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Andere Länder, andere Sitten

Von Stefan Pattis

Früher waren es vor allem Großunternehmen, die mit der Problematik der Zusammenarbeit über die eigenen Kulturgrenzen hinaus konfrontiert waren. Durch das Zusammenwachsen der Märkte und die Globalisierung kommen jedoch auch zunehmend kleinere Unternehmen mit der großen, fremden Welt in Berührung. Dass bei Unternehmungen im asiatischen oder im arabischen Raum beachtliche kulturelle Unterschiede zu überbrücken sind, ist heute eine Binsenweisheit. Es dürfte kaum noch Entscheidungsträger geben, die nicht über grundlegende Verhaltensregeln im Umgang mit ihren Geschäftspartnern Bescheid wissen.
Beispiele für kulturelle Unterschiede gibt es viele. Visitenkarten werden in Asien tunlichst mit beiden Händen überreicht und entgegengenommen (um den Respekt vor dem Gegenüber auszudrücken), während in arabischen Ländern wiederum die linke Hand als »unrein« gilt und deshalb tabu ist (sowohl in Verhandlungen wie in der Werbung). Mit Farben und Zahlen sollte sowieso besonders vorsichtig umgegangen werden. Die »Vier« z. B. wird im Japanischen mit dem Tod assoziiert, was etwa die Firma Palm veranlasste, dem Modell III ihres Handheld-Computers direkt die V folgen zu lassen. Dass sich Verhandlungsmodalitäten von Kultur zu Kultur stark unterscheiden und daher genau vorbereitet werden müssen, dürfte jedem Entscheidungsträger klar sein.

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Ein kompetenter Partner

In den ersten zehnJahren seines Bestehenskonnte sichdas öIAT als kompetenterAnsprechpartnerfür Unternehmen,Konsumenten, Non-Profit-Organisationen unddie öffentliche Hand beimsicheren und effi zientenEinsatz von InformationsundKommunikationstechnologienetablieren.
Das öIAT versteht sich seit seinerGründung im Jahr 1997 nicht nur alswissenschaftliches Institut, das sich praxisorientiertmit den vielfältigen Anwendungsmöglichkeitendes Internet und dermodernen Telekommunikation auseinandersetzt.Auch als Kommunikations- undKooperationsplattform der Internet- undTelekommunikationswirtschaft hat sichdas öIAT in den letzten zehn Jahren einenNamen gemacht. »Heute stellt sich fürdie meisten österreicher und heimischenUnternehmen nicht mehr die Frage, ob siedas Internet nutzen, sondern wie sie es fürsich sinnvoll, sicher und gewinnbringendeinsetzen können. Dafür wollen wir alsöIAT innovative Lösungen und Initiativengemeinsam mit Konsumenten, Unternehmenund öffentlicher Hand anbieten«, sagtRonald Hechenberger, Geschäftsführerdes öIAT.

Erfolgsprojekte des öIAT:
Vom InternetOmbudsmann und E-Commerce-Gütezeichenbis zu saferinternet.at. Deshalb bietet des öIAT seit nunmehrzehn Jahren Ausbildungs- und Trainingsprogrammean und hilft mit seinenbekannten Eigenprojekten, wie dem InternetOmbudsmann, dem österreichischenE-Commerce-Gütezeichen, Saferinternet.at und vielen anderen, dabei, die Internetnutzungin österreich zufördern und Probleme zuvermeiden.

Internet Ombudsmann- die erste Anlaufstellebei Problemen im Online-Handel
Seit 1999 ist das vom öIAT initiierteTeam des Internet Ombudsmann im Einsatzund bearbeitet mittlerweile jährlichrund 5.000 Beschwerden und Anfragen.Hier fi nden Konsumenten kostenlose Unterstützung,wenn Probleme beim Online-Shopping auftreten. Mittlerweile ist der InternetOmbudsmann (www.ombudsmann.at) die größte auf E-Commerce spezialisierteStreitschlichtungsstelle Europas.

E-Commerce-Gütezeichen - hier kauftman sicher ein
Auch das österreichische E-Commerce-Gütezeichen (www.guetezeichen.at) undseine europäische Dachorganisation »Euro-Label« wurden vom öIAT initiiert und gemeinsammit Partnern wie zum Beispiel derWirtschaftskammer österreich umgesetzt.Heute sind beinahe 250 österreichischeOnline-Shops mit dem Gütezeichen ausgezeichnet.Das Einkaufen im Internetwurde durch das Engagement des öIATsicherer und kundenfreundlicher, dennvertrauenswürdige Shops sind heute fürOnline-Shopper auf einen Blick erkennbar.

Neue Sicherheits- und Informationsinitiativenfür Internet- und Handynutzer
Seit 2005 leitet das öIAT die InitiativeSaferinternet.at und seit 2006 Handywissen.at. Als österreichische Informations- und Koordinationsstelle leistet Saferinternet.at im Auftrag der EU-Kommission undgemeinsam mit Ministerien, NGOs undPartnern aus der Wirtschaft wertvolle Aufklärungs-und Vernetzungsarbeit.

Mobiles Internet: Durchleuchtung deraktuellen Entwicklung und der potenziellenProblemfelder
Im Arbeitsbereich angewandte Forschungund Entwicklung führte das öIATden ersten österreichweiten Praxistest zuden immer populärer werdenden mobilenBreitbandangeboten durch. Grund dafürwar unter anderem der rapide Anstieg vonAnfragen und Beschwerden zur Verfügbarkeitund den tatsächlichen übertragungsgeschwindigkeitenbei mobilen Breitbandangeboten.

Eckdaten ACRxxx
Austrian Cooperative Research (ACR) istdie Vereinigung von 17 kooperativen Forschungsinstitutender österreichischenWirtschaft. Das Leistungsspektrum derACR-Institute beinhaltet: Forschung undEntwicklung, Technologie- und Wissenstransfer,Prüfen und Messen sowie Erstellungvon Gutachten. Dieses Dienstleistungsangebotrichtet sich an Unternehmen jederGrößenordnung im In- und Ausland undganz besonders an kleine und mittlere Unternehmen,für die Forschung, Entwicklungund Innovation ohne die Unterstützung derACR-Institute vielfach nicht möglich wäre.Die ACR-Institute, die mehr als 540 vollzeitäquivalenteMitarbeiterInnen beschäftigen,erwirtschafteten im Jahr 2006 einen Umsatzvon rund 51 Mio. Euro.

Info: www.acr.at

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Gut kombiniert

Von Angela Heissenberger

Die Konjunktur springt nur zögerlich an, die Arbeitslosenzahlen klettern auf Rekordhöhe. Freie Arbeitsplätze sind Mangelware und entsprechend heiß begehrt - sollte man meinen. Dennoch bleiben Unternehmer auf Tausenden Stellen pro Jahr sitzen, weil keine Arbeitskräfte gefunden werden können. Der Lohn für diese Jobs ist extrem niedrig und bietet deshalb auch für langjährige Beschäftigungslose keinen Anreiz, da er die Notstandshilfe kaum übersteigt oder zur Existenzsicherung nicht ausreicht. Die Billigjobs - zumeist Teilzeitstellen - gibt es vor allem im Handel, bei Reinigungsfirmen und in der Gastronomie, vereinzelt aber auch im Bürobereich. Oft wird als einzige Qualifikation der Pflichtschulabschluss verlangt. Trotzdem konnten, so AMS-Chef Herbert Buchinger, im Vorjahr 20.000 offene Stellen wegen des geringen Lohns nicht besetzt werden.

Zwei Fliegen mit einer Klappe
Das vorerst auf ein Jahr befristete Kombilohnmodell soll die Billigjobs ein wenig attraktiver machen. Das Arbeitsmarktservice ergänzt den Tariflohn bis zur Einkommensgrenze von 1000 Euro. Die Höhe des Arbeitgeberzuschusses beträgt dabei 15 Prozent des Bruttolohns. Bei schwer integrierbaren Personen, die mehr als zwanzig Stunden beschäftigt werden, kann das AMS den Arbeitgeberzuschuss auf bis zu 66 Prozent erhöhen. Zielgruppen sind Jugendliche unter 25 Jahren und Personen über 45, die bereits länger als ein Jahr beschäftigungslos sind. Durch die eingesparten Versicherungsleistungen soll sich das Beihilfenmodell selbst finanzieren. Die Kosten für vorerst 3000 geförderte Arbeitsplätze beziffert Wirtschaftsminister Martin Bartenstein mit maximal 14,1 Millionen Euro. Insgesamt sollen 5000 Stellen durch diese Beihilfe aufgefettet werden. Bartenstein sieht die Kombilohn-Arbeitsplätze als »Durchgangsstation zur Vollerwerbstätigkeit und nicht als Endstation« für Langzeitarbeitslose. Schließlich hätten diese Menschen erstmals wieder die Möglichkeit, Berufspraxis zu sammeln.

McJobs?
Oppositionelle Kritik blieb trotz des sozialen Bekenntnisses nicht aus: Ohnehin bereits armutsgefährdete Personen werden durch diese Maßnahme in ein schlecht bezahltes Arbeitsmarktsegment gedrängt, meinen SPö und Grüne. »Verschleierte Subventionen an Unternehmen«, tönt der öGB. Da vorwiegend Teilzeitstellen gefördert würden, werde der Wechsel in eine Vollzeitbeschäftigung außerdem zusätzlich erschwert. öGB-Präsident Fritz Verzetnitsch gibt zu bedenken, dass mit dem Kombilohnmodell ausschließlich der Niedriglohnsektor ausgebaut wird. Natürlich sei es besser, dass jemand überhaupt Arbeit bekäme, »aber ich kann mich doch nicht damit zufrieden geben, Menschen billige Jobs zu vermitteln«, so der Gewerkschaftsboss. Insbesondere bei Jugendlichen müsse verstärkt auf Ausbildung und Qualifikation gesetzt werden - der Kombilohn könne bestenfalls ein erster Schritt zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt sein. Versöhnlicher zeigt sich Caritas-Präsident Franz Küberl, der jedoch flankierende Maßnahmen für Kombilohnbezieher fordert. Durch die lange Arbeitslosigkeit hätten die betroffenen Personen oft massive finanzielle, soziale oder gesundheitliche Defizite, die die Bewältigung eines geregelten Arbeitsalltags zusätzlich erschweren. Für eine nachhaltige Reintegration sei ein Jahr Förderung »einfach zu kurz«, so Küberl.

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Megapixel sind nicht alles

Der typische Digitalkamera-Kunde ist in erster Linie Endverbraucher und kein Profifotograf. Er legt größten Wert auf Preis, Kamera-Design und Display-Größe, erst danach werden einzelne Spezifikationen ins Auge gefasst. Die wichtigsten überlegungen beim Kauf: Die Kamera sollte klein, aber nicht \"zu klein\" sein, das LCD-Display hingegen möglichst groß. \"Klotzen und nicht kleckern\" lautet auch das Motto bei den Pixeln. \"Um die Megapixel-Frage ist sowohl bei Kunden als auch Technikern ein Wettstreit entbrannt. Eine Kamera mit hoher Auflösung ist gut, aber nicht immer notwendig\", weiß Robert Gann, Imaging Systems Architect HP.

In der Praxis wird eine möglichst hohe Megapixel-Anzahl - fälschlicherweise - mit einer verbesserten Bildqualität gleichgesetzt. In vielen Fällen erfüllt jedoch auch eine Kamera mit \"wenigen\" Megapixeln ihren Zweck. Zum Beispiel: Tatsächlich würde selbst eine 2,1-Megapixel-Kamera für ein druckfähiges Foto im A4-Format vollkommen ausreichen. Allerdings hat eine Megapixel-starke Digitalkamera den Vorteil, dass sie Bilddaten liefert, die hochqualitative Ausdrucke bis hin zur Postergröße ermöglichen. \"Die Realität sieht so aus, dass die Kunden zwar oft nicht mehr Megapixel benötigen, sich aber dennoch viele Megapixel wünschen. Dieser Trend hält zwar weiter an, hat aber seinen Höhepunkt bereits erreicht.\", so Gann.

Weniger Raum für mehr Funktionen. Die Herausforderungen für die Digitalkamera-Hersteller liegen darin, möglichst viele optische Features in immer kleinere Digitalkameras zu bringen: Die Linsen werden kleiner, müssen aber dennoch telezentrisch (d. h. parallel zur optischen Achse) sein. Die leistungsstarke Weitwinkelfunktion muss auch in die kleinste Kamera passen. Zudem sind kleinere Kameras anfälliger dafür, beim etwaigen Sturz zu Boden Schaden zu nehmen. \"Je kleiner desto höher die Entwicklungskosten. Die Konsumenten wollen aber weniger zahlen\", erläutert Gann.

Ein weiterer technischer Trend umfasst so genannte Anti-Shake-Technologien, die dem Verwackeln beim Fotografieren entgegenwirken. Wer im entscheidenden Moment gerne zittert, kann sich auf die optische Bildstabilisation verlassen. Diese Funktion kann allerdings nicht ausgleichen, falls sich das zu fotografierende Objekt in Bewegung setzt. Die Funktion \"Anti-Shake image processing\" greift bei der Verschlussgeschwindigkeit regulierend ein.

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Dritter im Team

Bruno Ettenauer, der bis auf Weiteres auch BA/CA-Bereichsvorstand bleiben will, wird als dritter Vorstand neben Wolfhard Fromwald und Gerhard Engelsberger, die für Controlling beziehungsweise das Inlandsgeschäft zuständig sind, das Auslandsgeschäft, konkret in Deutschland, aufbauen. Dort will die CA Immo am Gewerbeimmobilienmarkt mitnaschen und eine Fondsstruktur aufbauen, so Fromwald. Die soll, analog zu einem Fonds, der für das Mittel- und Osteuropageschäft aufgelegt wird, nach Luxemburger Recht so gestaltet werden, dass institutionelle Anleger bis zu 49 Prozent halten können, während die CA Immo mit 51 Prozent Mehrheitseigentümer bleibt. Für jetzige Aktionäre, die am Portfolio der CA Immo beteiligt sind, würde sich durch die neue Fondsstruktur nichts ändern, so Fromwald, weil die 49 Prozent von einem höheren Volumen kommen. In den Mittel-/Osteuropafonds wird die CA Immo ihr dortiges Portfolio in der Höhe von 500 Millionen Euro einbringen, das Gesamtvolumen soll in den nächsten drei Jahren auf zwei Milliarden wachsen. Das Immobilienvermögen der CA Immo ist im vergangenen Jahr um sechzig Prozent auf rund 1,1 Milliarden Euro gestiegen. 64 Prozent des Portfolios befinden sich in österreich, der Rest im Ausland.
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Reformland

Nichts soll so bleiben, wie es ist, geplant sind unter anderem ein Bundesverwaltungsgericht 1. Instanz. Darin aufgehen würden auch das Bundesvergabeamt sowie auf Länderebene die Vergabekontrollsenate der Länder Wien und Salzburg. Im Falle Wiens soll der Verlust nicht groß sein, unken Eingeweihte, die die Effizienz des Kontrollsenats stark in Zweifel ziehen. Beim Bundesvergabeamt sieht die Sache ein wenig anders aus. Diese Behörde wurde erst 2002 mit erheblichem Aufwand aus der Versenkung geholt. Damals lagen mehr als 300 unerledigte Fälle in düsteren Kammern. Das Wirtschaftsressort reagierte darauf und stockte die Behörde personell deutlich auf. Was vor 2002 einem Gang zum Salzamt gleichkam, ist heute eine Formalität, die von vielen Firmen, die sich in Vergabeprozessen benachteiligt fühlen, in Anspruch genommen wird. Die Entscheidungen der Senate kommen fristgerecht und die Einsprüche dagegen sind rar. Ob das nach der Eingliederung in ein neues Bundesverwaltungsgericht 1. Instanz weiterhin so sein wird, weiß heute niemand. Fix ist, dass viel Geld in den Aufbau von Strukturen geflossen ist, die nach wenigen Jahren schon wieder überholt sein sollen. Wenn das kein Reformpaket ist.
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Mr. Wasserkraft

»Leitner war der Beste«, verkündete die Siemens-Chefin Brigitte Ederer, als klar war, dass der Grazer Maschinenbauer Andritz den Großteil der zum Verkauf stehenden VA Tech Hydro kaufen wird. Andritz wird um rund 200 Millionen Euro die Wasserkraftsparte samt dazugehöriger Automation der VA Tech Hydro übernehmen. Das Segment Gas-Kombi-Kraftwerke behält sich Siemens. »Wir übernehmen rund 3000 Mitarbeiter«, erklärt Leitner, der mit dem Deal den Mitarbeiterstand von Andritz auf rund 9000 erhöht. Finanziert wird der Kauf aus der eigenen Kasse, es werde weder eine Kapitalerhöhung geben, noch seien Kredite notwendig. Andritz erhöht mit der Hydro seinen Umsatz um zirka dreißig Prozent auf mehr als 2,5 Milliarden Euro. Die von Siemens abgegebene 18-monatige Standortgarantie für Weiz mit seinen knapp tausend Beschäftigten muss Andritz mitübernehmen. Dass der Hauptauftraggeber für Weiz, General Electrics, den Vertrag zur Fertigung von Gasturbinen aufgekündigt hat, stört Leitner wenig. Er will Weiz im Notfall zur verlängerten Werkbank von Andritz machen. Die VA Tech Hydro erwirtschaftete 2004 mit gut 3000 Mitarbeitern einen Umsatz von 884 Millionen Euro. Die Aktie von Andritz macht nach Bekanntgabe des Deals mit Siemens einen Sprung von acht Prozent.
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Funky Times

Beim Auto ist die Zentralverriegelung Standard. Auf Knopfdruck sind die Türen versperrt, die Antenne verzieht sich ins Blech und die Spiegel klappen ein. Vergleichsweise dumm sind Standard-Einfamilienhäuser. Mit den Steuerungstechnologieunternehmen Honeywell, dem weltweit tätigen Konzern für Zugangs- und Sonnenschutzsysteme Somfy und der Nummer eins für Dachflächenfenster Velux haben sich nun drei Große zusammengefunden, die den Häusern Grips geben wollen. Im Verband io-homecontrol etablieren sie eine Radiofunktechnologie, die Fenster, Rollläden, die Heizung, das Haustor, die Gartenbeleuchtung und vieles mehr steuern soll. Damit verbunden sollen mehr Komfort, mehr Sicherheit und nicht zuletzt auch eine Energieeinsparung von bis zu dreißig Prozent gegeben sein.
Programmieren lässt sich so gut wie alles. Die Dachfenster von Velux können täglich um neun wie von Geisterhand für frische Luft sorgen. Während des Lüftungsvorgangs schaltet sich die Heizung automatisch ab. An sonnigen Tagen machen sich die Rollläden selbstständig und das Klimagerät reduziert seine Leistung. Und wenn man das Haus verlässt, spielt die Technologie, was man ihr anschafft. Zur Abwehr von bösen Einbruchsgeistern lässt man das Lichter angehen, potenzielle Kirschendiebe belohnt man mit Beregnung im Garten. All das soll ohne die Verlegung von Leitungen möglich werden, da jedes anzusteuernde Produkt einen Chip eingebaut bekommt.
Velux wird seine Fenster ohne Mehrkosten ab Mai mit Chip ausliefern. Honeywell wird seine Heizregelungsprodukte ab 2007 homecontrol-tauglich ausliefern. Jean-Luc Guillaume, Geschäftsführer von io-homecontrol und früherer Chef der Division »Home Automation« bei Somfy, hofft, noch heuer zwei große internationale Industriepartner für den Standard zu gewinnen. Für Rolllädenanbieter, Dachflächenfenstererzeugung und Regeltechniker ist allerdings mit der Präsenz der drei genannten Firmen kein Platz mehr. Ab 2007 soll die Systemlösung europaweit zur Verfügung stehen. Die Gespräche mit Firmen der Schließ- und Alarmtechnik würden laufen. Dass der Markt für intelligente und komfortable Steuerungen wächst, ist für Guillaume keine Frage. Allein der Markt für funkgesteuerte Rollläden wächst mit ziemlichem Tempo, das geschätzte Wachstumspotenzial liegt bei zehn Prozent. Eine Umfrage unter 240 deutschen Planern habe ergeben, dass die Automation durch komplexe Bus-Systeme aus Kostengründen nicht durchsetzbar sei. Der Komfort sei sehr wohl erwünscht. Der Preis für ein vollwertiges Funksystem liege hingegen bei zwei bis 2,5 Prozent der Gesamtgebäudekosten.
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Wertschöpfung total

Knapp 94 Millionen Euro wurden bislang in den nicht gebauten Semmeringtunnel investiert. Geld, das seinen »direkten Nutzen« verliert, wie es der Rechnungshof höflich ausdrückt. Nachdem der Ministerrat im März des Vorjahres eine Neutrassierung des Projektes verordnet hat, ist alles, was bisher war, für die Katz. Indirekt war der Nutzen selbstverständlich vorhanden - es waren Baufirmen vorhanden, Arbeiter haben Löhne bezogen und Steuern wurden bezahlt. Insofern ist es auch gar nicht tragisch, dass der bereits zum Teil vorgetriebene Sondierstollen vielleicht wieder zugestopft werden muss. Um erneut heimische Wertschöpfung zu erzeugen, bedarf es nur des Verlusts der eisenbahnrechtlichen Baugenehmigung für das Altprojekt und schon können die Betonmischer auffahren. Lassen sich die - gottlob politisch völlig unabhängigen - Weichensteller der Bahn noch ein wenig Zeit, lässt sich auch die Sanierungssumme für die Bestandsstrecke erhöhen. Mit dem bisher prognostizierten Investitionsvolumen von 205 Millionen ist der Vollbetrieb der Ghegabahn nämlich nur bis 2020 gesichert. Für die Zeit danach wären weitere Sanierungsmaßnahmen von etwa 83 Millionen Euro notwendig, um die Sicherheit zu garantieren, so der RH. Je später ein Tunnel kommt, desto besser für die Beschäftigung, was angesichts der Arbeitslosenzahlen nun wirklich ein Gebot der Stunde sein sollte. Und weil die Welt nicht eindimensional ist, gilt beim Koralmtunnel das Gegenteil. Je mehr und schneller unter Schwarz-Orange gebohrt und gebaut wird, desto geringer wird die Wahrscheinlichkeit, dass der Wahnwitz gestoppt wird. Und wenn doch, ist ein schneller Baufortschritt der Garant für viel Rückbau und Wertschöpfung. Warum nörgeln Verkehrsplaner und Opposition also an Jahrhundertprojekten wie SBT und Koralmtunnel herum? Bei der SPö muss es wohl der Neid sein, dass man nicht selbst die Weitsicht hatte, dass das Land ohne Koralmtunnel auf ewig marod bleiben wird. Die Grünen, sonst für jeden Schienenspaß zu haben, befürchten wohl, dass, wenn die Bahn erst einmal abfährt, ihr Forderungspool und damit verbunden ihre Legitimation geschmälert wird. Sieger sehen anders aus. So wie Erwin Pröll zum Beispiel. Er hat mit seiner Starrsinnigkeit den Semmeringtunnel mehr als ein Jahrzehnt verbockt und damit das Südbahndesaster zu verantworten. Die Konsequenz: Pröll wird mit einer »Eliteuniversität« prächtig belohnt. Der Kanzler zwinkert und befindet, dass »Gugging der interessanteste Vorort Wiens« sei. Wer weiß, vielleicht hat er das Gugging der Vergangenheit gemeint.
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Wenig gewachsen, große Pläne

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2005 kann T-Mobile eine leicht positive Bilanz vorweisen. Bei einem Kundenzuwachs von 2,4 Prozent wurde der Teilnehmerstand zuletzt auf knapp 2,1 Millionen Kunden erhöht. Erfreut zeigt sich T-Mobile-Chef Georg Pölzl über ein überproportional hohes Kundenwachstum im PostPaid-Bereich, der Vertragskundenanteil stieg von 48 Prozent auf 50 Prozent. Trotzdem werde \"alles billiger\", prognostiziert er den anhaltenden Trend zu Diskonttarifen in der Branche. Man werde auch bei Roaming eine weitere \"Preisentwicklung nach unten\" erleben.

Der Umsatz der Nummer zwei am heimischen Mobilfunkmarkt erhöhte sich leicht von 882 auf 885 Mio. Euro, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ging auf Grund höherer Investitionen von 237 auf 225 Mio. Euro zurück.

Hosentasche. Pölzl sieht T-Mobile bestens für den neuen Fokus aufs Datengeschäft gerüstet. Man habe als einziger Mobilfunker HSDPA bereits österreichweit (heißt: in allen Orten mit über 4000 Einwohnern) ausgebaut und sei bei Datenkartenprodukten die erfolgreichste Tochter innerhalb der T-Mobile-Gruppe. Zwölf Euro, etwa ein Drittel des Gesamt-ARPU, werden mittlerweile im Datenbereich generiert. Pölzl sieht weiter den Trend zum \"Internet in der Hosentasche\", dem er mit passendem Geräteportfolio entsprechen möchte. \"Mit bis dato 25.000 verkauften Datenkarten, zu denen täglich weitere 100 hinzukommen, hat T-Mobile einen weiteren Schritt in Richtung Festnetzsubstitution gesetzt.“

Zwist um tele.ring. T-Mobile rechnet sich trotz Bedenken aus Brüssel weiterhin gute Chancen aus, tele.ring kaufen zu können. Man habe bereits der EU-Forderung entsprochen, baldigst das Gros der Sendestationen tele.rings an Hutchison zu übergeben und dazu einen rechtsverbindlichen Vertrag mit dem Mitbewerber unterzeichnet. Der Verkauf der rund 2000 Stationen und die Abgabe einiger Frequenzbereiche an Hutchison sollen diesen laut EU-Plan zu einem neuen Angreifer, einem \"Maverick\", ausbauen. Eine wesentlich kleinere Anzahl an Stationen könnte auch an One übergehen, so Pölzl.

Eine übernahme von tele.ring werde weiters den Wettbewerb stark ankurbeln, da damit ein Gegengewicht zur Marktdominanz der mobilkom geschaffen wird, so der T-Mobile-Chef. Erst dadurch werde der Wettbewerb nachhaltig angekurbelt.

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