispiegelabfluss.
Die theoretischen Berechnungen sehen vor, dass sich über diese Kleinwasserkraftanlage mit einer installierter Leistung von rund 250 - 300 Kilowatt eine Wassermenge von 70 Litern pro Sekunde fördern ließe. Das würde ausreichen, um 75.000 Menschen mit 80 Litern Nutzwassern pro Tag zu versorgen.
Verläuft alles nach Plan, soll dieses Pilotprojekt die Grundlage für die Realisierung weiterer Großprojekte bieten.
Read more...

Hochfester Stahl

Der größte Vorteil im Vergleich zu normalen Baustahl ist neben einem geringeren Gewicht vor allem höhere Verschleißfestigkeit und Härte über einen breiten Temperaturbereich. Allerdings sind hochfeste Stähle relativ problematisch zu schweißen. Bei den meisten Schweißprozessen gehen die positiven Eigenschaften des Grundmaterials in der Schweißnaht und der Wärmeeinflusszone verloren. Außerdem haben diese Stähle einen hohen Kohlenstoffgehalt, der zu Rissen in der Schweißnaht führen kann. An einer möglichen Lösung des Problems arbeiten die Wissenschafter des Laser Zentrums Hannover. Sie wollen das Laser-MIG-Hybridschweißen mit einer prozessintegrierten induktiven Wärmebehandlung kombinieren.
Um diese theoretisch recht viel versprechende Kombination Wirklichkeit werden zu lassen, braucht es vor allem ein besseres Verständnis der Interaktion zwischen Schweiß- und Induktionsprozess. Zudem müssen sich die Wissenschafter auch bessere Kenntnisse der metallurgischen und mechanischen Eigenschaften der Schweißnaht erarbeiten. Diese Kenntnisse sollen dazu dienen, die Prozessparameter zu optimieren, und die Schweißnahteigenschaften an die des Grundmaterials anzupassen. Ziel ist es, dass hochfeste Stähle eine breitere Verwendung im Leichtbau für die Serienproduktion finden können.
Read more...

Der Schnarch - Schnuller

Ein gezielter Stoß in die Rippen, eine Wäscheklammer an der Nase oder wenn es gar nicht mehr anders geht der Auszug ins Nebenzimmer. Damit lassen sich zwar die Symptome, nicht aber die Ursachen bekämpfen. Mit deutlich seriöseren Methoden rücken Mediziner der Universität Göttingen den nächtlichen Ruhestörern zu Leib.Mit einem neuartigen elektronischen \"Biofeedback“-Gerät, dem so genannten Schnarch-Schnuller, messen Mediziner am Bereich Humanmedizin der Universität Göttingen die \"Nuckel-Kraft“ von Schnarch-Patienten. Der elektronische Wächter soll den ärzten bei der Untersuchung der Ursachen für das Schnarchen und bei der Erfolgskontrolle der Behandlung mit dem \"Schnarch-Schnuller“ helfen. Die \"Nuckel-übungen“ können dabei helfen, den Mund- und Rachenraum durch einen physikalischen Trick zu stabilisieren. Der Patient lernt, die Zunge auch nachts in ihrer Park-Position am Gaumen hinter den Frontzähnen zu halten, mit hörbarem Effekt auf das nächtliche \"Sägen“. Die Signale des elektronischen \"Biofeedback“-Gerätes aus dem Mund des Patienten sollen den Göttinger ärzten innerhalb von zehn Minuten einen Hinweis darauf geben, ob ein Schnarch-Betroffener für die Behandlung mit dem Schnarch-Schnuller geeignet ist. Fünf Minuten Sitzen und fünf Minuten Rückenlage mit dem elektronischen Wächter im Mund reichen dazu aus.
Read more...

Fröling investiert kräftig

Nahe des bestehenden Firmensitzes entsteht eine vollautomatische Blechverarbeitungshalle und hochmoderne Schweißroboterstraßen, so das Unternehmen. Fröling rechnet durch den Boom bei Holzheizungen, der durch die Verteuerung von Heizöl entstanden sei, mit einem Rekordjahr 2005. Die über 90.000 Quadratmeter große Grundstücksfläche bietet Platz für weiteres Wachstum, betonte Geschäftsführer Ernst Hutterer. Der Trend zu Heizungssystemen, die mit erneuerbaren Energieträgern wie Scheitholz, Hackgut und Pellets betrieben werden, werde nicht nur anhalten, sondern weltweit weiter steigen. Fröling beschäftigt derzeit rund 400 Mitarbeiter, fünfzig weitere sollen hinzukommen.
Read more...

Fernsehen mobilisiert

Handynutzer der Mobilfunkbetreiber mobilkom (\"A1\") und Hutchison (\"Drei\") können nun die Fernsehkanäle ORF 1 und 2 auf ihren Handsets konsumieren. Die Mobilfunker bieten österreichisches und internationales Fernseherlebnis in voller Länge als Live-Streams auf UMTS-Handys an. Platzhirsch mobilkom startete \"live TV\" Mitte November und liefert neben Sendern wie Euronews und CNN neuerdings auch ATV+ auf die Handsets. Verfolger Hutchison nennt die Migration der Flimmerkiste aufs Handydisplay \"MobileTV\" und wird mir der übertragung des Wiener Stadtsenders PulsTV ab Jänner sogar insgesamt elf Programme im Angebot haben. ATV+ könne man zwar noch nicht bieten, doch dies werde in Kürze nachgeholt, bestätigt Hutchison-Marketingvorstand Alexandra Reich. \"Die Leute wollen mehr als nur telefonieren\", sieht Reich die Mobilfunknutzung der Kundschaft künftig multimedialer werden.

Die Angebote der beiden TV-Neulinge klingen vielversprechend, allein deren Umsetzung verursacht Experten noch einiges Kopfzerbrechen. Rein technisch haben die Mobilfunker ihre Hausaufgaben gemacht. Das Streamen von Videoinhalten stellt die Pioniere vor keine großen Herausforderungen mehr. \"Wir könnten über Nacht 70 Sender aufschalten\", scharrt Hutchison-Chef Berthold Thoma in den Startlöchern. Hindernis sind nun aber die komplizierten (und teuren) Verträge für die Nutzungsrechte der Fernsehinhalte. \"Wir bewegen uns hier in einem Graubereich zwischen Medien und Provider\", weiß Thoma.

Trick mit der Lizenz. Für den österreichischen Markt scheint nun eine Lösung gefunden worden zu sein. Als bei der Regulierungsbehörde angemeldeter \"Kabelnetzbetreiber\" sind die Netzinhaber dem Privatfernsehgesetz zufolge verpflichtet, die beiden ORF-Sender zu übertragen. Diese so genannte \"must-carry\"-Regelung bietet scheinbar eine Hintertür aus der mühseligen Diskussion um Senderechte mit dem ORF und seinen Contentlieferanten, wie etwa den großen Nachrichtenagenturen und Filmstudios.

Der angezeigte Dienst als Kabelnetzbetreiber bei der RTR ist für die beiden Mobilfunker freilich noch nicht Grund, sich zurückzulehnen. Die Rundfunkregulierungsbehörde KommAustria und ihr administrativer Arm, der Fachbereich Rundfunk der RTR, können der Interpretation der Mobilfunker nicht folgen. Eine Bestätigung des angezeigten Kabelnetzbetriebs ist deshalb an die Mobilfunker bislang ausgeblieben. \"Aus unserer Sicht ist hier kein Kabelnetzbetrieb gegeben\", sagt Sebastian Loudon, Assistent des Rundfunk-Regulierers Alfred Grinschgl. Für eine solche Lizenz sei generell eine \"für die Verbreitung und Weiterverbreitung genutzte Kabelinfrastruktur\" nötig. Dies sei aber im Falle eines Mobilfunkers nicht offensichtlich. Die KommAustria schätzt die Fernsehdienstleistung von mobilkom und Hutchsion vielmehr als \"Inhaltedienst\" und \"Contentlieferung\" ein. Die klassische Weiterleitung von Rundfunk sei hier nicht gegeben, da durch die UMTS-Technologie bidirektionale Verbindungen mit dem Endkunden aufgebaut werden müssen - keine Rede also von Broadcasting.

GIS oder nicht GIS? Und eine weitere Frage scheint bei den neuen Mobil-TV-Diensten noch ungeklärt zu sein. Ist der Empfang der ORF-Streams am Handy nun gebührenpflichtig, oder nicht? Während dies bei Hutchison vorerst verneint wird, verweist die mobilkom auf Sondierungsgespräche mit dem Gebühreninformationsservice GIS. Diesem hätte man versichert, mit \"live TV\" keinesfalls herkömmliche Fernsehmedien substituieren zu wollen. \"Bei 45 bis 60 Minuten Akkuleistung kann nicht von einer Konkurrenz durch TV am Handy gesprochen werden\", wiegelt Unternehmenssprecherin Daniela Winnicki-Eisenhuth ab. Damit gab es inoffiziell grünes Licht seitens des GIS, mit dem neuen Dienst starten zu können. Beim GIS selbst ist die Gretchenfrage nach der Gebührenpflicht eigentlich längst beantwortet. \"Laut Rundfunkgebührengesetz ist dann eine Gebührenpflicht gegeben, wenn ein Gerät in einem Gebäude empfangsbereit ist oder benutzt wird\", sagt Harald Jarosch, GIS-Beauftragter für rechtliche Angelegenheiten. Diese Regelung sei absolut unabhängig vom Gerätetyp. \"Im Prinzip kann dies auch eine Kreissäge sein, solange sie Radio- oder TV-Inhalte empfangen kann\", umschreibt Jarosch blumig.

Read more...

FM gratis

Das auf Immobilien- und Facility-Management spezialisierte Unternehmen Immosolution bringt mit der Optimierung von Arbeitsplatzkosten eine neue Dienstleistung auf den Markt.« So weit die Ankündigung im Pressetext. Ganz neu ist die Idee freilich nicht, schon seit Jahren predigen diverse Dienstleister, durch Optimierungen bei Reinigung, Heizung, und Sicherheit ihren Kunden Bares zu sparen. Neu ist, dass das Unternehmen seine Experten gratis ins Haus schickt. »Im Regelfall werden Kostenersparnisse zwischen acht und zehn Prozent identifiziert«, verspricht Christian Reitgruber, Geschäftsführer der Immosolution. Nach drei Wochen Analyse sollten Kostentreiber und Einsparungspotenziale aufgedeckt werden. Eine Gesamtanalyse darf sich freilich kein Immobilienbetreiber erwarten. Die Gratisexpertise bezieht sich nur auf Teilaspekte des FM. »Das ist als Denkanstoß zu verstehen«, erklärt Marketingmann Ernst Hochwarter.
Read more...

Steinharte Nachhaltigkeit

Autobahnen aus Beton sind superfest. Abgesehen von Ausführungsmängeln bieten die Fahrbahnen hohen Komfort und lange Haltbarkeit. Auf Strecken mit hohem Verkehrsaufkommen, wie den neu entstandenen Teilstücken auf der A1 und A2, tendiert die Asfinag deshalb zu Beton. Die Wiener Umfahrungsautobahn S1 war zwar ursprünglich in Asphalt geplant, im Zuge der Vergabe wurde aber dann doch Beton daraus. Damit sich die Asfinag künftig bei ihrer Entscheidungsfindung leichter tut, hat die Vereinigung der österreichischen Zementindustrie (VöZ) eine Offensive gestartet. »Wir haben vor einem Jahr die Nachhaltigkeit entdeckt«, erklärt Frank Huber vom VöZ und präsentiert Studienergebnisse, die einen positiven Einfluss harter Fahrbahnen auf den Treibstoffverbrauch belegen. »Je nach Art des Fahrzeuges steigt bei unebenen Straßen der Treibstoffverbrauch um fünf bis neun Prozent«, erklärt dazu die Expertin des schwedischen Zement- und Betonforschungsinstituts Malin Löfsjögard. »Je widerstandsfähiger und härter eine Fahrbahndecke ist, desto geringer fällt die Verformung aus.« Schwere Brummer würden auf Asphalt permanent bergauf fahren. Sollte nur ein Prozent Treibstoff gespart werden, würde dies, gerechnet auf eine Lebensdauer von vierzig Jahren, pro Kilometer volkswirtschaftliche Einsparungen zwischen 240.000 und 645.000 Euro bringen.

Der Wiener Rechtsanwalt Gabriel Lansky hat für den VöZ ebenfalls die Nachhaltigkeit entdeckt. Diese sei zu seiner Verwunderung in der gerade im Entstehen befindlichen Vergaberechtsreform nicht enthalten. »Das Thema befindet sich in einem Reifungsprozess«, glaubt er und empfiehlt dem Gesetzgeber, dieser Entwicklung Rechnung zu tragen. Das Prinzip der Nachhaltigkeit sei schon jetzt in mehreren Rechtsmaterien verankert, die EU lasse eine Berücksichtigung der Lifecycle-Kosten in Vergaben zu, meint der Staranwalt. Er könne sich eine Verteidigung gut vorstellen, wenn in einem Vergabeverfahren zur Ermittlung des Bestbieters etwa Wartungs- und Betriebskosten nicht berücksichtigt werden. Eine Ankündigung, die vielleicht in Zukunft noch viel juristisches Getöse auslösen wird. Bei der Lärmemission, die man in Nachhaltigkeitsüberlegungen ebenfalls miteinbeziehen könnte, schneiden neue Betonfahrbahnen nicht eindeutig besser ab. »Asphalt ist leiser, Beton legt aber durch neue Mischungen zu«, meint Löfsjögard. »Die Unterschiede sind sehr gering«, sagt Huber. Langfristig seien Betonfahrbahnen leiser, weil sie haltbarer seien.

Die Asphaltlobby kann den Argumenten des VöZ naturgemäß wenig abgewinnen. Hans Reininger, Geschäftsführer der Asphalt-Interessensgemeinschaft Gestrata, sieht im Vorstoß der VöZ einen »Sensationsballon«. Er zweifelt, dass die Argumente der Zementler durchschlagende Wirkung auf die Asfinag haben werden, wie auch am Aussagegehalt der Studien, die zum Teil mehr als zwei Jahrzehnte alt sind. Als »völligen Blödsinn« bezeichnet ein Vertreter der OMV die Annahme, dass LKW auf Asphalt permanent bergauf fahren. Ein möglicher Walkeffekt stehe in keinem Verhältnis zur Reifengröße. Eine mögliche Kraftstoffersparnis durch unterschiedliche Beläge sei aber tatsächlich messbar, hänge jedoch unter anderem von der Temperatur ab. Sein Resümee: »Die Sache hat null Relevanz für den Normalverbraucher.«

Read more...

Mehr Mobilität beim \"Skypen\

Skype ermöglicht Menschen weltweit kostenlose, uneingeschränkte Sprachdienste, Chats und Dateiübertragungen. Skype ist in 27 Sprachen verfügbar und wurde mehr als 200 Millionen Mal in 225 Ländern und Regionen heruntergeladen. 66 Millionen Menschen sind registrierte Nutzer der kostenlosen Dienste, über 4 Millionen Menschen verwenden Skype zur gleichen Zeit. Die Einnahmen erzielt Skype durch sein Angebot an Premium-Diensten. Skype verfügt neben Motorola über ein weltweit wachsendes Partner-Netzwerk.

Das Wireless Internet Calling Kit ist das neueste Angebot von Motorola und Skype. Es soll den registrieren Usern mehr Mobilität in der Internet-Telefonie bieten. Um schnurlos kommunizieren zu können, muss der Anwender lediglich seinen Laptop und Desktop-Computer durch Einstecken des Motorola-PC-Adapters PC850 Bluetooth-fähig machen. Anschließend wird in wenigen Schritten die benötigte Software in den PC geladen, und schon kann laut Hersteller eine drahtlose Verbindung zwischen dem PC und dem Headset HS815 von Motorola aufgebaut werden.
Das Motorola Wireless Internet Calling Kit umfasst zusätzlich 30 SkypeOut-Freiminuten, mit denen beliebige Festnetz oder Mobiltelefonnummern ohne zusätzliche Gebühren angerufen werden können.

Mit seiner Sprechzeit von bis zu ungefähr sechs Stunden und seiner ergonomischen Konstruktion bietet das Motorola HS815 dem Skype-Nutzer in einem Radius bis zu 10 Metern um den Bluetooth-bestückten PC herum echten Schnurlos-Komfort beim Telefonieren per Internet. Skype-Nutzer können Anrufe automatisch an ihr Handy weiterleiten lassen, wenn die User sich gerade nicht am PC aufhalten. Ebenso können sie das Motorola HS815 nutzen, um mit einem kompatiblen Bluetooth-fähigen Handy schnurlos zu telefonieren.

Preis und Verfügbarkeit
Das Skype Motorola Kit ist ab sofort im Handel sowie im Online-Store von Skype (www.skype.com) verfügbar. Der Preis für österreich steht noch nicht fest, in den USA wird es ungefähr 100 US-Dollar kosten.

Read more...

Neuer Generalsekretär

Der neue Generalsekretär des Verbandes der österreichischen Softwareindustrie (VöSI) heißt Günther Krumpak, 48. Er ist als früherer Bereichsleiter bei der österreichischen Computer Gesellschaft, Vorstand von ITBeurope und Autor des Jahrbuches \"IT-Business in österreich\" kein unbekannter in österreichs IKT-Wirtschaft und verfügt über umfangreiche Branchenkenntnisse und zahlreiche Kontakte im In- und Ausland.

\"Wir haben mit Günther Krumpak einen Generalsekretär gefunden, der seit vielen Jahren in verschiedenen Funktionen eng mit der österreichischen IT-Branche verbunden ist.\" so VöSI-Präsident Peter Kotauczek. \"Ich sehe in ihm einen echten Gewinn für den VöSI als Institution und für die VöSI-Mitglieder.\"

Krumpaks Interessen reichen von der Stärkung der österreichischen IKT-Wirtschaft und deren internationaler Vermarktung über generelle Fragestellungen zum Hochtechnologiestandort österreich bis zu konkreten Anliegen der Branche, wie etwa Ausbildung und Personal, aber auch Forschung und Entwicklung, Absatzmärkte, Export und Internationalisierung.

Read more...

Wenn`s auf Kosten Dritter klingelt

Von Claudia Pöpperl

Darfs ein fetziger Klingelton zur Lieblings-Docu-Soap sein, oder lieber ein kleines buntes Spielchen für den Wissensdurst mit Millionenshow-Aura? Dieser so genannte Premium-Content soll den mobilen Endkunden allerorts und jederzeit erreichen können. Und das Geschäft mit den Gimmicks blüht, allerdings zu einem hohen Preis. Denn Anbieter und Mobilfunkbetreiber erfahren durch eine unsichere und lückenhafte Verarbeitung ihrer Transaktionen Umsatzverluste in Milliardenhöhe. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des US-amerikanischen Beratungsunternehmens iGillottResearch in Austin, Texas. Danach beziffern sich die Verluste aus jenen Geschäften auf zirka 3,3 Milliarden Euro für das Jahr 2004.

Unter dem Titel \"Mobile Content Revenue Leakage: There`s a Hole in the Bucket\" hat die Studie den weltweiten Markt für mobilen Content beobachtet. Der analytische Blick auf den Markt ist betrüblich, denn er prognostiziert den globalen Netzbetreibern, dass sie allein in diesem Jahr rund 18 Prozent ihres Gesamtumsatzes - oder 4,6 Milliarden Euro - einbüßen werden. Und iGillottResearch schätzt diese Verluste bis zum Jahr 2009 gar auf ein Niveau von knapp 15 Milliarden Euro ein: Knapp ein Viertel des Gesamtumsatzes wären dann futsch.

Insgesamt führt die Studie das milliardenschwere Fiasko auf die mangelnde Ausgereiftheit der Geschäftssysteme zurück. Dieses Urteil bezieht sich auf sämtliche Phasen vom Einkauf bis zur Lieferung und reicht von der Abrechnung von Leistungen über den Einzug von Geldbeträgen bis hin zur Kundenpflege. Für die Bereitstellung kostenpflichtiger Content-Angebote müssen entsprechende finanztechnische Regeln sichergestellt sein, um die Integrität zu gewährleisten. Viele der bei Mobilfunkbetreibern eingesetzten Geschäftssysteme verfügen aber nicht über diese notwendigen Voraussetzungen.

\"Obwohl die Mobilfunkbranche alles versucht, um der Nachfrage nach innovativen Content-Applikationen und entsprechenden Services gerecht zu werden, entgehen den Unternehmen Milliarden, da Umsätze einfach versickern,“ resümiert Iain Gillott, Gründer und Präsident von iGillottResearch. Um ihr stetiges Wachstum nicht zu gefährden, müsse die Mobilfunkbranche dieses Problem genauso lösen, wie es ihr gelungen sei, die Lücken in der Wertschöpfungskette der mobilen Sprachtelephonie zu schließen.

Verteilt über den Globus hat Japan mit dem größten Mobilfunkmarkt aktuell auch die höchsten Verluste zu tragen: knapp zwei Drittel aller Ausfälle in 2004 will iGillottResearch dort ausgemacht haben. Und auch in fünf Jahren noch sehen die Autoren der Studie Japan als den größten Verlierer im Geschäft mit Premium-Content, allerdings dicht gefolgt von den Westeuropäern und Nordamerikanern. Als größtes Schlupfloch hat iGillottResearch den Bereich \"Access Limits“ ausgemacht, denn 75 Prozent der Branchenverluste haben ihre Ursache mit den sehr freizügigen Umgang mit Zugriffbeschränkungen - oder sie existieren erst gar nicht.

\"Off-Portal\" - also wenn der Verkauf oder Download des multimedialen Inhalts nicht direkt beim Werbenden stattfindet - verschwinden demnach rund 18 Prozent der Gesamtumsätze im Datennirvana. Das kann zum Beispiel geschehen, wenn ein Kunde Premium-Content zu einem Preis bezieht, der eigentlich sein aktuelles Guthaben übersteigt. Trotzdem wird dann der Inhalt anstandslos zum Kunden übertragen, das Geld aber nicht mehr eingezogen. Dumm gelaufen für den Mobilfunkbetreiber, denn der Content-Anbieter hat Anspruch auf seinen Teil der Einnahmen.

Zirka weitere drei Prozent der Ausfälle gehen auf das Konto von ungedeckten Prepaid-Karten. Wieso eigentlich? Denn vor jedem Telefonat checken die Systeme der Mobilfunkbetreiber das Prepaid-Konto des Kunden auf Deckung. In vielen Fällen wird das Telefonat auch sofort beendet, wenn das Kartenkapital erschöpft ist. Aber, so erklären die Gillott-Berater, das geschehe eben nicht immer bei den mobilen Inhalten oder medialen Dienstleistungen.

\"Die mit mobilem Premium-Content erzielten Umsätze haben mittlerweile eine Größenordnung erreicht, die sich maßgeblich auf die Bilanzen und Finanzberichte börsennotierter Unternehmen auswirkt“, erklärt der General Manager Europe vom Softwarehersteller und Shop-Spezialisten Qpass, Christian Lutz. \"Die Branche ist immer stärker gezwungen, ein rigoroses Management für diese Einnahmequellen zu etablieren, um diesem milliardenschweren Problem des Versickerns von Umsätzen aus Premium-Services entgegenzuwirken.“ Dies sei ein kompliziertes Problem und muss verstärkt im Bewusstsein aller Parteien, die im Umfeld mobiler Premium-Angebote tätig sind, verankert werden.

Da die Mobilfunkbetreiber zudem keinen vollständigen Einblick in die mit der Abrechnung, der Gebührenfestsetzung, dem Einkauf und der Kundenpflege verbundenen Vorgänge haben, können sie nicht sicherstellen, dass die vom Teilnehmer in Anspruch genommenen Leistungen auch tatsächlich korrekt verbucht werden. Eine vollständige Lösung, mit der die Einnahme entsprechender Geldbeträge sichergestellt werden kann, muss laut der Studie vier wesentliche Komponenten enthalten.

Nämlich erstens: eine Echtzeit-Implementierung von Geschäftsregeln, wodurch potenzielle Umsatzverluste oder betrügerische Aktivitäten von Teilnehmern minimiert werden. Zweitens: die Integrität von Transaktionen, wodurch revisionsfähige Nachweise geführt werden und sämtliche Geschäftsprozesse von Anfang bis Ende transparent gemacht werden können. Drittens: eine finanzielle Integrität, womit ein sicheres Management finanzieller Transaktionen - einschließlich der Erstattung oder Rückforderung von Beträgen - sichergestellt werden kann. Und viertens: Business Intelligence und Reporting, wodurch Netzwerkbetreiber auf einfache Weise auf zentral verwaltete Leistungsdaten zu den von ihnen bereitgestellten Premium-Content-Angeboten zurückgreifen können. Damit bleibt jedes Handy immer sicher auf Empfang.

Die Autorin ist Marketingmanagerin bei dem IKT-Infrastruktur-Dienstleister Qpass und zeichnet für die Geschäftsentwicklung in Europa verantwortlich.

Read more...
Subscribe to this RSS feed