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Redaktion_Report

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Batterie eliminiert

Die RWE Piller zeigt auf der Verkehrstechnikmesse InnoTrans (24.-27. September 2002 in Berlin) den Schwungmassenspeicher Powerbridge für die Bahntechnik. Vorgestellt wird das Projekt "Powerbridge " bei den Hannoverschen Verkehrsbetrieben "üstra". Die setzen seit drei Jahren vier Powerbrige-Speicher zur Energieversorgung des Stadtbahnbetriebs ein.
Die Powerbridge wandelt die elektrische Energie, die von Triebzügen mit Drehstrommotoren beim Abbremsen in das Versorgungsnetz abgegeben wird, in kinetische Energie um und speichert diese in einer rotierenden Schwungmasse. Beim Anfahren des Zuges wird der Schwungmasse diese Energie wieder entnommen. Als Alternative zu einem herkömmlichen Gleichrichterwerk konnte die üstra nach eigenen Angaben fast 50 Prozent der Investitionskosten einsparen.

Jobkiller Gusi?

Alfred Gusenbauer, Abfangjägergegner, könnte ein Problem bekommen. Mit ihrer Kampagne "Entweder 1 Abfangjäger. Oder 2000 Arbeitsplätze", somit 36.000 Jobs statt 18 Fliegern, gefährde die SPö möglicherweise eine noch größere Zahl von Jobs, verlautet aus gut informierten Kreisen. Demnach zirkuliert im Heer eine Berechnung unabhängiger Wirtschaftsexperten, der zu Folge bis zu 43.000 Arbeitsplätze in der heimischen Zulieferindustrie von dem Deal abhängen, wenn die geplanten Gegengeschäfte mit eingerechnet werden. Vor allem Hightechbetriebe, die von Tragflächenkomponenten bis zu Bauteilen für die Datalink-Systeme alles herstellen, was die Jets in der Luft hält, wären betroffen. Ehemalige hochrangige SP-Politiker, mittlerweile in Spitzenpositionen in der Wirtschaft tätig, sollen darüber alles andere als erfreut sein.

Krisengewinner Bauwirtschaft

Die erste Ohnmacht nach dem Hochwasser ist überwunden. Nun wird überall der gutachterliche Rechenstift gezückt, um weggespülte Brücken, zerborstene Häuser und vernichtetes Inventar in Zahlen darstellbar zu machen. Das vorläufige Resümee: In den zwei am heftigsten betroffenen Ländern Ober- und Niederösterreich beläuft sich der Gesamtschaden offiziellen Angaben zufolge zusammen auf insgesamt 6,5 Milliarden Euro. Eine Summe, die auf einer Grobschätzung beruht, denn was noch alles auftaucht, ist mehr als ungewiss. Kaum einer der Geschädigten weiß bislang, wie hoch die Kosten der Gebäudeinstandsetzung und der Wiederbeschaffung fortgespülten Inventars tatsächlich ausfallen werden. Eine deutliche Warnung zur ungebremsten Schätzerei kam zuletzt vom Gemeindebund-Präsidenten Helmut Mödlhammer. Er bezifferte die Schäden in den Gemeinden mit rund 500 Millionen Euro und wies zugleich darauf hin, dass es auch doppelt und dreifach so viel sein könnte. »Wir wissen heute nicht, was noch alles auf uns zukommt«, mahnt er. So seien Schäden bei Abwasseranlagen nicht auf den ersten Blick erkennbar. Dazu müssten erst aufwändige Spiegelungen durchgeführt werden. Mödlhammers Resümee: »Die genaue Schadenserhebung wird bis Weihnachten dauern.«

Dringender Sanierungsbedarf

Anfang dieses Jahres berichtete Die Zeit in einer dramatischen Reportage über die Zustände im Wittgensteinhaus. Dieses 1928 vom Wiener Philosophen Ludwig Wittgenstein und dem Adolf-Loos-Schüler Paul Engelmann errichtete Haus im dritten Wiener Gemeindebezirk würde, so der besorgte Tenor des bundesdeutschen Intellektuellenblatts, vom Eigentümer, dem bulgarischen Kulturinstitut, systematisch ruiniert. Die vom Hobbyarchitekten Wittgenstein entworfenen Türdrücker und Schlösser seien durch billige Baumarktprodukte ersetzt worden, Fensterscheiben seien zersplittert und die Einrichtung durch Risse in den Wänden und daraus resultierende Wasserschäden gefährdet. Den Schwebezustand, in dem sich das für Architekturkritiker unschätzbare Zeitdokument befindet, brachte der Autor lapidar auf den Punkt: »österreich wollte nicht, Bulgarien konnte nicht.«
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