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Redaktion_Report

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Nicht einpacken

"Wir verfügen über die Fördermittel, wir wollen Forschungsprojekte durchführen", lautet die zentrale Message, die Georg Stonawski, Geschäftsführer des Zentrums für Virtual Reality und Visualisierung (VRVis), an die öffentlichkeit bringen will. Seit etwas mehr als einem Jahr gibt es das Kompetenzzentrum nun schon, seit dem Frühsommer residiert der Thinktank im neuen Tech Gate in der Wiener Donaucity. Mit 15 Angestellten sowie zehn von Unternehmen beigestellten Mitarbeitern wird an "anwendungsorientierten Forschungsprojekten" gearbeitet - Projekten also, hinter denen ein konkreter wirtschaftlicher Nutzen steht.

So unterstützt ein Salzburger Vermessungsbüro das Projekt "City Scanner", das Stadtlandschaften bis zu einer Auflösung von zehn Zentimetern dreidimensional erfassen und darstellen kann. Mit Folgeaufträgen: Die Stadt Graz hat beim VR-Zentrum bereits die Bestandsaufnahme ihres Stadtkerns bestellt. Bindeglied zwischen Wirtschaft und Forschung und Fördergeber des VRVis sind die Technologie Impulse Gesellschaft (TIG) und der Wiener Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF), die das Vierjahres-Budget von 130 Millionen Schilling zu 60 Prozent abdecken. Den Rest muss sich das VRVis von der Wirtschaft holen.

Dort liegt auch die Zukunft: Nach sieben Jahren läuft das von Bund und Ländern geförderte Programm für Kompetenzzentren K-Plus aus. "Dann wollen wir aber nicht einpacken, sondern im nicht-geförderten Bereich weitermachen", gibt sich Stonawski optimistisch.

Umkehrdach

Hans Reifenberger, ehemaliger Vertriebsleiter von Bramac österreich, kehrt in das operative Führungsteam der österreichischen Zentrale des Dachziegelherstellers zurück. Seit 1994 war Reifenberger für die internationale Expansion des Unternehmens tätig, mit diesen Erfahrungen tritt er an, den heimischen Vertrieb neu zu strukturieren. Damit soll ein kompletter Relaunch von Bramac österreich gestartet werden.

Ausgelöst wurde der Umbau durch den Weggang des bisherigen Marketingverantwortlichen Werner Kronlachner. Ihm folgt Ingo Wedam, dessen bisherige Vertriebsfelder in Ländern des ehemaligen Ostblocks nun um österreich, Kroatien und Slowenien erweitert werden. Kronlachner wird der Bramac International bis Jahresende als Konsulent zur Verfügung stehen. 2002 wolle man, falls heuer die Ergebnisse aus dem Vorjahr gehalten werden können, den Turnaround schaffen, so Bramac-Geschäftsführer Johann Wörndl-Aichriedler.

Schwierige Kommunikation

Dass es der Bauwirtschaft im Wandel nicht gut geht, ist kein Geheimnis. Der Wettbewerb wird schärfer, auch die Baubranche muss sich an die schnellere Kommunikation gewöhnen und tüftelt, wie die neuen Technologien in den Bauprozess integriert werden können.

Das Stuttgarter Fraunhofer Institut, eine der ersten Adressen, wenn es um Forschungen im Bereich Arbeit und Organisation geht, hat sich europäische Baukapazunder wie die deutsche Hochtief oder die französische Bouygues an Bord geholt, um die Informations- und Kommunikationsbedürfnisse auf der Baustelle zu erkunden. Das Ergebnis: Es wurde ein "Kommunikationscontainer" entwickelt, über den mit portablen Sprach- und Datenendgeräten zwischen Büro und Baustelle kommuniziert werden kann und der, so die Studienverantwortlichen, den Aufwand für Administration verringern soll.

Linzer Theater

Die Politik hat entschieden: Oberösterreichs Hauptstadt wird kein Musiktheater bekommen. Der Linzer Gemeinderat hat am 20. September den Neubau am Jahrmarktgelände von Urfahr abgelehnt. öVP und Liberale waren dafür, alle anderen Parteien dagegen.

Damit wird die Diskussion um den Kulturbau zur unendlichen Geschichte: 1992 beschlossen öVP, SPö und FPö den Neubau im Berg, ein Projekt von Architekt Otto Häuselmayer. Eine von den Freiheitlichen initiierte Volksabstimmung kippte Ende vergangenen Jahres dieses Vorhaben, nun wurde auch die Variante am Donauufer zu Grabe getragen. Nun soll ein runder Tisch klären, was kommt.

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