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»Wollen wie ärzte arbeiten«

Report: Dell wurde sechs Jahre hindurch als effizienteste Fabrik in der IT-Welt gesehen und gilt mit seinem Webshop-System heute noch als Logistikvorreiter. Hat der Mitbewerb mittlerweile aufgeholt? Zuletzt musste die Nummer-1-Position in weltweiten Marktanteilen ja an HP abgegeben werden.
Thomas Hillebrand: Der Verlust der Marktführerschaft tut weh und ist der Grund, warum wir uns Anfang 2007 weltweit neu aufgestellt haben. Mit dem Auswechseln von rund der Hälfte des Managementteams, der Rückkehr von Michael Dell als CEO und dem Neuzugang von 200 Industriedesignern wurde dem Unternehmen wieder neuer Schwung verliehen. Wir sind noch immer Weltmeister in Logistik und Vertrieb - Dell produziert jedes Einzelgerät auf Abruf. Brauchen wir zwölf Minuten zum Bau eines Servers, sind es nur acht Minuten für einen Desktop-PC und neun Minuten für ein Notebook. Doch hat sich der Preisunterschied zum Mitbewerb, der noch vor zwei, drei Jahren deutlich zu sehen war, reduziert. Wenn auch andere Hersteller noch nicht auf unserem Niveau sind - sie haben es geschafft, schneller aufzuschließen.

Apple hat dem Markt gnadenlos vorgezeigt, dass Design und Marke einen erheblichen Einfluss auf den Absatzerfolg haben.
Wir haben uns in unserem Auftreten ebenfalls geändert: Unsere Produkte sind wieder sexy und lehnen sich am Lifestyletrend an, der in der ganzen Branche zu beobachten ist. In einer IT-Umgebung mit vielleicht 2.000 Geräten und der Notwendigkeit zur Standardisierung und Robustheit wird dies vielleicht weniger wichtig sein. Ein Notebook dagegen wird auch an seinem äußeren gemessen. Die Nutzer überlegen sich sehr wohl, was sie sich auf den Tisch oder ins Wohnzimmer stellen wollen. Nicht nur Apple, auch Sony setzt bereits seit Jahren auf diesen Imagefaktor. Ein Unternehmen wird nicht 2.000 Vaio-Notebooks anschaffen, 2.000 Einzelkunden tun dies sehr wohl.

Darf Design mit zusätzlichen Kosten verbunden sein?
Design kostet am Anfang aufgrund von änderungen. Ob ein Cover eines Notebooks aber grau, rosarot oder schwarz ist, ist im Vertrieb egal. Bislang standardisierte aber Dell seine Endgeräte. Beide Zielgruppen - Businesskunden ebenso wie Consumer - bekamen Geräte mit gleichem Aussehen geliefert. Lediglich in den Komponenten im Inneren unterschieden sich die Kisten. Diese Standardisierung hat vor allem mit dem Fokus auf Geschäftskunden zu tun, die Konformität in ihrem Gerätepark benötigen, um Kosten zu sparen. Bislang hatten unseren Kunden also die Geräte entweder gefallen oder nicht gefallen. Dazwischen gab es keine Abstufungen. Mit Design ist nun aber eine weitere Diversifikation möglich, um verschiedene Zielgruppen unterschiedlich anzusprechen. Mit Design sind höhere Gewinnspannen möglich, Design kann man sich auch bezahlen lassen. So bringt Apples iPod nicht die neueste oder beste Technologie am Markt, dennoch sind die Geräte aufgrund ihres Designs und der Brand-Awareness ein großer Renner geworden.

Wie sehr ist Design ein Thema auf Ebene des Managers, der Nutzer ist?
Vorrang haben hier noch immer Standardisierung, Stabilität und Funktionalität. In der Regel ist das Aussehen der Geräte nicht relevant. Auch der typische Firmenwagen, der Passat, ist vielleicht nicht das hübscheste Auto am Markt - viele würde sicherlich lieber einen A5 oder andere Wagen fahren -, doch wird der Passat aufgrund der hohen Marktdurchdringung und seines Wiederverkaufswertes in vielen Unternehmen eingesetzt.

Dell generiert 90 Prozent des Geschäfts in österreich mit Geschäftskunden. Wohin bewegt sich dieser Bereich noch?
Was mich interessiert, sind jene drei Dinge, die den IT-Leiter am Abend nicht schlafen lassen. Das könnte etwa die Aufgabenstellung sein, zehn Prozent der IT-Kosten einsparen zu müssen. Wir können dabei mit Virtualisierungslösungen, Server-Storage-Konsolidierungen oder Standardisierungen in der IT-Umgebung helfen. Allein aus diesem einen Bedürfnis heraus sind viele Projekte vorstellbar. Dabei hinterfragen wir nun stets die Ursache, aus welchen Gründen der Kunde bestimmte Aufgaben erfüllt haben möchte. Bei einer Bestellung von hundert Notebooks etwa werden Einsatzgebiet - ob mobil oder als Desktopersatz -, Aufgabenstellungen der Nutzer, benötigte Größe des Bildschirms, wie innerhalb des Unternehmens kommuniziert wird oder auch wie innerhalb der Unternehmens-IT Daten gespeichert werden, beleuchtet.
Für die richtige Lösung muss möglichst viel hinterfragt werden. Bislang haben die Hersteller wie ärzte agiert, die ihren Patienten Medikamente und Therapien verschreiben, ohne sie untersucht zu haben. Diese Vorgangsweise wird in Zukunft nicht mehr funktionieren. Wir gehen deshalb verstärkt in den Lösungsbereich und wollen hier als Partner wahrgenommen werden.

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Großbaustelle für Goldgräber

Palmenstrand, schwarzer Sand, Badewetter von April bis Oktober - es ist wirklich schwer vorstellbar: Sotschi, die Stadt an der »russischen Riviera«, wird 2014 mitten in subtropischem Klima die Olympischen Spiele austragen, und zwar die Winterspiele. Aber im rund 50 Kilometer entfernten Krasnaja Poljana, am Fuße des Kaukasus gelegen, weht ein rauerer Wind. Die Gipfel ragen über 3.000 Meter, Gletscher ermöglichen Skivergnügen von November bis Mai, so man mit vier veralteten Sesselliften das Auslangen findet. Dass ein Teil der Bauvorhaben zwischen Heilquellen und in Naturschutzgebieten, wie dem von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärten »Kaukasischen Biosphären-Reservat«, liegt, scheint kaum jemand zu kümmern. Die ohnehin rudimentären Umweltschutzgesetze wurden von der russischen Regierung für die Region Sotschi einfach außer Kraft gesetzt.
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Sebanz übernimmt VEö-Vertretung

Seit Anfang Februar leitet Michael Sebanz als Nachfolger von Mag. Roland Langthaler das Brüsseler Büro des Verbands der Elektrizitätsunternehmen österreichs (VEö). Der gebürtige Steirer und ausgewiesene Europaexperte aus Leoben war zuletzt als Attaché für Umwelt und als Leiter des Bereichs Umwelt bei der Ständigen Vertretung österreichs bei der Europäischen Union tätig. Während der österreichischen EU-Präsidentschaft führte Sebanz den Vorsitz in der Ratsarbeitsgruppe Umwelt.
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Preiswürdig Sanieren

Aufgerufen zur Einreichung sind Baugenossenschaften, Bauträger oder Immobiliengesellschaften. Gesucht werden Objekte, die mit Wärmedämmverbundsystemen (WDSV)saniert wurden, wobei die ganzheitliche Betrachtung des Objektes entscheidend ist: vom WDVS über den Fensteraustausch bis hin zur Dämmung der obersten

Geschoßdecke, einem eventuellen Dachbodenausbau und dem Wohnkomfort.Mit dem ETHOUSE Award möchte die Qualitätsgruppe Wärmedämmverbundsysteme die Besten unter den Guten ausweisen. Der Preis wird jährlich im Zuge der Jahreshauptversammlung der Qualitätsgruppe Wärmedämmverbundsysteme vergeben, die Gewinner bekommen die \"ETHOUSE Award“-Trophäe. überreicht.Grundlage für die Bewertung, die eine Fachjury vornehmen wird ist der Energieausweis, der ab 2008 bei Verkauf und Vermietung vorzulegen ist. Zukünftig ist also genau zu erkennen, wie gut oder wie schlecht ein Gebäude energetisch bilanziert und - was besonders wichtig ist - auf welchem Standard es saniert und somit verbessert wurde.

Einreicher senden ihr Sanierungskonzept und den Energieausweis bis 30. September 2008 an den Auslober, die ARGE Wärmedämmverbundsysteme im Fachverband der Stein- und keramischen Industrie, Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien.

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Neue Leitung

Der aus Deutschland stammende PR-Mann, hat während der letzten sechs Jahre die globale öffentlichkeitsarbeit des südafrikanischen Chemiekonzerns Sasol geleitet. Davor war er mehrere Jahre als Pressesprecher von American Express Deutschland und österreich verantwortlich für die Kommunikation sämtlicher Reise- und Finanzaktivitäten des amerikanischen Konzerns. Zudem war er Anfang der 90er Jahre aktiv als freier Journalist für Wiener Zeitung, Falter, NZZ u.a. in Wien und als Pressesprecher des damaligen österreichischen Filmarchivs.

Die Falkensteiner Michaeler Tourism Group (FMTG) ist eine 2006 gegründete Holding mit Zentrale in Wien. Unter ihrem Dach vereinen sich zwei Bereiche. Zum einen 50 Jahre Hotelerfahrung im Bereich \"FMTG Services\" mit derzeit 23 Hotels in vier Ländern. Die \"FMTG Services\" bietet Rundum-Dienstleistungen, von der Führung von Hotels und Residences über die touristische Unternehmensberatung bis zur Organisation und Vermittlung von Reisen und dem zentralen Einkauf. Zum anderen die \"FMTG Development\", die sich mit der gesamten Bandbreite der Entwicklung und Realisierung von touristischen Immobilienprojekten beschäftigt, von der Auswahl geeigneter Standorte über die Entwicklung von Nutzungskonzepten bis zur konkreten Verwertung.

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Facharbeiter mangel

Der Mangel an Ausbildungspotenzial wird von 98 Prozent der Betriebe als Standort gefährdend angesehen. 60 Prozent der Firmen finden kein Fachpersonal mehr, 40 Prozent können ihren Bedarf an technischen Spitzenkräften nicht decken können, sagen Studien. Besonders in Technologiebereichen wie dem Maschinenbau herrscht ein eklatanter Facharbeitermangel. ähnlich dramatisch sieht es in der Softwareentwicklung aus. Angelika Gößler, Geschäftsführerin der Softwareschmiede agamiSystems, spricht von beängstigenden Zukunftsaussichten für die Open-Source-Entwicklung.

\"Es gibt zu wenige freie Programmierer am Markt. Dies geht bereits so weit, dass in den Unternehmen Neuanschaffungen verschleppt werden“, wartet Gößler auch mal sechs Monate und mehr, um vom AMS einen, einzigen Bewerber vermittelt zu bekommen. Ein zyklisches Phänomen? Nein, meint die Firmenchefin: \"Gute Leute hat es nie zuviel gegeben“. Gößler ortet den dringenden Bedarf an gezielten Konzepten zur Beseitigung des Fachkräftemangels. Der Mangel sei schließlich selbst verursacht. An den Fachhochschulen und HTLs werde zu viel generalisiert, als technisch tiefgehend ausgebildet. \"Heute will jeder gleich Projektleiter werden“, weiß sie. \"Dabei ist derzeit das klassische Programmieren spannender denn je.“

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Morgen, schon heute

Von Rainer Sigl

ubschrauber, Mondfahrten, U-Boote: Das ist die Science-Fiction von vorgestern. Als Jules Verne Ende des 19. Jahrhunderts seine, wie er sie selbst nannte, »wissenschaftlich belehrenden Romane« verfasste, schüttelten die Zeitgenossen noch ungläubig die Köpfe. Roboter, Gentechnik, weltweite Informationsnetze: Das ist die Science-Fiction von gestern, die in rasender Geschwindigkeit erst in den letzten Jahren Gestalt annahm. Es ist aber trotzdem ein Missverständnis, die SF nur am Eintreffen ihrer Vorhersagen zu messen: Interstellare Reisen, endlose saubere Energiequellen oder der tausendfach herbeifabulierte Kontakt mit Außerirdischen sind heute noch so weit entfernt wie eh und je. Eigentlich logisch: Wie jede Form der Kunst sagt auch die SF eigentlich wenig über die Zukunft, aber viel über die Zeit ihres Entstehens aus.

Ausblicke. Es ist aber kein Zufall, dass im weltweit renommiertesten US-Wissenschaftsjournal nature seit Jahren in fast jeder Ausgabe eine kurze Science-Fiction-Story erscheint. Die Autoren sind namhafte SF-Autoren, aber auch renommierte Wissenschafter, die in diesen Kurzgeschichten ihr Fachwissen auf ein mögliches Morgen extrapolieren. Tatsächlich verschwinden die Grenzen zwischen »Big Science«, also der quasi industriell betriebenen Form der Wissenschaft, und Science­-Fiction immer mehr: Hans Moravec etwa, einer der weltweit führenden Forscher und Wissenschafter auf dem Gebiet der Robotik, beschreibt in seinen wissenschaftlichen Ausblicken, etwa seinem Sachbuch »Mind Children. Der Wettlauf zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz« (Hamburg 2001), wie eine mögliche Weiterentwicklung künstlicher Intelligenzen unser aller Leben verändern könnte - »Science-Fiction«, also »Wissenschaftserzählung« im eigentlichen Sinn. Und natürlich ist es eben die Welt der immer schneller voranschreitenden Wissenschaft, die die Fantasie der SF-Autoren beflügelt, ihre Spekulationen über die mögliche Zukunft abzugeben.

Austausch. Was die Werke von Science-Fiction-Autoren aber von den inspirierten Ausblicken ihrer Kollegen in Wissenschaft und Forschung abhebt, ist die jeweilige Anwendung dieser möglichen Zukünfte auf Einzelne und Gesellschaften. George Orwells Dystopie »1984« verlegte die zu seiner Zeit bestehenden Repressionsmaßnahmen des stalinistischen Kommunismus in eine Welt in vermeintlich ferner Zukunft. Mit seinem Bild vom »Big Broth­er« steht heute Kritikern vor allzu eifriger überwachung ein mächtiges Schlagwort zur Verfügung, das als plakative Warnung seinen Zweck noch immer erfüllt. Gute Science-Fiction steht somit in ständigem Austausch mit der Wissenschaft und der Gesellschaft; sie denkt aktuelle, reale Wissenschaft weiter, inspiriert ihrerseits Technik und Forschung und weist auf die möglichen Folgen hin - keine geringe Leistung in Anbetracht des geringen Ansehens, mit dem sie, trotz - oder wegen? - aller Markterfolge konfrontiert ist.

Wie die Zukunft im Lichte aktueller Wissenschaft aussehen könnte, wird vielfach erforscht: in Labors und Universitäten - aber auch in der Literatur. Welche Zukunftsaussichten namhafte aktuelle Autoren der SF zeichnen, wird an dieser Stelle auch in den kommenden Ausgaben Thema bleiben. Die Zukunft bleibt spannend.

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Im besseren Mittelfeld

EC3 Networks hat erstmals einen überblick über den Einsatz von Digitalen Unterschriften in 44 Ländern untersucht. Betrachtet wurden die 27 EU-Mitgliedsstaaten, drei EU-Bewerberstaaten sowie weitere 14 Länder - von Armenien, Georgien über Russland bis zur Schweiz. Die digitale Signatur kann die persönliche Unterschrift bei elektronischen Transaktionen ersetzen.

Dargestellt werden in der Untersuchung Themen wie rechtliche Rahmenbedingungen, Sicherheitsstandards, die Durchdringung des Marktes, die Akzeptanz bei der Bevölkerung oder Angebote von Behörden und Unternehmen. An der Spitze dieses Ländervergleichs stehen Belgien, Finnland, Estland und die Niederlande. Michael Tremmel, Geschäftsführer von EC3 Networks: \"Diese Länder haben die meisten digitalen Signaturen in Umlauf. Die Technik ist in diesen Ländern ausgereift und auf viele Fragen gibt es entsprechende gesetzliche Antworten. Das erleichtert den Einsatz der elektronischen Unterschrift.“

Noch geringe Akzeptanz. österreich liegt bei den digitalen Signaturen im besseren Mittelfeld und somit laut Tremmel auf demselben Akzeptanzniveau wie etwa Litauen, Kroatien, Tschechien oder die Türkei: \"Die Infrastruktur ist in österreich zwar gut ausgebaut, aber die digitale Signatur wird trotzdem kaum genützt. Es fehlt die Akzeptanz. Die Menschen sehen noch keinen Sinn für den Einsatz digitaler Signatur im elektronischen Zahlungsverkehr. Sie bezahlen lieber mit der Kreditkarte, trotz dem damit verbundenen Risiko.“

Im öffentlichen Bereich etwa gibt es in österreich viele Anwendungen. Von der e-card der Sozialversicherung über Finanzonline bis hin zum elektronischen Studentenausweis oder dem Strafregisterauszug. Amtswege können bequem per Mausklick von zu Hause aus erledigt werden. Allerdings sind derzeit nur wenige Zertifikate in Umlauf. So könnte etwa die e-card der Sozialversicherung auch um eine Bürgerkarten-Funktion erweitert werden. Bis Ende 2007 waren aber nur 20.000 Karten mit dieser Funktion versehen.

Eine Schwachstelle der digitalen Signatur in österreich sind laut Michael Tremmel die Anschaffungskosten von rund 75 Euro für Karte, Kartenlesegerät, Aktivierungskosten und die jährliche Gebühr. Dazu Friedrich Hirschbügl, Prokurist bei A-Trust, dem akkreditierten Anbieter von Zertifizierungsdiensten: \"Im Fall der e-card als Bürgerkarte ist das nicht so. Hier fallen lediglich Kosten für das Kartenlesegerät an.“ Seit dem Start der Bürgerkarteninitiative im Jahr 2003 wurden laut A-Trust bisher knapp über 100.000 Signaturkarten aktiviert.

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Längster Tunnel

Eine Arbeitsgemeinschaft mit dem Mitglied Alcatel-Lucent Schweiz hat einen Vertrag für den letzten großen Bauabschnitt am Gotthard-Tunnel im Wert von umgerechnet 1,05 Mrd. Euro zugesprochen bekommen. Der Vertrag beinhaltet die Installation der Eisenbahn-Infrastruktursysteme für die jeweils 57 Kilometer langen, eingleisigen Tunnelröhren des Basistunnels sowie insgesamt 11 Kilometer für die überirdischen Strecken in Richtung Norden und Süden bis zum jeweiligen Anschluss an das bestehende Eisenbahnnetz.

Der Gotthard-Basistunnel wird bei Fertigstellung der längste Tunnel der Welt sein, noch vor dem jetzigen Rekordhalter, dem Seikan-Tunnel in Japan. Die zu installierende Infrastruktur besteht neben der Eisenbahntrasse aus Kabelsystemen und Elektrizitätsversorgung für Züge und Beleuchtung, Stromleitungs- und Schaltsystemensowie Tunnel-Kontrollsystemen. Zudem beinhaltet sie optische Netze, Datennetze sowie Betriebskommunikation, Tunnel-Funksysteme, Signalisierungszentralen und Eisenbahnsteuerungssysteme sowie neuartige Signalisierungs- und Zugsicherheitssysteme.Darüber hinaus werden die Installationsarbeiten umfangreiche temporäre Logistik- und Transportdienstleistungen sowie -systeme erfordern, etwa spezielle Baustellen- Bahntrassen, Betriebsstätten, Lagerbereiche, Personalunterkünfte, Kühlungs- und Belüftungssysteme, Stromversorgung, Funksysteme und Telefon.

2009 läuft der Bau durch das Südportal an, 2012 folgen die Arbeiten viaNordportal. Insgesamt wird die Dauer der Bauarbeiten auf etwa sieben Jahre geschätzt. Die Aufnahme des Zugverkehrs im Gotthard-Basistunnel ist für das Jahr 2017 geplant.

Integrierte Kommunikation. Alcatel-Lucent verantwortet Planung, Projektmanagement, schlüsselfertige Lieferung, Integration und umfassende Tests des kabelgebundenen Kommunikationsnetzes, desFunknetzes, eines hochverfügbaren, sicheren Netzes für die Verbindungen zum Stellwerksystem und eines WDM-Netzes (Wavelength Division Multiplexing). Letzteres schafft mit dem Alcatel-Lucent 1696 Metrospan die Verbindung zur IT-Lösung, für dieebenfalls Alcatel-Lucent verantwortlich zeichnet. Das Festnetz im Tunnel beinhaltet ein Datennetz, Sprachdienste für die Betriebskommunikation und die Tunnelleittechnik, mit der im Tunnel Control Center die elektromechanischen Anlagen fernüberwacht und ferngesteuert werden.

Auf GSM-R und Private Mobile Radio (PMR) basiert das Funknetz im Tunnel, welches der Eisenbahntechnik, etwa deren Betrieb und Wartung, dient und zudem im Falle eines Zwischenfalles benötigt wird. Zusätzlich steht es Mobilfunkprovidern, die ihre Dienste auf der Gotthard-Linie anbieten möchten, als Plattform zur Verfügung. Alcatel-Lucent hat in der Schweiz bereits ein optisches Multi-Service-Netz geplant, gebaut und in Betrieb genommen, das 900 Bahnhöfe der Schweizer Bundesbahn (SBB) ebenso miteinander verbindet wie überwachungs- undAlarmierungsfunktionen einer Reihe technischer Plattformen.

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P wie Power

Die Coolpix-Kameras müssen weg gehen wie die warmen Semmeln. Man hat beinahe das Gefühl, dass Sony alle zwei Wochen ein neues Coolpix-Familienmitglied vorstellt. Diesmal ist die P80 dran, Sony selbst spricht von seinem neuen Flaggschiff der P-Serie.

Ausgestattet ist die P80 mit 18-fachem Zoom, das heißt, dass ihre Brennweitenbereich von 27 bis 486 Millimeter - dies entspricht einer Kleinbildkamera - alles abdeckt und damit von Weitwinkelbis zum Superzoom reicht. Durch das integrierte VR-System mit beweglichem Bildsensor sollen Kameraverwacklungen ausgeglichen werden. Weiters verfügt die Kamera über eine manuelleBelichtungssteuerung, einen ausklappbaren Blitz und über eine Empfindlichkeitseinstellung von bis zu ISO 6400. Sony sieht ihr neuestes Coolpix-Baby daher als Brückenschlager zu den digitalen Spiegelreflexkameras, denn technisch steht sie diesen nicht all zu viel nach. Dennoch hat sie die komfortablen Eigenschaften einer Kompaktkamera: Sie ist klein, leicht und preiswert. Mit an Bord der P80 sind 15 Motivprogramme, eine Videofunktion, ein 2,7 Zoll großes Display und ein interner Speicher von 52 Megabyte.

Facts

  • Auflösung: 10,1 Megapixel
  • Bildsensor: 1/2,33-Zoll-CCD-Sensor
  • Objektiv: 18-fach-Zoom-NIKKOR, Brennweite: 4,7 bis 84,2 Millimeter
  • Digitalzoom: bis zu 4-fache Vergrößerung
  • Monitor: 2,7-Zoll-TFT-LCD-Monitor, ca. 230.000 Bildpunkte
  • ISO-Empfindlichkeit: ISO 64, 100, 200, 400, 800, 1600, 2000, 3200, 6400
  • Bildstabilisator: VR-System mit beweglichem Bildsensor
  • Schnittstelle: USB
  • Speichermedien: interner Speicher ca. 50 Megabyte, SD-Speicherkarten
  • Stromversorgung: Lithium-Ionen-Akku EN-EL5 (im Lieferumfang enthalten), Netzadapter EH-62A (optionales Zubehör)
  • Akkukapazität: ca. 250 Aufnahmen mit Akku EN-EL5
  • Maße (H x B x T): 79 x 110 x 78 Millimeter
  • Gewicht: 365 Gramm
  • Preis: 430 Euro
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