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ölheizung adieu

von Alfred Bankhamer

Wenn die Kurven für Erdöl auf den Börsencharts steil nach oben wandern, beginnt das große Klagen in Haushalten und bei all jenen, die nicht vom öl profitieren. Trotzdem ist das Bewusstsein über die Energiekosten noch nicht stark ausgeprägt. »Von zehn österreicher wissen sieben nicht, wie hoch ihre Energiekosten sind«, verweist Karl Felbermayer, Geschäftsführer der Vereinigung österreichischer Kessellieferanten (VöK), auf eine IMAS-Studie. Bei der Anschaffung von Neusystemen wird hingegen sehr wohl nachgerechnet.
»Das Interesse am Energiesparen ist sprunghaft gestiegen«, sagt Georg Patay, Marktentwicklungsleiter bei Vaillant österreich. Uneinig ist man sich nur, wie die Kosten wieder in den Keller gedrückt werden können. »Mehr als vierzig Prozent aller Kessel sind über 15 Jahre alt«, so Patay, »allein durch den Kesseltausch könnte viel gespart und das Kiotoziel erreicht werden.« In österreich gibt es laut Hochrechnungen der Energieverwertungsagentur rund 1,7 Millionen Zentralheizungen im Hausbrand (2003), die rund 9,6 Millionen Tonnen CO2-Emissionen verursachen. Davon waren 45 Prozent ölheizungen, 35 Prozent Gasheizungen, 17 Prozent Biomasseheizungen und drei Prozent Kohlebrikettsheizungen.Eine Studie der Energieverwertungsagentur über die Altersstruktur der Feuerungsanlagen ergab, dass im Jahr 2000 473.000 öl-, Gas- und Kohleheizkessel mehr als zwanzig Jahre alt waren. Darunter befanden sich 268.500 ölkessel.

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Die besten Autos im März

Sportlicher Käfer: Beetle wird zum Hot Rod

Eines der bekanntesten Designs in der Automobilindustrie wird um eine neue Facette erweitert. VW präsentiert den \"New Beetle\" im Rahmen der North American International Auto Show in Detroit in einem neuen Outfit. Besonders markant ist die drastisch abgesenkte Dachpartie mit einem großen - neudeutsch Ragtop genannten - Faltschiebedach. Die Entwicklungscrew griff als Basis für den Ragster verstärkt auf das Cabriolet zurück, verkürzte die A-Säulen um rund 90 Millimeter und konzipierte als Rahmen für das Ragtop einen U-förmigen Dachbügel. Geht es nach den Vorstellungen der Herrschaften aus Wolfsburg, soll der Ragster optisch neue Wege zeigen. Neben dem Dach wurden auch die Kotflügel, Stoßfänger, Scheinwerfer, Rückleuchten progressiver und sportlicher gestaltet. Zusätzlich gibt es 19-Zoll-Leichtmetallfelgen. Renn-Klappschalensitze, Sportlenkrad mit integrierter Motorstart-Taste sollen den Boliden zusätzlich aufpeppen. Als Antrieb - auch wenn weder über die Serienfertigung der Studie noch über die Motoren entschieden ist - ist sowohl ein leistungsstarker Benziner wie auch ein drehmomentstarker TDI vorstellbar.

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Wörterbuch Wohnungswesen

Wer in der Bau- und Immobilienbranche tätig ist, kommt hin und wieder nicht daran vorbei, mit englischen Fachausdrücken umzugehen. Im zweisprachigen Glossar \"Wohnungswesen“, das von der Forschungsgesellschaft Wohnen, Bauen, Planen gemeinsam mit der Stadt Wien, dem Londoner Institute of Housing und der s Bausparkasse herausgegeben wurde, finden sich je rund 2500 Fachausdrücke in Deutsch und Englisch.
Info: FGW - Housing Glossary - Wohnungswesen. ISBN 3-902047-32-1
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Zeitgeist zum Bleiben

Langenlois ist für Baumeister ein besonderer Ort. Mit Schloss Haindorf verfügen die niederösterreichischen Baumeister über ein Seminarhotel, einen Lehrbauhof, die Bauakademie und ein Maurermuseum. In den knapp 150 Euro für vier Nächte Doppelzimmer in Halbpension ist ein Besuch der unterirdischen Kellerwelt »Loisium« und dem soeben eröffneten Loisium-Hotel inkludiert, dem der amerikanische Stararchtiekt Steven Holl Außergewöhnlichkeit verliehen hat. Der Bau schwebt fast zur Gänze auf einem Erdgeschoß aus Glas, getragen von Säulen, in deren Inneren die gesamte im Keller untergebrachte Infrastruktur nach oben in den Hotelbereich geleitet wird. Beim unterirdischen Teil handelt es sich um das alte Kellereisystem der drei am Loisium-Projekt beteiligten Weingüter, das bekanntlich zu einer Wein-Erlebniswelt umgestaltet wurde. Holl hat dem Weinmekka nun einen weithin sichtbaren Aufbau verpasst, der mit vier Sternen ein Ort des Genusses und der Sinnlichkeit sein soll. Starkoch Helmut österreicher, der für das leibliche Wohl eine »wine & spa cuisine« erdacht hat, setzt dieses Generalthema kulinarisch um. Schönheit und Gesundheit durch die Kraft des Weines gibt es bei den eigens für das Loisium Hotel kreierten »Aveda Spa«-Behandlungen und Weintherapien, innere Ruhe stellt sich am offenen Kamin der Weinbibliothek ein. Relaxen lässt sich in den ebenfalls von Holl entworfenen Möbeln, die von den Franz Wittmann Möbelwerkstätten angefertigt wurden. Auch die Farbgebung des Hotels soll beruhigend wirken. Die Malerarbeiten erledigte die Kremser Firma Farbdesign Göls. Sie arbeitete großteils mit »Primalon Innendispersion extra« von Synthesa. Diese Innenfarbe trägt ein Prüfzeichen für physiologische Unbedenklichkeit und ist deshalb für den Hotelbereich besonders gut geeignet. Und weil auch die Betriebskosten im Hotelbetrieb eine Rolle spielen, wurde die Fassade mit einem Capatect-Wärmedämm-Verbundsystem versehen.
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Gigantisches Mietmekka

Günter Kuhn, Chef der Kuhn-Holding Gmbh in Eugendorf, kann sich freuen. Er hat als größter privater Komatsu-Händler Europas soeben einen Großauftrag an Land gezogen. Theisen, ein auf die Vermietung von Baumaschinen spezialisiertes Unternehmen mit Hauptsitz in München, kauft bei Kuhn Maschinen um 19 Millionen Euro. Enthalten sind in diesem Großpaket Minibagger, Hydraulikbagger, Radlader, Muldenkipper und Raupen. Für Kuhn keine Kleinigkeit, für Theisen ein weiterer Schritt zur Modernisierung der Mietflotte, die unter dem Theisen-Vorstand Alexander Renner flott über die Bühne geht. Theisen betreibt hierzulande zehn Mietstützpunkte und ist im Nachbarland Deutschland mit rund neunzig Niederlassungen vertreten. »Wir arbeiten kundenorientiert, das heißt, unsere Kunden erhalten absolut neuwertige Maschinen, die zuverlässig und schnell arbeiten und den Wünschen der Bediener entsprechen«, sagt Renner. Bereits 2004 orderte Theisen 550 Maschinen der Marke Volvo. Heuer kamen 400 Ammann-Yanmar-Bagger der Gewichtsklasse 0,8 bis 8 Tonnen hinzu. Und jetzt noch das Komatsu-Paket von Kuhn, das insgesamt 311 Maschinen umfasst. Ein Teil dieser Maschinen wird vermutlich auch in der österreich-Zentrale von Theisen in Wiener Neudorf stationiert, wenngleich der dort für den Mietpark zuständige Mitarbeiter es noch nicht weiß. Die Gemeinde an der Südautobahn ist im Lauf der Jahrzehnte zu einem Baumaschinenmekka herangereift. Der mit insgesamt zwölf Standorten vertretene Vermieter Drott hat hier ebenso seine Zentrale wie die seit 18 Jahren in der Vermietung tätige Firma AMG einen ihrer drei Firmensitze ebenfalls in Wiener Neudorf hat. Huppenkothen hat zwar seine Zentrale ganz weit im Westen in Lauterach, für den Raum Wien ist aber die Niederlassung in der Hondastraße in Wiener Neudorf das Standbein schlechthin. Ebenfalls mit einer Niederlassung vertreten ist die Firma Berger, die LKW-Aufbaukräne, Stromerzeugung und Transporter vertreibt.
Unweit davon in Vösendorf sitzt die zur Industrie-Holding gehörende Firma Terra, die einst als Inbegriff für JCB-Bagger stand und heute mit einem umfangreichen Programm insgesamt zwölf Niederlassungen in Ost- und Mitteleuropa betreibt. Natürlich hat Terra auch Mietgeräte am Platz. Die Palette reicht vom Minibagger über Radlader bis hin zum schweren Kettenbagger.
Zieht man den Kreis etwas weiter, sind noch eine Reihe anderer Vertreter der Baumaschinenspezies vertreten: Liebherr sitzt im 23. Wiener Bezirk in der Oberlaaer Straße, Volvo-Baumaschinen werden in Gumpoldskirchen serviciert und verkauft. Das Thema Miete wird auf der Webpage von Volvo vergleichsweise stiefmütterlich behandelt. Man behalte die Zuwächse im Segment Miete im Auge, teilt dazu der Volvo-Marketingleiter Klaus Längauer mit. »Wir sind der Meinung, dass die Miete für bestimmte Anforderungen die optimale Lösung für den Kunden darstellt und versuchen unser Angebot darauf abzustimmen«, erklärt er. Was die Vermietung als Marketinginstrument betrifft, ist Längauer skeptisch. Das führe zu einer »negativen Preisentwicklung, die aber natürlich auf keinen Fall langfristig durchzuhalten ist. Wir sehen auch die Gefahr einer solchen Entwicklung, die für den Kunden zwar auf der Oberfläche Vorteile in Form eines niedrigen Preises bietet, aber alle anderen für das Mietgeschäft notwendigen Qualitätsfaktoren außer Acht lässt.« Ein Befürchtung, die nicht von der Hand zu weisen ist, wie auch die Ansprache des Mawev-Präsidenten Ferdinand Beringer anlässlich des Mawev-Heurigen zeigte. Er kritisierte, dass Mietgerät teilweise unterpreisig angeboten werden und darunter die Ertragsstärke der Händler leide. Will man konkret wissen, welche Anbieter mit Superrabatten aufwarten, blockt die Branche jedoch ab.
Auch die Firma Kuhn hat seit ein paar Jahren mit Himberg eine Repräsentanz im Süden der Hauptstadt. Die Filiale dient zugleich als einer von sechs Mietstandorten. Das auf Transport- und Hebeeinsätze spezialisierte Unternehmen Felbermayr hat seine Niederlassung in Lanzendorf an der Querachse zwischen Süd- und Flughafenautobahn.
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Die Nadel im Heuhaufen

Von Alfred Bankhamer

Ein paar Tage nicht im Büro, und schon quillt die Inbox des E-Mail-Programms über. Je nachdem, wie gut der Spamfilter eingestellt ist, sind es einige Dutzend oder Hunderte E-Mails. Und das Volumen steigt stetig. Kein Wunder, denn laut dem Marktforscher IDC flitzen heuer rund 9,2 Billionen E-Mails durch die Netze. 2000 waren es »erst« 2,6 Billionen. Mit Beginn des elektronischen Zeitalters hat zugleich eine gigantische Datenflut eingesetzt. Einer Studie der Universität UC Berkeley zufolge wurden seit den ersten Zeichnungen in Steinhöhlen vor rund 42.000 Jahren bis zum Jahr 2003 rund 57 Milliarden Gigabyte Daten generiert. Davon allein drei Milliarden im Jahr 2000 und gar 24 Milliarden Gigabyte im Jahr 2003. Noch dazu sind rund achtzig Prozent dieser neu erstellten Daten unstrukturiert, also nicht einfach verwertbar. 92 Prozent davon werden auf elektronischen Medien wie Festplatten gespeichert. Das freut freilich die Hersteller von Speicher- und Datenmanagementlösungen, bereitet aber zugleich selbst schon kleineren Unternehmen Sorgen. Immerhin gehen laut Meta Group achtzig Prozent des gesamten Hardwarebudgets für das Speichern von Informationen drauf.

Kampf der Flut. Um nicht in der Datenflut unterzugehen, gibt es mittlerweile ein vielfältiges Angebot an Lösungen. Denn die Dokumentation und Archivierung digitaler Inhalte ist unbestritten eines der großen Themen der modernen Informationsgesellschaft. Das Ziel ist schlicht, die wichtigen Informationen genau dann rasch bei der Hand zu haben, wenn man sie braucht. Egal, ob es sich nun um Rechnungsbelege handelt oder Informationen zu einem Forschungsprojekt. Dabei sollen aber bei einer Stichwortsuche nicht unzählige Dokumente aufscheinen, sondern der Benutzer will aus dem Datenmeer gleich die wirklich gesuchte Information herausfischen. Das Dokument soll flott im Strom des Workflows fließen. Nur so kann ein Unternehmen effizient arbeiten.Um dies zu ermöglichen, müssen Dokumente zuvor richtig abgelegt, sicher archiviert, sinnvoll verknüpft und schließlich nutzbringend analysiert werden. »Dokumentenmanagement bedeutet nicht nur das Verschieben von A nach B, sondern das effiziente Bearbeiten von lebendigen Dokumenten«, betont Stefan Jaschke von der IBM Software Group. Der Aufwand, Projekte genau zu dokumentieren, ist zwar anfangs lästig, hilft aber bei Folgeprojekten enorm.

Aus Sicherheitsgründen muss freilich auch festgelegt werden, wer Zugang zu welchen Daten bekommen soll bzw. wer welche Daten wirklich benötigt. Das Selektieren der Daten ist eine Wissenschaft für sich. In der täglichen E-Mail-Flut ist nämlich erstaunlich wenig Müll enthalten. über 75 Prozent des Know-hows eines Unternehmens stecken laut einer Studie der Gartner Group in E-Mails und deren Anhängen. Eine weitere Tatsache ist, dass im Geschäftsalltag nicht wenige, darunter auch sehr wichtige, elektronische Notizen für immer verloren vergehen.

Vergängliche Medien. Was wüssten wir über Einstein und andere Geistesgrößen, wenn sie nicht unzählige Briefe und Notizen auf Papier geschrieben hätten? Das einst wichtigste und sehr beständige Speichermedium der Menschheit verliert im digitalen Zeitalter zunehmend an Bedeutung. Digitale Medien bergen aber einige Gefahren, wie schon viele Pioniere des digitalen Informationszeitalters feststellen mussten. So gibt es schon tonnenweise Speichermedien und unzählige Dokumente, die schlicht und einfach nicht mehr gelesen werden können. Darunter können sich auch wichtige Geschäfts- und Vertragsdokumente befinden.

Im Tagesgeschäft sollen die entsprechenden Informationen rasch am Tisch liegen. »Heute wird teils schon über die Hälfte der Arbeitszeit für das Suchen nach Informationen aufgewandt«, sagt Erich Hinterndorfer, Geschäftsführer des Dokumentenmanagementspezialisten Hummingbird. Perfekte Dokumentation verlangt auch der Trend zur Zusammenarbeit in Teams (Collaboration), die nicht selten über Kontinente verstreut sind. Oft sind an einem Projekt noch dazu mehrere Unternehmen und Institutionen beteiligt.

Begriffswirrwarr. Um die ständig wachsenden Datenberge meistern zu können, gibt es unzählige IT-Lösungen und noch mehr Fachbegriffe, die wiederum mehr zur Verwirrung als Aufklärung beitragen: Contentmanagement, Enterprise Content Management, Web Content Management, Dokumentenmanagement, Informationsmanagement, Knowledge Management und vieles mehr.

Selbst unter Sammelbegriffen wie Enterprise Content Management (ECM), die im weitesten Sinn das Handling aller Dokumente umfasst, verstehen Institutionen und Hersteller Unterschiedliches. Schließlich geht es dabei auch um die Essenz von Geschäften, um Informationen, Kommunikation und Wissen. Der Trend im Contentmanagement geht klar dahin, dass Daten zunehmend zentralisiert werden und mehr Wert auf die Datenqualität gelegt wird.

»Es sollte nicht ein Datenmeer ohne Nutzen entstehen«, warnt Richard Pircher, Experte für Wissens- und Informationsmanagement an der Donau-Universität Krems, »die Daten müssen zum Beispiel auch von einem Callcenteragenten richtig erfasst werden.« Nur so kann aus Daten auch wertvolles Wissen werden. Der Aufbau von ECM umfasst meist folgende Schritte: zuerst die Mail-Archivierung, dann die Behandlung des Dokumentenflusses von lebenden Dokumenten, die Anbindung an ERP-Systeme und Datenbanken. Ziel ist dabei ein zentrales Repository, das den Zugriff auf die Daten aller Systeme erlaubt. Mit dieser Infrastruktur sind wirklich Funktionen wie die gezielte Suche, Collaboration und Wissensmanagement möglich.

Verborgenes Wissen. Der oft zitierte Spruch »Wenn Siemens wüsste, was Siemens weiß« zeigt schon das Dilemma großer Konzerne und Organisationen. »Es existiert sehr viel Wissen, die Frage ist nur, wie man daran herankommt. Das hat man noch nicht wirklich im Griff«, meint EMC-Geschäftsführer Martin Rajsp. Die Heilmittel dagegen nennen sich ECM (Enterprise Content Management) und Wissensmanagement. EMC, bekannt als einer der größten Anbieter von Speichersystemen, hat sich das Software-Know-how vor zwei Jahren durch die übernahme des ECM-Spezialisten Documentum ins Haus geholt. Ziel ist das Management der Daten von der Wiege bis zur Bahre. Die Stichworte dazu: Information Lifecycle Management. Was gemeint ist: die Klassifizierung von Daten (von sehr kritisch bis belanglos) und das zugehörige Regelwerk zum Speichern und Löschen.

Unternehmensweites Dokumentenmanagement. Lösungen zum Thema DMS und ECM bieten eine Reihe von IT-Häusern wie beispielsweise IBM, EMC, Hummingbird, Data Systems Austria, Hyperwave, Open Text, FileNet, Saperion, Stellent oder H&S Heilig und Schubert Software an. Vor allem große Konzerne arbeiten schon lange daran, der Datenflut Herr zu werden, durch die oft Abermillionen Euro sinnlos versenkt werden. Auf der anderen Seite lassen sich selbst aus scheinbar wenig nützlichen Daten wichtige Informationen gewinnen. Durch das Verknüpfen von Daten können außergewöhnliche Vorfälle, Anhäufungen von Wörtern etc. mit anderen Daten verglichen werden. Zusammenhänge, die einem bislang verborgen blieben, zeigen sich auf einmal. Aus Daten werden Informationen, die in einem weiteren Schritt zu wertvollem Wissen werden können. Wer etwa psychologische Muster im Einkaufsverhalten entdeckt, kann damit gute Geschäfte machen. Branchen wie der Handel haben das Contentmanagement längst für sich entdeckt.

Knowledge Worker. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Erhaltung des Wissens im Unternehmen. »Wissen kann schon in Dokumenten erfasst sein - oder es ist ausschließlich in den Köpfen der Mitarbeiter vorhanden«, erklärt Richard Pircher. Wenn wichtige Schlüsselpersonen ein Unternehmen verlassen, führt das nicht selten zu kritischen Situationen. Und am neuesten Stand sind klarerweise nur die mit einem Projekt oder Thema beschäftigten Personen. Und von diesen Experten kann man auch gleich, ohne lange recherchieren zu müssen, die gesuchte Information bekommen. Neben Wissensdatenbanken sind deshalb auch Expertendatenbanken sinnvoll. Freilich gehört dazu eine entsprechende Organisations- und Firmenkultur. In Unternehmen, wo Druck und Angst vorherrschen, kann keine Mitteilsamkeit und Offenheit der »Knowledge Workers« verlangt werden. Der große Vorteil von Expertendatenbanken: Sie sind leicht anzulegen und auch für KMU leistbar.

Thema für den Mittelstand. ECM und Knowledge Management waren einst nur für größere Unternehmen ein Thema. Nun fassen die Lösungen zunehmend im Mittelstand Fuß. »Die Zeiten, in denen etwa ein Unternehmer alles gewusst hat, sind vorbei«, betont Andreas Brandner, Geschäftsführer Knowledge Management Association. Der Experte ist überzeugt, dass KMU spätestens in fünf Jahren mit ähnlichen Systemen arbeiten werden wie internationale Konzerne. Selbst bei Handwerkern verdrängt die digitale Datenerfassung langsam die Zettelwirtschaft. Vom PDA direkt in die ERP-Branchenlösung: Erst so können die Vorteile vollautomatischer IT-gestützter Prozesse genützt werden. Besonders KMU leben heute von ihrem spezialisierten Wissen. Damit werden selbst die Mitarbeiter in kleinen Unternehmen zu wichtigen »Knowledge Workers«, die exklusiv über einen Bereich Bescheid wissen. Seitens der IT können dies Wissensmanagementplattformen und Collaborationtools unterstützen. Die Kultur zu dieser Art selbstständigen, eigenverantwortlichen Arbeiten muss aber auch gelebt werden. »Nur irgendwelche Lösungen zu kaufen, reicht jedenfalls nicht«, warnt Brandner.

In KMU geht es heute freilich noch nicht um große, allumfassende Wissensmanagementlösungen, sondern um wichtige Detaillösungen. Das zeigt sich beispielsweise bei der Vamed Engineering, die von Wien aus mittlerweile schon in der ganzen Welt Krankenhäuser errichtet. Ob nach Malaysia, Gabun oder China, die Dokumente, Aufträge, Rechnungen oder Lieferscheine müssen dazu über die ganze Welt verschickt werden. Und das funktionierte früher nicht immer reibungslos. Deshalb sollten die Projektleiter vor Ort direkt eingebunden werden. Gewählt wurde die Dokumentenmanagementlösung JET DMS von Data Systems Austria. Damit können nun über ein Webportal alle Aufträge, Lieferscheine, Garantiepapiere und Rechnung in der ganzen Welt abgerufen werden. Zuvor wird freilich alles zentral in der Buchhaltung eingescannt. Das mühsame Kramen in Papierordnern ist damit Vergangenheit. »Wir haben im Bereich DMS schon rund 150 Kunden im Mittelstand«, sagt Christine Hofmann, Marketingleiterin bei Data Systems Austria, »besonders gefragt sind Lösungen, die das Rechnungswesen integrieren.«

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Flexibilität für Betriebe

Um die Herausforderung zu bewältigen, Prozesse und Kapazitäten flexibel zu gestalten, bietet das Arbeitsmarktservice (AMS) Unternehmen ab sofort mit der Flexibilitätsberatung ein neues Angebot, das vom Flex-Ability-Team der Unternehmensberater Deloitte/ öSB Consulting/Wentner-Havranek durchgeführt wird. Die Flexibilitätsberatung für Betriebe ist Teil einer präventiven Arbeitsmarktpolitik und trägt dazu bei, drohende Kündigungen durch Beratung und Qualifizierung zu verhindern und den tatsächlichen Arbeitsplatzverlust durch den akkordierten Einsatz des gesamten Repertoires arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen frühzeitig abzufedern.

Das Beratungsangebot
Nach einem Erstgespräch (zwischen Unternehmen, AMS-Berater und Flex-Ability-Consultant) startet die eigentliche Beratungstätigkeit: die Durchführung eines maßgeschneiderten Flex-Checks für das Unternehmen sowie die Entwicklung betriebsspezifischer Lösungen entlang der oben genannten personalwirtschaftlichen Handlungsfelder.
Jeder Schritt wird mit einem Zwischenbericht abgeschlossen, der wertvolle Informationen für das Unternehmen enthält:
> Erstgespräch
> Flex-Check
> Flexibilitätsstrategie

Entwicklung einer Flexibilitätsstrategie
Die Flexibilitätsstrategie beinhaltet: Analyse der Ist-Situation des Unternehmens, Klärung des Beratungsbedarfs, Einbeziehung relevanter Akteure, Abklärung von Einsatzmöglichkeiten arbeitsmarktpolitischer Förderinstrumente, Entwicklung von Handlungsoptionen. Dafür stehen maximal fünf Beratungstage zur Verfügung.

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Glänzender Stahl

Tobias Winter, Analyst der Raiffeisen Centrobank, hat eine klare Empfehlung für Aktien der Voestalpine: Kaufen! Der Grund ist einfach: Das Auftragsvolumen bei allen europäischen Stahlherstellern steigt - und damit die Preise. Die Aktie wird nun mit einem Kursziel von 83 Euro festgelegt - bisher waren es 70 Euro. Die Vertriebsumsätze sollten um 16,6 Prozent ansteigen. Außerdem profitiert Voestalpine besonders von der starken Stellung im Bereich der Eisenbahnsysteme. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sollte auf 331,4 Millionen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahrs 2005/2006 klettern (nach 187,1 Millionen 2004/2005). Tobias Winter erwartet, dass der Gewinn je Aktie auf 5,82 Euro im ersten Halbjahr steigt. Im Vorjahr lag er bei 2,58 Euro. Fürs Gesamtjahr rechnet der Analyst der Raiffeisen Centrobank damit, dass 10,99 Euro Gewinn je Aktie anfallen.Insgesamt sind die Aussichten für die Stahlbranche äußerst positiv. Die Lagerbestände der Abnehmer sind im Vergleich zum ersten Halbjahr deutlich gesunken und damit ist weiterhin mit steigenden Auftragsvolumina zu rechnen. Analyst Winter räumt ein, dass Voestalpine im Branchenvergleich fair bewertet ist, allerdings haben die Stahlkonzerne insgesamt erfreuliche Aussichten. Das bringt auch die Linzer vorwärts.
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No risk no fun

Von Ernst Anders
Dass die österreichische IT-Landschaft auch jenseits von Purkersdorf und Amstetten ihre Fühler ausstreckt, merkt man spätestens im morgendlichen Flieger zur CeBit. Da hebt ein großes Hallo an, jeder kennt jeden, die Branche schnuppert kollektiv internationale IT-Luft. In Hannover werden dann Informationen eingesammelt, Trends verfolgt, Neuigkeiten begutachtet. Der Wermutstropfen: Die österreicher spielen weitgehend eine passive Rolle. Statt Aussteller sind sie Kunden, statt zu exportieren wird importiert. Die Alpenrepublik liegt in den Brüsseler Exportstatistiken in der Spitzengruppe. Am Rande des letzten Ecofin-Rates ließ Finanzminister Karl-Heinz Grasser sichtlich mit Stolz und genüsslich die neuesten Zahlen fallen. In der Sparte Exportwachstum außerhalb der EU-Zone zwischen 1995 und 2004 konnte österreich gar den Rest Europas auf die Plätze verweisen. Die Stützen für diesen Erfolg sind klassische Bereiche wie Maschinen- und Anlagenbau, rührige Umwelttechniker oder Industriezulieferer. Als IT- oder gar Softwarelieferanten spielen die österreicher aber weniger den Part des Stürmers. Viel mehr sitzen sie auf der Ersatzbank. »Wir müssen die Firmen beinahe über die Grenzen treten«, merkte Peter Schneyder, Wirtschaftskammer-Mann und Sprecher der TransEuropa-Consultants, bei einer Diskussionsrunde an. Das schlägt sich auch in den Zahlen - oder vielmehr deren Absenz - nieder. Weder in den Außenhandelsstatistiken der AWO noch beim Fachverband IT sind einschlägige Informationen zu finden. Wie viele Softwarefirmen im Export tätig sind, wie viele Arbeitsplätze daran hängen, welche Umsätze erzielt werden, bleibt zumindest statistisch im Dunklen. Dazu passt vielleicht eine kleine Schnurre. Der erste »Software-Inder«, der zum Höhepunkt der New-Economy-Welle zur Unterstützung der heimischen Softwareentwickler mit viel Tamtam »eingebürgert« wurde, war angeblich ein Fake. Es soll einen kurzen Fototermin mit dem Minister und den Medien gegeben haben, danach flog der gute Mann wieder heim ins Land der Maharadschas. Wenig Tamtam macht hingegen ein respektabler Kärntner Unternehmer, der zur Diversifizierung einen einschlägigen und angeblich auch in den USA erfolgreichen Erotik-Internet-Channel aufgezogen hat. Dass auch von hier keine offiziellen Erfolgsmeldungen oder gar Erfahrungsberichte kommen, soll daran liegen, dass das pikante Hightech-Bizz von Büroräumen aus betrieben wird, die just von einer Erzdiözese angemietet wurden. Abseits von solchen Schmankerln gibt es natürlich auch in österreich ernsthafte Aktivitäten. Die Siemens Business Services (SBS) beschäftigt schon alleine rund tausend Softwareingenieure. Die Butter aufs Brot verdient der Marktleader unter den heimischen IT-Consultants mit Aufträgen, die jenseits der Grenzen akquiriert werden. Vor allem im den angrenzenden Ostländern ist die SBS bei Behörden und Konzernen aktiv, und poliert so indirekt die virtuelle Software-Exportbilanz auf. Ebenfalls zu erwähnen ist die Kapsch-Gruppe, die im Bereich Verkehr und Telematik im Quartalstakt ein neues Fähnchen auf ihren Vetriebsglobus pinnt und mittlerweile zwischen Südamerika und Ostasien weltweit präsent ist. Auch Beko-Professor Peter Kotauczek pilgerte bereits - fast noch gemeinsam mit Alois Mock - kurz nach der Grenzöffnung nach Ungarn. Natürlich gibt es auch den oberösterreichischen Softwarepark Hagenberg, die steirische JoWooD hat mit ihren Games immerhin einmal den Entertainmentsektor aufgemischt, auch wenn es schon länger nicht mehr gut läuft. Der Tourismusexperte Tiscover trägt tirolerisches Know-how ins Ausland, der »Teletrader« Christian Baha kann sich dank seiner Börsensoftware eine Yacht in Monte Carlo leisten. Trotz aller punktuellen Erfolge fehlt im kleinen österreich immer noch so etwas wie eine geschlossene Softwareindustrie. Zu einer Trademark wie »Silicon Valley Europas« wird es die Alpenrepublik bei nüchterner Betrachtung wahrscheinlich auch nie bringen. Das mag - neben dem zahlenmäßig traurigen Output unserer einschlägigen Universitäten - auch daran liegen, dass beispielsweise im indischen Bangalore bald mehr Programmierer arbeiten, als Linz und Graz Einwohner haben. Das bittere Los und gleichzeitig wohl die große Chance der heimischen Softwerker liegt in der Spezialisierung. So ist es kein Wunder, dass hierzulande die Einzelkämpfer dominieren.
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Fernsehmoderator gesucht

Für den Innviertler Hans Kühberger geht derzeit so einiges auf, was er sich in den letzten Jahren vorgenommen hat. Der Geschäftsführer des Systemhauses Infotech feilt seit geraumer Zeit an seinem Image als Platzhirsch im oberösterreichischen Ried im Innkreis - als lokales Systemhaus will man den Unternehmenskunden bestmögliche Services liefern. Kühbergers engagierte Mannschaft hat es kürzlich zum Gold-Partner-Status für den Microsoft-Konzern geschafft, man veranstaltet Linux-Schulungen und hat Wählämter in Ried und Umgebung entbündelt, um den Kunden maßgeschneiderte Telefonie- und Breitbandservices zu bieten. In der Szene bekannt wie ein bunter Hund ist Kühberger aber dank des eigens verlegten Glasfasernetzes in Ried, das für ultraschnelle Datenleitungen sorgt. Der Glasfaserring, der in Eigenfinanzierung errichtet wurde, ist seit Jahren schon Vorzeigeprojekt für den größten Netzwerklieferanten der Welt, Cisco. Auf Basis solch potenter Infrastrukturen skizzieren die Hersteller und Lieferanten oft und gerne die sonnige Aussicht auf das Multimediazeitalter.

Filmservices, Musikdownloads, Videokonferenzen - all das ist heute zwar vielerorts schon möglich, soll aber dank der neuen Breitbandnetze bald zum täglichen Leben dazugehören. Doch all die Masterpläne, Roadmaps und Trendanalysen sind wie der fromme Wunschzettel an das Christkind - die Geschenke gibt es erst, wenn es kommt. Kühberger dagegen packt an, und ist oft selbst überrascht, welchen Effekt das Ackern um Businesskunden hervorbringt. Infotech betreut mittlerweile rund 1500 Internetkunden, 500 davon sind Unternehmen. Die restlichen tausend Subscriber wurden innerhalb der letzten 18 Monate gewonnen und sind reine Privatnutzer, die aufgrund des attraktiven Glasfaserangebots bei Infotech vorstellig wurden. In den nächsten eineinhalb Jahren will Kühberger eine Verdopplung seiner Kundenschar erreichen. Möglich machen sollen dies der weitere Glasfaserausbau und zusätzliche Entbündelungen. Ende Oktober wurde auch das neue Firmengebäude bezogen, das nun ausreichend Platz für eine weitere Leidenschaft Kühbergers bietet: IPTV.

Neues Geschäftsfeld

Mit dem Bau des Glasfasernetzes in Ried begann Infotech auch mit der Entwicklung eines eigenen TV-Systems. »Es gab einfach damals einfach noch keinen Markt dafür«, erzählt Kühberger. IPTV ist eine neue Art der Fernsehübertragung, bei der das Signal nicht in analoger Form, sondern voll digital bis zum jeweiligen Teilnehmer übermittelt wird. Die übertragung des Datenstroms erfolgt über ein Netzwerk - sei es ein Firmen-LAN oder das Internet. Der Vorteil: IPTV-Nutzern kann auch Interaktivität geboten werden. Die einschlägige Nomenklatur dazu: TimeShift, Electronic Program Guide, Video-on-Demand und Personal Video Recorder. Nach der erfolgreichen Einführung in Ried und dem dadurch geweckten internationalen Interesse entschloss sich Kühberger für die Ausgliederung in ein eigenes Unternehmen. Mit dem Spin-off Ocilion, das gemeinsam mit dem niederländischen Partner TKH Group auf die Beine gestellt wurde, wird nun international für das neue Triple-Play-Vergnügen - also Fernsehen, Telefonie und Internet aus einer Hand - geworben. Mit Ocilion erreichen die Innviertler nun Regionen bis nach Singapur. Aus Europa berichtet Kühberger bereits von »fantastischen Projekten« in Holland und Polen. Auch in österreich gäbe es reges Interesse so mancher Provider, berichtet Kühberger. Jüngst konnte der aufstrebende Breitbandanbieter Inode für die IPTV-Lösung gewonnen werden. Wo die Providergröße für Infotechs IPTV-Lösung beginnt? »Ab 2000 bis 3500 Teilnehmer«, stapelt man in Ried bewusst tief.

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