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Redaktion_Report

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öBB ist Europas größter Grünstrom-Kunde

Die österreichische Bundesbahn (öBB) ist der größte Bezieher von Strom aus erneuerbaren Energieträgern in ganz Europa. Das meldet der Brancheninformationsdienst GreenPrices. Die öBB kauft vom Verbund jährlich 1,536 Terawattstunden Strom aus Wasserkraftwerken, die vom TüV nach der Europanorm EE-02-07/00 zertifiziert sind. Der zweitgrößte Bezieher von grünem Strom ist laut Greenprices die Schwedische Eisenbahn (1,500 Terawattstunden), der drittgrößte der Kosmetikkonzern Procter & Gamble (0,12 Terawattstunden).

Weltwirtschaft: düstere Aussichten

Norbert Walter, Chefvolkswirt der Deutschen Bank, sieht schwarz: "Ich rechne mit einem Krisensommer."; Und Stephen Roach, Chefvolkswirt bei Morgan Stanley, pflichtet ihm mit einem Blick in die Vergangenheit bei: "Die Situation erinnert an die dunklen Tage der letzten globalen Finanzkrise 1998.";

Besondere Sorgen bereiten den ökonomen die Turbulenzen an den Finanzmärkten, die die leicht anziehende Wirtschaftentwicklung wieder einbremsen könnte.

Michael Heise, Chefvolkswirt der DZ Bank, bemüht wiederum den 11. September und verweist auf die gespannte Lage im Nahen Osten und zwischen Indien und Pakistan.

Klaus Friedrich, Chefvolkswirt der Allianz Gruppe, fürchtet hingegen besonders die Krise in Lateinamerika, die von Argentinien auf Brasilien und Mexiko überzuspringen droht.

Alcatel: Verlust statt Gewinn

Alcatel hat auf die negative Botschaft aber bereits reagiert und einen Restrukturierungsplan angekündigt, der zu einer Kostenersparnis führen soll. Für 2002 würden Rückstellungen in Höhe von 1,2 Milliarden Euro für diese Restrukturierungen vorgenommen werden, so das Unternehmen.

Bisher hatte Alcatel mit einer halb so hohen Summe gerechnet (im Vorjahr hatte der Netzwerk- und Handylieferant einen operativen Verlust von 361 Millionen Euro ausgewiesen).

Der Umsatz wird im zweiten Quartal nach Eigenschätzung auf dem Niveau des ersten Quartals liegen (4,3 Milliarden Euro).

WorldCom: Totaler Absturz

Die Bombe platzte in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch: WorldCom hat Falschbuchungen von 3,85 Milliarden Dollar in seinen Bücher entdeckt! Ohne diese Transfers wäre der Ebitda-Gewinn für das erste Quartal 2002 auf 1,37 Milliarden Dollar reduziert worden. Es wäre für 2001 und für das erste Quartal 2001 ein Nettoverlust angefallen, gibt WorldCom zu.

Finanzchef Scott Sullivan musste daraufhin unverzüglich seinen Hut nehmen, doch den ohnehin schwer angeschlagenen Konzern hat dies wie ein Tritt in die Weichteile getroffen.

In einer ersten Reaktion hat das Unternehmen angekündigt, seine Geschäftsergebnisse für das Jahr 2001 und für das erste Quartal dieses Jahres neu herauszugeben und am Freitag mit der Entlassung von 17.000 Mitarbeitern zu beginnen.

"Unser Führungsteam ist geschockt", erklärte dazu WorldCom-Chef John Sidgmore. Seine Untergebenen werden es wohl ebenfalls sein. Zur Ehrenrettung Sidgmores sei aber angemerkt, dass er seinen Job erst am 29. April übernommen hatte.

Panisch reagierten die Märkte. Kurz nach Auffliegen der Falschbuchungen sackte der Kurs auf 35 Cents ab. Die Aktien hatten zu Boomzeiten mit über 60 Dollar notiert. Derzeit hat WorldCom einen Schuldenberg von mehr als 300 Milliarden Dollar.

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