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Wenn Data Mining fliegen lernt

Von Daniela Hoffmann

Alle zwei Wochen startet die größte österreichische Bank neue Marketingkampagnen für ihre Kunden. Komplexe Data Mining-Analysen filtern zuvor die Zielkunden heraus, bei denen die Kaufwahrscheinlichkeit besonders hoch ist - die Abschlussquote liegt bei drei bis fünf Prozent. Die hohe Frequenz im Marketing wäre nicht denkbar, würde die Bank Austria Creditanstalt nicht auf eine Technologie namens \"Extreme Data Mining\" setzen, mit der sich die Zeit für die Modellbildung und -durchführung bei der Datenanalyse um rund zwei Drittel verkürzt hat.

Data Mining ohne Zeithürde. Bereits in 2004 hatte die BA-CA das Projekt \"Fit for Sales\" gestartet, in dessen Rahmen die Vertriebssteuerung zentral ausgerichtet und das Direktmarketing neu aufgebaut werden sollten. \"Für uns ist entscheidend, 14-tägig Verkaufskampagnen durchzuführen, die auf relevanten Kundendaten basieren\", erklärt Werner Widhalm, Leiter Unit Customer Knowledge Management. Bis dahin wurde mit dem klassischen (traditional) Data-Mining-Werkzeug Darwin gearbeitet. \"Das war sehr zeitintensiv und zu aufwendig, um einen zweiwöchentlichen Rhytmus etablieren zu können\", erinnert sich Widhalm. Die hohe Frequenz der Aktionen ist jedoch wettbewerbsentscheidend: schließlich hat sich auch im Bankensektor in den letzten Jahren im Bereich Kundenkommunikation so einiges verändert. Daher lautete die selbstgestellte Aufgabe, ein Tool für das Data Mining zu finden, das den gestiegenen Ansprüchen an Geschwindigkeit und Genauigkeit Rechnung tragen sollte. Im Rahmen des Evaluierungsprozesses wurde das Analytische Framework von KXEN als Lösungsmöglichkeit ermittelt. Die österreicher entschieden sich im Frühjahr 2004 für das \"Extreme Data Mining\"-Tool des gleichnamigen amerikanischen Anbieters. Bereits im August ging das analytische Framework in den Echtbetrieb. Ausschlaggebend für die Entscheidung war zum einen, dass der KXEN-Ansatz, Data Mining einem breiteren Anwenderkreis zugänglich zu machen, gut zur Mitarbeiterstruktur der Bank passte: viele Praktiker mit breiter Erfahrung im Banksoftware-Bereich, weniger Mathematiker und Statistiker. \"Wer sich schon länger mit dem Thema Datenanalyse beschäftigt, kann sich sehr schnell in die Software einarbeiten\", konstatiert Erich Hrusa, zuständig für die technische Architektur im Customer Knowledge Management. \"Wir wollten eine Lösung, die sich rasch rechnet\", nennt Widhalm einen zweiten Grund für die Entscheidung.

Eingebunden in komplexe Strukturen. Grundlage für das Data Mining ist ein \"Marketing Data Warehouse“, in das aus den operativen Systemen in unterschiedlicher Frequenz - täglich, wöchentlich oder monatlich - marketingrelevante Kundeninformationen eingespeist werden. Von hier fließen die Daten in einen analytischen Data Mart ein, der als Schnittstelle dient. Hier werden sogenannte analysefähige Datensätze zur Weiterbearbeitung generiert und ohne redundante Speicherung in KXEN verarbeitet. Etwa zwei Millionen Kundendaten untersucht das Tool dabei auf Muster. Im Data Mart stehen insgesamt rund vier Millionen Kunden-Datensätze zur Verfügung, darunter auch Informationen zu Wunschkunden. Basis ist das Datenbank-System MS SQL Server 2000, das auf sechs Servern inklusive Test- und Entwicklungsbereich läuft. Rund 4,5 Terabyte Daten haben die Wiener im operationalen Bereich zu stemmen, hinzu kommen noch zwei Terabyte im Archivbereich.

In der Scoring Engine werden aktuelle Modelle als Batchjob automatisch durchgeführt, je nach Planung wöchentlich oder monatlich. \"Monatlich sind es heute mindestens 20 Modelle, das wäre früher ein Zeitaufwand von mindestens vier Monaten gewesen. Im Schnitt hat die Erstellung und Durchführung eines Modells bei uns damals etwa zwei Wochen gedauert, heute sind es nur fünf Tage\", fasst Erich Hrusa die Veränderungen zusammen. Zu den wesentlichen Einsatz-Bereichen bei der Bank Austria Creditanstalt zählen neben Vorhersagen der Kaufwahrscheinlichkeit auch die Kundensegmentierung (Cluster-Analyse) und die Retention-Analyse (Untersuchung des Kundenbindungsverhaltens). Marketing-Kampagnen setzt die Bank Austria Creditanstalt mit Epiphany um, hier werden die Kundenauswahl, das Kundenbetreuer-Binning und die Auswahl des Kommunikationskanals gesteuert. Die Ergebnisse aus dem Data Mining mit KXEN fließen in den analytischen Data Mart zurück und von dort aus per Schnittstelle nach Epiphany.

Voraussage funktioniert fünfmal besser. Das Data Mining auf die herkömmliche Art, bei dem über lange Zeiträume Regressionsmodelle entwickelt werden, erscheint den Wienern schon lange nicht mehr zeitgemäß. Die mathematische Expertise steckt bei KXEN im Produkt selbst, je nach gewählter Funktion stehen Methodiken von der Regressions- über die Zeitreihen- bis hin zur Cluster-Analyse zur Verfügung. Die Anwender bringen vor allem ihr fachliches Wissen ein. \"Dieser praxisbezogene Zugang funktioniert sehr gut\", meint Hrusa. Neben dem Bau von Modellen übernimmt die Software eine weitere wichtige Aufgabe: die Evaluierung der Modell-Qualität, insbesondere, wenn sich Datenstrukturen verändern. \"Unser Umgang mit Data Mining ist im Gegensatz zu früher sehr viel industrialisierter, das ist bei der Vielzahl von Marketing-Aktivitäten auch nicht mehr anders realisierbar\", so Hrusa. Befragt nach der Erfolgsquote der Vorhersagen, meint Werner Widhalm: “Wir erreichen mit KXEN im Durchschnitt eine Abschlussqoute der beworbenen Produkte von etwa drei bis fünf Prozent. Vorher waren es ein bis zwei Prozent“. Die Data-Mining-Spezialisten unterstützen Verkaufskampagnen, die rund 20 Prozent des Neukundengeschäfts der Bank ausmachen. Das entsprach im Vorjahr einem Umsatz von rund 50 Millionen Euro.

Mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Während früher bei Kampagnen beispielsweise 100.000 Kunden auf Basis einfacher Selektionen angeschrieben wurden, sind es heute mit qualifizierten Ergebnissen aus dem Data Mining teilweise nur 10.000, bei Spezialthemen manchmal auch nur 5.000 Kunden. Das spart nicht nur deutlich bei den Portokosten, sondern schafft wesentlich effektivere Voraussetzungen für die Vertriebsmitarbeiter - schließlich reicht nicht der Brief allein: viele Abschlüsse entstehen erst durch das Nachtelefonieren und den persönlichen Kontakt. \"Dank der guten Hinweisqualität verzeichnen wir mehr Erfolg, obwohl wir quantitativ weniger Kunden ansprechen. Zu den typischen Analysen zählt zudem die Betrachtung des Abwanderungsverhaltens. \"Wir beziehen über 1.500 Variable und Muster alter Abwanderungskunden in diese Analyse ein. Mit bloßem Auge wären die Faktoren, die auf abwanderungsgewillte Kunden hindeuten, schlicht und einfach nicht zu erkennen\", erklärt Widhalm. Weist ein Kunde entsprechende Muster auf, wie die Kündigung einzelner Produkte oder Verringerung des Volumens, werden die österreicher umgehend aktiv.

Ausblick. Das Restchen Magie, das im automatischen Durchforsten von 1.500 Variablen pro Kunde nach erkennbaren Mustern steckt, war am Anfang nicht so ganz einfach zu fassen. \"Die Vertriebskollegen waren es gewöhnt, mit Selektionen zu arbeiten. Beim Data Mining erschließen sich die Hintergründe nicht so ohne weiteres und es ist schwierig zu erklären, warum ein Kunde eine Kaufwahrscheinlichkeit für ein Produkt hat Die Akzeptanz kam hauptsächlich mit der Erfahrung, dass die Ergebnisse deutlich besser geworden sind\", meint Hrusa.

Auch das Nachmessen steht bei der Bank Austria Creditanstalt dauerhaft auf der \"To-do\"-Liste. Im geschlossenen Kreislauf fließen die Ergebnisse der anschließenden Erfolgsmessungen wieder in die Modelle ein. Dazu werden die Abschlüsse aus den operativen Systemen erfasst und weiter verarbeitet.

Auf dem Weg zu den \"Best Practises\", mit denen bisher vor allem der Telco-Bereich glänzt, plant die Bank Austria Creditanstalt den weiteren Ausbau in Richtung zentrale Datenhaltung, um über einen sogenannten \"single point of truth\" zu verfügen. Die Zielsetzung im analytischen Bereich lautet Werner Widhalm zufolge: \"Die Kunden immer besser beschreiben und noch mehr Daten für das Data Mining gewinnen“.

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Schluss mit Lustig

Dass der Rücktritt von Francis Lustig, bis 24. August Vorstandssprecher der seit fünf Jahren börsenotierten Immobilien-AG Meinl European Land (MEL), mit den Turbulenzen rund um die massiven Kursverluste der MEL zusammenhängt, dürfte mehr als eine zeitliche Koinzidenz sein. Am Tag davor war bekannt geworden, dass MEL Ende Juni rund 17,3 Prozent ihrer eigenen Aktien zurückgekauft hatte und dafür rund drei Viertel des aus der letzten Kapitalerhöhung stammenden Geldes investiert hat. Laut Berechnung des Börse Express musste die Gesellschaft dafür 21,4 Euro pro Aktie zahlen - zu einem Zeitpunkt, als der Kurs bei 15,64 Euro lag. Möglich war der massive Rückkauf, weil MEL gesellschaftsrechtlich nicht in österreich beheimatet ist, wo Aktiengesellschaften maximal 10 Prozent des Grundkapitals zurückkaufen dürfen, sondern auf Jersey.
Nach Bekanntwerden dieser mittlerweile von der Finanzmarktaufsicht untersuchten Transaktion - Mitbewerber nennen es weniger vornehm \"versuchte Kursmanipulation“ - rasselte der Kurs der MEL-Aktie um mehr als 10 Prozentpunkte in den Keller. Das dürfte dem Manager den Kopf gekostet haben, vor allem in Zusammenhang mit der missglückten Kommunikation und dem Vertrauensverlust der Anleger. Rupert-Heinrich Staller, Lustigs Nachfolger und Vertrauter von Julius Meinl, soll, wie es heißt, \"eine gleichermaßen offene wie Vertrauen schaffende Informationspolitik im Einklang mit einer modernen Corporate Governance“ fahren und damit \"das Unternehmen bei seinem Aufbruch in eine neue Dimension begleiten“.
Wann Meinl die teuer eingekauften eigenen Aktien wieder am Markt platzieren wird, steht in den Sternen. Soll das mit Gewinn geschehen, also wenn der Kurs über die 21,4 Euro zum Zeitpunkt des Rückkaufs klettert, kann es noch dauern. In der zweiten Augusthälfte lag der Kurs unter 13 Euro.
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Mut zur Farbe

Auffallend fröhlich und bunt sind die Werke, mit denen der deutsche Maler Carsten Kruse seine unverwechselbare \"Handschrift“ in den öffentlichen Raum trägt. Zu ihnen gehören unter vielen anderen die sonst eher langweiligen Funktionsteile wie Fahrkarten-Automaten und Haltestellen-Häuschen, die Kruse einer kompletten optischen Verwandlung unterzieht, aber auch Straßenbahnen oder ganze Freizeitzentren.
Zu seinen Vorbildern zählen dabei Niki de Saint-Phalle und Roy Liechtenstein. \"Ich mag es plakativ, eindrucksvoll, poppig und knallig“, sagt Kruse, der sich selbst als eine Art Dienstleister der Freude bezeichnet. Die 38jährige Frohnatur ist ein Autodidakt par excellence. Positiv auf Menschen einzuwirken, sie zum Lächeln, zum Staunen zu bringen, ist sein Ziel - und diesen Erwartungen wird er gerecht. Seine anspruchsvolle Tätigkeit setzt er mit viel Phantasie um.
Mehr Mut zur Farbe will Kruse forcieren, Zeichen und Signale setzen. \"Meine Objekte sollen sich nicht ins Umfeld einpassen“, sagt er und betont die Bedeutung von kräftigen Farbtönen: \"Es ist viel zu viel Grau, Weiß und Braun in den Straßen. Deswegen müssen farbige Akzente her, die idealerweise Akzeptanz bei allen Altersstufen finden sollten“, macht er seine Philosophie deutlich.
Die Verbindung zu hochwertigen Lacken und Farben resultiert dabei aus dem praktischen Anwenden dieser Produkte für die farbig gestalteten öffentlichen Verkehrsmittel und Fahrkartenautomaten, aber auch für größere Außen- und Innenwandflächen in den Spaßbädern. Hier fungiert Kruse einmal mehr als überzeugter Botschafter für Farbenfreude.
Mehr über die Welt von Carsten Kruse unter: www.ck-paintings.de
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Wiener U-Bahn- Finanzierung gesichert

Bis 2019 werden in drei Etappen insgesamt 1,85 Milliarden Euro in die Verlängerungen von U1 und U2 sowie in diverse Park&Ride-Anlagen investiert. Die Finanzierung der 14 Kilometer U-Bahnlinie samt 15 Stationen wird wie bisher im Verhältnis 50:50 aufgeteilt. Insgesamt wird das Wiener U-Bahn-Netz dann 89 Kilometer lang sein und über 116 Stationen verfügen. In der fünften Ausbaustufe könnte dann auch eine U4-Verlängerung nach Auhof und eine U6-Verlängerung Richtung Norden und Süden enthalten sein. Als Erstes kommt die oberirdisch geführte U2-Verlängerung nach Aspern an die Reihe, die 2013 fertig sein soll. Bei der Südverlängerung der U2 ist eine Anbindung an den neuen Hauptbahnhof weiterhin kein Thema. Die Verlängerung der U1 nach Rothneusiedl wird frühestens im Jahr 2010 begonnen und 2015 abgeschlossen sein.
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Demand für On-Demand

Aktuelle Forschungsergebnisse des Netzdienstleisters Colt zeigen, dass mehr als 75 Prozent aller Großunternehmen in Europa bis 2009 erhöhte Investitionen im Bereich der On-demand-Dienstleistungen erwarten. Zentrale Themen der Studie - Schlüsseltechnologien wie Virtualisierung und Software als Dienstleistung - gelten als besonders wachstumsstark. Die Mehrzahl der europäischen Großunternehmen plant deren Einführung innerhalb der nächsten zwei Jahre.

Die Untersuchung wurde im Frühling 2007 durch das Marktforschungsunternehmen Coleman Parkes auf europaweiter Basis durchgeführt. Befragt wurden mehr als 400 IT-Direktoren in 13 Ländern: österreich, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Irland, Italien, Portugal, den Niederlanden, Spanien, Schweden, der Schweiz und Großbritannien. Die Studie konzentrierte sich hauptsächlich auf vier vertikale Bereiche: Finanzdienstleistung, Medien, Regierung und Professional Services.

Starkes Wachstum 88 Prozent der befragten europäischen Unternehmen erwarten ein ansteigendes Investitionsaufkommen in der Virtualisierung und 75 Prozent in Software als Dienstleistung. Der erwartete Nutzen ist die Erhöhung der Flexibilität und Qualität der IT bei gleichzeitiger Verringerung der Kosten.

In österreich wird Kostenreduktion als Hauptgrund für die Nutzung von Virtualisierung und CRM für Software als Dienstleistung genannt. 93 Prozent der befragten österreichischen Unternehmen sehen in der Senkung der Kosten und 90 Prozent in der effizienteren Benutzung der Systemkapazität das ausschlaggebende Argument für die Umsetzung von Virtualisierung. Für die Software als Dienstleistung ist das CRM für 83 Prozent der Unternehmen am wichtigsten. Als weitere Schlüsselvorteile werden die Möglichkeit zur besseren Ausnutzung der Systemkapazitäten und des schnelleren Roll-outs neuer Technologien gesehen.

“Eine Welle von Herausforderungen wie Datenregulierung, Globalisierung und gesteigerte Kundenerwartungen sorgen für eine deutliche Erhöhung des bestehenden Kosten- und Effizienzdrucks für den europaweiten Geschäftsbetrieb“, sagt Geoff Gilton, Geschäftsführer Managed Services Produkte bei Colt.

Die Studie zeigt, dass Unternehmen die Virtualisierung bereits aufgegriffen haben. In österreich wird sie schon von 73 Prozent der befragten Unternehmen angewendet. Virtualisierung wird auch in Zukunft weiter wachsen: 3 von 4 der befragten österreichischen Unternehmen sehen in den nächsten zwei Jahren einen Anstieg in der Virtualisierung.

Gilton erklärt: “Die Virtualisierung ist zwingend erforderlich, wenn Unternehmen die Flexibilität ihrer IT erhöhen und die Kosten verringern wollen. Wie erwarten eine wesentliche Steigerung bei der Virtualisierung von Applikationen über die nächsten zwei Jahre, weil sie Unternehmen in die Lage versetzt, ihre Technologieinvestitionen direkt mit ihren Geschäftsbedürfnissen in überseinstimmung zu bringen. Es wird Service Level Agreements rund um die Lieferung spezifischer Anwendungen wie Email-Accounts oder Zugang zu ERP und CRM-Systemen geben.“

“Im Austausch für Einsparungen und Flexibilität erhöht die Virtualisierung die Systemkomplexität für IT-Abteilungen. Darin liegt die wesentliche Rolle für Managed Services-Dienstleister wie COLT, die die notwendigen Fähigkeiten und die Rechenzentrumsleistungen anbieten können, um diese Komplexität abzunehmen und damit Unternehmen die Möglichkeit bieten ohne Kopfzerbrechen von den Vorteilen zu profitieren“, so Gilton. “Wenn On-Demand Sofware für Geschäftskunden und Konsumenten zum Industriestandard wird, ist es ebenso wichtig, dass Dienstleister die Integrität und die Geheimhaltung der Kundenanwendungen gewährleisten. Damit wird auch das Vertrauen der Kunden erhöht.”

Starke Nachfrage. Auch die Verwendung von Managed Services im Allgemeinen nimmt zu: In zwei Jahren planen mehr als die Hälfte der europäischen Unternehmen Managed Services zu nutzen. Sicherheit, LAN Management, Datenbankmanagement, Serverinfrastruktur, Kommunikation und Datentransfer stehen hierbei im Vordergrund. Die mit Abstand stärkste Nachfrage in Europa schafft das so genannte High-Quality Desktop Management: 62 Prozent der Befragten möchten innerhalb der nächsten zwei Jahre eine vollständig gemanagte Lösung übernehmen: in österreich sind es sogar 77 Prozent. Weiters planen 73 Prozent der befragten österreichischen Unternehmen in den nächsten zwei Jahren Managed Services für Kommunikationsapplikationen und 70 Prozent für den Bereich Sicherheitsdienstleistungen in Anspruch zu nehmen.

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Rote Nasen Golf

Das Benefiz-Golfturnier der Firmen Auer Bausoftware, Nemetschek österreich, Winkhaus Austria und verasonn österreich steigert sich von Jahr zu Jahr zu einem Golferlebnis der Extraklasse. So folgten Ende Juni zahlreiche golfbegeisterte Kunden der genannten Firmen der Einladung nach Saalfelden in das Hotel Gut Brandlhof. Sieger des Stableford Turniers wurde Rolf Müller, Damensiegerin wurde Susanne Rotter. Beim Texas Scramble Turnier gingen Christian Tidl, und Walter Schmied als Sieger hervor. Die Einnahmen aus dem Golfturnier kommen den Clowndoctors Salzburg zugute. Zwei der lustigen ärzte mit den roten Nasen waren auch am Samstag abend anwesend und brachten alle zum Lachen. Eifrig sammelten sie die Euroscheine ein als Herr Wieser, Geschäftsführer der Firma Auer, T-Shirts und Gutscheine für den guten Zweck versteigerte. Den Clowndoctors wurde schließlich ein Scheck mit einer Summe von 3000 Euro überreicht.
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Personal orientierte Führung und Performance

In der Glosse im Oktober 2006 wurde das gedankliche Modell zum Personalflussmanagement vorgestellt. Personal fließt in das Unternehmen herein, fließt durch dieses durch, verändert sich dabei und strömt wieder hinaus. Im Rahmen dieser Glosse wird auf die fünf Gestaltungshebel

>> Anziehen
>> Entwickeln
>> Energetisieren (früher Binden)
>> Loslassen
>>Trennen

eingegangen.
Organisationen, die einen den strategischen und operativen Anforderungen qualitativ und quantitativ entsprechenden Personalfluss realisieren wollen, haben ihr akquisitorisches Potenzial so aufzubauen und zu nutzen, dass sie den genannten Anforderungen entsprechende Personalressource anziehen können. Gelingt dies nicht, dann ist die Performance schon von Anfang an gefährdet. Eine Unterdeckung des »Humankapitals« droht.
Das angezogene Personal ist so rasch als möglich zu integrieren und in Jobs und Projekte einzubinden. Es ist dabei zu beachten, dass die in der Organisation leistenden Personen nur ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen. Nur die Leistung, aber nicht die Person wird Teil des Unternehmens.
Aus dem letzten Satz ergibt sich, dass der Wille zur Erbringung von freiwilligen Mehrleistungen in ihnen ruht und die Organisationen gut beraten sind, Voraussetzungen zu schaffen, damit dieser Wille im Sinne der Performancesteigerung der Organisation zur Wirkung kommt. Aus dieser Sicht heraus wurde das frühere Wort Bindung durch Energetisieren ersetzt. Die Eigentümer haben die Vorgesetzten und die Vorgesetzten die Mitarbeiter bei Laune zu halten.
Personen sind, wenn sie sich in der Organisation nicht mehr weiterentwickeln (wachsen) können, loszulassen, damit sie sich in anderen Bereichen und Organisationen weiterentwickeln (wachsen) können. Wird das nicht getan, dann bleiben sie stehen oder entwickeln sich zurück bzw. entfalten sich mit anderen Aktivitäten außerhalb der Organisation oder lösen negative Grundstimmungen in der Organisation aus.
Sind Personen trotz mehrmaliger Unterstützungen nicht in der Lage oder Willens, den strategischen und operativen Anforderungen zu entsprechen, dann drängt sich die Trennung auf, die rigoros, aber rücksichtsvoll im Rahmen von vereinbarten und bekannten Spielregeln umzusetzen ist. Die Trennung ist ein fair zu führender Prozess, der nicht durch Selbstentschuldigungen von Vorgesetzten gestört werden sollte.
Wenn Sie Blockaden und Ungleichgewichte im Personalfluss vermeiden wollen, dann stellen und beantworten Sie bitte folgende drei Fragen und setzen Sie Maßnahmen, die einen den strategischen und operativen Anforderungen entsprechenden Personalfluss sicherstellen sollen.

>> Wie gut ist Ihre Organisation bei der Anwendung der fünf Gestaltungshebel?
>> Welche Auswirkungen hat dies auf die Performance?
>> Welche Maßnahmen sind zu setzen?

Die Glosse im August wird sich mit dem Thema »Schwäche oder Opportunität« befassen.

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Massive Erhöhung

Die Finanzausgleichsverhandlungen sind in der heißen Phase, und wieder einmal steht das Thema Wohnbauförderung auf der Agenda. Allerdings geht es diesmal, anders als noch unter der letzten Bundesregierung, nicht um die Frage, ob dieses sozialpolitische Steuerungsinstrument noch eine Existenzberechtigung hat - das scheint zumindest für die nächsten Jahre außer Frage zu stehen. Heuer geht es vielmehr um die Höhe des vom Bund geleisteten Zuschusses an die Länder. Insgesamt 2,5 Milliarden Euro werden jährlich für die Wohnbauförderung ausgegeben, 1,78 Milliarden kommen, seit zehn Jahren unverändert, vom Bund, den Rest schütten die Bundesländer aus. Geht es nach Finanzminister Molterer, soll das auch so bleiben. »Keinen Cent mehr« werde der Bund aufwenden, laute das Motto im Finanzministerium, berichtet Carl Hennrich, Geschäftsführer des Fachverbands Steine-Keramik und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Bau Massiv, die sich eine massive Erhöhung des Bundeszuschusses wünscht: Von 1,78 auf drei Milliarden Euro soll dieser Beitrag steigen. Damit sollen mehrere Ziele erreicht werden: Einerseits müsste die Zahl der gefördert errichteten Wohnungen pro Jahr um 10.000 auf 55.000 erhöht werden, um die laut Wifo im Jahr 2050 auf neun Millionen angewachsene Bevölkerung mit leistbarem Wohnraum zu versorgen. Andererseits soll mehr in die Sanierung investiert werden. Derzeit werden 550 Millionen dafür aufgewendet, zur Erreichung der Klimaziele will Bau Massiv um 50 Prozent mehr. »Wir wollen auf den Passivhausstandard kommen«, so Bernd Wolschner, Obmann-Stellvertreter des Fachverbands. Dafür sei eine Erhöhung der für die thermische Sanierung zur Verfügung stehenden Mittel von 40.000 Euro pro Wohneinheit auf 60.000 Euro notwendig. Bei 30.000 sanierungsbedürftigen Einheiten macht das 600 Millionen Euro zusätzlich aus, rechnet Wolscher vor.
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Moderne Luftschlösser

Hermann Tilke ist der neue Wunderwuzzi unter den Rennstreckenplanern. Praktisch jede neue Formel-1-Rennstrecke trägt die Handschrift des deutschen Bauingenieurs. Ob Sepang, Shanghai oder Istanbul - alle entstammen sie der Feder Tilkes. Warum Formel-1-Zampano Bernie Ecclestone einen derartigen Narren an dem 52jährigen Aachener gefressen hat, ist leicht erklärt. Zum einen stehen seine Entwürfe für ein Höchstmaß an Sicherheit, zum anderen trotzt er auch widrigsten Rahmenbedingungen. Etwa in Shanghai, wo in einem 5,3 Quadratkilometer großen Sumpfareal eine der modernsten und schnellsten Rennstrecken der Welt aus dem Boden gestampft wurde. Tilke errichtete den Shanghai International Circuit im wahrsten Sinne des Wortes auf Luft.
Zur Stabilisation des sumpfigen Untergrunds wurden 43.000 Betonpfähle bis in eine Tiefe von 80 Metern getrieben und mit meterdickem Styropor belegt. Dafür wurde die gesamte Styropor-Jahresproduktion des chinesischen Marktes aufgekauft. Insgesamt wurden 330.000 Kubikmeter Expandiertes Poly-Styrol verlegt, kurz EPS. An einigen Stellen ist die Styroporschicht bis zu 14 Meter hoch, aneinander gereiht würden die Styroporplatten eine Länge von 350 Kilometern ergeben. über dem Styropor liegt eine zwei Meter dicke Erdschicht, erst dann folgen der Asphalt, die Gebäude und Tribünen. Die anfängliche Skepsis ist verflogen, das Verfahren hat sich bewährt. Noch haben die Tribünen keinen Millimeter nachgegeben und ist kein Formel-1-Pilot im Sumpf versunken.

International wird Styropor schon lange im konstruktiven Ingenieurbau eingesetzt. Neben der Rennstrecke in Shanghai etwa im Straßen- und Eisenbahnbau in Skandiniavien, den Autobahnen rund um Salt Lake City und dem Dammbau in den Niederlanden. In österreich gilt das Verfahren immer noch als exotisch, sagt Clemens Demacsek, Geschäftsführer der Güteschutzgemeinschaft Polystyrol-Hartschaum. Daran ändert auch der EPS-Einsatz im Bereich der Gehwege der Wiener UNO-City nur wenig. Demacsek ist vom Potenzial des Styropors überzeugt und sieht in der Kombination von geringem Gewicht bei hoher Belastbarkeit das Styropor den idealen Problemlöser im Straßenbau. Bei einer Rohdichte von 20 kg/m³ soll Styropor einer Belastung von drei Tonnen pro Quadratmeter Stand halten und dabei nur 1/100 der herkömmlichen Bodenmaterialien wiegen. Da Styropor keinerlei Einfluss auf in der Nähe befindliche Gewässer ausübt, kann die Styropor-Bauweise auch in ökologisch sensiblen Bereichen problemlos eingesetzt werden. Auch wirtschaftlich macht der Einsatz von EPS Sinn. Schweres Baugerät wird nicht benötigt, weil die Styropor-Blöcke aufgrund ihres geringen Gewichts händisch verlegt werden. Die Arbeiten erfolgen rasch und zügig, die einzelnen Blocklagen sind sofort begehbar. Weitere Einsatzgebiete sieht Demacsek in der Stabilisierung von Böschungen und der Konstruktion von Felssturz- und Lawinengalerien in Hochgebirgstälern. Die Decken dieser Tunnel müssen nicht nur den statischenBelastungen aus Hang und überdeckung standhalten, sondern auch der dynamischen Belastung, wenn schwere Felsbrocken oder Lawinen mit großer Wucht aufprallen. Eine Styropor-überdeckung als Deformationsschicht soll in der Lage sein, den Schlagimpuls erheblich abzumindern, ohne selbst viel Gewicht einzubringen.

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Die Sieger in Salzburg

Die besten E-Business- und E-Government-Projekte in Salzburg stehen fest. Staatssekretärin Heidrun Silhavy verlieh am 14. September im Rahmen einer Abendgala in der Stadt Salzburg die Auszeichnung \"ebiz egovernment award 2007“ für die schlagkräftigsten und innovativsten Branchenlösungen im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Der erste Preis ging an gizmocraft, design and technology GmbH gemeinsam mit dem Amt der Landesregierung Salzburg für die Umsetzung einer Onlinelösung zur zentralen Verwaltung von Energieausweisen im Hausbau. Die webbasierte Software optimiert den Aufwand für Baubewilligungen und Fördereinreichungen.

Der zweite Platz ging in die Touristik: Salzburger Land Tourismus ermöglicht Testwanderungen auf virtuellen Abbildungen realer Almenwege. Umgesetzt von der heimischen Webagentur ncm.at werden so Anreize verschafft, in der Region Pongau den Wanderurlaub zu verbringen. Rang drei ging an den Lebensmittelkonzern Spar für eine umfassende Logistiklösung in der Waren- und Leergutverfolgung. Realisert wurde die neue Prozessunterstützung durch Lesegeräte, einem Strichcode-System und Drahtlosnetzwerken vom Gerätehersteller Barcotec und Salomon Automation.

Heidrun Silhavy, Staatssekretärin für Regionalpolitik und Verwaltungsreform, lobte die hervorragenden Projekte, die zur Kür standen und betonte gemeinsam mit Susanne Schinagl, Geschäftsführerin Zentrum für Generationen \" Barrierefreiheit, die Notwendigkeit zielgruppenadäquate Unternehmensauftritte auch im Netz zu realisieren. Besonders im Hinblick auf behindertengerecht gestaltete Websites sei für alle Kommunaleinrichtungen \"noch einiges zu tun\". \"Dabei ist der barrierefreie Auftritt nicht nur gesetzlich für die Verwaltung ab dem nächsten Jahr verpflichtend, sondern eröffnet auch neue Möglichkeiten der Ansprache der Kundinnen und Kunden\", so Silhavy. Landtagsabgeordneter Roland Meisl überbrachte die Glückwünsche von Landeshauptfrau Gabi Burgstaller und sprach von der enormen Bedeutung von IT und E-Government als Faktoren für den Wirtschaftsstandort.

 

Der Report Verlag lobt bereits zum dritten Mal mit Unterstützung des Bundeskanzleramtes den \"ebiz egovernment award“ aus. Der Award richtet sich an Unternehmen in allen Bundesländern, die erkannt haben, mit Hilfe von IT und Web-Lösungen ihr \"Business“ effizient und gewinnbringend fördern zu können. Die drei Sieger steigen in die Bundesausscheidung auf und treten damit gegen die besten Lösungen aus allen Bundesländern in der Endausscheidung am 16. Oktober in Wien an.

Die Siegerprojekte im überblick:

1. Platz
gizmocraft, design and technology GmbH
Projekt: \"ZEUS - Online-Software zur Verwaltung von Energieausweisen“
ZEUS ist eine webbasierte Datenbank-Applikation. Sie ermöglicht das zentrale Erfassen und Verwalten von Energieausweisen.Die Software erfasst Energieausweise zentral und optimiert den Verwaltungsaufwand für Baubewilligungen und Fördereinreichungen. Weiters ermöglicht ZEUS Kunden- und Projektverwaltung, Prozess-Unterstützung und statistische Auswertungen. ZEUS ist über Internet ortsungebunden nutzbar und kann ohne Installation und Lizenzgebühren kostenlos auf allen Webbrowser betrieben werden. ZEUS wird von allen Berechnungsprogrammen am österreichischen Markt über automatische Schnittstellen unterstützt.

Die Jury:
\"einfach, schneller, besser - das ist nun amtlich“
\"perfektes Beispiel für Verwaltungsreform und E-Government“
\"Herausforderung der Zukunft marktgerecht gelöst“
\"Ohne Installation und Lizenzgebühren auf allen Webbrowsern zu betreiben. E-Government at its best.\"

2. Platz
Salzburger Land Tourismus GmbH
Projekt: \"Virtuelle Tour - Salzburger Almenweg“
Die virtuelle Tour des Salzburger Almenwegs (normal 350 km lang) ermöglicht dem Wanderer sich ein Bild der einzelnen Etappen zu verschaffen. Durch die neuartige Darstellung werden hier \"Live“ Bilder angesehen, womit Authentizität und Emotion gleichermaßen transportiert werden. Der potentielle Wandergast kann somit von zu Hause aus entscheiden, ob eine Wandertour für Ihn passend ist oder nicht. Die Etappen sind auch noch zusätzlich in Google Earth integriert.

Die Jury:
\"Ideale Kombination von Geodaten und Tourismusinformation“
\"Toller Mehrwert für Wanderfreunde“
\"Innovativer Service am heiß umkämpften Tourismusmarkt“

3. Platz
Spar österreichische Warenhandels AG
Projekt: \"IT gestützte Waren- und Leergutverfolgung“
Das Projekt ermöglicht die elektronische Verwaltung der Waren- und Leergutverfolgung mithilfe von Strichcode-Technologie und mobiler Datenerfassung. Sofort nach Eingang einer Kundenbestellung erfolgt die automatische Tourenplanung unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Ressourcen (LKW, Fahrer) mit höchster Priorität auf die vereinbarten Liefertermine und in zweiter Linie auf die wirtschaftlichen Aspekte. Das Ergebnis dieser Planung sind fertige LKW-Touren mit der nötigen Abfahrtszeit des LKW, den Kunden und der Ladereihenfolge dieser Kunden am LKW. Genau nach diesen Anforderungen \"produziert\" das Lager nun die Kundenaufträge und stellt die fertigen Rollbehälter, die mit eindeutigen Barcodelabels gekennzeichnet sind in der richtigen Verladereihenfolge für den LKW-Fahrer am Ausliefertor ab.

Die Jury:
\"E-Logistik in Reinkultur“
\"Perfekte Optimierung des Logistikprozesses durch IT-Einsatz“
\"Spart Zeit und Geld. Zwei schwerwiegende Argumente“

Weitere Informationen zu allen Projekten und Siegern des \"ebiz egovernment award 2007\" finden Sie unter www.report.at/award.
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