Menu
A+ A A-
Redaktion_Report

Redaktion_Report

Website URL:

México, espera, por favor!

Es war ein ambitionierter Plan. Am Rand von Guadalajara, der Hauptstadt der mexikanischen Provinz Jalisco, sollte noch heuer mit dem Bau des JVC Culture, Convention and Business Center begonnen werden.
Nun ist das Projekt des mexikanischen Unternehmers Jorge Vergara auf Eis gelegt. Verzögert wird es durch die Behörden des Bundesstaates, von denen Vergara bisher vergeblich eine finanzielle Beteiligung am 460-Millionen-Dollarprojekt verlangt. Reorganisationen und personelle Veränderungen im Projektmanagement des Unternehmers tragen an der Verzögerung ebenfalls Mitschuld.

Vergara hat die Crème de la Crème der internationalen Architektur versammelt, um seinen Traum zu verwirklichen: unter anderen Jean Nouvel für ein Bürogebäude, Daniel Libeskind für eine Universität, Toyo Ito für ein Museum, Zaha Hadid für ein Hotel oder den Altmeister Philip Johnson für ein Kindermuseum sowie die österreicher Coop Himmelb(l)au für ein Shoppingcenter.
In deren Planungsbüro, das eigens für diesen Auftrag in Mexiko eingerichtet und mit rund 20 Mitarbeitern ausgestattet wurde, sitzen nur mehr die Projektarchitektin und der lokale Partner.

Wolf Prix ist dennoch zuversichtlich, dass das JVC-Zentrum realisiert wird: »Der Baubeginn wird sich um ein Jahr verschieben. Unsere Planung ist zu 90 Prozent fertig.« Vorerst heißt es allerdings: »Mexiko - bitte warten.«

Schaudern im Tower

Unsere potenziellen Kunden waren abstinent«, erklärte Horst Pöchhacker, Vorsitzender der Porr AG, anlässlich der Bilanzpressekonferenz für das Jahr 2001. Gemeint hat der Herr über knapp 8800 Mitarbeiter die deutliche Zurückhaltung der öffentlichen Hand. Das Resultat: ein Umsatzminus von sechs Prozent im Inland und ein Plus von 8,8 Prozent im Ausland - in Summe ein Volumen von 1,76 Milliarden Euro (minus 2,6 Prozent).

Da die Preise im Keller sind und der Mitbewerb flink ist, hat auch das Ergebnis eine Delle abbekommen. Unterm Strich weist die Porr AG einen Jahresfehlbetrag von 8,6 Millionen Euro aus. Für heuer erwartet Pöchhacker Rückenwind durch den hohen Auftragsstand und den Verkauf von Projekten, die im Moment noch die Bücher belasten. Die Aktionäre werden mit einer mehr als halbierten Dividende von 0,51 Euro beglückt. Pöchhacker dazu: »Relativ betrachtet ist die Porr-Aktie sensationell.«

Chefwechsel bei Alcatel e-business

Nach dem Studium an der WU Wien zog es Margarete Schramböck 1995 zu Alcatel, wo sie als Internal Auditor für österreich und Osteuropa tätig war und übernahm nach später die Leitung Logistik und Credit Management für Alcatel e-business, dem Integrationshaus der Alcatel, in österreich. Darauf folgte die Gesamtverantwortung für den technischen Bereich als Service Director sowie der Aufbau eines neuen Geschäftsfeldes für die Alcatel e-business/NextiraOne mit Schwerpunkt IT-Security, Contact Center, CRM und Professional Services.

Schramböck steht nun an der Spitze von Alcatel e-business/NextiraOne und betreut mit mehr als 400 Mitarbeitern Kunden in ganz österreich und quer durch alle Branchen. Alcatel e-business mit Standorten in 17 europäischen Ländern und den USA ändert im Zuge der Integration in den amerikanischen Platinum-Equity-Konzern seinen Namen in NextiraOne.

Messearchitektur spricht

Der Wiener Architekt Paul Katzberger ist Sieger des Wettbewerbs für die Vorplatzgestaltung am Wiener Messegelände, Hermann Czech gewinnt den Gestaltungswettbewern für das neue Hotel der Wiener Messe.

Mit seinem schräg gestellten, runden, mit Kupferblech verkleideten Baukörper hat er Wiener Messe und Stadtplanung überzeugt, einen »harmonischen übergang von der Messe hin zum Prater« zustande gebracht zu haben, der markant ausformuliert sei, ohne überzogen zu sein.
Allerdings bemängelt die Jury auch das Fehlen eines attraktiven Eingangsbereichs und empfiehlt das Projekt daher zur weiteren Bearbeitung.

Sein Entwurf solle einen »Merkbarkeitseffekt« erzielen, meint der 1936 in Wien geborene Architekt, der einmal sagte, Architektur solle nur dann reden, wenn sie gefragt ist. Nach den Vorgängen rund um die Neugestaltung des Wiener Messegeländes ist Architektur, die sich artikuliert, auf jeden Fall ebenso gefragt wie mutige Entscheidungen von Juroren.

Subscribe to this RSS feed