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Archiv (11315)

Goldfieber

Am 11. Jänner 2008 durchbrach der Goldpreis erstmals eine his­torische Schranke: Mit 900,10 Dollar pro Feinunze kletterte der Preis für das Edelmetall über die psychologisch bedeutende 900-Dollar-Marke, wenige Tage später erreichte der Preis mit 914,30 Dollar nominal den höchsten Stand aller Zeiten.
Schon das Knacken des langjährigen Rekordhochs von 850 Dollar je Feinunze hatte einige Wochen zuvor für Furore auf dem Goldmarkt gesorgt. Nun halten Experten alles für möglich - einen scharfen Kurseinbruch ebenso wie das überschreiten der 1.000-Dollar-Marke.
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Netz-Knoten

Das Gutachten der Regulierungsbehörde E-Control ist eindeutig: Eine Verkabelung der sogenannten 380-kV-Salzburg-Leitung würde sechsmal höhere Kosten nach sich ziehen als eine Freileitung. Die Gesamtkosten einer Vollverkabelung der 110 Kilometer Stromleitung würden in der Kabelvariante bei 1,18 Mrd. Euro betragen, rund 190 Mio. Euro würden für die Freileitung anfallen. Erstellt hat das Gutachten Bernd Rüdiger Oswald vom Institut für Energieversorgung und Hochspannungstechnik der Leibniz Universität Hannover. Er sieht in der Verkabelung sowie Teilverkabelung aus technischer, betrieblicher und wirtschaftlicher Sicht nur Nachteile. Nirgendwo in Europa würden außerhalb der Städte Hochspannungsleitungen vergraben, so der Gutachter. Für den Chef der E-Control Walter Boltz ist somit klar, dass die Mehrkosten den Stromkunden nicht zumutbar seien. Eine Umwälzung auf alle Stromkunden würde laut E-Control die Netzkosten um 7,5 Prozent erhöhen. Würde Salzburg die höheren Kosten der Verkabelung allein auf sich nehmen, könnten die Netzkosten dort gar um 77 Prozent steigen. Wenig überrascht von den Ergebnissen ist der Chef der Verbund-Netztochter Austrian Power Grid (APG) Heinz Kaupa. Er fühlt sich vom E-Control-Gutachten bestätigt.
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Von Paris nach Wien

Geboten wird eine Mischung aus Chillout-Lounge, High-Class-Restaurant und hippem Szenetempel. Seinem Namen wird das »Little Buddha« jedoch nicht gerecht: Mit drei Etagen und einer Fläche von 900 Quadratmetern ist es nämlich alles andere als klein.
Das »Little Buddha« bietet täglich Erlebnisgastronomie. Genießen Sie klassisch Ente in Teriyake-Sauce oder auch Ausgefallenes wie Gelbschwanzgarnelen.
Das Ambiente steht unter dem Motto »East meets West« und ist eine Mischung aus fernöstlichen Elementen, urbanem Lebensgefühl und zeitgenössischem Design. Ob Sie Ihren Arbeitsalltag in der Lounge des »Little Buddha« mit Cocktails »wegchillen«, einfach fein speisen wollen oder auf ein Clubbing gehen möchten, Lug­eck 4 scheint immer die richtige Adresse zu sein. Musikalisch verwöhnt wird man vom speziellen Mix der Buddha Bar Sounds, die vom Pariser Original geprägt wurden. Im »Little Buddha« shaken die Barkeeper mit den Gästen im Einklang.

Little Buddha Bar: Restaurant - Sushi Bar & Lounge
Lugeck 4
1010 Wien
Mo-So 12.00-15.00 & 19.00-24.00 Uhrwww.littlebuddhavienna.com

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Lafarge Award

Die betriebliche Gesundheitsförderung beim steirischen Bauunternehmen Ing. Mandlbauer ging als klarer Sieger des Nachhaltigkeitspreises \"der Goldene“ von Lafarge Perlmooser hervor. \"Wir bemühen uns, mit dem Programm \"Fit im Job“ die Mitarbeiter bis zur Pensionierung und darüber hinaus gesund und vital dem Unternehmen verbunden zu halten“, erklärte der Mandlbauer Chef Peter Kothgasser bei der übernahme des Prieses. Platz zwei ging mit Punktegleichstand an die Rail Cargo Austria, Wien und die Firma Nawaro Projektmanagement aus Altweitra/Nö. Der dritte Platz ging an die Firma Johann Winkler aus Engelstein/Nö. Peter Orisich, scheidender CEO von Lafarge Perlmooser zeigt sich beindruckt von der Qualität der Einreichungen: \"Wir haben festgestellt, dass alle über ein sehr hohes Qualitätsniveau verfügten und viele das 3-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit in ihren Projekten abdeckten“, so Orisich. In der Jury vertreten: H. Aichberger WWF, G. Gebhart, Stiftung Kindertraum, Zuna-Kratky, Dir, des Tech. Museums und IV-Präs. V. Sorger.
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Gut positioniert

Das Marktforschungsunternehmen Gartner positioniert Alcatel-Lucent in seiner aktuellen Studie \"Magic Quadrant for Contact Center Infrastructure“, als führenden Anbieter für Contact-Center-Lösungen in der EMEA-Region (Europa, Naher Osten und Afrika). Nach Meinung von Gartner zählen diejenigen Anbieter zu den führenden, die mit einem breiten Portfolio, einem signifikanten Marktanteil und möglichst globaler Präsenz eine klare Vision darüber haben wie sich die Anforderungen an Contact Center entwickeln werden. Sie sollen mit ihren Produkten aktuell und auf absehbare Zeit bestens am Markt positioniert sein. Dabei müssen die führenden Unternehmen nicht unbedingt für jede Anforderung das beste Produkt liefern.

Dem Report von Gartner zufolge müssen Contact Center eine große Bandbreite von Funktionen, Architekturen, Leistungsmerkmalen und Diensten bieten. Die Architektur soll die jeweils am besten geeigneten Komponenten von Standardfunktionen und diensteorientierten Lösungen vereinen. \"Bei vielen Kunden im westeuropäischen Markt erleben wir einen verstärkten Tausch von Altsystemen gegen Lösungen mit IP-basierter Sprachinfrastruktur, während in einigen Regionen in Osteuropa, neue Geschäftsmöglichkeiten dank Wirtschaftswachstum und der Zunahme des Outsourcing-Geschäfts bei Contact Centern entstehen“, erklärt Tom Burns, der für die Unternehmenslösungen bei Alcatel-Lucent verantwortlich ist.

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Gestörte Verbindung

\"10 Jahre Telekommunikationsliberalisierung in österreich sind eine Erfolgsgeschichte!“ Das stand zumindest im Vorwort einer aktuellen Studie, die von der Rundfunk & Telekom-Regulierungs-GmbH (RTR) in Auftrag gegeben wurde. Der geneigte Leser erfährt ebendort: Der ehemalige Monopolist - gemeint ist die Telekom Austria - habe sich zu einem \"serviceorientierten Dienstleister“ gewandelt.

Wie geht es Ihnen, wenn Sie das lesen? Ich muss ehrlich sagen: Mir ist gar nicht wohl dabei. Fakt ist: Die Telekom Austria ist nach wie vor Monopolist. Damit nicht genug. Es entsteht der Eindruck, dass sie auch alles tut um den Wettbewerb zu behindern. Von der Regulierungsbehörde hat sie dabei offensichtlich nicht viel zu befürchten.

Die enorme Marktmacht der TA wurzelt in ihrer alleinigen Herrschaft über die österreichische Kupferinfrastruktur (last mile) und die umfangreichen Backbonenetze. Sie ist damit das einzige Unternehmen, das über eine flächendeckende Infrastruktur verfügt und sich zumindest bei Breitbanddiensten bis 2006 um keinerlei Vorgaben des Regulators kümmern musste. Zwar hat sich die RTR in jenem Jahr durchgerungen, den Breitbandmarkt auf eine Monopolstellung der Telekom Austria hin zu untersuchen - doch um Jahre zu spät.

Und was hat sich seither getan? Wo bleiben die wirkungsvollen Maßnahmen zur Regulierung des Breitbandmarktes und des Zugriffs auf das \"Kupfermonopol“? Denn eines gibt es hier ganz bestimmt nicht: ausreichenden Wettbewerb. Mit der Telekom Austria einigte sich die RTR auf ein seit dem Jahre 2000 bestehendes Modell, das die TA auf freiwilliger Basis angeboten hatte. Bei dieser Vorgangsweise liegt der Verdacht nahe, dass der Monopolist seine guten Kontakte zu Politik und den Behörden nutzen konnte. Die Konsequenzen sind verheerend: österreich hat seinen guten Platz im EU-Ranking bei der Internetnutzung verloren und krebst nun im untersten Drittel herum. Damit nicht genug: Hinsichtlich der Zuwachsrate bei Breitbandzugängen belegten wir zwischen Juli 2006 und Juli 2007 den drittletzten Platz!

Die RTR ist dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technik weisungsgebunden. Die Republik österreich ist zugleich größter Aktionär bei der Telekom Austria. Ein Umstand, der den Kuschelkurs der RTR gegenüber der Telekom Austria vielleicht ein wenig begreiflicher macht. Ganz offensichtlich fehlen Mut oder der Wille, eine strukturelle Separierung durchzuführen und die Infrastruktur einem unabhängigen Betreiber zu übergeben, der selbst nicht an Endkunden anbietet. Damit bleibt nur die Variante, alternativen Anbietern wesentlich lukrativere Angebote zu garantieren als dies derzeit der Fall ist.

Der Ansatz der RTR ist allerdings diskriminierend: Der Vorschlag, den alternativen Anbietern einen Preis zu garantieren, der lediglich wenige Euro unter dem Verkaufspreis der TA an Endkunden liegt, taugt einfach nicht für einen fairen Wettbewerb. Ein alternativer Anbieter hat die Kosten für Marketing, Vertrieb, Internetinfrastruktur, Zusatzleistungen, Verrechnung und Support zu tragen - dies ist mit einer Spanne von wenigen Euro nicht zu bewerkstelligen.

Als existenzbedrohlich und großen Schritt in die Remonopolisierung empfindet eine geschlossene Front alternativer Anbieter das aktuelle Angebot der TA, bei dem Endkunden Produkte zu Preisen angeboten werden, die vorerst deutlich unter den Einkaufspreisen der alternativen Anbieter lagen. Die RTR hat zwar nach einer Woche der Beratung den alternativen Anbietern recht gegeben, die Aktion der TA blieb aber ohne wirksame Sanktionen. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis die TA rückfällig wird.

Martin Zandonella ist Geschäftsführer des Telekommunikationsdienstleisters Net4You. Anfang 1995 in Villach gegründet ist Net4You mittlerweile der älteste Internetprovider in österreich.

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Ein Viertel am Flughafen

Die Warimpex Finanz- und Beteiligungs AG hat 25 % ihrer Anteile an der Projektgesellschaft Avielen OAO, an den Projektentwicklungsfonds CA Immo New Europe der CA Immo International verkauft. Ende September hatte Warimpex die Baugenehmigung für die erste Entwicklungsphase der Airportcity St. Petersburg erhalten. Der Flughafen St. Petersburg hält unverändert 15 % der Anteile an der Projektgesellschaft. Die Airportcity St. Petersburg, die Avielen gemeinsam mit dem Flughafen St. Petersburg entwickelt wird, ist als Business Park projektiert, der im Endausbau neben einem Vier-Stern-Hotel mehrere Bürogebäude umfassen wird. Das Grundstück umfasst 62.300 Quadratmeter. In einer ersten Bauphase werden mit einem Investitionsvolumen von rund 120 Millionen Euro ein Vier-Stern-Hotel der Marke Crowne Plaza mit 300 Zimmern sowie drei Bürogebäude mit ca. 40.000 Quadratmeter vermietbarer Fläche entstehen. In der folgenden Phase sind weitere Bürogebäude mit rund 50.000 bis 60.000 Quadratmeter vorgesehen. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt hierbei rund 390 Millionen Euro.
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Sichere Bilder

Eine vom Wiener Informatiker und Unternehmer Helmut Schluderbacher entwickelte Methode ermöglicht die Generierung diebstahl- und kopiersicherer Passcodes. Das Besondere an dem System: Es wird nicht, wie bisher üblich, zwischen Computer und Anwender ein bestimmtes Geheimnis - ein Passwort oder PIN - ausgetauscht. Der Anwender muss nur beweisen, dass er dieses kennt - ohne es jedoch preiszugeben. Unter www.seclookon.com kann SecLookOn ab sofort getestet werden.

Bei SecLookOn merkt sich der Anwender, welche Farbe er dem Erscheinen (oder Nichterscheinen) eines Bildes oder Bildpaares zuordnet. So könnte beispielsweise das Bild eines Meeresstrandes je nach individueller Assoziation mit der Farbe blau kombiniert werden. Das Bild eines Helikopters könnte etwa gelb, orange oder eine andere Farbe zugeordnet bekommen. In weiterer Folge wählt der User eine Farbe, die mit dem gleichzeitigen Erscheinen beider Bilder assoziiert wird sowie eine für jenen Fall, dass keines der beiden Bilder erscheint. Diese Farben-Bilderkombinationen sind das Geheimnis, das nur Computer und Anwender kennen. \"Dieses System ist nicht nur abhörsicher, es kommt auch der spezifischen Arbeitsweise des Gehirns entgegen: Laut Hirnforschung merkt man sich bildhafte Assoziationen leichter als Zahlen\", meint Helmut Schluderbacher.

In der praktischen Anwendung erscheinen Bilder auf der linken Bilschirmhälfte und Zahlen auf der rechten, wobei diese Zahlen in bunten Feldern stehen. Je nachdem, ob eines, keines oder beide der vom Benutzer gewählten Bilder erscheinen, tippt der User jene Zahl in die Tastatur, die im entsprechenden Farbfeld erscheint. Diese Methode hat Schluderbacher zufolge einen unerreichten Vorteil - \"kein noch so aufmerksamer Zuseher kann das System ergründen, das dem eingetippten Zahlencode zugrunde liegt.\" Denn beim nächsten Mal erscheinen andere Bilder-Zahlen-Kombinationen auf dem Monitor - die wieder andere Zahlenreihen ergeben.

Das System erzeugt so bei jedem Login einen neuen Code - das Ausspionieren von Bankomatcodes wird damit unmöglich, Phishing-E-Mails gehen ins Leere, da keine fixe PIN (Personal Identification Number) existiert. Geht es um Onlinezugriff auf geheime Daten per Computer, so kann der Code ebensowenig geknackt werden - zu groß ist die Zahl der Farben-Bilder-Kombinationsmöglichkeiten, als dass ein Rechner die richtige Verbindung entschlüsseln könnte. Last but not least ist der Spaßfaktor MerlinInnovations zufolge ein weiterer Vorteil von SecLookOn. \"Die spielerische Komponente macht es einfach lustiger, das System zu verwenden, als eine langweilige Password/Username-Kombination einzugeben. Auch damit können Unternehmen bei ihren Kunden punkten\", heißt es dort.

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Faires Sparen

Report: bundesschatz.at wurde im September 2002 unter Federführung des ehemaligen Finanzministers Karl-Heinz Grasser aus der Taufe gehoben, mit dem Motiv, faires sparen zu ermöglichen. Was verstehen Sie unter Fairness?

Helmut Eder: Fair heißt, dass sich unsere Zinsen immer genau am Markt orientieren. Wir bieten für eine bestimmte Laufzeit einen garantierten Zinssatz. Das reicht von einem Monat bis zu zehn Jahren.

Einer der Lieblingssprüche Grassers war \"Weniger Staat - mehr privat“. Bundesschatz.at scheint nicht ganz zu dieser Philosophie zu passen?
Dieser Schluss ist nicht zulässig. Wir waren die ersten, die E-Government zum Tragen haben kommen lassen. Nicht nur mit Finanz Online, sondern auch mit bundesschatz.at. Wenn die Republik österreich ein Sparinstrument schafft, dann ist sie in der Privatwirtschaft tätig und damit auch Teil der Privatwirtschaft.

Anders gefragt: Ist es wirklich nötig, dass der Staat im Finanzsektor mitmischt?
Jetzt argumentieren Sie ähnlich wie die Banken. Wir haben zu Beginn unserer Tätigkeit einige nette Schreiben von den Banken bekommen. Aber ist ja nicht so, dass wir das alles erfunden hätten. In Deutschland gibt es dieses Instrument seit dem Zweiten Weltkrieg, ebenso in Spanien. Es gibt keine Unvereinbarkeit. Wir sind kein Gewinn orientiertes Unternehmen. Unser Alternativsparbuch ist nichts weiteres als eine Anleihe. Es handelt sich um eine Finanzierung, die ordnungsgemäß bedient wird, sowohl Zinsen als auch Kapital. Der Kunde hat den großen Vorteil, dass mit der Republik österreich ein Triple A-Schuldner hinter bundesschatz.at steht. Sicherer kann man sein Geld nicht anlegen.

Wo sehen Sie Ihre Hauptzielgruppe?
Unser Angebot richtet sich in erster Linie an die klassischen Sparbuchsparer. 90 Prozent unserer Kunden veranlagen zwischen einem Monat und einem Jahr. Neben den Privatkunden führen wir aber auch Treuhandkonten von Vereinen, und auch Großunternehmen zählen zu unserem Kundenkreis. Unser Fokus liegt aber ganz klar beim Privatkunden.

Wie viele Kunden hat bundesschatz.at derzeit?
Wir betreuen zur Zeit 40.000 Konten. Das Veranlagungsvolumen beträgt rund 600 Millionen Euro und wir verzeichnen tägliche Eingänge von drei bis vier Millionen Euro.

Was sind die mittelfristigen Ziele?
Wir verfolgen keine Unternehmensziele im klassischen Sinn. Wir sagen nicht, wir wollen ein Veranlagungsvolumen von einer Milliarde Euro. Wir wollen attraktiv bleiben und ein Alternativsparbuch für den Steuerzahler anbieten.

Wodurch unterscheidet sich bundesschatz.at vom Mitbewerb?
Im Vordergrund steht bei uns immer die optimale Kundenbetreuung. Wir haben eine Gratis-Hotline, einen E-Mail- und Rückrufservice und wir verlangen weder Spesen noch Gebühren. Wir bieten ein einfaches Sparbuch mit attraktiven Zinsen und der Sicherheit der Republik österreich.

Wenn man Ihre Zinssätze betrachtet, fällt auf, dass eine sechsmonatige Laufzeit höher verzinst ist als eine zweijährige Laufzeit. Das ist gelinde gesagt ungewöhnlich.
Das ist auf unsere bereits erwähnte Marktnähe zurückzuführen. Der Markt ist derzeit invers. Kurzes Geld ist derzeit einfach teurer als langes Geld, das reflektieren wir auch in unserer Produktpalette.

Wie hat sich bundesschatz.at seit dem Start entwickelt?
Gleich zu Beginn war das Wachstum enorm. Damals hatten wir hohe Zinssätze um die drei Prozent und 25.000 Kunden sind innerhalb kürzester Zeit zu bundeschatz.at gewechselt. Danach sind die Zinsen gefallen und wir mussten unser Produkt anpassen. Teile des Mitbewerbs sind bei den hohen Zinsen geblieben, das haben wir natürlich zu spüren bekommen. Positiv war aber, dass die bestehenden Kunden auch bei uns geblieben sind. Jetzt, da die Zinsen wieder im Aufwärtstrend sind, können wir auch wieder große Zugewinne verzeichnen.

Personalrochaden:
Erstmals wird eine Frau oberste Schuldenmanagerin des Staates. Martha Oberndorfer, Expertin im Bereich Investmentbanking, Asset Management und Treasury, wird neue Geschäftsführerin der österreichischen Bundesfinanzierungsagentur und damit auch für bundesschatz.at zuständig sein. Sie wird ab 1. Februar gemeinsam mit Kurt Sumper die Geschäfte führen. Helmut Eder tritt zum selben Zeitpunkt in den Ruhestand.

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Nicht die Bürger, sondern die Daten laufen

Große Dinge fangen oft klein an. In Wolfsberg waren es die Meldezettel der Touristikbetriebe. Für jeden Gast in der Ferienregion muss ähnlich wie bei der Ummeldung nach einem Wohnungswechsel ein Formular ausgefüllt werden. Statt persönlich die Meldezettel einzeln oder gebündelt bei der Stadtverwaltung abzuliefern, nutzen die Wolfsberger Touristikbetriebe seit einiger Zeit dazu das Internet und erledigen alles online. Die Hoteliers und Vermieter von Ferienwohnungen sparen sich einen Weg in die Stadtverwaltung, denn alle Meldedaten der Gäste fließen in einer direkten Transaktion unmittelbar in die zentralen Datenbestände ein und werden von dort über die Landesbehörden an die Statistik Austria weitergeleitet. \"Bereits ein solch einfacher Verwaltungsakt veranschaulicht sehr plastisch das Potenzial von E-Government“, erklärt Josef Mostögl, IT-Leiter der Kärntner Stadt Wolfsberg. \"Durch eine Mitwirkung der Bürger laufen Prozesse schneller ab und den Bediensteten der Stadt bleibt mehr Zeit für die wirklich aufwändigen Anliegen der Bevölkerung.“

Als Backendsystem nutzt Wolfsberg die mit Progress-Technologien erstellte Software ökom, ein modulares Programmsystem, das alle Arbeitsgebiete einer Gemeinde abdeckt. Es wurde von der ökom EDV Planungs- und Handelsgesellschaft, einem Progress-Applikationspartner in Klagenfurt, in Zusammenarbeit mit der Initiative EDV Wien entwickelt.

ökom basiert auf einer zentralen, alle Arbeitsgebiete umfassenden Datenbanklösung. Die Daten wie Namen, Adressen, Straßen, Postleitzahlen, Banken, Grundstücke etc. werden von allen Modulen (Einwohner, Haushalt, Gebühren, Standesamt, Sozialwesen, Doppische Buchhaltung etc.) gemeinsam genutzt, sind aber bis auf Feldebene vor unbefugten Veränderungen geschützt. Mostögl und seine Mitarbeiter sind von ökom überzeugt: \"Speziell die Workflow-Funktionen sind aus unserer Arbeit nicht mehr wegzudenken. Statt Papierakten zu transportieren nutzen die Mitarbeiter die Workflow-Steuerung der Software und wir wissen jederzeit, in welchem Bearbeitungsstatus sich ein Vorgang gerade befindet. Ein großer Pluspunkt der gesamten Applikation: ökom ist extrem einfach zu administrieren und zu pflegen.“

E-Government findet Stadt. Wolfsberg ist eine von insgesamt acht österreichischen Pilot-Städten, in denen Bürger mit ihrem PC bequem von zu Hause aus Behördengänge erledigen können. Zu den Vorreitern beim E-Government zählen neben Wolfsberg auch Krems an der Donau, Leoben, St. Pölten, St. Valentin, Traun, Vöcklabruck und Wiener Neustadt. Die acht Städte beteiligen sich an der Initiative \"E-Government findet Stadt“, die im Oktober 2006 unter anderem vom österreichischen Städtebund und dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger gestartet wurde.

Das Ziel von E-Government ist der zeit- und ortsunabhängige Zugang zur Stadt- und Gemeindeverwaltung. Denn bislang war jeder Bürger bei all seinen Behördengängen auf die meist sehr starren öffnungszeiten der jeweils zuständigen ämter angewiesen. Man musste persönlich vor Ort erscheinen, Formulare ausfüllen und Unterlagen abgeben. Mit E-Government wird nun alles anders. In österreich fängt das bei der An- und Abmeldung für den Besuch des Kindergartens und Schülerhorts an und reicht über die Deklaration der Hundesteuer bis zur Einreichung von Bauanträgen. All das wird durch E-Government deutlicht beschleunigt und vereinfacht.

E-Government findet Land. E-Government ist nicht nur auf die Städte beschränkt, sondern auch ein Thema für Gemeinden auf dem Land wie Engerwitzdorf in Oberösterreich. Die ursprünglich rein bäuerliche Kommune besteht aus insgesamt 31 Ortschaften. Nach wie vor ist Engerwitzdorf stark ländlich geprägt. Das große Bevölkerungswachstum der letzten Jahre ist darauf zurückzuführen, dass sich die Gemeinde als attraktives Wohngebiet für Pendler in die Landeshauptstadt Linz erweist. Vor allem bei den neuen Bürgern der Gemeinde sieht Alfred Watzinger, Amtsleiter der Gemeinde Engerwitzdorf, gute Chancen, sie für E-Government zu gewinnen. \"Seit einiger Zeit nutzen wir die Möglichkeit, die vierteljährliche Vorschreibung der Gemeindeabgaben wie Grundsteuern oder Abfallgebühren per E-Mail zu versenden. Wir sparen damit deutlich Druckkosten und Porto. Die Bürger können ihre Vorschreibungen gleich elektronisch archivieren.“ Der nächste Schritt ist dann der, per Web Einsicht in das eigene \"Abgabenkonto“ bei der Gemeindeverwaltung zu erhalten. Ist das Interesse an der elektronischen Abwicklung von Behördendingen einmal geweckt, wollen viele auch andere Angelegenheiten per Internet erledigen, so Watzinger.

Im Rathaus hat die Gemeinde Engerwitzdorf ebenso wie die Stadt Wolfsberg die Progress-Applikation ökom im Einsatz. \"Der interne elektronische Akt, wie ihn ökom bereitstellt, ist für uns das Rückgrat von E-Government. Darin sind alle Applikationen und Geschäftsabläufe integriert und sämtliche Informationen laufen in einer Progress-Datenbank zusammen“, erläutert Watzinger. \"Das gilt auch für alle E-Government-Aktivitäten der Bürger. Hier gibt es keinen Medienbruch. Auch deren Daten finden direkten Eingang in diese Datenbank.“

Identitätsmanagement per Bürgerkarte oder e-Card. Die weniger sensiblen allgemeinen Informationen sind ohne großen Aufwand zugänglich. Bei den personenbezogenen Daten jedoch ist ein expliziter Nachweis der Benutzerberechtigung erforderlich. In der Praxis sieht das so aus, dass sich eine eigene Applikation in den Städten und Gemeinden um die Benutzerkommunikation kümmert. Die Authentifizierung eines Bürgers (des Anwenders) erfolgt über den Progress OpenEdge Application Server. Zunächst wird die Identität des Anwenders überprüft und kontrolliert, ob er überhaupt zugriffsberechtigt ist.

Dazu kommt eine Bürgerkarte zum Einsatz. Mit ihr wird die Identität einzelner Personen überprüft. Allerdings ist der Begriff etwas irreführend, denn im Kern geht es nicht um eine Karte, sondern um Signaturen, die wahlweise auf der Bankomat-Karte oder der e-Card (Karte mit Sozialversicherungsnummer) gespeichert sein können. Die eigentliche Signatur beruht auf einer Stammzahl, die aus dem zentralen Melderegister mit dem Schlüssel der ausstellenden Behörde abgeleitet wird. Diese Stammzahl ist auf der Karte enthalten und wird zusammen mit Namen und Geburtsdatum plus öffentlicher Signatur der jeweiligen anfordernden Behörde benutzt, um die Identität zu überprüfen. Müssen Bürger sich beim E-Government ausweisen, verwenden sie ihre Bankomat-Karte oder die e-Card zusammen mit einem an den PC angeschlossenen Lesegerät. Auch vom Onlinebanking sind vergleichbare Verfahren bekannt.

E-Government wird sich in Stadt und Land immer stärker durchsetzen, darin sind sich die Verantwortlichen in Engerwitzdorf und Wolfsberg einig. In St. Pölten, ebenfalls eine der aktiven E-Government-Städte, und auch öKOM Anwender, können die Bürger die Signatur auf ihrer e-Card in einer Servicestelle der Landeshauptstadt aktivieren lassen. Ansonsten geht das über die in österreich bekannten Trustcenter wie A-Cert oder A-Trust. ähnliche Aktionen wie in St. Pölten gibt es auch in anderen Kommunen. \"Das bringt einen enormen Schub für E-Government und die Verwaltung rückt näher an den Bürger“, ist sich Mostögl sicher.

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