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Gemeinsamer Vorstoß

Adobe und Ricoh werden gemeinsam Scan-, Sicherheits- undDrucklösungen für Dokumente auf Basis des Adobe PDF-Formats entwickeln und vertreiben. Dazu werden der \"Adobe LiveCycle Policy Server\" sowie Adobes Druck- und Scantechnologien mit den Ricoh Dokumentenlösungen sowie Multifunktions- und Laserdruckern kombiniert. Ziel ist es, die Umwandlung vonPapierprozessen in sichere digitale Workflows zu optimieren.

Dem Scan einer gedruckten Seite kommt durch die Umwandlung in eine durchsuchbare, sichere und kompakte PDF-Datei eine entscheidende Bedeutung in Geschäftsprozessen zu. Anwender sollen so sicherere digitale Workflows für gescannte Dokumente aufsetzen und hierbei individuell Rechte vergeben können,Richtlinien anwenden sowie Verschlüsselung, digitale Signaturen und Zeitstempel zertifizierter Anbieter einbetten.

Die Integration der Adobe Technologien mit den Lösungen von Ricoh soll Anwendern ermöglichen, intelligente Dokumente aus Unternehmensanwendungen heraus zu erstellen und Geschäftsprozesse zu verwalten. Ricohs Multifunktions- und Laserdrucker werden durch die Integration der Adobe PDF-basierten Dokumenten-Workflows erweiterte Management- und Sicherheitsfunktionalitäten für den Druck bieten. Die Adobe PDF Scan Library wird den Multifunktionsgeräten und Dokumenten-Lösungen von Ricoh ermöglichen, aus gescannten Papierdokumenten durchsuchbare, sichere und kompakte PDF-Dokumente zu erstellen. Adobe LiveCycle Policy Server wird Organisationen dabei unterstützen, mit denRicoh Druck- und Dokumenten-Lösungen Richtlinien auf elektronische Dokumente anzuwenden unddamit die Sicherheit und Kontrollmöglichkeiten zu erhöhen. Um die Benutzerfreundlichkeit seiner Systemeweiter zu verbessern, wird Ricoh die Macromedia Flash Technologie in einer Vielzahl seiner Produkteintegrieren.

\"Ricoh ist seit 1999 ein wichtiger Partner für Adobe. Wir haben im Bereich PostScript und PDF bereits vielen Kunden gemeinsam geholfen, hochwertige Dokumente auszugeben“, sagt Shantanu Narayen, President und COO bei Adobe Systems. \"Jetzt arbeiten wir gemeinsam daran, Geschäftsprozesse undDokumente effizienter und sicherer zu machen. Die heutige Vereinbarung unterstützt unsere Strategie,flexible und sichere Dokumenten-Workflows auf Basis des PDF-Formats voranzutreiben.“

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BEA mixt weiter für SOA

Auf der diesjährigen JavaOne Konferenz in San Francisco stellte BEA Systems in einer Keynote die Meilensteine seiner so genannten \"Blended Strategie\" vor und gab einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Enterprise-Softwaremarkt. Darüber hinaus kündigte das Unternehmen die Betaversion der Entwicklungsumgebung BEA Workshop 9.2 an, welche \"Eclipse Tooling\" für vollständige Applikationsentwicklung einschließlich Unterstützung für Enterprise Web Services, Apache Beehive Support und eine BEA WebLogic Portal bietet.

Mit dem Blended Ansatz von BEA sollen Entwickler Open-Source- und kommerzielle Lösungen verbinden und nahtlos auf einer Plattform für gemeinsame Entwicklung, Deployment und Verwaltung von Java-Applikationen und Services bereitstellen können. Entwickler können BEA zufolge so Innovationen aus der Open Source Community für die Entwicklung von zukünftigen serviceorientierten Architekturen (SOA) nutzen. Im Gegensatz zu anderen Anbietern sei BEA schon lange aktives Mitglied der Open Source Community und \"steuert regelmäßig neuen Code bei\".

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Neuer Chief Operating Officer

\"EMEA News ist nach einer organisatorischen Neuausrichtung in regionale Market Units eingeteilt. Ich freue mich darauf, diese Market Units gemeinsam mit dem neuen Management-Team zu schlagkräftigen Einheiten zu entwickeln und damit nachhaltiges Wachstum in dieser Region zu sichern“, so Wolfgang Runge über seine neue Aufgabe.

Wolfgang Runge, ist bereits seit 19 Jahren für SAP tätig. Die Berufslaufbahn des 44jährigen Oberösterreichers begann 1980 nach der Matura an der Handelakademie Linz im Raiffeisen-Genossenschaftsrechenzentrum. Seine SAP Karriere startete Runge 1987 als Logistik-Berater mit dem Schwerpunkt Fertigungsindustrie bei SAP österreich. Von 1994 bis 1997 leitete Runge den damals neu gegründeten Bereich \"Partner Management“ bei SAP österreich und etablierte den Vertrieb von SAP Software über Systemhäuser. Als Chief Operating Officer (COO) von SAP CEE übernahm Runge 1997 die operative Verantwortung und Koordination für Zentral- und Osteuropa. Danach hatte er als Leiter des Bereiches Global Supply Chain Management maßgeblich Anteil daran, dass SAP zum führenden Anbieter in diesem Bereich wurde. Von 2002 bis 2004 war Runge für das weltweite Produktmarketing der SAP AG verantwortlich und hat in dieser Zeit den Marktauftritt von mySAP ERP vorbereitet. Zuletzt war Runge Managing Director der Area EMEA Emerging Markets.

Wien: Standort für mehrere Bereiche. Nach der organisatorischen Neuausrichtung von EMEA News sind am Standort Wien mehrere Geschäftseinheiten dieser Region angesiedelt. Dazu zählen unter anderem der Bereich Field Services (Consulting, Training, Support) für ganz Osteuropa und den Nahen Osten unter der Leitung von Christian Fleck, die Verantwortung für die Market-Unit SEME (South East & Middle East) unter der Leitung von Bernd Kraus mit den Ländern Türkei, Griechenland, Slowenien, Kroatien, dem Westbalkan, Rumänien, Bulgarien, Saudi-Arabien und Israel, IT-EMEA (verantwortlich für die IT-Organisation von SAP in ganz Europe und dem Nahen Osten) unter der Leitung von Christian Rapberger, sowie die Organisationen von EMEA News CFO Hannes Rechnitzer und COO Wolfgang Runge. Bereits seit 2001 ist die Zentrale des Global Support Center Austria unter der Leitung von Horst Schubert in Wien angesiedelt, von der SAP Kunden in mehreren Ländern unterstützt werden.

\"Der Standort Wien ist \"europäischer“ als je zuvor und spielt in der Region EMEA News eine zentrale Rolle für SAP. Wir haben in den letzten 15 Jahren zahlreiche SAP Organisationen in Osteuropa erfolgreich aufgebaut. Wir können diese Erfahrung nun bei unseren neuen Aufgaben auf gesamteuropäischer Ebene und im Nahen Osten bestens nutzen“, so Runge.

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U3 - PC-Arbeitsplatz zum Mitnehmen

U3-Sticks sind normale USB-Sticks mit Flash-Speicher. \"Auf einem nichtbeschreibbaren Teil ist eine Software gespeichert, die ein Menü einer Arbeitsumgebung starten kann. Applikationen und Software können von diesem Menü aus auf nahezu jedem Hostcomputer ausgeführt werden\", erklärt Stefan Ebnöther, disk2go-Produktmanager.

Ein U3-Stick weist zwei Partitionen auf. \"Eine Partition ist ein normaler Wechseldatenträger, auf dem - wie von anderen USB-Sticks gewohnt - Daten gespeichert werden können. Auf der zweiten Partition ist die Software gespeichert, die Zugriff auf die U3-Funktionen gewährt. Diese kann nicht beschrieben werden\", so Ebnöther. Wird der U3-Stick nun an einen PC angesteckt, so erkennt das System die zweite Partition als CD-ROM-Laufwerk. Danach startet automatisch eine U3-Anwendung und installiert das U3-Startmenü im System-Tray. Von dort aus werden die Programme gestartet, installiert, ein Passwort vergeben und Startoptionen festgelegt sowie Dateien synchronisiert. Zusätzlich wird der eigentliche USB-Speicher im Arbeitsplatz als Laufwerk angelegt. Dieser ist mit 256-Bit-AES verschlüsselt.

Was bei U3 besonders betont wird, ist, dass mit dem Stick an jedem Computer gearbeitet werden kann ohne dabei Programme installieren und konfigurieren zu müssen. Zudem hinterlässt U3 keine Spuren auf dem HostPC. Um die Installationsfreiheit zu gewährleisten, müssen die benötigten Applikationen jedoch in einer U3-Version vorliegen. Diese Programme sind entweder zusammen mit dem Stick zu erwerben oder aber auch downloadbar http://www.u3.com .

Zahlreiche Anwendungen
\"Derzeit gibt es etwa 100 Programme, die auf U3-Basis funktionieren\", erläutert Ebnöther. Darunter befinden sich Fotosoftware, Backup-Programme, Antiviren-Software und E-Mail-Clients. Neben OpenOffice-Anwendungen befinden sich auch Firefox und Thunderbird im Programm. Klassisches Anwendungsbeispiel ist die U3-Version von Skype. \"Auf dem Stick ist das VoIP-Programm, sowie Telefonbuch und die persönliche Konfiguration gespeichert. Ein Headset vorausgesetzt, kann auf jedem Computer lostelefoniert werden, ohne zusätzliche Einstellungen vornehmen zu müssen\", meint Ebnöther.

Die U3-Software wurde im Rahmen einer Kooperation von Sandisk und M-Systems entwickelt und läuft nur auf speziellen U3-Sticks. Diese sind von unterschiedlichen Herstellern zu kaufen wobei die Preise etwa 15 Prozent höher liegen als bei einem normalen USB-Stick. Voraussetzung für die Nutzung von U3 ist Windows 2000 mit SP4 oder höher. Linux und Mac werden derzeit noch nicht unterstützt.

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Angriff auf Europa

Für die überwiegende Mehrheit europäischer Autofahrer mag Dodge ein relativ unbeschriebenes Blatt sein. Man kennt die Dodge Viper, vielleicht noch das eine oder andere Muscle Cars und meist unbewusst und unerkannt verschiedene Modelle aus amerikanischen Spielfilmen. Das wars dann aber schon mit der Herrlichkeit.
Gänzlich anders die Positionierung von Dodge in den USA. Dort wurde das bereits 1928 vom Chrysler Konzern aufgekaufte, aber unter eigenem Namen und mit eigenen Entwicklungen weitergeführte Unternehmen in den Sechziger und Siebziger Jahren zum Sinnbild der amerikanischen Automobilentwicklung: robuste, langlebige, Benzin fressende Straßenschiffe.
Nach der Blütezeit des weltkriegserprobten \"Power Wagon“, des 53er \"Red Ram“ und der legendären Muscle Cars wie dem 505 Charger, wurde es still um Dodge. Eine nachhaltige Wiederbelebung der Marke gelang in den 90er Jahren der Viper, die ihren muskulösen Vorfahren um nichts nachstand. Nach auf dem US-Markt mehr oder minder erfolgreichen Modellen wie dem \"Ram Pickup“, den \"Dakota“ und dem \"Durango“ soll Dodge nun auch in Euroland heimisch werden.
Einen ersten Anlauf startet die Marke im Zeichen des Widders mit dem Dodge Caliber, der sich in der Kompaktklasse an so prominenten Mitbewerbern wie dem Peugeot 307, dem Mazda 3 oder auch dem Golf wird messen lassen müssen. Positiv fällt das äußere Erscheinungsbild aus, das sich wohltuend vom Einheitsbrei abhebt. Große Räder und eine deutlich höhere Karosserie sorgen für eine optische Eigenständigkeit und verleihen dem Caliber einen Hauch von SUV. Sein markanter Fadenkreuz-Grill gibt ihm das unverwechselbare Dodge-Gesicht und bestimmt die starke, muskulöse Frontansicht. Blickfänge des prägnanten Heckdesigns sind der schwarze Dachspoiler mit der integrierten dritten Bremsleuchte und große Klarglasleuchten an den Ecken des Caliber.
Außerhalb der USA ist der Caliber mit einem 2,0 Liter-Turbodieselmotor mit 140 PS und zwei Weltmotoren mit 150 bzw. 160 PS lieferbar. Zusätzlich zu seinen Weltmotoren erfüllt der Dodge Caliber die weltweiten Standards für Sicherheit, Ausstattung und Komfort. Zur Sicherstellung des Erfolgs auf den globalen Volumenmärkten wird der Caliber außerhalb von Nordamerika als Rechts- und als Linkslenker angeboten.
Schlagkräftigstes Kaufargument ist aber sicherlich der Preis: Ab 18.000 Euro wechselt der Caliber den Besitzer. Wer es noch günstiger will, loggt sich bei ebay ein. Dort gibt’s die ersten fünf in österreich erhältlichen Caliber ab 29. Mai zu einem Rufpreis von einem Euro.
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Auf gutem Grund

Eine Idee, ein Ziel, Startkapital und Eigenschaften, die AMS-Vorstand Herbert Böhm mit »Unternehmerpersönlichkeit« umschreibt - das sind die Ingredienzien für eine erfolgreicheUnternehmensgründung.Wer sie mitbringt,für den oder die ist Arbeitslosigkeit keine Sackgasse. Denn die angespannte Lage am Arbeitsmarkt lässt den Weg in die Selbstständigkeit für immer mehr Jobsuchende als neue Option erscheinen.Warum eigentlich nicht der eigene Chef, die eigene Chefin sein?
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Musterländle

In den Achtzigerjahren erschien eine Schweizer Untersuchung über das Nachbarland österreich. Man fand uns zwar nicht gerade modern, dafür aber sehr sympathisch. Das wörtliche Fazit damals: Die österreicher sind arm, aber lustig. Wie sich die Zeiten ändern können. Auf der Webseite der Schweizer Sozialinformatik blickt man heute mit Argusaugen ins Nachbarland. E-Government komme bei den Eidgenossen - ganz anders als in Vorarlberg - nicht in Fahrt, ist dort zu lesen. Das mag auch daran liegen, dass sich die Politik nicht verschließt. Die elektronische Verwaltung fand auch in der letzten Regierungserklärung des Landeshauptmanns Herbert Sausgruber gebührend Platz. »Wir wollen eine moderne und sparsame Verwaltung und nehmen E-Government als Herausforderung an«, sagte Sausgruber seinem Landtag vor zwei Jahren. Bei leeren Worten ist es nicht geblieben. Aufgemöbelt wurde beispielsweise die Infrastruktur. Das alte Token-Ring-Netzwerk wurde auf das zeitgemäße Ethernet umgestellt, in den elf Landesdienststellen sind über hundert Serversysteme im Einsatz. Damit die Citrix-Terminalserver nicht ins Stocken geraten, sind die Netzwerkknoten zwischen großen Städten wie Bregenz oder Feldkirch über dicke 34-Mbit-Leitungen gekoppelt. Sparsam wie die Vorarlberger sind, wurden die Kosten für die Netzanbindung auch gleich um knapp ein Drittel gekappt. Damit die Daten nicht im Netznirvana verpuffen, sind alle 1200 aktenbearbeitende Mitarbeiter an die landeseigene Kommunikationsplattform VOKIS angeschlossen.

Die alemannischen Beamten sind emsig, Hunderttausende elektronisch abgewickelte Akten wurden bereits medienbruchfrei in das System eingespeist. Na ja, vielleicht nicht ganz medienbruchfrei. In manchen Verwaltungseinheiten soll trotz Hightech noch archaisch gearbeitet werden. Es rauschen dann beispielsweise Anträge zwar elektronisch herein, der darauf folgende Workflow ist aber alles andere als nach der reinen Managementlehre optimiert. »Da wird ausgedruckt und das Papier händisch von Abteilung zu Abteilung getragen«, ätzt ein Beobachter. Da dürfte dann zutreffen, was Landesvater Sausgruber einmal sinngemäß gesagt hat: »Wir sind nicht perfekt, aber wir geben uns Mühe.« Mühe, die auch anerkannt wird. In Sachen E-Government liegt Vorarlberg unter den Ländern im Spitzenfeld, bei einschlägigen Symposien und Workshops sind die lokalen Spezialisten auch bundesweit gefragte Referenten. Top ist auf jeden Fall das Landesportal, das auf einer Plattform des Linzer E-Government-Urgesteins Fabasoft aufgebaut ist. Das Contentmanagementsystem beherbergt auf den Servern mittlerweile gut 25.000 Seiten, das Angebot wird laufend erweitert.

»Global« denken, lokal handeln. Ganz nach dem Motto »Think global, act local« sind in die Realisierung aber auch örtliche Unternehmen eingebunden. Die Dornbirner VRZ realisierte als lokaler Fabasoft-Partner das Projekt »Digitale Formulare«. Mit - teilweise interaktiven - Webformularen können Unternehmen und Bürger den guten, alten Amtsweg radikal beschleunigen. Von der Abfallmengenmeldung für Biogasanlagen bis hin zur Sturzhelmbefreiung lassen sich mittlerweile gut drei Dutzend Amtsgeschäfte online abwickeln. Eine Mischung zwischen lokal und »global« verkörpert VRZ-Informatik-Chef Roland Hilbrand. Ganz im Sinn der grenzüberschreitenden Regionen dehnte er seinen Wirkungsbereich auch in die benachbarte Schweiz aus. Die St. Gallener Bluematic AG ist zu 97 Prozent im Besitz des Dornbirner Familienunternehmens. Der knapp sechzigjährige KMU-Patriarch hat im Grenzland fast schon ein kleines Imperium aufgebaut. Die VRZ hat rund sechzig Mitarbeiter und zählt damit zu den größten Systemhäusern im Grenzland. Wie wichtig KMU für österreich sind, zeigt sich in Details. Hilbrand denkt nicht nur an seine Familienmitglieder, sondern kümmert sich - Lehrlingskrise hin oder her - auch mustergültig um den IT-Nachwuchs. Und heimste dafür eine Ehrung als »ausgezeichneter Lehrbetrieb« ein. Die Kombination aus Bodenhaftung und grenzüberschreitendem Weitblick scheint tatsächlich eine Vorarlberger Eigenschaft zu sein.

Auch der Dornbirner Softwareentwickler Consolidate reiht sich ein. Der Gründerchef Christian Bickel, fast zwei Generationen jünger als Hilbrand, verzichtet auf hinfälligen Glamour à la Yline & Co. »Er ist Familienvater und hat ein Haus«, ist fast schon alles, was einem Freund zum Privatleben einfällt. Dass Bickel seine Leidenschaft als Informatiker zum Beruf gemacht hat und in vier Ländern aktiv ist, muss man schon herauskitzeln. Die Consolidate beschäftigt knapp zwanzig Mitarbeiter, die Hälfte davon in der Entwicklung. Der Wirkungskreis ist dafür allerdings vergleichsweise groß. Beim E-Government punktet man mit der hauseigenen Software beispielsweise in Lech, Wolfurt oder Lochau am Bodensee. Firmenintern sieht Bickel die E-Government-Anwendungen bescheidenerweise eher als Nebenprodukt. Der ursprüngliche Fokus liege eher bei Mittelstand, Gewerbe oder Steuerberatern. Dort seien die Entscheidungszyklen kürzer, wie er meint. »Wenn wir unsere Software vorstellen, hören wir oft, dass man genau diese Lösung gesucht hat«, so Bickel. Budgetnöte hin oder her, immer mehr Gemeinden setzen auf Lösungen von Consolidate. Wie es sich für das Grenzland gehört, ist Consolidate auch im benachbarten Ausland aktiv. Im Raum Basel setzen mehrere Gemeinden bereits auf die österreichische Software, mit Südtirol wird verhandelt, nach Deutschland will Consolidate weiter expandieren. Zu den illustren Kunden zählt mittlerweile das Schweizer Institut für geistiges Eigentum - besser bekannt unter dem alten Namen Berner Patentamt, wo einst das Physikgenie Albert Einstein seine Brötchen verdiente.

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Zwischen Chance und Vorurteil

Von Maren Beaufort

Ein Argument für den Einsatz von Voice-over-IP ist das Einsparungspotenzial - der Mehrwert im Businessalltag ein anderes: Verschmolzene Daten- und Sprachkommunikation erlaubt in logischer Konsequenz die Einbindung von Sprache, Daten, Fax und Mail in ein einziges System, im Idealfall mit derselben Oberfläche. Als Unified Messaging betitelt, ist so der Traum vieler Prozessoptimierer realisiert, denn: Erhöht wird nicht nur die Flexibilität, sondern auch die Schnelligkeit der Arbeitsabläufe.

Weitere Anwendungsszenarien sind mittels CTI (Computer Telephony Integration) vorstellbar: das automatische Aufscheinen relevanter Kundendaten am Bildschirm, sobald diese anrufen, oder die Integration von Video- sowie Word-, Excel- und Powerpoint-Dateien in Telefonkonferenzen. Nicht zuletzt erweitert die professionellere Integration mobiler Mitarbeiter und Homeworker die lange »List of Possibilities«: VoIP-Anschlüsse können dann mit ein und derselben Nummer dort verfügbar sein, wo sie an das Datennetz gehängt werden. Egal mit welchem Endgerät und an welchem Ort - innerhalb eines Gebäudes, in einem anderen Land oder im Flugzeug.

Telefoniert wird mittels IP-fähiger Telefone, VoIP-Handsets, Softphones am PC oder mithilfe von Hybridlösungen durch die Einbindung bestehender Hardware. »Adds, moves and changes« im Falle neuer oder umsiedelnder Mitarbeiter entfallen jedenfalls - einschließlich Verkabelung. Die Telefone bleiben, wo sie sind, die Mitarbeiter inklusive persönlicher Konfiguration switchen geschmeidig von Apparat zu Apparat.

Für Heimarbeitsplätze bedarf es lediglich eines Breitbandanschlusses, über den sich das Endgerät durch einen sicheren VPN-Tunnel an der Telefonanlage anmeldet. Ausgehende Gespräche werden so mit der Firmenkennung aufgebaut, eingehende Anrufe werden über die Zentrale weitergeleitet. Der Anrufer erkennt damit nicht, wo sich sein Gegenüber befindet. Sogar die Features der Kernanlage stehen dem externen Mitarbeiter zur Verfügung.

VoIP goes mobile. Kaum hat sich Voice-over-IP als Ersatz für die kabelgebundene Telefonie etabliert, schwappt der Hype auch auf WLAN über. Der bisherigen Zurückhaltung im professionellen Bereich liegen vornehmlich Quality-of-Service-Bedenken zugrunde. Sobald mehrere Benutzer auf ein WLAN zugreifen, entstehen Aussetzer und Gesprächsabbrüche. Ein mögliches Gegenmittel ist die Einrichtung von Virtual LANs (VLANs). Hierbei wird ein logisches Subnetz im Funknetz definiert und folglich garantierte Bandbreite gegenüber anderen Anwendungen reserviert. Ein IP-Handy fungiert somit als Nebenstelle im VoIP-Netz. Aktuell besonders hip: Dual-Mode-Handys für Internettelefonie und Mobilfunk. Diese können innerhalb der heiligen Bürohallen über den DSL-Anschluss telefonieren, während sie sich unterwegs ins Mobilfunknetz einbuchen.

Wie sicher ist VoIP? Die Security-Debatte ist nach wie vor für etwa sechs Prozent der Unternehmen Hauptgrund, die Finger von der Voice-Integration zu lassen. Der Grund: Salopp gesagt holt man sich mit VoIP all die potenziellen Probleme ins Haus, die man bisher nur vom Internet kannte. Einerseits ist das nicht verkehrt, andererseits nicht differenziert genug. Vor allem Anbieter und Systemintegratoren halten diese Paranoia für übertrieben: Die übertragung über Datennetze sei heute wesentlich besser geschützt als die herkömmlicher Telefonie. Natürlich muss man in diesem Punkt zwischen Internettelefonie für Otto Normalverbraucher à la Skype und VoIP, wie es größeren Unternehmen via abgeschotteten Netzen oder VPN zur Verfügung steht, unterscheiden. »Internettelefonie birgt Gefahren, IP-Telefonie Chancen«, ist das Schlagwort der Business-Provider.

Auch bezüglich Serviceverfügbarkeit beruhigt die Anbieterseite: Mit einer gut durchdachten Priorisierung kann eine der herkömmlichen Telefonie vergleichbare Qualität erzielt werden. Dennoch - man begibt sich einen Schritt weiter in Richtung Abhängigkeit von Upgrades, Patches und Releases. Nicht zwangsläufig ein Negativum: Hat man früher in Telko-Hardware investiert, war man dieser auf Gedeih und Verderb ausgeliefert - jedenfalls bis zum Tag X ihrer Abschreibung. Dank Updates lassen sich Arbeitsmittel heute sehr viel leichter an den Stand der Technik anpassen - ganz ohne neuerliche Großinvestitionen. Und realistisch gesehen ist eine grundsätzliche Abhängigkeit von IT - VoIP hin oder her - gegenwärtig ohnehin nicht mehr zu leugnen.

Wenn Spam klingeln lernt. Ein heute kontrovers diskutiertes Thema ist Spam-over-Internet-Telephony - bekannt als »SPIT«. Erwartet uns allen Ernstes Reklame für Superkredite, Alarmanlagen und Potenzhelferchen nun auch durch den Hörer? Trotz wachsender Userzahlen lassen derartige Attacken bis dato auf sich warten. Denn: Im Vergleich zu Spam über E-Mail ist der kostenlose, automatisierte Versand von Sprachnachrichten nicht simpel.

Erheblicher Bandbreitenbedarf, Authentifizierung und bis dato noch mangelnde Bekanntheit von IP-Adressbereichen sind die wesentlichsten Unterschiede. Mit dem Volumen einer durchschnittlichen Spam-Mail lässt sich gerade einmal eine Sekunde Sprache übertragen. Solange also Bandbreite mit ihrem derzeitigen Marktwert gehandelt wird, funktioniert das ökonomische Kalkül für Spitting trotz höherem Wirkungsgrad vergleichsweise schlecht.

Der Geschäftsalltag. Wie die jüngste Studie der Regulierungsbehörde RTR »Erhebung Nase« zeigt, ist VoIP bereits rund 55 Prozent der österreichischen Unternehmen ein Begriff. Besonders deutlich ist der Bekanntheitsgrad mit 88 Prozent in größeren Firmen mit über hundert Beschäftigten. Auch im Dienstleistungssektor und überall dort, wo häufig ins Ausland telefoniert wird, ist VoIP überproportional geläufig; im Bauwesen mit nur 36 Prozent dagegen wenig. Durchschnittlich telefonieren aktuell sechs Prozent aller österreichischen Betriebe über IP. Weitere zwölf Prozent planen den Einsatz in den nächsten zwei Jahren, 33 Prozent sprechen sich vorerst dagegen aus. Auch in diesem Kontext sind größere Unternehmen nachhaltiger mit der neuen Technologie vertraut als Klein- und Mittelbetriebe. Noch werden hauptsächlich Gespräche ins Ausland mittels VoIP geführt. Anrufe ins Mobilnetz, ins inländische Festnetz und vor allem von IP zu IP sollen allerdings bald nachziehen. Für 84 Prozent der Business-User sind die günstigen Verbindungsentgelte Hauptargument für den Einsatz von VoIP. Gefolgt von »Einheitliches Netz für Daten und Telefon« und »Anschluss an neue Entwicklungen nicht verpassen«. Bezüglich der wahrgenommenen Nachteile gibt es partielle Unterschiede abhängig vom Einsatz im Unternehmen. Die größten Einstiegshürden sind »Vertrautheit herkömmlicher Technologie«, »Umrüstungskosten« und »unausgereifte Technologie«, während Firmen, die bereits VoIP einsetzen, sich eher an der heute noch teils mangelnden Gesprächsqualität stören.

Unabhängig von ihrer Ausprägung ist eine Voraussetzung für die Verbreitung von VoIP die bundesweite Breitbandpenetration. Momentan liegt diese nach Daten der RTR-Befragung bei knapp der Hälfte aller österreichischen Unternehmen.

Die Anbieter. Während es für den Privatanwender üblicherweise nicht von existenzieller Bedeutung ist, ob er sich nun für Skype, Sipgate oder einen der anderen - auch UPC bietet mit Inode nun VoIP - Provider entscheidet, sollten sich dies Businessanwender gut überlegen. VoIP bieten zwar viele, allerdings zu sehr unterschiedlichen Konditionen. Wie denn nun die angepriesenen Kosteneinsparungen erreicht werden oder ein entsprechender Mehrwert generiert wird, kommt immer auf den Einzelfall an. Daher sollte zunächst unternehmensintern geklärt werden, was das neue System können soll und wie man dieses verständig einführen kann. In den meisten Fällen scheint eine »sanfte Migration« mittels Hybridlösungen sinnvoll. Im Einzelfall ist auch ein kompletter Neuaufbau zweckmäßig. Ob nun direkt bei Telcos wie Telekom Austria, eTel, Tele2UTA, UPC/Inode oder bei Systemintegratoren und Herstellern wie NextiraOne, T-Systems, CSC oder Kapsch - die Angebote sollten sorgfältig verglichen werden.

VoIP rettet Leben
Mehr als 700 Rettungsfahrzeuge, fünf Hubschrauber und 27 Notarzteinsatzmittel - vom Roten Kreuz über die öAMTC Christophorus Flugrettung bis zur Bergrettung - koordiniert die Nö-Rettungsleitstelle nunmehr via VoIP. »Mit der neuen Lösung der Telekom Austria kann jeder Mitarbeiter zu jeder Zeit die exakte Position all dieser Einsatzkräfte ermitteln«, erklärt Geschäftsführer Carl Heinz Langer.
»Noch bevor wir ein Telefonat entgegennehmen, erkennen wir den Aufenthaltsort des Anrufers und können uns über dessen Krankengeschichte informieren, sofern diese in die zugehörige Datenbank integriert wurde.« Auch priorisiert das System bei den rund 14.000 täglichen Anrufen einen echten Notruf höher als Krankentransportanforderungen oder Serviceanfragen. Ein Notruf soll per Definition binnen vier Sekunden bearbeitet werden, was bisher nur die wenigsten Blaulichtunternehmen realisieren. »Mit dem neuen System schaffen wir es«, ist Langer mit seiner Investition zufrieden. Den größten Mehrwert für die LEBIG (Leitstellen-, Entwicklungs-, Betriebs- und Integrationsgesellschaft m. b. H.) sieht er daher nicht nur in den flexiblen Arbeitsabläufen und der verbesserten internen Kommunikation, sondern auch in der optimierten Kundenbetreuung.
Kommunikationsnetz rund um den Globus
Die Implementierung einer State-of-the-art IP-Telefonielösung inklusive der Integration von weltweit 111 Botschaften und Konsulaten in die Netzinfrastruktur führt das Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten in ein neues Kommunikationszeitalter.
Als bundesweit erstes Ministerium setzt das BMaA auf eine konvergente VoIP-Lösung und stellt damit seine Vorreiterrolle im Hinblick auf den Einsatz neuer Technologien erneut unter Beweis. Das vorhandene TK-System war 13 Jahre alt. Oberstes Ziel war daher die Investition in eine zukunftssichere Lösung. Eine der größten Herausforderungen dabei: Die Integration bestehender Infrastruktur in das Netzwerk, denn die gemeinsame Vermittlung mit dem Bundeskanzleramt und der dort weiterhin genutzten klassischen Telefonanlage wurde beibehalten. »Im Umgang mit Steuergeldern sind keine Experimente zulässig«, beschreibt Wolfgang Loibl, Leiter der Sektion VI (Administrative Angelegenheiten, Infrastruktur), warum man im Ministerium neue Trends und Technologien immer erst kritisch beäugt. »Mit NextiraOne setzen wir ein IP-Telefonie-Projekt mit ausgereifter Technologie um, die uns erheblichen Nutzen bringt.« Nach den Implementierungen in Wien, München und Valetta werden nun sukzessiv sämtliche Außenstellen rund um den Globus integriert.
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Ziel erfüllt

Mehr als 200.000 Besucher sahen Geräte in realen Arbeitsbedingungen sowie Innovationen in den Bereichen Baumaschinen, Ausrüstung und Dienstleistung.

Einen neuen Besucherrekord hatte die 7. internationale Baumaschinenmesse INTERMAT 2006 in Paris zu verzeichnen. Heuer kamen um 16% mehr Besucher als 2003. Sowohl die 1400 Aussteller aus 42 Ländern als auch die 209.032 Besucher aus 160 Ländern bestätigten den Status der Ende April abgehaltenen Messe als internationalen Event. Zahlreiche Delegationen kamen aus Ländern, die zum ersten Mal an dieser Messe teilnahmen: darunter Russland, die Ukraine, Bosnien, Rumänien, Kroatien, die tschechische Republik oder Moldau ebenso wie die die regelmäßigen Teilnehmer Korea, Nordafrika, die USA, Japan und Mexiko. Damit festigte die INTERMAT 2006 ihre Position als zweitgrößten Event der Baubranche.

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Tiefroter Highway

\"Geradezu pervers“ sei die von der Asfinag präsentierte Bilanz 2005, unkte der SPö-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter in einer Aussendung und bezeichnet die Autobahn- und Schnellstraßenfinanzierungsgesellschaft als \"Schuldenmaschine der Republik“. Tatsächlich sind die Verbindlichkeiten des Konzerns seit 2004 von 9,02 Milliarden Euro auf knapp 10,4 Milliarden im vergangenen Jahr angewachsen, 2006 soll der Schuldenstand auf 10,77 Milliarden anwachsen. \"Die Verbindlichkeiten steigen mit den Investitionen an, das ist nicht nur mit Eigenkapital finanzierbar“, so Asfinag-Vorstand Christian Trattner zur Tatsache, dass allein die Zinsensaufwendungen von 320 Millionen Euro im Jahr 2004 auf über 400 Millionen im vergangenen Jahr angewachsen sind. Im Baubereich lagen diese Investitionen bei rund 971 Millionen, davon 656 Millionen für den Neubau und 288 Millionen für Erhaltung. Heuer kündigt die Asfinag Bauinvestitionen von 1,25 Milliarden an, darunter eine dritte Spur für die Flughafenautobahn A4 oder den Ausbau von sechs Tunneln mit einer zweiten Röhre als Teil von Verkehrssicherheitsmaßnahmen.

Die Aufwendungen der Asfinag wurden im vergangenen Jahr von 1,56 auf 1,32 Milliarden Euro reduziert, die Erträge stiegen 2005 von 1,9 auf rund 2,1 Milliarden. Die sprunghafte Steigerung des Geschäftsergebnisses (EGT) von 53 auf 355 Millionen Euro erklärt Trattner mit der Auflösung der Rücklagen, die im Jahr 2004 für die von der EU erzwungenen Rückzahlungen der Brenner-Mauten gebildet worden waren und nach dem Vergleich nicht in voller Höhe benötigt wurden. Für 2006 wird wieder mit einem EGT von 195 Millionen gerechnet. Dass die Erlöse aus dem Liegenschaftsmanagement von 28 auf 48 Millionen gestiegen sind, sei nicht auf eine Steigerung der Verkaufsaktivitäten zurückzuführen, so Trattner. \"Nicht zuständig“ sei der Vorstand für die Frage, ob eine kilometer- und zeitabhängige Pkw-Maut, wie sie die Bauwirtschaft fordert, der Asfinag zusätzliche Einnahmen bescheren könnte. \"Wir geben nur den Eigentümern Ratschläge“, gibt sich Trattner zu den von der Baustoffindustrie errechneten Einnahmen von einer bis zu 5,7 Milliarden Euro bedeckt. Eines kann er und sein Vorstandskollege Franz Lückler den geplagten Autofahrern jedenfalls versprechen: \"Im nächsten Jahr wird es keine Erhöhung des Vignettenpreises geben!“ Damit hat die Asfinag im vergangenen Jahr 303 Millionen lukriert.

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