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Archiv (11315)

Kommodenschmuck

Auch wenn dafür kein Breitbandanschluss notwendig ist, digitale Bilderrahmen bergen noch das Potenzial zur Killerapplikation für Großeltern und kinderliebe Tanten. Mit drahtloser Anbindung, eingebauten Stereolautsprechern und 128 MB internem Speicher kann der Nachwuchs nun professionell auf den Kommoden der Verwandtschaft präsentiert werden. Bei Kodak nennt sich dies \"EasyShare“.

Angeboten werden die digitalen Bilderrahmen in den Größen 10 Zoll - entsprechend 25,4 cm - und 8 Zoll (20,3 cm) inklusive WLAN-Funktionalität für die Einbindung in ein drahtloses Netzwerk, um Bilder ohne Kabelverbindung vom Computer oder aus Onlinealben anzuzeigen. Mit optional erhältlichen und austauschbaren Rahmenblenden in verschiedenen Designs lassen sich die Digitalbilderrahmen an den persönlichen Geschmack und die Einrichtung der Wohnung anpassen. Das 10-Zoll-Modell wurde \"EasyShare EX1011“ getauft und wartet mit einer Auflösung von 800 x 480 Bildpunkten im 16:9-Format auf. Kostenpunkt: 259 Euro.

Eine praktische Fernbedienung macht die Handhabung der Digitalbilderrahmen auch bequem vom Sofa aus möglich. über die Fernbedienung kann ausgewählt werden, ob Bilder von einer eingesteckten Speicherkarte oder von einem angeschlossen Gerät gezeigt werden sollen. Auch die Diashow selbst lässt sich über die Fernbedienung erstellen. Es ist sogar möglich, Bilder und Videos per Fernbedienung zu kopieren, zu löschen, zu rotieren, zu vergrößern oder auch für den Druck vorzubereiten - Bild für Bild.

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Im Fahrwasser

Bei der Virtualisierung im Rechenzentrum, der physischen Einsparung von Servern, herrscht ein Nord-Süd-Gefälle in Europa, berichtet Ernst Eisner, Geschäftsführer des Storage- und Virtualisierungsexperten DNS. Während Unternehmen in Norwegen und Dänemark mit gut drei Quartalen Investmentvorsprung vor der DACH-Region liegen, zuckelt Südosteuropa in Sachen Serverkonsolidierung noch etwas nach. Allen Regionen Europas aber ist eines gemein: Die Virtualisierung geht in die Breite. Entsprechende Lösungen werden vom Enterpriselevel an den Mittelstand und tiefer weitergereicht. Für den österreicher ist das Feld der virtuellen Betriebssysteme und Speicherkapazitäten mehr als einladend: Im Fahrwasser dieser Projekte taucht stets weiterer Bedarf an Backup, Netzwerkbandbreite, Security und Training auf. Es ist das Feintuning, das Eisner interessiert, »Reseller können dazu eine Menge Dienstleistungen verkaufen.« Als Value-Added-Distributor böte DNS den besten Untergrund für die lokalen Händler, Eisner liefert die Lösungen von Herstellern wie VMware, NetApp, Oracle und Symantec aus einer Hand. Selbst große Storagevendors wie IBM oder HP bemühen sich bereits mit Angeboten auf KMU-Ebene hinunter.

Dass sich Virtualisierung rechnet, ist für die Branche keine Frage mehr. Studien zufolge verbraucht ein Standardserver in seinem vierjährigen Lebenszyklus zwischen 1.350 und 2.000 Euro Stromkosten. Die Energiekosten sind damit fast so hoch wie die Anschaffungskosten des Servers. Der DNS-Chef sieht sich als Experten, der nun zwischen der Industrie und dem Handel die Fäden zieht. »Wir wissen, wo welche Projekte laufen, wo etwas passiert«, versucht er, proaktiv die Reseller anzusprechen. Es ist ein neuer Ansatz, der hier vorsichtig verfolgt wird - und der auch nicht in jedem Land funktioniert. »In österreich passiert vieles oft nicht, da sich die Distributoren, Hersteller und Dienstleister in ihren Revierkämpfen gegenseitig ausbremsen. So etwas wäre beispielsweise in Dänemark undenkbar«, weiß Eisner. »Dort setzt die Szene auf eine gemeinschaftliche Bearbeitung der Kunden und hilft bei Engpässen auch gerne einmal untereinander aus.«

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Knauf baut in Bulgarien

Ende August erfolgte der Spatenstich in der Gemeinde Galabovo, 260 km südöstlich von Sofia, für eine hochmoderne Produktionsstätte von Knauf-Platten. Bereits Ende 2008 soll die jährliche Produktion von 30 Mill. m² Knauf-Platten starten. Der Baustofferzeuger ist seit 1993 am bulgarischen Markt tätig und unterhält bereits seit 1997 ein Gipsfaserplattenwerk in Vidin. Das neue Werk wird auf einer Fläche von 12 Hektar erbaut und 100 Mitarbeiter beschäftigen. Das unmittelbar angrenzende Kohlekraftwerk »Maritza Iztok III« versorgt die geplante Gipsplattenproduktionsstätte mit circa 350.000 Tonnen Gips aus Rauchgasentschwefelung. Es wurde ein dementsprechender Vertrag über 25 Jahre mit dem Betreiber, der italienischen ENEL, abgeschlossen. Zurzeit befindet sich Bulgarien auf den Weg in den oberen Bereich bei der Nutzung von Gipsplatten in Europa, mit einem Pro-Kopf-Jahres-Durchschnittsverbrauch von 3 m². »Das Unternehmen Knauf setzt weiterhin auf den bulgarischen Standort und wird auch weiterhin in diesen investieren«, erklärt Franz Satzinger, Geschäftsführer von Knauf Bulgarien.
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Dank und Huldigung

Die Hofübergabe in der heimischen Bauindustrie ist vollbracht, inklusive des dazu offenbar unentbehrlichen Zeremoniells. Nachdem Horst Pöchhacker bereits Ende Mai seinen Vorstandsvorsitz bei der Porr AG an seinen Kronprinzen und Nachfolger Wolfgang Hesoun übergeben hatte, tritt dieser nun auch als Präsident der Vereinigung Industrieller Bauunternehmen (Vibö) in die Fußstapfen Pöchhackers. Hesoun hat bereits, wie zuvor in der Porr, angekündigt, auch in der Vibö den Kurs seines Vorgängers fortsetzen zu wollen. Das heißt, die Bauindustrie will das Lobbying für den Ausbau der Infrastruktur im öffentlichen, aber auch im privaten Bereich vorantreiben. Vizepräsidenten der Vibö bleiben Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner und Alpine-Geschäftsführer Dietmar Aluta. Alle drei sitzen auch im Vorstand des Fachverbands der Bauindustrie, in der Wirtschaftskammer hat lediglich mit Haselsteiner ein anderer den Vorsitz inne. Und damit alles so österreichisch bleibt, wurde nicht nur der Innenhof der Porr-Zentrale nach ihrem 25-jährigen Chef Horst Pöchhacker benannt, dem Namensgeber wurde von der Republik auch noch ein Orden verliehen. Das »Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik«, verliehen von Christine Marek, Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium, gilt der »Förderung des Ansehens österreichs im Ausland«, zu dem Pöchhacker durch sein Engagement beigetragen habe, so Marek. Wolfgang Hesoun vergaß nicht, seinem Vorgänger und »großem Vorbild« in aller Demut zu danken: »Sie waren für meine geschäftliche Prägung mit Sicherheit der wichtigste Mann!« Der derart Gehuldigte wich in seiner Dankesrede zum ersten Mal von einer liebgewonnenen Tradition ab: »Die Marktlage ist gut«, übte er sich in ungewohntem Optimismus.
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Material Vision

Die Bedeutung neuer Materialien hat in nahezu allen Bereichen der Produktentwicklung und in der Architektur stark zugenommen. Ob in den Sparten Licht, Möbel, Sport oder Technik - Materialien mit neuen Eigenschaften bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten, innovative Produkte zu entwickeln und zu gestalten. Diesem Zukunftsthema widmet sich die Material Vision am 22. und 23. November in Frankfurt am Main. Zum dritten Mal stehen dabei Werkstoffe und Materialien im Vorproduktstadium im Mittelpunkt. Kernzielgruppe sind vor allem Produktentwickler, Industriedesigner und Architekten. Parallel zur Fachmesse findet auch eine hochkarätig besetzte Konferenz statt, in deren Mittelpunkt Projekte mit innovativen Materialien stehen.
Im Gegensatz zu vielen anderen Messen versteht sich die Material Vision weder als Verkaufs- noch als Präsentationsmesse, sondern als Plattform zur Recherche neuer Materialien. »Sie ist die Schnittstelle zwischen Forschung und Industrie auf der einen und Architekten, Designern und Produktgestaltern auf der anderen Seite«, ist man bei der Frankfurter Messe überzeugt. Im Fokus stünden das Querdenken, Vernetzen und die Diskussion über neue Anwendungsbereiche von Materialien.
Die Aussteller der ersten beiden Visions zeigen sich mit dem Konzept zufrieden. Horst Ulrich Reimer von Dupont Deutschland sprach nach der letzten Auflage 2005 von »einem ausgezeichneten Forum für den Dialog mit Industriedesignern, Material-Scouts und Architekten«. Für Monika Brandt von Bayer Material Science ist die Messe da, »um Netzwerke aufzubauen, Synergien zu nutzen und gemeinsam Produktlösungen zu entwickeln«. Und Andreas Greiner von der Universität Marburg hat auf der Material Vision »den Grundstein für manch zukunftsweisende Kooperation gelegt«.
Seit der ersten Auflage im Jahr 2003 íst Nicola Stattmann als fachliche Beraterin mit an Bord der Material Vision. Im Interview spricht die international renommierte Produktdesignerin und Materialspezialistin über ihre Erwartungen an die Material Vision, die Trends in der Materialforschung und erklärt, warum die Messe für sie eine Inspirationsmesse ist.
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Die Sieger in der Steiermark

Unter dem Motto \"einfach, schneller, besser - das ist amtlich\" stand die Verleihung des \"ebiz egovernment award\" für das Bundesland Steiermark, der von Staatssekretärin Silhavy am 1. Oktober in Graz übergeben wurden. Den ersten Platz für vorbildliche und kreative IT-Services erhielt die steirische icomedias für ihr Projekt \"Digitale Einsatzpläne für den Katastrophenschutz\". Die Lösung unterstützt die Arbeit von Gemeinden, Bezirksverwaltungsbehörden und Einsatzkräften durch ein umfangreiches, verteiltes Datenbanksystem mit katastrophenschutzrelevanten Daten, wie zum Beispiel Geräte, Gefahrenstoffe, Ansprechpartner. icomedias konnte damit bereits zum zweiten Mal in Folge diesen Preis erringen, denn auch das Siegerprojekt 2006 - der Papierlose Landtag Steiermark - wurde von icomedias konzipiert und umgesetzt.

Zweitplazierte wurde Telekom Austria für den \"Gemeindeserver Steiermark RIS 3.0\". Der Server ist eine Businessplattform für die 542 Gemeinden in der gründen Mark und stellt sowohl den kommunalen Verwaltungen als auch Bürgern einen professionellen und leistungsfähigen Rahmen für die Online-Kommunikation und E-Government zur Verfügung. Der dritte Platz ging an ZT DatenForum für das Projekt \"Immobilien Vergleichspreise Steiermark\". Das Datenforum bietet die Möglichkeit der Abfrage, geographisch über Adresse, Grundstücksnummer oder GPS-Koordinaten und präsentiert auf übersichtskarten Vergleichspreise des Interesses nach Art und Zeitraum.

Der ebiz egovernment award wird vom Report Verlag gemeinsam mit dem österreichischen Bundeskanzleramt veranstaltet. Der Award richtet sich an Unternehmen in allen österreichischen Bundesländern und zeichnet die wirtschaftlichsten, nachhaltigsten sowie kreativsten Lösungen für Business und Verwaltung aus. Christian Ekhart, Geschäftsführer der icomedias österreich Systemhaus, hat in seiner Dankesrede diesen Preis dem vor wenigen Monaten verstorbenen Projektleiter beim Katastrophenschutz Steiermark, Andreas Hawranek, gewidmet.

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Die Sieger in Oberösterreich

Am 2. Oktober verlieh Staatssekretärin Heidrun Silhavy gemeinsam mit Landeshauptmann Josef Pühringer und prominenten Vertretern aus Wirtschaft und Politik die Auszeichnung \"ebiz egovernment award 2007“ für die schlagkräftigsten Branchenlösungen im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie. Der ebiz egovernment award zeichnete Unternehmen in Oberösterreich aus, die IT und E-Business zu ihrem Vorteil gewinnbringend nutzen.

Bundesrat Wolfgang Schimböck wies in seinen Begrüßungsworten auf die Bedeutung von IKT für Klein- und Mittelbetriebe hin und strich die Vorbildfunktion von E-Government in österreich für andere europäische Staaten hervor. Landeshauptmann Josef Pühring betonte in seiner Ansprache die Bedeutung der Breitbandinfrastruktur für den ländlichen Raum und strich auf die vielen positiven Initiativen der Bundesregierung im E-Business Bereich heraus. Unter den weiteren Laudatoren: Landtagsabgeordneter Hans Affenzeller und TMG-Geschäftsführerin Gerlinde Pöchhacker.

Den 1. Platz erreichte der Linzer IT-Dienstleister DIG mit \"eRelation\" für den Kunden UNIQA. eRelation ist eine Plattform zum Austausch von elektronischen Ausgangs- und Eingangsrechnungen, mit digitaler Signatur und Integration in ERP- und Archivsysteme, zwischen Kunden, Lieferanten und Partnern. Platz zwei erging an Bauernfeind IT für \"Jause online\", ein Webservice um den täglichen Lieferdienst einer Bäckerei für Firmenkunden zu optimieren und so neue Kunden zu gewinnen. Dritter Preisträger wurde das Unternehmen MOWIS für \"wetter.at - Das Wetterportal österreichs\".

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Starten Sie jetzt in eine neue Welt:

Das Mondseer Softwarehaus AUER Bausoftware brachte Anfang Oktober 2007 die brandneuen Versionen Success NG und Regie NG auf den Markt. Mehr als 30 Module von der Ausschreibung, über Abrechnung und Kalkulation bis hin zu Controlling und Bauzeitplan sind komplett überarbeitet und den zahlreichen Wünschen und Anregungen der Kunden angepasst worden. Das Entwicklerteam der Firma AUER integrierte an die 400 neue Features in die Welt von AUER Success und Regie.
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Kraft des Mangels

Der Technikermangel ist aufgrund sinkender Studentenzahlen absehbar«, bedauert Günther Rabensteiner, Präsident des österreichischen Verbandes für Elektrotechnik. Die Gründe dafür seien vielfältig, es reiche nicht, den Ausbildungsstätten allein den Schwarzen Peter zuzuschieben, wenngleich es dort teilweise strukturelle Probleme gäbe. Einen Aspekt stelle auch die Technikskepsis der österreicher dar, die insbesonders Frauen davon abhalte, in die Welt der Ingenieure einzutauchen. Was auch wieder nur zum Teil stimmt, denn die Fächer Pharmazie und Biotechnologie etwa werden von weiblichen Studenten gerne gebucht, wie die Statistik zeigt. Ein weiterer Grund, die Technischen Hochschulen zu meiden, könnte darin liegen, dass die Luft in den Vorstandsetagen für Techniker sehr dünn wird, mutmaßt Rabensteiner. »Dass Techniker zweite Wahl bei Vorstandsbesetzungen sind, ist sicher ein Problem«, bedauert der Vorstandsdirektor der Verbund-Austrian Power Trading AG. Er blickt bei diesem Thema hoffnungsfroh in die USA, wo der Chief Technical Officer (CTO) gerade eine Renaissance erlebe. Bis sich das allerdings nach Europa durchspricht, kann es noch dauern. Die Zeitachse des Fachkräftemangels ist jedoch, wie Friedrich Faulhammer, Sektionschef im Wissenschaftsministerium, betont, eine lange. »Wir haben den Technikermangel seit nunmehr 17 Jahren, trotzdem lebt die Industrie noch«, bemerkt er spitz und entkräftet damit ein wenig die Dramatik der Sache. Gleich gar nicht existent ist der Fachkräftemangel für Hans-Jörg Schweinzer, Geschäftsführer der Loytec electronics GmbH mit Sitz in Wien, die Elektronik für Gebäudeautomation entwickelt. »Die Rekrutierung unserer Mitarbeiter beruht im Wesentlichen auf persönlichen Kontakten unserer Mitarbeiter«, erklärt er und fügt hinzu: »So schlecht ist der Arbeitsmarkt nicht, wir hatten bislang keine Probleme und bieten gerechte Entlohnung.« Dass aber die Technik-Welt nicht ganz in Ordnung ist, bestätigt auch Schweinzer. Er berichtet von Fällen, in denen die Eltern davon abraten, ein Technikstudium anzugehen.
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In Brüssel nichts Neues

Die globale Verstädterung ist einer der Megatrends unserer Zeit, ebenso die Mobilität. Was also liegt näher, als beide Entwicklungen unter einem Aspekt zu betrachten? Das dachte sich auch die Europäische Kommission und hat das Grünbuch »Hin zu einer neuen Kultur der Mobilität in der Stadt« veröffentlicht. Ziel ist es, die Debatte über die wichtigsten Fragen der urbanen Mobilität zu eröffnen: frei fließender Verkehr, grünere Städte sowie ein Nahverkehr, der für alle Bürger zugänglich und sicher ist. Es soll festgestellt werden, welche Faktoren eine erfolgreiche urbane Mobilität behindern und wie diese Hindernisse beseitigt werden können. Die Probleme in den europäischen Städten sind überall gleich: Verkehrsüberlastung, Klimawandel, Umweltverschmutzung und Sicherheit. »Das Grünbuch wird die Aufmerksamkeit Europas auf die urbane Dimension der Verkehrspolitik lenken und innovative Strategien beleuchten, die in Städten, die mit gutem Beispiel vorangehen, bereits umgesetzt werden«, sagt Verkehrskommissar Jacques Barrot. Inhaltlich bringt das Buch nicht viel Neues. Im Zentrum des Interesses stehen die Bereiche Forschung und Technologie: Intelligente Verkehrssysteme sollen einen flüssigen Verkehr gewährleisten und die Kapazitäten der Transportinfrastruktur erweitern. Saubere und energiewirksame Fahrzeugtechnologien in Verbindung mit alternativen Kraftstoffen sollen zur Verringerung der Umweltbelastung beitragen. Das Grünbuch markiert den Beginn einer neuen Anhörungsphase und wird von den europäischen Organen erörtert. Bürger und interessierte Kreise sind aufgerufen, der Kommission bis zum 15. März 2008 ihre Ansichten mitzuteilen.
Aus österreich werden Graz und Linz als Best-Practice-Beispiele angeführt, Graz für seinen Stadtkern mit zahlreichen Fußgängerzonen sowie den hohen Anteil des Fahrradverkehrs, Linz für die Förderung von Fahrten zu beruflichen Terminen außerhalb des Büros mit dem Fahrrad. Graz hat als erste Stadt Europas eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h auf 80 Prozent der Straßen im Stadtzentrum eingeführt und damit bessere Bedingungen für Radfahrer und Fußgänger, eine deutliche Reduktion der Verkehrsunfälle sowie einen geringeren Lärmpegel in der Stadt erreicht. In Linz wurden über 500 Mitarbeiter des Bauamts dazu angeregt, sich aufs Fahrrad zu schwingen und zu Terminen im Umkreis von 1,5 Kilometern mit dem Fahrrad zu fahren. In Brüssel hofft man, dass diese Beispiele auch international Schule machen.
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