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Redaktion_Report

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Schalungstief

Die Umdasch AG muss mit massiven Einbrüchen rechnen. Nach Zuwächsen von je 14 Prozent in den beiden vergangenen Jahren rechnet Vorstandsvorsitzender Reinhold Süßenbacher für 2001 mit lediglich fünf Prozent Steigerung. Vor allem mit ihrem Schalungshersteller Doka, der drei Viertel des Konzerns ausmacht, bekommt Umdasch die deutsche Baurezession zu spüren. Grund genug, auf den US-Markt auszuweichen. Im Mai 2002 soll, so Süßenbacher, der in New Jersey beheimatete Schalungsunternehmens Conesco zur Gänze aufgekauft werden.

Auf dem Gebiet der Innovation ist man hingegen erfolgreicher: Für die Strabag wurde eine selbstfahrende Schalungsmaschine um 25 Millionen Schilling für den Tunnel Steinhaus entwickelt.

Verlängerte Frist

Die zweite Kapitalerhöhung der oekostrom AG geht noch einige Zeit weiter. Nach den offiziellen Informationsunterlagen hätte die seit Feber 2000 laufende Zeichnungsfrist bereits am 20. Jänner 2001 enden sollen (siehe Faksimile). Nach Angaben auf der Website wird sie noch bis "mindestens 31. Dezember 2001" laufen. oekostrom-Vorstand Ulfert Höhne selbst geht von etwa Ende Jänner, Anfang Feber 2002 aus: "Etwas weniger als 20 Millionen Schilling brauchen wir noch." Das ist annähernd die Hälfte der geplanten Aufstockung um 2,930 Millionen Euro (40,3 Millionen Schilling) von derzeit 770.000 Euro (10,6 Millionen Schilling) auf 3,7 Millionen Euro (50,9 Millionen Schilling). An der Sinnhaftigkeit der Kapitalerhöhung ist jedenfalls nicht zu zweifeln. Nach Höhnes Angaben wird ab dem kommenden Jahr der Aufbau eigener Produktionskapazitäten in Angriff genommen: Im burgenländischen Windpark Parndorf wolle die oekostrom rund 93 Millionen Schilling investieren, in das Salzburger Biomasseheizwerk Tamsweg ersten Grobkostenschätzungen zufolge rund 23 Millionen.

"On track"

"Wir sind - auf gut wienerisch - on track", sagt Telekom Austria-Boss Heinz Sundt, spricht von "attraktiven Zahlen trotz intensiver gewordenem Wettbewerb" und weist weniger Beschäftigte aus als geplant. Und: Erstmals seit Monaten ist es gelungen, Marktanteile im Festnetz wieder zurückzugewinnen.

Allerdings ist der erhoffte Breitband-Boom vorerst definitiv ausgeblieben, Rudolf Fischer prognostiziert bis Ende 2002 gerade einmal 180.000 ADSL-Kunden in österreich. "Es beherbergt momentan ein enormes Risikopotenzial, die ländlichen Regionen mit Breitband-Services zu erschließen", sagt er und erhofft sich aber ein paar Sätze später dennoch eine Universaldienst-Refundierung. Immerhin: Die ADSL-Bereitstellungszeiten wurden von 14 auf 7 Tage reduziert und Hoffnung hat Fischer insofern, als er in Alpbach erfahren hat, dass das Thema Breitband "auf Minister Reichholds Agenda ganz oben steht".

Analysen im Zwielicht

Wenn Stefan Peroutka von der E-Control dieser Tage in Sachen Netztarife die BEWAG-Zentrale in Eisenstadt besucht, erwarten ihn gut vorbereitete Gesprächspartner. "Wir haben gerechnet, bis uns die Augen übers Kreuz gegangen sind", so Wolfgang Mandl, Leiter des BEWAG-Netzbereichs. Ob die von ihm angepeilten Tarife den Vorstellungen des Regulators genügten, werde sich zeigen. Jedoch, ganz so hanebüchen seien die Netztarife in österreichs Osten nicht: "Wir können auch international mithalten." In Norwegen etwa seien die Netztarife auf der Ebene 7 in absoluten Zahlen niedriger als im Burgenland. Aber: "Die haben eine viel höhere Lastdichte. So gesehen sind wir sogar billiger." Und das sei keine Milchmädchenrechnung, sondern Ergebnis einer hausinternen Studie aufgrund einer Data-Envelopment-Analyse (DEA), die derzeit als eine der Standardmethoden zur Bewertung von Netzkosten gilt.

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