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Vierter Streich

Der Netzausrüster Ericsson verkauft seine Enterprise-Sparte an den kanadischen Telefonanlagenanbieter Aastra. Die Vereinbarung schließt den Transfer von rund 630 Mitarbeitern ein, von denen etwa 360 in Schweden tätig sind.

Die Veräußerung des eigenen Telefonanlagengeschäfts hinterlässt eine relativ kleine Lücke in weltweiten Konzernumsatz der Schweden. Umgerechnet 320 Mio. Euro Umsatz im IP-Telefonanlagen- und Lösungsgeschäft machen weniger als zwei Prozent vom 20 Mrd. Euro großen Gesamtumsatz aus. Ericsson will sich zukünftig voll auf den Carrierbereich konzentrieren.

Ericsson-Sprecherin Katharina Praschl zufolge sind auch in österreich nur geringe Auswirkungen auf das laufende Geschäft zu erwarten. Betroffen seien nur wenige Mitarbeiter, der strategische Fokus liege auch hierzulande auf Infrastruktur und Services für Netzbetreiber und Diensteanbieter. \"Die TK-Anlagen werden nicht zum Kerngeschäft des Unternehmens gerechnet. Zudem wird diese Sparte zunehmend global und bewegt sich eindeutig in Richtung Konsolidierung\", heißt es auch aus der Zentrale in Stockholm.

Vierter Streich für Aastra. Für den kanadischen TK-Spezialisten Aastra Technologies ist die Akquisition der mittlerweile vierte anorganische Wachstumsschub in Europa. Innerhalb der letzten fünf Jahre wurden bereits die Telefonanlagen-Sparten der schweizerischen Ascom, der EADS und des deutschen Unternehmens DeTeWe übernommen. Der 70 Mio. Euro schwere Kauf von Ericsson Enterprise ist der jüngste Schritt, um den Auftritt in der alten Welt zu stärken. Der Plan ist bislang aufgegangen: Weniger als 20 Prozent des Geschäfts generiert Aastra noch in Nordamerika - der Rest passiert bereits in Westeuropa. In der Aastra-Europazentrale in der englischen Grafschaft Hampshire steht man mit dem Ericsson-Deal jetzt vor der Erschließung der Regionen Skandinavien und CEE (Zentral- und Osteuropa). \"Der Zukauf wird Aastra in eine Top-Position bei Enterprise Communications in einigen Ländern bringen\", so ein Unternehmenssprecher gegenüber dem Report.

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Aufreger Lebensmittel preise

Die steigenden Lebensmittelpreise und die Zunahme der Verbraucherpreisindizes sind seit Wochen ein heißes Thema der politischen Auseinandersetzung. Diskutiert werden Ausgleichszahlungen für ärmere Bevölkerungsgruppen, gefragt sind jedoch langfristige Maßnahmen gegen die Inflation. Auch wenn die steigenden Preise für Ernährungsgüter auf dem globalisierten Weltmarkt nicht die Hauptursache der höheren Lebenshaltungskosten sind, so steht doch fest, dass 2007 die Rohstoffknappheit, bedingt durch Ernteausfälle und wachsende Nachfrage im ostasiatischen Raum und in Russland, neue wirtschaftspolitische Ansätze erfordern.
Die zunehmende Verarbeitung nachwachsender Rohstoffe zu Bioenergie steht ebenso auf dem Prüfstand wie die bisherige EU-Agrarpolitik, die in den letzten Jahrzehnten durch ein Bündel von Maßnahmen das Spannungsfeld zwischen Angebot und Nachfrage und somit die Spielregeln für die Preisgestaltung massiv beeinflusste.
In der Europäischen Union hat die Verteuerung bei Lebensmitteln im vergangenen Jahr für einen Auftrieb der Verbraucherpreise gesorgt. Im Durchschnitt der 27 Mitgliedsstaaten erhöhten sich die Preise für Nahrungsmittel und nicht alkoholische Getränke laut Statistischem Amt der EU im Jahresmittel gegenüber 2006 um 3,5 Prozent. Im Produktvergleich verteuerten sich insbesondere Getreide und Brot (+4,9 Prozent), tiefer in die Tasche greifen mussten wir auch für Milch, Käse und Eier (+4,5 Prozent). In österreich lag die Zunahme der Preise für Lebensmittel und nicht alkoholische Getränke mit 4,2 Prozent über dem EU-Schnitt und auch deutlich über der Steigerungsrate in Deutschland (+2,9 Prozent).
Wesentlich stärker sind aber die Ausgaben für Energie, Wasser und Wohnen gestiegen. Im langfristigen Trend betrugen die Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln zwischen 1986 und 2007 etwa 38 Prozent, während der Verbraucherpreisindex um 57 Prozent zunahm.
Aus Sicht der Wirtschaftskammer österreich ist festzuhalten, dass der Lebensmittelhandel, gewerbliche Klein - und Mittelbetriebe sowie Verarbeiter und Vermarkter Partner der Bauern sind und die hohe Qualität der erzeugten Produkte schätzen und marktgerecht entlohnen. Der Produktivitätsfortschritt ist mit ein Grund dafür, dass die Verbraucher mit zunehmendem Wohlstand relativ weniger von ihrem Haushaltseinkommen für die Ernährung ausgeben müssen. Vor 30 Jahren waren es etwa 25 Prozent, heute sind es nur mehr rund 15 Prozent. So müssen wir für ein Kilogramm Schweinefleisch derzeit etwa 23 Minuten und für einen Liter Milch drei Minuten arbeiten.
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Fußball stoppt den Bau

Wien hat Angst. Denn Fußball ist Krieg. Und dieser Krieg könnte sich ab 8. Juni, wenn im Wiener Praterstadion die Fußball-EM auf österreichischem Boden eröffnet wird, in den Straßen fortsetzen, so die Befürchtung. Nicht nur in Wien, sondern auch in den anderen Austragungsorten Klagenfurt, Salzburg und Innsbruck.
Aus früheren Turnieren weiß man, wo sich die urbanen Schwachstellen befinden, bei denen sich gewaltbereite Hooligans bedienen: Es sind die Baustellen, auf denen sie sich mit Munition versorgen. Ziegelsteine, Baulatten, alles, was nicht niet- und nagelfest ist, kann zur gefährlichen Waffe werden. Deshalb lautet die Gegenstrategie nicht nur rund um das Stadion, sondern überall dort, wo sich Fußballfans aufhalten könnten: Ausnahmezustand auf Baustellen. Das bedeutet: Bauherren und Bauunternehmen müssen sich auf einen regelrechten Bau- und Genehmigungsstopp einrichten.
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Abenteuer Wildnis

Es ist früher Morgen. Noch liegt eine friedliche Stille über dieser majes­tätischen Landschaft aus Drehstühlen, Rechenmaschinen und Raufasertapeten. Noch schlafen die Bewohner dieser scheinbar so unwirtlichen Umgebung. Hier, in dieser noch unberührten Ecke unseres Planeten, zeigt sich die Schöpfungskraft der Evolution in einem vielfältigen Schauspiel der Natur. Doch da: Die Lifttür öffnet sich, ein erster Gast betritt die Szene und wittert vorsichtig die Morgenluft: Es ist eine Sekretärin, Homo sapiens tintifax, ein erfahrenes Weibchen, das, wie jeden Tag, die kurze Ruhe des Morgens genießt, bevor ihre Artgenossen und Fressrivalen die Szene betreten. Faszinierend zu beobachten, wie sie die ersten Rituale des Tages vollbringt: Ohne sich von unserer Kamera stören zu lassen, füllt sie, einem angeborenen Instinkt folgend, die Kaffeemaschine und sichert sich ihren angestammten Platz im Büro. Es ist dieser territoriale Instinkt, der sie mit zunehmendem Alter erbittert ihren gewohnten Platz verteidigen lässt und dieser Art auch den wenig schmeichelhaften Spitznamen »Vorzimmerdrache« eingebracht hat. Doch die Ruhe währt nur kurz: Mit lautem Schnattern und Geschrei betritt eine kleine Herde von jüngeren Artgenossinnen die Szene; sie tragen noch das farbigere Gefieder, wie es für jüngere Exemplare der Gattung typisch ist. Ein Männchen einer anderen Spezies hat sich unter die Ankömmlinge gemischt: Ein Homo sapiens paragrapheris, im Volksmund auch Schreibtischhengst genannt, schleicht zu seinem Platz, abseits vom lauten Geschnatter seiner Fressfeinde. Jüngere Forschungen haben eine faszinierende Eigenschaft dieser scheuen Spezies nachgewiesen: Wenn Gefahr droht, verharren sie völlig regungslos hinter ihren Schreibtischen und werden für Rivalen und Raubtiere fast unsichtbar. Und wir haben tatsächlich Glück: Ein natürlicher Feind unseres scheuen Schreibtischhengstes nähert sich dem eben erst am eigenen Platz eingetroffenen Männchen. Es ist ein massives Exemplar der Gattung Homo sapiens akribior, ein Buchhalter, der hier, im frühen Morgengrauen, das Unterholz laut grunzend nach Abrechnungen und Spesenbelegen durchforstet. Erst als die Gefahr vorbei ist, wagt sich das vorsichtige Schreibtischhengst-Männchen wieder hinter seinem Schreibtisch hervor; bei ungünstigen Bedingungen kann die Schutzstarre durchaus den ganzen Tag anhalten.Langsam füllt sich das Biotop mit Leben: Das laute Fiepen eines Schwarms Praktikanten (Homo sapiens desperatus) erfüllt die Räume, Schreibtischhengste traben zur Wasserstelle, um sich zu laben. Wie viele Bewohner dieser faszinierenden ökologischen Nische ernähren auch sie sich hauptsächlich von Koffein, um dessen Bereitstellung häufig brutale Futterkämpfe ausbrechen. Die Geduld unseres Forscherteams wird belohnt: Ein scheues Männchen der Gattung Homo sapiens EDVensis wittert die raucherfüllte Morgenluft der Kaffeeküche - und macht sich auch sogleich aus dem Staub. Diese faszinierende Spezies führt ein zurückgezogenes Einzelgängerdasein und zieht sich ausschließlich mit Männchen der eigenen Gattung zu für Außenstehende mysteriösen Paarungsritualen in dunkle Höhlen, die sogenannten Serverräume, zurück. Plötzlich liegt angespannte Stille über dem eben noch so belebten Büro. Und tatsächlich: Ein imposantes Silberrücken-Männchen, Homo sapiens chefiensis, betritt den Raum und begibt sich an die ihm allein zustehende erhöhte Position. Dieses faszinierende Exemplar wird von einer kleinen Schar Artgenossen begleitet, die noch nicht ihre völlige Größe und Körperfülle erreicht haben; in gewalttätigen, aber subtilen Revierkämpfen erproben die Jüngeren aneinander wiederholt ihre Kräfte, um irgendwann vielleicht selbst zum Anführer des Rudels aufzusteigen. Doch nur die wenigsten schaffen es, den majes­tätischen Silberrücken im eigenen Büro im direkten Kampf zu bezwingen; die, die scheitern, werden verstoßen und müssen sich andere Reviere suchen. Und so nimmt ein weiterer Tag im Kreislauf des Bürolebens seinen Anfang. Es ist ein beeindruckendes Schauspiel, das sich hier, an diesem faszinierenden Schauplatz der Natur, unverändert Tag für Tag bietet, ein perfektes Zusammenspiel unterschiedlicher Arten. Seien Sie auch nächs­ten Monat wieder dabei, wenn wir ein weiteres unvergleichliches Naturschauspiel untersuchen: die Paarungszeit in dieser einzigartigen ökologischen Nische - auch »Weihnachtsfeier« genannt.
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Fenster hell und dunkel

Der Fensterhersteller Internorm konnte seinen europaweiten Umsatz im abgelaufenen Jahr von 217 Millionen Euro um fünf Prozent auf 228 Millionen steigern, wie das Unternehmen mitteilt. Sowohl national als auch die Kundenstruktur betreffend zeigen sich allerdings differenzierte Bilder: So sei der Umsatz in österreich auf dem Niveau von 2006 geblieben, wobei der Rückgang im Objektbereich von 15 Prozentpunkten durch den fünfprozentigen Zuwachs im Privatbereich ausgeglichen worden sei, wie Internorm-Geschäftsführer Silvio Spiess bei der Bilanzpräsentation erläuterte. Während der Umsatz in Deutschland aufgrund der abgeschafften Eigenheimzulage um zehn Prozentpunkte zurückging, in der Schweiz dafür um fünf Prozent zulegte, konnte die Internorm International Gmbh in Italien sogar ein Plus von 40 Prozent verzeichnen. über die Ursachen dafür meinten Spiess und Christian Klinger, Vorstand der Muttergesellschaft IFN Holding, mit Seitenblick auf die österreichische Förderlandschaft: Italien habe die Möglichkeit geschaffen, die Hälfte der Investitionskosten für thermische Sanierung steuerlich geltend zu machen und dadurch einen enormen Anreiz geschaffen, auch Fenster auszutauschen. Neben Frankreich mit plus 24 Prozent setzt Internorm auf Osteuropa, wo in den Niederlassungen Tschechien, Slowenien, Ungarn und Kroatien ein Umsatzzuwachs von 35 Prozent erreicht werden konnte, sowie auf die britischen Inseln, wo das Unternehmen aufgrund der traditionellen Einfachverglasungen ein sehr großes Wachstumspotenzial sieht. Der Marktanteil von 15,6 Prozent könnte im privaten Bereich auf 25 und mehr gesteigert werden, meint Klinger. Für 2008 plant das Unternehmen einen Umsatzzuwachs von acht Prozentpunkten, wobei vor allem im Export dynamische Wachstumschancen gesehen werden.
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Sturm über der Branche

Die siebte Auflage des jährlich erscheinenden Reports von Arthur D. Little über den Technologie-, Telekommunikations-, und Mediensektor in Europa projiziert ein deutliches Wachstum in den kommenden Jahren.Generell erwarten die Autoren ein jährliches Umsatzwachstum in diesem Sektor um 3,8 Prozent bis 2012. Mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 11 Prozent bis 2012 pro Jahr ist das fixe und mobile Breitband der Hauptwachstumstreiber, gefolgt von Online-Werbung mit 10 Prozent und consumer electronics mit 6 Prozent. Das Wachstumspeist sich auch aus steigenden durchschnittlichen Ausgaben pro Haushalt für Technologie, Kommunikation undMedien. Wurden in 2007 durchschnittlich 215 Euro im Monat ausgegeben, gehen die Autoren für 2012 von einem Anstieg auf 265 Euro pro Monat aus.

Indes wachsen die monatlichen Ausgaben europäischer Haushalte für Telekommunikation im Durchschnitt von 83,6 Euro in 2007 auf 91,2 Euro in 2012, wobei ein deutliches Plus bei Daten- und Internetprodukten einen moderaten Rückgang der mobilen Telefonie sowie einen deutlichen Rückgang bei der Festnetztelefonie mehr als kompensiert.

Gewinnmargen unter Druck. Telekommunikationsanbietergenerieren den Großteil ihres Gewinnes mit Leistungen für den Netzzugang, also Festnetz- und Mobilfunkanschlüssen. Dieser Gewinn steht jedoch aufgrund von drei aktuellen Marktentwicklungen unter Druck:

  • Inhalte werden immer wichtiger. Die Inhalte, beispielsweise Fußballrechte, müssen entweder teuer eingekauft werden, oder es müssen immer höhere Umsatzanteile an eine wachsende Zahl vonInhalteanbietern abgegeben werden.

  • Weltweit tätige Internet-Giganten möchten ihren Kunden den Zugang zu ihren Leistungen erleichtern. Deshalb üben sie zunehmenden Druck auf Netzzugangsanbieter aus und treten teilweise in direktenWettbewerb zu ihnen.

  • Endgerätehersteller werden verstärkt Umsatzanteile fordern. Dies gilt sowohl im Mobilfunkmarkt, wie beispielsweise das iPhone gezeigt hat, als auch im Festnetzbereich bei Set-Top-Boxen. Mit Set-Top-Boxenversuchen Schwergewichte in diesem Markt, beispielsweise Sony, Microsoft oder Cisco, eine zentrale Stellung in den Wohnzimmern einzunehmen.
Konsolidierungstendenzen. Eine weitere prägende Entwicklung für den Sektor wird die von den Autoren erwartete voranschreitende Konsolidierungswelle unter den Telekommunikationsanbietern sein. Insbesondere kleine Festnetzanbieter geraten unter Druck. Gründe dafür sind etwa die Verbreitung investitionsintensiver Glasfasernetzwerke, Einführungen von Triple play-Angeboten und mobiles Breitband.

Im europäischen Durchschnitt erwarten die Autoren, dass die Anzahl der mobilen und fixen Netzbetreiber pro Land von 7 auf 4 fallen wird. In österreich ist vor diesem Hintergrund eine Konsolidierungswelle der regional operierenden Kabelnetzbetreiber und auch bei den alternativen Festnetzbetreibern und Mobilkfunkunternehmen zur erwarten.. Neben dem fortschreitenden Konsolidierungstrend auf nationaler Ebene wird nach Ansicht der Autoren im Laufe des Jahres 2008 ebenfalls die Bedeutung der Größe von Telekom-Unternehmen auf paneuropäischer und globaler Ebene steigen. Mit übernahmen ist allerdings erst in 18 bis 24 Monaten zu rechnen.

\"Die zunehmende Verwischung der Grenzen zwischen Telekommunikation und Medien, IP als Standard Format fürSprache und Daten sowie die steigende Nachfrage nach Inhalten bei den Netzbetreibern führen zu einem Wettbewerbsvorteil großer Unternehmen\", sagt Karim Taga, Co-Autor der Studie und ADL-Managing Director.

Kunden- und Umsatzstarke Netzbetreiber verfügen auf Grund ihrer Größe über eine bessere Verhandlungsposition gegenüber den Unternehmen der Medien- und Internetindustrie. \"So können paneuropäisch oder globaloperierende Unternehmen einerseits Kooperationsmöglichkeiten wahrnehmen und andererseits den Ambitionen der Medien- und Internetindustrie begegnen, die ihren Platz in der \"Internet value chain\" in Richtung access zu vergrößern beabsichtigen\", führt Taga weiter aus.

Lokal vs. global. Noch ist unklar, ob lokal angepasst operierende Unternehmen den großen international operierenden Telekommunikations-Konzernen unterliegen werden. Im Zuge der Studie wurden dazu zwei Szenarien entwickelt:

  • \"Access specialization\" - Telekommunikationsanbieter konzentrieren sich zunehmend auf die Bereitstellung hochgradig breitbandiger, kosteneffizienter Netzzugangsdienste. Anbietern, die hier eineVorreiterrolle einnehmen, bietet sich die Chance, einen klaren Wettbewerbsvorteil aufzubauen. Kleinere lokale Anbieter könnten sich als erste für diesen Schritt entscheiden. Dabei geben sie bewusst Teile der Wertschöpfung an Internet- und Medienunternehmen sowie an Hersteller von Endgeräten ab, um höhere Umsätze mit ihrer Kernkompetenz beim Netzzugang zu erzielen. Die Autoren erwarten von dieser Entwicklung einen Rückgang der Unternehmenswerte europäischer Telekommunikationsanbieter um mittelfristig bis zu 14 Prozent.

  • \"Pan-European consolidation\" - Die Gewinnmargen der Telekommunikationsanbieter stehen weiter unterDruck. Sie reagieren darauf mit intensiverer Konsolidierung, die auch über Europa hinausgeht. Laut derStudie könnte in 18-24 Monaten eine intensive Konsolidierungswelle einsetzen. Auf Grund derGrößenvorteile, die sich bei einer paneuropäischen Konsolidierung ergeben würden, ist eine Steigerungder Unternehmenswerte der europäischen Telekommunikationsanbieter um mittelfristig bis zu 17 Prozentmöglich.

Wachstumstreiber mobiles Breitband. Der Hauptwachstumstreiber der nächsten Jahre im TMT-Sektor istmobiles Breitband. Die Tendenz hin zum \"mobile only customer\" lässt eine Penetrations-Steigerung dereuropäischen Bevölkerung mit mobilem Breitband bis 2012 von bis zu 50 Prozent realistisch erscheinen. österreich nimmt europaweit die Vorreiterrolle im mobilen Breitband ein. Mobilkom und H3G Austria verfügen über mehr als 85 Prozent HSDPA-Bevölkerungsabdeckung und etwa 28% der Breitbandanschlüsse sind bereits mobil. ImRest Europas erreichte die Nachfrage der Konsumenten nach mobilem Breitband die kritische Masse. Während der \"Festnetz-home\"-Markt primär in den Bereichen \"high-end TV\" und Sicherheitslösungen wachsen kann, müssen die Betreiber mobiler Netze nun die Erwartungen der mobilen Breitbandkunden erfüllen.

Produktbündelung. In der nahen Zukunft werden Produktpakete aus fixen und mobilen Zugangstechniken zunehmend an Bedeutung gewinnen. Der österreichische Incumbent Telekom Austria ist derzeit der einzige integrierte Fest- und Mobil-Netzbetreiber in österreich. Als Antwort auf die zunehmende Substitution von Festnetzanschlüssen durch mobile Alternativen wurde im Verlauf des Jahres 2007 mit der Einführung aggressiver Konvergenzprodukte begonnen. Tele 2 folgte mit einem Breitband-Kombinationsangebot aus Festnetz \"flat\" undmobiler Datenkarte in Kooperation mit Hutchison 3G. Dieser Trend zeigt sich auch anderswo in Europa und wird nach Meinung der Studienautoren in Zukunft an Bedeutung gewinnen.

Da mobile Netze nicht die gleiche Kapazität bringen wie das Festnetz und die Kunden ihr Endgerät mit der besten jeweils verfügbaren Verbindung anschließen wollen, werden Taga zufolge bis 2012 20 Prozent des Datenvolumens mobiler Breitbandkunden via WLAN, Femtozellen und andere Technologien über das Festnetz laufen.

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Nicht Newsletter, aber Trendletter

Bene, international erfolgreicher Büroeinrichter, hatte immer schon eine Vorreiterrolle inne. Das Unternehmen führte 1995 die erste Website der Branche ein, um auch via Medium Internet seine Positionierung als kompetenter Raumgestalter und Innovationsführer zu kommunizieren. Trendsetter zu sein, dieses Selbstverständnis zeigt das Unternehmen auch im E-Mail-Marketing. Ziele der E-Mail-Aktivitäten sind diePositionierung der Marke Bene als Knowledge-Leader in der Branche, weiters als Unternehmen beim Zielpublikum im Gespräch zu bleiben und proaktiv Personen als Besucher auf die Website zu bringen.

Lösung. Office.Info, der Bene Trendletter, richtet sichan Architekten, Design-Entscheider, Interessenten sowie bestehendeKunden. Neue Abonnenten werden unter anderemauch durch Gewinnspiele auf Branchen-Websites gewonnen.Zusätzlich zum monatlichen Trendletter wickelt Bene mit derE-Mail-Marketing-Applikation von emarsys auch Pressemeldungen,Event-Einladungen an Kunden und Sonder-Promotions ab.

Resultate. Durch ständiges Beobachten und Vergleichen der Resultatekonnte Bene herausfinden, dass es sehr starke regionaleUnterschiede gibt, welche Themen bei welchen Empfängernam besten ankommen. Dies veranlasste das Unternehmen,unterschiedliche Inhalte für die Empfänger aus verschiedenenRegionen zu erstellen. Derzeit wird der Trendletter inDeutschland, österreich, der Schweiz, aber auch in Englandund Frankreich verschickt - und beschert Bene nicht nureinen ständigen Rückfluss von aktivem Feedback seitens derAbonnenten, sondern auch der Vertrieb freut sich über diedurchwegs positiven Rückmeldungen von Kunden.

Im September 2007 beeindruckte der Bene Office.Info dieJury des \"1. österreichischen Newsletter Wettbewerbs“, dendie österreichische Wirtschaftskammer organisierte. Promptbelegte der Office.Info den ersten Platz in der Kategorie \"Top-Newsletter“. Demnächst wird Bene seinen Trendletter in neunweiteren Ländern und Sprachen veröffentlichen.

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Neuer Chef

Er folgt Franz Schindelar (64) nach, der in den Ruhestand tritt. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung, Erich Haider (64) wird eine der Hauptaufgaben Fidas der weitere Ausbau des Marktanteils von Fernwärme sowie die Etablierung des neuen Produkts Fernkälte sein. Gerhard Fida ist knapp zehn Jahre bei Fernwärme Wien tätig und hat mitgewirkt, das Unternehmen zu einem modernen Energiedienstleister zu machen. Fida hat an der TU Wien das Studium »Industrielle Elektronik und Regelungstechnik« absolviert und war danach bei Profactor im Bereich Logistik sowie im Informationsdienst für das Verkehrsministerium (Projekt Cordis) tätig. 1998 wechselte Fida zu Fernwärme Wien und wurde 2003 zum Leiter der Abteilung »Service« bestellt. In dieser Funktion zeichnete er für die Instandhaltung des Fernwärmenetzes und den technischen Kundendienst für mehr als 270.000 Wohnungskunden verantwortlich.
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öBB adé

Michaela Steinacker wird auf Vorschlag von Raiffeisen-Chef Christian Konrad zur neuen, dritten Geschäftleiterin der Raiffeisen-Holding Nö-Wien bestellt. Die Juristin verstärkt ab Juli das Team von Generaldirektor Erwin Hameseder und Kurt J. Miesenböck. Steinacker war seit 2005 Geschäftsführerin der öBB-Immobilienmanagement GmbH und gilt als enge Vertraute des abtretenden öBB-Holding-Chefs Martin Huber. Er räumt seinen Sessel nicht ganz freiwillig unter anderem nach einem Immobilien-Deal mit einer Bahnliegenschaft an dem eine Firma seiner Frau mehrere Millionen Euro verdient haben soll.
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Shared Services- Communication für BRZ

Im vergangenen Jahr schrieb dieBundesrechenzentrum GmbH (BRZ) externe Kommunikationsleistungöffentlich aus. Die Wahl fiel auf die Agenturgruppe corporate identityprihoda gmbh und Red Carpet Opinionleader Consulting GmbH. DasTeam rund um die Geschäftsführer Paul Prihoda und Stefan Krennunterstützt damit das BRZ in den Bereichen \"Marketing-Services\"sowie \"PR- und öffentlichkeitsarbeit\".

Die Partner überzeugten mitihren gemeinsam vorgestellten Konzepten, die auf einer umfassenden\"Shared Services-Communication\" beruhen. Mit diesem Strategie-Mixaus vernetztem Kommunikationsmanagement, Full-Service in allenBereichen und der cleveren Nutzung von Synergien wird das BRZ auchzukünftig von einem erfahrenen Agentur-Team begleitet.

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