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Archiv (11315)

Aufstieg

Franz Schwarz-Sattlberger, 46, übernimmt die Leitung des Fachvertriebs Netzwerk Services bei T-Systems in österreich. Seine berufliche Laufbahn startete er in der Maschinenfabrik Schauer, wo er eine Lehre als Werkzeugmacher abschloss. 1985 wechselte er zu Silhouette International und absolvierte im zweiten Bildungsweg berufsbegleitend die Matura für Maschinenbau-Betriebstechnik. 1989 war Schwarz-Sattlberger bei Mid Point Mfg., Magna in Toronto, Kanada als Supervisor im Werkzeugbau und der Instandhaltung tätig. 1992 kehrte er nach österreich zurück und sammelte Erfahrungen als Verkaufsleiter bei Anton Anger, Triple-A Aqua Service Holding und IOP HandelsGmbH. Seine Karriere bei T-Systems begann im Jahr 2000 in der Beratung und im Verkauf im Bereich Network Services. Franz Schwarz-Sattlberger zeichnete in dieser Zeit für die Betreuung von Bestandskunden und Partnern verantwortlich und trug maßgeblich zur Akquisition von Neukunden am westösterreichischen Markt bei.

Zu seiner neuen Herausforderung meint Franz Schwarz-Sattlberger: \"Wir sind als internationaler Konzern am Markt positioniert und zählen dennoch unsere lokale Nähe zum Kunden und vor Ort Betreuung zu einer unserer wichtigsten Stärken. Mein vorrangiges Ziel ist es, dieses hoch spezialisierte Team an Technikern, Service- und Projektmanagern, die vor Ort Service für unsere Kunden leisten, weiter auszubauen, um unser Portfolio entsprechend zu positionieren.

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Drehscheibe

Die Wiener Softwareschmiede metamagix hat eine zugeschnittene Applikation für die Verwaltung von Wohn- und Gewerbeimmobilien entwickelt. Dabei werden Informationen wie etwa Zinslisten von Hausverwaltungen standardisiert und in einer Kennzahlenrechnung dargestellt. Ergebnis sind eine übersichtliche Topografie aller Objekte und das rasche Erkennen von Abweichungen durch ein periodisches Berichtswesen. Kernelemente dieser Infodrehscheibe sind Standardreports und Analysen für das Management. \"Wir haben mit unserer Softwarelösung einen Nerv in der Verwaltung von Immobilien getroffen“, so metamagix-Geschäftsführer Randolph Kepplinger. Mit dem System kann \"das aufwendige Schnittstellenthema zu Hausverwaltungen, Buchhaltung und Controlling einfacher gelöst werden.“

Das \"Immobilien Management System“ ist bei Firmen wie den Immobilieninvestor conwert im Einsatz. Zuletzt konnten die Erste-Bank-Tochter Immorent und die Sparkassen Immobilien AG als Kunden gewonnen werden. Dort wurden die langjährig genutzten Eigenentwicklungen durch die Immobiliensoftware abgelöst. Der Grund: Durch das Wachstum in Zentral- und Osteuropa wurde eine umfassendere und mehrsprachige Plattform notwendig. \"Die rasche Auswertung unserer Daten ist vor allem aufgrund unserer Verpflichtung gegenüber dem Kapitalmarkt wichtiger denn je geworden“, bringt es Andrea Besenhofer, Leiterin des Asset Management der Sparkassen Immobilien, auf den Punkt.

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Das perfekte Handy

Auf der Mobilfunkmesse Mobile World Congress in Barcelona hat Samsung sein bislang extravagantestes Handy vorgestellt. Das Handy mit dem Namen \"Soul“, der als Abkürzung für \"The Spirit of Ultra“ steht, soll ab April in Europa erhältlich sein und visiert kaufkräftige Nutzer an. In das Premium-Gerät wurden Design sowie Technologie gleichermaßen verpackt. Das Soul setzt Samsungs Premium-Serie \"Ultra Edition“ fort und knüpft an die bereits technisch beachtlich ausgestatteten Handsets SGH-D900 und SGH-U600.

Dynamischer Touchscreen
Die Bedienung von Applikationen am Handy, wie die 5-Megapixel-Kamera oder den bordeigenen MP3-Player, soll mit einem 1,2 Zoll kleinen Touchscreen relativ leicht gemacht werden. Der Screen passt sich je nach Anwendung dem User an: die Technik \"Magic Touch“ steht dabei für die dynamische Oberflächenanpassung und soll eine einfache, intuitive Menüführung ermöglichen. Auch die Icons passen sich der gerade gewählten Funktion an. So scheinen im Musikmodus beispielsweise zur Musik passende Icons auf, im Kameramodus werden Zoom- und Helligkeits-Icons angezeigt. Weiters kann im Setup das Display personalisiert werden: Hintergrundbilder, Schrift und Farbe bestimmt der Benutzer selbst. Erstmals vorgestellt wurde der Magic-Touch-Screen beim Vorgänger E950.

Cooler Blickfang
Soul folgt dem minimalistischen Look der Ultra-Serie und glänzt mit einem Metallgehäuse sowie einer geschmeidigen Oberfläche. Obwohl nur 12,9 mm schlank, ist das Gerät mit einer Kamera inklusive professionellen Kamerafunktionen ausgestattet. Integriert sind Digitalkamerafeatures wie Gesichtserkennung, Bildstabilisator und \"Wide Dynamic Range“. Letzteres optimiert das Kontrastverhältnis bei aufgenommenen Motiven. Vor allem bei Gegenlichtaufnahmen kann dies hilfreich sein.

Technische Daten

  • Standard: HSDPA (7,2 Mbps), GPRS/EDGE Quad-Band
  • Kamera: 5-Megapixel, Auto Focus, Wide Dynamic Range, Gesichtserkennung; Bildstabilisator
  • Display: 2.2\" 16M QVGA TFT-LCD
  • Merkmale: “Magic Touch“, User changed Graphic Interface, FM-Radio, Audio-Technologie von Bang \" Olufsen
  • Schnittstellen: Bluetooth 2.0, USB 2.0
  • Externe Speicherkarte: microSD
  • Größe: 105,9 x 49,5 x 12,9 mm
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Erweiterung

Die Deutsche Bahn AG und Nokia Siemens Networks haben die Unterzeichung eines Grundsatzabkommens bekannt geben, in dessen Rahmen das auf GSM-R basierende Mobilfunksystem der Bahn entlang 7.000 Kilometern auf Personenstrecken ausgebaut wird.

über das Netz empfängt der Zugführer wichtige Signal- und Betriebsinformationen die es ihm ermöglichen, größere Geschwindigkeiten zu erzielen. Gleichzeitig wird die Frequenz des Zugverkehrs erhöht, und die Sicherheitsmaßnahmen auf ein wesentlich verbessertes Niveau gebracht. Außerdem reduziert die Deutsche Bahn AG die Betriebskosten durch den Wechsel von dem derzeit benutzten Sprach- und Datennetzwerk zu der vereinheitlichten, auf digitalen Radiofrequenzen basierenden GSM-R Plattform.

Laut Vertrag setzt Nokia Siemens Networks das gesamte GSM-R Netz bestehend aus Basisstationen, Steuereinrichtungen für die Basisstationen sowie Werkzeugen für das Netzwerkmanagement auf. Das Unternehmen übernimmt außerdem die Integration, Installation und regelmäßige Aufrüstung der Plattform sowie weitere Dienstleistungen, die den reibungslosen Betrieb sicherstellen. Das Projekt, angelegt auf eine Dauer von 15 Jahren, wird im ersten Quartal 2008 anlaufen. Die erste Stufe der Installation soll 2008, spätestens 2009 abgeschlossen sein.

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Unter Ausbaudruck

Das Jahr 2007 brachte mit einem konsolidierten Umsatz von 83 Millionen Euro ein neuerliches all time high der Poloplast Gruppe, die von Wolgang Lux und Jürgen Miethlinger geführt wird. Die Zahl der Beschäftigten ist auf 346 gewachsen. Das entspricht einem Zuwachs von 40 Mitarbeitern. So wie in anderen Unternehmen auch war 2007 gekennzeichnet durch konjunkturell zwei stark unterschiedliche Jahreshälften. Konnte noch im Juli 2007 an beiden Standorten ein bis heute aufrechter Rekordumsatz realisiert werden, war der Zeitraum August bis Dezember 2007 geprägt von einem deutlich abgeschwächten nationalen und internationalen Wirtschaftswachstum. Besonders erfreulich hat sich der Heimmarkt österreich entwickelt, deutliche Zuwächse brachten auch Deutschland (trotz schwacher Konjunktur) und Spanien. Entgegen der allgemeinen internationalen Branchenentwicklung konnte die Poloplast Gruppe auch imJahr 2007 über 10% Marktzuwachs verzeichnen.Für das Jahr 2008 erwartet die Gruppe ein weiteres organisches Wachstum von über 10%, welches von den Geschäftsfeldern Rohrsysteme und Compounding getragen wird. Zur Realisierung des geplanten Wachstums wird derzeit ein signifikanter Ausbau realisiert. Am Standort Leonding wird bis Mai 2008 ein neues Logistikzentrum fertig gestellt, das ermöglicht durch das Freiwerden des bisherigen Hallenlagers die Erweiterung der Produktionsfläche um ca. 3.200 m². Im Zeitraum 2008 bis 2012 sind sowohl in Leonding als auch am zweiten Standort in Ebenhofen (D) Investitionen für neue Innovationen sowie Kapazitätserweiterungen in der Haustechnik und im öffentlichen Kanalbau von insgesamt über 40 Millionen Euro geplant. Im Zuge dieses Ausbaus ist geplant die Zahl der Mitarbeiter um weitere ca. 100 Personen auf ca. 450 Beschäftigte zu steigern. Einen Wehrmutstropfen gibt es dennoch: Die deutlich gestiegenen Rohölpreise haben dazu geführt, dass vor allem die Rohstoff-, Energie- und Transportkosten stark gestiegen sind und auch 2008 weiter steigen werden.
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Auswärts spieler

Wenige Tage vor Weihnachten 2004 traf der Wiener Ziviltechniker Alexander Katzkow einen befreudeten Architekten. Dieser fragte den Statiker, ob er nicht Lust und Zeit hätte, ein Projekt in Moskau zu rechnen. Das prompte Ja veränderte den Aktionsradius des bis dahin eher unscheinbaren Büros mit einem Schlag. Schon am Tag nach dem Treffen mit dem Planer saßen die beiden im Flieger nach Moskau. Dort angekommen, traf der Statiker in einem bereits bestehenden Containerdorf am internationalen Flughafen Domodedov auf eine ganze Reihe von Bautechnikern des Airport-Betreibers. Er präsentierte sich gut und bekam ganze fünf Wochen Zeit, um ein Statikkonzept für die Errichtung des VIP-Bereiches am Flughafen zu erstellen. Katzkow machte sich an die Arbeit und rechnete die Statik für den 30.000 m2 großen Terminal. Damit fertig, reiste er erneut nach Moskau, um seine Arbeit zu präsentieren. Alle anwesenden Bauherrnvertreter signalisierten Zustimmung, worauf Katzkow in ein Extrazimmer gebeten wurde. Dort legte er vor einem ausgewiesenen Experten eine Art Statikprüfung ab. Nachdem auch dieses Ritual gutging, hatte der Planer den Auftrag. »Russland ist ein Abenteuer, aber es infiziert und man zieht weiter«, sagt Katzkow, der heute vom dritten Bezirk aus auch in Bahrain plant. Um in Russland planen zu können, müsse man einige Voraussetzungen erfüllen. Am wichtigsten sei es, die westliche Arroganz abzulegen, so der Techniker, der durch seinen bulgarischen Vater auch privat einen - wenn auch nicht erfreulichen - Bezug zur ehemaligen Sowjetunion hat. »Sie bauen nicht schlechter oder besser als wir«, ist er überzeugt. Die Unterschiede sind trotzdem vielfältig. Das beginnt bei den sehr starren Regelwerken, geht über die Materialien bis hin zum herben Klima. Normen seien zum Beispiel in Russland so wie Gesetze, nicht so wie hierzulande Leitlinien. Auch durchläuft jedes Bauvorhaben ein strenges Prüfungsverfahren, bei dem es mitunter gilt, für jedes Bewehrungseisen Rede und Antwort zu stehen. Das bemerkte Katzkow, als er für den Terminal vorsah, 7,5 Meter hohe Säulen in einem Stück zu betonieren. Das ist gemäß den russischen Baubestimmungen nicht erlaubt, bei 4,5 Metern ist Schluss, weshalb die Säulen zu guter Letzt in zwei Abschnitten hergestellt wurde. So wie es das aus 1954 stammende Regelwerk eben vorsieht.
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Druck-Piraten aufgepasst

Geburtstagsgutscheine, Diplomarbeiten, Fotos, alles Mögliche wird von Büroangestellten auf Kosten des Chefs gedruckt - wenn möglich in Farbe. Zum Teil war das auch nachvollziehbar: Farbdruckerpatronen waren teuer, Farblaserdrucker unleistbar und nahmen riesig viel Platz ein. Aber obwohl sich die Hardware längst geändert hat, hinkt die Einstellung vieler Mitarbeiter zu ‚Dein und Mein’ dieser Entwicklung nach. HP siehst sich als Wegebereiter in seiner Branche und möchte mit dem Einstiegs-Farblaserdrucker LaserJet CP1215 nun so manchen Druck-Piraten wieder auf den rechten Weg bringen.

Der HP Color LaserJet CP1215 ist mit den Worten klein und günstig gut beschrieben. Auf große Leistung soll dennoch nicht verzichtet werden. In den 39,9 x 45,3 x 25,4 Zentimetern Umfang von HPs kleinstem Farblaserdrucker soll laut Hersteller jede Menge professionelle Technologie stecken. Da wäre zum einen die HP Inline-Technologie: Toner-Kassetten sind linear angeordnet, wodurch schnell und sehr leise gedruckt werden soll. Bis zu zwölf DIN A4-Seiten in Schwarzweiß und acht DIN A4-Seiten in Farbe soll der CP1215 so schaffen. Zum anderen ist HP stolz auf die eigene ImageRET 2400 Technologie welche optimale Druckqualität gewährleisten soll und das für 25 000 Seiten pro Monat. Komplexe Druckaufträge sollen dank des host-basierten Druckens und ohne Erweiterung des internen 16 Megabyte-Speichers problemlos verarbeitet werden, da die Druckaufträge über den Prozessor und den Hauptspeicher des PCs laufen. Die Verbindung der Geräte erfolgt über USB 2.0.

Der kleine und leistbare HP Color LaserJet CP1215 ist also klein, leistbar und macht mit Büro-Druck-Ausreden Schluss. Und für jene, die es kaum mehr erwarten können nun auch zu Hause zu drucken: Er ist ab sofort zu einem Preis von 200 Euro erhältlich.

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Historisches Jubiläum

Wenn der Chef der E-Control Walter Boltz Vertretern der Energiewirtschaft eine Torte überbringt, hat dies zweifellos eine besondere Bedeutung. Der AGGM Austrian Gas Grid Management AG und ihrem Geschäftsführer Thomas Heissenberger wurde diese Ehre zum 5-Jahres-Jubiläum zuteil. Boltz strich anlässlich der Feier die Funktion der AGGM als überregionaler, unabhängiger Systemmanager hervor, der sich als wichtiges Bindeglied zwischen den verschiedenen Marktteilnehmern am österreichischen Erdgasmarkt erfolgreich etabliert hat. Nach dem Lob schritt Heissenberger zum Bierfass, das es anzuschlagen galt. Rund 170 Gäste, die meisten davon im Erdgas-Business tätig, feierten mit.
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Interessante Zeiten

Von Rainer Sigl

Ray Kurzweil ist ein technologischer Pionier und Innovator aus Leidenschaft. Seit über 30 Jahren ist der vielfach ausgezeichnete US-Erfinder mit altösterreichischen Wurzeln an vorderster Front, wenn es um optische Texterkennung, Spracherkennung und künstliche Intelligenz geht. Und seit Jahren führt der 60-Jährige ein gesundheitlich vorbildliches Leben, trainiert, ernährt sich nach fast zwanghaft ausgetüftelten Diätplänen und schluckt täglich einen Berg an sorgfältig abgestimmten Vitamin- und Nahrungsergänzungstabletten. Kurzweils verblüffendes Ziel: Unsterblichkeit.
Was sich wie der absurde Spleen eines abgehobenen Exzentrikers anhört, hat rationale Gründe. Kurzweil, der neben der Forschung und der Leitung seiner Firmen auch als Buchautor mehrere futurologische Sachbücher verfasste, sieht die reale Chance, dem Tod durch Technologie zu entrinnen - und zwar schon sehr bald. In seinem letzten Buch »The Singularity is Near« (2005) prognostiziert er, ebenso wie viele seiner Kollegen, entscheidende Durchbrüche in Medizin, Nanotechnologie und Neurowissenschaften, die das Leben grundlegend verändern würden. Der Fachbegriff für den Zeitpunkt, ab dem der technologische Fortschritt mit unabsehbaren Folgen die begrenzten Fähigkeiten des Menschen übertrifft: Singularität.

Beschleunigt.
Die Grundlage dieser fantastisch anmutenden Zukunftsprognosen aus der Feder Kurzweils und zahlloser anderer Futurologen ist die sich ständig steigernde Beschleunigung in Technologie und Wissenschaft. Alle 18 Monate, so besagt das 1965 formulierte »Moore’sche Gesetz«, verdoppelt sich die Komplexität integrierter Schaltkreise mit minimalen Komponentenkosten - und damit die Leis­tungsfähigkeit der immer breiter eingesetzten und bald allgegenwärtigen Computer. Was diese schwer vorstellbare Beschleunigung real bedeutet, zeigt etwa der Arbeitsfortschritt am Human Genome Project: Das auf 15 Jahre angelegte Projekt konnte in seinem Arbeitszeitraum von einer effektiven mehrfachen Vertausendfachung der Rechnerleistung im Vergleich zum Technikstand am Beginn des Projekts profitieren und wurde, entgegen aller Skepsis am Projektbeginn, sogar vor Ablauf der festgesetzten Projektdauer erfolgreich 2003 abgeschlossen. Die exponentielle Zunahme der Rechenleistung wirkt sich aber auch in anderen Bereichen aus: Medizin, Neurowissenschaften, Nanotechnologie, Robotik und AI-Forschung (Künstliche Intelligenz) werden sich in den kommenden Jahrzehnten in einem Ausmaß weiterentwickeln, das schwer abschätzbar und wohl noch schwerer kontrollierbar sein wird.

Fluchtpunkt.
Vernor Vinge, US-Mathematikprofessor an der San Diego State und gefeierter Science-Fiction-Autor, gebrauchte bereits 1993 in einem Essay den ursprünglich technischen Begriff der Singularität, um einen nahenden Zeitpunkt zu bezeichnen, ab dem die exponentielle technische Weiterentwicklung jetzt noch unmöglich absehbare Folgen zeigen würde. Der Zeithorizont erstreckt sich auf wenige Jahrzehnte: Gilt Moores Gesetz weiterhin - was durchaus umstritten ist -, sehen die meisten Singularitätsforscher einen entscheidenden kritischen Zeitpunkt im dritten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts, an dem mit aller Wahrscheinlichkeit mehrere technologische Durchbrüche zugleich erzielt werden.
Die Entschlüsselung und technische Simulierbarkeit des menschlichen Gehirns, autonome Roboter mit dem Menschen ebenbürtiger künstlicher Intelligenz, weitreichende Gentherapien, die Krankheiten und sogar dem Alterungsprozess den Schrecken nehmen, Nanotechnologien, die die beliebige Synthetisierung unterschiedlichster Rohstoff ermöglichen - so manches, was heute als Science-Fiction belächelt wird, wird mit einiger Wahrscheinlichkeit zu unseren Lebzeiten durch den uns jetzt schon umgebenden exponentiellen Fortschritt in die Realität umgesetzt werden. Die Visionen von einer derartig beschleunigten Welt, die die Science-Fiction heute anbietet, fallen demgemäß unterschiedlich aus: Vom Untergang der Zivilisation bis zum technischen Utopia scheint den Autoren alles möglich. Langweilig wird die nahe Zukunft allen Vordenkern zufolge also nicht. Skeptiker mögen anmerken, dass dies exakt der Inhalt eines chinesischen Fluches ist: »Mögest du in interessanten Zeiten leben!«

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Spezialisierung mit besten Perspektiven

Der Universitätslehrgang für Informationsrecht bietet seit 1999 Juristinnen und Juristen ein zukunftsträchtiges Spezialwissen in einem immer wichtiger werdenden Rechtsgebiet an. Die Mischung der Lehrinhalte aus technischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Fachbereichen macht die Absolventen des Universitätslehrgangs zu gefragten Fachleuten. Bereits während des Besuchs des Lehrgangs werden Jobangebote an die künftigen Absolventen herangetragen. Dabei stellt die Beschränkung der Teilnehmerzahl auf 15 Personen sicher, dass die Studierenden aus einem Pool an Jobs wählen können.

Der Universitätslehrgang konnte sich in den vergangenen Jahren als die Ausbildung im IT-Zeitalter positionieren. Die gelehrten Inhalte wurden ständig der veränderten Medienlandschaft angepasst. Mittlerweile ergänzen wirtschaftsrechtliche Veranstaltung (Steuerrecht, Bilanzieren und eine Case Study \"Führen eines IT-Unternehmens“) die rechtlichen und technischen Fächer.

Das Netzwerk. Die Alumni und erfolgreichen Absolventen des Lehrgangs bilden inzwischen ein mehr als 150 Personen umfassendes europäisches Netzwerk erfolgreicher Fachleute. In so gut wie jedem größeren IT-Unternehmen, in erfolgreichen Rechtsanwaltskanzleien, aber auch in der Verwaltung, an Universitäten und in der Gerichtsbarkeit arbeiten Absolventinnen und Absolventen des Universitätslehrganges und wissen um die Qualifikationen ihrer Kolleginnen und Kollegen.

Eckdaten.

  • Voraussetzungen für die Teilnahme: Abschluss des rechtswissenschaftlichen Diplomstudiums oder eines gleichwertigen ausländischen Diplom- oder Doktoratsstudiums
  • Abschluss: \"Master of Laws\" (LL.M.)
  • Unterrichtssprache: Deutsch und Englisch
  • Dauer: 2 Semester (berufsbegleitend, Unterricht am Abend und an den Wochenenden)
  • Beginn des nächsten Lehrgangs: Oktober 2008
  • Anmeldung: Die Anmeldefrist endet am 30. Juni
  • Kosten für den gesamten Lehrgang: EUR 8.500,00
  • Stipendien: ein Vollstipendium (Tageszeitung \"Die Presse“), weitere Möglichkeiten auf Anfrage
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