Menu
A+ A A-
Redaktion_Report

Redaktion_Report

Website URL:

Bauträger befriedigt

Die gewerblichen Bauträger konnten sich mit dem oberösterreichischen Landesrat Erich Haider auf eine Novelle zur oberösterreichischen Wohnbauförderung einigen. Fixiert wurde unter anderem:

Eine Kaufoption und eine Planungsstudie reichen, um ein Projekt bei der Wohnbauförderung einreichen zu können. Der Bauträger muss erst nach Förderungszusage die grundbücherliche Lastenfreiheit nachweisen.

Wohnungen dürfen teilweise frei finanziert verkauft werden, ohne dass das gesamte Projekt gefördert wird.

Mit dem Bau kann begonnen werden, sobald die Förderungszusage vorliegt. Voraussetzungen dafür sind eine positive Budgetlage und die Aufnahme in das kommende Budget.

Künftig kann auch bei Reihenhäusern und Häusern in der Gruppe dieselbe Förderung beansprucht werden wie bei Einfamilienhäusern.

Um gewerblichen Bauträgern die Revitalisierung denkmalgeschützter Objekte zu erleichtern, wird neben der Althaussanierungsförderung über zusätzliche Förderungen nachgedacht.

In den nächsten Wochen sollen aus dieser Einigung neue Richtlinien entstehen.

Organische Technik

Von der Konstruktion her ein Stahlskelettbau, haben die Architekten gemeinsam mit dem ausführenden Unternehmen, der steirischen SFL (Stahl-, Fassaden-, Lüftungsbau), für die Haut des Gebäudes spezielle Alustrangpressprofile entwickelt, die auf die Unterkonstruktion aus Stahlprofilen in Längsrichtung montiert sind, was bei der doppelt gekrümmten Fläche des Baukörpers nicht einfach war.
Von einem Holzmodell, das wie der Rumpf eines Bootes aufgebaut wurde, wurde die 3-D-Geometrie in den Computer übertragen, um die Oberfläche mit den sechs Zentimeter breiten, Alsphere genannten Elementen nachvollziehen zu können.
Dieser exemplarische Einsatz des Baustoffs Alu sowie die Kombination von organischer Form und technischem Anspruch waren für die Jury unter Vorsitz der Wiener Architektin Gisela Podreka ausschlaggebend für die Verleihung des Preises in der Höhe von 10.000 Euro.

Der Aluminium-Architektur-Preis ist vom Aluminium-Fenster-Institut (AFI) sowie der Architekturstiftung österreich und der Architektenkammer gestiftet und wird jährlich an Architekten für Projekte vergeben, bei denen Aluminium eine bedeutende Rolle spielt.

Speedmetal

Der konstruktive Stahlbau hat es nicht leicht in österreich. Rigide Brandschutzvorschriften machen ihm das Leben schwer und räumen seinem Konkurrenten Beton »massive« Wettbewerbsvorteile ein. Aber auch der Mitbewerber aus der Skelettbaufraktion rückt dem Stahl auf den Pelz: Holz ist dank einer breit angelegten Imagekampagne in den vergangenen Jahren immer stärker ins öffentliche Bewusstsein geraten, gilt es doch als umweltfreundlich und ressourcenschonend.
Aber auch wirtschaftlich gesehen hat es der Baustoff Stahl nicht leicht, der Wettbewerb ist hart. Wobei die Stahlbauer durchaus unterschiedliche Ansichten haben, was die Marktlage betrifft.
Walter Siokola, technischer Geschäftsführer des Stahlbauunternehmens Zeman, sieht seine Branche in einer Berg- und Talfahrt: »Die Entwicklung der letzten Jahre am Stahlmarkt ist dramatisch. Entweder ist nichts am Markt, dann raufen alle. Oder es ist so viel da, dass man nicht überall mittun kann.« Dieses Auf und Ab hat zur Folge, dass dann die Auftragsbücher voll, die Preise aber im Keller sind, weil in schlechten Zeiten Aufträge zu schlechten Preisen angenommen wurden.

Zugluft beflügelt

Die Fensterbranche ist in weiten Teilen Europas heftiger Zugluft ausgesetzt. Allein am größten Markt Deutschland gingen in den vergangenen fünf Jahren 40 Prozent der Absatzmenge verloren. Für heuer erwartet der Vorstand der Internorm AG Christian Klinger einen weiteren Rückgang um zehn Prozent.
Die Folge ist ein fortschreitender Konzentrationsprozess, dem in Deutschland in den letzten fünf Jahren 4000 Hersteller zum Opfer gefallen sind. »Die Branche befindet sich im Umbruch, wir sehen aber noch Potenzial nach oben«, gibt Klinger sich zuversichtlich.
Die Bilanz des Jahres 2001 gibt ihm Recht. Internorm konnte seinen Umsatz um 1,3 Prozent auf 162,4 Millionen steigern. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg von 2,7 auf vier Millionen Euro. Damit grenzt sich das Trauner Unternehmen deutlich von seinen Mitbewerbern ab und ist mit 778.000 produzierten Fenstereinheiten seit kurzem europäischer Marktführer vor der deutschen Firma Weru.
In österreich hält Internorm einen Marktanteil von rund 15 Prozent. Klingers Plan sieht vor, dass ab 2005 mehr als 50 Prozent im Ausland umgesetzt werden. Um den Plan wahr zu machen, hat Internorm sich neu aufgestellt und dem Firmenkonstrukt eine Holding aufgestülpt. Darunter sind die drei Bereiche Fenster österreich, Internorm International und die Internorm Bauelemente GmbH angesiedelt. Letzterem soll durch einen Zukauf im Fassadenbereich Leben eingehaucht werden.

Einen kleinen Umbau hat auch die Firma Actual Fenster AG aus Ansfelden hinter sich. Mit Ende 2001 wurde die Eigenkapitalquote um 5,5 Millionen Euro auf rund 25 Prozent erhöht. »Die Eigentumsverhältnisse haben sich dadurch nicht geändert«, erklärt der Actual-Marketingleiter Ingo Ganzberger. Die Mittel stammen nicht aus dem Cashflow.
Die Frage, ob es sich nicht um eine Umwandlung eines Bankdarlehens in Mezzaninkapital handeln könnte, lässt er offen. »Die Kapitalerhöhung«, so der Manager, »wurde beschlossen, um als einer der Marktführer in österreich in den nächsten Jahren starke Innovationen zu entwickeln.«

Nicht ganz so prächtig entwickelte sich das Jahr 2001. Der Umsatz blieb mit 49 Millionen Euro stabil. Da die Rohstoffe teurer wurden und die Preise tendenziell nach unten ausscheren, lässt sich das demnächst zu veröffentlichende Bilanzergebnis vorwegnehmen. »Wir haben das Problem der Preiskonstanz - mit Listenpreisrabatten von 50 bis 60 Prozent«, erklärt Ganzberger die Diskontzahlenspiele, die den Fensterherstellern das Geschäft vermiesen. Für heuer jedenfalls plant Actual wieder eine Steigerung des Umsatzes um zwei Millionen Euro.


Subscribe to this RSS feed