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Konstruktiver Widerspruch

Nicht an Wörtern abarbeiten, geschickter agieren!« Auf dem Wohnbausymposium »Wohnbauförderung im Finanzausgleich - Festhalten oder verändern« plädierte Christiana Hageneder, Expertin für Bauen und Energie der österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik, für eine Abrüstung der Wortgefechte. Mit der zunehmenden ökologisierung der Wohnbauförderung - Stichwort »Passivhaus« - besteht ihrer Ansicht nach nämlich die Gefahr, dass »die Leute auf die Förderung pfeifen«. Beispiel Oberösterreich: Dort ist seit Einführung der Passivhausförderung die Zahl an neu errichteten, geförderten Passivhäusern zurückgegangen. Das liegt einerseits an der besseren Förderung für Niedrigenergiehäuser, andererseits an der Skepsis vieler Menschen dieser Technologie gegenüber.
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Bewegende Architektur pur

Sichtbeton ist Architektur pur - roh, elementar, direkt, ohne gefällige Verkleidung und daher gewöhnungsbedürftig. Sichtbeton ist auch nicht unbedingt nach jedermanns Geschmack. Sein Erscheinungsbild wird allzu oft mit den tristen Plattenbauten im Ostblock assoziiert, die es aber nicht nur dort gegeben hat. Auch hierzulande sorgten in der Nachkriegszeit billig hochgezogene Wohnsilos aus Beton dafür, dass das Image dieses Baustoffs nachhaltig geschädigt ist. Dabei kann der nackte Beton viel mehr, als nur billige Gebäudehülle zu sein. Die modernen Architekten schwärmen für ihn, seit es ihn gibt. Le Corbusier, der 1965 verstorbene Doyen des internationalen Stils, sprach dem Beton im Allgemeinen und dem Sichtbeton im Speziellen sogar die Eigenschaft zu, »mit unbewegten Materialien bewegende Eigenschaften zu erzielen«.
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Shopping muss happy machen

Was braucht ein Shoppingcenter, um erfolgreich zu sein? Ist es die Lage, die wie bei einem Bürogebäude nach wie vor fast ausschließlich über Erfolg oder Misserfolg entscheidet, oder spielen andere Faktoren mit? Dass ein Einkaufszentrum komplexer ist als ein Bürohaus, weiß man spätestens seit dem Haas Haus. Trotz der guten Lage im Herzen Wiens wurde diese Luxus-Mall zu einem Debakel, deren schlechte Performance auch durch Umbauten nicht wesentlich verbessert werden konnte.
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Mitten im Dritten

Bürgermeister Michael Häupl, Bundesminister Werner Faymann, der BA-CA-Vorsitzende Erich Hampel und der BAI-Geschäftsführer Thomas Jakoubek legten den Grundstein für das größte innerstädtische Bauvorhaben Wiens -Wien Mitte. Rund 400 Millionen Euro werden in den Bau mit einer Bruttogeschoßfläche von 127.000 Quadratmetern fließen. Damit soll der bedeutende Verkehrsknoten der Stadt auch zu einem Zentrum mit Büro- und Geschäftsnutzung ersten Ranges werden. »Gut Ding braucht eben Weile«, meinte der Bürgermeister, der das Areal einst als »Ratzenstadl« bezeichnete. Jetzt freue er sich bereits auf das Eröffnungsfest, das für 2011 angesetzt ist. Hampel und Jakoubek zeigten sich auch vom wirtschaftlichen Erfolg des Bauvorhabens überzeugt. Nach einer langen Zeit der Planung werden auf dem komplexen Areal drei große Baukörper realisiert. Für einen Teil der Büroflächen sind Finanzämter als Mieter fix. Der Geschäftsbereich soll auch Standlern des Landstraßer Marktes Möglichkeiten bieten. Die an den Neubau angrenzende Markthalle wird abgetragen, mit fast allen Standlern konnte bereits ein übereinkommen bezüglich Ablösen erreicht werden. Wenig begeistert vom Projekt ist die Wiener Opposition. »Ursprünglich war geplant, öffentlichen Raum durch großzügige Durchgänge unter der Erde und schnelle Abgänge zu öffis zu gewinnen. Davon ist in den neuen Plänen keine Rede mehr«, kritisiert die Planungssprecherin der Grünen Wien, Sabine Gretner. Die Freiflächen würden jetzt für Bürogebäude und Einkaufszentrum weitgehend »zugeklotzt«, so die Grüne. Die öVP hat in der Vergangenheit immer wieder und nicht zu Unrecht kritisiert, dass sich das Projekt ewig verzögere. Jetzt zum Baustart fürchten die Schwarzen, dass der anfallende Bauschutt nicht wie ursprünglich versprochen per Bahn, sondern nun doch per LKW abtransportiert werden soll, was einen gewaltigen Anstieg der Luft- und Lärmbelastung darstellen würde, so die Bezirks-öVP.
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Streubesitz gesenkt

Die beiden Gründer der Warimpex Finanz- und Beteiligungs AG, Franz Jurkowitsch und Georg Folian, haben über ihre beiden Privatstiftungen ihre Beteiligung am Projektentwickler UBM Realitätenentwicklung AG aufgestockt. Die Amber Privatstiftung hat ihren Anteil auf über fünf Prozent erhöht. Gemeinsam mit der Privatstiftung Bocca hielten Amber, Jurkowitsch und Folian mehr als zehn Prozent. Der Streubesitz der UBM, der vorher bei 33,73 Prozent lag, sinkt mit der Aufstockung auf unter 25 Prozent. Hauptaktionäre der UBM sind der Baukonzern Porr mit 41,27 Prozent und die CA Immo mit 25 Prozent. Weitere Partner sind die Vienna International Hotelgruppe, an der die Stiftungen ebenfalls beteiligt sind, Europa Capital, Leading Hotels of the World sowie der Unternehmer Friedrich Grassi.
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Generationen wechsel

Christoph Wagner ist der neue Präsident der Interessensvertretung Kleinwasserkraft österreich. Er übernimmt das Amt von Hanns Kottulinsky und hat ehrgeizige Ziele, die er der Generalversammlung im Rahmen einer Tagung in Sillian erörterte. Christoph Wagner ist seit dem Jahr 2000 für Kleinwasserkraft österreich als Landessprecher in Oberösterreich tätig. In dieser Funktion konnte er viele Erfolge erzielen, wie zum Beispiel die Revitalisierung von 300 Wasserkraftanlagen in Oberösterreich und die Etablierung von Kleinwasserkraft bei der oberösterreichischen Landesregierung und in der öffentlichkeit. Read more...

öBB Neu-Neu

Die in der jüngsten Aufsichtsratssitzung erwartete Kür der neuen öBB-Holdingvorstände wurde vorerst vertagt. Als aussichtsreichste Kandidaten gelten nach wie Peter Klugar, derzeit Infastruktur Betriebs-Chef, und Güterverkehrsvorstand Gustav Poschalko. Klugar soll in der Holding zukünftig für Produktion und Technik zuständig sein, Poschalko neben dem Güterverkehr auch für den Personenverkehr. Komplikationen werden trotz des Aufschubes nicht erwartet. »Alles ruhig«, beschreibt ein öBB-Manager die neue großkoalitionäre Eintracht. Zur Erinnerung: Vor den letzten Wahlen war die SPö gemeinsam mit der Bahngewerkschaft noch gegen die Holdingstruktur der »öBB Neu« Sturm gelaufen. Aufgebläht sei diese, kontraproduktiv, ein Vehikel zur Versorgung ganzer Managerlegionen. Wechseln Klugar und Poschalko in die Holding, sind deren Positionen nachzubesetzen. Ebenfalls vakant ist nach dem Hinauswurf der Opernfreundin Hermine Goldmann die Stelle des Personenverkehr-Chefs.
An der Gerüchtebörse wird ein halbes Dutzend Namen gehandelt. Zu den wahrscheinlichsten Kandidaten darf Josef Halbmayr gezählt werden. Er hat Logistikerfahrung und einen Freund aus gemeinsamen Studientagen: öVP-Chef Willi Molterer. Halbmayr hat sich in seiner Zeit als Postvorstand wegen der Privatisierung legendäre Kämpfe mit Post-Chef Anton Wais geliefert. Dass mit der »österreichischen Lösung« die Privatisierung kurz nach seinem imposanten Abgang so ablief, wie sich das Halbmayr und nicht Wais vorgestellt hatte, sei als historische Fußnote vermerkt. Spannend wird es, sollte Halbmayr das Rennen tatsächlich machen. In den Gremien werden mit Bahnboss Martin Huber und Halbmayr zwei selbstbewusste Alpha-Tiere aufeinandertreffen.Spannend wird auch, wie es mit der Privatisierung der Güterverkehrstochter Rail Cargo weitergehen wird. Mit einer Verspätung von ein paar Jahren berichteten jetzt nun auch Publikumsmedien über eine mögliche Partnerschaft mit der Deutschen Bahn (DB). Bereits vor drei Jahren bestätigte ein Konzernsprecher, dass »seit 18 Monaten Gespräche mit den öBB laufen«. Ganz dazu passend waren im April 2004 die Vorstände Erich Söllinger und Ferdinand Schmidt auf einem Deutschlandtrip. Wie die Machtverhältnisse aussehen, ließ damals ein öBB-Aufsichtsrat anklingen: »Wenn die Deutschen einmal tief Luft holen, sind wir aufgeschnupft.« Die DB wurde bereits 1994 privatisiert und ist heute mit rund 230.000 Mitarbeitern einer der wichtigsten globalen Logistik-Player. Die Zeit ist aber auch in Wien nicht stehen geblieben. Unter dem Codenamen »Sunrise« holte Ex-General Helmut Draxler die Speditionsholding, ehemals Teil des geheimnisumwitterten KPö-Transportimperiums, an Bord - und damit Mastermind Gustav Poschalko. Dieser eilt seither von Rekord zu Rekord. Spätestens wenn - wie noch für heuer angepeilt - die übernahme der ungarischen MAV Cargo klappen sollte, ist die Rail Cargo alleine schon ein Tranportkonzern von mitteleuropäischer Bedeutung.
Dass eine Partnerschaft mit den Deutschen die einzige Option ist, ist daher noch nicht ausgemacht. Wie kolportiert wird, spitzt die öBB bereits den Rechenstift. Neben der Partnerschaft ist auch ein separater Börsegang nicht auszuschließen. Zuerst ist allerdings eine Flurbereinigung der unübersichtlichen Rail-Cargo-Struktur angesagt. »Das komplexe Geflecht kann man in zwanzig Minuten bei einer Road-Show nicht erklären«, sagt ein öBB-Manager. Ein Zeitplan für einen allfälligen Börsengang scheint auch schon fix zu sein: nicht mehr in dieser Legislaturperiode. Dank großkoalitionärer Einigkeit sind aber - egal ob »Partnerschaft« oder Börsengang - keine Widerstände zu erwarten. Zumindest im Prinzip. DB-Chef Hartmut Mehdorn wird, obwohl politisch eigentlich schon längst akkordiert, mit seinen Börsenplänen seit Jahren immer wieder aus dem Gleis geworfen. Die politische Großwetterlage ist eben schwerer zu prognostizieren als das Wetter von morgen.
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Extravagant: Holz in Silber!

Als die tobende Bregenzer Ache in der Unwetterkatastrophe von 2005 das halbe Haus wegriss, stand der Wurstwaren-Erzeuger Herman Broger, 62, aus Mellau/Vbg. mit seinem Betrieb plötzlich vor dem Nichts. Aufhören oder Neubeginn, das waren die Alternativen. Zusammen mit seinem Sohn begann er wieder von vorne. Im benachbarten Bizau entstand eine Wurstwarenfabrikation neuester Prägung. Mut bewies Broger auch in der für einen fleischverarbeitenden Betrieb nicht gerade üblichen Bauweise aus Holz und Stahl.

Für Entwurf und Planung holte er sich das Architekturbüro Johannes Kaufmann aus der Dornbirner Sägerstraße. Kaufmann modellierte einen kompakten Baukörper und gab ihm eine dezent silbrige Fassade mit integrierten flächenbündigen Screens. Die Vorgaben waren nicht einfach, denn es war ein sehr komplexes Raumprogramm mit unterschiedlichsten Nutzungen, Raumhöhen und differenzierten Betriebsabläufen unterzubringen. Drei markante Zäsuren markieren jeweils andere Nutzungsbereiche, die erste den überdachten straßenseitigen Eingangsbereich mit Ladenbetrieb und Bürotrakt, die beiden weiteren den Anlieferungsbereich und den Versand.

Die Konstruktion besteht aus einer betonierten Bodenplatte, auf der die Stahlstützen versetzt wurden, die ihrerseits das Holz-Tragwerk aufnahmen. Von innen wurde dieses Skelett mit Metall-Sandwichpaneelen ausgeplankt, außen erhielt der Bau eine stehende Schalung aus sägerauhem Fichtenholz. Ein zentraler Betonkern, auf dessen Dach-Hohlraum die gesamte Technik untergebracht ist, bringt dem Gebäude die nötige Aussteifung.

Das atmosphärische Silber der Holzoberfläche, das den Bau so dezent in die umgebende Moorlandschaft einbindet, stammt von der Lasur \"DANSKE Silverstyle“ des innovativen Lasurenherstellers Synthesa. Die metallisch anmutende Optik der Lasur wird durch Effekt-Pigmente erzeugt, deren reflektierende Wirkung die Lebensdauer der Beschichtung bedeutend erhöht.

Es sind - wie an diesem Objekt zu erkennen ist - auch sehr dunkle Farbtöne realisierbar. Damit eröffnen sich bei Holzelementen ganz neue gestalterische Möglichkeiten. DANSKE Silverstyle kann auch auf OSB-Platten problemlos verwendet werden.

Je nach Distanz zum Gebäude und Lichteinfall ändert sich das Erscheinungsbild der Lasur. Während die Gebäudehülle von weitem gesehen einheitlich silbern schimmert, tritt, wenn man näher kommt, die Struktur des Holzes in den Vordergrund, die durch DANSKE Silverstyle zusätzlich unterstrichen wird. Beim Objekt Broger wurde der Farbton der Effektlasur genau auf den Wunsch des Architekten angepasst. Die Arbeiten mit der Lasur hat die Malerei Josef Raid aus Krumbach ausgeführt.

Nach etwa einem Jahr Provisorium im unterspülten Altbau in Mellau startete die Firma Broger im Oktober 2006 im neuen Firmengebäude in Bizau wieder den Betrieb. Das Architekturbüro \"Johannes Kaufmann Architektur“, wurde im selben Jahr mit einem anderen Projekt in Klosterneuburg zum Preisträger des \"Niederösterreichischen Holzbaupreises 2006“ gewählt. Eine sehenswerte Referenzliste der Vorarlberger findet sich auf www.jkarch.at.

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Sicherheit über alles

Nach den 2006 erstmals aufgetretenen Bilder-Spams sind jetzt PDF-Spams die neue Wunderwaffe der Spammer um unerwünschte Inhalte an den Mann respektive Mailbox zu bringen. \"Mit dieser fatalen Variante werden zurzeit einige klassische Antispam-Lösungen ausgetrickst\", warnt der österreichische IT-Securityspezialist Ikarus Software. \"Es erscheint auf den ersten Blick so simpel, den Inhalt einer Spam-Mail in ein PDF oder Dokument zu packen, dass es fast ein wenig verwunderlich ist, dass dies nicht schon viel früher passiert ist.\"

Nur die Früherkennung von Risken und die genaue Analyse aller Bedrohungsszenarien bewahren Unternehmen nachhaltig vor Schaden, warnen Experten. \"Mit unserem Know-how und abgerundeten Produkten wie Managed Firewalls können wir die optimale Sicherheitslösung für alle Businesskunden anbieten\", gibt sich Achim Kaspar, Vorstand der TA-Tochter eTel zielgruppenorientiert auch kostenbewusst. Für KMU seien auch Komplettservices dazu leistbar. \"Managed-Firewall-Lösungen schützen vor unerlaubten Zugriffen, Datendiebstahl, Hackerattacken und Vireninfektionen\", zählt Kaspar den Wirkungsgrad eines Breitbandantibiotikums auf.

Andere Zeiten, andere Sitten. Die Bedrohungsszenarien haben längst den Virenschreiber als Gefahrenquelle Nummer eins hinter sich gelassen. Heute geht das Böse weitaus diffiziler zu, um an die wertvollen Log-in- oder Bankingdaten der User zu kommen. Der IT-Sicherheitsanbieter Trend Micro warnt sogar vor vorgetäuschten Sicherheitsprogrammen, die keine Leistung erbringen und oftmals selber für die Infektion des Computers verantwortlich sind. Und sie werden immer mehr: Im Gegensatz zu anderen Bedrohungstypen, die mit einem plötzlichen Anstieg der Infektionsraten auf sich aufmerksam machen, könne bei vorgetäuschten Sicherheitsprogrammen ein stetiger Anstieg verzeichnet werden.

Wettrüsten. Der IT-Security-Spezialist Kaspersky Lab sieht die Konkurrenz zwischen Cyberkriminellen und der Antivirus-Industrie mittlerweile als Wettrüsten, \"dessen Ende nicht abzusehen ist: Eine neue Entwicklung der einen Seite provoziert unweigerlich eine Aktivität der Gegenseite.\" Durch die immer stärker werdenden Antivirusprogramme würden sich auch die Selbstschutztechnologien rasant weiterentwickeln. Für die Zukunft sei zu erwarten, dass sich einige Techniken des Selbstschutzes intensiv weiterentwickeln werden.

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