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Damit die IT nicht zum Geschäftsrisiko wird

Per E-Mail bahnen wir Geschäfte an, in CRM-Systemen verwalten wir Kundeninformationen, mit ERP organisieren wir Ressourcen und mittels SCM steuern wir den Fluss von Waren. Ungefähr 80 bis 90 Prozent aller Kerngeschäftsprozesse sind auf diese Weise automatisiert und beinahe selbstverständlich gehen wir davon aus, dass die dahinter stehende IT reibungslos funktioniert und die Geschäftsfunktionen unterbrechungsfrei zur Verfügung stehen. Dass Technik auch einmal versagen kann, ist zwar bekannt, doch wird diese Tatsache auch im geschäftlichen Umfeld gerne verdrängt. Manchmal reift so erst im Schadensfall die Erkenntnis, dass das Unternehmen maßgeblich von einer funktionierenden Technik abhängt. Und dass Unternehmen nicht vor Ausfällen gefeit sind, hat sich im vergangenen Jahr wieder einmal gezeigt, als Medienberichten zufolge das Handelssystem der Tokioter Börse aufgrund eines Softwareproblems für vier Stunden ausgefallen ist.

Eine nicht funktionierende IT stellt also ein Geschäftsrisiko dar, und doch wird das Thema nach wie vor unterschätzt. Wenn heute von Risiken in der IT die Rede ist, dann stehen im Vordergrund Sicherheitsbedrohungen durch Viren oder Hacker sowie Katastrophenszenarien wie überschwemmungen oder Terrorismus. Solche Betrachtungen konzentrieren sich primär auf IT-interne Aspekte - dabei übersieht man leicht den eigentlichen Punkt des gesamtbetrieblichen Risikos durch IT. Dass hier noch einiger Handlungsbedarf besteht, belegt eine aktuelle Studie über das IT-Business-Risiko, die von der Economist Intelligence Unit (EIU) im Auftrag von Mercury durchgeführt wurde. Bei dieser Untersuchung erklärten 40 Prozent der befragten europäischen IT-Manager, dass es in ihrem Unternehmen keine abgestimmte Strategie für das IT-Business-Risiko gibt. Heraus kam auch, dass es um die generelle Erfolgsquote von IT-Initiativen schlecht bestellt ist. Etwas mehr als die Hälfte (54 Prozent) der befragten CIOs gab an, dass die Quote der IT-Projekte mit nachweisbarem geschäftlichen Erfolg in den letzten beiden Jahren bei unter 50 Prozent lag.

Solche Ergebnisse sollten zu Denken geben. Noch in den 90er Jahren waren IT-Investitionen an einen gewissen Fortschrittsglauben geknüpft. Heute hat sich das Blatt gewendet - oft wird die Technologie als reiner Kostenfaktor betrachtet oder sie muss zumindest aus geschäftlicher Sicht einen nachweisbaren Beitrag zur Wertschöpfung leisten. Die Betrachtung des IT-Business-Risikos kann unter diesem Gesichtspunkt durchaus als Chance verstanden werden: Im Gegensatz zu kostenorientierten Metriken wie Total Cost of Ownership (TCO) lässt sich hierüber nämlich der Nachweis erbringen, dass der IT eine zentrale Bedeutung für den geschäftlichen Erfolg eines Unternehmens zukommt. Die IT sollte sich daher darauf konzentrieren, dieses Risiko auf koordinierte Weise in den Griff zu bekommen. Möglichkeiten dazu gibt es einige, wie auch aus der EIU-Studie hervorgeht. Als die drei wichtigsten Strategien im Zusammenhang mit dem IT-Business-Risiko nannten die europäischen CIOs Change-Management, Servicelevel-Management sowie Projekt-Management.

Insgesamt zeigt die Studie, dass bei der geschäftlichen Betrachtung der IT tote Winkel existieren und viele Unternehmen die Risiken unterschätzen. IT-Verantwortliche sollten sich dieser Defizite bewusst werden und insbesondere ihre Change-Management-Prozesse konsequent darauf ausrichten.

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VoIP gehört richtig genutzt

Am Einsparungspotenzial, das eine Voice-over-IP-Lösung beinhaltet, zweifelt mittlerweile niemand mehr. So ergeben sich die finanziellen Einsparspotenziale der IP-Telefonie besonders dann, wenn Unternehmen an mehreren Standorten agieren. Die übermittlungskosten zwischen den Standorten reduzieren sich radikal und gehen im besten Fall gegen Null. Außerdem senkt Voice-over-IP die laufenden Kosten des Netzwerkbetriebs. Insbesondere sind hier die Wartungs- und Administrationskosten zu nennen. Man hat keine zwei Welten mehr und muss statt Datenkommunikation und klassischer Telefonie nur ein einziges Netz betreuen. Dennoch zögern viele Unternehmen noch, auf die neue Technik umzusteigen. Wobei als größte Hürde beim Umstieg auf eine zeitgemäße Kommunikationslösung Unternehmen die hohen Investitionskosten nennen.

VoIP-Dienste werden outgesourct. Diese Hürde kann aber mit den Productivity Solutions von Telekom Austria ganz elegant gemeistert werden, die den zusätzlichen Vorteil bieten, dass das Unternehmen immer am neuesten Stand der Technologie ist. Ein Beispiel dafür ist der SMART IP Voice Service, eine innovative Kommunikations-Zentrale für mittlere und große Unternehmen. Mit diesem Service werden Telefonate per Internet-Protokoll (IP) über das Datennetzwerk des Unternehmens übertragen. Dadurch sparen Firmen die teuren Investitions- und Betriebskosten, die herkömmliche Telefonanlagen verursachen. Das SMART IP Voice Service selbst wird zentral auf dem hochverfügbaren MPLS-Business-Backbone der Telekom Austria betrieben. Das heißt, dass dieser Service komplett gemanagt ist und der Dienst lückenlos durch die Spezialisten der Telekom Austria überwacht wird. Gleichzeitig profitieren die Unternehmen von der enormen Flexibilität bei änderungen und Erweiterungen sowie von den produktivitätssteigernden Applikationen, die mit SMART IP Voice Service verbunden sind.

Mehrwertdienste schaffen zusätzliche Effizienz. Solche produktivitätssteigernde Applikationen, die zusätzlichen Mehrwert schaffen, beginnen beim E-Conferencing über mobile Echtzeitkommunikation und reichen bis hin zum Informationsaustausch über Intra- und Internet. Ergänzend stehen E-Learning Solutions zur Verfügung, die eine zeit- und kostengünstige Möglichkeit zur selbstständigen Weiterbildung der Mitarbeiter bieten. Durch die Zusammenführung verschiedener Projekt-, Prozess- und Kommunikationsmittel wird so eine vielfach höhere Effektivität der Kommunikation innerhalb eines Unternehmens sowie mit Lieferanten oder Partnern erreicht.Telekom Austria ist der strategische Partner von Cisco Systems in österreich. Die Plattform für SMART IP Voice Service trägt das Qualitätssiegel CPN (Cisco Powered Network). Das bedeutet: durchgängig ausfallsicherer Betrieb auf der weltweit innovativsten und hochwertigsten IP-Infrastruktur.

Die Vorteile auf einen Blick:
  • Keine Investitionskosten
  • Keine unternehmensinternen Gesprächsgebühren
  • \"Pay as you grow“-Flexibilität
  • Keine Kosten bei Umzügen oder Personaländerungen
  • Selbstadministration reduziert Kommunikationskosten
  • Langsame Migration ohne Risiko
  • Proaktive Fernüberwachung gibt Sicherheit
  • Prozessoptimierung durch CTI
  • Modularer Aufbau schafft Freiraum
  • Innovation auf rentabler Basis
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Donner, Wetter, Blitz

Die Labors der Datenretter sind trotz der Urlaubsstimmung derzeit voll ausgelastet: Die überhitzung elektronischer Komponenten in schlecht durchlüfteten Serverräumen und Badezimmern sowie Festplattenausfälle durch hohe Temperaturen sind die Ursachen für den zunehmenden Datenverlust im Hochsommer. \"In den letzten Wochen steigerte sich erneut die Zahl der Anfragen zur Datenrettung\", bestätigt man bei Kroll Ontrack. \"Die noch anstehenden Sommergewitter werden mit Blitzeinschlag und Kellerüberflutungen dazu beitragen, dass weitere Datenträger beschädigt werden.\" Der Data-Recoverye-Eperte warnt vor extremen Wetterbedingungen in den Sommermonaten, die zu Datenverlusten führen können. Anwender müssten während dieser Zeit dem Schutz ihrer Daten besondere Aufmerksamkeit schenken, \"können aber dennoch davon ausgehen, dass im Ernstfall die Chance auf Wiederherstellung der Daten sehr hoch ist\". Wenigstens etwas.

\"In den Sommermonaten steigern die hohen Temperaturen auf dreifache Weise die Gefahr eines Datenverlustes: überhitzung der Komponenten, überflutung sowie Stromausfall bei Blitzeinschlägen, so dass die Sommerzeit eine Hochzeit für unsere Datenrettungsexperten ist\", rechnet Kroll Ontrack-Chef Peter Böhret. Dabei könnten sich die Anwender mit einfachen Maßnahmen auf die Sommerperiode vorbereiten und Probleme durch wetterbedingte Datenverluste vermeiden. \"Zudem gilt es, nicht in Panik zu verfallen\", beschwichtigt der Experte. Auch im Sommer bestehe in den Datenrettungslaboren eine hohe Wahrscheinlichkeit, die Daten vollständig wieder herzustellen.

Also empfiehlt Böhret folgende Maßnahmen vor den extremen Wetterbedingungen im Sommer:

  1. Hohe Temperaturen können zu einem ernsthaften Problem werden, da eine überhitzung Fehlfunktionen von Festplatten zur Folge haben kann. Der Hitzestau führt zum Beispiel häufig zu einer internen Materialausdehnung im Laufwerk und betrifft entscheidende Bauteile. Die Lager haben nun mehr Spiel und die Schreib- und Leseköpfe schweben ungleichmäßiger über die Oberflächen der Festplatten. Die korrekte Justierung geht verloren, vorgesehene Toleranzen beim Abfahren der Datenspuren werden überschritten. So kommt es schneller zu Schreib- und Lesefehlern oder Headcrashs. Computer sollten in einer kühlen und trockenen Umgebung betrieben werden, um eine überhitzung zu vermeiden. Fazit: Notebook nicht im Auto liegen lassen. Sie erinnern sich noch an die geschmolzene Lieblingsplatte Ihres bemitleidenswerten Nachbarn im Sommer `81?

  2. Werden große Server eingesetzt, sollten diese durch eine Klimaanlage angemessen gekühlt werden. Höhere Prozessortaktraten führen zu einer erhöhten Leistungsaufnahme und erfordern folglich eine höhere Kühlleistung. Dies gilt insbesondere für die Sommermonate. Wenn Sie ein Rechenzentrum zu Hause betreiben, empfiehlt es sich nun zusätzliche Kühlelemente aufzustellen.

  3. Elektrische Entladungen während eines Gewitters sind in den Sommermonaten eines der Hauptprobleme. Ein überspannungsschutz zwischen Computer und Steckdose verhindert, dass schädliche Stromstöße und überspannungen Systeme beschädigen können. Den Blitzableiter am Haus- und Zeltdach sollten sie ohnehin haben.

  4. Ein USV-System (Unterbrechungsfreie Stromversorgung) versorgt während eines Netzstromausfalls die angeschlossenen Computer mit Batteriestrom. USV-Systeme können darüber hinaus eigenständig sichere System-Shutdowns durchführen. Denn unvorhersehbare Ausfälle der Hardware durch Stromversorgungsprobleme führen zu Datenverlusten. Auch hier gilt wie so oft: Kleine Kinder haben an der Tastatur und unter dem Schreibtisch nichts zu suchen.

  5. Schutzsysteme müssen regelmäßig überprüft werden. Zumindest einmal jährlich sollten alle Stromschutzsysteme inspiziert und auf ihre korrekte Funktion hin überprüft werden. Viele hochwertige Systeme verfügen über eine Statusanzeige, die Auskunft darüber gibt, ob Ihre Systeme angemessen geschützt sind. Lasttests werden am besten von einem Experten durchgeführt. Dieser hilft vor unbeabsichtigten Zerstörungen.

  6. In keinem Fall sollten beschädigte Festplatten oder Server zerlegt oder gereinigt werden. Eine unprofessionelle Handhabung erschwert die Datenrettung immens und führt zum Verlust wertvoller Informationen. Besonders gilt dies für Festplatten, die auf eBay ersteigert worden sind und geheime, unglaublich wichtige Informationen beherbergen.

  7. Medien, die durch Wasser beschädigt wurden, dürfen auf keinen Fall durch öffnung oder Erwärmung - zum Beispiel durch einen Fön - getrocknet werden sondern sollten möglichst in ein feuchtes Tuch eingewickelt an ein Datenrettungsunternehmen geschickt werden. Tipp: Fällt Ihnen ihre Festplatte in die Badewanne, schmeißen Sie am besten gleich ein Handtuch nach.

  8. In keinem Fall dürfen defekte Geräte erneut eingeschaltet werden. (Sie sind ja ohnehin defekt, was wollen Sie damit noch?)

  9. In geschäftskritischen Situationen muss in jedem Fall ein professioneller Anbieter von Services für die Datenrettung kontaktiert werden, bevor Neukonfigurationen, -installationen oder -formatierungen durchgeführt werden. Hier empfiehlt Kroll Ontrack Kroll Ontrack.
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Vom Burgenland bis Indien

Der Ausbau der WiMAX-Netze schreitet langsam voran. In österreich ist es allen voran der junge Provider WiMAX Telecom, der bis Ende des Jahres sein Breitbandnetz auf Wien und Teile Niederösterreichs, der Steiermark und des Burgenlands ausgeweitet haben will. Bis 2008 sollen siebzig Prozent aller österreicher mit dem drahtlosen Breitbandinternet versorgt werden. Besondere Hoffnungen setzen die Provider derzeit auf die Weiterentwicklung des derzeitigen 802.16d-Standards zur 802.16e-Variante, die WiMAX auch für mobile Anwendungen einsetzbar machen wird. Problemlos wird die Umstellung für jene, die bereits WiMAX anbieten, allerdings nicht sein. So sind die derzeit in Verwendung befindlichen Geräte mit der mobilen Variante nicht kompatibel. Für ITM-Geschäftsführer Wolfgang Krones, österreichischer Lösungspartner des WiMAX-Herstellers Alvarion, brechen mit der Mobilvariante dennoch rosige Zeiten an. »Mit dem 802.16e-Standard wird im Gegensatz zu WiFi wesentlich mehr in den Städten möglich sein«, meint Krones. Er sieht die Technologie, die branchenintern auch »Wider-Fi« (also breitbandiger als herkömmliche WLAN-Netze) genannt wird, als Riesenchance für die Erschließung urbaner Bereiche. »In Wien wäre damit eine bessere Abdeckung mit mobilem Breitband möglich, als es bei WiFi der Fall ist.« Derzeit behindert die Interferenzbildung von WLAN-Sendestationen jegliches städtische Gesamtkonzept. Rein theoretisch zumindest. Rund hundert WiMAX-Basisstationen würden für eine Flächendeckung in Wien nötig sein, so die Schätzung.

Basis und Ergänzung. »Allheilmittel ist WiMAX keines«, betont Carlton O`Neal, Vice President Marketing Alvarion. Die Technologie sei eine Ergänzung zu der bestehenden Breitbandlandschaft, hätte aber den Vorteil, anders als UMTS und HSDPA direkt der IP-Welt zu entstammen. Den kommerziellen Marktstart 802.16e-zertifizierter Produkte sieht O`Neal erst im nächsten Jahr, präsentieren kann Alvarion Sende- und Empfangsequipment freilich bereits heute. So geschehen auf der »WiMAX World Conference«, die Ende Mai in Wien stattfand. Dort sprach auch Alcatel-Manager Bruno Potdevin, Leiter der Sparte Broadband Wireless Access, von einem Riesenmarkt, der sich nun WiMAX-Providern erschließt. Außerhalb Europas sind es Länder wie Indien, die begierig nach der günstigen Breitbandversorgung auf der grünen Wiese sind. Alcatel liefert in einem Projekt mit dem indischen Technologieministerium kräftig Equipment für den Ausbau am Subkontinent. Innerhalb von drei Jahren sollen dort gleich fünfzig Millionen Menschen mit Breitbandzugängen erreicht werden.

Konkurrent Motorola hat zur Leistungsshow in Wien ebenfalls Lösungen für den neuen Funkstandard präsentiert. Ihren Schwerpunkt legen die Amerikaner auf das eigene »MOTOwi4«-Produktportfolio, das verschiedenste Funknetzgenerationen unter einem Dach vereint. Motorola-Manager Stephane Cohen sieht ebenfalls unterschiedliche Einsatzgebiete für die neue Drahtlostechnologie. »Auf der einen Seite geht es um unterversorgte Regionen«, berichtet er von einem WiMAX-Projekt Motorolas in Pakistan. Der US-Hersteller fühlt sich in der WiFi- und WiMAX-Welt sichtlich wohl: Für den lokalen Provider Wateen Telecom wurde das weltweit erste 802.16e-Netz errichtet. Zum anderen, so Cohen, werde die Möglichkeit, immer und überall per Breitbandanschluss mit dem Internet vernetzt zu sein, Teil eines modernen Lifestyles werden. »WiMAX is ready«, blickt Motorola-Mann Cohen in eine viel versprechende Breitbandzukunft.

Die Technologie
Worldwide Interoperability for Microwave Access (WiMAX) ist ein Standard für regionale Funknetze. Die Technik tritt in Europa in direkte Konkurrenz zu bestehenden Telefonanbietern, die Telefon und Internetdienste über Kupferkabel (DSL) anbieten. Mit in Labortests erreichten, in der Praxis jedoch nicht annähernd zu erwartenden fünfzig Kilometern Reichweite und einer Datentransferrate von bis zu 108 Mbit/s (bei 28 MHz Bandbreite) übertrifft WiMAX die derzeit aktuelle WLAN-Technik. In der Praxis wird bei einem ungünstigen Umfeld ein Radius von rund zwei Kilometern erwartet. Besondere Hoffnungen setzt die Branche derzeit auf den Einsatz der 802.16e-Variante, die WiMAX auch für mobile Anwendungen einsetzbar machen soll.
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Auf den Spuren von Dornröschen

Die Autoindustrie hat seit dem Fall des eisernen Vorhangs in Centrope, der Europa Region Mitte, viel Geld investiert. Rund zehn Milliarden Euro sind in neue Produktionskapazitäten geflossen. Schuld daran war neben den deutlich niedrigeren Lohnkosten vor allem auch die Höhe der Förderungen, die oftmals bis zu 50 Prozent der Investitionen ausmachten. Ab 2008 sollen jährlich 3,2 Millionen Fahrzeuge in der Region produziert werden. Nur 20 Prozent des Fahrzeuges werden vom Hersteller selbst produziert, Fahrzeugteile im Wert von 20 Milliarden entfallen auf die Zuliefererindustrie. Das einstige El Dorado der Automobilindustrie hat aber auch seine Schattenseite. Die Logistikkosten sind enorm. Die VW-Niederlassung in Bratislava verschlingt 350 Prozent der Logistikkosten von westeuropäischen Niederlassungen. Es ist also nahe liegend, dass die OEMs verstärkt nach Zulieferbetriebe in unmittelbarer Nähe suchen. \"Diesen Trend hat man in österreich verschlafen“, sagt Daniel Palm, Leiter der Fraunhofer-Projektgruppe für Produktionsmanagement und Logistik in Wien, in seiner Keynote im Rahmen eines Branchentreffs unter dem Motto \"Hi(gh) Business im High Tea“. Derzeit partizipiere österreich am osteuropäischen Boom hauptsächlich durch die Mautgebühren, damit auch die Zulieferindustrie teilhaben kann, brauche es intelligente Lösungen. Denn schließlich sind ja nicht nur Zulieferbetriebe von den OEMs abhängig, der Kreis schließt sich auch in umgekehrter Richtung. So lässt sich etwa auch der enorme Erfolg von Toyota erklären. Toyota ist unter anderem auch deswegen zur profitabelsten Marke aufgestiegen, weil man sich rechtzeitig, also bevor man in neue Märkte gegangen ist, um ein funktionierendes Zuliefernetzwerk gekümmert. Davon profitieren die Japaner heute noch. Um die Versäumnisse der Vergangenheit wett zu machen, fordert Palm eine verstärkte Ansiedelung von Betrieben und gezielte Investitionen in die Infrastruktur, etwa eine Brücke über die March.

Kaum Unterstützung
Die drastische Einschätzung einer schlaftrunkenen österreichischen Zulieferindustrie können die Teilnehmer an der Podiumsdiskussion jedoch nicht teilen. Johannes Elsner, CFO von Eybl International, bezweifelt, dass österreich den Boom verschlafen hat. \"Wir haben Niederlassungen in Ungarn, Slowakei und Rumänien. Dennoch kommen 75 Prozent unseres Umsatzes aus Deutschland.“ Friedrich Huemer, CEO der Polytec Group Group, stellt offen die Frage, wie österreich am Boom im Osten profitieren soll, warum jemand in österreich anstelle der Slowakei oder Ungarn produzieren lassen soll. \"Es gab und gibt immer noch den Produktionskostenvorteil im Osten. Für österreich ist es schwierig am Boom zu partizipieren, denn zusätzlich zu den höheren Lohnkosten fallen trotz der räumlichen Nähe natürlich auch Logistikkosten an“, sagt Huemer, dem es - wirtschaftlich nachvollziehbar aber politisch völlig unkorrekt - lieber wäre, wenn \"es den Osten nicht geben würde“. Auch Peter Kuen, Cluster-Manager des Automotive Cluster Vienna Region, wehrt sich gegen das Pauschalurteil, die österreichische Zulieferindustrie hätte den Boom im Osten verschlafen. \"Die Vienna Region hat eine sehr internationale Ausrichtung. Unsere Kooperationen, Netzwerke und Cluster haben internationale Vorbildwirkung, das zeigt das rege Interesse an unserer Organisation aus Ländern wie Spanien und Frankreich.“ Dennoch bleibe festzuhalten, dass es in der lohnintensiven Produktion keinen Sinn macht, in österreich zu investieren.
Friedrich Huemer ist der festen überzeugung, dass die österreichischen Firmen gut daran getan haben, am Beginn des Booms im Osten nicht zu expandieren. \"Firmen, die auf Grund des Booms im Osten in österreich expandiert hätten, würden jetzt mit Sicherheit nicht gut dastehen.“ Investitionen und Expansionen würden nur dann Sinn machen, wenn es um Innovationen geht.
Es gibt in österreich viele kleine Player, die sich sehr erfolgreich in Nischen platziert haben. österreich kann nur über einschlägiges Know-how punkten. Es geht darum, die im Land vorhandenen Stärken zu stärken, wie Knut Consemüller, Vorsitzender des Rates für Forschung und Technologienetwicklung, immer wieder betont. Dass österreich über Stärken verfügt, die der Autoindustrie zu Gute kommen können, darüber herrscht am Podium Einigkeit. Neben der hohen Qualität der Ausbildung und der großteils gut ausgebauten Infrastruktur wird vor allem die Innovationskraft des Landes genannt. Auf die Frage, warum österreichische Firmen innovativer sein sollen als tschechische oder ungarische, strapaziert Huemer die Geschichte. \" Die Innovationskraft in österreich ist historisch gewachsen. Industriezweige wie die Textilindustrie sind schon relativ früh aus österreich abgewandert. Die Unternehmen mussten sich nach anderen Bereichen umsehen. Viele sind in Branchen gelandet, wo die Innovationskraft eine große Rolle spielt, etwa in der Automobilindustrie.“ Im Osten hingegen fehle diese Tradition noch.
Für die heimischen Unternehmen muss es also darum gehen, auf die Innovationskraft zu setzen und einen Blick in die Zukunft zu wagen. Sie müssen den OEMs geben, was die OEMs brauchen, um die Kunden zu begeistern. Ziel muss es sein, die Autoindustrie zu zwingen, sich den Standort österreich zu leisten, weil die Qualität der Arbeit die höheren Kosten kompensieren kann. Dabei kommt österreich zu Gute, dass viele Unternehmen bewusst in Deutschland oder österreich produzieren lassen wollen, weil es sich um ein Gütesiegel handelt. Vor allem dann, wenn Emotionen im Spiel sind. Porsche lässt natürlich in Deutschland fertigen, weil Porsche auch vom Qualitätssiegel \"Made in Germany“ lebt. Ein mühsam über Jahre aufgebauter Brand muss in erster Linie erhalten bleiben. Lohn- und Produktionskosten spielen da eine untergeordnete Rolle, denn potenzielle Kunden würden mit unverhohlener Skepsis reagieren, wenn der neue 911er plötzlich \"Made in Romania“ wäre.
Auch im Bereich der Arbeitskräfte hat österreich einen deutlichen Vorteil gegenüber osteuropäischen Ländern. Das liegt zum einen an der - noch - besseren Ausbildung, zum anderen an den zum Teil rücksichtslos durchgeführten Abwerbungsversuchen zwischen den einzelnen Betrieben. Kaum ist ein Mitarbeiter fertig ausgebildet, schon kommt die Konkurrenz und schnappt ihn weg. Das ist in österreich anders. Der Pool an arbeitslosem Branchenpersonal ist groß. Abwerbungen sind nicht nötig. Auch die Wechselbereitschaft vieler Arbeitnehmer ist eher gering, die Sicherheit des eigenen Jobs geht vor.

Die Chancen für die heimischen Zulieferbetriebe sind intakt, denn für die nächsten zehn Jahre ist mit weiteren Auslagerungen seitens der OEMs zu rechnen. \"Die Autobauer haben mit Outsourcing viel Geld verdient“, erklärt Polytec-Chef Huemer. An einen gegenläufigen Trend glaubt er nicht: \"Insourcing werde ich nicht mehr erleben.“

Historischer Bonus
Wenn Unternehmen den Schritt in den Osten wagen, entpuppt sich der Weg für viele als steinig. \"Wir sind seit zehn Jahren in Ungarn“, sagt Eybl-Finanzchef Elsner, \"aber erst seit fünf Jahren erfolgreich.“ Wichtig sei vor allem der Auftritt eines Unternehmens in der öffentlichkeit. Hier kommt heimischen Unternehmen die Geschichte zu gute. Zum einen die noch aus Zeiten der Monarchie stammenden traditionell guten Beziehungen zu unseren östlichen Nachbarn und zum anderen die relative Untätigkeit österreichischer Industrieller unmittelbar nach dem Fall des eisernen Vorhangs. \"Viele Unternehmen westeuropäischer Nationen, die als erster vom Osten profitiert haben, haben diese Länder regelrecht abgezockt. So etwas bleibt im Bewusstsein der Bevölkerung haften. Für Unternehmen aus Ländern wie Frankreich oder Italien ist es daher sehr schwierig, im Osten Fuß zu fassen“, weiß Elsner zu berichten.

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Starker Arm macht Druck

Der öGB-Immobilienverantwortliche warnt vor einem schnellen Verkauf.

\"Zu heiß“, um darüber zu sprechen: Die im Juni verkündete \"Vorläufige Einstellung“ der Bauarbeiten bei der öGB-Zentrale an der Wiener Ringstraße lässt beteiligte Planer, Projektmanager und Baufirmen verstummen. In der Tat ist der Abbruch eines Bauvorhabens dieser Größenordnung, abgesehen von der politischen Dimension, kein Spaß: Der österreichische Gewerkschaftsbund zieht die Notbremse, nachdem bereits ein Drittel der Baukosten von 22 Millionen Euro verbraten ist. Mit Ausnahme einer Handvoll Arbeiter, die Sicherungsmaßnahmen wie Abschalungen von Bauteilen und die Errichten von Sicherheitsgerüsten durchführen, mussten die mit den Bauarbeiten beauftragten Firmen Porr und Hazet die Baustelle räumen. Wie viel diese Bauunterbrechung kosten wird, darauf will sich noch niemand festlegen. Derzeit sei man beim Prüfen der Vertragslage, Pönaleforderungen werden nicht ausgeschlossen, ist von den Baufirmen zu hören. \"Wir versuchen, das Personal auf anderen Baustellen unterzubringen“, meint Manfred Dorner, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft. Zur Frage, ob Kündigungen notwendig seien, will Dorner keinen Kommentar abgeben, schließt dieses Szenario aber zumindest nicht aus, ebenso wenig wie zusätzliche Kosten, die dem öGB entstehen könnten. Deshalb spricht der öGB-Liegenschaftsverantwortliche, der sich gekündigte Bauarbeiter nicht vorstellen mag, lieber von einer Unterbrechung: \"Eine Baueinstellung würde außerdem höhere Kosten verursachen“, meint er. Pönaleforderungen der Baufirmen erwartet er keine.

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Versalzene Suppe

\"Wir haben den Verkaufsprozess gestoppt und behalten uns die Immobilien selbst“, erklärt der Industrielle Hannes Androsch. Er ist neben der Raiffeisen Landesbank Oö Haupteigentümer der Salinen AG und damit auch Herr über zahlreiche Immobilien im Salzkammergut. Wie der Report berichtete begann die Salinen AG Anfang des Jahres den Verkauf der nichtbetriebsnotwendigen Grundstücke und Häuser einzuleiten. Price Waterhouse Coopers wurde als Berater engagiert um möglichst viel für die rund 300.0000 Quadratmeter Grund und 150 Häuser zu erlösen. Nun ist klar, dass diese Idee nur Spesen verursachte. \"Die Angebote waren zu gering“, gibt Androsch zerknirscht zu. Demnächst entscheidet der Aufsichtsrat darüber ob man eigenes Geld in die Entwicklung der zum Teil leerstehenden Bauten investieren wird. \"Das Potential der Immobilien ist riesengroß, man muss aber viel Geld investieren um es auch zu heben“, meint ein Immobilien-Spezialist aus dem Salzkammergut. Geplant sind dem Vernehmen nach Investitionen in Wohn- und Gewerbeprojekte. Touristische Nutzungen, wie Hotels oder ähnliches stehen nicht zur Diskussion. Der Verkauf der Salinen-Immobilien stand von Beginn an unter keinem guten Stern. Während der Landesbank-Chef Ludwig Scharinger auf ein Gesamtpaket drängte, wollte Androsch einige Bauten in Bad Ausee ausklammern. Um dort eingemietete Sommerfrische-Freunde nicht vor den Kopf zu stoßen, wie Kenner der Auseer-Lederhosen-Szene berichteten.
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Richtig verbunden

Viele Leute verwenden, oft nicht nur aus beruflichen Gründen, zwei Computer. Doch Monitor, Tastatur und Maus in zweifacher Ausführung führt zu Platzmangel und Kabelsalat auf dem Schreibtisch. Oder man muss ständig die Kabel umstecken, was auf Dauer auch recht mühsam sein kann. Belkin hat die Lösung: Der Switch2 für Mac mini bietet Usern eine einfache Möglichkeit zwischen zwei Rechnern hin und her zu switchen - wie der Name schon sagt. Er unterstützt alle USB-fähigen Rechner und Peripheriegeräte und lässt sich einfach an der Unterseite des Mac mini anstecken - es sind weder zusätzliche Kabel noch Software erforderlich.

Der Switch2 für Mac mini ist der einzige Peripherie-Switch, der sämtliche Mac-Tastaturen und -Funktions-Tasten unterstützt, inklusive der eingebauten Maus-Schnittstelle an Mac-Tastaturen. Das Gerät funktioniert mit sämtlichen LCD- oder CRT-Monitoren, die über einen VGA 15-pin HDDB-Anschluss verfügen.

Druckempfindliche Schalter am Switch2 sorgen dafür, dass Nutzer schnell und einfach von einem Computer zum anderen schalten, CDs auswerfen oder die Lautstärke regeln können - egal ob auf PCs oder Mac-Rechnern. Auch die Lautsprecher lassen sich an den Switch2 für Mac mini anschließen und von beiden Computern nutzen, ohne dass sie umgesteckt werden müssen.

Das Gerät ist ab sofort für 79 Euro im Fachhandel erhältlich.

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Musikplayer zum Telefonieren

Heute werden in österreich mehr MP3s als CD-Singles verkauft: Vergangenes Jahr waren es mehr als 4 Millionen Songs. Zwei Drittel davon gingen direkt aufs Handy, da ja schon jedes Dritte über einen MP3-Player verfügt. Für diese Trends präsentiert BenQ Mobile sein neues Produktkonzept für Musikhandys \"Q-fi\". Unter diesem Titel bringt der Handyhersteller drei neue Endgeräte auf den Markt, die sich durch eine klare Ausrichtung auf den mobilen Musikgenuss und eine einfache Bedienung durch den Handynutzer auszeichnen sollen. Während das E61 durch die MP3-Steuertasten an der Oberkante des Gehäuses bequem aus der Hosentasche bedient werden kann, ähneln die Modelle EF51 und EF71 mehr einem Musik-Player als Handy.

BenQ-Siemens EF71
Edles Design mit authentischen Materialien, wie Aluminium, machen das EF71 zum elegantesten Musikhandy auf dem Markt. An der Außenseite des Clamshell-Handys sind lediglich die Bedientasten für die Musikfunktionen, ein 2,2-Zoll-Display (262.144 Farben, 176 x 220 Pixel) sowie eine 2 Megapixel-Kamera mit 9fachem Digitalzoom erkennbar. Die volle Handyfunktionalität kommt erst beim öffnen der Klappe zum Vorschein. So lassen sich alle wesentlichen Musikfunktionen einfach und ohne Handytastatur bedienen. Der integrierte Media-Player unterstützt alle gängigen Dateiformate, wie MP3, WMA, AAC und AAC+. Eine 256 MB-Karte ist im Lieferumfang enthalten. Für guten Klang sollen der 10 Band-Equalizer und das mitgelieferte Stereo-Headset sorgen.
Das EF71 kann auch als Webcam genutzt werden: Dazu wird das Handy per USB an den PC oder Laptop angeschlossen. Der Handyakku lässt sich ebenfalls einfach mit USB-Kabel über den Laptop aufladen. Die Gesprächsdauer liegt bei bis zu 180 Minuten, Standby-Zeit bis zu 225 Stunden.
Preis: 399 Euro (ab September)

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