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Polnischer Großauftrag

Die Alpine wird eines der größten Bauvorhaben Polens abwickeln«, freut sich Peter Preindl, zuständiger Geschäftsführer der Alpine Bau GmbH. »Wir haben den Zuschlag für den Bau des südlichsten Teilstücks der neuen Autobahn A1 in Polen erhalten.« Innerhalb von nur 26 Monaten Bauzeit soll die rund 18,3 km lange Strecke inklusive 31 Brückenbauwerken zwischen Swierklany und Gorzyczkach fertiggestellt werden. Zudem errichtet Alpine im Rahmen des Auftrags zwei Autobahnkreuze und zwei Rastplätze. Baubeginn ist noch diesen Dezember 2007. Das 223-Mio.-Euro-Projekt wird gemeinsam mit der deutschen und der tschechischen Alpine-Tochter abgewickelt. Glanzstück des Bauvorhabens, bei dem sich die Alpine gegen sieben Konsortien durchsetzte, wird eine Schrägseilbrücke mit einer Länge von 380 Metern sein. In den insgesamt 31 Brücken werden rund 100.000 m³ Beton und 13.000 Tonnen Stahl verbaut. Etwa 600 Arbeiter der Alpine werden zudem fünf Millionen Kubikmeter Erde abgetragen und 380.000 Tonnen Asphalt verbauen. Polen ist ein Wachstumsmarkt in der Infrastruktur. Bis 2013 sollen bis zu 26 Milliarden Euro in den Ausbau von Straße und Schiene investiert werden. Der größte Teil davon soll über Fördergelder der EU finanziert werden. Die Bewältigung dieser Auftragsflut stellt eine große Herausforderung für die polnischen Unternehmen dar. Die Alpine hat diese Chance erkannt und ist erfolgreich in den Wettbewerb eingestiegen. Zwischen 1997 und 2001 hat die Baufirma in Polen bereits die Autobahn A4 mit einer Länge von 56 km gebaut. Der Baukonzern wird sich auch für weitere Abschnitte der A1 bewerben und rechnet sich gute Chancen aus. Für 2007 konnte Alpine bereits Aufträge im Wert von über drei Milliarden Euro an Land ziehen.
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»Nutzen für alle«

österreich steht trotz der sehr positiven Marktentwicklung der letzten Jahre in der Verbreitung und Nutzung des »echten« Breitbandinternet mit Datenübertragungsraten ab 10 Megabit pro Sekunde deutlich hinter anderen führenden Industrienationen. Freilich ist die Entwicklung des Internet in Vorzeigeregionen wie Südostasien, Japan, USA oder den nordischen Ländern nicht ohne weiteres auf österreich übertragbar. Breitbandnetze wurden dort in einer wesentlich früheren Phase der Marktentwicklung eingeführt. Zudem sind geografische oder regulatorische Faktoren teilweise stark abweichend. Beispielsweise erlaubt die hohe Siedlungsdichte in Japan und Korea bessere Kostenskalierungen im Rollout von Breitbandinfrastruktur. Dennoch muss sich die Wirtschaft in österreich in Sachen Breitbandinternet mit diesen Staaten vergleichen. Schließlich befinden wir uns vor dem Hintergrund zunehmender Globalisierung im Standortwettbewerb mit diesen Regionen. Die Breitbandentwicklung in diesen Ländern gibt uns jedoch auch die Möglichkeit, die gesamtwirtschaftliche Bedeutung aufgrund von fundierten Erfahrungswerten zu betrachten.

Bereiche mit Auswirkungen. Durchschnittlich trägt der Ausbau echter, schneller Breitbandleitungen mit 0,5 bis drei Prozent zum Wirtschaftswachstum eines Landes bei. Die Grundlage für diese Auswirkungen kann in zwei Bereiche unterteilt werden: der Ausbau der Basisdienste und all die Zusatzdienste, die im Anschluss daran entstehen können. Als Basisdienste werden die zugrundeliegende Infrastruktur und Kommunikationstechnologien wie Voice-over-IP betrachtet. In den Bereich der Zusatzdienste fallen Themen wie Internetfernsehen, Video-on-Demand, Spiele, E-Commerce, Online-IT-Services, Homeoffice, E-Government, E-Health und E-Learning. Internationale Studien belegen das gesamtwirtschaftliche Potenzial, das vor allem bei diesen Zusatzdiensten gegeben ist.

Die Nutzung von heute bereits existierenden Breitbanddiensten ist stark von den Ziel- und Kundengruppen abhängig. Das größte unerschlossene Nutzungspotenzial findet sich unter den kleinen und mittleren Unternehmen, während der Zugang und die Nutzung von Breitband bei den Großunternehmen im Wesentlichen ausgeschöpft sind. Für die nahe Zukunft bedeutet dies, die Angebote an Breitbanddiensten sowohl im Geschäfts- wie auch im Privatbereich konsequent auszubauen. Anhand internationaler Vergleichsstudien lassen sich die Erfolgsfaktoren zur Erhöhung der Breitbandpenetration auf zwei wesentliche Voraussetzungen zusammenführen: niedrige Kosten für den Infrastrukturausbau sowie ein klar erkennbarer Kundennutzen von Breitbanddiensten.

Der übergang von Schmalband- auf Breitbandtechnologien und der damit verbundene Ausbau von Breitbandanwendungen stellte eine der grundlegendsten Veränderungen in Wirtschaft und Verwaltung der letzten Dekaden dar. Breitband ist zur wesentlichen Basisinnovation mit erheblichen positiven Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft geworden. Am Beispiel E-Health ist die wirtschaftliche Bedeutung eindrucksvoll darzustellen. österreich ist Vorreiter mit Lösungen wie der eCard und einem teilweise bereits implementierten Austausch von umfangreicher elektronischer Dokumentation. Das erhebliche Marktpotenzial liegt jedoch in der Telemedizin hin zum Endanwender. Laut einer Prognose von Frost & Sullivan wird der europäische Markt für Telemedizin bis 2010 um durchschnittlich 42,5 Prozent pro Jahr wachsen. Dank Telemedizin werden Kostensenkungen von zehn bis 20 Prozent im Gesundheitssektor prognostiziert. Der Substitutionseffekt neuer Dienste ist dabei von untergeordneter Bedeutung, da es sich um ein neues Marktsegment handelt. So ist die IT-Nutzung im Gesundheitswesen im Vergleich zu anderen Branchen insgesamt noch gering. Die Gewinner sind dennoch überall zu finden: IT-Dienstleister, die Akteure im Gesundheitswesen und die Patienten.

Unser Ziel muss sein, Rahmenbedingungen zu schaffen, um bei der Breitbandpenetration zu den führenden Nationen aufzuschließen. Voraussetzung für den Bauchladen an neuen Services ist nun die Schaffung einer infrastrukturellen Grundlage von flächendeckend mindestens 10 Mbit/s in österreich.

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Bad Ischler

Stephan Giesbergen ist neuer Geschäftsführer für den Bereich Technik und Administration der Baumit Baustoffe GmbH in Bad Ischl. Giesbergen, zuletzt sechs Jahre bei der Andritz AG in Graz als Sparten-Controller im Umwelttechnikbereich für internationale Anlagenbauprojekte verantwortlich, folgt Reinhold Kassmannhuber, der in die Geschäftsführung der HOBAS Rohre GmbH wechselte. Stephan Giesbergen leitet die Baumit Baustoffe GmbH gemeinsam mit dem kaufmännischen Geschäftsführer Erich Schwarzbauer. »Ich möchte die erfolgreiche Entwicklung des Produktionsstandortes fortsetzen. Dabei stellt das Kalk- und Fertigputzwerk, das heuer von Umweltminister Pröll mit der Klima:aktiv-Auszeichnung prämiert wurde, eine große Herausforderung dar. Die neue, 1,2 Mio. Euro teure Förderanlage wird pro Jahr die Staubemissionen um 22 Tonnen reduzieren, den Schallpegel vermindern und rund 230 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen«, so Giesbergen. Die Baumit Baustoffe GmbH ist ein Tochterunternehmen der Wietersdorfer Gruppe und Schmid Industrieholding. Mit 70 Mitarbeitern erzielte die Baumit Baustoffe GmbH 2006 einen Umsatz von rund 40 Millionen Euro.
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Rohre für Osttimor

Der Rohrsystemhersteller Pipelife stellt dem österreichischen Roten Kreuz 75.000 Euro zur Verfügung, um neue Wassersysteme in Osttimor errichten zu können und damit für 20.000 Menschen den Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen. Pipelife, mit Sitz in Wiener Neudorf, ist mit eigenen Produktionswerken und Vertriebsstellen in 30 Ländern präsent. Die Pipelife-Gruppe erzielte im Jahr 2006 einen Umsatz von 826 Millionen Euro.
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Exzellenter Techniker

Als Sieger des nationalen Hyundai-Technikwettbewerbs qualifizierte sich Hans-Jürgen Freiler vom Denzel-Kundencenter Wiener Neustadt für die 7. Techniker Olympiade in Südkorea. Im Chonan HMC-Training-Center, rund 100 Kilometer südlich der Hauptstadt Seoul, traten die besten Kraftfahrzeugtechniker aus über 100 Ländern an, um ihr Wissen, ihr Geschick und ihre Erfahrung zu beweisen.
In der Gesamtwertung hat Hans-Jürgen Freiler das Siegerpodest nur knapp verfehlt, konnte jedoch in der Einzelwertung Antriebstechnik eine Goldmedaille erringen. Damit zählt Hans-Jürgen Freiler ab sofort zu den Top 10 \"Excellent Hyundai technicians“ weltweit.
\"Wir sind sehr stolz auf diese hervorragende Leistung und gratulieren Herrn Freiler aufs Herzlichste. Mit diesem großartigen Erfolg wird das hohe Niveau unserer Mitarbeiter eindrucksvoll unter Beweis gestellt, “ freut sich Alfred Stadler, Sprecher des Vorstandes der Wolfgang Denzel AG. Auch der Präsident des österreichischen Wirtschaftsbundes, Christoph Leitl, zeigt sich begeistert: \"Herzliche Gratulation an Hans-Jürgen Freiler zu dieser außerordentlichen Leistung. Diese zeigt die hohe Kompetenz österreichischer Handwerker und gilt als Musterbeispiel dafür, was durch die sehr guten heimischen Rahmenbedingungen in Handwerksberufen möglich ist. “
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Mandlbauer-Chef.

Jörg Siegel, ehemaliger Vosstandschef der Südoststeirischen Sparkassen AG, ist der neue Chef der Mandlbauer-Gruppe. Er unterstützt die Geschäftsführern Peter Kothgasser und Franz Trink. Mandelbauer erwirtschaftet einen Umsatz von rund 100 Millionen Euro. Neben Immobilienbeteiligungen befinden sich Beton- und Asphaltwerke, ein Speditionsunternehmen sowie einige branchenfremde Beteiligungen in der Mandlbauer-Gruppe. Zusätzlich betreibt die Gruppe fünf Hotelanlagen, darunter das \"Werzer’s Hotel Resort Pörtschach\".
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Viele Säfte, ein Cocktail

Report: Mobiles Breitband wurde vor nicht allzu langer Zeit noch skeptisch beäugt. Breitband war bis vor kurzem eine Domäne des Festnetzes. Jetzt wandert die­se Kompetenz zunehmend in den Mobilfunk. Ein Paradigmenwechsel?
Peter Zehetner: Im vergangenen Jahr hat mobiles Breitband mit der Einführung von HSDPA und HSUPA so richtig abgehoben. Mit Downloadgeschwindigkeiten von 3,6 und 7,2 Megabit pro Sekunde und einem Upload bis 1,4 Mbit hat der Mobilfunk jetzt Kapazitäten erreicht, die den Usern eine echte Alternative oder zumindest Ergänzung zum Festnetz bieten. Wir wollen heute aber Breitband im Festnetz oder Mobilfunk gar nicht mehr unterscheiden. Ericsson sieht in seinen Analysen einen einzigen Breitbandmarkt - basierend auf Technologien wie DSL, Mobilfunk oder Kabel. Interessanterweise setzten hier vor allem die Heavy User auf eine Komplementärnutzung. Zum vorhandenen Flatrate-Anschluss im Festnetz wird oft noch eine Flatrate im mobilen Breitband hinzugenommen. Weiters gibt es in österreich einen relativ hohen Anteil an älteren Menschen und unregelmäßigen Usern, die sich ebenfalls für mobiles Breitband aufgrund der Einfachheit des Produkts entscheiden. Schließlich ist die Herstellung eines Festnetzbreitbandanschlusses ungleich zeitaufwendiger als der Kauf eines USB-Modems im Shop, das nur noch ans Endgerät geschlossen werden muss. Diese Einfachheit ist überzeugend: Im ersten Halbjahr gab es in der Breitbandlandschaft österreichs fast nur noch mobiles Breitband als Zuwachs. Dabei ist nicht die Breitbandgeschwindigkeit ausschlaggebend. Gut die Hälfte der User weiß nicht einmal, wie schnell ihr Anschluss wirklich ist. Für viele ist dies auch völlig unerheblich: Applikationen, die in der Verbindung zu einem Server vier, fünf oder mehr Megabit pro Sekunde benötigen, sind schließlich noch die Ausnahme. Ein Breitbandanschluss muss einfach schnell genug sein, um den User zufrieden zu stimmen. Das ist der Punkt.

Der ehemalige T-Mobile-Geschäftsführer Georg Pölzl hatte vor einem Jahr noch kämpferisch von der völligen Ablöse des Festnetzes durch den Mobilfunk gesprochen. Sie wiederum setzen auf Komplementarität. Befinden wir uns hier in einem Religionskrieg?
Ich sehe dies nicht als Religionskampf. Für beide Welten gibt es ja legitime Anwendungsbeispiele. In österreich werden in der Sprachtelefonie mittlerweile zwei Drittel der Minuten mobil und ein Drittel übers Festnetz abgewickelt. Ich könnte mir vorstellen, dass auch die Breitbandnutzung in diese Richtung geht - etwa in ein 50:50-Verhältnis zwischen Festnetz und Mobilfunk. Die Zuwachsraten alleine liegen heuer bei hunderttausend zusätzlichen Mobil-Breitbandkunden pro Quartal. Bereits drei Quartale hintereinander gegeben, das macht diesen massiven Zuwachs stabil.

Beim jüngsten Breitbandforum in Berlin wurde die Femto-Zelle als letzter Schrei für der Provider gepriesen. Femto - ein neuer Begriff, den man sich merken sollte?
Die Femto-Zelle versinnbildlicht den Trend zur Konvergenz in der IKT. Sie bringt die Technologien Mobilfunk und Festnetz zueinander, indem sie auf einen Festnetzbreitbandanschluss setzt, der dem Enduser das Gefühl gibt, im Mobilfunk unterwegs zu sein. Das ist der Nutzer auch, letztlich wird der Traffic dann aber wieder über die Festnetzleitung abgewickelt. Ein weiterer Begriff, »Fixed Wireless Terminals«, wiederum steht für eine Empfangseinheit, die sich fix im Mobilfunknetz einloggt und als Basis fürs ganz normale Festnetztelefon, Faxgerät oder den PC dient - samt WLAN-Anschluss fürs Heimnetzwerk. Terminals wie dieses bieten eine Funktionsbreite, die ich eigentlich von einem ADSL-Modem erwarte. Sie sehen, die neuen Ansätze konvergenter Lösungen gehen in alle Richtungen. Man spricht dabei eigentlich von mobilem Breitband, oft wird es aber innerhalb der eigenen vier Wände oder Büroräume verwendet. Dafür müssen wir nun optimale Lösungen finden.

Mobiles Breitband bedeutet also, zu Hause auf der Couch zu liegen und mobil dort Breitband nutzen zu können?
Wir sprechen nicht mehr von mobilem oder festem Breitband. Wir nennen es Full-Service-Broadband. Dabei geht es stets um die drei »Cs«: »Connectivity« bedeutet, dass die Nutzer stets und ohne Unterbrechung im Netz sind, und zwar mit jenem Gerät, das gerade am bequemsten scheint. Mit dieser »Convenience« kann der User mit all seinen Einstellungen am Büro-Laptop auch zu Hause nahtlos weiterarbeiten. Drittens geht es um die Kosten, die natürlich ebenfalls optimiert sein müssen. Sobald die Anforderungen Connectivity, Convenience und Costs erfüllt sind, wird der User das jeweils für ihn passende Angebot nutzen. Wenn wir von der Couch zu Hause sprechen wollen: Dem User ist es egal, ob er über WLAN und DSL im Netz ist, oder über einen 3G-Anschluss.

Die Festnetzbetreiber haben TV als Umsatzbringer entdeckt. Die Mobilfunkbetreiber wollen ebenfalls auf mobiles Fernsehen setzen. Wer sitzt am längeren Ast?
Beobachten Sie doch einmal, wie viele mobile TV-User es heute gibt - diese werden allesamt über die 3G-Netze generiert. Hutchison verfügt über rund 150.000 Mobil-TV-Kunden derzeit. Gut ein Drittel dieser User nutzt das TV-Angebot regelmäßig. Dies sind weit aus mehr, als irgendein DVB-H-Trial aufweisen kann. Weiters offerieren die 3G-Netze Unicast, also eine direkte 1:1-Verbindung zwischen Server und Endgerät. Ich denke, dass mit diesem Broadcastkonzept eine größere Userzahl bedient werden kann. Bei MSDM (Anm. d. Red. \"Marconi Digital Multipoint System\") wird eine TV-Sendung nur einmal pro Funkzelle gesendet. Auch wenn dann innerhalb einer Zelle sechs, sieben oder mehr Nutzer das EM-Finalspiel im Sommer sehen wollen, wird dies aufgrund der Architektur möglich sein. Die Nutzer greifen bei MSDM nur auf den einen vorhandenen Stream zu und überlasten dabei nicht die Basisstation. Bei DVB-H dagegen muss ein eigenes Netz komplett aufgebaut werden - was Zeit und auch später im Netzbetrieb noch viel Geld kosten wird. Weiters gibt es bei DVB-H ebenso wie schon im guten, alten Fernsehen keinen Rückkanal für Interaktivität. Heute sind aber die User vom Fernsehen im Internet her bereits ein gewisses Maß an Interaktivität gewohnt. Auch ein Couchpotato wird auf den Komfort von Video-on-Demand, Voting-Features oder das Weiterleitungen von Sendungen an Freunde nicht verzichten wollen. über 3G sind diese Features sehr wohl umsetzbar.
Man muss sich auch den Aufwand vorstellen: DVB-H wird das erste Netz sein, das nur für eine einzige Anwendung errichtet wird. Ein Vorteil der bereits bestehenden 3G-Netze ist dagegen die Multifunktionalität. Eine einzige Killerapplikation, wie man sie in den ersten Jahren noch gesucht hatte, gibt es ja nicht. Es ist vielmehr ein Killercocktail, der nun mal nicht aus nur einem Saft besteht. Man wird sehen, wie gut ein zusätzliches Netz finanziert werden kann. Letztlich wird davon abhängen, wie viel die User bereit sind zu bezahlen.

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Innovation Day 2007

Ein riesiges weißes Zelt im Brüsseler Parc du Cinquantenaire war Schauplatz des 4. Innovation Day von Microsoft. Einen Steinwurf vom Europäischen Parlament entfernt diskutierten hochrangige Politiker und Experten über die digitale Zukunft und Microsoft präsentierte eine Auswahl an innovativen Partnerprojekten. Neben internationalen Vorzeigeprojekten wie der Forschungsplattform \"living tomorrow“, der in Kanada entwickelten Fahnungssoftware CETS oder der Multimedia-Plattform \"Connected TV“ gab es auch heimische Kost. \"Intoi“, das interaktive, digitale Flipchart schaffte den Sprung von Hagenberg nach Brüssel.
Schwerpunkt des Innovation Day war der \"digital lifestyle“. Robbie Bach, Entertainment-Chef bei Microsoft, verwies in seiner Key Note auf die enormen Veränderungen der letzten Jahre im Entertainment-Business. Das zeige sich auch an den Protagonisten. Zu den üblichen Verdächtigen wie Sony, Philips oder Disney haben sich neue Player wie Apple, Google oder eben Microsoft gesellt. Neue Plattformen wie Handys und IPTV hätten zu neuen Geschäftsmodellen geführt und ehemalige Randgruppen wie die Gaming-Industrie sind zu einem milliardenschweren Business geworden, in dem auch Microsoft ordentlich mitmischt. \"Die Videospiel-Industrie ist längst erwachsen geworden und ein internationaler Trendsetter für den digital lifestyle“, sagt Bach. Dabei handle es sich längst nicht mehr um eine amerikanische oder japanisch Domäne. Rund 50 Prozent von Microsofts Gaming-Aktivitäten passieren in Europa. Insgesamt ist der Markt in Europa 9 Milliarden Euro schwer. Im Jahr 2008 sollen in Europa mehr als 20 Millionen Konsolen über die Ladentische gehen.
Auch echte Neuigkeiten wurden am Innovation Day präsentiert. Laut der Microsoft-Studie \"Play Smart, Play Safe“ wünschen sich stolze 75 Prozent der Eltern mehr Kontrolle über das Spielverhalten des Nachwuchses. Microsoft reagiert auf diesen Wunsch mit dem Family Timer für die Xbox. Damit können Eltern genau regulieren, wie viel Zeit ihre Kinder täglich mit Videospielen verbingen dürfen. Eine weitere Neuheit rund um die Xbox betrifft die Ausweitung der Konsole zum Multimedia-Center. Der Xbox live Video-Marktplatz macht aus der Spielkonsole eine Online-Videothek. Filme können in Standardauflösung oder High-Definition direkt vom Internet auf die Konsole geladen werden. Derzeit stehen 22 Filme von Warner Bros. zur Auswahl. Aktuelle Blockbuster sind allerdings kaum vertreten. Es handelt sich in erster Linie um Filmmaterial aus den letzten zehn bis 20 Jahren. Darunter Harry Potter und die Kammer des Schreckens, Ocean’s Eleven, Eyes Wide Shut und als jüngere Vertreter 300 und The Good German. 2008 sollen weitere Titel dazukommen - auch von anderen Studios.
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Dicht ins Dunkel

Ich sag’s Ihnen: Weihnachten ist eine magische Zeit. Wenn die ganze Stadt in idyllischer Leuchtreklame erstrahlt, die Menschen in sich versunken und voller besinnlicher Gedanken in Fußgängerzonen Schlange stehen und auf Weihnachtsmärkten die gesammelte Körperwärme der friedlichen Christenmenschen den Schnee im Umkreis von zwei Häuserblocks zum Schmelzen bringt, dann, ja dann ist sie da: die stillste Zeit im Jahr. Doch für mich genügt es nicht, nur meinen Nächsten und Liebsten ein schönes Weihnachtsfest zu wünschen, nein, im Advent werde ich ganz von selbst freigebig und großzügig. Denn Spenden macht Freude.

Wie ich ihn liebe, den unverwechselbaren Duft der Vorweihnachtszeit, der sich wie eine warme Punschglocke über die Straßen legt! Der sanfte Duft des Glühweingewürzes, der scharfe, doch heimelige Geruch des Jagatees, der sentimental an Kopfschmerzen erinnernde süße Hauch von Punsch oder das unverkennbare, romantisch psychosomatische Sodbrennen, das den Anblick eines Apfelgrogs im Plastikbecher begleitet! Schon am frühen Morgen, wenn ich auf dem Weg ins Büro den am Vorabend besinnlich auf den Trottoiren der Stadt ausgelegten Gehsteigpizzen meiner friedlichen, weniger trinkfesten Mitmenschen ausweiche, kann ich nicht anders, als an all jene zu denken, die es nicht so gut haben. In der ers­ten Pause um neun wird dieses existenzielle Unbehagen, dieses schlechte Gewissen, privilegiertes Mitglied einer ungerechten Welt zu sein, unerträglich, und ich stehle mich kurz davon, um am Punschstand der Volkshilfe ein klein wenig dazu beizutragen, dass die Welt gerechter wird. In der Mittagspause animiere ich meist die Kollegen, auf einen Sprung am Christkindlmarkt nebenan schnell etwas Gutes für die Sportlerhilfe zu tun - und ich schwör Ihnen, wenn das ganze Jahr über, nicht nur im Winter, so entschlossen für unseren sportlichen Nachwuchs Jagatree getrunken würde wie vor Weihnachten, dann hätten wir nicht nur die besten Schifahrer der Welt, sondern vielleicht auch Fußballer, die hin und wieder den Ball … aber nein, lassen wir dieses unerfreuliche Thema, auf dem Rückweg ins Büro schnell noch einen Glühwein für die Aids-Hilfe, und dann ist mein schlechtes Gewissen, der Welt zu wenig zurückzugeben, wieder fürs Erste beruhigt.

Erfahrungsgemäß geht im Büro um diese Jahres- und Tageszeit sowieso wenig Arbeit voran, und so beschließen meine Kollegen und ich für gewöhnlich, am frühen Nachmittag noch weiterhin Gutes zu tun. Also der WWF schenkt heuer einen hervorragenden Grog für die Erhaltung der Regenwälder aus - hamma das auch erledigt - und Vier Pfoten sammelt für den Erhalt des Lebensraumes von was-weiß-ich, jedenfalls ein Beerenpunsch, da is das Mitmachen sowieso Ehrensache. Ein Glühmost für Erdbebenopfer in Pakistan? Logisch, man is ja kein Unmensch! Ein Granatapfelpunsch für SOS Kinderdorf?

AaaaallesfürngutenSweck! Aber nein, den Falotten von PETA geben ma nix, weil die solln sich ihren Ginsengtee fürn guten Zweck selber saufn, weil! Weil! Man muss schon a bissi auswähln, weil man is ja net Krösus, oder?!? Oder?!? Ebennn. Vielleicht is jetzt ein kurses Innehalten am Würschtlstandl eine super Idee, weil die Buben und i müssn erst wieder ein bissi weitere Kräfte sammeln für den weiteren Spendenmatha… Spendenmartha… Spendenmarthoro ... fürn weiteren Abend. Und uijeh, uijeh, neiiin, dem Standl von der Suchtprävention kaufma jetzt aber SICHER NICHT einen Punsch ab, weil, Burschen, i sog’s, man muss nicht ALLES unnerstützen. Neiiin, weil ehrlich, diese Giftler, oiso, diese Giftler, die richtn si olle selber zgrund, do fehlt mir das Verständnis. Aber! Do drüben gibt’s noch einen Glühwein für die Obdachlosenhilfe, und die Pfarre braucht Geld für a neiche Glockn, isjologisch: Do hilft man gern! Wenn olezsammhelfn …
Und wenn’s dann so um halb zwölf Richtung heimwärts geht und ich mitm Fredi friedlich »Last Christmas« grölend nach Hause wank, dann machma immer so einen Zwischenstopp bei dem Sandler, der aufm Heizungsgitter beim Bahnhof schläft. Wir kaufeneam an »Augustin« vom letzten Monat ab und nehmen dafür an lestn Schluck aus seim Tetrapack Hauswein. Weil Spenden, ja Spenden macht Freude und man mussjomaleinOpferbringn. Bsonders su Weihnachten. Weil: Esisjoollessobesinnlich. Ismirschlecht.

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Risiko mit Handbremse

Sicherheit wird in österreich groß geschrieben. Auch und gerade bei Geldangelegenheiten. Vor allem beim Sparen zeigen sich die österreicher von sehr konservativer Seite. So liegt der Bausparvertrag auf der Beliebtheitsskala seit Jahren ganz oben. In der jüngsten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts GfK Austria stuften 49 Prozent der Befragten den Klassiker als interessante Sparform ein.
Seit dem Jahr 2000 feiert jedoch das Sparbuch ein Comeback und nähert sich dem Platz eins mit Riesenschritten. 2000 legten nur 15 Prozent ihr Geld auf ein Sparbuch, im Vorjahr waren es bereits 35 Prozent und im dritten Quartal 2007 schwörten bereits 44 Prozent der österreicher auf das kleine Bücherl. »Das Interesse am Sparbuch lässt sich durch die offensive Konditionenpolitik der Finanzdienstleister erklären«, sagt Alexander Zeh von GfK. Eine Absage erteilen die österreicher der Veranlagung in Aktien, die sich nunmehr klar rückläufig entwickelten. Eine leicht positive Tendenz zeigten lediglich Investmentfonds. Insgesamt wurden laut Oesterreichischer Nationalbank (OeNB) heuer bisher 1,7 Milliarden Euro in Wertpapieren veranlagt, im ersten Halbjahr 2006 waren es noch 4,8 Milliarden Euro. Auch OeNB-Direktor Peter Zöllner spricht von einer »Renaissance des Sparens«, von der vor allem täglich fällige und kurzfristig gebundene Anlageformen profitieren. Die starken Schwankungen an den Börsen schrecken potenzielle Aktieninteressenten zusätzlich ab.
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