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Rollender Mobilfunk

\"Der schöne Korridor, der an österreich vorbei gehen wird\", nennt Kapsch-Manager Horst Kaufmann den \"Korridor IV\" des transeuropäischen Eisenbahnnetzes, der mit Mitte des Jahres zur Teststrecke für Bahnkommunikation per GSM-R aufgerüstet wurde. Der Bauherr: Kapsch CarrierCom. Die Bahnstrecke, die von der deutsch-tschechischen Grenze über Prag nach Kolín geht, liegt auf einer der wichtigsten Nord-Süd-Verkehrsachsen Europas. Entsprechende Bedeutung hat das Pilotprojekt für die Tschechischen Bahnen. Ein vergleichbare Ausschreibung wurde von Kapsch bereits 2002 in der Slowakei gewonnen.

In einem Zeitraum von zwölf Monaten stellte Kapsch gemeinsam mit dem kanadischen Technologiepartner Nortel das bahntaugliche Mobilfunknetz auf einer Strecke von 200 Kilometern fertig. Diese Implementierungszeit ist für Bahnverhältnisse gar nicht einmal schlecht. In einer Branche, in der teilweise noch mit dem (verlässlichen) Kurbelinduktor gearbeitet wird, läuft die Zeit ein wenig anders - auch in österreich, das dem europaweiten Ausbau auf GSM-R mit einer für Anfang 2006 erwarteten Ausschreibung folgen wird. Experten rechnen mit sechs bis sieben Jahren Bauzeit des neuen Kommunikations- und Zugsicherungssystems (ETCS) für die öBB. Auf Primärstrecken wohlgemerkt. Nebenbahnen sind hier nicht mitgerechnet, doch ein solcher Ausbaulevel scheint für ein internationales Kommunikationsnetz ohnehin nicht dringend. Zwar scheint die öBB in Sachen GSM-R ein Spätzünder zu sein, doch trügt der Schein. \"Die östlichen Nachbarländer haben einen Riesenvorteil: sie überspringen eine ganze Technologie\", weiß Kaufmann, der bei Kapsch die Bahninfrastrukturgeschäfte verantwortet. Zudem sei in den Regionen jenseits der heimischen Grenze ein EU-Fördertopfparadies von bis zu 85 Prozent Gesamtkostenzuschuss zu finden.

Kapsch sieht den Netzaufbau als \"Turnkey\"-Projekt: Die Wiener erbingen als Generalunternehmen alle Leistungen aus einer Hand: von der Netzplanung, über Antennen-Montage bis hin zur Inbetriebnahme und Wartung des Netzes. GSM-R basiert auf dem GSM-900-Standard und nutzt Frequenzen, die direkt unterhalb dieses Bandes liegen. Im Führerstand der Züge werden in der Regel fest installierte GSM-R-Telefone verwendet. Diese sind mit einer speziellen Benutzeroberfläche für Bahnbetreiber sowie mit Schnittstellen ausgestattet, die eine Kommunikation mit der Zuginfrastruktur, etwa mit Fahrgast-Informationssystemen oder Diagnosetechnik, erlaubt. Für Bahnarbeiter oder Rangierpersonal gibt es Mobiltelefone, die normalen Handys ähneln, aber robuster sind und einen größeren Funktionsumfang bieten. Im Vergleich zu analogen Systemen erreicht die bessere Funkabdeckung auch eine höhere Serviceverfügbarkeit zwischen fahrender Flotte und den betriebsleitenden Stellen. Für Notrufe wurde auch ein eigenes Netzfeature implementiert: Im Gegensatz zum herkömmlichen GSM-Netz können Anrufe unterschiedliche Prioritäten haben. Ein Warnruf ist daher in der Lage, andere Gespräche zu unterbrechen. GSM-R ist für Geschwindigkeiten bis zu maximal 500 km/h spezifiziert.

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Der politische Rahmen

\"österreich ist im Bereich Innovation sehr erfolgreich“, sagt einer der es einerseits wissen muss, andererseits Kraft seines Amtes auch nichts anderes sagen kann ohne sein Scheitern einzugestehen - Eduard Mainoni, Staatssekretär für Forschung und Technologieentwicklung. Tatsächlich spricht einiges dafür, Mainoni beim Wort zu nehmen. Es ist unbestritten, dass in den letzten Jahren vieles in Sachen Innovation geschehen ist. Die Forschungsausgaben wurden erhöht (derzeitiger Stand 2,35 Prozent des BIP), der Standort aufgewertet. Allein im Jahr 2005 sind rund 5,8 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung geflossen. Damit befindet sich österreich im EU-weiten Vergleich auf dem passablen fünften Rang. \"Es gibt in österreich 2000 Unternehmen, die im eigenen Haus forschen“, betont Mainoni und verweist darauf, dass Innovation, Forschung und Entwicklung nicht nur im Hochtechnologiebereich passiert, sondern auch im Bereich Dienstleistungen. Grundlage für den Erfolg ist ein passendes Umfeld, weiß Mainoni, in diesem Fall der Innovationsstandort österreich. Vier Faktoren seien ausschlaggebend: Die Verfügbarkeit von gut ausgebildeten Mitarbeitern, die geopolitische Lage im Herzen Europas, die steuerlichen Rahmenbedingungen und die herrschende Rechtssicherheit. Hier ist tatsächlich einiges passiert: Die Unireform, die von einem Großteil der Wirtschaft positiv angesehen wird. Die Novellierung des §103 des Einkommensteuergesetzes, das ausländischen Forschern garantiert, in österreich denselben Steuersatz zu bezahlen wie im Herkunftsland sowie die intensive Kooperation des Patentamtes mit innovativen KMU in Form neuer Dienstleistungen wie serv.ip zur Verhinderung von Doppelforschung.
Zustimmung in seiner Analyse erhält Mainoni vom Präsidenten des österreichischen Patentamtes Friedrich Rödler. \"Innovation entsteht dort, wo Infrastruktur und Rahmenbedingungen passen. österreich befinden sich in einer beneidenswerten Situation, was auch durch den direkten EU-Vergleich belegt werden kann. In Bezug auf Patente pro Einwohner liegt österreich am hervorragenden siebten Rang.“ Dass Länder wie Finnland oder Schweden noch länger die Nase voraus haben werden, ist für Mainoni beinahe zwingend logisch, denn immerhin hätten diese Länder bereits Anfang der 90er Jahre begonnen, gezielt in Forschung und Entwicklung zu investieren. \"Jetzt können sie die Früchte ernten.“
Dass österreich wie der überwiegende Rest der EU die Zeichen der Zeit relativ spät erkannt hat ist leider Faktum. Günter Verheugen, Vizepräsident der Europäischen Kommission, beklagte in einem Interview mit der \"Zeit“, dass \"in der vormaligen Kommission die Forschung leider nicht zu den Schwerpunkten der Brüsseler Arbeit gehörte“. Im Wettbewerb mit den USA und Asien würden Europas Chancen nicht in niedrigen Preisen und langen Arbeitszeiten liegen in kreativen Produkten, technologisch anspruchsvollen Waren und Dienstleistungen liegen. Um das zu erreichen, müssten Innovation und Forschung höchste Priorität haben.
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Zweistellige Erwartung

Nokia erwartet, dass 2006 um zehn Prozent mehr Mobiltelefone als 2005 verkauft werden. Der Marktanteil des finnischen Weltmarktführers, von dem jedes dritte verkaufte Handy stammt, soll weiter steigen, so der designierte Nokia-CEO Olli-Pekka Kallasvuo bei einer Investorenkonferenz in New York. Kleineren Herstellern, die einen weltweiten Marktanteil von weniger als 15 Prozent haben, gibt Kallasvou wenig Chancen. In den kommenden Jahren werde sich der Handymarkt durch die zunehmende Konkurrenz bereinigen. \"Es ist wahrscheinlich, dass kleinere Hersteller ganz vom Markt verschwinden\", so Kallasvou, der im Juni 2006 den Vorstandsvorsitz übernehmen wird.

Nokia geht davon aus, dass bis 2008 weltweit über drei Mrd. Handyverträge abgeschlossen sein werden. Bisher hat das Unternehmen erwartet, dass diese Marke 2010 überschritten wird. Der eigene Marktanteil soll dabei ausgebaut werden. Der finnische Handyriese will vor allem auf Kundenservice und eine breite Produktpalette setzen, 2005 wurden bisher 56 neue Geräte gelauncht. Auch das Engagement in Entwicklungs- und Schwellenländern soll fortgesetzt werden. Im dritten Quartal 2005 lag Nokia laut dem Marktforschungsinstitut Gartner mit einem weltweiten Anteil von 33 Prozent vor Motorola mit 19 Prozent und Samsung mit 13 Prozent.

Auch im Bereich Netzwerk und Infrastruktur erwartet Nokia Wachstum. In diesem Geschäftszweig rechnet Kallasvuo mit wachsender Konkurrenz, besonders in Schwellen- und Entwicklungsländern. Die Gewinnmarge in diesem Segment wurde daher von bisher 14 Prozent auf 13 Prozent korrigiert. Bei Mobiltelefonen und Multimedia-Geräten erwartet der Handyriese in den nächsten zwei Jahren eine Marge von 17 bis 18 Prozent.

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Im Test: Logitech G7 Laser Mouse

Viele Gamer glauben, dass eine kabellose Maus wegen Verzögerungen, Interferenzen, Stromversorgungsproblemen und des Gewichts der Akkus ihre Leistung im Spiel mindern könnte. Die Logitech G7 Laser Cordless Mouse löst diese Probleme, die den Einsatz von kabellosen Mäusen bei Gaming-Wettkämpfen bislang verhindert haben.
Bevor wir die G7 auf das Game loslassen, lassen wir zunächst die Zahlen sprechen. Dazu gehören eine verstellbare Empfindlichkeit von bis zu 2.000 dpi, ein maximales Beschleunigungsvermögen von 20 G sowie eine Abtastgeschwindigkeit von 6,4 Megapixeln pro Sekunde. Weiterhin kann die Gamer-Maus sechs Tasten und zwei Akkus mit jeweils zehn Stunden Laufzeit ihr Eigen nennen.

Die erste Gaming-Maus ohne Kabel
• Keine Verzögerung: Zwei Innovationen schließen Verzögerungen aus. Erstens nutzt die G7 Full-Speed USB zur Erhöhung der Anzahl von Meldungen pro Sekunde. Zweitens bietet sie einen fortgeschrittenen Gaming-Modus. Erst nach Ablauf einer Minute schaltet sich die Maus in den stromsparenden Schlafmodus. Im Vergleich: Herkömmliche Büromäuse verfallen bereits nach zehn Sekunden in diesen Zustand.
• Keine Störungen: Die G7 Laser Cordless Mouse nutzt die kabellose 2,4 GHz-Technologie von Logitech mit 24 Kanälen, die Interferenzen mit anderen Elektronikgeräten weitestgehend ausschließt. Sollte aber eine Interferenz auftreten, schaltet die intelligente Frequenzwechsel-Technologie von Logitech (Intelligent Frequency Hopping) automatisch auf einen störungsfreien Kanal.

Akkuwechsel in drei Sekunden
Hinsichtlich der Energieversorgung hat sich Logitech etwas ganz Besonderes ausgedacht und gleich in doppelter Ausfertigung mit eingepackt. Als Energiequelle dienen keine handelsüblichen AA- oder AAA-Batterien, sondern speziell entwickelte Akkus. Sie sind gerade mal sieben Millimeter flach und messen in Länge und Breite lediglich 4,2 mal 3,8 Zentimeter.
Für den Akkuwechsel benötigen man nicht mehr als drei Sekunden. Im hektischen Spielverlauf kann das zwar schon zum Ableben führen, doch dank einer fünfstufigen Batteriestand-Anzeige weiß der Gamer immer früh genug Bescheid, wann der Akku schlapp macht. Mit der Logitech SetPoint Software kann diese Anzeige ganz nach individuellen Präferenzen so eingestellt werden, dass die Spieler gewarnt werden, wenn die Akkuleistung unter 30 Prozent sinkt. Im Standard-Spielmodus reicht eine Akku-Ladung für zweieinhalb Tage durchschnittliche Spielbelastung. Unter Turnierbedingungen hält eine Akkuladung bis zu sieben Stunden, wenn die Maus ohne Pause genutzt wird. Bei der normalen Verwendung im Büro kann die Maus bis zu viereinhalb Tage im Spiel-Power-Modus genutzt werden, bevor die Akkus getauscht werden müssen.

Der Funkempfänger der G7 ist nicht größer als ein USB-Speicherstick und kann mit einer Art Docking-Station kombiniert werden. Diese sorgt nicht bloß für eine längere Leitung, sondern gleichzeitig für das Aufladen der flachen Mausbatterie. Diese wird einfach eingesteckt und kommt auf Knopfdruck wieder zum Vorschein. über einen ähnlichen Einschub-Mechanismus verfügt auch die Maus selbst. Unter dem Empfänger befindet sich noch ein Schalter für den Auflade-Modus. Im \"Normal Mode\" wird der Akku schonend in zehn Stunden, im \"Boost Mode\" in nur zwei Stunden voll aufgeladen.

Ergonomie
Obwohl Linkshänder einen nicht gerade geringen Anteil der Erdbevölkerung ausmachen, ist die Logitech G7 in erster Linie für Rechtshänder ausgelegt. Im Gegensatz zur Logitech MX 510, MX 518 und MX 700 verfügt die G7 nur über eine Daumentaste auf der linken Seite. Das ist insofern schade, als dass dadurch das Hin- und Herschalten zwischen Internet-Sites nur noch in eine Richtung möglich ist. Von einer bis zu 100 Euro teuren Maus könnte man an dieser Stelle mehr erwarten. Sonst leistet sich die G7 keine größeren Patzer. Die Tasten sind leichtgängig, hochwertig verarbeitet und gut zugänglich.

Software
Die wichtigsten Funktionen sind über vier übersichtliche, selbsterklärende Untermenüs erreichbar. Unter den \"Mauseinstellungen für Spiele\" weist eine schmale Leiste mit der Aufschrift \"Erweiterte Spieleinstellungen\" unauffällig darauf hin, dass keine gewöhnliche Maus angeschlossen ist.Bis zu fünf verschiedene Voreinstellungen mit einer Genauigkeit von 400 bis 2.000 dpi lassen sich in kleinen 50er-Schritten vornehmen und später auf Knopfdruck wieder abrufen. Bei der Logitech G7 gelten die Einstellungen für alle Spiele, egal ob es sich nun um Echtzeitstrategie oder 3D-Shooter handelt.

Spiele- und Alltagstauglichkeit
Zum Spielen ist die Logitech G7 wie geschaffen. Welche der fünf Empfindlichkeits-Modi gerade eingestellt ist, wird durch rote LEDs signalisiert. Mit einem Gesamtgewicht von 131 Gramm zählt sie zu den schwereren Schnurlos-Mäusen auf dem Markt, weshalb sie sich etwas weniger rasant über das Mousepad bewegen lässt. Das ist jedoch kaum störend, da die G7 sehr gleitfähig ist und ein höheres Gewicht in manchen Situationen sogar Vorteile mit sich bringen kann.

Fazit
Es gab noch nie eine teurere Maus aus dem Hause Logitech. Doch nicht allein der hohe Preis von ungefähr 110 Euro verleiht der G7 Laser Mouse ihren Ausnahmestatus. Denn eine speziell für Computerspieler entwickelte Maus, die ohne Kabel auskommt, suchte der ambitionierte Gamer bisher vergeblich. Außerdem besticht die G7 durch eine hohe Präzision und einen Laser-Sensor, der auf nahezu jeder Oberfläche funktioniert. Wer mit der Schwere und dem Preis der G7 leben kann und außerdem Rechtshänder ist, bekommt ein hervorragendes Spielgerät.

Plus/Minus:
+ Kabellos
+ lange Akkudauer
- nur eine Daumentaste
- Preis

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Getrübter Lichtblick

Der Markt wächst einstellig, Philips Licht ein Stückchen darüber.« Mehr ist dem österreich-Chef von Philips Licht, Andreas Schwarzenberger, zum Geschäftsgang nicht zu entlocken. Auch Zahlen zu den Billigimporten aus Asien habe man spontan nicht parat, obwohl sich die chinesischen Billigbirnen aus jedem Baumarktprospekt ins Bewusstsein drängen. Dass der von diesen Produkten ausgehende Preisdruck groß ist, gibt Philips Licht aber denn doch zu. Dazu kommen in der Region österreich, Deutschland und Schweiz die anhaltend schwache Konjunktur, die chronische Geldnot der öffentlichen Hand und die - besonders in Deutschland - anhaltende Krise der Bauwirtschaft.
Die Lösung für all diese Probleme sieht der Konzern in der Fokussierung auf Innovationen. Man wolle künftig Produkte auf den Markt bringen, die Sinn machen und einfach sind, was Nutzer und Käufer bestimmt zu schätzen wissen. Im Moment ist Philips Licht im Sportfieber. Als einer der Hauptsponsoren der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland orten die Manager einen »starken Impuls«, der vom Segment Sportplatzbeleuchtung ausgeht. Acht der insgesamt zwölf Stadien, die für die WM lichttechnsich aufgerüstet werden, erledigt Philips. Und weil auch die Europameisterschaft in österreich und der Schweiz vor der Tür steht, sieht man in diesen beiden Ländern »positive Voraussschatten«. Im Segment City-Beautification - also der Beleuchtung von Denkmälern, Objekten, Brücken und Straßenzügen - habe man starke Zuwachsraten erreicht, die im Bereich Straßenbeleuchtung nicht erzielt werden konnten. Deutlich kränkelnd ist laut Philips der Markt für Innenleuchten. Trotzdem, die Nachfrage nach hochwertigen Lichtlösungen hält ungebrochen an. Besonders ausgeprägt ist das Wachstum im LED-Segment, allerdings ausgehend von sehr niedrigem Niveau.
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Unglaublich, aber wahr

Der Datenrettungsspezialist Kroll Ontrack präsentiert seine Top-10-Liste der ungewöhnlichsten und amüsantesten Missgeschicke beim Umgang mit Computer und Speichermedien. Die Vorfälle stammen tatsächlichen aus dem Alltag der Datenretter. \"Kroll Ontrack erhält jedes Jahr mehr als 100.000 Anfragen für Datenrettung, so dass wir eine nette Sammlung von sonderbaren Datenverlustfällen zusammenbekommen“, erklärt Kroll Ontrack-Chef Peter Böhret. Bei all den angeführten \"bizarren Datenverlustfällen\" sei es dennoch gelungen, die Daten wiederherzustellen, berichtet Böhret. \"Eine Rettung der Daten ist möglich, auch wenn sie in manchen Fällen auf den ersten Blick unmöglich erscheint.“

\"Daten können von allen Datenträgern von PCs, Notebooks, Servern und auch von Speicherkarten digitaler Geräte wie Handies und Kameras wiederhergestellt werden. \"Dennoch gilt in allen Fällen: Privatanwender und Unternehmen können ärger und Stress vermeiden, wenn sie regelmäßig Backups durchführen und im Ernstfall sofort mit einer professionellen Datenrettungsfirma Kontakt aufnehmen\", rät Datenretter Böhret.

Die Top-10-Liste der bizarren Datenverlustfälle

Platz 10: Dr. Phil. unter Strom. Ein Doktorand hatte seine gesamte Dissertation aufgrund eines Stromausfalls verloren. Beim plötzlichen Spannungsabfall am PC wurde ein USB-Flash-Laufwerk beschädigt, auf dem die Forschungsarbeit gespeichert war. Wäre die Datenrettung nicht erfolgreich gewesen, hätte der Doktorand nicht promovieren können.

Platz 9: Kunst im freien Fall. Beim Umräumen ihres Büros fiel einer Frau versehentlich ein zweieinhalb Kilo schwerer Topf auf ihr Notebook und traf zielsicher die Festplatte. Darauf gespeichert waren ein Manuskript, an dem sie fünf Jahre lang gearbeitet hat, und eine Sammlung 150 Jahre alter Bilder zur Ahnenforschung. Alles wartete noch auf seine Veröffentlichung.

Platz 8: Ehe-Disaster-Recovery. Ein Familienvater löschte sämtliche Babyfotos seines Kindes, als er versehentlich die falsche Taste an seinem PC drückte. Seine Frau drohte mit der Scheidung, falls er die Bilder nicht wieder finden würde.

Platz 7: Hundsgemein. Ein Kunde lies seinen Speicher-Stick unbeaufsichtigt, woraufhin sein Hund diesen als Knochenersatz missbrauchte. Kroll Ontrack konnte alle Daten retten, trotz Biss-Spuren und eines Lochs im Speicher-Stick.

Platz 6: Nicht zur Nachahmung empfohlen. Ein Hobby-Bastler versuchte seinen Computer selbst zu reparieren, überlegte es sich dann aber doch noch und sendete das komplett zerlegte Laufwerk an Kroll Ontrack. Jedes Einzelteil war in einem separaten Tütchen verpackt.

Platz 5: Time-out. Ein Uhrmacher hatte einen Systemabsturz und verlor alle seine digital gespeicherten Designentwürfe. Kroll Ontrack hat im wahrsten Sinne des Wortes rechtzeitig die Daten wiederherstellen können, unmittelbar vor einer internationalen Messe.

Platz 4: Probebohrung. Bei einer versuchten Datenwiederherstellung von einem RAID-Festplattenverbund stellten die Administratoren fest, dass eine Festplatte fehlte. Der Kunde fand heraus, dass das Laufwerk entsorgt wurde. Entsprechend den Datenschutzvorschriften der Firma war es vorher ordnungsgemäß durchbohrt worden.

Platz 3: Verwaiste Trainer-Daten-Bank. Der Trainer eines professionellen US-Baseball-Teams legte auf seinem Notebook wichtige Trainingsinformationen ab. Als sein Notebook beschädigt wurde, war eine Datenrettung nötig, damit der Trainer weiter auf die Daten über Spieler-Fitness zugreifen und sich über den Stand seines Talent-Scouting informieren konnte.

Platz 2: Massiver Hardware-Einsatz. Eine frustrierte Schreibkraft attackierte ihren PC mit einem Hammer. Nachdem die Ingenieure den PC in Empfang nahmen, war der Abdruck des Hammers deutlich auf dem Gehäuse zu erkennen.

Und schließlich …

Platz 1: La Cucaracha. In der Hoffnung wertvolle Unternehmensinformationen zu retten, zog ein Kunde ein seit zehn Jahren ungebrauchtes Notebook hervor. Als die Ingenieure das Gerät öffneten, lagen Hunderte von toten Kakerlaken im Gehäuse.

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Konkurrent für iPod

Ein MP3-Player gehört heutzutage schon fast zur Standardausrüstung des modernen Menschen. Doch nun kann man damit auch Videos schauen, wie zum Beispiel der neue Video-iPod. Mit dem Zen Vision:M versucht Creative Technology weiterhin, Apples weltweit dominierendem \"iPod\" Marktanteile abzunehmen. Der Player unterstützt Musikabonnementdienste sowie Downloads von Online-Musik-Shops. Abgespielt werden können Videoformate wie MPEG-2, MPEG-4 Simple Profile (beispielsweise Xvid), WMV und MJPEG und beim Ton WMA (auch mit DRM), MP3 und WAV sowie JPEG-Bilder, so der Hersteller.

Darüber hinaus bietet der Zen Vision:M TV-Out-Funktionalität mit Videoskalierbarkeit. Durch diese Technologie können hochauflösende Videos in Echtzeit auf die Auflösung des 2,5-Zoll-Displays herunterskaliert werden, so dass eine zeitraubende Konvertierung entfällt. Bei der Wiedergabe über einen Fernseher wird hingegen die maximale Videoqualität genutzt. Ebenso können Fotos (JPEG, BMP, GIF, TIFF) über einen optionalen Composite-Video-Adapter auf TV-Geräten jeglicher Größe angezeigt werden. Außerdem lassen sich die Fotos in Form von Diashows mit Musikuntermalung wiedergeben oder als Hintergrundbild für das Display des Players nutzen.

Zahlreiche Features
Zur weiteren Ausstattung zählen eine programmierbare Schnellzugriffs-Taste, Passwortschutz für gespeicherte Inhalte, ein integriertes Mikrofon, frei konfigurierbare Themes inklusive verschiedener Vorlagen, um das Farbschema der mehrfarbigen Menüs individuell anzupassen, Organizer - mit Kalender, Aufgaben- und Kontaktlistenfunktionen sowie Synchronisation mit Microsoft Outlook, die Zuweisung von Speicherplatz zur Verwendung als mobile Festplatte, ein Wecker, Hintergrundbilder und ein FM-Radio mit Aufnahmemöglichkeit und bis zu 32 Senderspeichern.

Bedient wird der Zen Vision:M über ein vertikales Touchpad und Tasten an der Vorderseite. Eine Taste kann dabei programmiert werden, so dass man einen Zugriff auf favorisierte Funktionen erhält. Im Gerät ist ein Mikrofon eingebaut, wobei die Aufnahmelautstärke im Display angezeigt wird. Auch die Cover der Alben können im Display dargestellt werden. Der Akku erreicht nach Herstellerangaben eine Laufzeit von bis zu 15 Stunden bei der Musikwiedergabe und bis zu vier Stunden bei Videos. Mit Daten kann der Kleine per USB 2.0 versorgt werden.

Der neue Player wiegt 163 Gramm und misst 62 x 104 x 18,6 Millimeter. Der neue Creative Zen Vision:M ist ab diesem Monat in den hochglanzfarben Schwarz, Weiß, Blau, Grün und Pink erhältlich. Im Lieferumfang befinden sich ein Netzteil, ein USB-2.0-Kabel, Ohrhörer, eine Tragetasche sowie Software zur übertragung von Video- und Musikdateien auf den Player. Die Preisempfehlung liegt bei 359,90 Euro, optionales Zubehör wie Docking-Station und AV-Kabel sind separat erhältlich.

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Klein und fein: der Mitsubishi PocketProjector

Wenn es draußen stürmt und schneit sind die meisten froh, das gemütliche Heim nicht verlassen zu müssen. Trotzdem wollen immer mehr Menschen beim auch daheim auf der Couch Kinofeeling erleben. Mit den neuen Projektoren sollte das auch kein Problem mehr sein.

Nicht größer als eine Hand, 450 Gramm leicht und ausgestattet mit modernster LED/DLP-Technologie, ist er einer der kleinsten und energiesparendsten Projektoren der Welt. Erstmals in der Geschichte wurde ein Projektor mit Leuchtdioden entwickelt, welche unter anderem eine geringe Hitzeentwicklung bewirken sollen. Der Mini-Projektor bietet überdies ein laut Hersteller sehr leises Auftreten, eine hervorragende Lichtleistung und eine hohe Lebensdauer der LEDs von über 10.000 Betriebsstunden.

Der PocketProjector ist mit einem DLP-Chip von Texas Instruments ausgestattet, der über eine Standardauflösung von 800x600 Pixel (SVGA) verfügt und Bilder mit ungefähr 1m Bilddiagonale projiziert. Durch die minimale Verlustleistung kann der wendige Projektor auch mit Akkus verwendet werden, wodurch er sich für internationale Tätigkeit eignet, da es keine Abhängigkeit von örtlichen Stromkreisen und notwendigen Adaptern gibt. Angeschlossen werden kann der Projektor unter anderen an Notebooks und portable DVD-Player. Durch seine Handlichkeit und sein geringes Gewicht ist er besonders für den mobilen und flexiblen Einsatz im Geschäftsleben geeignet, sowie für spontane Präsentationen.

Der kleine Projektor wird voraussichtlich ab Mitte Januar um 799 Euro bei projektor.at im Web-Shop unter http://www.projektorlampen.at erhältlich sein.

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Schöne, neue Werbewelt

Das Klischee der amerikanischen Fernsehwelt liest sich wie folgt: Schöne, bunte Werbeblöcke werden ab und an von Filmen, Serien oder Sportsendungen unterbrochen. Die besondere Eigenheit eines Klischees ist es aber nun mal, dass es nicht der Wahrheit entspricht, zumindest nicht zur Gänze. Wo das Klischee in diesem Fall der Realität nahe kommt, ist die Tatsache, dass die Werbevorschriften für Fernsehanstalten in den USA relativ locker sind. Erlaubt ist, was gefällt. Die Regulierung übernimmt der Markt. Wer es übertreibt mit Werbeunterbrechungen, den bestraft der Kunde.
Auch für das europäische Fernsehpublikum könnten die Zeiten fest verankerter Werbezeiten bald der Vergangenheit angehören. Die Europäische Kommission hat \"eine rasante Entwicklung der Technik und Märkte im audiovisuellen Bereich“ erkannt und darauf reagiert. Ein Vorschlag zur Neufassung der aus dem Jahr 1989 stammenden Richtlinie \"Fernsehen ohne Grenzen“ soll weniger Regulierung für europäische Fernsehanstalten und mehr Flexibilität bei der Werbung schaffen.

Werbung über alles?
Die Europäische Kommission - oftmals als Sinnbild überbordender Bürokratie strapaziert - fordert in Bezug auf Fernsehwerbung den Abbau der selbigen. Sie empfiehlt flexiblere Vorschriften für neue Formen der Werbung und eine verstärkte Selbst- und Mitregulierung. Anstelle der überaus detaillierten Vorschriften darüber, wie oft und unter welchen Voraussetzungen ein Programm durch Werbung unterbrochen werden darf, soll die neu gefasste Richtlinie die Regeln vereinfachen. Geht es nach den Vorstellungen der Kommission sollen Fernsehanstalten künftig selbst entscheiden können, wann sie Werbung in ihr laufendes Programm einspielen wollen. Derzeit müssen zwischen den Werbeblocks mindestens 20 Minuten liegen. Diese Beschränkung soll künftig nicht mehr gelten. Eine Ausnahmen stellen Spielfilme, Kinder- und Nachrichtensender dar. Auch neue Formen der Werbung wie geteilte Bildschirme, virtuelle und interaktive Werbung sollen mit der neuen Regelung möglich werden.
Trotz der geplanten Lockerung soll die Gesamtdauer der Werbung nicht zunehmen, die bestehende Begrenzung von zwölf Minuten pro Stunde soll beibehalten werden. Die Gefahr von ausufernden Werbeunterbrechungen schätz die Kommission als gering ein. In einem derart hoch kompetitiven Markt könne es sich keine Anstalt erlauben, die Zuseher mit zu vielen oder in zu kurzen Intervallen gesendeten Werbeblöcken zu vergraulen.

Product Placement
Besonderen Wert legt die Kommission auf explizite Begriffsbestimmung und einen klaren rechtlichen Rahmen für Product Placement. \"Die gezielte Platzierung von Produkten in Fernsehsendungen ist Realität“, so die Analyse der Kommission. \"Aus diesem Grund braucht es auch eine klare Regelung.“ Um Schleichwerbung zu verhindern, müssten die Verbraucher zu Beginn einer Sendung auf die Produktplatzierung hingewiesen werden. Damit soll einerseits Rechtssicherheit geschaffen werden, andererseits aber auch zusätzliche Finanzierungsquellen für europäische Produktionen erschlossen werden.

Für ATV+ Sales Director Christoph Schwedler ist der Vorstoß der Komminssion ein \"limitierter Schritt in die richtige Richtung“. \"Werbung ist und bleibt die Haupteinnahmequelle für Privatfernsehen. Daher ist es notwendig einen Gesetzesentwurf zu kreieren, der weder die Einnahmemöglichkeiten einschränkt, die es bereits gibt, noch daran hindert neue, kreative Werbemöglichkeiten zu schaffen“, so Schwedler. Neue Formen der Werbung wie geteilte Bildschirme und virtuelle und interaktive Werbung seien im Zeitalter des digitalen Fernsehens notwendige Tools. Kritik übt Schwedler an der Regulierung der Werbeunterbrechung im Bereich Film, Kinderprogramm, Nachrichten und Sendungen zum aktuellen Zeitgeschehen. \"Hier sind die Vorschriften nach wie vor zu streng.“
Ob auch öffentlich-rechtliche Sender in den Genuss der neuen Flexibilisierung kommen, bleibt den Mitgliedsstaaten überlassen.
Dem neuen Gesetz müssen nun die Mitgliedsstaaten und das europäische Parlament zustimmen. SPö Europaabgeordnete Christa Prets hat bereits angekündigt, dass sich \"das Parlament intensiv mit diesem Entwurf auseinandersetzen will. Denn wenn es eine Verringerung von Regulierungen und einen Ausbau der Flexibilität geht, ist immer Vorsicht geboten, schließlich müssen die Rechte der Konsumenten ebenso stark verankert sein wie der Wirtschaft.“

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Die besten Sager im Dezember

\"Die Mobilfunkanbieter werden mit voller Power am Breitbandmarkt einschlagen\",
ist RTR-Geschäftsführer Georg Serentschy über eine weitere Belebung des Marktes im Jahr 2006 zuversichtlich.

\"Das klingt etwas sperrig, ist aber ganz praktisch\",
präsentiert Serentschy einen Bericht über die Nachfrageseitige Erhebung \"Nase\" 2005 zum Telefonie- und Internetmarkt.

\"Wir sind interessiert an allen Märkten in ganz Kontinentaleuropa\",
übernimmt nun der indische Technologiekonzern Wipro den Vorarlberger Chip-Entwickler NewLogic. Im Wortlaut: Ramesh Emani, President Product Engineering Solutions Wipro.

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