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Sonnenstrom- Hardware

Die Exportquote des Unternehmens beträgt mehr als 85 Prozent. Seit Mitte Mai ist Fronius noch ein gutes Stück potenter. In Sattledt wurde auf 38.000 Quadratmetern Fläche ein neuer Produktions- und Logistikstandort für mehr als 650 Mitarbeiter in Betrieb genommen. Während in der Produktion Hightech dominiert, wartet das Unternehmen mit mitarbeiterfreundlichen Komponenten wie dem eigenen Kindergarten und Fitnessmöglichkeiten auf. Zudem tut Fronius auch etwas für die Umwelt. Die »hauseigene« Photovoltaikanlage mit 603 kWp und 3.600 Quadratmetern Modulfläche ist eine der größten Anlagen in österreich. Sie sichert bis zu 75 Prozent des Strombedarfs mithilfe der Wechselrichter aus eigener Produktion.Mit einer Forschungsquote von 9,4 Prozent und mehr als 400 Patenten gehört Fronius zu den forschungsintensivsten Unternehmen österreichs. Die Firma entwickelt, produziert und vertreibt weltweit Batterieladegeräte, Schweißtechnik und Wechselrichter für Photovoltaik-Anlagen. Zehn eigene Vertriebszentralen in Europa und Amerika sind derzeit in Betrieb. Zwei weitere Zentralen in Kanada und Mexiko starten Ende 2007. Das Unternehmen beschäftigt weltweit 1.900 Mitarbeiter, davon 1.400 in österreich, und zählt vier Produktionsstätten in österreich, Tschechien und der Ukraine.
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Einer gegen alles

Die Kollektivvertragsverhandlungen zwischen der Gewerkschaft und der E-Wirtschaft gehen ins Finale. öGB-Bundesvorstand Erich Foglar ist zuversichtlich, für die Beschäftigten der Stromwirtschaft diesmal ein besonderes Zuckerl herauszuholen. »Wir sind knapp daran, ein Vorrückungssystem zu erreichen«, sagte er kürzlich vor Betriebsräten der E-Wirtschaft. Sie sind aus ganz österreich nach Wien gereist, um sich ein Update zur Energiepolitik abzuholen. Foglar sieht im dritten Paket, das in Brüssel in Vorbereitung ist, wenig Gutes. Bislang seien in österreichs E-Wirtschaft im Zuge der Liberalisierung bereits 25 Prozent der Arbeitsplätze verlorengegangen. »Jede weitere Reduktion geht auf Kosten der Sicherheit«, meint der Gewerkschafter. Er ruft die Verantwortlichen auf, in dieser Sache umzudenken und sich nicht hinter der EU zu verstecken. »Es ist unglaublich, dass österreichs Vertreter in Brüssel mit Ja stimmen und sich dann zu Hause mit der EU-Richtlinie abputzen«, analysiert er. Was die Vorzüge der Energieliberalisierung betrifft, ist Foglar skeptisch. Die Profite der Haushalte seien Peanuts im Vergleich zu dem, was die Wirtschaft erhalten habe. Eine Breitseite hält Foglar zudem gegen die E-Control parat. »Der Regulator untersteht heute direkt dem Wirtschaftsministerium, da braucht es dringend eine demokratische Kontrolle«, findet Foglar. Und was die erneuerbaren Energieträger betrifft, will er auf jeden Fall auf der Bremse bleiben. Den Ausbau der Alternativen darf es nur dann geben, wenn sie auch wirtschaftlich sind, und nicht, um eine Klientel zu befriedigen.
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Gebäude thermisch sanieren...

Die mittelfristige Erreichung dieses Klimaschutz-Zieles ist jedoch laut der jüngsten IIBW-Studie am ehesten über die thermische Sanierung von Gebäuden zu erreichen.

Die im Auftrag von Güteschutzgemeinschaft Polystyrol-Hartschaum (GPH) und des Zentralverband Industrieller Bauproduktehersteller (ZIB) vom Institut für Immobilien, Bauen und Wohnen (IIBW ) erarbeitete Studie hat die komplexen Zusammenhänge zwischen den globalen Mechanismen zur Erreichung der Klimaziele und der thermischen Wohn-haussanierung in österreich aufgezeigt. Die Fakten zum Thema Kyoto-Ziel sind in österreich mittlerweile bekannt: Statt bei -13 % CO2-Reduktion gegenüber 1990 stand die Alpenrepublik 2005 bei +18 %. Der Bereich Raumwärme ist heute noch vor dem Verkehr am weitesten vom Kyoto-Ziel entfernt. Gegenüber den Werten von 2005 sollte daher bis 2010 nicht weniger als ein Viertel der Emissionen eingespart werden. Bei Nichterreichen der gesetzten Kyoto-Ziele drohen österreich jährliche Strafzahlungen in Höhe von 3 bis 4 Mrd. Euro. Der Sektor Raumwärme verursacht heute ca. 16 Millionen Tonnen CO2-äquivalent pro Jahr. Mit einer jährlichen Reduktion um 1 Million Tonnen kann das Ziel mittelfristig erreicht werden. Dafür werden laut Studie Kosten von rund 1 Milliarde Euro zusätzlich zu den bisherigen Mitteln der Wohnbauförderung veranschlagt. Bei entsprechender Gestaltung wiegen die zusätzlichen Rückflüsse an den Staat diese Kosten wieder auf. \"Fossile Energieträger sind zu wertvoll zum Verheizen! Die völlige Abkoppelung der Raumwärme von fossilen Energieträgern bis 2020 ist technisch ohne weiteres möglich. Darüber hinaus müssen wir auch der Kühlenergie wesentlich mehr Aufmerksamkeit schenken. Eine kluge Baustoffwahl kann helfen, besonders bei Bürobauten der Energievernichtung Grenzen zu setzen\", so Dr. Clemens Demacsek, Geschäftsführer der GPH. Die Wohnbauförderung allein kann das Problem nicht lösen - steuerliche Begleitmaßnahmen für die Sanierung des Altbestandes sind unumgänglich. Weiters ist eine Vereinbarung zwischen dem Bund und den Ländern zur Einführung hoher verpflichtender Standards in den Bauordnungen (maximale Heiz- und Kühlenergie für alle Gebäude) sowie die Ausrichtung der Wohnbauförderung auf die gemeinsamen Klimaziele notwendig.

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Zurück in die Realität

Im Oktober war die finale Idee geboren, am 26. Mai Weltpremiere in Köln und in gut drei Jahren werden sie von Google um hundert Millionen Dollar aufgekauft werden. So ähnlich könnte der Geschäftsverlauf des im November 2006 gegründeten österreichischen Start-ups eBlizz aussehen - zumindest bis zur Premiere in Deutschland hat man es ja bereits geschafft. Die Idee der Mannschaft um Anton Schmidbauer, Göran Askeljung und Technikleiter Martin Wawrusch klingt ebenso einfach wie verrückt. »Wir wollen das Internet katalogisieren und eigene Brand Universes schaffen«, tönt es aus dem Büro der österreicher in Hernals in Wien. Schmidbauer bastelt mit seinem eingeschworenen Team derzeit fieberhaft an einer umfangreichen Webplattform, die bestehende Social-Software-Welten wie Xing, LinkedIn oder Flickr, Gaming- und Casinoplattformen, RSS- und Nachrichtendienste, Instant Messaging und vieles mehr auf einer einzigen Oberfläche verbindet. Der Clou: Der User soll seine persönliche Webseite und Daten auch am PC gespeichert abrufen können - so als ob er gerade durchs Internet surft. Bei einer Onlineverbindung werden dann nur noch neue und veränderte Daten synchronisiert. Die weltweite Web-Welt zu Hause am PC - statisch, quasi. Schmidbauer und seine Kollegen haben ob dieser Fülle an Visionen - »Wir verbinden, was verbunden gehört« - dennoch ein klares Ziel: Internetinhalte für den Nutzer, ohne die Applikation zu verlassen, permanent speicherbar zu machen.

Dass dabei die eBlizz-Plattform zur persönlichen Eingangstür des Users in die Internetbereiche seines Interesses wird, schadet auch nicht besonders. »Wir sehen uns als Entertainment- und Medienhub«, betont Schmidbauer, keinesfalls Konkurrent zu bestehenden Plattformen werden zu wollen. »Wir verbinden lediglich die Dienste und Ideen anderer auf einer neuen Ebene.«Schmidbauer, Askeljung und Waw­rusch, die bereits auf erfolgreiche Karrieren in der Entwickler und Providerszene blicken - Martin Wawrusch gründete bereits den Internet- und Telefonieanbieter eWave, der 2001 um gutes Geld von Mobilfunker One aufgekauft wurde -, sehen sich nach der öffentlichen Vorstellung ihrer Idee anlässlich des Electronic Sports World Cup in Köln auf der Siegerstraße. Das Computerspielturnier, das die Entwickler bereits als Partner an Bord haben, hat sich als Sprungbrett zu den Konzernen in Europa entpuppt. So sei ein großer deutscher Telco an einer Kooperation interessiert, der die Plattform auch auf mobile Endgeräte bringen wird. »Unsere offene Zugangsweise an das Thema ermöglicht auch Businesslösungen bei eBlizz, etwa die Integration von Mobilfunkerportalen zur direkten Kundenansprache«, beschreibt Schmidbauer. eBlizz-Nutzer könnten dann etwa ihre Mobilfunkrechnung gleich in ihrer gewohnten Umgebung einsehen - Schnittstellen zu den Providern machen dies möglich.
Derzeit kämpfen die findigen Wiener richtiggehend mit Anfragen aus der Geschäftswelt, wie der Contentpool auch für Vertriebs- und Marketingangelegenheiten genutzt werden könnte. Nur einer hat noch nicht angerufen: Google.

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Komplementärer Ausbau

Report: Herr Russwurm, um gleich mit einem Spezialthema zu beginnen: Um einen bestimmten Breitbandbereich ihres Netzportfolios ist es in den letzten Monaten still geworden - WiMAX.
Andreas Russwurm: österreich ist diesbezüglich ein noch relativ ruhiger Markt. Wir haben aber mit vielen Initiativen auf europäischer Ebene zu tun. In der Region EMEA hat WiMAX viel Momentum bekommen. Wir sehen dies an einer Reihe von Pilotprojekten und kommerziellen Starts und sind weiters bereits mit einer großen Anzahl an Betreibern in Gesprächen. Ein wesentlicher Indikator sind auch die Fachkongresse zum Thema WiMAX, deren Besucherzahlen merkbar steigen. Diese Technologie ist nicht mehr exotisch, das Interesse ist ganz klar da. Für Festnetzbetreiber ist das drahtlose Breitbandangebot mit WiMAX eine großartige Chance, den Mobilfunkern bei mobilem Breitband die Stirn zu bieten.

Ist der Markt in österreich durch den Mobilfunk und den Breitbandausbau durch HSDPA nicht bereits zu ausgiebig erschlossen?
Im Gegenteil, ich sehe HSDPA sogar als logische Voraussetzung für einen technolo­gieübergreifenden Breitbandausbau in einem Land. Die Frage hier stellt sich nicht mit »entweder - oder« sondern mit »sowohl als auch«: HSDPA stimuliert den Markt und hilft neuen Technologien, auch auf etabliertem Grund Fuß zu fassen. Im Breitbandbereich ist die Zielgruppe im Mobilfunk durch HSDPA ähnlich wie bei WiMAX. Mit den entsprechenden Endgeräten, die den Mobilstandard bei WiMAX unterstützen, ist es der »nomadic user«, der mobil und unabhängig sein möchte. An dieser Stelle kommt übrigens auch das breite Netzportfolio bei Motorola zum Tragen: Unsere Vision ist die »seamless mobility«. Die Botschaft ist, dass der Kunde mit dem Internetzugang dort abgeholt werden muss, wo er gerade im Moment ist. Dies ist völlig unabhängig von der eingesetzten Technologie zu sehen. Motorolas Konzept »MOTOwi4« setzt auf den drahtlosen Breitbandzugang über Festnetz, nomadische und mobile Netzwerke. Dies können dann sogar Technologien wie Point-to-point, Point-to-Multipoint oder Breitband über die 220V-Stromleitung sein. Motorola spricht mit seinem Portfolio unterschiedliche Kundensituationen an, etwa Business-to-Cus­tomer- und Business-to-Business-Anforderungen. All diese Technologien werden nicht in Konkurrenz zueinander auftreten, sondern sich komplementär verhalten. Ich sehe bestenfalls überlappungen in bestimmten Bereichen.

In der jüngsten Vergangenheit habe einige Outsourcingpartnerschaften bei den Mobilfunknetzen für Aufsehen gesorgt. Wie sieht es bei solchen Managed Services bei Motorola aus?
Es gibt bei Netzbetrieb und Netzwartung schon einige Verträge, auch im Bereich der Netzoptimierung wurden bestehende Netze bereits an Motorola verlagert, um mit unseren Methoden und Tools ein Optimum an Qualität und Kapazität aus den Netzen zu bekommen. Dass von heute auf morgen aber ganze Netze ausgelagert werden sollen, sehe ich nicht als generellen Trend.

Welche Rolle spielt die übernahme des IT-Spezialisten Symbol Technologies heuer im österreichgeschäft?
Wir haben mit der Anfang 2007 abgeschlossenen Akquisition von Symbol Technologies auch die Vertriebsverantwortung für die Region übernommen. Aus Produkt- wie auch aus Mitarbeitersicht ist der Kauf ein spannendes Thema, da wir Mitarbeiter auch in öster­reich integrieren und einen neuen Zugang zu Kunden bekommen haben, die traditionellerweise nicht bei Motorola beheimatet gewesen wären. Die konsolidierte Gruppe Motorola Enterprise Mobility Business bietet nun einen verstärkten Fokus auf Services zu WiFi, Handheld-Lösungen, Barcode-Scannern, RFID-Equipment und bietet sowohl Netzwerkdesign also auch Netzwerkmanagement im Enterprisebereich.

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Neue Kunden, neue Services

Es gibt eine Prognose für das Jahr 2010, die dem Mobilfunk wieder Hoffnung gibt: In drei Jahren werden mehr Maschinen miteinander über mobile Netze kommunizieren als Menschen. Was als dystopische Vision einer gnadenlos industrialisierten Umwelt klingt, kann aber auch nützlich sein. Denn die Machine-to-Machine-Communication (M2M) wird das Leben der biologischen Einheit Mensch bequemer und kostensparender machen. Und die Mobilfunker dürfen dann wieder auf jene Wachstumsraten blicken, die in den letzten Jahren schon den Mobilmarkt zu einer außergewöhnlichen Branche erhoben hatten.

Lebendige, neue Wachstumsbranche. Heute gelten mehrere Bereiche als sichere Kandidaten für eine Erschließung mittels M2M und Mobilnetz. Der Bereich Ortung und Objektverfolgung etwa konzentriert im Flottenmanagement allerlei Informationen wie Standort, Geschwindigkeit oder Ladungsstand zentral bei Zulieferern und Logistikern. Eine andere Anwendung mobiler Gerätekommunikation findet sich heute schon zu Tausenden in Bankomatkassenterminals. Zudem können Straßenlampen relativ leicht mit integrierten GSM-Modulen überwacht und mit einem zentralen Sys­temmanagement verbunden werden. Das Prinzip dabei ist stets dasselbe: Es werden Transparenz und Kostenoptimierung gewährleistet. Bis zu 30 Prozent konnten bei einem Pilotprojekt einer Mineralölfirma dank M2M-Communication an der Zapfsäule gespart werden. Die Zapfsäulen sendeten fortwährend den Status des verbliebenen Treibstoffes im Tank - Benzin und Diesel konnten dadurch zielgenau an die Tankstellen geliefert werden und Leerfahrten wurden vermieden. Und die Firma Kapsch, die für dieses Projekt verantwortlich zeichnet, setzt auf ein weiteres Einsatzgebiet in der M2M-Communication: die Zählerfernauslesung in Stromnetzen.

Stromkastl im Visier. Die Zählerkästen als neue Mobilfunkkunden? Ja, sagen die Kapsch-Techniker Roland Ochenbauer und Peter Krüger, beide Solution Architects im Bereich Multimedia Communication. Eine automatische Auslesung und Anbindung per Mobilfunkdatenleitung GPRS würde den Energieversorgern neben Einsparungen auch eine bessere Planbarkeit an den Strombörsen bringen. Der Grund: Bislang wurde jährlich ein einziges Mal der reale Zählerstand übermittelt. Der Strombedarf musste für den Rest des Jahres geschätzt werden. Eine schnellere, direkte Anbindung per Mobilfunk liefert aber ständig Echtzeitdaten. Für den EVU wären damit sogar neue Produkte wie etwa Prepaid-Strompakete für unregelmäßig zahlende Kunden möglich. Die Idee: Im Voraus gekaufte Kontingente werden in der Ferndiagnose überwacht, der Stromlieferant kann direkt auf den Verbrauch eines Kontingents regieren und die Leistung wieder abschalten. Denkbar etwa bei Stromkunden, die bisher als schwierig und teuer galten, weil Rechnung nicht respektive verspätet beglichen wurden.Doch zurück zum smarten Flottenmanagement: Roland Ochenbauer hat kürzlich mit einer Erfindung aufhorchen lassen. Patentiert wurde eine satellitenbasierte Positionsmesseinrichtung in Kombination mit M2M-Communication. Das Modul, das etwa an einem Lastwagen oder einem Schiffscontainer angebracht werden kann, hält mit seiner extrem energiesparenden Versorgungseinheit mehrere Jahre Einsatz durch. »Bisherige Lösungen hatten Energieeinheiten so groß wie Lastwagenbatterien gefordert«, beruft sich der Erfinder auf eine nun zehnmal kleinere Lösung. Damit steht ihm praktisch die Welt offen: Hunderte Millionen Maschinen, die in den nächsten Jahren emsig miteinander kommunizieren werden.

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Visionen aus Graz

Friedrich Steinbrucker werkt seit 1999 als IT-Leiter in österreichs zweitgrößter Stadt. War bis vor zwei Jahren noch die typische Download­ecke für den kommunalen Formularverkehr auf der Stadthomepage graz.at zu finden, ist seit Sommer 2005 eine mit allen Wassern gewaschene E-Government-Plattform in Betrieb. Begonnen hatte man mit vier Basisdiensten, darunter ein Verfahren zur Müllabfuhränderung. Heute sind rund 40 Dienste für die Bürger aufgesetzt, die Plattform wird bereits »erfreulich oft« genutzt. Die Grazer Verwaltung hat auf dieser Ebene über 20.000 Verfahren in eineinhalb Jahren abgewickelt. »In absoluten Zahlen ist das noch nicht die Welt. In Relation zur Durchsetzung von E-Government ist es aber eine schöne Zahl«, rechnet Steinbrucker vor.

E-Government lebt von den Anwendungen und Verfahren für die Bürger und Wirtschaft. Diese aber auch kostengünstig anbieten und umsetzen zu können - das hat sich der Grazer Amtsleiter fest vorgenommen. »Wir wollten nicht für jedes einzelne Verfahren ständig neue Applikationen entwickeln, sondern eine Wiederverwendbarkeit der Prozesse ermöglichen«, erklärt er. Also wurden damals jene Basisdienste analysiert, die für jedes der Verfahren - ob Baugenehmigung oder Gewerbeanmeldung - stets gleich sind, wie etwa Signaturen, Anmeldevorgänge, elektronisches Zahlen oder das Zustellen von Dokumenten. Das Resultat heute: Die Grazer sitzen nun auf einer wertvollen Plattform, die all diese Basisdienste enthält - die Module ermöglichen es, E-Government-Verfahren rasch umzusetzen. Freilich ist alles noch in den Anfängen. Steinbrucker und sein Team haben die Erfahrung gemacht, dass bei entsprechender Bekanntheit die Bürger aber keine Hemmungen haben, die neuen Dienste im Internet zu nutzen. Ein Beispiel: Die amtliche Lenkerauskunft nach Zahlungsverzögerungen bei einer Anonymverfügung enthält gleich den Hinweis für den Einzahler, den Bezahlvorgang auch übers E-Government bewerkstelligen zu können. Die Nutzerquote in Graz: über 50 Prozent. Dort, wo der Bürger von der Möglichkeit weiß, Verfahren elektronisch abzuwickeln, »dort werden diese auch genutzt«, weiß man.

ähnliche Offenheit und Begeisterung der Bürger konnte die Stadtverwaltung bei der vergangenen Nationalratswahl beobachten. Die Möglichkeit der Stimmabgabe mittels elektronischen Wahlkarten wurde groß beworben. Von insgesamt 14.000 ausgestellten Karten in Graz wurden 9.500 elektronisch ausgestellt. Marketing, die Anwendungen selbst und das Wissen über die Anwendungen sind die wesentlichen Aufgaben des E-Government, sagt Steinbrucker. Wenn der IT-Manager von Marketing spricht, steht dann auch mal ein großes Zelt am Grazer Hauptsplatz, in dem die Onlineservices der Stadt präsentiert und erklärt werden. »Wir hatten eine hervorragende Resonanz auf das Informationsangebot«, berichtet er. Vor allem ältere Personen und körperlich Behinderte sehen die Vorteile des elektronischen Amtsweges. Viele ältere Menschen würden Internet- und PC-Kurse besuchen und dadurch ein Faible für die Bürgerdienste im E-Government entwickeln.

Und wie sieht es mit dem Begriffsverständnis aus? Darf man überhaupt E-Government sagen? Nein, sagt Steinbrucker. Der Begriff sei zu technisch, haben die Grazer anhand eigener Umfragen abgetestet. Die Worte »Bürgerservice« und »online«, umschreiben das Themengebiet verständlicher. Der Abteilungsleiter weiß, wovon er spricht: Vor seinem Quereinstieg in die Verwaltung saß er in der Geschäftsführung bei dem Kundenservicespezialisten Pidas in Zürich.

Servicegedanken unterstützt. E-Government wird in Graz mehr als nur als Portal zur öffentlichen Verwaltung gesehen, da sich in den nächsten Jahren die Art der Dienstleistungserbringung auch intern stark verändern wird. Dabei soll der persönliche Bürgerservice über die Servicestellen der Stadt ausgebaut, gleichzeitig aber auch die Automatisierung auf Onlineebene verbessert werden. Steinbrucker und sein Team versuchen derzeit auch stärker, die Wirtschaft als E-Government-Kunden zu gewinnen. Aktuell prüft man in zwei Pilotprojekten mit großen Grazer Unternehmen das Einsparungspotenzial bei den bilateralen elektronischen Abläufen. »Es ist ja auch in der Verwaltung möglich, die Effizienz in den Verfahren zu verbessern«, stellt sich der Amtsleiter dem verstaubten Image der Behörden entgegen. Ein Beispiel für einen solchen Prozess: Bei der in Industrie­unternehmen sehr häufig vorkommenden Betriebsanlagengenehmigung sind komplex unterschiedliche Bereiche wie Umweltverträglichkeit, Baubehörden oder das Gewerbeamt involviert. Die unterschiedlichen Prozesse werden in einer idealen Verwaltungswelt dann in einem einzigen Ablauf für das Unternehmen konsolidiert sein.

über den Städtebund hält Steinbrucker Kontakt zum Fachausschuss für IT (FIT) und nimmt regelmäßig an Treffen zum Thema E-Government teil. »Was für Graz gut ist, muss auch für andere gelten können«, ist das Motto, Basisdienste und sogar ganze Verfahren auch anderen Städten zugänglich zu machen. Im Zuge eines EU-Projektes wurde nun eine Kooperation mit 16 Umlandgemeinden - dem Speckgürtel um Graz - begonnen.

Große Shopzukunft. Steinbrucker will die E-Government-Plattform nun Richtung E-Shop vorantreiben. »Wir versuchen, Verwaltungsleistungen ähnlich bildlich wie im E-Business und E-Commerce in Produktform darzustellen.« Dabei geht es um nichts weniger als die nächste Generation des E-Government, in der Formulare aufgrund unterschiedlicher Attribute dynamisch generiert werden. Prozesse und Verfahren werden dabei in Produktkomponenten zerlegt. Dahinter werden Regeln automatisch abgefragt, die im klassischen E-Business kaum vorkommen. Im E-Government muss etwa für eine Antragstellung ein Hauptwohnsitz in der Kommune vorliegen, bei Kraftfahrzeugverfahren ist eine Zulassungsberechtigung erforderlich. Beim One Stop Shop soll dies automatisch passieren. Heuer will man bereits mit den ersten Produkten online gehen.

Der »No Stop Shop« als weitere visionäre Idee wird die Verwaltung wiederum in Zugzwang gegenüber dem Bürger bringen - beispielsweise in der Arbeitnehmerveranlagung, die im Anlassfall proaktiv zurückerstattet werden könnte. Auch andere Verfahren sind in Lebenssituationen des Bürgers, in denen er einen Antrag nur noch anstoßen muss, denkbar. Etwa bei der Geburt eines Kindes oder einer Heirat. »Die Verwaltung weiß dann ohnehin, was zu tun ist und welche Berechtigungen im Raum stehen. Es wird sich in der nächsten Zeit einiges dazu im Sinne der Bürger ändern«, ist Steinbrucker optimistisch.

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Schnurlos und handlich

VoIP wird immer beliebter, die Klangqualität wird immer besser und es ist eine kostengünstige Alternative vor allem bei Auslandsgesprächen. Das neue Kensington Vo200 Bluetooth Internet Phone vereint soll Nutzerkomfort und Klangqualität vereinen. Außerdem ist es praktisch für unterwegs: Wenn es nicht im Einsatz ist, lässt sich das Telefon im PC-Card-Steckplatz verstauen, wo es zusätzlich geladen wird. So müssen Geschäftsreisende nicht noch an ein zusätzliches Ladegerät oder Kabel denken.

Das Vo200 ermöglicht Telefonate über VoIP-Anbieter wie Skype, MSN, Google und Yahoo. Es kann in der Hand gehalten und als Hörer genutzt werden, nützlich für Telefonkonferenzen ist die zusätzliche Lautsprecherfunktion. Echokompensation und Geräuschunterdrückung lassen störenden Nebeneffekten keine Chance und sorgen für eine hervorragende Klangqualität beim Sprechen.

Zwischen Gesprächen wird das Vo200 im PC-Card Steckplatz verstaut und zugleich geladen. So ist das Telefon stets einsatzbereit. Im vollen Ladezustand erlaubt das Vo200 laut Hersteller bis zu drei Stunden Gesprächszeit und bleibt bis zu 30 Stunden auf Stand-by. Sinkt die Akkuleistung unter 10 Prozent, warnt eine blinkende Kontrolleuchte vor dem drohenden Gesprächsverlust.

Das Vo200 ist kompatibel mit PCs ab Windows XP, die über einen Bluetooth Anschluss, einen PC-Card Steckplatz, ExpressCard 54 oder 34 Millimeter Anschluss verfügen.
Preis: 79,99 Euro

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Linz doppelt auf

Franz Dobusch, Linzer Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der Linz AG, hat eine Vision: »Wir wollen weitere eigene Kapazitäten aufbauen, um unabhängig zu werden«, sagte er anlässlich der Präsentation der aktuellen Ausbaupläne für das Kraftwerk Linz Mitte. Realisiert wird mit dem Projekt »Linie 1B« im Fernheizkraftwerk Linz-Mitte ein kombiniertes Gas- und Dampfturbinenkraftwerk, das über eine Brennstoffausnutzung bis zu 90 Prozent verfügen soll und so geringste Emissionen ermöglicht. Als Hauptbrennstoff kommt Erdgas zum Einsatz.Der Generaldirektor der Linz AG, Alois Froschauer, wies auf die zentrale Rolle seiner Gesellschaft hin, die als regionales Unternehmen alles unternehme, um beim Strom 100 Prozent selbst zu erzeugen. »Um anhaltende Erfolge zu sichern und unsere Eigenständigkeit zu erhalten, haben wir rechtzeitig Strategien ausgearbeitet, die wir planmäßig realisieren. Wir setzen dabei auf Kraft-Wärme-Kopplung, Effizienzsteigerung, Einsatz erneuerbarer Energien und Brennstoffdiversifikation«, so Froschauer.

Seit 1989 investierte der Versorger knapp 300 Millionen Euro in seinen Kraftwerkspark.Durch den ständigen Ausbau des Fernwärmenetzes sind gegenwärtig etwa 60 Prozent der Haushalte an die Fernwärme angeschlossen, was zwischen 1989 und 2006 eine Reduktion des privaten CO2-Ausstoßes von 400.000 auf rund 166.000 Tonnen mit sich brachte, wie Dobusch sich freut.

Dass eine langfristige Energiepolitik für den Linzer Raum unumgänglich ist, unterstrich der zweite Vorstand Josef Heitzinger: »Der Großraum Linz verzeichnete in den vergangenen Jahrzehnten einen rasanten wirtschaftlichen Aufschwung, der Strombedarf hat sich in den letzten 25 Jahren verdoppelt. Die Prognose für die kommenden fünf Jahre zeigt eine Steigerung des Bedarfs auf 2.200 Gigawattstunden für Linz.«

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Steuerrad Förderung

Des Weiteren zeige sich, so die Wifo-Expertin Margarethe Czerny, dass der hohe Anteil an gemeinnützigem Wohnbau sich positiv auf die Stabilität der Konjunktur auswirke.

Der Wohnbau spielt in Europas Wirtschaft eine zentrale Rolle. 2005 wurden in den 19 Euroconstruct-Ländern insgesamt 624 Milliarden Euro in den Wohnungsbau investiert. Das sind 48 Prozent des gesamten Bauvolumens von 1.300 Milliarden Euro, wie aus einer neuen Studie hervorgeht. Etwa die Hälfte des für Wohnbau aufgehenden Budgets entfällt in den Euroconstruct-Staaten auf den Neubau, der Rest auf Sanierung und Renovierung. In den EU-25 sind rund 16 Millionen Menschen direkt mit der Errichtung und Sanierung von Wohnungen beschäftigt. Indirekt, also mit allen vor- und nachgelagerten Sektoren, sind in Europa rund 45 Millionen Menschen mit dem Wohnbau beschäftigt, wie die Wifo-Expertin Margarethe Czerny erklärt. »Der Wohnbau hat im Lissabon-Prozess durch seine Beschäftigungsintensität einen neuen Stellenwert erlangt«, erklärte sie anlässlich der CECODHAS-Konferenz, zu der kürzlich Vertreter der gemeinnützigen Wohnungswirtschaft aus ganz Europa in Wien zusammentrafen. In österreich beträgt der Anteil des Wohnbaus am Gesamtbauvolumen mit rund 40 Prozent weniger als im europäischen Durchschnitt, so Czerny. Der Wohnbau ist dennoch eine Jobmaschine: Eine Milliarde im Wohnungsneubau bringt etwa 11.000 Jobs, in der Sanierung bewirkt dasselbe Investment 12.000 Beschäftigte.
Demgegenüber bringt eine Milliarde Infrastrukturbau nur etwa 7.500 Menschen Arbeit. »Neueste Analysen zeigen uns, dass in österreich ein großer zyklischer Zusammenhang zwischen Wohnbau und Bruttoinlandsprodukt besteht«, betont Czerny. Des Weiteren bricht die Wissenschafterin eine Lanze für die Gemeinnützigen: »Der hohe Anteil der Gemeinnützigen strahlt auf die Stabilität der Konjunktur aus«, sagt Czerny. Während gesamtwirtschaftliche Aufschwungphasen drei bis vier Jahre dauern, halten Wohnbaukonjunkturzyklen etwa doppelt so lange an, führt Czerny aus. »Die derzeitige Aufschwungphase wird in österreich bis 2010 anhalten«, prognostiziert sie. Eine weitere wichtige Erkenntnis der jüngsten Studien sei, dass änderungen in der Wohnbauförderung ein große Rolle für die Entwicklung der Bautätigkeit spielen. Czernys Resümee: »Die Wohnbauförderung ist geeignet als wirtschaftliches Steuerinstrument.« Für sie gilt nach den nun vorliegenden Studienergebnissen auch als gesichert, dass Länder, die den Wohnbau fördern, in Summe besser abschneiden als jene, die auf den freien Markt setzen. »In Ländern wie Spanien, Großbritannien und Irland dominieren freie Marktmechanismen, das bringt zeitweise extrem hohe Wohnbautätigkeit, Spekulation und hohe Preise mit sich. Länder mit Förderung haben stabilere Preise und geringere Ausschläge in der Produktion«, weiß Czerny und fügt hinzu: »Diese Erkenntnisse hatten wir bislang nicht.«

Für Vertreter der gemeinnützigen Wohnungswirtschaft wie etwa den GBV-Obmann Karl Wurm kommen diese Resultate nicht von irgendwo. »Ich habe den Eindruck, dass österreich den sozialen Wohnungsmarkt mehr lebt, als das in anderen Ländern möglich ist«, sagt er. Mit den rund 500.000 gemeinnützigen Wohnungen und den 220.000 Gemeindewohnungen Wiens habe das Land einen hohen Anteil an sozial gebundenem Wohnraum, der natürlich regulierend auf den Privatmarkt wirke. Wurms Wunsch: »Es wäre gut, wenn in Europa mehr über die gesellschaftspolitische Bedeutung des Wohnens geredet würde.« Gedanklich zurückgekehrt nach Wien und zum Neubau, betont Wurm, dass keineswegs alles eitel Wonne sei. Die Grundstückspreise sind erheblich gestiegen, was geförderten Wohnbau an attraktiven Orten erschwere. Nicht ganz so drastisch sieht das der Leiter der Magistratabteilung 50, Wolfgang Förster. Er erklärte den rund 120 Teilnehmern der Konferenz, die aus 20 Ländern anreisten, dass in Wien nur dort gefördert gebaut werde, wo leistungsfähige öffentliche Verkehrsmittel vorhanden sind - was mehr ein Wunsch als Realität ist, wie die zuletzt realisierten Projekte Wienerberg und Monte Laa belegen.

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